{"id":4311,"date":"2023-01-12T07:35:02","date_gmt":"2023-01-12T06:35:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4311"},"modified":"2026-07-21T19:40:12","modified_gmt":"2026-07-21T17:40:12","slug":"podcast-bad-news-are-good-news-kunde-koenig-sharing-instead-of-owning","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/podcast-bad-news-are-good-news-kunde-koenig-teilen-statt-besitzen\/","title":{"rendered":"Bad news is good news, the customer is king, sharing is better than owning."},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>00:36 - Welcome\/Topic introduction<\/p>\n<p>01:00 \u2013 Are \u201ebad news\u201c really \u201egood news\u201c? According to media research, negative headlines attract more attention. But why do reports about, for example, layoff figures make the front page, while reports about hiring figures don&#039;t? Don&#039;t Germans much prefer to receive positive news? And can we actually train our brains to think more positively rather than negatively?<\/p>\n<p>11:30 \u2013 Is the customer still king? This week&#039;s question addresses a topic close to our hearts \u2013 customer service. Human service is increasingly being replaced by digital offerings. But what does this mean for customer well-being, and what should good service actually cost?<\/p>\n<p>23:50 \u2013 Sharing instead of owning: The sharing economy \u2013 this term is considered a possible answer to the issues of sustainability, community, and affordability. But what exactly is this so-called &quot;sharing economy,&quot; and how promising is this concept? In our topic of the week, we discuss the various forms of &quot;sharing&quot; \u2013 from car sharing and Airbnb to borrowing a drill from a neighbor and sharing knowledge in online forums. What will prevail, and what won&#039;t?<\/p>\n<p>Look forward to another exciting episode full of insights into our research in the new year. We hope you enjoy listening!<\/p>","protected":false},"author":37,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67],"class_list":["post-4311","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 2 - Folge 09","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<iframe style=\"border-radius:12px\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/7wgSTik0SclcIIlEzlKBeS?utm_source=generator&theme=0\" width=\"100%\" height=\"152\" frameBorder=\"0\" allowfullscreen=\"\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\"><\/iframe>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/969590-m-b9582788fd5a62b5c63c1143959ec2b9.mp3","podcast_transcript":"Sp\u00e4ter war alles besser, der Zukunftspodcast. Brain Food f\u00fcr Neugierige und Zukunftsinteressierte. Mit mir, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und mit mir, Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung. Hallo und herzlich willkommen zur neunten Folge unserer zweiten Staffel des Zukunfts-Podcasts. Mittlerweile ist ja schon die zweite Woche des neuen Jahres angebrochen, aber es ist das erste Mal, dass wir uns h\u00f6ren. Deswegen auch von unserer Seite nochmal ein frohes neues Jahr. Ich hoffe, ihr seid alle gut reingekommen. Wir starten dieses Jahr aber genauso wie im letzten Jahr mit unseren Podcast-Folgen. Das hei\u00dft, als erstes m\u00f6chten wir euch das Chart der Woche vorstellen. Diesmal geht es um den Claim Bad News are Good News. Dann hatten wir eine Interviewanfrage zum Thema Ist der Kunde eigentlich wirklich noch K\u00f6nig? Und wir sprechen \u00fcber das Thema Teilen statt besitzen, Sharing Economy. Wo entwickelt sich das eigentlich alles hin? Genau. Also drei spannende Themen wieder. Auch von meiner Seite aus nat\u00fcrlich nochmal. Alles Gute f\u00fcr das neue Jahr. Bleibt optimistisch und hoffnungsvoll. Das wird ein tolles Jahr werden. Aber das ist etwas, was wir glaube ich nicht gerade in den Zeitungen zur Zeit lesen, oder? Das stimmt. Es ist nach wie vor so, dass sich negative Schlagzeilen deutlich besser verkaufen und viel mehr Aufsehen erregen als positive Schlagzeilen. Und das ist ja an sich dieser alte Grundsatz. Also Bad News are Good News. Ich wei\u00df jetzt nicht. Ich glaube, wir beide sind da ein bisschen anders. Also so wie ich dich jetzt die zehn Jahre, die wir uns schon kennen, immer wahrgenommen habe, f\u00fcr dich ist das Glas ja eher halbvoll. Halb voll. Genau. Wenn ich aber irgendwie die Zeitung lese, dann ist das gef\u00fchlt zumindest immer was anderes. Also sind wir beide anders da? Ich glaube ehrlich gesagt nicht. Denn wenn wir uns mal die Zahlen angucken, sagen zwar 84 Prozent der Deutschen, dass sie das Gef\u00fchl haben, dass haupts\u00e4chlich negative Nachrichten in den Zeitungen oder anderen Medien, wo sie ihre Nachrichten konsumieren, sind. Aber es ist nicht so, als ob das gew\u00fcnscht ist. Also sehr gerne gelesen werden ja auch so die wirklichen lokalen, regionalen Nachrichten. Und diese wiederum haben statistisch gesehen kaum einen negativen News-Wert. Ja, das ist ganz interessant. Also wenn ich jetzt auch selber dran denke, keine Ahnung, wenn ich morgens als erstes die online, die gro\u00dfen Zeitschriften, Zeitungen, Spiegel Online und Co. an mir anschaue, dann sind es nat\u00fcrlich eher globale Nachrichten. Und da hast du v\u00f6llig recht. Da ist es dann eher, keine Ahnung, der Krieg in der Ukraine, der Klimawandel, die jetzt halt irgendwie zum Jahresanfang wieder die ganzen wirtschaftlichen Zahlen und was Inflation und \u00e4hnliches angeht. Aber das sind eben eher gepr\u00e4gt durch Herausforderungen oder durch Bad News. Und wenn ich jetzt aber bei mir wieder im kleinen Stadtteil mir zum Jahresanfang anschaue, was da die Schlagzeilen sind, im lokalen Blatt hier, dann sind es eher, okay, da wird dieses Jahr das und das fest stattfinden. Da machen wir einen neuen Spielplatz. Da entsteht ein neuer Wanderweg. Da ist irgendwie was f\u00fcr die Senioren. Also eher ganz klar positiv gepr\u00e4gt. Das schon, da hast du v\u00f6llig mit recht. Genau. Und das haben wir nat\u00fcrlich jetzt in unserem Podcast schon h\u00e4ufig genannt. Und es passt einfach immer wieder dazu, dass die Menschen nat\u00fcrlich gerne dieses Gemeinschaftsgef\u00fchl haben wollen. Und das wird eben genau dadurch nat\u00fcrlich durch den Regionallokalteil gest\u00e4rkt. Und dort findet man dann eben eher positive oder neutral formulierte News. Wobei ich mich dann immer schon frage, warum wollen wir das eigentlich nicht auf globaler Ebene auch h\u00f6ren? Ja, genau. Die Frage wollte ich n\u00e4mlich auch gerade stellen. Also wo ist denn eigentlich \u00fcberhaupt auch die Relevanz bei einigen negativen Schlagzeilen? Wie irgendwo im Silicon Valley wurden Leute entlassen, hat ein Unternehmen geschlossen. Wir h\u00f6ren ja nie, dass irgendwo ein neues Unternehmen aufgemacht hat und ganz viele Leute eingestellt wurden. Hast du v\u00f6llig recht. Also ich erinnere mich noch, war es nicht irgendwie kurz vor Weihnachten? Ja, im November irgendwie, ne? Genau, als es rumging mit irgendwie Amazon entl\u00e4sst, Twitter entl\u00e4sst die H\u00e4lfte der Belegschaft irgendwie. Facebook baut massiv ab. Ich meine klar, teilweise haben sie es jetzt ja auch wirklich in den letzten Wochen und Monaten gemacht. Aber es hat die Medien damals, glaube ich, wirklich dominiert. Und ich kann es jetzt nicht sagen und ich habe es jetzt auch nicht vorher nachgeschaut. Aber wahrscheinlich haben im selben Zeitraum auch irgendwelche Unternehmen in Argentinien, in, keine Ahnung, Indonesien, in Nigeria ganz viele Menschen eingestellt. Aber das hat es irgendwie nicht auf die Titelseite geschafft, weil es ja irgendwie nicht negativ war. Also das ist schon auch, die Medien haben wirklich dieses, wir wollen eher die negative Schlagzeile haben, weil nat\u00fcrlich auch die Forschung, die Medienforschung sagt, ich bleibe eher an der Negativschlagzeile h\u00e4ngen. Ich habe eher das Gef\u00fchl, wei\u00df ich nicht, dass es anderswo noch schlechter ist, dass ich irgendwie das Gef\u00fchl habe, mir geht es aber ganz gut. Also diese deutsche Schadensfreude, keine Ahnung, ob das da auch mit eine Rolle spielt. Aber da gibt es ja aus Sicht der Medientreibenden nat\u00fcrlich auch Argumente f\u00fcr. Aber ich frage mich nur immer, ist das die Zukunft? Also wollen wir das eigentlich? Und was du eingangs sagtest, auch hier in unserem Chart der Woche, dass wir festgestellt haben, die Menschen wollen an sich eher mal einen optimistischen Ansatz haben. Ist das etwas, was vielleicht auch in Zukunft st\u00e4rker ber\u00fccksichtigt werden m\u00fcsste? Auf jeden Fall. Also ich denke, das merkt man ja auch einfach, dass sich die Medienlandschaft, die Art, wie man sich informiert, das ja \u00fcber die letzten Jahre sehr stark gewandelt hat. Und dass man, ja vielleicht, vielleicht ist es so, dass tats\u00e4chlich die gro\u00dfen klassischen Zeitungen oder Medienh\u00e4user f\u00fcr die internationalen News zust\u00e4ndig sind und man sich f\u00fcr Ratgeber, f\u00fcr spezielle Themen wie Garten oder Familie eben dann seine Fachmedien ersucht. Indem man dann diese gro\u00dfen Negativschlagzeilen ja auch gar nicht mehr findet. Das stimmt. Wobei ich jetzt ja wieder, w\u00e4re ich jetzt Medienschaffender oder w\u00fcrde jetzt irgendwie ein Verlagshaus haben oder eine Zeitung haben, w\u00fcrde ich ja schon sagen, wenn der Leser das eigentlich gar nicht mehr unbedingt m\u00f6chte, dieses Bad News are Good News. Und viel eher auch wieder mehr an die Hand genommen werden m\u00f6chte, dass er wieder lokal runtergebrochen haben m\u00f6chte. Vielleicht k\u00f6nnte das ja auch eine Antwort auf dieses Zeitungssterben sein, darauf, dass irgendwie alles nur die Umsonstkultur als gro\u00dfe Konkurrenz der Medienschaffenden gesehen wird. Also, dass ich auch einfach meinen Ansatz \u00e4ndere und einfach sage, ich werde wieder lokaler, ich werde wieder relevanter f\u00fcr den Einzelnen. Ich bringe vielleicht aber auch dann von der gro\u00dfen Einstellungswelle in Kenia was oder in Bolivien was oder wo auch immer was. Und ich nur immer da die negativen Ans\u00e4tze. Also, vielleicht m\u00fcssten sich die Medien an der Stelle auch einfach neu erfinden. Und dann haben wir ja auch einen anderen Podcast auch schon gehabt, sondern schaffen sich ja irgendwie am Ende des Tages auch selbst ab. Und was m\u00fcsste jeder Einzelne tun? Also, jetzt mal vielleicht auch ein bisschen aus der psychologischen Sicht gesehen. Nat\u00fcrlich bleibt man an negativen Schlagzeilen h\u00e4ngen, weil unser Gehirn ja auch darauf programmiert ist, in Alarmbereitschaft zu sein, gegebenenfalls etwas sofort unternehmen zu k\u00f6nnen, um der Gefahr zu entkommen. K\u00f6nnen wir, ich wei\u00df, du hast da ja schon auch fr\u00fcher einiges zu gemacht, gibt es da auch einen Ansatz, um das Ganze umzudrehen, um sich da ein bisschen umzuprogrammieren? Auf alle F\u00e4lle. Also, was du nat\u00fcrlich sagst, ist es einerseits, ist es ja so steinzeitm\u00e4\u00dfig Gefahr, dass der S\u00e4belzahntiger kommt vorbei. Okay, ich muss Flucht ergreifen und ich muss das noch schnell mitteilen. Also, es sind nat\u00fcrlich jetzt irgendwie die Urspr\u00fcnge, warum wir auch darauf reagieren, klar. Aber du hast v\u00f6llig recht, also man kann es umdrehen. Untersuchung, die ich schon ein paar Jahre oder wirklich ein paar Jahre her, aber Harvard hat das wirklich mal toll untersucht. Die haben gesagt, k\u00f6nnen wir das Gehirn darauf trainieren, positiver zu denken? Und was die gemacht haben, die haben gesagt, die Probanden, war eine gro\u00dfe Stichprobe von \u00c4rzten \u00fcber Autoverk\u00e4ufer bis irgendwie Flie\u00dfbandarbeiter hin, haben sie gebeten, am Ende des Tages einerseits zwei positive Sachen aufzuschreiben, die an dem Tag gut waren. Also, dass du dich jetzt als, keine Ahnung, Verk\u00e4ufer nicht dar\u00fcber ge\u00e4rgert hast, dass der Kunde nicht gekauft hat oder dass er genervt hat, sondern irgendwie der nette Kunde und das freundliche Gespr\u00e4ch mit dem Kollegen oder irgendwie das kleine Erfolgserlebnis, was du hattest. Sondern einfach zwei Sachen und die finden ja tagt\u00e4glich an jedem Arbeitsplatz statt, die gut waren. Und zus\u00e4tzlich sollte einer sozialer Kontakt gepflegt werden per Telefon, per E-Mail, per pers\u00f6nlichen Treffen au\u00dferhalb der Arbeit. Und diese beiden Sachen hat man gemacht \u00fcber einen Zeitraum von sechs Wochen und hat danach gemessen, einerseits die Zufriedenheit, die durch die Decke gegangen ist, der Krankenstand ist nach unten gegangen. Vor allem aber waren die Leute auch einfach erfolgreicher. Also, die \u00c4rzte haben weniger Fehler gemacht, der Flie\u00dfbandarbeiter war produktiver, der Verk\u00e4ufer hat mehr Autos verkauft. Also, es hat alles auch noch f\u00fcr die Unternehmen funktioniert. Weil, das darf man nicht vergessen, auch das Gehirn ist nichts anderes als ein Muskel. Und wie du jetzt irgendwie Bizeps, Trizeps irgendwie trainieren kannst oder joggen kannst, damit du immer besser wirst und deine Beine fitter werden, kannst du nat\u00fcrlich auch dein Gehirn trainieren, eher Sachen positiv zu sehen. Und das ist so f\u00fcr mich, wo ich wieder denke, was vielleicht man auch selber machen muss, wenn man im Bett liegt, jetzt nicht \u00fcber die Herausforderungen des n\u00e4chsten Tages oder was der Tag wieder irgendwie alles Bl\u00f6des gebracht hat, sondern einfach, worauf freue ich mich morgen, was war heute sch\u00f6n, also einfach auch positiv. Ist das was, was vielleicht dann auch in die fr\u00fchkindliche Erziehung und Bildung schon geh\u00f6rt? Ja, das machen Kinder ja auch, ne? Also, jetzt irgendwie, ich wei\u00df nicht, deine Tochter ist, glaube ich, wahrscheinlich noch jeden Tag mit, ich darf heute in den Kindergarten, in die Kita gehen. Und selbst meine Tochter ist noch so, okay, ich darf jetzt noch in die Schule gehen und ich freue mich drauf, meine Freundin zu sehen. Also, es ist nicht negativ, sondern es ist einfach optimistisch. Und es geht ja vor allem dabei auch um die Reflexion am Abend bei diesem Versuch, also f\u00fcr diese positive Programmierung, dass man den Tag mit positiven Gedanken abschlie\u00dft. Total. Nicht mit den negativen Gedanken. Und ich glaube, haben wir da auch in unserer Bildungsfolge dr\u00fcber gesprochen, dass es ja auch mittlerweile ein Schulfach-Gl\u00fcck gibt. Also, es ist vielleicht eine gesellschaftliche Frage, ja, wie weit wollen wir unsere Gesellschaft dorthin bringen, und dass wir gl\u00fccklicher und zufriedener sind oder erfolgreicher. Oder geht beides nur miteinander einher. Ja, und dass wir da die Sachen, die halt auch sch\u00f6n waren, vielleicht nicht nur f\u00fcr uns, sondern halt auch mit anderen teilen. Und dann w\u00e4re es halt auch so ein bisschen von Bad News weg. Und ich erz\u00e4hle dir eher, was alles sch\u00f6n war. Das passt aber an sich auch ganz gut zu unserem zweiten Thema, der Anfrage, was wir jetzt hatten. Also, das ist ja auch eine Frage gewesen, inwieweit ist man selber dann auch positiv gestimmt. Denn wir haben eine Anfrage gehabt zum Thema Service. Richtig, genau. Das war ganz interessant, weil wir haben uns ja lange mit dem Journalisten unterhalten. Und er sagte, dass er ein bisschen genervt davon ist, dass immer mehr Service abgeschafft wird. Also, echter menschlicher Service und hin zu digitalen Angeboten. Sei es in einem Fast-Food-Gesch\u00e4ft, wo man jetzt eben alles an einem Bildschirm selber eintippen muss, was man haben m\u00f6chte und so weiter. Und das ist, dass man an den Kassen selber scannt. Was ja am Anfang immer noch alles mit sehr viel Euphorie und positiv. Und wir werden irgendwie total, das ist die Zukunft. Es geht schneller, aber an sich dauert es alles viel l\u00e4nger und es ist viel fehleranf\u00e4lliger. Und dann wieder mit Frustration einhergeht, dass man irgendwie aus Versehen was falsch gemacht hat. Und jetzt vielleicht des Liebstahls beschuldigt wird, weil man irgendwie was aus Versehen nicht doppelt gescannt hat oder \u00e4hnliches. Und wie wir das halt sehen, ob wir da Daten zu haben. Was hast du ihm erz\u00e4hlt? Also erstmal, das war ja ein Herzensthema, muss man ja wirklich sagen. Weil ich ja wirklich bei manchen Sachen so genervt mittlerweile bin. Also wir fahren ja Weihnachten oftmals zu den Familien und das ist so eine Tradition und auch mit den Kindern, dass man zwischendurch anh\u00e4lt und einfach bei McDonalds oder Burger King oder wo auch immer ist. Das war jetzt das erste Mal, dass wir als Eltern, ich gebe es zu, mein Sohn hat es nicht gesagt, gesagt haben, okay, wir setzen uns jetzt nicht rein und machen irgendwie die obligatorische Pause f\u00fcr eine halbe Stunde und setzen uns da irgendwie auf andere Gedanken. Sondern ich habe gesagt, okay, wir k\u00f6nnen durch einen Drive fahren, weil das irgendwie f\u00fcr mich schneller geht und einfach weniger Stress bedeutet, als dass ich mich an einen dieser vier, f\u00fcnf \u00fcberf\u00fcllten Terminals, wo irgendwie f\u00fcnf Leute vor mir dran sind, einreihe. Dann brauche ich irgendwie gef\u00fchlt zumindest oder auch in der Realit\u00e4t 25 Mal so lange, als wenn ich an der Kasse das direkt aufgeben w\u00fcrde. Und dann ist irgendwie wieder mitbezahlen und kompliziert und alles. Und es dauert viel l\u00e4nger und Fastfood ist f\u00fcr mich kein Fastfood mehr, sondern ich verbringe meine Pause an so einem dusseligen Terminal. Und also insofern war die Anfrage, passt es genau. Oder ich habe irgendwie, ich wei\u00df auch mal, bei Ikea kannst du jetzt ja nicht nur selber scannen an der Kasse, sondern du hast jetzt auch die Option, w\u00e4hrend du durch den Laden gehst, die Sachen schon zu scannen und dann praktisch auch nach diesem Vorgang an der Kasse zu umgehen und nur noch zu bezahlen. Wo ich halt sage, ist das alles, was ich will? Also es ist nicht, dass f\u00fcr mich irgendwie Ikea auch daf\u00fcr stand, viel Personal und Service und ich kann jederzeit ansprechen und dann bezahle ich immer an der Kasse, weil die Kassen so gut besetzt sind. Werde ich jetzt schon Mitarbeiter von Ikea, von McDonalds und Co.? Also ich finde es kritisch, sage ich ganz offen. Ich wei\u00df nicht, wie es dir geht. Ja, ich glaube, also so ein Mittelding. Also in dem Moment, wo dann diese Self-Scanning-Kassen auch mal ge\u00f6ffnet sind. Also hier bei uns um die Ecke ist ein Supermarkt, da gibt es zwei, drei davon, aber die sind irgendwie immer geschlossen. Und da finde ich schon, okay, es w\u00fcrde vielleicht eine Entlastung geben, weil sowieso schon irgendwie sechs Kassen ge\u00f6ffnet sind in diesem riesigen Supermarkt und es vielleicht schwer ist, irgendwie gutes Personal zu finden. Also ich finde, wenn es als eine Erg\u00e4nzung genutzt wird, als eine, genau, also eine, ja es ist erg\u00e4nzt, es ersetzt nicht, sondern es schafft halt eine weitere M\u00f6glichkeit, vielleicht auch einen Engpass auszugleichen oder f\u00fcr die Leute, die ja wirklich die ganzen Kids aus den Schulen in den Pausen, die sich da irgendwie nur ein Br\u00f6tchen und ein Getr\u00e4nk holen, die m\u00fcssen sich ja nicht mit den, mit den Wocheneink\u00e4ufen gemeinsam in eine Kasse, also in eine Reihe einstellen. Also das finde ich super. Genau, dass man, aber diesen kompletten Ersatz, das spricht mich pers\u00f6nlich jetzt auch nicht so an und auch gerade bei anderen Sachen beim Einkaufen. Also vielen Bereichen geht es ja auch um Beratung, die man dann nat\u00fcrlich auch im station\u00e4ren Handel haben m\u00f6chte. Und da gab es ja auch schon Gesch\u00e4fte, in denen man die halt komplett per App und digitalisiert ablaufen. Ja, und das halte ich ja auch da, wenn wir jetzt eben auch, schafft die Zeitung sich selber ab, indem sie dieses Bad News or Good News machen und irgendwie nicht mehr das anbieten, was die Menschen an sich wollen. Ist ja hier ein St\u00fcck weit \u00e4hnlich. Also wenn ich irgendwie in den Einzelhandel gehe, dann will ich ja Service haben. Dann will ich irgendwie das Gef\u00fchl haben, dass ich im Vordergrund stehe und dass der Angestellte irgendwie schon realisiert, fair dienen, kommt von dienen. Also erstmal eine Dienstleistung erbringen und ich m\u00f6chte, dass er mir seine Zeit und seine Kompetenz und seine Freundlichkeit irgendwie schenkt, weil ich mich dann ja auch wohlf\u00fchle und weil ich jetzt in dem Gesch\u00e4ft drin bin und jetzt nicht irgendwie arrogant als Kunde da auftrete, sondern dass es einfach ein Miteinander ist und ich jetzt nicht das Gef\u00fchl habe, er guckt aber jedes Mal schnell in eine andere Richtung, damit ich ihn ja nicht anspreche und er mich irgendwie beraten muss. Also ich glaube, Service kann ja auch wieder oder ist f\u00fcr mich die einzige Chance, die auch der station\u00e4re Handel hat, um \u00fcberhaupt diesen Online-Kampf mithalten zu k\u00f6nnen. Denn das ist es, was, glaube ich, digital sich eben schwer abbilden l\u00e4sst. Ja, und das haben wir nat\u00fcrlich auch in unserer Forschung ja abgefragt, gerade so in dem Bereich die Zukunft des Konsums. Und ja, nicht mal 50 Prozent der Deutschen empfinden es so, dass der Satz, der Kunde ist K\u00f6nig, heute noch stimmt. Wobei es eine deutliche Steigerung ist, das d\u00fcrfen wir nicht verschweigen. Also es war fr\u00fcher noch viel, viel schlechter. Ah ja, das stimmt nat\u00fcrlich, wenn man das jetzt im Langzeitvergleich sieht. Aber du hast v\u00f6llig recht, also mehr als 50 Prozent sehen es halt eben nicht so, ne? Aber auf der anderen Seite, also sie sagen aktuell, naja, Kunde ist K\u00f6nig, ist jetzt nicht so das, was ich antreffe. Aber gleichzeitig sind sie schon bereit, zumindestens in der Theorie, etwas daf\u00fcr zu bezahlen, guten Service zu bekommen. Also dieses Hauptargument, was dann ja immer kommt, naja, die Leute wollen Service, aber dann wird es auch teurer und dann kommt wieder keiner, ist ja zumindestens jetzt so, was die Forschung ansagt, ist die Bev\u00f6lkerung ja schon bereit daf\u00fcr. Ja, und das gibt es auch wirklich Beispiele aus der Praxis. Also ich wei\u00df, dass es in \u00d6sterreich gibt es einen sehr sch\u00f6nen Feldversuch mal von zwei Superm\u00e4rkten, vergleichbare Produkte, vergleichbares Angebot und \u00e4hnliche Location. Also die ganzen Sachen haben gestimmt und die haben getestet, in einem Supermarkt haben sie zus\u00e4tzlich drei Sachen gemacht, Sitzgelegenheiten, Kaffee f\u00fcr umsonst und Preisschilder einer dreifachen Gr\u00f6\u00dfe, also drei Serviceangebote. Und ich kann es jetzt nicht mehr genau auf die Kommazahl sagen, was waren irgendwie 8% Umsatz plus in den ersten sechs Monaten, dann haben sie noch die Preise leicht angepasst und nach oben gesetzt. Das hat sich trotzdem, ist das nicht wieder runtergegangen. Also Service rechnet sich auch oftmals. Das darf man wirklich nicht vergessen. Da gibt es ja viele, viele Beispiele und ich wei\u00df nicht, wie es dir geht, wenn ich jetzt so an die letzten Urlaube denke, wenn man jetzt sich Service in anderen Bereichen anschaut und das wieder vergleicht, ist man dann auch eher gewillt, Trinkgeld zu geben in der Gastronomie. Also das sind ja alles so Beispiele, wo Service wirklich funktioniert. Das darf man nicht vergessen. Ja, also wenn du Urlaub sagst, also ich finde, das ist ja der, also f\u00fcr mich der Schl\u00fcssel zum Erfolg und der Unterschied, den man halt einfach wirklich sp\u00fcrt, ob das Personal halt freundlich war, ob es halt einen besonders tollen Service im Hotel oder im Flugzeug oder \u00c4hnliches gab oder halt nicht. Und das sind ja teilweise Kleinigkeiten, die ja auch nichts kosten. Also das Personal ist ja da, aber ob das Personal dann halt eben freundlich zu einem ist oder der den Aufenthalt irgendwie noch angenehmer macht. Also zum Beispiel jetzt im Flugzeug, da haben die Stuartessner halt als erstes den Kindern \u00fcberall schon mal was zu essen gegeben und nicht halt eben gewartet, bis die Kinder dann dran waren und so durch. Also ich fand, das sind so Kleinigkeiten, die kosten ja nichts, aber entspannen halt die ganze Lage f\u00fcr alle. Ja, aber das ist auch wieder, wie man durchs Leben geht. Also das ist wieder clever f\u00fcr alles. Also wenn du jetzt irgendwie von dem Flug da, was du mir auch sofort als erstes erz\u00e4hlt hast, dass du das beeindruckend fandst, wo ja, aber es nicht nur f\u00fcr dich und deine Familie entspannter dadurch war, sondern auch f\u00fcr alle Mitreisenden. Also dadurch sind irgendwelche Kinder nicht am Quengeln. Dadurch ist jetzt nicht irgendwie der Neid da, sondern es ist einfach, es entspannt alle, das Personal, die Mitreisenden, euch. Also es ist einfach wieder clever, auch da auf einfache Service-Sachen zu setzen, die ja nicht einen Euro mehr kosten. Das darf man ja auch nicht vergessen. Es ist einfach nachgedacht. Genau. Also gerade das Thema Mitdenken, aber auch das Thema, und das ist, glaube ich, auch was ganz Entscheidendes, ist halt Freundlichkeit. Also die Menschen erfreuen sich einfach dran, wenn man angel\u00e4chelt wird, wenn man irgendwie zuvorkommen behandelt wird. Genauso wie man als Kunde ja auch einfach besser drauf ist. Also es ist ja schwer, unfreundlich zu jemandem zu sein, der freundlich zu dir ist. Also das ist ja nicht die menschliche Natur. Also das kann wirklich, wirkt in alle Richtungen. Das darf man nicht vergessen. Ja. Ja. Und einer der ersten Personen, der diesen Grundsatz ja auch mitpr\u00e4gte, war ja der Gr\u00fcnder vom Ritz-Carlton-Hotel. Das wusste ich nicht. Der gesagt hat, der Kunde hat niemals Unrecht. Okay. Und da musste ich nicht dran denken, wir waren in einem Restaurant und eine \u00e4ltere Dame neben mir beschwerte sich halt, dass sie das Gef\u00fchl hat, sie wird irgendwie nicht beachtet und sie muss auf alles so wahnsinnig lange warten und sie m\u00f6chte jetzt diesen Nachtisch, den sie jetzt dann endlich mal bekommen hat, irgendwie nicht mehr haben. Sie w\u00e4re jetzt dann auch los. Okay. Und da fing die Bedienung halt an, mit ihr zu diskutieren, dass es ja \u00fcberhaupt nicht ihre Schuld w\u00e4re und dass sie nichts daf\u00fcr kann, wenn es in der K\u00fcche nicht funktioniert. Und dass es halt im Endeffekt die Schuld der Kollegen ist. Da habe ich auch gedacht, okay. Und dass sie ja eigentlich auch gar nicht so lange gewartet h\u00e4tte. Also im Doppelten. Also zum einen hat man halt, sogar ich am Nebentisch stand, ein ungutes Gef\u00fchl gehabt, weil ich das Gef\u00fchl hatte, okay, in diesem Laden hier ist auch eine komplett schlechte Stimmung unter den Kollegen. Und gleichzeitig, du sagst jetzt der Frau auch noch, dass das sie Unrecht hat, dass sie ja gar nicht lange gewartet h\u00e4tte und eigentlich alles okay ist. Ich glaube, da gab es wenig Trinkgeld. Genau. Ja, aber das ist, hast du v\u00f6llig recht. Also das ist das Verkehrsliste, was du machen kannst. Und diesen Spruch, was sie wirklich nicht wusste, dass der aus dem Ritzkarten, vom Ritzbegr\u00fcnder kam, dass der Kunde nie Unrecht hat. Das ist ja auch das, was positiv ist. Also was wir eben hatten, man will sich ja wohlf\u00fchlen. Und Kik hei\u00dft ja auch, Kunde ist K\u00f6nig, was man oftmals nicht wei\u00df. Also dieser Klamottenladen. Witzig. Ja. Also es ist wirklich, dass man das auch nach vorne stellen kann. Und dass der Kunde wirklich das Gef\u00fchl hat, er bekommt Zeit, Aufmerksamkeit, Service geschenkt. Und das ist, kann ein guter Antwort sein. Und du hast jetzt mit Blick auf die Uhr, Uli, was hast du dem Journalisten jetzt gesagt? Also wie sieht die Zukunft aus? Es geht alles weiter in Richtung Digitalisierung oder? Nee, also ich glaube, das ist nat\u00fcrlich einerseits klar, Leute, die sparen m\u00fcssen, werden immer das g\u00fcnstigere Angebot nehmen. Das ist auch bei vielen, die es nicht sparen m\u00fcssen, die werden es auch machen. Das ist alles v\u00f6llig okay. Aber ich glaube, es gibt eben auch die Gegenentwicklung. Das war ja auch so die Kernaussage, was ich dem Journalisten gesagt habe. Service ist f\u00fcr mich die Antwort, um \u00fcberhaupt noch in Zukunft erfolgreich zu sein. Und egal, ob es irgendwie in der Gastronomie ist, ob es irgendwie im Einzelhandel ist, ob es im Urlaub ist, die Leute wollen in Atmosph\u00e4re baden. Und die wollen irgendwie das Gef\u00fchl haben, dass es ihnen gut geht. Und die wollen dann, und sind auch dazu bereit, was du eben so nebenbei gesagt hast, das haben wir auch nochmal, habe ich dem Journalisten auch nochmal explizit gesagt, zwei Drittel sind bereit, daf\u00fcr zu bezahlen. Also wenn ich in Zukunft im Reiseb\u00fcro mich wieder beraten lassen kann, dann kann ich daf\u00fcr auch eine Geb\u00fchr verlangen, wenn ich das als Reiseb\u00fcro anbiete. Das ist irgendwie dann eben den Preis, den ich bereit sein muss zu zahlen. Das, glaube ich, ist wirklich die Zukunft. Also das Leben ist nicht nur optimieren und nur Geld sparen, sondern das Leben ist eben auch Service. Und das war so die Kernaussage des Interviews letztendlich. Aber du hast recht, wir m\u00fcssen ein bisschen auf die Zeit wieder achten. Drittes Thema. Genau, das dritte Thema ist ja Sharing Economy. Etwas, was man st\u00e4ndig h\u00f6rt. Dar\u00fcber haben wir uns jetzt auch nochmal l\u00e4nger ausgetauscht. Was kann man noch in die Richtung erforschen, befragen, wohin entwickelt sich das? Weil ja der Fokus bei den meisten ist, wenn man Sharing Economy h\u00f6rt, Carsharing. Vielleicht noch Airbnb. Wobei das auch schon wieder kritisch gesehen wird. Ja, was meinst du da? Naja, also wenn ich jetzt irgendwie, wir haben ja mal beim Thema Tourismus auch \u00fcber Overtourism gesprochen. Also das ist ja Airbnb, so attraktiv es f\u00fcr uns als Kunde erstmal ist. Keine Frage. Und ich tauche irgendwie ein Viertel ein und ich habe da meine eigene Wohnung und es ist wom\u00f6glich auch noch eine Wohnung, die bewohnt wird. Und es ist irgendwie authentischer. Hat nat\u00fcrlich aber auch zur Folge, dass es f\u00fcr die Hotellerie vor Ort eine Katastrophe ist. Dass es eine Riesenherausforderung f\u00fcr die Mieten vor Ort ist, weil alle Leute dann auf einmal meinen, ihre Wohnung \u00fcber Airbnb zu vermieten. Dadurch wird Wohnraum in den angesagten Vierteln knapp. Also das ist ja nicht umsonst, dass jetzt viele St\u00e4dte auch wirklich das verboten haben und gesagt haben, nee, so einfach kannst du es jetzt nicht machen. Das ist schon auch ein zweischneidiges Schwert. Das stimmt, ja. Also nicht nur uneingeschr\u00e4nkt positiv zu sehen. Aber Sharing Economy ist ja an sich noch so viel mehr, \u00fcber das gar nicht so viel gesprochen wird. An sich z\u00e4hlt ja alles dazu, was man in irgendeiner Art und Weise als teilweise oder komplett ungenutzte Ressource irgendwo rumliegen hat. Und wenn diese geteilt, verschenkt, vermietet, verliehen oder \u00e4hnliches wird, f\u00e4llt es ja schon in diesen Bereich. Und was ich ganz spannend finde, ist da mal nachzudenken, was gibt es eigentlich noch? Und da hattest du ja auch eine interessante Idee dazu. Genau, also jetzt einmal ganz kurz noch f\u00fcr die H\u00f6rer. Also Ayaan und ich haben wirklich lange dar\u00fcber gesprochen, wo so die Unterschiede sind. Also klar, das ist klassische, wenn man jetzt immer Sharing h\u00f6rt, du kannst irgendwas anmieten. Das ist so die eine Variante. Also eher wirtschaftlich gepr\u00e4gt. Ich spare dadurch Geld. Die zweite Variante, also das kennen wir jetzt irgendwie von, ich teile das Auto und leihe mir das irgendwie oder ich miete mir ein Fahrrad oder ich gehe in den Baumarkt und miete mir irgendwie das besondere Ger\u00e4t, was ich nicht zu Hause habe. Also eher, ich muss es nicht besitzen, sondern ich miete es mir oder leie es mir halt aus. Leihen ist aber schon so das zweite. Das ist dann eben nicht entgeltlich. Das mache ich in der Nachbarschaft. Das haben wir ja, glaube ich, auch schon hin und wieder mal diskutiert, dass das etwas ist, was einfach auch die Gemeinschaft st\u00e4rken kann. Und das sch\u00f6ne Beispiel der Bohrmaschine. Jeder von euch hat wahrscheinlich zu Hause eine Bohrmaschine. Ihr nutzt sie im Laufe eures Lebens f\u00fcr sechs Minuten, sagt die Statistik. Also Bohrmaschinen zu besitzen, lohnt sich nicht wirklich. Die k\u00f6nntet ihr euch auch von euren Nachbarn und Nachbarinnen leihen, was dann auch wahrscheinlich dazu f\u00fchren w\u00fcrde, dass man zusammen Kaffee trinkt. Also Bohrmaschinen ist nur so ein Beispiel, das man nicht unbedingt besitzen muss. Aber als drittes war ja diese Sache, die Arjan und ich dann jetzt auch mal uns \u00fcberlegt haben, was ist eigentlich mit diesem ganzen Bereich Wissen? Ist das nicht auch etwas, was man sehr sch\u00f6n mittlerweile teilt? Wenn wir jetzt heute diesen Podcast machen, ist das nicht auch eine Art von Teilen von Gedanken, wo man dann vielleicht \u00fcber das eine oder andere nachdenkt? Oder ich wei\u00df nicht, Arjan, du machst ja auch viel in irgendwelchen Foren. Also dass das ja auch alles eine Art von Wissensteilung ist. Ja, absolut. Also dass es halt eben wieder ein Vorteil unserer Digitalisierung nat\u00fcrlich auch ist, dass man nicht nur Dinge teilt, an was man als erstes denkt, sondern vielleicht die Zukunft der gro\u00dfen Sharing Economy eben viel mehr im Bildungsbereich auch liegt. Ja, und das hat ja auch unterschiedliche Vorteile. Also das ist jetzt nicht nur irgendwie von oben herab und ich wei\u00df nicht, ich mache irgendwie einen Bereich, wo ich irgendwie versuche, Leuten was beizubringen, wie jetzt irgendwie an der Uni, sondern es kann ja auch in diesem Klein sein, dass man wirklich dadurch Kompetenzen auch auf einmal teilt. Also ich bin ja leidenschaftlicher Flipperer. Also ich habe einen Flipper im Keller stehen und so eine Pinball-Maschine und Flipper damit gerne. Und neulich war irgendwie der Einschuss kaputt. Und ich habe in irgendeinem Flipper-Forum das reingestellt, dass ich ganz verzweifelt bin und es wahrscheinlich ewig dauert, bis jetzt irgendein Techniker vorbeikommt. Und da irgendwie mir sofort sieben, acht Leute geantwortet haben, ah nee, da brauchst du niemanden f\u00fcr, das kannst du, du \u00f6ffnest da die Klappe und machst da die Feder, spannst du mit der Schraube nach und dann funktioniert das alles und in f\u00fcnf Minuten hat es wieder funktioniert. Also wo ich einfach die Kompetenzen von Leuten genutzt habe, umsonst, also war ja auch geteiltes Wissen, wo ich mich dann danach bedankt habe und die meinten, ja wieso, ist ja selbstverst\u00e4ndlich, daf\u00fcr sind wir doch, wir helfen doch einander. Also wo ich wieder gedacht habe, das ist das Gute, also man ist nett zueinander, man hilft sich, man teilt seine eigenen Kompetenzen, also was f\u00fcr ein Geschenk die Digitalisierung an der Stelle auch ist. Ja, absolut. Aber Uli, die Zeit rennt heute schon wieder. Magst du bitte noch einmal alles in unserer Kategorie was kommt, was bleibt, was geht zusammenfassen? Ja, wobei ich glaube, dieses Thema mit Teilen, also das waren jetzt so viele Gedanken, da m\u00fcssen wir irgendwann nochmal wieder ran. Aber du hast ja recht. Also was kommt, was bleibt, was geht. Was bleibt, ist der Glaube, der Glaube der Medienschaffenden, dass Bad News erstmal noch Good News bleiben. Ich pers\u00f6nlich halte das f\u00fcr kritisch, aber realistisch gesprochen ist, wird das, glaube ich, erstmal so Bestand haben und es wird dauern, bis da die Medienschaffenden, die Bed\u00fcrfnisse der gro\u00dfen Teile der Bev\u00f6lkerung, auch mehr positive Sachen zu h\u00f6ren, zu lesen, wahrzunehmen, umsetzen. Also insofern, das bleibt erstmal, dass Bad News leider Good News bleiben. Was kommt, ist glaube ich, dass diese ganze Sharing Economy sich neu aufstellen wird, nicht nur im Sinne von \u00f6konomisch, also economy-m\u00e4\u00dfig und wirtschaftlich, das muss ich jetzt irgendwie wirtschaftlich rechnen und ich kann Geld sparen, sondern in ganz viele andere Bereiche noch reingehen wird und dass wir in Zukunft wirklich Wissen, Kompetenzen, Hilfe, dass wir sowas auch alles viel, viel st\u00e4rker teilen, dass das etwas sein kann, was die Gesellschaft auch wieder n\u00e4her zusammenbringt und was das Leben insgesamt leichter macht. Und als letztes dann eben, was geht. Ich glaube, die Digitalisierung wird jetzt nicht gehen, aber ich glaube, in so manchen Bereichen wird sich das nicht durchsetzen, dass der Kunde die ganze Arbeit \u00fcbernehmen muss. Also dieses Beispiel, was wir hatten mit, ich zahle beim Fastfoodladen, muss ich das Essen eingeben, muss es dort bezahlen, muss es dann irgendwie abholen oder dass ich irgendwie s\u00e4mtliche Aufgaben einer Kassiererin in irgendwelchen M\u00f6belh\u00e4usern \u00fcbernehme. Ich glaube, das wird wieder gehen. Also das wird sich eher nicht durchsetzen, sondern auch in Zukunft geht es darum, dass wenn ich unterwegs bin und wenn ich eben Sachen nicht online mache, dass dann der Faktor Mensch wieder in den Vordergrund r\u00fcckt. Das so von meiner Seite. Ist dir eigentlich schon bewusst, dass wir das n\u00e4chste Mal in zwei Wochen uns schon zum Staffelende wieder hier verabreden? Ja. Also dass wir dann schon wieder Folge 10 haben. Die zehnte Folge. Ich bin gespannt, was die Zukunft dann f\u00fcr uns bringt. Aber wir verraten noch nicht, wor\u00fcber wir reden. Nein, nein. Also ich wei\u00df es auch ehrlicherweise noch nicht. Also wir m\u00fcssen nochmal dann schauen, was f\u00fcr Themen in den n\u00e4chsten zwei Wochen anstehen. Genau, das machen wir. Bis dahin, alles Gute. Macht's gut. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren.\n\nDieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de\n\nUnd dann geht's da. 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