{"id":4204,"date":"2022-11-17T07:35:44","date_gmt":"2022-11-17T06:35:44","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4204"},"modified":"2026-07-21T19:40:12","modified_gmt":"2026-07-21T17:40:12","slug":"podcast-trust-in-glass-companies-bio-is-booming","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/podcast-vertrauen-glaeserne-unternehmen-bio-boomt\/","title":{"rendered":"Trust, transparent companies, organic products are booming"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>00:36 - Welcome\/Topic introduction<\/p>\n<p>01:00 \u2013 Can we trust each other? For the first time in 20 years, the trust Germans place in one another has declined significantly. More than half distrust their fellow human beings. What are the reasons for these significant changes? In this episode, find out what role institutions, the pandemic, and also our own confidence in our intuition and our decisions play. Do we ultimately have to relearn how to trust?<\/p>\n<p>11:35 \u2013 Transparent Companies: All of a company&#039;s actions are increasingly coming under public scrutiny. More and more customers are demanding a look behind the scenes. But what impact will this have on companies&#039; actions, reputation, and success in the future? What is ultimately crucial for the customer?<\/p>\n<p>17:20 \u2013 Organic is booming: But is that really the case? Find out why many Germans now attach far greater importance to the regionality and seasonality of products than to the countless labels on the growing number of organic products in the supermarket.<\/p>\n<p>25:55 - What comes, what stays, what goes?<\/p>","protected":false},"author":37,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67],"class_list":["post-4204","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 2 - Folge 05","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<iframe style=\"border-radius:12px\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/7E1YnvvxZgnD2fTdlJc8R9?utm_source=generator&theme=0\" width=\"100%\" height=\"152\" frameBorder=\"0\" allowfullscreen=\"\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\"><\/iframe>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/933907-m-c710f06dfe0469b64848b04f346c7db4.mp3","podcast_transcript":"Sp\u00e4ter war alles besser, der Zukunftspodcast. Brain Food f\u00fcr Neugierige und Zukunftsinteressierte. Mit mir, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und mit mir, Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung. Hallo und herzlich willkommen zur mittlerweile f\u00fcnften Folge der zweiten Staffel unseres Zukunftspodcasts. Heute stellen wir im Chart der Woche das sinkende mitmenschliche Vertrauen vor. Wir haben ein Hintergrundgespr\u00e4ch gef\u00fchrt mit Journalisten zum Thema gl\u00e4sernes Unternehmen. Und in unserem Thema der Woche geht es um die Frage, ob Bio immer noch boomt. Uli, magst du als erstes mal etwas zum Chart der Woche sagen? Mitmenschliches Vertrauen sinkt. Wie kommt es dazu? Da w\u00fcrde ich anders einsteigen, wenn ich darf. Ich w\u00fcrde dich als erstes fragen, wem vertraust du, Ayaan? Als erstes nat\u00fcrlich mein Mann und dir. Das wollte ich ja h\u00f6ren. Also ich w\u00fcrde sagen, grunds\u00e4tzlich den Menschen, die ich in meinem engeren Umfeld habe. Also du w\u00fcrdest schon sagen, dass du erstmal ein Grundvertrauen hast. Das geht mir genauso. Man muss aber dazu sagen, dass wir damit zunehmend zu einer Minderheit geh\u00f6ren. Das hei\u00dft zunehmend erstmalig wieder zu einer Minderheit geh\u00f6ren. Denn das ist das Ergebnis des Chart der Woche gewesen. Wenn wir uns das anschauen, so die letzten 20, fast 25 Jahre ist das Vertrauen der Bundesb\u00fcrger ineinander immer weiter gestiegen. Das ging so bis eben kurz vor Corona 2019 war es dann 60 Prozent. Also drei von f\u00fcnf Deutschen, die ausgesagt haben, dass sie den Mitmenschen in Deutschland vertrauen. Und jetzt ist es eben radikal gefallen auf 45 Prozent, was jetzt f\u00fcr uns wieder aus wissenschaftlicher Sicht wirklich, wirklich viel ist. Insofern kann man sagen, hat Corona wirklich einen gro\u00dfen Einfluss darauf gehabt, dass wir einander weniger vertrauen. Inwiefern Corona? Also weil ich k\u00f6nnte mir jetzt vorstellen, das liegt daran, dass man sich halt eben nicht mehr getroffen hat mit den Menschen. Oder diese Verunsicherung allgemein auch in den Staat, also dass man das irgendwie \u00fcbertr\u00e4gt. Also ich glaube beides wirklich. Einerseits, klar, wenn ich mir anschaue, in welche Institutionen noch vertraut wird, dann sehen wir, dass das Vertrauen in die Politik gesunken ist, das Vertrauen in die Medien gesunken ist, das Vertrauen in die Kirchen gesunken ist, in die Gewerkschaften. Also in die gro\u00dfen Institutionen in Deutschland, die haben ja alle mit einem Vertrauensverlust zu k\u00e4mpfen. Gr\u00fcnde, glaube ich, sind oftmals vorgeschoben. Also es wird immer gesagt, die katholische Kirche sind ja nicht alles irgendwie nur von Missbrauch gezeichnet, sondern es ist einfach nat\u00fcrlich auch \u00fcbertrieben dann wieder aus Sicht der Bev\u00f6lkerung. Oder nicht jeder Politiker ist nur am eigenen Vorteil interessiert. Nicht jeder Wirtschaftsvertreter oder jeder Unternehmer denkt nur an seinen Profit und nicht an die Mitarbeiter. Also das ist ja nat\u00fcrlich auch in eine falsche Richtung gegangen. Aber Corona, und das ist was Wichtiges, was du eben gesagt hast, hat wirklich dazu gef\u00fchrt, dass wir nat\u00fcrlich weniger Kontakt mit anderen hatten und darum das Gef\u00fchl haben, wir k\u00f6nnen anderen auch weniger vertrauen. Wir haben die letzten Wochen ja auch h\u00e4ufig gesagt, also gerade wenn es um das Thema Nachbarschaft und Familie geht, dass sich die B\u00fcrger so einen Zusammenhalt w\u00fcnschen und eine intakte Nachbarschaft. Also der Wunsch danach total gro\u00df ist und gleichzeitig sinkt parallel aber das Vertrauen. K\u00f6nnte jetzt ja meinen, das w\u00e4re irgendwie ein Gegensatz, aber wahrscheinlich spiegelt das sich halt, also bedingt es sich ja auch. Ja, glaube ich auch, ja. Und kann man nat\u00fcrlich auch jetzt wieder sagen, also warum ist es so? Also wir sehen uns nach Kontakt, wir sehen uns nach Gemeinschaft, nach Geselligkeit, nach Nachbarschaft, was auch immer. Andererseits haben wir immer mehr das Gef\u00fchl, dass wir den Nachbarn, den Bekannten, den Unbekannten, den Fremden also nicht vertrauen k\u00f6nnen. Das ist ja an sich Quatsch, also k\u00f6nnten sich das jetzt ja auch anders anschauen, k\u00f6nnen sich \u00fcberlegen, was ist das Gegenteil von Vertrauen, das w\u00e4re jetzt Misstrauen und ich meine Misstrauen gegen\u00fcber was? Also dass du belogen wirst, dass du ausgenutzt wirst, das ist ja alles nicht der Alltag, aber trotzdem ist diese Angst. Das ist auch irre, dass wir uns immer an einem Negativen festhalten, ne? Also wahrscheinlich, wenn man jemanden auf der Stra\u00dfe fragen w\u00fcrde, ob er mal ein positives und negatives Beispiel bringen kann, w\u00fcrden einem wahrscheinlich als erstes ganz viele Negative einfallen oder wahrscheinlich die drei Negativen, so viele sind es meistens ja gar nicht. Und also nehmen wir mal irgendwie Taschendiebe im Urlaub. Wie h\u00e4ufig passiert das? Irgendwie ist das die gro\u00dfe Angst, die Leute klammern sich immer in ihre Tasche und haben Angst, \u00fcberfallen zu werden. Wer ist denn wirklich schon mal \u00fcberfallen worden? Und sich vorzustellen, ich bin jetzt seit 20 Jahren am Reisen, es ist noch nie was passiert und trotzdem ist ja dieses Misstrauen einfach da, weil man geh\u00f6rt hat, irgendwem ist das schon mal passiert. Das stimmt. Also ein lieber Kollege von mir hat mir mal die Geschichte erz\u00e4hlt, dass er am Bahnhof eine Tasche hat stehen lassen und sich sicher war, dass die gestohlen wird. Und nat\u00fcrlich darf man aber nicht vergessen, wenn sie \u00fcberhaupt gestohlen wurde, was ich gar nicht glaube am Ende des Tages, dass er mal 999 Leute vorbeigehen w\u00fcrden und die Tasche nicht mitnehmen w\u00fcrden. Und ein Teil wird wahrscheinlich irgendwie gucken, kann ich denjenigen erreichen, der diese Tasche hat stehen lassen. Aber bis wirklich jemand diese Tasche dann stiehlt, das ist ja eher die Ausnahme. Trotzdem hat man nat\u00fcrlich das Gef\u00fchl, oh selbst am Bahnhof muss ich irgendwie st\u00e4ndig auf meine Sachen aufpassen, sonst wird was gestohlen und wenn ich was vergesse, dann ist es automatisch weg. Das glaube ich alles eben nicht. Also ich glaube, dass der Mensch oder der Gro\u00dfteil der Menschen erstmal gut ist und ehrlich ist und man sich vertrauen kann. Und das ist aber etwas, womit wir beide jetzt, zumindest was diese Umfrage angeht, erstmal alleine sind. Die Frage ist nat\u00fcrlich, wie k\u00f6nnen wir es jetzt \u00e4ndern? Liegt es vielleicht an dem Mangel an Selbstvertrauen? Also in seine eigene Intuition, auf sein Bauchgef\u00fchl zu h\u00f6ren, weil ich frage mich, wodurch entsteht denn Vertrauen? Und das kann man nat\u00fcrlich durch positive Erlebnisse irgendwie lernen und dass das immer gest\u00e4rkt wird so im Laufe des Lebens. Aber an sich, wenn ich jetzt jemanden neu kennenlerne oder meine Mitmenschen auf der Stra\u00dfe angucke, dann ist das ja an sich ein Bauchgef\u00fchl oder Intuition, wie man es auch immer nennen m\u00f6chte. Ob ich jetzt sage, okay, ich vertraue dieser Person, ich frage sie um Hilfe oder was auch immer oder halt nicht. Und vielleicht k\u00f6nnen wir das irgendwie nicht mehr in unserer Optimierungsgesellschaft, weil wir alles so nach au\u00dfen abgeben. S\u00e4mtliche Verantwortung \u00fcber das eigene Leben ja zum Teil. Ja, du hast schon recht, das ist ein fehlendes Selbstvertrauen. Jetzt Selbstvertrauen anders betont halt, als wenn man es im ersten Moment halt denkt. Aber ja, du hast recht, wir vertrauen weniger in unsere M\u00f6glichkeiten, \u00fcberhaupt Sachen beurteilen zu k\u00f6nnen, in unsere Intuition. Das ist schon etwas, was wir wahrscheinlich ein St\u00fcck weit verloren haben. Also wenn wir jetzt an unsere Kinder denken, bei dir noch doller als bei mir wahrscheinlich, aber selbst bei meinen Kindern ist erstmal dieses Grundvertrauen in jeden Menschen ja gegeben. Und man hat jetzt nicht Angst und w\u00e4gt sofort ab, dass der irgendwie was B\u00f6ses tun w\u00fcrde, sondern man geht erstmal offen auf jeden zu. Und egal ob es im Kindergarten oder Schule irgendwelche Freunde da sind, aber auch gegen\u00fcber Fremden. Ja, da ist ein h\u00f6heres Selbstvertrauen an sich bei den Kindern dann da als bei Erwachsenen, die st\u00e4ndig hinterfragen. Habe ich Angst, ausgenutzt zu werden? Habe ich Angst, irgendwie schlechte Erfahrungen zu machen? Also die Angst ist da echt ein gro\u00dfes Thema und omnipr\u00e4sent wahrscheinlich. Und wenn man es dann mal von Schule und Kindergarten weiterspint auf Studium und Job, dann w\u00fcrde man jetzt ja meinen, dass gerade die junge Generation so wahnsinnig selbstbewusst ist. Deswegen, das muss man glaube ich auch nochmal differenzieren zwischen Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen. Dass wir ja auch sowohl in unseren Studien feststellen, als eben auch so, ich jetzt in meinem privaten Umfeld, dass das Selbstvertrauen gerade in der jungen Generation irgendwie oder in den \u00fcber die Generation hinweg abgenommen hat. Siehst du das auch so? Ja, w\u00fcrde ich sagen, sie sind andererseits nat\u00fcrlich sehr selbstbewusst, da sind sie hin erzogen worden von ihren Kindern, also jetzt wieder so von meiner Generation. Entschuldigung, von den Eltern, ganz genau. Aber dieses Selbstvertrauen oder auch Selbstbewusstsein, ja das ist schon etwas, was ich vermisse, weil nat\u00fcrlich sie auch in dieser heilen Blase wahrscheinlich irgendwie aufgewachsen sind von ihren Eltern. Andererseits dann aber die Selbstst\u00e4ndigkeit, was auch wieder so ein Teilaspekt dessen w\u00e4re, nicht wirklich gelernt haben. Und das ist schon etwas, wo man in Zukunft dr\u00fcber nachdenken muss. Generell ist das Thema nat\u00fcrlich Bildung wieder auch ganz entscheidend gewesen, auch bei dieser Frage. Jetzt weg von Studis, also ist ein bisschen an sich das Gegenteil, was wir jetzt gerade haben. Aber je h\u00f6her die Bildung, desto eher vertraut man sogar noch. Also vielleicht ist da nat\u00fcrlich auch wieder ein Ansatz zu sagen, m\u00fcssen wir es irgendwie wieder lernen zu vertrauen und wie k\u00f6nnen wir das, wei\u00df nicht, wer kann es uns beibringen? Sind es die Eltern, sind es die Institution? Vielleicht ist es auch diese Reflexion dann, also je h\u00f6her die Bildung, also wahrscheinlich auch die Dauer, die man irgendwie in Bildungsinstitutionen verbracht hat, wird man ja zum Teil auch dazu gezwungen, wirklich \u00fcber seinen, vielleicht auch mal zu scheitern, \u00fcber seine Lerninhalte nachzudenken. W\u00fcrde ich mir w\u00fcnschen, aber wo lernen wir zu scheitern? Also es ist ja, scheitern ist gleichbedeutend mit irgendwie Versagen, was ja ein v\u00f6lliger Quatsch ist. Also es w\u00e4re ja eher ein Lernprozess, den man da rausziehen kann. Aber ich w\u00fcrde mir an sich w\u00fcnschen, dass jeder Student bei mir mal durch irgendeine Pr\u00fcfung durchf\u00e4llt, dass meine Kinder\u2026 Gut, Uli, wenn dich jetzt niemand mehr f\u00fcr deine Kurse einschreibt, dann\u2026 Stimmt, also alle Studierenden, die jemals bei mir studieren w\u00fcrden, ich lasse auch mal jemanden durchfallen. Nee, aber klar, also das ist, trotzdem ist der Punkt, glaube ich, wichtig. Also ich glaube schon, dass wir lernen m\u00fcssen, dass auch nicht immer alles geradlinig verl\u00e4uft. Und dass das etwas ist, was trotzdem das eigene Vertrauen dadurch nicht in Mitleidenschaft gezogen werden darf. Und das ist nicht jetzt irgendwie ein Versagen, sondern es geh\u00f6rt einfach zum Leben dazu. Aber zur\u00fcck zum eigentlichen Thema, also das Vertrauen ist schon der soziale Kit, der unsere Gesellschaft auch zusammenh\u00e4lt. Also wir m\u00fcssen schon wirklich dar\u00fcber nachdenken, wie wir das Vertrauen nicht nur in uns selber, nicht nur in unsere Mitmenschen, nicht nur in Institutionen wirklich wieder steigern k\u00f6nnen. Weil wenn wir uns weiter in die andere Richtung entwickeln, das ist, glaube ich, wirklich eine gro\u00dfe gesellschaftliche Herausforderung, die damit einhergehen w\u00fcrde. Gesteigert werden k\u00f6nnte es bestimmt ja auch durch Institutionen, also zum Beispiel die Medien. Also das, was man rezipiert, das man immer st\u00e4ndig h\u00f6rt. Ich glaube, aktuell wird ja h\u00e4ufig auch Misstrauen eher gesch\u00fcrt, wenn halt eben viel \u00fcber negative Ereignisse berichtet wird. Da hast du recht. Also dieses alte Ding, Bad News are Good News, ist ja nach wie vor Realit\u00e4t. Und haben wir ja schon \u00f6fter gesagt, in der Vergangenheit war definitiv nichts besser. Und wenn ich jetzt irgendwie auch die Angst der B\u00fcrger sehe, es gibt weniger Verbrechen, es ist weniger Gefahr f\u00fcr K\u00f6rper und Eigentum da als in der Vergangenheit. Also trotzdem ist dieses Gef\u00fchl da, dass man da niemandem mehr vertrauen kann. Also es ist sicherlich etwas, wo die Medien eine gro\u00dfe Rolle spielen. Jetzt nicht per se, dass immer nur negative Nachrichten vermittelt werden, sondern nat\u00fcrlich auch das, was wir aufnehmen. Sei es jetzt irgendwie bei Social Media, sei es aber auch in den klassischen Medien, dass man immer eher da h\u00e4ngen bleibt, dass irgendwo was passiert ist und dass eben das Vertrauen nicht sehr gro\u00df ist. Das passt auch zu der Interviewanfrage, die dieses Mal ja eher ein Hintergrundgespr\u00e4ch war, wo der Journalist f\u00fcr eine l\u00e4ngere Story recherchiert hat zum Thema gl\u00e4serner Kunde. Also wie sich das in Zukunft eigentlich entwickeln wird, dass man alles mittlerweile \u00fcber Kunden wei\u00df. Also wir haben ja auch schon vor Jahren so ein spannendes Beispiel aus den USA mal geh\u00f6rt. Kannst du das nochmal erz\u00e4hlen? Das fand ich wirklich ein gutes Beispiel. Ja, da war eine junge Frau, die hat eine besondere K\u00f6rperlotion gekauft und ein Computerprogramm hat dann berechnet, dass sie wahrscheinlich schwanger sein muss, weil das haupts\u00e4chlich Schwangere kaufen. Und es auch so zu ihrem Alter und Wohnort und so weiter halt passt. Und dann wurden ihr nach Hause ganz viele Proben und Coupons und Co. f\u00fcr Babys und schwangere Frauen geschickt. Und dar\u00fcber haben dann halt eben die Eltern eigentlich auch erst von der Schwangerschaft erfahren und gar nicht von ihrer Tochter selbst. Also dass das halt eben so stark antizipiert wird, dann schon man in seinem, ja in dem Fall nat\u00fcrlich Lebensentscheidung, aber ansonsten nat\u00fcrlich eigentlich eher in seinen Kaufentscheidungen beeinflusst wird. Und in dieser Anfrage haben wir dann aber, wir beide danach viel dar\u00fcber gesprochen, dass es ja nicht nur der Gl\u00e4ser eine Kunde ist, sondern eben auch zuk\u00fcnftig oder aktuell ja auch schon, aber zuk\u00fcnftig noch viel mehr, es sich auch um das Gl\u00e4ser eine Unternehmen dreht. Also wie agiert ein Unternehmen, was macht es f\u00fcr die Gesellschaft, wie produziert es, wie behandelt es seine Mitarbeiter. Also es ist ja ein immer mehr in die \u00d6ffentlichkeit getragenes Businessmodell sozusagen, was fr\u00fcher hinter Schloss und Riegel war, was heutzutage eben die Kunden auch wissen wollen. Also man entscheidet nicht nur nach Produkt, sondern eben auch nach Unternehmen. Kann ich von dem \u00fcberhaupt etwas kaufen? Und ich glaube, dass es wirklich von ganz zentraler Bedeutung f\u00fcr die Zukunft ist. Also Unternehmen ja auch oftmals an uns rantreten und sagen, naja und die ganze Digitalisierung und wir wissen alles \u00fcber unsere Kunden oder die G\u00e4ste oder die Wiederholungsbesucher und es ist alles uns bekannt und wir tracken das alles und monitoren das. Wo wir ja oftmals dann auch wirklich gegenhalten und sagen, ja was ist eigentlich, genauso ist es ja andersrum. Ihr m\u00fcsst euch als Unternehmen in Zukunft dar\u00fcber Gedanken machen, dass nicht nur ihr alles \u00fcber den Kunden wisst, sondern der Kunde selbstverst\u00e4ndlich auch alles \u00fcber euch wei\u00df oder zumindest wissen m\u00f6chte. Und wenn wir uns die Zahlen wieder anschauen, es sind jetzt ja schon fast zwei Drittel der Bundesb\u00fcrger, die sagen, dass in 20 Jahren die ganzen Unternehmen Gl\u00e4sern sein werden. Und wie du eben richtig ausgef\u00fchrt hast, was hei\u00dft das jetzt f\u00fcr Lieferketten, wie nachhaltig bin ich da als Unternehmen, wie gut ist irgendwie das Arbeitsklima meiner Angestellten in meinem Unternehmen, wie nachhaltig agiere ich aber auch bei irgendwie Verbrauchsmaterialien, wie produziere ich, also 27 Fragen, die da hinten irgendwie mit dranh\u00e4ngen. Und das ist ja wirklich eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung auch f\u00fcr die Wirtschaft, weil auf einmal kann ich mich eben nicht mehr nur \u00fcber das Produkt abgrenzen von meinem Wettbewerb, sondern \u00fcber an sich die Herstellung, den Vertrieb, den Verkauf, die Arbeitsbedingungen, also eine Riesenm\u00f6glichkeit. Man spricht ja immer oftmals von diesem CSR, also Social Responsibility, was f\u00fcr eine Verantwortung hat ein Unternehmen. Aber es ist ja auf einmal auch wirklich ein Marketinginstrument, wor\u00fcber ich mich dann differenzieren kann. Also finde ich halt auch wirklich spannend, muss man ganz klar sagen. Absolut und gerade die junge Generation stimmt diesem ja auch total zu. Also f\u00fcr die wird es ja, die K\u00e4ufer der Zukunft werden das deutlich mehr einfordern. Und ich glaube selbst, ich meine jetzt kann man nat\u00fcrlich wieder sagen, das muss man sich auch leisten k\u00f6nnen. Und nat\u00fcrlich bleibt auch Preis in Zukunft ein wichtiges Hut, aber ich glaube trotzdem, dass es immer wichtiger wird. Und wenn Preise vergleichbar sind, dann werden sich in Zukunft, glaube ich, sehr viel mehr Kunden hinorientieren, welches Unternehmen hat dann aber einen besseren Ruf. Also Bewertungsportale, die da irgendwie eine gro\u00dfe Rolle spielen, aber auch mehr Transparenz von Institutionen, die reingebracht werden, dass wirklich dar\u00fcber berichtet wird. Was passiert mit Gewinnen? Wie werden Gewinne wieder investiert? Was kommt der Gesellschaft zugute vor? Und bevor man es wirklich macht, ist ja der Wunsch, muss ja erstmal da sein. Und auf die Frage, w\u00fcrden sie f\u00fcr faire produzierte und nachhaltig produzierte Produkte mehr bezahlen, sagt ja der Gro\u00dfteil der Deutschen, ja, w\u00fcrden sie tun. Ganz genau, klar, man muss es sich leisten k\u00f6nnen. Es ist nat\u00fcrlich die Frage, ob sie es dann nachher k\u00f6nnen, genau, aber ich finde, das ist ja schon mal so der richtige Ansatz. Absolut. Und ich finde es ja auch eine richtige Entwicklung. Also was soll die ganze Digitalisierung? Die kann ja nicht nur dazu dienen, dass die Wirtschaft mehr wei\u00df \u00fcber ihre potenziellen Kunden oder \u00fcber den B\u00fcrger. Dann es muss ja auch dazu f\u00fchren, dass eben eine Transparenz reingebracht wird in Unternehmen, in die Politik, in die gro\u00dfen Institutionen. Also wenn wir jetzt eben \u00fcber Vertrauen gesprochen haben, das ist ja auch was wirklich Zentrales dann. Spielt das f\u00fcr dich eine Rolle in deinem Leben schon eigentlich? Absolut. Eine riesengro\u00dfe Rolle. Also wenn ich sehe, jetzt nicht nur, wenn es darum geht, wenn ich irgendwelche Parteien mir anschaue, wie transparent sind die eigentlich? Wie werden die gesehen? Wie behandeln die Gewerkschaften ihre Angestellten? Also sowas besch\u00e4ftige ich mich wirklich mit und finde ich auch entscheidend, wenn ich dann wieder mit solchen Leuten sprechen darf, dass ich sage, naja, aber wie macht es ihr denn Haus intern? Ihr k\u00f6nnt es doch nicht nach drau\u00dfen fordern und nach drinnen nicht leben. Und ich glaube, das ist eine Riesenchance, aber also f\u00fcr mich pers\u00f6nlich, aber auch im ganzen Konsumbereich, dass ich wirklich versuche, darauf zu achten. Klar, manchmal kriegst du nach wie vor nicht wirklich die Information, die du suchst, aber es wird immer wichtiger. Das muss man schon sagen. Also auch da, aber wie gesagt, Vertrauen, was ganz Entscheidendes und eine gro\u00dfe M\u00f6glichkeit. Ja, gut, dass du das sagst. Das erinnert mich total an letztes Jahr bei meiner Recherche zur Weihnachtsgans. Oh, stimmt. Denn es war wirklich nicht einfach, die Information zu finden, ob das jetzt eine gl\u00fcckliche Biogans war oder nicht. Und in den gro\u00dfen Discounter-Prospekten wurde der Eindruck vermittelt, auch mit dem Wort Freilandhaltung und den Bildern, dass das halt eben moralisch vertretbar ist, diese G\u00e4nse zu kaufen. Und mir ist es halt nur aufgefallen, weil ich eigentlich bei einem regionalen Bauern hier in Hamburg schon so eine Gans reserviert hatte und die halt also wirklich viel, viel, viel, viel teurer ist oder war. Und ich habe dann tats\u00e4chlich, weil so lange recherchiert, dass ich irgendwann dachte, okay, ich finde keine Infos. Ich habe bei den Zentralen, bei Zweien angerufen und habe keine, da kam nat\u00fcrlich auch hier so die Forscherin raus. Und es gab einfach keine Antwort. Also die konnten mir da nicht weiterhelfen. Ob da halt jetzt eben sowas wie Lebendrupfung und Stoffheber, genau, die Zwangsern\u00e4hrung, da konnten sie mir nicht, keine Antwort zu geben. Ich habe es dann dementsprechend zur\u00fcckgefunden, also bin zu meinem Schluss gekommen, dass es nicht bio ist, weil es eben aus Polen und Ungarn kam. Und da gibt es nat\u00fcrlich, es ist nicht verboten, diese Praktiken durchzuf\u00fchren. Aber es ist eben nicht leicht. Aber ich glaube, dass es zuk\u00fcnftig f\u00fcr noch mehr Menschen und nicht nur mich wichtig sein wird, wo die Produkte herkommen und wie die\u2026 Aber bevor wir zum dritten Thema kommen, m\u00fcssen wir das ein bisschen, ganz kurz, Wie hast du jetzt letztendlich dich f\u00fcr deine Gans entschieden? Also was war\u2026 Genau, also meine Recherche hat ergeben, auch wenn ich keine offizielle Antwort, Statement vom Unternehmen bekommen habe, dass es keine gl\u00fccklichen Tiere waren und habe mich f\u00fcr den Biobauern hier aus Hamburg entschieden. Also eher regional als\u2026 Ja. Aber das ist eine gute \u00dcberleitung zum dritten Thema, was ich ja nochmal drum gebeten habe, ob wir dann nochmal dr\u00fcber sprechen k\u00f6nnen, das Thema Bio. Und das ist jetzt fast schon weggenommen, was auch so ein bisschen meine Quintessenz ist, das regional in Zukunft fast Bio abl\u00f6sen wird. Also Bio, ich wei\u00df nicht, wie es dir geht, aber ich habe ja schon das Gef\u00fchl, egal in welchen Supermarkt ich gehe, \u00fcberall ist Bio und es gibt irgendwie gef\u00fchlt 85 verschiedene Labels und es ist ganz sch\u00f6n inflation\u00e4r geworden, was das Thema Bio in Deutschland angeht. Das stimmt. Also muss ich auch sagen, uns im Privaten ist tats\u00e4chlich die Regionalit\u00e4t auch, ich will gar nicht sagen wichtiger, ich habe da vorher noch gar nicht so dr\u00fcber nachgedacht, aber ich gehe zum Beispiel lieber auf den Markt, wo ich dann halt eben wei\u00df, das sind die jetzt hier irgendwie der Apfelbauer aus dem alten Land und der Metzger und der K\u00e4semensch und also dass man die alle auch kennt, die sind ja aus der Region und irgendwie durch dieses Kennen nat\u00fcrlich, passt wieder zum Vertrauen vorhin auch, vertraue ich denen mehr und habe noch gar nicht nachgefragt, ob die eigentlich irgendeinen Biosiegel haben. Das stimmt und ich meine, wie gesagt, Biosiegel ist auch nicht gleich Biosiegel. Also zwischen jetzt irgendwie Demeter und Bioland und wenn du dann auf der anderen Seite irgendwelche EU-Biosiegel nimmst, da liegen wirklich auch gro\u00dfe oder lassen sich gro\u00dfe Unterschiede nachweisen und man darf ja auch nie vergessen, also so positiv es auf der einen Seite ist, dass jetzt auch viele Discounter in Richtung Bio gehen und das anbieten, man muss ja schon auch ein bisschen hinterfragen, wieso kosten jetzt die Bio\u00e4pfel beim Discounter dann eben doch auf einmal wieder ein Drittel weniger als die Bio\u00e4pfel dann von Demeter oder auf irgendwie beim Erzeuger direkt hergestellt, also wo sparen die Geld ein? Und man darf ja nie vergessen, auch die ganze Bio-Wirtschaft, es ist letztendlich eine Wirtschaft, also es geht nat\u00fcrlich auch ums Geld verdienen und wenn dann eher wieder Geld eingespart wird, weil die Bioprodukte lange Transportwege hinter sich haben und du irgendwelche M\u00f6hren jetzt aus Marokko oder Spanien wieder ranholst, ob das dann von der \u00d6kobilanz so clever ist, dass die wieder verschifft werden m\u00fcssen, was das f\u00fcr die Arbeitsbedingungen vor Ort hei\u00dft, was das irgendwie mit Wasserressourcen hei\u00dft, also sind wirklich, wirklich viele, viele Fragezeichen auch hinter. Also insofern, ich bin v\u00f6llig bei dir, regional wird in Zukunft, glaube ich, eher eine Antwort sein, als jetzt immer nur zu sagen, es ist das Label. Genau und wenn man jetzt sagt, okay, Bio-Label ist eh nochmal mit einem Fragezeichen zu versehen, wo du gerade sagst, das ist halt eben eine Industrie geworden. Also es geht ja gar nicht mehr um die Kleinbauern, ich habe jetzt gerade die Zahl gelesen, 60 Prozent der Agrarfl\u00e4che in Deutschland ist in der Hand von Gro\u00dfunternehmen. Das ist der Hammer, oder? Also von Aldi, Vielmann, Zech, Kick oder beziehungsweise deren Stiftungen. Es ist halt eben wirklich und auch viele, also es ist auch ein Investitionsgrund, also die Renditen sind gar nicht so schlecht. Wahrscheinlich zweistellig, ne? Ja, richtig, genau. Ja, irgendwas mit 12, 13 Prozent. Ja, aber es ist f\u00fcr mich auch nicht nur jetzt die Fl\u00e4che, wenn ich mir auch wieder Subventionen anschaue, also ich bin ja hinten r\u00fcbergefallen, dass fast, dass \u00fcber 40 Prozent des EU-Budgets an Geldern, die rausgegeben werden, in die Landwirtschaft gehen. Und das ist jetzt nicht unbedingt, wie du produzierst, sondern es ist eher, was du an Fl\u00e4che hast. Und dann guck mal, da schlie\u00dft sich der Kreis, was man an Fl\u00e4che hat. Die meiste Fl\u00e4che ist ja gar nicht in der Hand der Kleinbauern. Das stimmt, ja. Also es ist an sich wirklich auch, die Agrarreform ist ja schon wieder jetzt ein bisschen zur\u00fcck, aber da m\u00fcsste man wirklich auch nochmal nachdenken, wie man das in Zukunft angehen kann. Aber viele Fragen, die wirklich mit Bio einhergehen, also auch, wer gibt diese Labels eigentlich raus? Ich meine, es sind ja wieder Unternehmen, du musst daf\u00fcr bezahlen. Wenn du f\u00fcr etwas bezahlst, kannst du ja wahrscheinlich auch ein bisschen was erwarten. Also nur in ganz wenigen L\u00e4ndern, ich glaube Estland, D\u00e4nemark und noch irgendwie ein, zwei andere, ist es staatlich eben vergeben, die Labels, dass du dann \u00f6kologischen Landwirtschaft betreibst und dass das entsprechend dann auch ausgezeichnet werden kann. Also sind wirklich, wirklich viele Fragen, die damit einhergehen. Nichtsdestotrotz macht es nat\u00fcrlich Sinn, dar\u00fcber nachzudenken, aber die Welt rette man jetzt nicht, indem man nur Bio kauft, sondern dann m\u00fcsste man eher dann wirklich auf Fleisch verzichten. Genau, ich glaube, die eigene Ern\u00e4hrung einmal zu \u00fcberdenken, also wie viel Milchprodukte, tierische Produkte, pflanzliche Produkte nimmt man pro Tag so zu sich. Ja, und kannst du auch wirklich auch wieder eher regional und saisonal essen und trinken? Genau, ich glaube, das ist tats\u00e4chlich auch, wenn man es jetzt mit den globalen Entwicklungen und Instabilit\u00e4ten und so weiter sich betrachtet, ist nat\u00fcrlich die Regionalit\u00e4t ein ganz, ganz wichtiges Zukunftsthema. Und ja, genau, und wenn dieser Kreislauf irgendwann funktioniert und du sagst, du baust Getreide an, das Getreide verf\u00fctterst du an deine Tiere, die Tiere, dessen D\u00fcnger ist wieder als D\u00fcnger da und es funktioniert als Kreislauf. Du musst nicht st\u00e4ndig zukaufen und bei einem Bereich auch nicht zuschie\u00dfen und monokulturell nur auf einen Bereich setzen. Das ist dann nat\u00fcrlich wieder eher nachhaltig. Also das sind schon, die Ans\u00e4tze sind ja da. Jetzt m\u00fcssen wir das ein bisschen auch unterst\u00fctzen, glaube ich, von staatlicher Seite, aber nat\u00fcrlich auch von Konsumentenseite, dass man jetzt nicht nur immer denkt, ich will alles jederzeit haben, sondern vielleicht ist dann auch an der einen oder anderen Stelle immer sinnvoll, das eine wieder mehr zu genie\u00dfen und daf\u00fcr auf das andere zu verzichten. Ich glaube, das w\u00e4re auch etwas, wor\u00fcber jeder mal nachdenken kann. Genau, die Erdbeerbauern hatten es dieses Jahr besonders schwer. Da habe ich auch Statistik gesehen, dass ganz, ganz viele Erdbeeren, die in Deutschland angebaut wurden, weggeschmissen wurden. Und die Frage jetzt auch ist, ob die das im n\u00e4chsten Jahr \u00fcberhaupt nochmal machen, weil die Konsumenten dann doch die g\u00fcnstigere Erdbeerschale aus Spanien importiert gekauft haben. Und das kann es ja an sich nicht sein. Also da w\u00fcrde ich nat\u00fcrlich auch wirklich an den Verbraucher appellieren, aber auch an, ganz klar muss es nat\u00fcrlich irgendwie EU-weit auch geregelt werden. Also dass da, wenn du als EU ja auch in Zukunft rausgibst, du willst nachhaltiger agieren, du willst den Fu\u00dfabdruck nach unten bringen, dann muss sowas nat\u00fcrlich auch irgendwie in den Riegel vorgeschoben werden. Ob es dann \u00fcber Subventionen wieder, ich will das keinem spanischen Erdbeerbauern irgendwie in Frage stellen, dass der auch seine Familie ern\u00e4hren muss, das ist v\u00f6llig klar. Aber sowas ist nat\u00fcrlich einfach der falsche Ansatz. Und auch als Verbraucher m\u00fcssen wir nat\u00fcrlich aber umdenken, dass wir vielleicht nicht jetzt im November noch Erdbeeren im Supermarkt vorfinden m\u00fcssen. Vielleicht ist das auch mal wert, woran nachzudenken. Ja, aber ich denke auch, es ist nat\u00fcrlich schwierig und Inflation und wenn man so auf die Preise schaut. Aber im europ\u00e4ischen Vergleich sind nat\u00fcrlich die Lebensmittelpreise in Deutschland auch einfach nicht die h\u00f6chsten. Das stimmt, deutlich zu g\u00fcnstig. Und es muss einfach wieder auch wieder einen h\u00f6heren Stellenwert haben und es muss auch wieder was Besonderes sein. Und das ist dann glaube ich auch, dass wir es wieder mehr sch\u00e4tzen k\u00f6nnen und letztendlich uns daran auch wieder mehr erfreuen k\u00f6nnen, als dass wir uns dann nur dar\u00fcber \u00e4rgern, dass die Preise gestiegen sind. Ja Uli, wie sieht es denn zuk\u00fcnftig aus? Was kommt, was bleibt, was geht? So viele Themen. Stimmt, heute war wirklich viel. Vertrauen, Transparenz und am Ende wieder ja Vertrauen und Transparenz in einen Siegel zusammengef\u00fchrt. Ja, heute fast keine drei unterschiedlichen Themen, sondern haben so ein bisschen aufeinander aufgebaut. Das macht es ja aber auch spannend. Ja, also wenn wir was geht sagen, ich glaube, selten sagen wir was Negatives. Aber diese Vertrauensgeschichte hat, glaube ich, wirklich mich auch selber sehr getroffen. Aber wenn man es sich anschaut, muss man schon sagen, dass es in den n\u00e4chsten Jahren das Vertrauen erstmal in Richtung Institutionen wahrscheinlich noch weiter sinken wird. Also da haben wir, glaube ich, noch nicht den Tiefpunkt erreicht. Hier m\u00fcssen wir jetzt aber anfangen gegenzusteuern. Und eben, was du auch vorhin so toll gesagt hast, man vertraut eher im pers\u00f6nlichen Umfeld. Und das sind ja fast konzentrische Kreise, die man ziehen k\u00f6nnte. Also von der Familie, \u00fcber die Nachbarschaft, \u00fcber die Freunde, \u00fcber die Bekannten. Aber dann eben auch wieder, dass man anderen vertrauen kann. Denn ich glaube, Vertrauen hat ja auch immer viel mit Selbstvertrauen zu tun. Das hast du vorhin gut auf den Punkt gebracht. Was kommt? Die Digitalisierung wird mehr Transparenz schaffen. Davon bin ich \u00fcberzeugt. Nutzen wir dieses eben auch f\u00fcr dann wieder mehr Vertrauen. Dass wir das Vertrauen der Unternehmen in Zukunft mehr betonen. Dass die Unternehmen sich unser Vertrauen aber auch verdienen m\u00fcssen, indem sie eben da transparenter agieren und dann eben auch eher wieder den Erfolg haben werden. Und was bleibt? Ich glaube, am Ende des Tages ist es nat\u00fcrlich schon diese Suche nach Zufriedenheit, nach Gl\u00fcck, Individualit\u00e4t schafft diese, glaube ich, wirklich nur begrenzt. Und Gemeinschaft eben viel eher. Und das haben wir ja in den letzten Wochen immer wieder betont. Die Welt ist nicht perfekt. Wir haben eben viele Herausforderungen. Die m\u00fcssen wir angehen. Wir m\u00fcssen aber, jetzt bem\u00fche ich nochmal dieses Beispiel, Vertrauen, aber auch Vertrauen in unsere F\u00e4higkeiten haben, Vertrauen in uns selbst haben. Vertrauen, dann ist, glaube ich, vieles in Zukunft doch m\u00f6glich. Ich freue mich drauf, dass wir in zwei Wochen wieder sprechen k\u00f6nnen. Genau. Und so wie wir in unserem Podcast-Titel schon sagen, sp\u00e4ter war alles besser. Sehr sch\u00f6n. Wir h\u00f6ren uns in zwei Wochen. Macht's gut. Bis dahin. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren.\n\nDieser Podcast wurde produziert von wortlieferant.de Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video Video"},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Vertrauen, Gl\u00e4serne Unternehmen, Bio boomt - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"00:36 \u2013 Begr\u00fc\u00dfung\/Themenvorstellung 01:00 \u2013 K\u00f6nnen wir einander vertrauen? 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