{"id":4309,"date":"2022-12-29T07:35:08","date_gmt":"2022-12-29T06:35:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4309"},"modified":"2026-07-21T19:40:12","modified_gmt":"2026-07-21T17:40:12","slug":"podcast-new-years-resolution-winter-holiday-3d-print","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/podcast-neujahrsvorsaetze-winterurlaub-3d-druck\/","title":{"rendered":"New Year&#039;s resolutions, winter vacation, 3D printing"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>00:36 - Welcome\/Topic introduction<\/p>\n<p>01:00 \u2013 Optimism and Confidence \u2013 Germans&#039; Goals for the New Year: New Year&#039;s resolutions are a popular tradition in Germany \u2013 but what do Germans intend to do in 2023? We investigated this in our year-end survey and came across some positive results. Almost three-quarters of respondents resolved to think and act more optimistically. But why do Germans yearn for more confidence, and what other goals do they have for the new year?<\/p>\n<p>9:20 AM \u2013 Winter vacation: Skiing vacation \u2013 yes or no? Is traditional winter tourism a thing of the past? We received this press inquiry from Austria a few days ago. How popular are vacations in the cold season actually, and where do Germans tend to go in winter: to the snow-covered mountains or more often to the sunny sandy beach?<\/p>\n<p>8:50 PM \u2013 The Future of 3D Printing: Finally, in our topic of the week, we discuss the future of 3D printing. For over 30 years, this technology has been used to manufacture small parts and other everyday objects. But what about food or even human organs? How far has this technology come today \u2013 and how far should it be allowed to go?<\/p>\n<p>30:20 - What comes, what stays, what goes?<\/p>\n<p>Look forward to another exciting episode full of insights into our research. We look forward to seeing you and wish you all a Happy New Year 2023!<\/p>","protected":false},"author":37,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67],"class_list":["post-4309","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 2 - Folge 08","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<iframe style=\"border-radius:12px\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/57pUcEdLnPFjZqjYGGDcbc?utm_source=generator&theme=0\" width=\"100%\" height=\"152\" frameBorder=\"0\" allowfullscreen=\"\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\"><\/iframe>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/969589-m-3168f3f91b91800288ff18320c13cb43.mp3","podcast_transcript":"Sp\u00e4ter war alles besser, der Zukunftspodcast. Brain Food f\u00fcr Neugierige und Zukunftsinteressierte. Mit mir, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und mit mir, Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung. Hallo und herzlich willkommen zur achten Folge unserer zweiten Staffel des Zukunftspodcasts. Wir befinden uns kurz vorm Jahresende, Silvester steht vor der T\u00fcr. Und wie so Schiele wahrscheinlich bin auch ich ein bisschen angeschlagen. Also entschuldigt bitte meine vielleicht etwas nasal oder kratzige Stimme in dieser Folge. Wie immer haben wir euch aber drei Themen mitgebracht. Zum einen das Chart der Woche. Es ist dieses Mal ein Auszug aus einer etwas gr\u00f6\u00dferen Studie, die wir zum Jahresende und dem Ausblick auf das Jahr 2023 angefertigt haben. Dabei geht es um die Ziele, die man sich f\u00fcr das n\u00e4chste Jahr gesteckt hat. Die Interviewanfrage bezieht sich auf das Thema Skiurlaub, ja oder nein, hat der klassische Winterurlaub ausgedient. Und in dem Thema der Woche wird es zum Jahresende bei uns ein bisschen philosophisch, moralisch, ethisch, die Zukunft des 3D-Drucks. Uli, du hast ja das Chart der Woche ausgepickt aus einer etwas gr\u00f6\u00dferen Studie. Wieso? Was hat dich daran so fasziniert? Genau, also einerseits haben wir ja wieder zum Jahresende uns angeschaut, mit wie viel Optimismus oder Sorgen die B\u00fcrger auch auf das neue Jahr blicken. Haben uns angeschaut, wie die Zustimmung f\u00fcr die Politik, die Wirtschaft und das Untereinander ist. All das findet ihr ja bei uns auf der Homepage. Aber eben als gro\u00dfes Thema haben wir auch rausgenommen, welche Ziele die B\u00fcrger eigentlich f\u00fcr das kommende Jahr haben. Also was nehmen wir uns vor? Und jetzt kann man nat\u00fcrlich sagen, naja, was ist es? Ich will irgendwie abnehmen, ich will irgendwie ges\u00fcnder leben, ich will joggen. Das fanden wir alles nicht so spannend, sondern wir haben mal neue Kategorien gebildet. Und eine Sache, die mich sehr positiv gestimmt hat, ist, dass fast drei Viertel der Bundesb\u00fcrger, also 73 Prozent, wenn man genau sein will, sich f\u00fcrs neue Jahr vornehmen, optimistischer und zuversichtlicher zu denken und zu handeln. Also so ein bisschen halt auch bei sich selbst anfangen. Und das fand ich war schon etwas, was mich pers\u00f6nlich \u00fcberrascht hat, aber auch mit einem gro\u00dfen positiven Gef\u00fchl hat auf die Bev\u00f6lkerung schauen lassen. Ja, und wenn man sich auch auf den weiteren Pl\u00e4tzen anguckt, also auch 73 Prozent und 72 Prozent haben ja die Punkte mehr selbst reflektieren und \u00f6fter zuh\u00f6ren und nicht gleich urteilen. Das sind ja wirklich, also wenn man diese drei Punkte zusammennimmt, ich m\u00f6chte optimistischer sein, mehr selbst reflektieren und weniger Vorurteile haben. Das ist ja schon ein Trend in wirklich die, was wir ja oft gesagt haben in den letzten Folgen auch, einfach mal drauf h\u00f6ren, was tut einem selbst gut und so zur inneren Mitte ja fast schon. Ja, wir haben fast das Gef\u00fchl, dass jetzt ganz viele Leute unseren letzten Podcast geh\u00f6rt haben. Nein, aber du hast v\u00f6llig recht. Also was ich auch bei allen drei Punkten auff\u00e4llig fand, ist, dass da so ein gro\u00dfer Konsens innerhalb der Bev\u00f6lkerung eben vorhanden ist. Also es ist jetzt nicht irgendwie, dass Frauen das deutlich st\u00e4rker sehen als M\u00e4nner, Landbev\u00f6lkerung, als Stadtbev\u00f6lkerung oder umgekehrt. Selbst beim Alter, wenn ich mir jetzt die Sachen anschaue, ist es dann 71 Prozent bei der jungen Generation, 74 Prozent bei allen anderen. Also da sieht man wirklich schon, dass die Bev\u00f6lkerung so bei sich selbst jetzt auch anfangen m\u00f6chte f\u00fcrs neue Jahr, Dinge in Frage zu stellen, das eigene Verhalten in Frage zu stellen und eben hoffnungsvoller und an sich selbst arbeiten, die Zukunft auch pr\u00e4gen will. Das ist schon, was ich sehr positiv sehe. Nat\u00fcrlich ist es immer ein zweiterlei, ob man es sich vornimmt oder ob man in alte Rollenmuster zur\u00fcckf\u00e4llt. Aber ich bin ja schon begeistert, dass \u00fcberhaupt diese Erkenntnis da ist bei vielen von uns, zu sagen, ich hinterfrage mein eigenes Handeln in Zukunft ein bisschen mehr. Ich gehe reflektierter ran. Ich urteile nicht ganz so schnell, sondern ich mache erstmal, dass ich mich an allen Fakten oder an allen Sichtweisen orientiere. Also wirklich eine positive Entwicklung, wenn du mich fragst. Und was sind die Top-Antworten, also Platz 1 und 2? Das war jetzt vielleicht auch nicht ganz so \u00fcberraschend, aber nat\u00fcrlich auch wirklich wieder bezeichnend, dass die Bev\u00f6lkerung sich mehr Zeit w\u00fcnscht. Also mehr Zeit f\u00fcr die Familie, mehr Zeit f\u00fcr Freunde, mehr Zeit f\u00fcr sich selbst. Also da merkt man nat\u00fcrlich schon, das haben wir in dieser Staffel auch schon in der letzten \u00f6fter thematisiert, diesen Trend hin zur Optimierung, dass man alles optimieren m\u00f6chte in seinem Leben. Und dass da Zeit eben als kostbare Ressource doch immer noch limitiert ist. Und insofern vielleicht nicht verwunderlich, dass wir dort ein Nachholbed\u00fcrfnis haben, vielleicht immer noch auch durch Corona. Andererseits uns eben auch wieder mehr Zeit f\u00fcr uns selbst w\u00fcnschen, um dann die Dinge zu tun, die auf der Strecke geblieben sind. Du sagtest jetzt gerade auch durch Corona. Meinst du, dass dieses optimistischer Denken und \u00f6fter Zuh\u00f6ren nicht gleich urteilen vielleicht auch aus der Zeit kommt? Eine gute Frage, ja. Dass man jetzt so ein bisschen resigniert oder festgestellt hat, okay, das kann man sowieso alles irgendwie nicht \u00e4ndern oder man kann nicht alles glauben, was man h\u00f6rt. Durch eine gewisse Verunsicherung zu sagen, okay, ich muss wieder auf mich selber mehr vertrauen. Ja, also fast k\u00f6nnte man sagen, so dieses Vertrauen, was du vielleicht verloren hast in die gro\u00dfen Institutionen, in die Gesellschaft als solches, in Politik, Wirtschaft, Medien und alles. Dass man jetzt eben doch wieder eher anf\u00e4ngt bei sich selbst und versucht, da was aufzubauen, was ja auch der richtige Weg ist. Also das finde ich ja, ist wirklich alles sehr positiv zu beurteilen, dass die Menschen das f\u00fcr sich erkannt haben und sagen, sie nehmen wieder auch die Eigenverantwortung vielleicht ein St\u00fcck weit in die eigenen H\u00e4nde und geben das nicht ab und wollen eben verantwortlich daf\u00fcr sein, mehr Zeit mit anderen zu haben, eigene Bed\u00fcrfnisse f\u00fcr sich selbst nach vorne zu stellen, aber eben gleichzeitig auch dieses optimistischer, selbstreflektierter und nicht so schnell urteilend. Also das sind schon positive Dinge. Nat\u00fcrlich gibt es auch andere Dinge, die ich sehr gut finde, was ich 70 Prozent sagen, sie wollen in Zukunft mehr auf die Nachhaltigkeit achten, entsprechend auch handeln. 60 Prozent sagen, sie wollen weniger egoistisch sein. Also es sind alles Dinge, die eben die Mehrheit der Bev\u00f6lkerung sich f\u00fcr das kommende Jahr vornimmt. Und Sachen, die wir vielleicht aus der Vergangenheit kennen, dieses, ich m\u00f6chte, wei\u00df ich nicht, mehr Geld verdienen oder ich m\u00f6chte einen neuen Job haben oder solche Sachen, die sind v\u00f6llig nachgeordnet. Was ist denn mit den Klassikern, so irgendwie gro\u00dfe Karriere machen und so weiter? Also nachgeordnet, also 28 Prozent sagen, sie wollen durchstarten, selbst irgendwie die Verwirklichung von Tr\u00e4ume, was nat\u00fcrlich auch ganz entscheidend ist, aber es ist jetzt eher bei 41 Prozent hintendran und jetzt nicht ganz weit vorne. Also da merken wir schon, dass die Bev\u00f6lkerung erkannt hat, worauf es jetzt wirklich erstmal in erster Linie ankommt. Und das ist der Zusammenhalt in Kleinen, die pers\u00f6nlichen Sachen auch dann zu \u00fcbernehmen. Also das ist schon eine tolle Entwicklung, muss man sagen. Also wenn man jetzt so die ganzen Antworten sich mal anschaut, dann sieht man ja, dass ganz oben die Top-Antworten sind die, die sich um das eigene Wohl drehen und zwar einfach den Status Quo auch gut zu halten. Und das, was nachgeordnet ist, was fr\u00fcher sonst immer war, ist dieser Aufbruch ins Neue. Beruflich durchstarten, Traum erf\u00fcllen, etwas Neues lernen. Das Ausprobieren, ja. Genau. Hast du v\u00f6llig recht, ja. Was nat\u00fcrlich auch, was mich \u00fcberrascht hat, ehrlicherweise, das nur noch einmal erw\u00e4hnt, fand ich schon spannend, diese finanziellen R\u00fccklagen bilden, was so ja oftmals gesagt wird, das ist jetzt das neue Credo f\u00fcr die Zukunft und fangt m\u00f6glichst an schon schnell f\u00fcr eure Rente zu sparen. Das ist gar nicht so weit vorne. Zwar, ja klar, zwei Drittel nehmen sich das vor, aber man h\u00e4tte jetzt auch erwarten k\u00f6nnen, dass das ganz weit oben landet. Und gerade bei der jungen Generation, das merke ich auch so bei meinen Studierenden, dass das ja immer wieder ein Thema ist, dass sie sagen, naja, jetzt verdiene ich Geld, jetzt will ich auch gleich anfangen zu sparen und f\u00fcr die Rente. Pers\u00f6nlich halte ich das nicht wirklich f\u00fcr sinnvoll. Also man sollte die ersten Jahre, glaube ich, auch im Berufsleben auch so ein St\u00fcck weit genie\u00dfen und man verdient ja in der Regel noch nicht ganz so viel Geld, dass es jetzt auch wirklich lohnt. Also ich glaube auch, dass es v\u00f6llig okay ist, erst mit 30 anzufangen. Und die ganzen Banker schlagen jetzt die H\u00e4nde \u00fcber den Kopf. Und dazu stehe ich, sage ich offen. Ist auch \u00fcbrigens interessant. Also meine BWL-Studenten fangen fr\u00fcher an zu sparen als meine Touristikstudenten. Da ist schon ein Unterschied immer da. Ja, ja.\n\nApropos Touristikstudenten, ich w\u00fcrde gern zu unserem zweiten Thema kommen und zwar deiner Interviewanfrage, bei der es ja um die Zukunft des Wintertourismus ging. Ja. Magst du mal erz\u00e4hlen, was der Journalist da genau von dir wollte? Also war ein \u00f6sterreichischer Journalist und nat\u00fcrlich machen sich die \u00d6sterreicher dieses Jahr viele Gedanken, ob die Deutschen \u00fcberhaupt den Winterurlaub fahren werden, ob sie dann nach \u00d6sterreich kommen, welche Rolle Corona noch spielt, was nat\u00fcrlich die steigenden Kosten f\u00fcr Auswirkungen haben, das Thema Nachhaltigkeit. Also viele, viele Sorgen bei den \u00f6sterreichischen Kollegen. Und wir haben uns dann so ein bisschen ja die Zahlen und die harten Fakten erst mal angeschaut. Und dann ging es eben nat\u00fcrlich auch um meine pers\u00f6nliche Meinung. Wo, glaube ich, geht es hin? Und grunds\u00e4tzlich, ich wei\u00df nicht, wie es, ich glaube, wir sind da gar nicht einer Meinung. Also wenn ich dir das Thema Winterurlaub nenne, was kommt dir dann als erstes in den Sinn? Schnee, Berge, Skifahren? Nee, nee, tats\u00e4chlich eher Sonne. Also Winterurlaub w\u00fcrde ich eher auseinandernehmen und sagen im Winter in den Urlaub und suche mir da immer die Sonnenziele. Okay, damit bist du nat\u00fcrlich die totale Ausnahme. Nein, bist du nicht. Das denken schon viele. Aber in der Anfrage ging es ehrlicherweise eben um diesen Winterurlaub in Richtung Skifahren. Und da ist es nat\u00fcrlich nach wie vor so, dass viele Bundesb\u00fcrger das gerne wollen und auch ein gro\u00dfes Interesse dran haben. Meistens will man es ja auch ganz gerne dann um den Jahreswechsel, also jetzt machen, weil die Ferien da sind. Andere wollen dann eben die. In Hamburg haben wir ja beispielsweise extra Skiferien dann im M\u00e4rz, wo viele nochmal unterwegs sind. Genau. Und ich komme ja nicht aus Hamburg. Das hei\u00dft, die Hamburger Skiferien, das hat mir gar nichts gesagt, als ich hierher gezogen bin. Und da sagtest du ja auch, dass der Organisationsgrad der Hamburger Skifahrer und Skil\u00e4ufer deutschlandweit irgendwie am h\u00f6chsten war mit der Anzahl der Skiclubs und Verb\u00e4nde und wei\u00df ich nicht noch was alles. Das stimmt. Das war eine lange Zeit so. Vielleicht ist es auch gegenw\u00e4rtig noch so. Also jetzt nicht die totale Anzahl von Skil\u00e4ufern, die mag woanders h\u00f6her sein, aber eben die Anzahl von organisierten Skil\u00e4ufern und Skifahrern. Also wir haben hier wirklich lange Zeit einen gro\u00dfen Verband gehabt, der auch deutschlandweit seinesgleichen gesucht hat. Also das war Hamburg immer eine Dom\u00e4ne der Skifahrer und Skil\u00e4ufer. Das d\u00fcrfen wir nicht vergessen. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen wir ja, macht das ja auch Sinn. Also der Begriff Ski kommt ja auch eher aus dem Norden als aus dem S\u00fcden. Liebe Bayern-Baden-W\u00fcrttemberger-\u00d6sterreicher, das ist ja norwegisch und bedeutet so viel wie gespaltenes St\u00fcck Holz. Wobei es jetzt auch nicht die ganz gro\u00dfen Urspr\u00fcnge hat. Auch das hat man mal nachgeschaut. Und war also die \u00e4ltesten Nachweise f\u00fcr einen Skifahrer, die stammen aus China. Vor \u00fcber 5000 Jahren schon sollen da Menschen auf Skiern gestanden haben und unterwegs gewesen sein. Also gar nicht unbedingt in Europa, sondern eher in China. Hast du noch mehr solche spannenden Fakten vom Skifahren? Also ich habe da ein bisschen recherchiert f\u00fcr diesen Artikel. Das war schon ganz interessant. Also was ich spannend fand, ist nat\u00fcrlich dieser, sprechen wir gleich wahrscheinlich noch dr\u00fcber, \u00fcber das Thema Nachhaltigkeit beim Skifahren. Dass Skihallen nat\u00fcrlich immer beliebter werden. Wir mittlerweile weltweit fast 50 Hallen haben. Sechs davon in Deutschland betrieben werden, also eine gro\u00dfe Popularit\u00e4t auch hierzulande. Es gibt nat\u00fcrlich aber auch eine Skihalle in Dubai, wenn man sich das wieder vorstellt. Also in der W\u00fcste, was darunter gek\u00fchlt werden muss. Also von einem Energiegrad her nicht ganz einfach. Marketing-technisch bestimmt interessant, aber nicht ganz gut. Ja und was sind sonst noch spannende Sachen? Vielleicht ist es halt wirklich dieses Thema Nachhaltigkeit war ja auch im Artikel nat\u00fcrlich schon etwas Auff\u00e4lliges. Was mich immer wieder \u00fcberrascht ist, dass die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung, was die Nachhaltigkeit angeht, wirklich die Anreise nach wie vor ist. Also der gr\u00f6\u00dfte CO2-Aussto\u00df findet eben dann statt, wenn du mit dem eigenen Pkw anreist. Und es sind glaube ich im Schnitt irgendwie 470, 490 Kilometer, also irgendwo dazwischen, was ein durchschnittlicher Gast in \u00d6sterreich eben hinter sich l\u00e4sst aus Deutschland, bevor er dann vor Ort ist. Das ist wirklich eine gro\u00dfe Herausforderung. Also das war auch im Interview, dass ich ganz klar daf\u00fcr pl\u00e4diert habe, es muss einfacher werden, mit \u00d6ffentlichen anzureisen. Also allen voran die Bahn eben, dass die M\u00f6glichkeiten schafft, dass ich dort meine Skien jetzt nicht im Abteil mit mir rumtragen muss, sondern dass die irgendwie vorgeschickt werden, vielleicht schon auf dem Zimmer sind. Dass dann der Shuttle vom Hotel zum Bahnhof reibungslos klappt, am Morgen irgendwie die Skibusse vern\u00fcnftig fahren. Also dass das wirklich eine konkrete Antwort sein kann auf diesen gro\u00dfen Vorwurf, dass Skifahren nat\u00fcrlich alles andere als nachhaltig ist. Aber im Verh\u00e4ltnis zu anderen Reiseformen, wo man ja auch mit dem Auto anreist, dann ja schon, oder? Das stimmt. Also das ist generell ja immer eine Herausforderung des Tourismus, was das Thema Anreise angeht. Wenn du jetzt nicht gerade bei dir in der direkten Umgebung deinen Urlaub verbringst, dann ist es nat\u00fcrlich, dass du in der Regel mit dem Auto anreist. Dass du alternativ vielleicht noch das Flugzeug nimmst, was nat\u00fcrlich nochmal dann eine gr\u00f6\u00dfere Herausforderung ist. Aber nach wie vor ist es leider so, dass die wenigsten Urlauber bereit sind, mit der Bahn oder mit dem Bus anzureisen. Und klar, es gibt jetzt diejenigen wieder, die dann sagen, okay, ich mache es in der Fahrradurlaub, aber das ist nat\u00fcrlich eine Nische. Das ist jetzt nicht die Mehrheit der Urlauber. Und das ist, wo die Tourismusbranche insgesamt ran muss, dass die Anreise eben klimaneutraler wird. Und du hast ja gerade so sch\u00f6ne Fakten erz\u00e4hlt. Wie sieht es denn eigentlich international aus? Also die Deutschen fahren sehr gerne Ski. Sind wir so die Ski-Weltmeister international gesehen, wenn wir auch sechs von knapp 50 Skihallen in Deutschland haben? Oder gibt es noch ein Land, die h\u00e4ufiger oder mehr Ski fahren? Es gibt, also zwischen Fakten sprechen, dann kann man sagen immer, es gibt 5000 Skigebiete weltweit. Die gr\u00f6\u00dften davon liegen unter anderem eben in Europa, ganz klar, wenn es auch um \u00d6sterreich geht, Frankreich, Schweiz und sowas. Aber die meisten Skigebiete, auch da ist wieder China ganz vorne. Also die Chinesen haben fast 800 Skigebiete. Das ist schon enorm. Die meisten Skifahrer und Snowboarder der Welt, die kommen eher aus den USA. Also man sagt in etwa, 25 Millionen Amerikaner gehen im Winter eben Skifahren, was wirklich ein sehr, sehr hoher Anteil ist. Andererseits nat\u00fcrlich bleiben die Alten ein ganz, ganz beliebtes Skigebiet auch. Also die gr\u00f6\u00dften zusammenh\u00e4ngenden Skigebiete sind beispielsweise in Frankreich. Also das sind alles Sachen, da kann Europa durchaus mithalten, aber eben auch nicht alleine. Und das darf man nicht vergessen, dass auch in anderen Regionen der Erde sehr, sehr gerne Ski gefahren wird. Was sich allerdings unterscheidet, und das fand ich auch ganz spannend, das habe ich mir auch mal ein bisschen n\u00e4her angeguckt, so wie Ski gefahren wird. Also nat\u00fcrlich ist so in Europa oftmals auch jetzt gar nicht, dass der Sport alleine im Vordergrund steht. Also anders als in den USA, wo es wirklich eher um den Sport geht, ist bei uns nat\u00fcrlich auch dieses, ja wei\u00df ich nicht, der Spaziergang durch den romantischen Winterwald. Achso, du sagst jetzt hier die Apr\u00e8s-Ski-Partys. Also ich bin ja keine Skifahrerin. Nein, ich wollte eher diese traumhafte Winterkulisse betonen, die h\u00fcbschen Bergd\u00f6rfer, das kulinarische zwischen Germkn\u00f6del und, wei\u00df ich nicht, Wiener Schnitzel. Das wollte ich eher betonen. Aber du hast nat\u00fcrlich auch recht, auch Apr\u00e8s-Ski ist auch was typisch Europ\u00e4isches, was bei uns ganz, ganz hoch gehalten wird. Und wenn man jetzt so das international betrachtet, die Welt w\u00e4chst ja immer mehr zusammen und Reisen wird ja auch einfacher. Ist es denn so, dass jetzt auf die Journalistenanfrage zur\u00fcckkommt, \u00d6sterreich weiterhin da ganz weit vorne bleiben wird? Ich glaube schon, dass \u00d6sterreich eine gro\u00dfe Chance hat, das habe ich auch nochmal da gesagt. Ich glaube nat\u00fcrlich auch, dass man sich ein bisschen weiterentwickeln muss. Es gibt ja in \u00d6sterreich auch diesen Verbund der Alpinen Pearls, also der nachhaltigen Skigebiete oder Skiorte, nicht Skigebiete, Skiorte. Das halte ich f\u00fcr sehr, sehr sinnvoll, die dann wirklich vor Ort draufsetzen, dass kein Individualverkehr mehr vorherrscht, dass wirklich nachhaltig gebaut wird, dass auch genau \u00fcberlegt wird, was wird beschneit, was wird nicht beschneit. Also dass das nat\u00fcrlich schon ein gro\u00dfes Thema ist, weil wir ganz ehrlich sind, also Nachhaltigkeit ist was Wesentliches, was gegen den Tourismus im Moment spricht. Nat\u00fcrlich auch die Kosten, habe ich auch nochmal in diesem Artikel erw\u00e4hnt. F\u00fcr viele ist es schlichtweg auch einfach zu teuer, in den Skiurlaub zu fahren. Also auch da k\u00f6nnte man ja dr\u00fcber nachdenken. Mache ich es eher mal wieder im 1, 2, 3 Sterne Hotel im Schwerpunkt und nicht alles nur hin bis zum 4 und 5 Sterne Standard. Also das sind Sachen, wo \u00d6sterreich sicherlich auch dr\u00fcber nachdenken kann. Aber Gesamtresultat von mir war schon, dass ich glaube, dass auch in Zukunft der Schnee eine hohe Faszination hat. Die Menschen gerne in den Winterurlaub fahren wollen, aber man sich eben auch ganz klar weiterentwickeln muss. Und was ist jetzt mit allen, die so denken wie ich, dass Winterurlaub nicht nur Skifahren hei\u00dft, sondern auch eine Flucht in sonnige Regionen? Dort habe ich tats\u00e4chlich auch eine Statistik gesehen, dass die Anzahl der Buchungen f\u00fcr sonnige Regionen sich h\u00e4ufen. Das stimmt. Also ganz klar. Also wenn du die Reiseveranstalter dir anschaust, die sagen nat\u00fcrlich Kanaren, Thailand, Karibik, Mexiko, alles, auch Nordafrika, die T\u00fcrkei. Das sind alles Dinge, die enorm beliebt im Winter sind. Und ich glaube nicht, dass du, was ich vorhin so flapsig gesagt habe, da eher die Ausnahme bist, sondern nat\u00fcrlich gibt es enorm viele B\u00fcrger, die ganz klar die Sonne dem Schnee vorziehen und sagen, im Winter, ich will den Kontrast zum grauen Alltag hier zu Hause lieber haben, m\u00f6chte irgendwie am Strand sein, m\u00f6chte die W\u00e4rme genie\u00dfen. Das ist nat\u00fcrlich auch nach wie vor, wenn es um den Winterurlaub geht, eine sehr, sehr beliebte Art des Reisens. Und gibt es da so, kann man da so demografische Unterschiede machen? Das ist so der typische Skifahrer, das ist so der typische Sunescaper? Sunescape ist ein sehr sch\u00f6ner Begriff. Ja, also das ist, ich w\u00fcrde es jetzt nicht pauschalisieren wollen, aber sicherlich ist die junge Generation ist eher dem Skifahren zugetan als jetzt die \u00e4ltere Generation. Es sind eher M\u00e4nner, die dem Skifahren zugetan sind als Frauen. Es sind auch ganz klar, wenn du dir jetzt Familien, Singles und Co. anschaust, eher Familien, die dann sagen, sie wollen in den Skiurlaub fahren, wohingegen Singles und kinderlose Paare oftmals dann eher diese, wie hast du es eben jetzt genannt, Sunescapes, also Sunescapes machen. Ja, sch\u00f6ner Begriff. Also da gibt es schon Unterschiede, obwohl, wie gesagt, ich will es jetzt auch nicht pauschalisieren. Auff\u00e4llig ist sicherlich, dass Winterurlaub in den Bergen teurer ist als Winterurlaub in der Sonne. Und das ist nat\u00fcrlich was sehr Ungew\u00f6hnliches, aber man merkt eben, dass dann die Destinationen in der Sonne nat\u00fcrlich auch ihre Kapazit\u00e4ten gerne f\u00fcllen wollen, dass es deshalb da etwas g\u00fcnstiger ist als im Sommer. Hingegen im Winter ist nat\u00fcrlich einfach die Hochsaison f\u00fcr die Skigebiete. Insofern sind da die Preise nat\u00fcrlich auch am h\u00f6chsten. Okay, schauen wir mal, wo wir n\u00e4chstes Jahr unseren Urlaub verbringen. Das stimmt. Aber mit dem Blick auf die Zeit kommen wir zu unserem Thema der Woche.\n\nPhilosophisch finde ich ein bisschen, moralisch, ethisch ist ja die Frage, wenn es um 3D-Druck geht, was k\u00f6nnen wir drucken, was wollen wir drucken, was sollten wir drucken und was eben auch vielleicht nicht. Genau, in der Tat, wir haben jetzt die Zeit schon wieder ganz sch\u00f6n fortgeschritten. Insofern vielleicht erlaubt mir so einen ganz schnellen \u00dcberblick, warum ich das Thema auch so wichtig finde. Also 3D ist jetzt ja nichts wirklich Neues. Es wurde bereits vor 30, 40 Jahren entwickelt, dass man gesagt hat, okay, kann ich bestimmte Dinge einfach ausdrucken. Und erst war es eher dann in den Firmen, aber jetzt irgendwie, ich glaube, die letzten zehn Jahre kann man ja auch schon 3D-Drucker f\u00fcr relativ kleines Geld f\u00fcr zu Hause erwerben. Und die Frage ist eben, was ist das eigentlich? Also das kennt man jetzt irgendwie den Standard, dass man sagt, gut, ich kann 3D nutzen f\u00fcr die Fertigung von bestimmten Teilen. Wenn du dir jetzt irgendwie, wei\u00df ich nicht, Kugelschreiber ausdrucken m\u00f6chtest oder irgendwie eine besondere Tasse, dann kannst du das nat\u00fcrlich sowohl an deinem kleinen 3D-Drucker zu Hause machen, als auch, dass du irgendwie jetzt was anmieten kannst daf\u00fcr. Genauso ist es nat\u00fcrlich in der Fertigung von den gro\u00dfen Unternehmen. Also egal, ob du jetzt Automobil dir anschaust, ob du dir andere Bereiche anschaust, die arbeiten nat\u00fcrlich sehr, sehr viel schon damit und drucken Millionen von Teilen aus. Dann war so der n\u00e4chste Schritt, dass man gesagt hat, kann man nicht das auch nutzen, um ganze H\u00e4user auszudr\u00fccken? Das ist jetzt so die letzten zehn Jahre ein gro\u00dfer Trend gewesen und gro\u00dfe Forschung, die dahin ging, um einfach das Wohnen als solches g\u00fcnstiger zu machen. Es gibt irgendwie Projekte, dass bis zu 10.000, 100.000 H\u00e4user damit ausgedruckt werden sollen, gerade in strukturschw\u00e4cheren Gegenden, um dort einfach Abhilfe zu schaffen. Was jetzt f\u00fcr mich dieser ganze Bereich war, okay, das finde ich geht in die richtige Richtung, kann man durchaus dr\u00fcber nachdenken. Die zwei Bereiche, worum ich auch gesagt habe, ich w\u00fcrde gerne mal mit dir \u00fcber das Thema reden, sind diese zwei Bereiche 3D-Nahrungsdruck und 3D in der Medizin eben. Also Nahrung, es gibt jetzt die ersten Sachen, dass du dir dein Steak ausdrucken kannst, das ist im Moment noch enorm teuer, aber es gibt eben, der Trend geht dahin. Und es ist nat\u00fcrlich auch die Frage, ist das f\u00fcr uns eine Antwort auf die Ern\u00e4hrungsproblematiken der Welt, dass wir in Zukunft unser Essen einfach synthetisch herstellen und dann \u00fcber den Drucker ausdrucken? Ich glaube, da kommt man doch schon wieder an das Problem, was man in der Medizin halt auch hat, der Verf\u00fcgbarkeit. Und ob man dadurch eine Spaltung macht, eine Zweiklassengesellschaft schafft. Denn wie du sagst, aktuell ist es ja noch wahnsinnig teuer. Wie war das mit dem Steak? 7.000 Euro umgerechnet oder so? Sehr, sehr teuer. Ich wei\u00df gar nicht mehr genau, was es war, aber es war enorm teuer, sodass es jetzt nicht irgendwie erschwinglich war. Genau, weil man muss ja nat\u00fcrlich die Rohstoffe daf\u00fcr haben, die Dinge nat\u00fcrlich auch zu drucken. Und ich denke, das ist bei einem Kugelschreiber einer Tasse nochmal was anderes, als wenn es eben um ein Gewebe, ein Organ geht oder um Nahrungsmittel. Wenn man es nat\u00fcrlich hinbekommt, dass es so kosteng\u00fcnstig ist, dass man da nat\u00fcrlich f\u00fcr jeden einen Zugang erm\u00f6glicht, w\u00e4re das nat\u00fcrlich schon eine spannende Zukunftsm\u00f6glichkeit irgendwie. Also absolut. Also wenn ich mir das auch jetzt grunds\u00e4tzlich anschaue und wie gesagt, lassen wir mal Nahrung und Medizin auch f\u00fcr einen Moment au\u00dfen vor. Was w\u00e4re das f\u00fcr eine traumhafte Konstellation? Also jeder hat seinen kleinen Drucker zu Hause oder was ich hasse in der Stra\u00dfe, einen Drucker, der f\u00fcr alle zug\u00e4nglich ist. Das hat ja was v\u00f6llig Neues, was den Besitz beispielsweise angeht. Brauchen wir dann noch Besitz oder kann ich in dem Moment, wo ich ein Produkt brauche, es mir einfach ausdrucken. Danach kann es zu 100 Prozent wieder recycelt werden. Genau, recycelt werden oder kommen wir dann erst recht in die Verschwendungsgesellschaft. Aber wieso meintest du das? Also wenn ich jetzt irgendwie, wei\u00df ich nicht, ich brauche heute einen Taschenrechner, ich druge ihn mir aus und danach tue ich ihn wieder in den Drucker rein und das Material ist wieder da. W\u00e4re ja an sich interessant, oder? Achso, dann m\u00fcsste man noch eine zweite Maschine haben, die dann direkt das auch alles wieder zersetzt und das Rohmaterial wieder zur Verf\u00fcgung stellt f\u00fcr den n\u00e4chsten Druck. Ganz genau, also das ist auch der Ansatz bei 3D-Druck. Also dass das Material ein Material ist dann, je nachdem was du herstellst, was nat\u00fcrlich auch ein riesen Vorteil w\u00e4re. Also der Recyclingfaktor w\u00e4re positiv. Das muss man schon ganz klar sagen. Also das kannst du immer wieder verwenden, das w\u00e4re eine Weiterentwicklung. Also das sehe ich auch gut. Beim Essen, wie gesagt, okay, da bin ich so ein bisschen hin und her gerissen. In der Medizin ist jetzt ja auch nicht wirklich was Neues. Ich glaube, es ist schon irgendwie acht oder neun Jahre her, dass die ersten Knochen sozusagen dann ausgedruckt wurden in 3D. Aber die Frage ist, wo willst du eben moralisch und ethisch da auch einen Stopp setzen? Also wenn ich jetzt irgendwie sage, okay, Ayaan, du brauchst, wei\u00df ich nicht, du hast ja irgendwie die H\u00fcfte gebrochen und brauchst jetzt einen neuen H\u00fcftknochen, dann w\u00fcrden wir beide wahrscheinlich sagen, nee, klar, machen wir und ist okay. Wenn wir jetzt aber irgendwie weitergehen und sagen, okay, ich k\u00f6nnte mir auch eine Lunge ausdrucken, ich k\u00f6nnte mir auch eine Niere ausdrucken, also irgendwelche inneren Organe, ich kann mir ein Herz ausdrucken. Ist das eigentlich noch okay? Also ich glaube, grunds\u00e4tzlich pers\u00f6nlich finde ich irgendwie Medizin, w\u00fcrde ich jetzt sagen, aus dem Bauch raus, ohne dass wir beide jetzt ja irgendwie medizinisches Fachwissen haben, finde ich das schon gut, weil man damit ja einfach helfen und heilen kann. Und ob man jetzt eine Prothese, ein Zahnimplantat, eine Orthese oder \u00e4hnliches per Hand irgendwo baut oder ob das halt eben ausgedruckt wird, wird ja heute auch schon sehr, sehr viel gemacht in diesem Bereich. Aber ich glaube, was da so ein bisschen bei mir mitschwingt, ist, man kann sich dann ja auch verbessern. Also f\u00fcr mich halt das wirklich so ein bisschen Science-Fiction-Charakter, dar\u00fcber nachzudenken. Wenn man sich eine Lunge druckt, dann kann man ja auch eine mit einem besseren Lungenvolumen machen. Oder also wenn es um Sport geht oder kann man ein Gehirn drucken, kann man sich da, also inwieweit kann man den menschlichen K\u00f6rper durch solche Dinge nat\u00fcrlich auch verbessern? Ja, und das ist schon eine Sache, wo ich jetzt sage, m\u00fcssen wir genau \u00fcberlegen, ob wir das wirklich wollen. Also ich sage jetzt nicht, wir z\u00fcchten uns dann den perfekten Menschen ran, wo ich irgendwie alles vorab sagen kann, wie der Mensch dann gerade aussehen m\u00f6chte oder was f\u00fcr Funktionen er haben m\u00f6chte. Aber es ist nat\u00fcrlich auch so ein bisschen, wir werden dann auch so ein Ersatzteilprodukt. Also wenn jetzt irgendwas nicht mehr stimmt und ich bin irgendwie str\u00e4flich mit bestimmten Sachen rumgegangen in meinem K\u00f6rper, dann drucke ich mir was aus und setze mir was Neues ein. Im Einzelfall h\u00f6rt sich das nat\u00fcrlich immer toll an, aber ob das jetzt so gut ist moralisch, das w\u00fcrde ich jetzt auch ein Fragezeichen hinter machen, sage ich offen. Also das ist schon eine Entwicklung, wo wollen wir ihn stoppen? Also das, wie du jetzt sagst, ich kann das optimieren dann wieder. Das Einzige, was man im Moment, glaube ich, noch nicht ausdrucken kann, ist das Gehirn. Aber es ist wahrscheinlich auch nur eine Frage von wenigen Jahren, dass ich auch ein Gehirn ausdrucken kann. Das ist so ein bisschen Robocop-m\u00e4\u00dfig Science-Fiction in der Tat. Also ist das, wo wir als Gesellschaft auch hinstreben wollen. Absolut. Ja. Vielleicht ist es dann auch, also ich meine, dann geht es nat\u00fcrlich auch um Waffen. Absolut. Ja. Im weiteren Schritt. Wie sch\u00fctzt man? Also ich glaube, das ist wahrscheinlich f\u00fcr uns als Deutsche, die ja da auch nochmal eine andere Sichtweise drauf haben als in anderen L\u00e4ndern. Das wird sicherlich auch nochmal interessanter, so die internationale Diskussion zu verfolgen. Ja. Wie jetzt beim selbstfahrenden Fahrzeug und so. Wer haftet? Was ist erlaubt? Was ist nicht erlaubt? Welches Regelwerk? Hast du total recht. Also ist auch, wie wir das als Weltgemeinschaft irgendwie l\u00f6sen wollen. Kann ja nicht sein, dass in manchen L\u00e4ndern dann andere Sachen einfach m\u00f6glich sind. In anderen dann es wieder verboten ist. Also ist wirklich, wo wir als Menschheit auch Antworten finden m\u00fcssen. Und wie gesagt, also die Chancen sind toll und ich glaube, 3D wird in Zukunft auch deutlich weiter zunehmen. Aber man muss sich schon immer fragen, wollen wir da selber Grenzen setzen, ja oder nein? Es ist ja auch nicht nur 3D, sondern es wird ja mittlerweile sogar an 4D geforscht. Hast du davon schon was geh\u00f6rt? Also das finde ich ja Wahnsinn. Also gerade im medizinischen Bereich w\u00e4re das sicherlich spannend, aber auch in anderen. Das bedeutet, dass das Produkt im Endeffekt lebt. Also dass es sich, wenn es aus diesem Druck herauskommt, noch in eine weitere Dimension ver\u00e4ndern kann. Also durch Temperatur, den Aggregatszustand \u00e4ndert, fl\u00fcssig wird oder wieder fest oder es kann bluten. Das wird gerade in sehr vielen Wissenschaften diskutiert und erforscht. Und ich bin da wirklich gespannt, wo unsere Zukunft hingeht. Ja, also bin ich v\u00f6llig bei dir. Also das ist halt wirklich dann ein intelligenter Werkstoff auf einmal. Also der kann dann, ich sage jetzt nicht, der kann dann schon selber denken, aber es geht dann wirklich in die Richtung hin, dass der sich bewegen kann, dass der bestimmte Formen annehmen kann. Also es ist wirklich jetzt nicht mehr nur Science Fiction, sondern da wird aktuell viel geforscht. Und da wird uns in Zukunft, glaube ich, das ein oder andere wirklich Spannende \u00fcber den Weg laufen. Aber Uli, es ist wieder soweit. Die Folge ist am Ende. Wir sind ja auch am Jahresende. Ich hatte ja eingangs schon gesagt, du gibst vielleicht nochmal einen Ausblick. Was kommt, was bleibt, was geht? Diese Woche nicht nur auf das, wor\u00fcber wir gesprochen haben, sondern \u00fcber die Zukunft auf das n\u00e4chste Jahr bezogen. Da verlangst du jetzt ja viel von mir spontan, aber kann ich gerne machen. Also wobei wirklich, ich glaube, die ganzen Themen heute sind wirklich spannende Sachen. Und da k\u00f6nnten wir nochmal viel dr\u00fcber reden, k\u00f6nnen wir vielleicht auch das eine oder andere in einem der n\u00e4chsten Podcasts nochmal aufgreifen. Aber wenn wir jetzt grunds\u00e4tzlich zum Jahresende, hast du nat\u00fcrlich v\u00f6llig recht, wenn ich mir jetzt anschaue, was bleibt, ist zun\u00e4chst einmal die Angst und die Unsicherheit leider innerhalb der Bev\u00f6lkerung, also innerhalb der Gesellschaft. Wenn wir jetzt auch \u00fcber die gro\u00dfen Themen nachdenken, erst mal Ukraine, Klimawandel, Spaltung, Inflation, also diese Unsicherheit bleibt erst mal bestehen. Was geht, das ist positiv, ist glaube ich der Egoismus, der individuelle Egoismus. Die B\u00fcrger sind da bereit, sich auch ein St\u00fcck weit zu ver\u00e4ndern, wieder mehr an die Gemeinschaft zu denken. Also das sehe ich sehr positiv. Ja und was kommt, das ist die gro\u00dfe Hoffnung, die wir glaube ich in uns drin haben, was wir am Anfang auch diskutiert haben, wieder mehr Optimismus. Dass man die Sachen wieder selber positiver sieht, dass man auch selber bereit ist, Verantwortung f\u00fcr sein eigenes Handeln zu \u00fcbernehmen und dadurch das direkte Umfeld auch besser zu machen. Das ist etwas, was ich mir w\u00fcnsche, aber was die Forschung auch sagt, was 2023 kommen wird. Insofern blicken wir doch hoffnungsvoll jetzt auf den Jahreswechsel und auf die n\u00e4chsten zw\u00f6lf Monate, die vor uns stehen. Absolut. Ja Uli, wir sehen uns bald wieder. H\u00f6ren uns wieder. Alle anderen h\u00f6ren uns in zwei Wochen mit der ersten Folge im neuen Jahr. Ich sage tsch\u00fcss und w\u00fcnsche allen einen guten Rutsch. Das tue ich auch. Macht's gut.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Und dann geht's. 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