{"id":3855,"date":"2022-09-20T09:00:15","date_gmt":"2022-09-20T07:00:15","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=3855"},"modified":"2026-07-21T19:40:12","modified_gmt":"2026-07-21T17:40:12","slug":"podcast-leisure-monitor-housesitting-and-amusement-parks","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/podcast-freizeit-monitor-housesitting-und-freizeitparks\/","title":{"rendered":"Stress during leisure time, housesitting, amusement parks"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>00:36 - Welcome\/about the new format<\/p>\n<p>01:45 \u2013 The leisure activities of Germans: Does constant availability actually stress us out in our free time? And why don&#039;t we simply switch off our mobile phones when WhatsApp and similar apps are getting on our nerves? By the way: Women generally feel significantly more stressed than men in their free time.<\/p>\n<p>10:04 \u2013 Housesitting: A press inquiry about housesitting has drawn our attention to this topic. Does this trend have the potential to sustainably shape our vacation habits? Or will it remain a niche activity for people in specific phases of life?<\/p>\n<p>15:14 \u2013 Theme Parks: Theme parks are Uli&#039;s great passion \u2013 but also a sometimes expensive affair. What are the current trends and developments in these dream worlds? And what&#039;s the story behind the elite &quot;Club 33&quot; and Disney&#039;s 17 scents?<\/p>\n<p>28:07 - What comes, what stays, what goes?<\/p>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67],"class_list":["post-3855","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 2 - Folge 01","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<iframe style=\"border-radius:12px\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/4Y4IY7coT2T2SJoTB3VAYA?utm_source=generator&theme=0\" width=\"100%\" height=\"152\" frameBorder=\"0\" allowfullscreen=\"\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\"><\/iframe>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/874777-m-c35549a0bd0ca2a1311f21353841e550.mp3","podcast_transcript":"Sp\u00e4ter war alles besser, der Zukunftspodcast. Brain Food f\u00fcr Neugierige und Zukunftsinteressierte. Mit mir, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und mit mir, Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung. Hallo und herzlich willkommen zur ersten Folge unserer zweiten Staffel des Zukunftspodcasts. Wie wir bereits in der letzten Staffel angek\u00fcndigt haben, wollen wir ein bisschen was \u00e4ndern an unserem Ablauf. Wir werden viele kleine Themen besprechen in einer Folge, um euch ein bisschen Brain Food mitgeben zu k\u00f6nnen. Wir fangen heute damit an, dass wir als erstes mal einen kleinen Einblick in unsere aktuelle Forschung geben. Wir untersuchen gerade das Freizeitverhalten der Deutschen ganz intensiv. Das ist unser Freizeitmonitor. Dann geben wir euch einen Einblick in unsere t\u00e4gliche Arbeit hier in der Stiftung. Womit haben wir uns so besch\u00e4ftigt? Was f\u00fcr Fragen kamen rein? Das ist dieses Mal das House-Sitting. Und dann geht es noch um Ullis Thema der Woche. Also wozu forscht Uli gerade? Was treibt ihn um? Und es ist sein Lieblingsthema, die Freizeitparks. K\u00f6nnen wir damit anfangen, Ayaan? Nein, m\u00fcssen wir nicht damit anfangen. Wir k\u00f6nnen ganz klassisch anfangen. Aber \u00fcber Disney spreche ich ja nur zu gerne. Ja, das stimmt. Deswegen haben wir es jetzt ja auch endlich mit aufgenommen. Und zum Schluss fassen wir das nochmal ein bisschen zusammen mit unseren Kategorien. Was kommt, was bleibt, was geht. Um da auch nochmal einen ganz deutlichen Zukunftsbezug setzen zu k\u00f6nnen. Aber dann beginnen wir doch mal, Uli. Aktuelle Forschung. Das Freizeitverhalten der Deutschen treibt uns ja seit vielen Jahren um. Und wird auch immer ganz ausf\u00fchrlich im Freizeitmonitor dargelegt. Wie sieht es denn aktuell aus? Ja, dann fange ich doch an. Wir hatten ja heute die Pressekonferenz zum Thema Freizeitverhalten der Bundesb\u00fcrger. Und ich will jetzt gar nicht \u00fcber die Zahlen reden, wer was wie h\u00e4ufig in seiner freien Zeit macht. Also wen das interessiert. Wir haben das wirklich, glaube ich, sehr gut aufbereitet auf freizeitmonitor.de. Ich wollte an sich nochmal \u00fcber den Punkt Stress in der Freizeit sprechen. Das ist etwas, wo ich wirklich im Vorfeld nochmal viel dr\u00fcber nachgedacht habe. Und wenn ich mir so die Zahlen anschaue. Klar, dieser Punkt, andere Menschen st\u00f6ren in der Freizeit. Man hat nicht gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr sich selbst. Schlange stehen, also warten. Das sind alles Dinge, die uns in der Freizeit stressen. Aber ein Punkt, \u00fcber den ich wirklich nochmal gestolpert bin. Und da wollte ich dich einfach mal selber fragen, Ayaan. Es sagen ja wirklich viele mittlerweile, dass es sie stresst, st\u00e4ndig erreichbar zu sein. Ist das eigentlich etwas, was dich selber auch stresst? Ja, schon. Aber ich kann da auch, wenn ich ehrlich bin, \u00fcberhaupt nicht aussteigen. Also es ist so ein diffuses Stressgef\u00fchl. Weil ich finde, weil es gesellschaftlich ist, so alleine Mitglied in WhatsApp-Gruppen zu sein. Es wird doch erwartet, dass man antwortet. Und ich pers\u00f6nlich habe auch das Gef\u00fchl, ich muss erreichbar sein, falls irgendwie ein Notfall ist. Weil man ja heutzutage jederzeit erreichbar sein kann. Also jemand, den ich nicht erreiche, der will nicht erreichbar sein. Ich glaube, das ist so ein bisschen dieser Gedanke, der dahinter steht. Und dann bist du ja im Zweifel auch selbst schuld, dass ich dich nicht erreichen konnte. Aber ist das jetzt wieder die Angst, etwas zu verpassen? Oder ist es wirklich das Sicherheitsdenken? Ich glaube beides, je nachdem, wer man halt ist. Also bei mir ist es, glaube ich, viel Sicherheit. Was ist, wenn jetzt jemand einen Unfall hat? Also meine Eltern oder meine Tochter. Und bei vielleicht noch anderen ist es dann eher dieses Verpassen. Hast du das noch nicht gelesen, was auf Twitter steht oder bei Instagram gepostet wurde? Dass man halt nicht mitsprechen kann, dass man out ist. Genauso wie aber auch, was ich gerade sagte mit diesen WhatsApp-Gruppen, die ja, glaube ich, jeden stressen. Da bin ich gar nicht Mitglied erst, nein. Ja, aber wie machst du das? Dann wei\u00dft du nicht Bescheid als Einziger. Ja, aber jetzt zu beiden Sachen vielleicht ein Punkt. Also klar, es ist diese Angst, etwas zu verpassen. Das haben wir in einer anderen Folge schon mal gehabt. Dieses Fear of Missing Out. Und dass es nat\u00fcrlich auch das Gegenteil gibt. Auf Joy of Missing Out. Auch mal wieder bewusst irgendwo nicht dabei zu sein. Dass das, glaube ich, schon, wenn wir jetzt wieder \u00fcber die Zukunft sprechen, also wirklich was Wichtiges f\u00fcr die Zukunft ist, dass man sich auch selber Gedanken macht, was ist eigentlich f\u00fcr mich wichtig? Oder welche WhatsApp-Gruppe bringt mir m\u00f6glichen Mehrwert? Und dann kann ich da vielleicht mal nicht mitreden. Und wie gesagt, die Zahlen sagen ja einfach diese Steigerung. Fr\u00fcher war es jeder Dritte. Jetzt sind es mehr als zwei F\u00fcnftel. Also das ist ja schon auch eine deutliche Steigerung, dass das etwas ist, was uns immer mehr stresst. Und dein Punkt mit der Sicherheit. Ja, klar. Ich wei\u00df nicht, wie oft deine Mama schon dann nachts um vier auch gerufen hat. Das ist ja auch Gott sei Dank noch nie passiert. Genau, also das ist ja, nat\u00fcrlich will man diese Sicherheit haben. Und gerade wir in Deutschland sind ja sehr sicherheitsliebend dabei. Ich wei\u00df noch selber, als wir die Kinder in der Grundschule hatten und dann bei den Klassenkameraden waren unsere Kinder irgendwie sofort bekannt, dass die diejenigen sind, die mit der S-Bahn zur Schule fahren m\u00fcssen. Und dass jetzt meine Tochter in der siebten Klasse immer noch kein Handy hat, was sie irgendwie mit hat. Und was sind wir f\u00fcr Rabeneltern? Rabeneltern \u00fcbrigens ein Wort, was es ja auch nur in der deutschen Sprache gibt, was ich immer wieder faszinierend finde. Ja, verzeichnend. Verzeichnend f\u00fcr uns in Deutschland, das stimmt. Aber wo ich auch gesagt habe, was ist jetzt das Schlimmste, was passieren kann? Also die S-Bahn f\u00e4llt aus oder es ist ein Personenschaden und sie m\u00fcssen irgendwie den Bus nehmen. Du hast ja recht, das ist ja alles total logisch, wenn du das logisch hinterfragst. Aber ich glaube, dass es halt viele stresst oder Dinge stressen einen, glaube ich, wo man das Gef\u00fchl hat, man kann sie nicht \u00e4ndern. Man ist dort irgendwie in so einem System gefangen, weil das halt vielleicht so grunds\u00e4tzlich, also du hast dich ja aktiv gegen Kritik sogar gestellt. Und das ist ja etwas, was wir eigentlich was menschlich so. Und die Kinder sind nat\u00fcrlich auch gro\u00df geworden und haben dann irgendwelche Situationen geschafft. Und es ist, glaube ich, in den Elfjahren meines Sohnes irgendwie zweimal vorgekommen, dass er irgendwie die S-Bahn oder jetzt f\u00e4hrt er mit dem Fahrrad. Also wo irgendwie eine Situation notwendig war und er hat auch mittlerweile ein Handy, das will ich gar nicht abstreiten. Aber meine Tochter ja nach wie vor nicht. Also das sind schon Dinge, \u00fcber die man auch nachdenken kann. Aber das war nur ein Punkt von mir, den ich nochmal auff\u00e4llig fand bei dieser Frage eben, die wir gestellt haben, was die Bundesb\u00fcrger in ihrer Freizeit besonders stresst oder was sie generell stresst. Gab es da einen Bereich, den du auff\u00e4llig fandst, den wir heute auch gar nicht in der Pressekonferenz thematisiert haben? Ja, und zwar die Altersunterschiede. Also zwischen den Generationen. Was stresst die junge Generation, was stresst die \u00e4ltere Generation? Also unter 30, \u00fcber 60? Ja, \u00fcber 65 habe ich jetzt mal genommen, so Rente, Eintritt. Und wenn wir alle Antwortm\u00f6glichkeiten, also von st\u00e4ndig erreichbar sein, Schlange stehen, Medienkonsum von anderen, also wie oft wird irgendwie in meiner Gegenwart das Handy gez\u00fcckt und so weiter. Wenn wir uns alle Antwortm\u00f6glichkeiten dort anschauen, dann ist die junge Generation deutlich gestresster als die \u00e4ltere Generation. Okay. Und vor allem auch im Jahresvergleich, also wir haben die Frage ja schon mal gestellt und vor sieben Jahren war die junge Generation weniger gestresst. Deutlich gechillter. Gechillter, genau. Und heute kann man schon sagen, ist die Rentnergeneration die gechilltere Generation. Selbst bei eigentlich vermeintlich so Jugendthemen, wie zum Beispiel eben den Medienkonsum. Also dass es mich stresst, dass du telefonierst, WhatsApp schreibst, irgendwie Serien streamst oder \u00e4hnliches Musik h\u00f6rst. Das stresst die Jungen heute fast doppelt so h\u00e4ufig wie die \u00c4lteren. Weil man scheinbar auch eher als \u00c4lterer gelernt hat, seine Bed\u00fcrfnisse zu artikulieren. Also dass man irgendwie sagt, in der S-Bahn kannst du mir die Musik leiser stellen oder irgendwie im Restaurant kannst du jetzt mal das Handy weglegen. Und bei der jungen Generation, also wenn ich so meine Studis sehe, das ist schon auff\u00e4llig, selbst wenn die abends in einer Kneipe sind, dass die ihr Parallelleben haben. Und aber auch die ganze Zeit dar\u00fcber posten m\u00fcssen, dass sie jetzt ein Bier trinken. Aber es ist interessant, dass die das selber so viel mehr stresst als in der Vergangenheit. Genau. Und auch ein weiterer Punkt, der enorm angestiegen ist, also sich auch nahezu verdoppelt hat, ist die eigene Lebensplanung. Also vor sieben Jahren waren die unter 30-J\u00e4hrigen weniger gestresst, wenn es darum ging, okay, was mag ich denn aus meinem Leben? Und heute scheint der Druck da einfach so angestiegen zu sein, dass mehr als jeder Zweite sagt, das stresst ihn sehr in seiner Freizeit, sich mit der Lebensplanung auseinanderzusetzen. Und das finde ich echt auff\u00e4llig, ob ich meine, mit meinen Studierenden das bespreche, das eindeutig eins zu eins genauso, dass die sich da gestresst f\u00fchlen, dass die Angst auf einmal wieder vor der Zukunft haben. Ich frage mich, wir leben in unsicheren Zeiten, keine Frage, und Corona und Ukraine und Armreich und Angst vor Altersarmut und was alles medial gespielt wird. Aber wir d\u00fcrfen nicht vergessen, wenn wir wirklich \u00fcber die Zukunft sprechen, wir werden Antworten auf diese Fragen finden. Und das Leben bleibt spannend sicherlich, aber das Leben wird ja auch besser. Und das ist die Forschung eindeutig. Also dieser Pessimismus oder die Angst und der Stress, den sich gerade die junge Generation da auch in der Freizeit macht, finde ich schon ungew\u00f6hnlich. Also ich will jetzt nicht sagen, es ist unbegr\u00fcndet, weil das stimmt ja einfach nicht, das empfinden die ja so. Aber das Leben wird schon in Zukunft auch gut und toll werden. Also das d\u00fcrfen wir nie an dieser Stelle vergessen. Insgesamt ja auch nochmal sehr auff\u00e4llig, Frauen sind insgesamt gestresster, deutlich gestresster in der Freizeit als M\u00e4nner. Also das m\u00fcssen wir jetzt nicht als Frau, Mann thematisieren, aber echt in diesen ganzen Bereichen. Also ob es die Geldfragen sind, das Geld mehr stresst, Bed\u00fcrfnis nach Ruhe, nicht gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr andere zu haben, nicht gen\u00fcgend Zeit f\u00fcr sich zu haben. Also Frauen in der Freizeit wirklich auch nochmal deutlich gestresst. Aber haben wir ja alles auch auf freizeitmonitor.de stehen. Insofern lasst uns jetzt doch \u00fcber das zweite Thema von den drei Themen heute sprechen. Hilft ja auch gegen Stress, Urlaub machen. Urlaub machen, reden wir \u00fcber das Thema House-Sitting. Und was ich dich nie gefragt habe, also House-Sitting ist glaube ich klar. Das ist, wenn ich im Urlaub f\u00fcr eine gewisse Zeit ein Haus, ja \u00e4hnlich wie ich Dog-Sitting machen kann, also Hundesittern kann, passe ich eben auf dieses Haus auf, w\u00e4hrend der Besitzer oder die Besitzerin oder von der Wohnung unterwegs ist. Also ich \u00fcbernehme die Verantwortung f\u00fcr den Hund, die Katze, die Pflanzen, f\u00fcr die Sicherheit des Hauses, was auch immer. Also ist so ein Trend, den es ja in anderen L\u00e4ndern sehr stark gibt. Was ich dich aber mal fragen wollte, w\u00e4re das eigentlich eine Form des Reisens f\u00fcr dich oder f\u00fcr deine Familie und dich? Also grunds\u00e4tzlich schon, das klingt jetzt ein bisschen nach Airbnb. Das war ja eine Anfrage, die du diese Woche bekommen hast. Deswegen habe ich mich da auch mal ein bisschen mit besch\u00e4ftigt und auf diversen Plattformen angemeldet. Hast du gleich gemacht? Das habe ich gleich gemacht, nat\u00fcrlich. Also man musste sich da ja mal reinarbeiten. Auch ein Grund, warum ich diesen Selbstschutz toll finde, mit sich ganz, ganz unterschiedlichen Dingen besch\u00e4ftigen zu k\u00f6nnen. Und dabei bin ich halt zu dem Schluss gekommen, nein, dass es halt keine Urlaubsform sein kann, weil zum einen die Leute einen auch gerne vorher kennenlernen wollen. Also ich bin da in so ein paar Foren unterwegs gewesen, vor allem in Australien ist es halt relativ verbreitet. Und dann ist es eher so, okay, k\u00f6nnen wir uns dann mal morgen auf einen Kaffee treffen und dann zeige ich dir mal alles. Weil, zweiter Punkt, es geht meistens ja gar nicht nur ums House-Sitting, sondern halt auch ums Tier-Sitting. Also 80 bis 90 Prozent aller Angebote beinhalten, dass du dich um die Katze, den Hund oder sogar gleich eine ganze Farm k\u00fcmmern musst oder halt auch noch irgendwie g\u00e4rtnern sollst. Weil nat\u00fcrlich klar, in Australien und in anderen L\u00e4ndern, wenn man da mal zwei, drei Wochen nicht da ist, ist dann irgendwie alles vertrocknet. Das hei\u00dft, dieses Klassische wie bei Airbnb, ich habe einfach nur eine schicke Villa in San Francisco, in der ich mich jetzt bei zwei Wochen aufhalten kann, damit da keiner einbricht, ist es leider gar nicht. Und dazu kommt, dass es in Europa auch echt nicht weit verbreitet ist. Ja, das war auch so ein bisschen, was ich gesagt habe in dem Interview. Ich kann es mir kaum vorstellen, dass es mehr als eine Nische bleibt. Weil die Argumente, die du jetzt gesagt hast, das sind ja auch Einleuchten. Und du jetzt selber sagst, Urlaub und man will irgendwie die Erholung haben und will was erleben. Und dann hat man wieder die Verpflichtung dabei. Ist ja etwas, was nicht wirklich attraktiv in deiner Lebensphase, nicht immer meiner ist. Wenn ich drei Wunde habe, um die ich mich dann den ganzen Tag k\u00fcmmern muss, dann ist das kein Urlaub mehr. Die Runde k\u00f6nnte total toll sein, also das will ich nicht sagen. Ja, ja, aber du bist dann ja nicht frei und flexibel in deiner Urlaubsgestaltung. Das stimmt. Also die Flexibilit\u00e4t geht dir verloren. Wobei ich nat\u00fcrlich jetzt andererseits wieder, k\u00f6nnte man ja auch argumentieren, dann ist es eben nichts f\u00fcr den Urlaub. Dann ist es eben eher etwas f\u00fcr das Sabbatical, f\u00fcr den Ruhestand, f\u00fcr den langsamen Einstieg in den Ruhestand. Dieses, ich werde noch gebrauch, aber dann eben unter der Sonne Portugals oder im sch\u00f6nen Schwarzwald oder wo auch immer. Also dann ist es vielleicht eher in diese Richtung gehend, aber eben nicht der Ansatz, wie wir uns im Interview hatten oder der auch oftmals damit gleichgesetzt wird, dass man es f\u00fcr ein, zwei Wochen macht. Also ich glaube, das ist wirklich etwas, was eher ungew\u00f6hnlich w\u00e4re, oder? Ja, finde ich auch. Also es ist dann kein Urlaub. Also wenn wir davon ausgehen, dass Urlaub nat\u00fcrlich auch der Erholung von und f\u00fcr die Arbeit dient, w\u00e4re es das nicht f\u00fcr mich. Aber f\u00fcr eine l\u00e4ngere Auszeit, also nach der Schulzeit, w\u00e4hrend des Studiums, Work and Travel in Australien oder in den USA. Das kann ich mir dann schon nat\u00fcrlich durchaus vorstellen, weil es ja eben ein gro\u00dfer Anreiz kostenlos ist. Hat mir jetzt vielleicht noch gar nicht gesagt. Man zahlt nat\u00fcrlich ja auch nichts f\u00fcr die Unterkunft dann. Das stimmt. Also das w\u00e4re etwas, was gerade in bestimmten Bereichen halt attraktiv w\u00e4re, auch f\u00fcr Gruppen das zu machen. Ah, aber da f\u00e4llt mir ein. Ja. Da hatten wir ja auch kurz dr\u00fcber gesprochen, davon abgewandelt, das Haus tauschen. Das wiederum k\u00f6nnte ich mir vorstellen. Achso, genau, ja. Wenn wir das mal weiterentwickeln, also nicht House-Sitting, sondern ich m\u00f6chte jetzt zwei Wochen in Spanien Urlaub machen und die Spanier vielleicht in dieser wundersch\u00f6nen Stadt Hamburg, dann k\u00f6nnte ich ja mit einer spanischen Familie das Haus tauschen. Und das f\u00e4nde ich richtig attraktiv. Ist an sich etwas, was noch nicht sehr verbreitet ist, was ich mir auch wirklich gut vorstellen kann. Jetzt kann man nat\u00fcrlich wieder ein bisschen klischeehaft sagen, gut, zwischen Barcelona und Hamburg funktioniert es. Funktioniert es irgendwie zwischen auf dem platten Land, wo auch immer und Rom vielleicht begrenzter. Aber es w\u00e4re ja okay. Man m\u00fcsste dann vielleicht so eine Art Ringtausch entwickeln. Also, dass ich irgendwas anbiete. Meine Unterkunft kann daf\u00fcr irgendwo anders meinen Urlaub verbringen und das kann in der Stadt sein, kann woanders sein. Ja, bin ich bei dir. Also w\u00e4re etwas, was durchaus attraktiv sein kann. Wir sind aber schon wieder wahnsinnig weit fortgestritten in unserer Zeit, Ayaan. Und wenn ich auf die Uhr schaue, haben wir schon wieder die H\u00e4lfte unseres Podcasts rum. K\u00f6nnen wir \u00fcber mein Lieblingsthema sprechen? Absolut, Uli. Ich wollte schon so lange hier nach vorne bringen. Die Welt der Freizeitparks. Also, das ist etwas, was mich ja fasziniert. Und ich war jetzt im Sommer wieder in verschiedenen Freizeitparks und es bleibt dabei, es ist eine tolle... Welcher ist dein Lieblingsfreizeitpark? Verrate es uns. In Deutschland muss ich wirklich sagen, habe ich zwei. Also, der Europapark in Rust ist einfach der beste Park. Das muss man sagen. Ich war jetzt im Sommer wieder da mit der Familie, mit Freunden. Vom Angebot her, von der Ausgestaltung, die Atmosph\u00e4re. Es gibt keinen anderen Park in Deutschland, der da rankommt. Das muss ich einfach ehrlich sagen. F\u00fcr mich selber nat\u00fcrlich, aber auch als Hamburger sage ich immer, an der Ostsee, der Hansapark ist einfach f\u00fcr meine Familie und mich schnell zu erreichen. Wir sind \u00f6fter da. Das ist der Park, den ich am h\u00e4ufigsten besuche. Und wenn du mich jetzt fragst, was ist der Park, der mich nach wie vor am meisten fasziniert? Es ist und bleibt Disney. Ja, ne? Muss ich einfach sagen. Wenn ich jetzt auch erwarte. Also, ich habe ja damals schon meine Diplomarbeit, hie\u00df es damals noch. Also, das, was heute der Bachelor wahrscheinlich w\u00e4re. \u00dcber Disney geschrieben, \u00fcber die M\u00f6glichkeiten, \u00fcber die Weiterentwicklung. Und das ist auch nach wie vor. Wobei ich sagen muss, die Preise haben mich schon geschockt wieder. Wenn ich sehe, was aufgerufen wird an Eintritts... Wo liegt man da jetzt mittlerweile? Also, du liegst f\u00fcr ein normales Ticket bei so um die 150 Dollar, was ich schon enorm finde. F\u00fcr einen Erwachsenen, f\u00fcr einen Tag in Disneyland. Und das ist nur basic. Also, du kannst nat\u00fcrlich dann diese ganzen netten Sachen machen. Also, du k\u00f6nntest jetzt, wei\u00df ich nicht, deine Tochter nehmen und einen Prinzessintag machen. Dann w\u00fcrdest du 350 Dollar zus\u00e4tzlich zahlen. Du k\u00f6nntest irgendwie sagen, du willst das besondere Essen noch haben in irgendeinem Schloss drin, w\u00fcrdest du nochmal 400 Dollar zahlen. Und das immer pro Person nochmal extra? Plus Eintritt. Also, es ist jetzt nicht, du machst den Prinzessintag und Micky kommt vorbei zu deiner Tochter und sie darf mit ihr kaffisieren gehen. Sondern es ist dann einfach noch zus\u00e4tzlich zum Eintrittspreis. Also, es sind schon wirklich Preise, die enorm sind. Oder du kannst ja auch heiraten. Also, wenn jetzt du nochmal dein Eheversprechen erneuern m\u00f6chtest, dann kannst du das auch bei Disney machen. Dann zahlst du um die 15.000 daf\u00fcr. 15.000? Plus nochmal den normalen Eintritt. Plus irgendwie, was der Gast dann noch haben will. Also, viel. Aber ich meine, das ist ja nur der Anfang. Ich wei\u00df nicht, habe ich dir jemals vom Club 33 erz\u00e4hlt? Nee. Club 33 ist ja etwas, das kann man, man kann Mitglied bei Disney werden. Und in diesem Club 33, du hast eine relativ lange Wartedauer. Also, ich habe mich nie beworben. Man hat 14 Jahre, bevor man aufgenommen wird in diesem Club. Also, ich kann das sich fast bei mir nicht mehr lohnen, muss ich sagen. Dann zahlst du 35.000 Dollar. Hast in diesen 35.000 Dollar den Eintritt in s\u00e4mtliche Parks weltweit mit drin. Das ist sicherlich ein Vorteil. Und hast dann eben die M\u00f6glichkeiten, da besonders zu essen. Du kannst dann auch... Aber f\u00fcr wen ist das interessant? Also, was sind das f\u00fcr Mitglieder dort? Tom Hengs ist Mitglied, Christina Aguilera ist Mitglied. Und sind die das dann einfach nur, also ist das dann so Status vielleicht? Absolut, ja. Weil die gehen ja nicht wirklich jetzt da in jeden Park auf der Welt, oder? Nee, aber irgendwelche Promis, die vielleicht keine Lust haben, dann auch erkannt zu werden, gehen dann halt eben, w\u00e4hrend ihre Kinder oder ihre Familie oder Freunde dann irgendwie im Park sind, sitzen dann eben exklusiv in irgendwelchen Bereichen drin, w\u00e4hrend die Kinder dann Achterbahn fahren. Also, ist nat\u00fcrlich etwas, was auch wirklich sehr, sehr elit\u00e4r ist. Das war jetzt nur bei diesen Kosten, was mir wirklich wieder aufgefallen ist. Und wie gesagt, ich w\u00fcrde da auch nicht Mitglied werden wollen. Aber Disney verdient schon wirklich gutes Geld dabei. Und in Deutschland? So beim Europapark im Vergleich oder Hansapark? Eintrittsweise. Um die 50 Euro musst du schon investieren, je nachdem, in welchen Park du gehst. Dann darf man nicht vergessen, der Durchschnittsb\u00fcrger gibt fast nochmal genauso viel im Laufe des Tages dann aus. Also, Essen, Trinken, das Souvenir, das Bild, was noch gemacht wird. Das Parken kommt noch dazu. Das sind alles Sachen. Aber es w\u00e4re bei Disney ja auch mit 150, ne? Genau. Also, da kommt nat\u00fcrlich auch nochmal alles oben drauf. Und du wei\u00dft, dass du\u2026 Aber da muss ich sagen, es ist ja eigentlich ganz fair. Es klingt jetzt im ersten Moment total viel. Weil ich war jetzt letztens auf dem Jahrmarkt, wie ich sage, oder Kirmes oder Rummel. Ja, klar. Und war wirklich geschockt. Ich habe also f\u00fcr ein Kind, f\u00fcr ein kleines Kind schon so wahnsinnig viel Geld ausgegeben. Und die hat einmal irgendwie Entenangeln und Karussell fahren und ein Cr\u00eape essen. Und da habe ich nur gedacht, Wahnsinn, okay, da h\u00e4tte ich jetzt wirklich, w\u00e4re ich g\u00fcnstiger bei weggekommen, wenn ich in den Freizeitpark gegangen w\u00e4re. Weil einmal Karussell fahren kostet schon drei Euro. Und mit einmal ist es ja nicht getan. Also, nicht mal eine Minute, glaube ich, habe sich das Ding gedreht. Das ist schon\u2026 Da hast du nat\u00fcrlich mit Recht. Und wenn man sich das jetzt anschaut, in Hamburg, mein Sohn war jetzt gerade auf dem Dom. Und wenn ich sehe, was der f\u00fcr eine Fahrt ausgegeben hat, das ist enorm. Andererseits darfst du nat\u00fcrlich auch nicht vergessen, selbst wenn du im Freizeitpark bist, du nutzt an sich irgendwie acht bis zehn Attraktionen. Und wenn du jetzt irgendwie sagst, du zahlst f\u00fcr jeden F\u00fcnfer, dann bist du wieder bei den 50 Euro, die du auch f\u00fcr einen Freizeitpark zahlen musst. Ja. Daf\u00fcr hast du nat\u00fcrlich den\u2026 Da habe ich eine gute Frage an dich. Weil was mich wahnsinnig nervt im Freizeitpark sind diese langen Wartezeiten. Das stimmt. Also, wenn ich das jetzt schon sehe, mittlerweile digitalisiert, anderthalb Stunden Wartezeit, um einmal mit der Achterbahn zu fahren, da ist ja der\u2026 Bin ich v\u00f6llig bei dir. Wie siehst du das als gro\u00dfer Fan? Wo ist da die Zukunft? Oder wie hast du irgendwelche tollen Best-Practice-Beispiele schon mal gesehen? Ja, also man kann jetzt immer sagen, die Branche versucht zweierlei. Einerseits versucht sie, die Wartezeit zu thematisieren. Also \u00fcber irgendwelche R\u00e4tsel, die du zwischendurch l\u00f6sen musst, wo du eine Codekarte kriegst und dann musst du irgendwelche Botschaften entziffern. Und dass das Ganze nat\u00fcrlich auch dann architektonisch ansprechend gestaltet ist, dass du die ganze Zeit die M\u00f6glichkeit hast, irgendwas Neues zu entdecken. Das ist eine Entwicklung, die gibt es schon l\u00e4nger, weil man immer gesagt hat, wo ist der Sinn jetzt irgendwie zwei Stunden warten f\u00fcr zwei Minuten Emotionen, muss man ja ehrlicherweise so sagen. Das ist etwas, was durchaus funktioniert. Man hat das dann auch wieder gemessen und die Zeit geht gef\u00fchlt schneller vorbei. Das ist gut, also dass die Wartezeit zur Attraktion wird. Die andere M\u00f6glichkeit, was viele Parks mittlerweile versuchen, ist es eben digital zu l\u00f6sen. Also du kannst in einem gewissen Abstand dann ja praktisch diese Fastlanes buchen. Das hei\u00dft, du darfst dann relativ weit vorne an die Schlange rantreten, wartet vielleicht noch irgendwie zwei, drei Minuten und kriegst dann die n\u00e4chste Gondel oder die n\u00e4chste Kabine oder was auch immer du dann haben m\u00f6chtest, dass du es digital l\u00f6st. Einige Parks machen das \u00fcber Geld, also du kannst das zus\u00e4tzlich bezahlen, dass du halt immer vorne in der Schlange stehst. Andere machen es eben, du hast pro Tag vier, f\u00fcnf, sechs Mal die M\u00f6glichkeit, sowas zu buchen und bist dann relativ weit vorne. Ich glaube, das ist noch nicht ganz ausgereift, ist aber wahrscheinlich die Zukunft. Also dass ich wei\u00df, ich habe am Tag eben bestimmte super Sachen, die ich auch fahren m\u00f6chte und daf\u00fcr muss ich da nicht eine Stunde oder mehr anstehen. Das sind so, glaube ich, diese beiden Entwicklungen, weil du hast v\u00f6llig recht, also das ist, was die meisten Besucher, mich eingeschlossen, nat\u00fcrlich immer ein bisschen stresst, dass du dann eine Stunde warten musst, bevor du an die Reihe kommst. Eine andere Sache, die mir aber nochmal wirklich aufgefallen ist, als ich jetzt bei Disney war, wie genial das Ganze eigentlich auch architektonisch gel\u00f6st ist. Also viele Sachen, die ich selber, ich habe mich jetzt nochmal ein bisschen n\u00e4her damit besch\u00e4ftigt. Also klar, was ich vorher wusste, dass alle Disney Parks in den ersten Stock gebaut wurden, damit man irgendwie diese ganze Versorgung unten drunter hat und dass man auch zusehen kann, dass nicht irgendwelche falsch kost\u00fcmierten Mitarbeiter durch irgendwelche Areale laufen, sondern dass alles unterirdisch passiert oder der ganze M\u00fcll halt dar\u00fcber abtransportiert werden kann. Aber eine Sache, die ich dieses Jahr das erste Mal gesehen habe, was ich nicht wusste, ist, dass bei Disney in Florida es keine stillen Gew\u00e4sser gibt. Hast du eine Idee, warum? Ja, weil ich hier viel Wasser um mein Haus rum habe und mich mit diesem Thema schon mal besch\u00e4ftigt habe. Das stimmt, das passt auch nicht. Genau, aber ja, es liegt wahrscheinlich an den M\u00fccken, kann das sein? Ah, das ist der Hauptgrund, ja, ganz klar. Und das muss ich gerade in Florida, will man das vermeiden. Und darum, alle Gew\u00e4sser sind flie\u00dfend, nat\u00fcrlich in den Gew\u00e4ssern, f\u00fcr die sch\u00f6ne Farbe dann noch irgendwelche Chemikalien mit drin und dass da nat\u00fcrlich auch noch die ganzen M\u00fcckenlarven mit abget\u00f6tet werden. Und dass eben kein stehendes Gew\u00e4sser ist, sind die ganzen D\u00e4cher und alle Fl\u00e4chen bei Disney immer in einer gewissen Neigung designt worden, damit jetzt auch nicht auf irgendwelchen D\u00e4chern, wenn es mal in Florida nat\u00fcrlich selten, aber regnen sollte, dass dann sich dort irgendwelche Pf\u00fctzen bilden, sondern dass es immer abflie\u00dft und gar nicht gro\u00df die M\u00f6glichkeit besteht, das zu machen. Das fand ich wieder sehr, sehr faszinierend, dass Disney das gemacht hat. Und klar, also die Tunnel fand ich faszinierend. Was ich auch nicht wusste, was ich dieses Jahr das erste Mal gelernt habe, ist, dass bei Disney Mickey Mouse, wir reden von Mickey Mouse, es in den Parks \u00fcber 200 Katzen gibt. Weil die nat\u00fcrlich auch ein Problem mal mit Ratten und M\u00e4usen und Co. haben. Und darum hat Disney, habe ich dieses Mal das erste Mal gesehen, ein kleines Areal, wo 200 Katzen dann tags\u00fcber sind. Kann man dann auch von au\u00dfen angucken. Man darf die jetzt nicht irgendwie streicheln, aber man sieht die dann halt. Oder ich habe die gesehen. Und dann wird abends, werden die T\u00f6re ge\u00f6ffnet, wenn die Besucher weg sind. Nein, raubt ihr F\u00fctterung, dass sie jetzt dann die M\u00e4use jagen. Ja, also fand ich schon echt ungew\u00f6hnlich. Ja, Disney hat schon viele spannende Einf\u00e4lle gehabt. Warst du mal in Celebration in den USA? Ja, das war ja auch eine faszinierende Geschichte. Also Celebration ist dieses, ja eine Stadt, die Disney mal konzipiert hat als die perfekte Stadt. Also es war alles von Disney eingesetzt. Die Polizei, es gab eine Disney Schule, es gab ein Disney College. Und als es dann irgendwie er\u00f6ffnet hat, war es furchtbar beliebt, dass die Leute hingezogen sind, weil alles, ja, ein bisschen aussah wie in einem\u2026 Also der Hintergrundmusik in den Stra\u00dfen, \u00fcberall Lautsprecher, alles perfekt. Und jeder Buchsbaum musste geschnitten werden mit den Mickey-Uhrern und alles. Also das ist sozusagen im Disneyland ohne Achterbahn. Das stimmt. Aber alles andere, so von der Erscheinung ist dann genauso\u2026 Genau, und dann hat es irgendwann nicht mehr funktioniert. Also dann ist es zusammengebrochen praktisch. Die Hauspreise sind in den Keller gegangen. Der Leerstand ist gestiegen. Disney hat es verkauft. Ein Private Investor hat sich selber rausgezogen. Nach wie vor gibt es die Stadt. Ich war jetzt ein paar Jahre ehrlicherweise nicht mehr da. Das muss ich zugeben. Aber die Idee war nat\u00fcrlich trotzdem damals faszinierend. Man sieht ja auch einfach, wie beliebt es halt war. Oder auch, dass so viele Leute so viel Geld, wie du eingangs sagst, daf\u00fcr bezahlen. Also das steht ja f\u00fcr\u2026 Es gibt irgendwie so ein Bed\u00fcrfnis, also so ein Wunsch in den Menschen nach dieser perfekten Welt. Spiel mir was vor, zeig mir nicht den Dreck und die Probleme, die es irgendwie gibt, sondern ich m\u00f6chte gerne get\u00e4uscht werden. Ja, also das ist der alte Disney-Spruch. Irgendwie, was Walt Disney damals gesagt hat. Entf\u00fchre mich in eine Traumwelt, aber bring mich zum Abendbrot wieder nach Hause. Und das ist es ja auch ein St\u00fcck weit. Also ich will mich angenehm t\u00e4uschen lassen. Und ich glaube, das ist ja auch was in deutschen Freizeitparks so der Fall ist. Ich m\u00f6chte die Sorgen des Alltags vergessen. Ich m\u00f6chte nicht daran erinnert werden, was ich bezahlt habe. Ich m\u00f6chte an sich auch nicht genau wissen, was morgen ist. Ich m\u00f6chte diesen Moment\u2026 Aber bekommen wir das in Deutschland wirklich so hin? Wei\u00df ich nicht. Ich hatte jetzt einen Vater, der zu seinem Kind gesagt hat, jetzt sieh mal zu, dass du herkommst. Wir sind ja nicht zum Spa\u00df hier. Ja. Aber was auch f\u00fcr mich wieder total bezeichnet, dass wieder deutsche Epik-Tjens, die dann wahrscheinlich dahinter steht. Und das Kind dann irgendwie angefangen ist loszulaufen. Aber generell, ich glaube schon ein St\u00fcck weit. Also daf\u00fcr sind die Parks auch wirklich so gut mittlerweile, dass man den Alltag vergisst. Und nat\u00fcrlich k\u00f6nnen wir nicht ganz aus unserer Haut und wollen trotzdem vielleicht irgendwie unsere Wasserflasche mitbringen. Weil wir nicht das Geld f\u00fcr den Drink ausgeben wollen. Das ist ja auch alles okay. Aber m\u00fcsste da nicht eigentlich alles kostenlos sein? Also dass irgendwie so ein Kost\u00fcmierter da ruml\u00e4uft mit Zuckerwatte und ich nicht noch extra daf\u00fcr bezahlen muss? Damit es gar nicht zu diesen Diskussionen kommt, das kann ich mir jetzt nicht leisten oder das will ich nicht. Also dass es eigentlich eine komplette Ja-Umgebung ist? Oh, das ist eine sch\u00f6ne These von dir. Das sind fast schon jetzt zwei. Was kommt, was bleibt, was geht? Und das ist sozusagen, was kommen m\u00f6chte. Aber wenn ich auf die Uhr lieggucke, k\u00f6nnten wir das tats\u00e4chlich schon einbauen. Letzte Geschichte noch von Disney, aber ganz kurz, was ich enorm fand, ist, es gibt 17 unterschiedliche Ger\u00fcche in den Disney-Parks. Also in Deutschland arbeiten wir auch bei manchen Parks mit Ger\u00fcchen, dass du jetzt das Gef\u00fchl hast, wenn du durch den Wilden Westen l\u00e4ufst, dass es so ein bisschen nach Schwarzpulver riecht. Oder wenn du jetzt irgendwie in der S\u00fcdsee bist, dass es halt irgendwie s\u00fc\u00dflich riecht. Aber bei Disney echt 17 Ger\u00fcche, das fand ich auch nochmal faszinierend. Aber du willst an sich \u00fcber die Kategorie, was kommt, was bleibt, was geht sprechen. Machen wir das auf Freizeitparks heute daf\u00fcr? K\u00f6nnen wir machen, ja. Ich glaube, deine Idee ist klasse, alles umsonst. Es gibt es ja auch im Kleinen gibt es das, es gibt einzelne Freizeitparks. Freizeitpark Loch M\u00fchle macht das, die Talkshow in Schleswig-Holstein macht das, wo du bestimmte Sachen dann nochmal inklusive hast und jetzt nicht irgendwie f\u00fcr die ferngesteuerten Boote oder f\u00fcrs Ponyreiten extra zahlst. Wenn du es bei Essen und Trinken machst, wird es, glaube ich, schon eine gro\u00dfe Herausforderung, weil dann die Leute sehr viel essen w\u00fcrden. Ob das immer klug w\u00e4re f\u00fcr die Achterbahnfahren? Wei\u00df ich auch nicht. Ich glaube, ich werde nochmal eine neue Folge, wo man sprechen kann, warum das so ist. Und dann wahrscheinlich auch bei den ganzen Souvenirs wird es nicht ganz funktionieren. Aber die Idee ist nat\u00fcrlich eine richtige, also dass man nicht mehr diese Sorgen hat. Ich w\u00fcrde es zumindest wahrscheinlich so den Freizeitparks empfehlen, dass ich dann nicht noch am Ende des Tages f\u00fcnf oder zehn Euro zahlen muss f\u00fcr das Parkticket. Das ist so ein Negativerlebnis, das am Abschluss, das w\u00fcrde ich umdrehen, das w\u00fcrde ich auf alle F\u00e4lle mit integrieren. Also dass ein positiver Abschluss ist, den du irgendwie mitnimmst und wo die Kinder sich dann dr\u00fcber freuen k\u00f6nnen. Und du hast dann auch noch deine im Schnitt 90 Minuten Abfahrtzeit. Und dann hast du die quengelnden Kinder, die dann vielleicht noch nicht schlafen. Aber da irgendwas Positives zu haben, w\u00e4re sinnvoll. Aber wenn du mich fragst, was kommt bei Freizeitparks? Ich glaube, wir werden mehr passive Angebote als aktive sehen. Also ich glaube, wir haben so langsam die Spitze erreicht mit h\u00f6her, schneller, weiter. Das ist irgendwann f\u00fcr einen menschlichen K\u00f6rper nicht mehr ganz so gut. Und die Achterbahn, die neuen sind auch einfach toll. Also ob wir uns da jetzt immer weiterentwickeln, das wei\u00df ich eher nicht. Ich glaube, es wird eher in Richtung Shows, Paraden, passive Angebote gehen. Gerade auch mit Hinblick auf demografische Entwicklung, also \u00e4ltere Generationen. Was gehen wird? Ich hoffe, was du vorhin angesprochen hast, die Wartezeiten, dass das in den Griff bekommen wird. Also das wird eher eine gro\u00dfe Erweiterung f\u00fcr die Parks. Und was bleibt, ja, ist die Faszination. Also dass es immer beliebter wird, dass die Leute l\u00e4nger bleiben. Also es ist fast nichts Neues mehr, aber dass man zwei, drei Tage in den gro\u00dfen Parks bleibt, wird bleiben. Und dann nat\u00fcrlich auch diese ganzen kleinen Sachen, die man gar nicht wei\u00df. Also bei Disney gibt es keine Vermisstenmeldung, weil du deinen Tag nicht da irgendwie, den ungetr\u00fcbten Tag irgendwie durch eine Vermisstenmeldung, das w\u00fcrde ja suggerieren, dass es nicht sicher ist. Also diese ganzen kleinen Geheimnisse, die man vielleicht auch gar nicht alle wissen will, die bleiben, glaube ich, damit Freizeitparks ihre Faszination behalten. Vielleicht k\u00f6nnen wir aber auch n\u00e4chste oder \u00fcbern\u00e4chste Folge nochmal \u00fcber Freizeitparks sagen. Aber das f\u00e4llt mir gerade, wo du das sagst, mit den Passivit\u00e4ten, da muss ich daran denken, wenn man \u00e4lter wird, die Bev\u00f6lkerung wird ja auch \u00e4lter. Aber die perfekte Kombination f\u00fcr Freizeitparkbesucher sind eigentlich kleine Kinder, und mit Enkel und Gro\u00dfeltern, weil man medizinisch gesehen diese ganzen Fahrgesch\u00e4fte am schlechtesten vertr\u00e4gt, wenn der Gleichgewichtssinn am besten ausgepr\u00e4gt ist, das hei\u00dft im mittleren Alter. So viele sagen, und da schlie\u00dfe ich mich ein, fr\u00fcher konnte ich mit diesen ganzen Dingen fahren, heute wird mir davon sofort schlecht. Das liegt daran, dass mein Gleichgewichtssinn jetzt so gut ausgebildet ist, dass der halt direkt Alarm schl\u00e4gt, wenn mich irgendwas durch die Gegend schleudert. Und je j\u00fcnger man ist, desto besser kann man es ab, weil er halt noch nicht so gut ist. Und wenn man alt wird, dann nimmt er wieder ein bisschen ab, und dann h\u00e4lt man es auch wieder besser aus. Also Weihnachtsgeschenk f\u00fcr dich schon klar, du schenkst deiner Mutter mit deiner Tochter zusammen Freizeitparkbesuch. Ja, richtig. Ja, spannend. Also Freizeitparks, das war jetzt heute viel \u00fcber Freizeitparks, aber es ist ein faszinierendes Feld. Und in der n\u00e4chsten Folge werden wir \u00fcber andere Themen sprechen. Was genau, das wird die Zeit ergeben, das ist ja in zwei Wochen wieder. Was uns die n\u00e4chsten zwei Wochen dann in der Forschung besch\u00e4ftigen wird. Vielleicht auch wieder ein Sonderthema, was wir rausgreifen werden. Aber so werden unsere Podcasts in Zukunft wahrscheinlich eh nicht ablaufen, oder? Genau, so machen wir das. Sehr sch\u00f6n. In dem Sinne, tsch\u00fcss und bis zum n\u00e4chsten Mal. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. 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