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Geschichte der Stiftung

Vom BAT Freizeit-Forschungsinstitut...

1979 wurde das BAT Freizeit-Forschungsinstitut gegründet – zum Beginn einer Zeit umfassender Veränderungen. Es war das Jahr des NATO-Doppelbeschluss und der sowjetischen Intervention in Afghanistan. Die DDR feierte ihren 30. Geburtstag und der Sozialismus war noch „real existierend“. Ayatollah Chomeni kehrte in den Iran zurück. Die Zeit war von einem Wertewandel geprägt – von Ölkrisen und Anti-AKW-Demonstrationen. Während Themen wie „Waldsterben“, „Treibhauseffekt“ und „Klimawandel“ zunehmend den gesellschaftlichen Diskurs bestimmten – und die „Grünen“ zum ersten Mal in den Bundestag gewählt wurden – setzte sich Mikroelektronik als Bestandteil des alltäglichen Lebens durch. AIDS wurde erstmals medial thematisiert. Die Gründung der polnischen Gewerkschaft Solidarnosc war ein erstes Indiz für den kommenden Umbruch hinter dem „Eisernen Vorhang“, der 1989 mit dem Fall der Berliner Mauer seinen Höhepunkt erreichte.

Das Forschungsinstitut wurde seinerzeit mit der erklärten Absicht gegründet, vor allem „qualitative Forschung“ zu betreiben. Im Mittelpunkt der Institutsarbeit standen die wissenschaftliche Forschung und die Information über die daraus gewonnenen Kenntnisse, die einer breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurden. Seither hat sich das von British American Tobacco errichtete Institut in Wirtschaft und Wissenschaft, Politik und Medien einen Namen erworben, der auf zwei Säulen ruhte: Kompetenz und Kontinuität.

Die vergangenen 30 Jahre standen ganz unter dem Eindruck einer beispiellosen Wohlstandsentwicklung, die zu Beginn des 21. Jahrhunderts ihren Höhepunkt erreicht, vielleicht sogar überschritten hat. Das Jahrhundert der Arbeitszeitverkürzungen ist zu Ende. Ein Paradigmenwechsel kündigt sich an: Die Leitbilder der Arbeits- und Vollbeschäftigungsgesellschaft werden fragwürdig. Und freizeit- und konsumbezogene Wunschbilder einer Wohlstands- und Erlebnisgesellschaft machen zunehmend einer realitätsbezogenen Ernüchterung Platz.

Der Struktur- und Wertewandel in der gesamten westlichen Welt war auch eine Chance, mehr über Lebensqualität und nicht nur über Lebensstandard nachzudenken sowie die Frage nach Zukunft und Lebenssinn neu zu stellen. Bei aller Problematisierung der gesellschaftlichen Entwicklung spiegelten die Studien immer auch eine positive Sichtweise wider, zeigten praktikable Lösungsansätze auf und machten Mut zur Zukunft.

…zur Stiftung für Zukunftsfragen

Dieser Maxime bleibt die 2007 gegründete Stiftung verpflichtet. Der Blick weitet sich aber jetzt auf die Vielfalt gesellschaftlicher Zukunftsfragen und -probleme ökonomischer, ökologischer und sozialer Art. Die Stiftung macht sich zum Anwalt von Vision und Verantwortung. Das ist ihre erklärte Bringeschuld. Und sie scheut sich auch nicht, Entscheidungsträger der Gesellschaft an ihre Annahmepflicht zu erinnern. Zukunft soll schließlich aktiv und offensiv gestaltet und nicht nur passiv und reaktiv bewältigt werden. Zukunft ist machbar.

Mit der Umwandlung des Freizeit-Forschungsinstituts in die Stiftung für Zukunftsfragen hat British American Tobacco als Initiator, Gründer und Stifter den Blick geweitet für eine Zukunft im Plural – für verschiedene „Zukünfte“, zwischen denen wir wählen und die wir auch gestalten können. Jede Weiche, die wir heute stellen, eröffnet ein Stück neue Zukunft. Die Stiftung für Zukunftsfragen sorgt für mehr Zukunftsgewissheit und für weniger Zukunftsangst und will Antworten auf Immanuel Kants berühmte Fragen geben „Was können wir wissen? Was sollen wir tun? Was dürfen wir hoffen?“ So kann Zukunft auch ein anderes Wort für Hoffnung sein.

News und Termine

16. Dezember 2011

Europas Zukunftsangst

26. September 2011

Dänemark kinderfreundlichstes Land Europas – Deutschland auf dem vorletzten Platz

15. August 2011

Dänen sind die glücklichsten Europäer

© 2011 STIFTUNG FÜR ZUKUNFTSFRAGEN. Alle Rechte vorbehalten / Seite zuletzt aktualisiert am 2011-10-28