{"id":4225,"date":"2022-12-01T07:35:54","date_gmt":"2022-12-01T06:35:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4225"},"modified":"2026-07-21T19:40:12","modified_gmt":"2026-07-21T17:40:12","slug":"podcast-part-time-jobs-cruises-old-age-dreams","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/podcast-nebenjobs-kreuzfahrten-alterstraeume\/","title":{"rendered":"Part-time jobs, cruises, dreams of retirement"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>00:36 - Welcome\/Topic introduction<\/p>\n<p>01:00 \u2013 One in four Germans works in their free time: More and more Germans are regularly working during their leisure time. Is this always voluntary, or is it increasingly simply a necessity? Find out in our podcast about the motivations and preferred side jobs, ranging from waitressing and dog sitting to online retail.<\/p>\n<p>8:40 a.m. \u2013 Cruises: Not just one, but two inquiries about cruises reached our foundation this week. How will the cruise market develop in the future, and for whom is a trip on an ocean liner even an option? We provide answers to the question of why more and more guests are boarding these floating hotels and why the industry continues to gain popularity despite room for improvement regarding environmental impact.<\/p>\n<p>7:40 PM \u2013 Dreams of Old Age: Finally, look forward to our topic of the week: What do Germans dream of in old age? Our society is aging \u2013 but are our wishes for the future changing as a result? Find out now.<\/p>\n<p>25:55 - What comes, what stays, what goes?<\/p>","protected":false},"author":37,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67],"class_list":["post-4225","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 2 - Folge 06","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<iframe style=\"border-radius:12px\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/6HjLAKAkSpH1fafPpVEQBI?utm_source=generator&theme=0\" width=\"100%\" height=\"152\" frameBorder=\"0\" allowfullscreen=\"\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\"><\/iframe>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/948898-m-b8c6e49d13ef174ed0df9b3e1605559b.mp3","podcast_transcript":"Sp\u00e4ter war alles besser, der Zukunftspodcast. Brain Food f\u00fcr Neugierige und Zukunftsinteressierte. Mit mir, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und mit mir, Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung. Hallo und herzlich willkommen zur sechsten Folge der zweiten Staffel unseres Zukunftspodcasts. Sp\u00e4ter war alles besser. Heute sprechen wir in unserem Chart der Woche \u00fcber das zus\u00e4tzliche Geldverdienen in der Freizeit, also die klassischen Nebenjobs. Dann hatten wir eine Interviewanfrage zum Thema Zukunft der Kreuzfahrtbranche. Und wir haben, Uli und ich haben zwar noch ein bisschen Zeit, aber wir werden auch \u00fcber Alterstr\u00e4ume sprechen. Wie wollen wir eigentlich? So viel Zeit habe ich gar nicht mehr. Nachkommen. Ab wann ist man alt? Wenn man nicht mehr Auto fahren kann, das sagt die Forschung. Also vom Alter her sagt man mit 71 Jahren, aber ich glaube die meisten Deutschen sagen, wenn sie kein Auto mehr fahren k\u00f6nnen. Aber da kommen wir nachher erst. Steigen wir mit dem Thema Chart der Woche ein. Genau. M\u00f6chtest du da was zu sagen? Hast du eigentlich einen Nebenjob? Genau. Also die Frage war ja, Chart der Woche wird diesmal sein, wie viele Deutsche arbeiten in ihrer Freizeit nebenbei noch. Das ist mittlerweile mehr als jeder F\u00fcnfte. Also im Vergleich, das hat sich auch deutlich erh\u00f6ht. Die letzten zehn Jahre fast eine Verdopplung. Habe ich einen Nebenjob? Ja, ich glaube schon. Also wenn man sich das so, ich habe mir selber Gedanken dar\u00fcber gemacht. Ich bin ja der wissenschaftliche Leiter der Stiftung. Dann habe ich eine halbe Professur und dann mache ich noch irgendwie meine Vortr\u00e4ge. Also an sich sind es ja zweieinhalb Jobs irgendwie, die ich mache. Also insofern, ja, ich w\u00fcrde sagen, ich habe einen Nebenjob. Wie sieht es bei dir aus? Nein, ich habe zumindest keinen bezahlten Nebenjob. Wenn man das Mutterdasein als einen Vollzeitjob sieht, dann h\u00e4tte ich auch zwei. In jedem Fall mindestens. Ja, aber w\u00fcrdest du sagen, so eine Zweitt\u00e4tigkeit ist ein Nebenjob? Also ich denke jetzt beim Nebenjob an Zeitungsaustragen, Hundesitting, Kellnern. Ja, also das muss man wirklich unterscheiden. Also du hast nat\u00fcrlich v\u00f6llig recht, es ist eine Definitionsfrage. Wenn man jetzt klassisch sich \u00fcberlegt, wie wir es abgefragt haben, auch im Chart der Woche, arbeitest du in deiner Freizeit, um noch einen finanziellen Vorteil zu kriegen? Da sagt eben 23 Prozent sagen, das machen sie. Aber nat\u00fcrlich kannst du jetzt ganz klar sagen, also Mutter, Vater sein, um ein Beispiel zu bringen, ist nat\u00fcrlich ein Vollzeitjob, wenn man sich \u00fcberlegt, wie viele Bundesb\u00fcrger, Angeh\u00f6rige pflegen, ehrenamtlich t\u00e4tig sind. Also all das sind nat\u00fcrlich an sich auch Nebenjobs, denn die werden ja regelm\u00e4\u00dfig neben der eigentlichen Arbeit da noch verrichtet. Ja, aber wie du gerade sagtest, die Frage war ja auch vor allem, ob man arbeitet, um zus\u00e4tzliches Geld zu verdienen. Das stimmt, ja. Ich w\u00fcrde jetzt mal unterstellen bei dir mit der Professur, dass das ja auch eine Berufung so ein bisschen f\u00fcr dich ist. Du hast da ja auch sehr viel Spa\u00df dran. Da steht wahrscheinlich das Geld gar nicht so im Mittelpunkt. Das stimmt, ja. Was ich total spannend fand, wenn wir unsere Daten mal anschauen, dass das ja einen enormen Zuwachs verzeichnet hat in den letzten zehn Jahren. Also der Anteil der Bundesb\u00fcrger, die sagen, sie arbeiten in der Freizeit, um zus\u00e4tzlich Geld zu verdienen. Also wahrscheinlich diese Nebenjobs, die ich vorhin erw\u00e4hnt habe, einfach so ein bisschen so jobben. Wie erkl\u00e4rst du dir das? Ja, also zweigeteilt. Einerseits, was du vorher gesagt hast. Ja, jetzt in meinem Fall ist es vielleicht jetzt nicht in erster Linie finanzielle Gr\u00fcnde, weshalb solche Nebenjobs ausge\u00fcbt werden. F\u00fcr die meisten ist es das aber nat\u00fcrlich. Das muss man ehrlicherweise sagen. Also es ist einfach, das normale Gehalt reicht nicht aus, um eben den Lebensstandard, den man leben m\u00f6chte oder den man lebt, aufrecht zu erhalten. Und Stichwort Absicherung ist auch ein gro\u00dfes Argument, warum viele einen Nebenjob aus\u00fcben. Also Vorsorge, man will noch zus\u00e4tzlich sich sichern. Bei mir dann v\u00f6llig richtig, habe ich das gro\u00dfe Gl\u00fcck, dass es eher so Verwirklichung einer Leidenschaft ist. Also ich halt eben gerne mache, dass ich das nebenbei dann auch mache, an der Uni t\u00e4tig sein. Andere Argumente sind aber auch ganz klar, dass man sich w\u00fcnscht, mit anderen Menschen zusammen zu sein. Also auch das kam in der Forschung ganz klar raus, dass viele eben den sozialen Aspekt dabei nochmal betonen. Und die klassischen Nebenjobs, das ist ja das zweite Thema, was du eben angesprochen hast. Auch da gibt es nat\u00fcrlich mittlerweile riesengro\u00dfe Unterschiede, was die Leute \u00fcberhaupt nebenbei noch machen. Also von den klassischen Sachen, ich kellner nebenbei, ich bin noch irgendwie im B\u00fcro t\u00e4tig, ich mache irgendwelche Lagerarbeiten. Mein Sohn f\u00e4hrt irgendwie Medikamente f\u00fcr die Apotheke aus. Also das sind so klassische Nebenjobs, die man dann neben dem Beruf, neben der Schule, neben dem Studio machen kann. Andere Sachen gibt es nat\u00fcrlich aber auch mittlerweile. Also ich wei\u00df nicht, du vermietest irgendwie \u00fcber Airbnb ein Zimmer oder eine Wohnung. Das ist ein Nebenjob. Du machst irgendwie, keine Ahnung, handelst mit Aktien. Du machst irgendwie bei Ebay Sachen kaufen und wieder verkaufen. Du nimmst teil an irgendwelchen Online-Befragungen. Also all das sind ja Nebenjobs, die eben dann auch mehr und mehr Bundesb\u00fcrger aus\u00fcben. Was ich spannend fand, das muss ich ehrlicherweise sagen, dass schon viele Sachen im Nebenjob heute aber auch online stattfinden. Die Beispiele, die ich eben gesagt habe, da merkt man eben, dass neben der eigentlichen Arbeit zu arbeiten auch mittlerweile einfach ist, vom eigenen Sofa das zu machen. Also das fand ich eine ganz spannende Entwicklung. Aber ich habe nicht geantwortet auf deine Frage. Jetzt bin ich gesprungen und bin hin und her gesprungen. Es tut mir leid. Du hast nat\u00fcrlich auch diesen wesentlichen Punkt gesagt. Es hat sich deutlich gesteigert. Das ist v\u00f6llig richtig. Also du hast wahrscheinlich in die Zahlen reingeguckt da, oder? Genau, richtig. Und auch wer einen Nebenjob aus\u00fcbt. Also man w\u00fcrde jetzt ja meinen, dass es vor allem die junge Bev\u00f6lkerung ist. Also als ich zur Schule gegangen bin, hatte ich unfassbar viele Nebenjobs und auch irgendwie alle meine Freundinnen. Aber jetzt ist es ja auch nach wie vor so, dass es eben die junge Generation ist, aber auch viele zwischen 30 und 64. Also im klassischen berufst\u00e4tigen Alter, wo man jetzt ja meinen w\u00fcrde, man hat halt einen Vollzeitjob oder einen Teilzeitjob, weil man noch irgendwie andere Verpflichtungen hat. Aber das hat mich total \u00fcberrascht, dass das so wahnsinnig zugenommen hat. Und immerhin auch noch 16 Prozent der Rentner in Deutschland haben einen Nebenjob. Was ich ganz sch\u00f6n viel finde, ja. Und wenn du jetzt eben auch die Steigerung angesprochen hast, was wir vorhin hatten, eine Verdopplung innerhalb von zehn Jahren, sieht man, dass Corona da wirklich nochmal so eine Art Boost daf\u00fcr war. Also dass viele da auch erkannt haben, ich wei\u00df nicht, ob es jetzt am Homeoffice lag, ob ein Teil der Bev\u00f6lkerung vielleicht auch sich umorientiert hat, dass viele, viele es eben in den letzten Jahren gerade erkannt haben, dass sie nebenbei noch t\u00e4tig sind. Ja, ich meine jetzt gerade mit der Inflation. Die Frage ist jetzt ja nicht von letzter Woche. Also man kann jetzt nicht sagen, dass es nur eine Momentaufnahme ist, sondern dass es sich wirklich ja \u00fcber die letzten zehn Jahre abgezeichnet hat. Dass offensichtlich ein Job f\u00fcr viele Deutsche nicht mehr ausreicht, um den Lebensunterhalt zu bestreiten. Genau, und wenn man jetzt so ein bisschen wieder in die Zukunft blickt, das ist ja auch durchaus kritisch zu sehen. Also wenn es tendenziell eher zunimmt, sei es jetzt eine Notwendigkeit oder weil die Menschen es eben machen, weil sie das Gef\u00fchl haben, sie m\u00fcssen noch zus\u00e4tzlich Geld zu verdienen. Das ist ja eine Entwicklung, die ich auch wirklich nicht gut finde. Also an sich sollte ja, ich gehe jetzt nicht so weit, dass ich sage, ein Verdiener Vollzeit sollte die Familie ern\u00e4hren k\u00f6nnen. Ja, mit Doppelverdiener und beide Partner arbeiten. Das finde ich ist in der Entwicklung, die gibt es ja schon l\u00e4nger. Aber wenn wir jetzt eine Notwendigkeit haben, dass nicht mal es ausreicht, wenn beide voll verdienen, was kommt denn dann als n\u00e4chstes? Also kommen wir wieder zur\u00fcck zur Kinderarbeit? Ja, also ich meine, das passt ja. Aber auch, wir haben ja auch dar\u00fcber gesprochen, warum die Deutschen keine Kinder bekommen. Und der Hauptgrund ist ja auch, dass es einfach zu teuer ist. Ganz klar, ja. Was nat\u00fcrlich wieder mit dem Anspruchsdenken zu tun hat, das sage ich auch immer. Aber du hast v\u00f6llig recht, also das ist schon an sich, sollte man in der Lage sein, mit einem normalen Arbeitsplatz und einer Vollzeitstelle das Geld zu verdienen, um ein angemessenes Leben zu f\u00fchren. Und das kann man scheinbar in vielen Jobs eben nicht. Und das ist schwierig. Dann finde ich passt das aber eigentlich ganz gut zu unserer Interviewanfrage, zu der Zukunft der Kreuzfahrtbranche. Weil man hat ja so im Kopf, dass das sowas Elit\u00e4res ist und Teures ist. Stirbt das dann eigentlich aus, so teure Traumurlaube? Also das war ja interessanterweise eine Anfrage, die letzte Woche zweimal reinkam und mit unterschiedlichen Schwerpunkten. Und einmal war es ja auch schon ein bisschen dieses, wer kann sich das eigentlich noch leisten? Also nat\u00fcrlich boomen Kreuzfahrten weiterhin. Aber es gibt ja auch immer mehr Kreuzfahrten, die eher f\u00fcr ein kleineres Budget auch zu buchen sind. Das fand ich ganz interessant. Und deine Frage. Ich glaube, die Kreuzfahrtbranche hat sich wirklich so demokratisiert. Also es ist f\u00fcr breite, breite Bev\u00f6lkerungsschichten interessant geworden. Sie hat sich aufgespalten in die unterschiedlichsten Interessengebiete. Also insofern, das ist glaube ich, das Geld h\u00e4lt jetzt nicht mehr die Leute wirklich davon ab, keine Kreuzfahrt zu machen. Ich habe dann ja auch ein bisschen recherchiert und war total \u00fcberrascht, wie g\u00fcnstig im Vergleich zu anderen Reiseformen eine Kreuzfahrt eigentlich ist. Wenn man sich anschaut, was man dann vor Ort auch oder vor Ort auf dem Schiff, auf dem Wasser dann auch alles geboten bekommt. Und also wenn ich das mit einem Familienhotel an der mecklenburgischen Seenplatte vergleiche, wo es dann halt eben auch Kinderbetreuung gibt und All-Inclusive und so weiter, kommt man da auf den gleichen Preis wie eine Kreuzfahrt. Das hei\u00dft, du wirst jetzt so ein Kreuzfahrer. Bist du doch nicht Kreuzfahrer? Das wei\u00df ich ehrlicherweise nicht. Bist du jemals auf einem Kreuzfahrtschiff gewesen? Nein, ich bin noch nie auf einem Kreuzfahrtschiff gewesen. Dann bist du Zeit. Ja, ich wei\u00df nicht. Ich hadere immer noch so ein bisschen mit mir. Und das haben wir auch abgefragt. Warum eigentlich nicht? Warum sind Leute, die noch nie auf einem Kreuzfahrtschiff waren, noch nicht mit einem Kreuzfahrtschiff gefahren? Und ich h\u00e4tte gedacht, dass es den meisten so geht wie mir. Ja, so aus Umweltgr\u00fcnden. Und kann man das heutzutage eigentlich machen? Und tats\u00e4chlich ist das eines der letzten genannten Gr\u00fcnde. Also der Hauptgrund ist, es interessiert mich einfach nicht. Ich mache lieber anders Urlaub mit 90 Prozent. Und auf Platz zwei direkt dahinter kommt, es ist mir zu teuer. Und wirklich so wenig Leute, also knapp 30 Prozent sagen, ja, so aus Umweltgr\u00fcnden finden sie es ein bisschen bedenklich und verzichten deswegen auf eine Kreuzfahrt. Das hat mich total \u00fcberrascht. Also mich \u00fcberrascht das auch. Wobei, wenn ich jetzt wieder ehrlich bin, das ist ja beim Thema Reisen schalten ja viele ihr \u00f6kologisches Gewissen aus. Und jetzt k\u00f6nnte man ja sagen, ist eine Kreuzfahrt so viel umweltsch\u00e4dlicher als in den Urlaub zu fliegen? Ist das auch irgendwie? Klar, Flightshaming ist ja auch ein Thema, was wir schon mal angerissen haben. Aber ich glaube wirklich beim Thema Urlaub schalten viele ihr Gewissen einfach ab. Also insofern \u00fcberrascht mich das nicht. Nat\u00fcrlich ist immer die Frage, kann man eigentlich noch dazu stehen, eine Kreuzfahrt zu machen? Also sind das zu viele Diskussionen dann im Freundes-Kollegen-Kreis, wenn man sagt, man ist irgendwie gerade in Zeiten, wo jetzt Energieknappheit ist. Und nat\u00fcrlich ist es umwelttechnisch auch zweifelhaft, was nach wie vor die meisten Kreuzfahrtr\u00e4dereien halt eben an Energie verbrauchen und die Umwelt sch\u00e4digen. Ja, wobei dein Aspekt, den haben wir ja auch abgefragt. W\u00e4re es dir unangenehm, das vor Freunden und Bekannten zuzugeben, dass du auf einem Kreuzfahrtschiff warst? Das sind ja nur zehn Prozent. Noch weniger wahrscheinlich. Das sind ja super wenig, die sagen auch n\u00f6, n\u00f6. Und diejenigen, die ich kenne, die Kreuzfahrturlauber sind, die sind auch wirklich richtig Kreuzfahrer. Also dann einmal und immer wieder. Also ich glaube... Wahnsinnig hohe Wiederholungsrate. Also das ist echt eine Branche, was denen total zugutekommt. Also mich w\u00fcrde es halt reizen, das einmal kennenzulernen, wie das so ist. Aber warst du schon mal auf einem Kreuzfahrtschiff? Ja, ich habe es schon ein paar Mal gemacht und mit der Familie jeweils. Und wir sehen das total unterschiedlich. Also mein Sohn ist total begeistert und sagt, das ist Erholung pur f\u00fcr ihn. Meine Frau sch\u00e4tzt es wirklich, dieses jeden Tag eine neue Szenerie vom Fenster zu haben und neue St\u00e4dte kennenzulernen. Meine Tochter ist, glaube ich, nach wie vor so. Ja, ich bin froh, dass wir da als Familie was machen. Ich bin derjenige, der jetzt immer eher das von dieser wissenschaftlichen Seite sieht und dann nat\u00fcrlich Sachen hinterfragt und es nicht richtig genie\u00dfen kann. Aber insgesamt die ganze Familie schon, ja, wir sind Kreuzfahrer. Aber ich finde es spannend, dass du sagst, deine Frau sch\u00e4tzt es, st\u00e4ndig neue Szenerien zu haben und neue L\u00e4nder kennenzulernen. Weil, also in unserer Forschung ist das ja gar nicht auf Platz eins. Also bei den Gr\u00fcnden, warum man gerne auf ein Kreuzfahrtschiff geht, sind die meisten Deutschen bei deinem Sohn. Ich m\u00f6chte mich erholen, eine entspannte Atmosph\u00e4re, kein Stress, alles so vor Ort, kurze Wege und so weiter. Das hat mich jetzt ehrlich gesagt auch wieder \u00fcberrascht. Ich h\u00e4tte gedacht, das Besondere an der Kreuzfahrt ist doch, dass man so viel in kurzer Zeit sieht. Verschiedene L\u00e4nder, verschiedene St\u00e4dte und so weiter. Das stimmt. Also da hat die Forschung echt was anderes rausgebracht. Wobei das auch wieder sehr diese europ\u00e4ische Sichtweise auf den Kreuzfahrtssektor ist. Also wenn ich mir die Amerikaner anschaue, die Asiaten anschaue, die ja viel, viel mehr Seetage haben. Und dann hin und wieder mal ein, zwei Landausfl\u00fcge innerhalb von einer Woche oder von zehn Tagen haben. Und wir Europ\u00e4er umgekehrt vielleicht ein bis zwei Seetage bei so einer zehnt\u00e4gigen Cruise haben. Das ist schon etwas, was anders ist. Also ich will jetzt nicht sagen, wir Europ\u00e4er haben auch wieder das Gef\u00fchl, der Urlaub muss sich lohnen. Und ich muss jetzt zig St\u00e4dte gesehen haben und ich muss immer wieder an Land gewesen sein. Aber das ist schon auch kulturell sehr unterschiedlich, muss man sagen. Und die Forschung sagt aber wieder auch, und das ist ja dein Punkt und den finde ich wirklich wichtig. Das Beste an so einer Reise ist die Erholung. Und jetzt k\u00f6nnen wir wieder sagen, die Grundmotive des Reisens, Erholung, Kontrast zum Alltag, ist immer nochmal das Hauptmotiv des Reisens. Und alles andere, selbst Erlebnisse sind eben danach erst. Und das zeigt sich eben auch hier wieder in der Forschung. Also sind wir Deutschen einfach unentspannt. Uns fehlt jetzt grunds\u00e4tzlich her zu entspannen. Weil tats\u00e4chlich habe ich das selber auch schon gemacht. Und ich kenne das auch von Freunden, dass wenn wir uns entspannen m\u00fcssen, dann sucht man sich Reiseziele, die so langweilig sind, dass man auch nichts anderes machen kann. Aber das ist, glaube ich, sind deine Bekannten wirklich nicht die Ausnahme. Also diese Erholungssuche, je mehr Angebot ich vor Ort schaffe, desto geringer ist nun mal der Erholung. Und wenn ich dann aus dem Urlaub wiederkomme und brauche an sich erstmal wieder eine Woche, um mich zu erholen von meinem Urlaub, das kann ja nicht der richtige Weg sein. Also wir m\u00fcssen aufh\u00f6ren, auch noch den Urlaub zu optimieren und das Beste rauszuholen. Sondern wir m\u00fcssen da wirklich zusehen, dass Erholung seine Grundfunktion wieder erf\u00fcllt. Und das ist nun mal Erholung von und f\u00fcr den Alltag. Und ist das bei den Amerikanern auch so? Also die haben ja so wenig Urlaubstage, dass ich jetzt gedacht h\u00e4tte, ich sehe die immer hier so innerhalb von zw\u00f6lf Tagen einmal komplett Europa abrei\u00dfen. Wenn die auf ihrer Karibik-Touren sind, sitzen die auch nur auf dem Schiff? Ja, also ist wirklich die Erholung eine viel, viel gr\u00f6\u00dfere Rolle. Zus\u00e4tzlich nat\u00fcrlich noch die Unterhaltung und die haben halt das Spielen dabei. Also die ganzen Casinos an Bord, was dann ja irgendwie wieder mit rechtlichen Gr\u00fcnden zu tun hat, dass du irgendwie au\u00dferhalb einer bestimmten Seemeilenzone bist, dass du dann dort Gl\u00fccksspielen betreiben darfst. Also das ist ein gro\u00dfes Argument, genauso wie im asiatischen Markt. Aber insgesamt ist es eben die Erholung, die schon da deutlich mehr gelebt wird, weil es ja auch da wieder komprimiert ist, wenige Tage, wie du sagst. Und dann will ich eben als erstes mich erholen. In Deutschland ist nat\u00fcrlich, das darf man auch nicht vergessen, f\u00fcr viele Kreuzfahrer das nicht der Haupturlaub, sondern die machen es halt zus\u00e4tzlich. Und das ist eben bei vielen Amerikanern nicht m\u00f6glich. Also da sind nat\u00fcrlich auch die Rahmenbedingungen etwas andere, muss man sagen, klar. Was ich spannend finde, das vielleicht auch zum Schluss, bevor wir zum n\u00e4chsten Thema kommen, wo es hingeht, also was die Zukunft ist. Ich glaube ja, dass die Kreuzfahrten sich ver\u00e4ndern werden. Also einerseits haben wir jetzt in den letzten Jahren so eine Aufspaltung gehabt, sehr stark themenorientiert, zielgruppenorientiert. Es gab f\u00fcr jede Zielgruppe was, ob f\u00fcr Homosexuelle, f\u00fcr Singles, f\u00fcr Heavy Metal Interessierte, f\u00fcr welche, die sehr kulturinteressiert waren. Also es hat sich ja sehr, sehr sch\u00f6n aufgespalten, der Markt auch. Andererseits glaube ich nat\u00fcrlich, dass das auf Dauer nicht auslangen wird und die Branche sich insgesamt weiterentwickeln muss. Also ein Stichwort hast du angesprochen. Nachhaltigkeit, das muss gel\u00f6st werden. Kreuzfahrer m\u00fcssen einfach nachhaltiger werden. Zus\u00e4tzlich glaube ich nat\u00fcrlich schon, dass auch sich das irgendwie weiterentwickeln muss. Du hast ganz am Anfang gesagt, jetzt dieses Steife und Teure. Was ist eigentlich das \u00c4quivalent zum Captain's Denner? Was muss eigentlich in Zukunft das Besondere sein, von dem du berichtest? Ich glaube nicht mehr, dass das die Busfahrt durch die Kleinstadt da irgendwie ist, die du an Lantern machst. Also was ist eigentlich noch das Tolle an Bord? Das ist, glaube ich, eine Frage, die wirklich ist zu beantworten, gilt in Zukunft. Ja, wobei, da gibt es ja so viele verschiedene Anbieter, wie du sagst. Also ganz unterschiedliche Preisklassen auch f\u00fcr Familien oder vielleicht eher f\u00fcr Rentner, f\u00fcr diejenigen, die gerne mit einem Abendkleid zum Dinner gehen und die, die vielleicht eher Party machen wollen. Das stimmt. Also ist das, weil das sieht man ja auch in vielen anderen Bereichen unseres Lebens, dass sich jedes Angebot so enorm aufspaltet. Siehst du da eigentlich auch irgendwie ein Ende? Also man kann ja alles immer noch mehr aufspalten und immer spitzere Zielgruppen und Angebote f\u00fcr seine spitzeren Zielgruppen schaffen. Aber ist dann, siehst du da auch ein Ende oder meinst du, das wird jetzt erstmal noch eine Weile so weitergehen? Das ist eine wirklich gute Frage. Also ich glaube, diese Aufspaltung ist etwas, was viele wollen. Und du m\u00f6chtest ja an sich eine sehr homogene Gruppe auch an Bord haben. Und wenn ich jetzt irgendwie die gro\u00dfen Schiffe mir 6.000, 7.000 G\u00e4sten mir anschaue, da hast du nat\u00fcrlich einfach sehr viel unterschiedliche Interessen an Bord. Jetzt k\u00f6nnen die gro\u00dfen Anbieter das nat\u00fcrlich auch abdecken und k\u00f6nnen f\u00fcr viele da ein attraktives Angebot schaffen. Aber ich frage mich schon, ob in Zukunft die Schiffe nicht auch wieder kleiner werden und wieder eher f\u00fcr eine bestimmte Zielgruppe dann nur auch von einer bestimmten Zielgruppe gebucht werden. Ob das nicht auch etwas ist, was dann wieder zur Zufriedenheit beitr\u00e4gt. Also diese Standardfrage auch, was wollen die G\u00e4ste? Wollen die ein volles Schiff oder wollen die ein leeres Schiff haben? Was willst du eigentlich als Gast auch viel erleben, viel Kontakt? Man will nicht alleine sein, aber man will sich auch nicht um die Liege streiten m\u00fcssen. Das stimmt, ja. Also es ist schon ein spannendes Feld ohne Frage und wird sicherlich in den n\u00e4chsten Jahren noch einiges in Bewegung sein. Aber ich glaube, es wird nicht das letzte Mal sein, dass wir in einem Podcast \u00fcber das Thema Kreuzfahrt sprechen. Aber kommen wir zum n\u00e4chsten Thema. Ja, Kreuzfahrten sind ja Traumreisen ganz, ganz lange f\u00fcr viele Leute gewesen, die sich diesen Traum dann meistens irgendwie mit einem Schritt in die Rente erf\u00fcllen. Und dar\u00fcber kamen wir ja drauf, dass ja eben \u00fcberwiegend, oder zumindest das Klischee, was ich noch im Kopf hatte, dass es \u00fcberwiegend \u00e4ltere Leute sind, die auf Kreuzfahrt reisen gehen. Was w\u00fcnscht man sich eigentlich, wenn man in Rente geht, wenn man alt wird? Wie sehen heute so die Alterstr\u00e4ume aus? Uli, du hast dazu ja auch schon vor einigen Jahren B\u00fccher dr\u00fcber geschrieben. Also einmal das Alterstr\u00e4ume, Illusion und Wirklichkeit, das war ja schon 2007 und dann 2012. Nochmal den Generationenvertrag. Was hat sich seitdem ver\u00e4ndert? Siehst du da irgendwie, dass die Alten anders sind? Die Tr\u00e4ume anders sind? Es hat sich nat\u00fcrlich schon ein bisschen ver\u00e4ndert. Aber diese Grundbed\u00fcrfnisse und die Grundtr\u00e4ume sind doch fast identisch. Das muss man ehrlicherweise sagen. Also die Menschen wollen halt nat\u00fcrlich irgendwie abgesichert sein im Alter. Das ist ein gro\u00dfer Traum. Und dann sind es aber weiterhin die typischen Tr\u00e4ume, die man hat. Die m\u00f6gen individuell dann ein bisschen variieren. Die einen, was wir eben hatten, tr\u00e4umen davon, auf gro\u00dfe Fahrt zu gehen, auf ein Kreuzfahrtschiff, einmal die Welt kennenlernen, also nochmal unterwegs sein. Die anderen tr\u00e4umen davon, sich nochmal ein bestimmtes Hobby zu suchen, was sie aus Zeitgr\u00fcnden vielleicht nie verwirklichen konnten. Aber an sich hat sich das jetzt im Laufe der Jahre relativ wenig entwickelt. Das muss man sagen. Und ich wei\u00df nicht, wenn du jetzt deine Eltern fragen w\u00fcrdest, was haben die f\u00fcr Tr\u00e4ume f\u00fcrs Alter? Ich wei\u00df gar nicht, ob die so anders ihre Tr\u00e4ume leben, als von denen, die du tr\u00e4umst. Ich wei\u00df nicht, hast du deine Eltern je gefragt? Nee, ich frage mich aber auch, wenn man jetzt schon im Alter ist, ob man dann noch f\u00fcr die gleiche Phase, wenn man sich befindet, meine Eltern sind ja schon jetzt l\u00e4nger in Rente, ob man da noch tr\u00e4umen kann. Aber leben die nicht ihren Tr\u00e4umen? Also sie sehen euch, sie sehen die Enkeltochter. Ja, also ich glaube auch, dass die \u00fcbergeordneten W\u00fcnsche ganz stark eben aus \u00c4ngsten herauskommen. Also dass man sagt, okay, ich w\u00fcnsche mir, dass ich umgeben bin von Familie und Freunden, dass ich dann in einem sozialen Netz bin, dass es mir wirtschaftlich gut geht. Und dass das eher so die Tr\u00e4ume sind, dass die gar nicht so hoch greifen. Ich glaube, jetzt, meine Eltern sind doch eher bescheiden, aber wenn ich jetzt \u00fcberlege, wenn ich jetzt mit meinem Mann dar\u00fcber spreche, haben wir letztens festgestellt, das sind gar nicht mehr so viele Jahre, dann sind wir auch schon alt. Was wir halt so in 15, 20 Jahren, wie wir uns das Leben vorstellen. Und ich glaube, das ist ein bisschen, das unterscheidet sich jetzt gerade von den W\u00fcnschen meiner Elterngeneration, aber wird sich sicherlich auch \u00fcber die n\u00e4chsten 10, 15 Jahre eben noch anpassen, je nachdem, was man halt gerade erlebt. Ja, also ich meine, wenn ich das jetzt, ich habe ja dieses Thema auch gesagt, dass wir vielleicht mal dar\u00fcber sprechen k\u00f6nnen, weil ich ja mit 51 bin ich ja offiziell ein Jungsenior. Die Jungsenioren-Lebensphase f\u00e4ngt mit 50 an. Also ich bin jetzt kurz davor, zum Ruhest\u00e4ndler zu werden, nur noch 14, 15, 16 Jahre, je nachdem, wie lange ich noch arbeiten muss. Und dann bin ich sozusagen der Ruhest\u00e4ndler. Also diese Vorbereitung ist, glaube ich, schon aber auch was Entscheidendes, wenn es darum geht, die Alterstr\u00e4ume dann auch leben zu k\u00f6nnen. Also ich glaube, dass es schon Vorbereitung erforderlich ist, um dann eben sanft in dieses Ruhestandsalter, die n\u00e4chste Phase des Lebens einzusteigen, wenn man nochmal bestimmte Sachen machen will. Also ich glaube, dass jetzt einfach diese Vorstellung, okay, ich arbeite bis 65, 67, wie lange auch immer, dann lasse ich einen Bleistift fallen oder schalte den Schalter irgendwie an der Werkbank aus und gehe nach Hause und dann kann ich meine Tr\u00e4ume leben. Ich glaube, ganz so einfach ist es dann doch nicht. Also ich glaube, man muss sich schon entsprechend darauf auch vorbereiten, um dann eben die Alterstr\u00e4ume zu leben. Und dazu geh\u00f6rt nicht, und das fand ich ganz wichtig, was du eben gesagt hast, nicht nur diese materielle Vorsorge. Also nat\u00fcrlich ist es wichtig, vorgesorgt zu haben, dass jetzt nicht der gro\u00dfe finanzielle Einbu\u00dfen da sind, aber es geh\u00f6rt eben noch mehr dazu. Also fast sind es ja so, ich w\u00fcrde mal sagen, vier S\u00e4ulen, die dazu geh\u00f6ren, um Alterstr\u00e4ume dann auch leben zu k\u00f6nnen. Und neben der Materiellen ist es f\u00fcr mich in jedem Fall auch die physische Vorsorge, also gesund zu sein, mehr Eigenverantwortung auch daf\u00fcr zu tragen, dass man gesund ist, vielleicht irgendwie schon Sport betrieben zu haben, solche Sachen. Also das ist f\u00fcr mich auf alle F\u00e4lle eine S\u00e4ule. Und du hast eben noch die S\u00e4ule soziale Vorsorge genannt, glaube ich. Was meinst du damit? Ja, also f\u00fcr mich zum Beispiel, alleine jetzt eine eigene Familie zu gr\u00fcnden, ist ein Teil meiner sozialen Absicherung. Also ich habe immer gedacht, ich kann es mir nicht vorstellen, wenn ich irgendwann alt bin, dass ich dann keine Familie habe, die mich besuchen kommt, hoffentlich. Aber dass man sich halt eben so ein Netz aufbaut, an eben genau der echten Familie und eben auch der Wahlfamilie von Freunden und Nachbarn und so weiter. Also so stelle ich mir das halt auch vor. Wir waren ja vor meinen Nebenjobs. Ich habe in meiner Schulzeit viel in einem Caf\u00e9 gearbeitet, wo dann am Wochenende immer die gro\u00dfen Seniorentrupps einfielen, um ihren Kaffee und Kuchen zu genie\u00dfen. Und ich fand das sch\u00f6n. Das waren richtige so alte Omis, die sich da immer sonntags zum Kaffee getroffen haben miteinander und mir dann irgendwie von ihren Enkelkindern und Co. erz\u00e4hlt haben. Also die haben sich da einfach ausgetauscht. Und das fand ich irgendwie sehr nett, dass eben nicht dieses alleine, einsam in der Wohnung sitzen und alt werden, sondern die haben immer noch was unternommen. Und durften dann auch endlich Sahnetorte ziehen. Und durften, ja genau. Haben sich nat\u00fcrlich dann die Damen trotzdem noch Gedanken drum gemacht, ob sie jetzt die Sahne noch extra oben drauf nehmen. Aber ja, das ist auch einer meiner Tr\u00e4ume. Ich werde dann nur noch genie\u00dfen und nicht mehr so vern\u00fcnftig sein. Aber das fand ich, also es sind wichtige Punkte, die du jetzt, glaube ich, angesprochen hast. Ich glaube, die gr\u00f6\u00dften, wenn man jetzt das Gegenteil von Alterstr\u00e4umen nimmt, die Alters\u00e4ngste. Ich glaube, ein ganz, ganz gro\u00dfer Bereich, wof\u00fcr sich viele B\u00fcrger f\u00fcrchten, ist wirklich die Einsamkeit. Also wenn dann die Kinder aus dem Haus sind, die Enkelkinder vielleicht nicht vorhanden sind, weil wir nat\u00fcrlich auch eine zunehmend kinderlosere Gesellschaft haben, eine versingelte Gesellschaft. Wenn dann vielleicht noch irgendwann der Partner, die Partnerin nicht mehr da ist. Ich glaube, diese Angst vor Einsamkeit, das ist wirklich die gr\u00f6\u00dfte Sorge, die man hat. Ja, leider ja auch zu Recht. Also wenn man sich die Zahlen anguckt, ist es ja leider auch so. Also gerade f\u00fcr die Frauen, die werden ja \u00e4lter. Und es ist tats\u00e4chlich auch statistisch so zu sehen, dass halt der Anteil der alleinstehenden alten Frauen, die dann tats\u00e4chlich in Einsamkeit leben, einfach zunimmt. Ja. Was ja traurig ist, ja. Total. Und das ist, wenn wir jetzt eben diese S\u00e4ulen hatten, also wenn jetzt die materielle S\u00e4ule, wir hatten die physische, gesundheitliche S\u00e4ule, wir hatten die soziale S\u00e4ule, ist das vielleicht die vierte S\u00e4ule, auf die man dann auch wirklich noch achten muss, dass man sich mental vorbereitet. Also ich sage jetzt nicht, man muss sich mental darauf vorbereiten, irgendwann alleine zu sein. Aber ich glaube, es ist schon wichtig, mental halt daf\u00fcr davor zu sorgen, dass man Hobbys entwickelt, dass man sich selbst besch\u00e4ftigen kann, dass man selber noch loskommt, was unternimmt. Das ist ja nicht einfach, wenn man es sein Leben lang nicht macht. Hilfe annehmen kann. Hilfe, ganz wichtiger Punkt. Ja. Also das sind so Sachen, was, glaube ich, wirklich wichtig ist. Und wir d\u00fcrfen nicht vergessen, also grunds\u00e4tzlich dieses Thema Alterstr\u00e4ume ist schon was Wichtiges, denn wir haben in Zukunft eben eine Gesellschaft, die zunehmend \u00e4lter wird, eine zunehmende Gesellschaft, wo auch sehr, sehr viele \u00e4ltere B\u00fcrger da sein werden. Also ich glaube, dass sich nat\u00fcrlich auch von Seite des Angebots in Zukunft vieles entwickeln wird, dass wir im Alter unsere Tr\u00e4ume erleben k\u00f6nnen. Denn der Jugendwahn, der geht, glaube ich, wirklich eher fr\u00fcher als sp\u00e4ter zu Ende. Ja, das stimmt. Und so wie sich das auch im Reisen und so weiter alles weiter aufspaltet, so ist es nat\u00fcrlich auch mit dem Altwerden, wie du jetzt sagst, jetzt bist du ein Jungsenior. An sich bist du ja noch weit davon entfernt, irgendwie alt zu sein mit 50. Also du nimmst ja heute mit 50 ganz anders noch am Leben teil, als irgendwie vor 100 Jahren oder noch l\u00e4nger her. Da ist man ja maximal 50 \u00fcberhaupt geworden. Das stimmt. Das hei\u00dft, die Spanne irgendwie auch was im Leben zu erleben und auch die Anspr\u00fcche da dran teilnehmen zu wollen, ist nat\u00fcrlich gr\u00f6\u00dfer geworden. Das hei\u00dft, die \u00c4lteren, sagen wir mal alle \u00fcber 50, die jetzt irgendwelche Senioren- und Fr\u00fchrentnerkategorien einsortiert werden, sind ja auch enorm wichtig f\u00fcr die Wirtschaft. Ja, und das ist nat\u00fcrlich auch, spricht wirklich daf\u00fcr wieder, dass wir in Zukunft auch viele Alterstr\u00e4ume verwirklichen k\u00f6nnen, weil wenn nat\u00fcrlich das Angebot entsprechend vorhanden ist und intensiviert wird und breiter aufgestellt wird, dann k\u00f6nnen sich es mehr und mehr Menschen leisten, mehr und mehr B\u00fcrger finden sich dann auch wieder. Also insofern unser Motto des Podcasts ja auch immer, sp\u00e4ter war alles besser. Also ich glaube, was die Alterstr\u00e4ume angeht, wir k\u00f6nnen uns darauf freuen, im Alter deutlich mehr Tr\u00e4ume zu verwirklichen, als noch die Generation vor uns. Das ist, glaube ich. Die Konsumausgaben bei \u00fcber 50-J\u00e4hrigen oder mit \u00fcber 50 sind ja auch am h\u00f6chsten. Ganz klar. Wenn man das mal so im Bundesdurchschnitt vergleicht. Das stimmt. Und auch der Anspruch, Service, Lebensqualit\u00e4t, das, was man so erwartet vom Umfeld, ist ja auch nochmal ein anderes. Also es geht immer weniger Jugend, Waren, Glanz und Glamour, sondern eben mehr um Qualit\u00e4t. Qualit\u00e4t statt Quantit\u00e4t, das glaube ich auch. Service hast du jetzt angesprochen, das ist was Wichtiges. Und dann auch dieses Soziale und die Gemeinschaft oder die Geselligkeit, wie auch immer man es nennen m\u00f6chte, das ist ja an sich auch das, was wir auch in j\u00fcngeren Jahren schon oftmals vermissen und haben jetzt ja schon immer mal wieder einen Podcast gehabt, diese Renaissance der Gemeinschaft, der Geselligkeit, also dass die Menschen in der Gesellschaft wieder enger zusammenr\u00fccken wollen. Das ist ja, um gefragt, auch ein Traum f\u00fcrs Alter, dass man endlich wieder mehr Zeit f\u00fcr die Menschen hat, f\u00fcr die man vielleicht in dieser Rushhour des Lebens, in der wir beide jetzt auch so ein bisschen sind, zwischen Zweitjob und Nebenjob und Familie und Kinder und Selbstverwirklichung, dass man dann wieder mehr Zeit f\u00fcr die Menschen hat, f\u00fcr die man sich jetzt leider zu wenig Zeit nimmt. Ja, das stimmt. Das wird sch\u00f6n. Das wird sch\u00f6n. Wir freuen uns drauf.\n\nUli, genau. Wir freuen uns drauf. Wie sieht das denn aber jetzt so aus der wissenschaftlichen Sicht? Was sagt der Zukunftsforscher dazu? Was kommt? Was geht? Was bleibt? Ja, also ich w\u00fcrde es heute fast aufteilen auf die drei Themen, die wir angesprochen haben. Vielleicht als erstes, was geht, kann man zweigeteilt sehen, aber ich glaube, diese Trennung von Arbeit und Freizeit, die wird mehr oder weniger verschwinden. Also es greift immer mehr ineinander und wenn man so klassisch ja auch immer gesagt hat, diese Balance zwischen Arbeit und Leben, dass man die Arbeit gegen\u00fcber dem Leben gesehen hat, das ist einfach von der Begrifflichkeit ja schon falsch gewesen. Ich glaube, Arbeit wird mehr und mehr Teil des Lebens werden und das wird ineinander greifen. Der Beruf greift in die Freizeit ein und umgekehrt die Freizeitelemente, die in den beruflichen Alltag eingreifen. Also ich glaube, da wird diese strikte Trennung von Arbeit und Freizeit mehr und mehr gehen. Also ich erwarte, dass in Zukunft mehr Leute in ihrer Freizeit dann auch irgendwie beruflich t\u00e4tig sein werden, aber auch in ihrem Berufsleben mehr Freizeitelemente haben. Was kommt? Ich glaube, Kreuzfahrt wird boomen. Also wenn wir uns jetzt so die Tourismusbranche anschauen, ich glaube, die Zahlen waren ja vor Corona jedes Jahr fast zweistellige Zuwachsraten. Das hat nat\u00fcrlich durch Corona das Arg zur\u00fcckgegangen. Klar, so ein Thema wie Corona, Pandemie, das war f\u00fcr die Kreuzfahrtbranche nat\u00fcrlich ein wirklicher Albtraum, aber ich glaube, die wird wieder auferstehen und ich glaube, wir werden da eine Ausdifferenzierung auf dem Markt haben. Aber dieser Traum, und wir haben vorhin eigentlich das Thema Sicherheit auf Reisen, ist ja auch was in Zukunft immer wichtiger wird, was auf Kreuzfahrtschiffen eben so gesehen wird, also dass man keine Angst hat, dass man da nicht heil wieder zur\u00fcckkommt. Also ich glaube, Kreuzfahrt, das wird in Zukunft noch weiter kommen und wird noch weiter zunehmen. Und als letztes, was bleibt, das sind die Alterstr\u00e4ume. Und du hast es sehr sch\u00f6n vorhin gesagt, dass die sich gar nicht so sehr ver\u00e4ndert haben. Aber ich glaube, es ist insgesamt wirklich wichtig, dass wir Tr\u00e4ume f\u00fcr die Zukunft haben. Also dass wir uns trauen, zu tr\u00e4umen, dass wir Tr\u00e4ume auch haben, die vielleicht erst im Alter sich dann verwirklichen lassen, dass wir sie dann aber wirklich verwirklichen und konstruktiv angehen und dass wir dann dort mehr leben. Also ich glaube, das wird in Zukunft bleiben, dass wir im Alter vieles machen k\u00f6nnen, was wir vielleicht jetzt uns noch gar nicht ertr\u00e4umen, aber dann doch in die Wirklichkeit umsetzen. Da hoffe ich drauf. Das ist sch\u00f6n. Wir werden so leben, was wir uns heute noch nicht mal ertr\u00e4umen k\u00f6nnen. Das stimmt. In Zukunft wird alles besser. Sp\u00e4ter. Genau. War alles besser. Sp\u00e4ter. Genau. Sehr sch\u00f6n. Ich danke dir f\u00fcr das letzte Gespr\u00e4ch, Uli. Es hat wieder Spa\u00df gemacht mit dir. In diesem Sinne. Tsch\u00fcss und bis zum n\u00e4chsten Mal. Ich freue mich drauf. In zwei Wochen h\u00f6ren wir uns wieder und dann werden wir wieder spannende Themen aus der Stiftung diskutieren. Ayaan, bis dahin.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren.\n\nDieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de und vergesst nicht, uns zu abonnieren. 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