{"id":4161,"date":"2022-11-02T10:48:48","date_gmt":"2022-11-02T09:48:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4161"},"modified":"2026-07-21T19:40:12","modified_gmt":"2026-07-21T17:40:12","slug":"podcast-camping-childlessness-in-germany-mainstream-or-individuality","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/podcast-camping-kinderlosigkeit-in-deutschland-mainstream-oder-individualitaet\/","title":{"rendered":"Camping, childlessness, mainstream vs. individuality"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>00:36 - Welcome\/Topic introduction<\/p>\n<p>01:00 \u2013 Chart of the Week\/Camping: The popularity of traveling by motorhome\/caravan or campervan continues to grow among Germans. But why do Germans increasingly prefer holidays in the great outdoors, and what role do clean sanitary facilities play in this? Find out why more and more people in our digital world are yearning for the &quot;simple life&quot; and who is actually most interested in camping. Which types of camping are particularly popular, and what can&#039;t Germans do without?<\/p>\n<p>09:45 \u2013 Childlessness in Germany: Why are many Germans choosing not to have children and opting for a childless life these days? Fear plays an important, if not a decisive, role in this.<\/p>\n<p>18:40 \u2013 Mainstream or Individuality?: What does it actually mean to be mainstream? Has the search for individuality perhaps become the new mainstream? Look forward to a stimulating discussion on this big question of life.<\/p>\n<p>26:15 - What comes, what stays, what goes?<\/p>","protected":false},"author":37,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67],"class_list":["post-4161","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 2 - Folge 04","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<iframe style=\"border-radius:12px\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/21hvkkXs8FVRR1cgyqN8Tl?utm_source=generator&theme=0\" width=\"100%\" height=\"152\" frameBorder=\"0\" allowfullscreen=\"\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\"><\/iframe>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/898521-m-3deee39051ba0d9c77837cf6fce178f2.mp3","podcast_transcript":"Sp\u00e4ter war alles besser, der Zukunftspodcast. Brain Food f\u00fcr Neugierige und Zukunftsinteressierte. Mit mir, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und mit mir, Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung. Hallo und herzlich willkommen zur vierten Folge unseres Zukunftspodcasts. Heute haben wir wieder drei spannende Themen f\u00fcr euch mitgebracht. Im Chart der Woche geht es heute um das Thema Camping. Bei der Interviewanfrage der Woche wurden wir gefragt, warum die Deutschen eigentlich keine Kinder bekommen. Und im Thema der Woche, das Uli und ich diskutieren, fragen wir uns, ob die Zukunft der Gesellschaft eigentlich mainstream oder individuell ist. Im Chart der Woche werden dieses Mal sehr, sehr viele Klischees best\u00e4tigt. Campen gehen vor allem gerne junge Menschen, Familien mit auch gerne mehr als drei Kindern und Rentner. Den Chart der Woche findet ihr auf stiftung-f\u00fcr-zukunftsfragen.de. Okay. Uli, das sind jetzt ja tats\u00e4chlich die Klischees, wie ich gesagt habe, die sich best\u00e4tigen. Was steckt denn dahinter, dass du das trotzdem n\u00e4her untersucht hast? Ja, Camping ist wirklich ein Trend, der sich jetzt, glaube ich, nicht nur im Sommer, sondern jetzt auch in den Herbstferien gezeigt hat, der in Deutschland angekommen ist. Also wenn man sich jetzt die nackten Zahlen einmal anschaut, mehr als jeder f\u00fcnfte deutsche Macht ist mittlerweile einmal pro Jahr eben campen gehen oder mit dem Wohnmobil, Wohnwagen unterwegs zu sein. Andererseits auch die harten Fakten, wirklich der Bestand an Wohnmobilen hat sich in Deutschland in den letzten zehn Jahren verdoppelt. Das sind jetzt 770.000 Wohnmobile, die unterwegs sind. Wir haben uns \u00fcbrigens auch daf\u00fcr interessiert. F\u00fcr einen Wohnwagen oder f\u00fcr einen Wohnmobil? Wohnwagen. Wohnmobile ist cooler, aber Wohnwagen ist praktischer. Aber Wohnmobile kosten auch richtig Geld. Richtig, ja, aber selbst so ein alter Wohnwagen kostet viel Geld. Also ich habe mal nachgeguckt, so diese normale Kategorie, so diese siebeneinhalb Tonner starten bei 150.000, aber man zahlt dann locker \u00fcber eine halbe Million f\u00fcr so ein Wohnmobil. Wahnsinn. Und das teuerste Wohnmobil habe ich \u00fcbrigens auch rausgesucht, \u00fcber sechs Millionen. Also sechs Millionen f\u00fcr ein Wohnmobil. Du hast allerdings auch unten so eine ausfahrbare Garage in deinem Wohnmobil und da ist ein Bugatti dann mit integriert. Also man hat die auch marketingtechnisch ganz gut gemacht. Nein, also ich glaube, wir sind uns beide einig, dass das etwas ist, was viele f\u00fcr sich neu entdecken. Und f\u00fcr mich sind aber auch so ein paar Sachen wirklich ungew\u00f6hnlich gewesen. Also wenn wir jetzt einerseits sagen, immer mehr Deutsche haben Interesse daran, ist es schon ganz spannend, wenn wir uns jetzt die Anzahl von Campingpl\u00e4tzen in Deutschland anschauen. Das sind \u00fcbrigens so etwa 2.900 Campingpl\u00e4tze, die wir in Deutschland haben. Da ist die Anzahl von Campingpl\u00e4tzen in den letzten 15 Jahren um \u00fcber 20 Prozent gesunken. Also wir haben mehr Leute, die daran Interesse haben, aber weniger Pl\u00e4tze, wo die offiziell erstmal hingehen k\u00f6nnen. Also so ein kleiner Widerspruch. Aber es ist schon ein Thema, glaube ich, was wirklich spannend ist. Ja und ich fand es gut oder ich habe das auch auf die Agenda nochmal gesetzt. Wenn wir jetzt so ein bisschen wieder in die Zukunft schauen, sind Wohnmobile, Wohnwagen eigentlich in Zukunft eine Konkurrenz f\u00fcr die Hotelbranche? Also wenn wir alle das f\u00fcr uns entdecken, m\u00fcssen die Hotels jetzt nicht nur Airbnb und Co. f\u00fcrchten, sondern auch die Campingbranche, weil die auch immer in gr\u00f6\u00dferer Konkurrenz zu denen treten. Also das finde ich schon etwas, was ganz spannend ist. Aber du hast eben gesagt, ihr habt euch auch daf\u00fcr interessiert. Warum? Also was erwartest du von einem Campingurlaub? Was wir erwarten, gute Frage. Also selbstbestimmt, flexibel, jederzeit mal eben so losfahren zu k\u00f6nnen, die Natur genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Haben wir es ja glaube ich schon ein paar Mal erw\u00e4hnt. Wir haben jetzt auch ein Kind. Nat\u00fcrlich z\u00e4hlen wir zu der Zielgruppe Familien. Da einfach dieses einfache Leben zu genie\u00dfen. Und nicht jedes Mal eine weite Anreise zu haben, sondern auch einfach in der N\u00e4he zu bleiben. Tats\u00e4chlich auch hier in Deutschland dann. Wir k\u00f6nnen jetzt schon fast vorgreifen auf unser letztes Thema. Du bist so Mainstream. Also es ist enorm. Du passt genau da rein, was die Leute sagen. Und es ist ja wieder spannend. Also das ist ja, die Leute suchen die Individualit\u00e4t beim Campen. Und alle sind aber wieder Mainstream und wollen an sich etwas sehr \u00c4hnliches. Also genauso, wenn wir nachgefragt haben, was ist das Wichtigste, was du auf den Campingpl\u00e4tzen erwartest vorzufinden. \u00dcber 90 Prozent sanit\u00e4re Anlagen. Also scheint die Grundvoraussetzung zu sein, warum ich irgendwie hingehe. Dann v\u00f6llig nachgeordnet auf Platz zwei mit irgendwie unter weniger als die H\u00e4lfte, die dann sagen, freies WLAN. Also da merkst du ja wieder die junge Generation, die das m\u00f6chte. Und dann die anderen Sachen sind v\u00f6llig nachgeordnet. Also irgendwie jetzt einen Pool zu haben oder Br\u00f6tchenservice, das ist dann f\u00fcr die einen relevant, aber jetzt nicht entscheidend. Entscheidend ist da f\u00fcr fast alle, dass du saubere Toiletten und gen\u00fcgend Duschen hast. Das ist schon wirklich spannend. Also an sich ist es dann ja eher die Not, die sie auf einen Campingplatz treibt. Das stimmt. Was ich auch \u00fcbrigens, wenn ich jetzt noch ein bisschen l\u00e4nger dr\u00fcber nachdenke, warum das Camping so interessant f\u00fcr uns ist. Wir beide sprechen ja auch dar\u00fcber, dass man so einen Freizeitstress hat. Und ich finde, wenn man das Urlaub, also es ist der Urlaub das Highlight des Jahres, ist so ein bisschen entzerrt und es mehr in den Alltag reinbringt. Ja, das stimmt. Und das erhoffen wir uns auch so davon, also dass man eben vielleicht auch an einem Abend einfach mal losf\u00e4hrt oder an einem Wochenende so viel spontaner und dass man nicht mehr so auf dieses gro\u00dfe Event, Urlaub einmal im Jahr hinfiebert. Ja, also die Flexibilit\u00e4t. Das kam auch wirklich in der Forschung raus, dass das viele gesagt haben, wobei das in erster Linie f\u00fcr diejenigen gilt, die eben dann schon ein Wohnmobil oder einen Wohnwagen auch wirklich haben. Jetzt nicht, die meisten leihen sich ja nach wie vor f\u00fcr den Urlaub da mal ein f\u00fcr zwei Wochen und sind damit dann irgendwie unterwegs. \u00dcbrigens die meisten unterwegs in Deutschland. Das ist mit Abstand das beliebteste Karawaning, Reiseziel der Bundesb\u00fcrger. Aber diejenigen, die dann eben sowas ihr eigen nennen k\u00f6nnen, genau die loben das, dass sie f\u00fcrs Wochenende da mal eben losfahren k\u00f6nnen und irgendeine Stadt sich anschauen oder in die Natur fahren und irgendwie an die K\u00fcsten oder an den See fahren, um da mal auszuspannen. Also genau wie du es gesagt hast. Ist Deutschland eigentlich das Land der Camper? Wir sind weit vorne. Eine h\u00f6here Dichte von Campern hast du noch in den skandinavischen L\u00e4ndern, allen voran Schweden. Klischee-m\u00e4\u00dfig nat\u00fcrlich auch die Holl\u00e4nder liegen noch leicht vor uns. In s\u00fcdlichen L\u00e4ndern nicht so stark. Also da merken wir, dass da das Leben in den St\u00e4dten nat\u00fcrlich auch sehr attraktiv ist. Gerade im Sommer, dass da jetzt nicht dieser gro\u00dfe Wunsch da ist, mit dem Wohnmobil und mit dem Wohnwagen irgendwo hinzufahren. Da ist eine geringere Dichte. Bist du schon mal im Campingurlaub gewesen? Nee. Ich glaube nicht. Was spricht denn f\u00fcr dich dagegen? Meine Frau. Nein, also das haben wir lange hin und her diskutiert. Und ich habe auch gesagt, so mit zwei Kindern und einmal mit dem Wohnwagen durch die USA. Und du kennst die Affinit\u00e4t der ganzen Familie von uns gegen\u00fcber den USA. Also w\u00fcrde ja an sich passen. Aber meine Frau hat ganz klar gesagt, nein, das ist nicht ihre Art des Reisens. Also da irgendwie, es ist jetzt gar nicht dieses Glamping, wor\u00fcber ja auch oft gesprochen wird. Also diesen Glamour, den es sicherlich jetzt ja auch gibt. Und dass du das alles voll ausgestattet hast und deine Dusche in deinem Wohnmobil drin hast. Und einen Luxus, den man sich vorstellen kann. Aber wir haben wirklich als Familie lange hin und her \u00fcberlegt und haben gesagt, nee, das ist es halt nicht. Wir wollen schon eher die Flexibilit\u00e4t haben, dann zu sagen, mit dem Auto mal hierhin schnell, da eine Stadt aber zu Fu\u00df erkunden. Und nicht diese Abh\u00e4ngigkeit dann haben, dass man sagt, naja, man verbringt den Urlaub doch eher auf dem Campingplatz oder im Nationalpark oder wo auch immer. Insofern f\u00fcr uns ehrlicherweise gar keine. Wo du aber auch Glamping sagst. Also ich finde auch, wenn man jetzt mal recherchiert, also nat\u00fcrlich so die Anschaffung ist wahnsinnig hoch. Man gibt ja auch viele Startups, die mittlerweile ja Bullis verleihen so irgendwie \u00fcbers Wochenende. Das ist schon richtig teuer. Also wenn man sich das mal durchrechnet f\u00fcr einen Urlaub, kann man gut irgendwo auch hinfliegen als ganze Familie. Ja, dieses Fliegen ist nat\u00fcrlich aber oftmals auch ein Argument f\u00fcrs Campen. Weil es ja gerade klimaschonender ist, dass du eben dann nicht da unterwegs bist. Absolut, aber das muss man sich dann halt auch wieder leisten k\u00f6nnen. Ja, da hast du recht. Und gerade dieses \u00f6kologische Campen ist auch ein Trend, der sich mehr und mehr durchsetzt. Also wenn wir jetzt wieder \u00fcber die Zukunft sprechen, wir haben einerseits dieses Glamping, dann aber auch dieses Eco-Camping. Mittlerweile glaube ich \u00fcber 200 Campingpl\u00e4tze in Europa, die dieses Siegel auch haben, die besonders nachhaltig sind. Besonders viel Wert darauf legen, dass auch umweltschonend dann sich vor Ort verhalten wird. Das ist auch etwas. Aber klar, also Kosten ist eines, wobei man ein bisschen einschr\u00e4nkend sagen muss, im Schnitt 35 Euro kostet ein Campingplatz in Deutschland. Das ist jetzt nicht so viel. \u00dcbrigens eine Sache gibt es doch, wo ich mir das vorstellen k\u00f6nnte, einen Camper zu nutzen, wenn man irgendwie auf Festivals geht. Ich finde, das ist so dein Mittel zum Zweck. Da ist man dann komfortabler als im Zelt. Und das k\u00f6nnte ich mir dann wiederum vorstellen, dass das etwas ist. Gibt es ja auch oftmals, dass sowas angeboten wird, was dann wieder ist. Aber so als familientauglich w\u00e4re es f\u00fcr uns zumindest nicht. Apropos familientauglich, wir sollten zum zweiten Thema kommen. Die Anfrage der Woche. Genau. Da hat sich ja ein Journalist mit der Frage besch\u00e4ftigt, warum eigentlich die Geburtenrate in Deutschland nicht so hoch ist wie vielleicht auch in anderen L\u00e4ndern. Und es gab dahinter noch die Frage, ob man eigentlich die Welt retten kann, wenn man keine Kinder mehr bekommt. Ob das sozusagen ein Zukunftstrend sein k\u00f6nnte. Ja. Ja, willst du anfangen, wie du das siehst? Genau. Also grunds\u00e4tzlich ist die Aussage nat\u00fcrlich richtig. Wir bekommen durchschnittlich weniger Kinder als in anderen westlichen Industrienationen. Also 100 Frauen bekommen bei uns 153 Kinder. Das reicht nat\u00fcrlich bei weitem nicht aus. Wobei das auch kein neues Ph\u00e4nomen ist. Also seit den 70er Jahren oder Anfang der 70er Jahre stimmt diese sogenannte Reproduktionsrate eben in Deutschland nicht mehr. Ein klassischer Pillenknick. Die Quote ist in den Keller gegangen. Seitdem hat sich das nicht mehr wirklich erholt. In anderen L\u00e4ndern ist es anders. Egal, ob du dir jetzt irgendwie Frankreich anguckst. Ob du dir die USA anschaust mit knapp zwei Kindern. Also viele westliche L\u00e4nder, wo die Quote deutlich h\u00f6her ist. Und ja, die erste Frage war dann ja an uns gerichtet. Warum ist das eigentlich so? Also warum entscheiden sich doch sehr viele Deutsche gegen eigene Kinder? Und da haben wir dann unsere eigene Forschung nochmal n\u00e4her angeschaut. Einerseits haben wir aber auch einen kompletten Podcast in der ersten Staffel gemacht zum Thema Familie. Also wen das Thema interessiert, den empfehle ich wirklich. Da haben wir es ja sehr nochmal auseinandergenommen. Und Hauptgrund sind nat\u00fcrlich die \u00c4ngste der Deutschen. Also viele, die sich dagegen entscheiden, haben einfach Angst. Und das mag in unterschiedlicher Auspr\u00e4gung sein. Ob jetzt Angst vor Alleinerziehung. Ob Angst vor Scheidung. Ob Angst, nicht gen\u00fcgend Geld zu haben. Angst, die Karriere zu vernachl\u00e4ssigen. Angst, die eigene Freiheit aufzugeben. Angst vor der Zukunft f\u00fcr die Kinder. Also die Angst ist omnipr\u00e4sent. Und manche \u00c4ngste sind durchaus wahrscheinlich. Ja, andere \u00c4ngste sind halt Quatsch. Also ich nehme sowas wie Scheidungsrate. Wenn du ein Kind hast, ist deine Scheidungsrate geringer, als wenn du kein Kind hast. Also du trennst dich seltener mit Kindern. Ja. Oh, okay. Andere Sachen nat\u00fcrlich, die kann ich auch nachvollziehen. Das habe ich auch nochmal im Interview gesagt. Also die Kinderfreundlichkeit in unserem Land ist nicht ausgepr\u00e4gt. Also Kinder werden eher als st\u00f6rend von vielen empfunden. Und wenn jetzt in der Nachbarschaft einen Kindergarten aufmacht, dann gibt es wahrscheinlich sofort eine B\u00fcrgerinitiative dagegen. Oder wenn du irgendwie reist und im Hotel sind viele Kinder, die sich nicht benehmen k\u00f6nnen. Das ist nat\u00fcrlich etwas, was eine gro\u00dfe Herausforderung ist. Also f\u00fcr mich war aber diese Frage, warum sind wir eigentlich so \u00e4ngstlich? Also ich meine, ihr wart ja nie \u00e4ngstlich da. Ja, aber wenn wir uns jetzt mal die Zahlen von uns anschauen. Zwei Drittel der Deutschen sagen ja, Kinder kosten zu viel Geld. Ja. Das ist der Hauptgrund. Und direkt kurz dahinter ist auch noch mit zwei Dritten sagen, sie wollen lieber frei und unabh\u00e4ngig bleiben. Ja. Sind wir dann ein Land der Egoisten und Materialisten? Nee. Also einerseits ist es durchaus berechtigt. Also wenn du dir anguckst, armutsgef\u00e4hrdet in Deutschland, die gr\u00f6\u00dfte Gruppe sind die Alleinerziehenden. Also hast du eine Wahrscheinlichkeit von \u00fcber 50 Prozent, dass du armutsgef\u00e4hrdet bist, wenn du alleine ein Kind aufziehst. Also das ist finanziell ja durchaus auch ein Risiko. Jetzt will ich nicht von Abh\u00e4ngigkeiten sprechen, die man dann ja auch irgendwie eingeht. Ob jetzt als Frau, als Mann, ganz gleich. Das ist schon etwas, was eine berechtigte Sorge ist. Oder das Statistische Bundesamt sagt, ein Kind kostet in Deutschland pro Monat knapp 600 Euro. Wenn du das jetzt hochrechnest, wir haben zwei Kinder, sind irgendwie 1.200 pro Monat. Um es jetzt einfach zu rechnen, sind es vielleicht dann 15.000 pro Jahr. Oder das hochgerechnet auf 20 Jahre sind 300.000. Also ist ja auch eine Stange Geld. Ja, das ist tats\u00e4chlich einiges, das stimmt. Aber was du eben auch angesprochen hast, dieses Gl\u00fcck. Also ist man eigentlich gl\u00fccklich und zufriedener, wenn man Kinder hat? Also das finde ich, ist ja auch eine wirklich spannende Frage. Also auch da gibt es nicht richtig und falsch. Also wenn man sich die totalen Zahlen anschaut, dann ist das Gl\u00fccksempfinden von Eltern und Kinderlosen gleich. Wobei, wenn man dann sich n\u00e4her die Zahlen anschaut, ist schon auff\u00e4llig, dass das vor allem bei denen, die Kinder haben, nach unten gezogen wird durch Alleinerziehende. Also die sind eben dann, und das ist wieder der finanzielle Aspekt, f\u00fcr die sind die Sorgen, was das Geld angeht, doch sehr gro\u00df, dass sie eben dann nicht ein so hohes Gl\u00fccksempfinden haben. Wenn du dir jetzt wieder normale Einkommensgruppen anschaust oder Paare, wo keine Scheidung dabei ist, da ist der Gl\u00fccksindex h\u00f6her als bei Kinderlosen. Das darf man auch nicht vergessen. Was ich aber nochmal von dir wissen wollte, weil du da eben so, bist du eigentlich f\u00fcr dich so dieses Vollzeit-Mama, ist das eigentlich angsteinfl\u00f6\u00dfend oder ist das f\u00fcr dich das Sch\u00f6nste der Welt? Also theoretisch gefragt jetzt. Ja, beides w\u00fcrde ich sagen. Und ich genie\u00dfe ja auch den Luxus, dass man sich heutzutage nicht mehr entscheiden muss. Also ich kann ja sowohl Mama sein als auch Karrierefrau oder berufst\u00e4tig. Da kann man meinen Hobbys noch nachgehen. Aber wenn ich jetzt, okay, dann formuliere ich die Frage anders. W\u00fcrdest du eigentlich sagen, du und dein Mann, ihr seid in erster Linie Eltern oder ein Paar? Ich finde es ganz wichtig, dass man in erster Linie ein Paar ist, weil man dann, glaube ich, nur gute Eltern auch sein kann. Genauso wie man einfach nur eine Mama, man muss auch seinen eigenen Hobbys noch treu bleiben und seine eigene Person irgendwie bleiben, um auch ein gutes Vorbild sein zu k\u00f6nnen und ausgeglichen zu sein. Aber in den ersten Jahren, ersten Lebensjahren eines Kindes, glaube ich, ist man sehr, sehr viel erstmal Eltern. Ja. Weil man dann einfach einen Menschen am Leben halten muss. Und das ist schon auch eine Herausforderung. Also bin ich bei dir. Aber ich glaube, dieser Spagat ist da schon auch wirklich entscheidend. Aber der ist eben auch nicht einfach. Genau. Und ich glaube, deswegen ist auch der Stress und der Druck auf Alleinerziehenden so wahnsinnig hoch, weil unsere Gesellschaft eben so individuell geworden ist und klein geworden ist, dass man halt alles auch alleine schaffen muss. Und ja, es braucht ein Dorf, um ein Kind gro\u00df zu ziehen. Dieser Spruch, der kommt ja nicht von ungef\u00e4hr. Das \u00fcbrigens, das habe ich eben vergessen zu erw\u00e4hnen, als ich erz\u00e4hlt habe, dieses, wann ist man gl\u00fccklicher oder wer ist gl\u00fccklicher? Eltern sind besonders gl\u00fccklich, wenn die Kinder ausziehen. Also wenn die Verantwortung nicht mehr da ist, was ich ganz entscheide. Aber ich glaube, wenn man das jetzt auch als Fazit zusammenfassen w\u00fcrde, war ja auch bei uns im Interview, dass wir gesagt haben, letztendlich ist nat\u00fcrlich die Toleranz entscheidend. Es ist und bleibt eine individuelle Entscheidung. Und was du ganz am Anfang gesagt hast, was ja auch im Interview die Anfrage war, kann man die Welt retten, wenn man keine Kinder mehr bekommt? Das mag eine \u00dcberzeugung sein und das mag f\u00fcr einige, f\u00fcr viele, wie auch immer, ein gutes Argument sein, keine Kinder zu bekommen. Trotzdem darf man eben nicht alle \u00fcber einen Kamm scherzen. Genau, ich fand die Idee dahinter ist nat\u00fcrlich ganz spannend, aber ich finde, das Konzept ist eben nicht zu Ende gedacht. Also zu sagen, \u00f6kologisch und politisch ist es nicht vertretbar, heutzutage noch Kinder in die Welt zu setzen, weil wir sowieso schon zu viele Menschen sind, weil wir zu viele Ressourcen verbrauchen, weil wir in solchen Krisenzeiten leben, dass man das doch keinem anderen antun kann. Aber h\u00e4ufig wird das dann auch gleichzeitig als Ausrede benutzt, zu sagen, okay, ich habe ja keine Kinder, deswegen kann ich jetzt um die Welt fliegen. Also ich tue ja schon sehr viel. Und was ist denn dann die Konsequenz? Also wer kann denn dann irgendwann die Welt retten? Also dann schaffen wir uns selber ab. Oder schaffen ein Ungleichgewicht in der Welt. Ich denke halt, dieses Konzept ist einfach nicht zu Ende gedacht. Aber es zeigt ja auch, dass sich doch immer mehr Leute und auch Prominente irgendwie dazu \u00e4u\u00dfern, dass es halt eben so ein Unmut in der Gesellschaft gibt, diesem Thema gegen\u00fcber. Genau, aber darum glaube ich eben auch, das habe ich auch im Interview als Fazit unterstrichen nochmal, dass es eben diese, es gibt kein richtig und falsch. Und es ist eine individuelle Entscheidung. Und jeder muss es f\u00fcr sich selbst wissen. Und ich glaube, gefordert ist halt auch da wieder die Toleranz und es zu akzeptieren, dass nicht alle es gleich sehen. Und die einen, die gute Argumente f\u00fcr sich dagegen anf\u00fchren, Kinder zu bekommen, das muss man ja akzeptieren. Oder andere, die halt sagen, nee, das ist f\u00fcr mich der Sinn des Lebens. Und ich m\u00f6chte, dass da in unserer Gesellschaft eben die Toleranz, was entscheidend ist f\u00fcr die Zukunft auch gerade ist. Und ja, ich meine, gesprochen beim Thema individuelle Entscheidung ist ja sowieso das Thema, was wir in den letzten zwei Wochen, ich wei\u00df gar nicht, wie oft hier im B\u00fcro diskutiert haben, ist die Zukunft eigentlich individuell oder mainstream. Ja, das finde ich auch total spannend, weil wir da in allen ganz unterschiedlichen Forschungen, die wir machen, immer wieder drauf kommen. Also wie sieht eigentlich die Zukunft unserer Gesellschaft aus? Was meinst du denn? Naja, das sind, also wenn man das jetzt nochmal so zusammenfasst, auch so, was wir die letzten Wochen hier f\u00fcr uns ja diskutiert haben. Also die eine Sichtweise ist ja immer, ich will meinen eigenen Weg gehen. Ich m\u00f6chte meine eigene Individualit\u00e4t nach vorne stellen. Ich m\u00f6chte mich so geben, wie ich vielleicht in Wirklichkeit bin oder wie ich wirklich glaube zu sein. Ich habe meine Verhaltensweisen, ich habe meine Rituale, die sind f\u00fcr mich entscheidend. Ja, aber eine eigene Identit\u00e4t zu haben, wird ja dadurch nicht abgesprochen. Also du hast deine Interessen und das alles, was du gerade ausgef\u00fchrt hast, bedeutet ja nicht, dass du deswegen nicht mainstream trotzdem sein kannst. Total, aber das ist ja immer das Argument, wenn ich h\u00f6re, die Individualit\u00e4t ist die Zukunft, das sind immer die Argumente von denjenigen, die sagen, in diese Richtung geht es in Zukunft und das ist entscheidend. Also eher, ich will jetzt nicht b\u00f6se sein und sagen, egoistisch, aber halt doch sehr individuell. Und das finde ich ist was Entscheidendes, was wir auch immer wieder diese Woche gehabt haben. Letztendlich ist ja vielleicht mainstream, individuell zu sein. Absolut, ja. Und wir sind alle ein St\u00fcck weit. Zumindest in unseren westlichen L\u00e4ndern, w\u00fcrde ich sagen, ist Individualit\u00e4t mainstream. Genau, aber mainstream hat nat\u00fcrlich auch vieles Positive. Also mainstream erstmal suggeriert Sicherheit. Und du f\u00fchlst dich sicher, wenn du dieselbe Jeans hast wie die meisten anderen. Oder wei\u00df ich nicht, warum kaufen irgendwie die Deutschen gef\u00fchlt alle Autos sind wahlweise silber oder schwarz. Weil schwarz wahrscheinlich noch st\u00e4rker ist, weil es irgendwie eine neutrale Farbe ist und damit machst du nichts falsch. Wenn du jetzt ein gr\u00fcnes Auto kaufst, dann ist der Wiederverkaufswert nachgewiesen irgendwie geringer, weil du eine ganz individuelle Farbe hast, die vielleicht zu dir gepasst hat, aber dann nicht zum Wiederverkauf verpasst. Also das sind ja auch Sachen, wo wir halt uns dann einfach gut f\u00fchlen, wenn wir in der Masse auch ein St\u00fcck weit untergehen. Ja, das bringt mich jetzt zum Nachdenken. Weil jetzt hast du Autos und Jeans angesprochen, also so Konsumg\u00fcter.\n\nDas w\u00fcrde ich, glaube ich, nochmal unterscheiden zwischen halt Mode, Musik und vielleicht, wie man sich in der Gesamtgesellschaft f\u00fchlt. Also weil wir leben ja, also Mode, ja, das sind ja alles Trends. Also das ist jetzt heute in, morgen out. Und ich glaube trotzdem, dass dieses sich einer gewissen Gruppe zugeh\u00f6rig zu f\u00fchlen nicht automatisch bedeutet, dass man deswegen Mainstream ist. Weil so individuell, es gibt ja in jedem Land ein Pop-Idol oder es gibt ein gewisses Sch\u00f6nheitsideal. Und bedeutet es automatisch, dass wenn man einem Sch\u00f6nheitsideal beipflichtet, dass man deswegen nicht mehr individuell ist? Nee. Deswegen, glaube ich, die Trends im Bereich Mode, Sch\u00f6nheit, Musik und so weiter, die kommen und gehen. Aber wenn wir uns das Ganze so wirklich in die Zukunft gedacht anschauen, welche Bedeutung hat da eigentlich dieser Unterschied zwischen Mainstream und Individualit\u00e4t? Wir k\u00f6nnten uns das jetzt ja anders nochmal \u00fcberlegen und k\u00f6nnten sagen, ist es eigentlich gut oder schlecht, wenn wir immer individueller werden? Also aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten w\u00fcrde ich jetzt sagen, ist es nicht einfach, wenn wir alles furchtbar individuell machen. Also das ganze Customization ist ja ein Trend, den wir aus vielen L\u00e4ndern kennen, der auch bei uns immer mehr zugenommen hat. Ist das eigentlich aus Nachhaltigkeitsgesichtspunkten gut oder sollten wir da irgendwie eher gegensteuern? Was ist eigentlich der Vorteil von einem individuellen Leben? Will man nur anders sein? Will man sich abheben? Will man besonders sein? Ist das irgendwie positiv, negativ oder noch h\u00e4rter ausgedr\u00fcckt? Ist es nicht sowieso normal, dass wir alle v\u00f6llig individuelle Wesen sind? Also wir haben alle eine unterschiedliche Erziehung genossen. Wir haben alle ein unterschiedliches Leben, eine unterschiedliche Pers\u00f6nlichkeit. Also gibt es Mainstream \u00fcberhaupt? Oder wie du eben richtig gesagt hast, ist es ohnehin nur bei bestimmten Produkten? Und letztendlich h\u00f6ren wir alle eher Radio, als dass wir jetzt nur irgendwelche Indie-Musik h\u00f6ren. Und wenn alle Indie-Musik h\u00f6ren, h\u00f6ren sie auch nicht dieselbe. Also das ist dann ja auch wieder schon sehr schnell Mainstream.\n\nJa, die Zeit rennt schon wieder. Also ganz vielleicht noch, das ist ja auch ein Thema, was wir wirklich ordentlich hin und her diskutiert haben. Was f\u00fcr mich nochmal eine Frage war, die wir bisher noch nicht er\u00f6rtert haben. Und da wollte ich gerne nochmal deine Sichtweise zu h\u00f6ren. Wird Individualit\u00e4t eigentlich eher von au\u00dfen an dich herangetragen? Oder ist es aus den Menschen heraus? Also will man an sich nur von au\u00dfen als Individuum wahrgenommen werden, was total individuell ruml\u00e4uft? Und jetzt nicht nur bei den modischen Sachen auch das vielleicht, was einem wichtig ist oder was man f\u00fcr Werte hat. Oder ist es wirklich aus den Menschen heraus? Das w\u00e4re auch nochmal was. Ja, spannend. Weil dann, genau, dann w\u00fcrde ja Individualit\u00e4t bedeuten, dass ich mich einfach nur abgrenze von anderen. Also ich mache automatisch das Gegenteil der Masse, um individuell zu sein. Also ich kaufe nicht bei einem M\u00f6belriesen. Ich fahre nicht das beliebteste Auto. Also ich mache einfach immer genau das Gegenteil. Ist dann ja eigentlich auch nicht wirklich individuell. Ja, wobei das schon wieder so ein bisschen fast jetzt Social Media m\u00e4\u00dfig ist. Also bei Social Media willst du dich m\u00f6glichst abheben und willst die Fotos bearbeiten oder deine Erlebnisse sch\u00f6n, um dich eben abzuheben, um dar\u00fcber dann wieder vielleicht auch dich zu identifizieren. Wir sollten vielleicht mal Identifikation in den n\u00e4chsten Wochen mal uns Zeit f\u00fcr nehmen. Und das hier ausdiskutieren und dann mal in einer Podcast-Folge auch zu machen. Das hatten wir schon. Ja, aber ich bin da nach wie vor nicht mehr durch. Also das ist etwas, was\u2026 Ja, wir sehen, wir drehen uns da im Kreis. Das sind einfach die gro\u00dfen Fragen. Und wahrscheinlich kommt es immer wieder hin zur\u00fcck, dass wir Menschen einfach Menschen sind, soziale Wesen sind. Und dass Gruppenzugeh\u00f6rigkeit, Identifikation, dass das einfach Dinge sind. Und Gruppenzugeh\u00f6rigkeit, Identifikation geschieht ja auch durch Mainstream. Also man hat die gleiche Meinung und man mag das gleich. Man geht auf das gleiche Konzert. Man f\u00e4hrt die gleichen Dinge und man hat auch vielleicht die gleiche politische Meinung. Also es geht ja nicht nur um Produkte, sondern man kann ja auch Mainstream-Meinungen haben. Weil man sich dann einfach sicher f\u00fchlt. Und unsere Welt, das ist ja immer so Wellenbewegungen und gerade leben wir in einer sehr unsicheren Zeit. Vielleicht hat jetzt gerade der Mainstream auch wieder so einen Aufschwung. Und daraus ergibt sich eine Frage, Uli. Was ist denn eigentlich der Vorteil, wenn man individuell ist? Das ist eine der gro\u00dfen Fragen. Also die Forschung sagt dazu, naja, \u00fcber Individualit\u00e4t hebst du dich eben ab. Ob das jetzt, wei\u00df ich nicht, in der Partnerwahl ist, im Job. In der Wahrnehmung von anderen. Und darum hat sich die Individualit\u00e4t dann rausgebildet. Aber nochmal, ich meine, letztendlich sind wir alles Individuen. Und die Sicherheit, gerade in der heutigen Zeit, ist wichtig \u00fcber die Masse. Aber ich finde, das sind auch keine Gegens\u00e4tze. Und was wir ganz am Anfang jetzt hatten, dass vielleicht die, es ist Mainstream ist, eben individuell zu sein. Ich glaube, das fasst es wirklich gut zusammen. Aber wir m\u00fcssen an diesem Thema dranbleiben. Ja. Das ist bei vielen Sachen noch offen. Da bin ich ganz ehrlich. Nichtsdestotrotz, du hast wieder die letzte Kategorie f\u00fcr mich. Richtig, genau. Was kommt, was bleibt, was geht? Ja, wenn wir es so f\u00fcr heute uns anschauen, nehme ich aus verschiedenen Sachen vielleicht mal raus, was geht. Ich glaube, wir werden weniger Scheidungen in Zukunft haben. Also wenn wir \u00fcber das Thema Kinder und warum die Deutschen keine Kinder mehr bekommen, gesprochen haben. Die Scheidungsraten in Deutschland gehen zur\u00fcck. Also da k\u00f6nnen wir die \u00c4ngste ein wenig abbauen. Das wird in Zukunft eher r\u00fcckl\u00e4ufig sein. Was kommt? Ich glaube, es ist einerseits eine Renaissance der Familie. Zeichnet sich ab, gerade wenn ich mir die junge Generation anschaue. Was kommt, glaube ich, jetzt bei diesem letzten Thema auch? Die Ausdifferenzierung wird erst mal weiter sich fortsetzen. Das haben wir vorhin beim Thema Camping ja auch gehabt, dass es jetzt das Glamping gibt, dass es das ganz einfache Campen gibt, dass es das Eco-Camping gibt. Also da auch schon wieder eine Ausdifferenzierung dieses Riesenbereichs des Campen. Da wird die Ausdifferenzierung, glaube ich, weiter voranschreiten. Ja, und was bleibt? Das ist eben, das haben wir, glaube ich, bei allen drei Themen gesehen, nicht das Richtig und Falsch, Schwarz-Wei\u00df, dass es das einfach nicht gibt, sondern dass es eben die eigene Entscheidung ist, ob jetzt Camping oder nicht Camping, ob Kinder oder keine Kinder, ob Mainstream oder Individualit\u00e4t. Das ist die Entscheidung des Einzelnen. Da sind Toleranz und Akzeptanz gefordert. Und die eigene Sichtweise muss nicht unbedingt die Sichtweise sein des anderen. Ich glaube, das ist was Entscheidendes, dass das in Zukunft auch so bestehen bleibt. Insofern sind wir wieder durch. Ich freue mich auf die n\u00e4chsten zwei Wochen. Viele Themen, die wir sicherlich wieder in der Stiftung diskutieren werden. Ja, und dann h\u00f6ren wir uns wieder in zwei Wochen. Bis dahin. In diesem Sinne, macht's gut. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de. Und dann geht's da. 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