{"id":4371,"date":"2023-02-07T11:15:48","date_gmt":"2023-02-07T10:15:48","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4371"},"modified":"2026-07-21T19:40:12","modified_gmt":"2026-07-21T17:40:12","slug":"podcast-how-germany-is-travelling-the-season-finale","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/podcast-so-reist-deutschland-das-staffelfinale\/","title":{"rendered":"This is how Germany travels \u2013 the season finale"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>00:36 - Welcome\/Topic introduction<\/p>\n<p>01:00 - Results of the 39th German Tourism Analysis<\/p>\n<p>It&#039;s that time again \u2013 season 2 is slowly drawing to a close. But we have something very special in store for you for our grand season finale: We&#039;ll be presenting the results of our 39th German Tourism Analysis!<\/p>\n<p>What was the travel behaviour of German citizens last year, who already has firm travel intentions again and how are Germans financing their holidays in the current difficult economic times? We are delighted to be able to present the latest study results to you in person in the 10th episode.<\/p>\n<p>But what happens next? Will there be a third season? You bet! We expect to be back at the end of the year after a short break.<\/p>","protected":false},"author":37,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67],"class_list":["post-4371","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 2 - Folge 10","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<iframe style=\"border-radius:12px\" src=\"https:\/\/open.spotify.com\/embed\/episode\/2qBnsCS9LpMqSyO8fR1QVD?utm_source=generator&theme=0\" width=\"100%\" height=\"152\" frameBorder=\"0\" allowfullscreen=\"\" allow=\"autoplay; clipboard-write; encrypted-media; fullscreen; picture-in-picture\" loading=\"lazy\"><\/iframe>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1009862-m-c90c1d6096fc243d749b8427c907ac57.mp3","podcast_transcript":"Sp\u00e4ter war alles besser, der Zukunftspodcast. Brain Food f\u00fcr Neugierige und Zukunftsinteressierte. Mit mir, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und mit mir, Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung. Hallo und herzlich willkommen zur zehnten Folge, dem Staffelfinale unserer zweiten Staffel, unseres Zukunftspodcasts. Sp\u00e4ter war alles besser. Hallo. Wir haben ja jetzt eine kleine Verz\u00f6gerung gehabt. Die letzte Folge ist bereits vier Wochen her. Es hat aber einen ganz wichtigen Grund und zwar haben wir auf die Ver\u00f6ffentlichung unserer diesj\u00e4hrigen, mittlerweile 39. deutschen Tourismusanalyse gewartet. Uli, magst du einmal unseren H\u00f6rern sagen, warum das f\u00fcr uns so wichtig war, da zu warten? Ja, es war einfach ja eine \u00dcberlegung von uns, dass wir gesagt haben, bevor wir jetzt die Staffel abschlie\u00dfen, wollen wir an sich nochmal so ein Highlight zum Schluss haben. Und f\u00fcr uns in der Stiftung ist schon dieses Thema Tourismus wirklich an sich unser Thema. Also damit ist es damals vor fast 50 Jahren losgegangen. Und f\u00fcr uns ist es halt immer auch so das Highlight des Jahres. Also da warten wir sehns\u00fcchtig dann drauf. Wie hat sich dann was ver\u00e4ndert? Ja und auch nicht nur wir, ne? Auch die Branche, da k\u00f6nnen wir ja auch ein bisschen stolz auf uns sein. Das stimmt, das sagen wir ja nie so, aber es ist halt schon wirklich auff\u00e4llig. Also ich glaube, es sind heute im Laufe des Tages, glaube ich, wieder acht Fernsehinterviews geplant, wo wir was dazu sagen werden. Die Radiosender direkt nach dem Podcast wird jetzt losgehen, dass die dar\u00fcber berichten wollen. Also es ist schon wirklich auch etwas, worauf die Branche, hast du v\u00f6llig recht, wartet, weil wir eben die Ersten sind, die auch sagen, wie wurde denn verreist und wie sieht es in diesem Jahr aus? Richtig. Deswegen ist diese Folge auch ein bisschen anders als die anderen. Wir werden diesmal monothematisch sein und wirklich nur dar\u00fcber sprechen, wer es wann wohin gereist hat, wie viel ausgegeben, wie sind die Absichten f\u00fcrs n\u00e4chste Jahr. Genau, aber wir bringen auch rein die Anfragen. Da war ja eine wirklich, die genau diesmal dazu gepasst hat, weil wir es untersucht haben, ist nat\u00fcrlich das Thema Finanzierbarkeit auf Reisen. Also wie ist eigentlich \u00fcberhaupt, ist derzeit m\u00f6glich, dass einerseits ja die Inflation deutlich gestiegen ist, nat\u00fcrlich die Unsicherheit durch den Krieg. Corona wirkt immer noch ein bisschen rein. Wie machen die Deutschen eigentlich, dass sie \u00fcberhaupt noch in den Urlaub fahren k\u00f6nnen? Also wie verh\u00e4lt es sich mit den Finanzen? Das passt ja echt die Faust aufs Auge, dass wir gesagt haben, das sind ja schon wieder die H\u00f6rerfragen, die wir dann heute trotzdem beantworten k\u00f6nnen. Absolut. Und da w\u00fcrde ich auch gerne direkt reinspringen. Denn wenn ich mir die Ergebnisse der Tourismusanalyse anschaue, das Erste, was mich wahnsinnig \u00fcberrascht hat, in diesem doch Krisenjahr 2022 ist die Reisefrequenz so hoch wie lange vor der Pandemie. Wie erkl\u00e4rst du dir das? Also eigentlich h\u00e4tte ich jetzt damit gerechnet, Inflation, Krieg, wie kommt es, dass wir mehr verreist sind? Das stimmt. Also wenn man sich die reinen Zahlen anschaut, ist es wirklich wieder so, dass drei von f\u00fcnf Deutschen unterwegs waren. Also an sich fast genauso viel wie vor der Pandemie, wenn man es jetzt anschaut. 2019 waren es 61 Prozent, also noch ein Tick mehr. Aber letztes Jahr, also das Jahr davor, war es nicht mal jeder Zweite. Davor war es nur gut jeder Dritte, der verreist ist. Und jetzt eben wieder drei von f\u00fcnf Deutschen, die losgefahren sind. Man merkt wirklich, dass ein gro\u00dfes, gro\u00dfes Bed\u00fcrfnis im letzten Jahr vorgeherrscht hat, eben Kontrast wieder zu haben. Also wir haben ja oftmals, wenn wir uns \u00fcberlegen, warum verreisen Menschen \u00fcberhaupt, sagt man ja immer, ja, es ist die Erholung, es ist die Erlebnissuche, es ist irgendwie das Berichten hinterher. Aber dieses Grundmotiv des Reisens, was es ja schon immer gab, den Kontrast, das ist wirklich jetzt deutlich geworden. Also man m\u00f6chte einen Kontrast zu den negativen Nachrichten, die man hier tagt\u00e4glich hat. Man m\u00f6chte einen Kontrast zur Monotonie, einen Kontrast zum Stress, vielleicht auch im Alltag. Also man hat wirklich wieder das Bed\u00fcrfnis, einfach was anderes zu machen. Und darum sind letztes Jahr eben so viel gefahren. Und da tats\u00e4chlich auch noch mal mehr als direkt in dem Nach-Corona-Jahr. Also 21 h\u00e4tten wir das ja schon erwartet, aber jetzt 22 war es noch mal deutlich, deutlich mehr. Das hei\u00dft, die Lockdowns haben gar nicht so schwer gewogen wie jetzt diese Alltagssorgen. Kann man wirklich sagen. Also Lockdown hat sicherlich eine Auswirkung gehabt. Das ist ja auch klar, wenn die Leute nicht verreisen konnten, sind sie nicht verreist. Aber wir haben schon so ein bisschen gemerkt, dass es 2021 wieder aufw\u00e4rts ging. Aber jetzt im letzten Jahr wirklich auch f\u00fcr mich selbst \u00fcberraschend, dass so viele verreist sind. Und ich glaube, das ist jetzt auch nicht mehr nur Corona gewesen. Es ist ein Jahr des Krieges gewesen. Und der Ukraine-Krieg hat uns ja das ganze Jahr \u00fcber begleitet. Und es war ja schon auch viel, da sind nach wie vor viele Sorgen da, viele Ungewissheiten, die ganzen finanziellen Situationen. Und trotzdem haben die Leute eben gesagt, sie wollen unterwegs sein, wollen die eigenen vier W\u00e4nde, den eigenen Wohnort verlassen. Wollen auch, muss man ehrlicherweise sagen, wieder \u00f6fter Deutschland verlassen. Also die Frequenz von Auslandsreisen ist deutlich gestiegen. Das ist wirklich schon eine gro\u00dfe Entwicklung gewesen. Genau. Das ist n\u00e4mlich das Zweite, was mich \u00fcberrascht hat, dass die Reisedauer zugenommen hat. Und wo du n\u00e4mlich gerade sagst, es wurde h\u00e4ufiger Deutschland verlassen. Die Reisedauer steigt ja eben auch mit der Entfernung des Reiseziels meistens logischerweise an. Also Fernreisen, da verweilt man l\u00e4nger vor Ort, als eben, wenn man jetzt als Hamburger nur an die Ostsee f\u00e4hrt. Und das geht ja auch mit den Kosten direkt einher. Also so eine zweite gro\u00dfe \u00dcberraschung. Wir sind nicht nur h\u00e4ufiger verreist, sondern wir sind auch l\u00e4nger verreist. Ja, also es ist wirklich ein wirklich auff\u00e4lliges Jahr gewesen. Also vielleicht die Punkte auch kurz durchgegangen. Wenn du jetzt sagst, die Reisedauer ist gestiegen. Ja, das ist die h\u00f6chste Reisedauer letztes Jahr gewesen. Seit \u00fcber 20 Jahren. Also wir sind wieder im Schnitt 13 Tage unterwegs gewesen. Das sind zwei Tage mehr als vor dem Jahr 2021. Vier Tage mehr oder fast vier Tage mehr als 2020. Auch noch einen Tag mehr als vor der Krise. Also die Leute sind wirklich erstmal wieder l\u00e4nger unterwegs gewesen. Und dann den Punkt, den du nat\u00fcrlich angef\u00fchrt hast, das ist die Erkl\u00e4rung. Wir haben einfach wieder weniger Urlaub hierzulande gemacht. Und das ist einerseits nat\u00fcrlich f\u00fcr viele Reisende auch keine freiwillige Entscheidung gewesen. Muss man ehrlicherweise sagen, dass sie 2020 und 2021 eher Urlaub in Deutschland gemacht haben. Aber letztes Jahr waren eben wieder die M\u00f6glichkeiten da. Und entsprechend viele haben sich dann auch eher wieder Richtung Ausland orientiert. So wie du es eingangs ja auch sagtest. Und der Kontrast ist dann noch h\u00f6her. Man hat w\u00e4hrend der Pandemie ja auch viel Urlaub vor der eigenen Haust\u00fcr, haben wir das ja immer genannt, gemacht. Einfach auch direkt im n\u00e4heren Umfeld. Und dass jetzt eben die M\u00f6glichkeiten da waren aufgrund der fehlenden oder gefallenen Reisebeschr\u00e4nkungen. Es ist alles sicherer geworden, was die Gesundheit angeht. Dass man deswegen jetzt wieder gesagt hat, okay, jetzt nutzen wir die Chance und reisen auch direkt in die Ferne. K\u00f6nnen wir uns ja auch nicht von ausnehmen. Wir haben das ja genauso gemacht. Klar, also 2020 waren glaube ich auch wir beide, dass wir gesagt haben, wenn \u00fcberhaupt Urlaub, dann Urlaub im eigenen Land vor der eigenen Haust\u00fcr. Auch 2021 war nat\u00fcrlich nochmal ein wirklich gutes Jahr f\u00fcr Deutschland. Auch letztes Jahr, das darf man nicht vergessen, also vielerorts war es ausgebucht. Es war nach wie vor ein h\u00f6herer Anteil von Bundesb\u00fcrgern, die Urlaub im eigenen Land gemacht haben als vor Corona. Das ist \u00fcberhaupt alles keine Frage. Es ist ja nach wie vor 41 Prozent. Also mehr als zwei von f\u00fcnf machen Urlaub zwischen Nordsee, Ostsee, Bayern, Bahn, W\u00fcrttemberg. Also das ist nach wie vor mit riesigem Abstand das beliebteste Reiseziel. Aber es waren eben deutlich weniger als noch im Vorjahr. Also 2021 war es mehr als jeder Zweite. Also ein R\u00fcckgang um 10 Prozent ist viel. Das ist ganz spannend, das nochmal ins Verh\u00e4ltnis zu setzen, weil wir sagen, es sind jetzt weniger, die in Deutschland Urlaub machen. Aber im Vergleich zu vor Corona sind es ja immer noch wahnsinnig viele, die in Deutschland Urlaub machen. Also Deutschland ist ja das beliebteste Reiseziel. Und auch so im Langzeitvergleich deutlich beliebter als vor zehn Jahren, oder? Ganz klar. Also das merkst du halt schon, dass auch da, die Gr\u00fcnde sind nat\u00fcrlich vielf\u00e4ltig. Es ist eine \u00e4lter werdende Bev\u00f6lkerung. F\u00fcr mich aber ganz klar der Hauptgrund, dass es einfach sehr, sehr attraktiv ist, in Deutschland Urlaub zu machen. Also die ganzen Destinationen haben einfach enorm investiert. Es ist wirklich toll, Urlaub zu machen, egal ob jetzt K\u00fcste, Berge, ob irgendwo dazwischen. Viele haben \u00fcberhaupt den Tourismus in den letzten ein, zwei Jahrzehnten erst f\u00fcr ihre Region entdeckt, dass da etwas touristisch geschaffen wurde. Und insofern nat\u00fcrlich auch nicht, weil wir jetzt irgendwie in irgendeiner Form \u00fcberraschen, wie du es eben gesagt hast, das ist wirklich mit riesigem Abstand beliebteste Reiseziel der Bundesb\u00fcrger bleibt Deutschland. Und wenn du jetzt auch irgendwie die Zahlen anschaust, darf man nicht vergessen, also Bayern alleine hat genauso viel Besucher wie irgendwie ganz Spanien zusammen. Also das ist ja auch immer so ein bisschen in Relation zu setzen. Oder jetzt irgendwie ein wirklich beliebtes Land wie Griechenland. Das hat deutlich weniger Besucher als jetzt Mecklenburg-Vorpommern alleine, als Schleswig-Holstein alleine. Spannend. Genauso viel Besucher wie jetzt Niedersachsen oder Baden-W\u00fcrttemberg. Also das sind alles Sachen, die darf man nie au\u00dfer Acht lassen, wenn wir jetzt sagen, weniger G\u00e4ste in Deutschland auf einem enorm hohen Niveau. Aber Deutschland ist ja auch nicht ganz so g\u00fcnstig. Das hatten wir ja in anderen Folgen auch schon mal erw\u00e4hnt. Wie sieht das denn mit den Reisekosten aus? Ist das vielleicht auch ein Grund, dass die aufgrund der gestiegenen Attraktivit\u00e4t w\u00e4hrend der Pandemie die Kosten hier in Deutschland ja auch hochgegangen sind, dass das deswegen jetzt vielleicht auch wieder mehr Leute ins Ausland gezogen hat, weil es im Ausland zum Teil ja doch einfach g\u00fcnstiger ist als in Deutschland. Das ist auch wieder so ein Ergebnis, was zumindest, ich glaube, uns beide \u00fcberrascht hat. Also wenn ich mir anschaue, was die Bundesb\u00fcrger im Schnitt mittlerweile ausgeben, das ist schon eine ganze Stange Geld. Jetzt kann man auch sagen, die Deutschen haben ehrlicherweise nie mehr f\u00fcr den Urlaub ausgegeben als aktuell. Und das im Jahr 2022, das ist wirklich immer noch etwas, was mich wahnsinnig \u00fcberrascht. Total. Das zeigt ja wirklich, wie wichtig, also was f\u00fcr ein extremes Bed\u00fcrfnis dieses Reisen f\u00fcr uns ist. Klar. Andererseits nat\u00fcrlich auch v\u00f6llig nachzuvollziehen. Also wenn es immer hie\u00df, Inflation 10 Prozent, das merkst du einfach. Also jetzt guck dir wieder die Vergleiche an. Vor Corona 2019 haben die Leute 1200 Euro im Schnitt f\u00fcr den Urlaub ausgegeben. Im letzten Jahr 1350. Das ist jetzt sogar ein Tick mehr als 10 Prozent. Das ist mir klar. Aber das ist eben, die Preise haben nun mal angezogen und die Leute sind bereit, es zu zahlen. Das ist wirklich etwas, und ich f\u00fchre es dir vor Augen jetzt irgendwie, wir beide mit vierk\u00f6pfigen Familien, du mit deiner Familie. Im Schnitt gab eine vierk\u00f6pfige Familie fast 5.500 Euro f\u00fcr den Haupturlaub aus. Das ist wirklich, wirklich viel Geld. Und das im Durchschnitt. Das d\u00fcrfen wir nicht vergessen. Also das ist schon enorm. Aber du hast nat\u00fcrlich v\u00f6llig recht. Die spannende Frage ist, wie sieht es eigentlich in den einzelnen Regionen aus und wie hat es sich da entwickelt? Da ist es jetzt nat\u00fcrlich nicht ganz fair zu sagen, ich vergleiche Deutschland, also nie mit der Karibik oder mit Australien oder auch nur mit Spanien, weil die Leute ja l\u00e4nger bleiben, je weiter sie entfernt ihren Urlaub verbringen. Insofern macht es, glaube ich, Sinn, sich die Tageskosten anzuschauen. Also was wird pro Tag ausgegeben oder was kostet ein Urlaubstag? Und das ist wirklich interessant. Also ein Schnitt kostet ein Urlaubstag f\u00fcr \u00fcber alle L\u00e4nder 106 Euro pro Person. Das dann All-in, also von der Anreise, Unterkunft, das Essen, die Verpflegung, also das Souvenir, das Eis zwischendurch, alles drin. Also 106 Euro pro Person im Durchschnitt. In Deutschland sind es 112 Euro, also mehr, was pro Tag ausgegeben wird. In Deutschland wird mit diesen 112 Euro genauso viel pro Tag f\u00fcr den Urlaub ausgegeben wie au\u00dferhalb Europas. Also v\u00f6llig gleich, ob du jetzt, keine Ahnung, in die USA fliegst, nach Mexiko fliegst, nach S\u00fcdafrika fliegst oder wo auch immer hinfliegst. Du gibst pro Tag oder es wurde pro Tag genauso viel ausgegeben, als wenn du Urlaub, wei\u00df ich nicht, in Schleswig-Holstein gemacht hast, in Bayern gemacht hast, in der Rh\u00f6n gemacht hast, wo auch immer. Aber das ist historisch wirklich neu. Und bei dem, was du sagst, S\u00fcdafrika und au\u00dferhalb Europas, da sind nat\u00fcrlich ja in diesen 106 Euro auch die Flugkosten mit drin. In 112 Euro, genau. Also das ist alles drin. Das hei\u00dft also auch wirklich, da die Anreise hier in Deutschland an sich immer g\u00fcnstiger ist, als wenn du ins Ausland f\u00e4hrst oder fliegst, ist es schon auff\u00e4llig, dass einfach der Tag hier mehr kostet. Also die Unterkunft kostet deutlich mehr, aber auch diese ganzen Nebenausgaben, die sind einfach in Deutschland mittlerweile h\u00f6her als in fast allen anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern und genauso hoch wie au\u00dferhalb Europas. Ist das dann vielleicht ein Punkt, wenn ich mir gerade mal die Zahlen angucke, warum die Fernreisen auch so gestiegen sind? Weil einfach der finanzielle Unterschied zwischen einem Urlaub in Deutschland und einem Urlaub in S\u00fcdostasien am Ende gar nicht mehr so gro\u00df ist? Ja, also das habe ich vorhin gar nicht fertig erz\u00e4hlt. Das ist auch auff\u00e4llig gewesen. Der Anteil von Fernreisen hat sich nochmal verdoppelt. Also zwischen 2021 und 2022 sind doppelt so viele Leute au\u00dferhalb Europas unterwegs gewesen wie noch 2021. Also das ist wirklich auff\u00e4llig. Ich wei\u00df nicht genau, wie die Zahl ist. Aber da sind es 14 Prozent, die au\u00dferhalb Europas ihren Urlaub gemacht haben. Das ist wirklich enorm. Ja, und du hast halt recht. Also das ist, wenn ich dich jetzt w\u00e4hlen lasse und jetzt nicht irgendwie auf eine bestimmte Region bezogen, aber willst du deinen Urlaub in Hessen machen oder m\u00f6chtest du deinen Urlaub in der Karibik machen zum selben Preis? Also das ist ja auch eine schwere oder eine leichte Entscheidung. Ich glaube, ich bin nicht die Einzige, die Zweiteres w\u00e4hlen w\u00fcrde. Bist du nicht. Nein, das kann ich dir versprechen. Ich w\u00fcrde es auch. Also das ist ganz klar. Aber da kann ich tats\u00e4chlich auch kurz eine private Geschichte zu erz\u00e4hlen, weil uns das jetzt gerade genauso geht. Wir hatten \u00fcberlegt, auch endlich mal wieder eine Fernreise zu machen. Also ich sp\u00fcre auch dieses Nachholbed\u00fcrfnis und diesen gr\u00f6\u00dferen Kontrast mal au\u00dferhalb Europas unterwegs zu sein. Und dachte dann, naja, okay, aber muss ja vielleicht auch nicht sein. Vielleicht machen wir auch einfach in Europa Urlaub. Und tats\u00e4chlich ist eben die Fernreise genauso teuer wie der Urlaub hier in Europa, also in Spanien. Und Deutschland hast du gar nicht in Betracht gezogen, oder? Nein, das ist jetzt gemein. Nee, in Deutschland, da fahre ich nicht in Hotels, da besucht man dann Freunde und Familie. Das stimmt, ja. Das z\u00e4hlt nicht so ganz. Ja, da hast du recht. Also das ist schon ungew\u00f6hnlich. Wobei man jetzt ja immer sagt, das Fliegen ist doch so viel teurer geworden. Wie kann das irgendwie sein? Das stimmt. Also Flugpreise haben angezogen, werden auch ehrlicherweise dieses Jahr anziehen. Also da w\u00e4re meine Empfehlung wirklich dar\u00fcber nachzudenken, m\u00f6glichst bald zu buchen, wenn man im Sommer unterwegs sein m\u00f6chte. Die Preise werden tendenziell eher steigen. Aber es ist nat\u00fcrlich trotzdem interessant zu wissen, ob du jetzt, jetzt nehmen wir ein anderes Beispiel, ob du irgendwie in Italien Urlaub machst oder ob du nach Dubai fliegst oder auf die Philippinen fliegst. Das ist von den Endkosten her, unterscheidet sich nur noch dadurch, dass du gegebenenfalls l\u00e4nger unterwegs bist, wenn du halt weiter weg fliegst. Ansonsten ist es eins zu eins dasselbe. Ja. Was ich ganz interessant fand, das muss man jetzt auch mal sagen, wo wir jetzt so ein bisschen ja auch gesagt haben, Mensch, Deutschland ist so teuer und alles. Es gibt nat\u00fcrlich nach wie vor L\u00e4nder, die noch teurer sind als Deutschland. Also das darf man auch nicht vergessen. Und das ist f\u00fcr mich ein bisschen \u00fcberraschend gewesen, sage ich offen. Erwartet habe ich das. Am teuersten ist es in Skandinavien. Das hat man aber so ein bisschen vielleicht auch erwartet. Skandinavien hat ja immer, hat man ja immer dieses Gef\u00fchl, das ist vor Ort einfach etwas teurer. Was aber auf Platz zwei gelandet ist und das h\u00e4tte ich ehrlicherweise nicht erwartet, ist Griechenland. Also da sehen wir wirklich, dass Griechenland in den letzten Jahren guten Zulauf hatte. Aber dass die Griechen halt auch da sehr selbstbewusst gesagt haben, gut, dann kann ich halt auch da ein bisschen mehr Geld nehmen. Und das ist wirklich mittlerweile, ich wei\u00df es gar nicht genau, ich m\u00fcsste jetzt eben bl\u00e4ttern, warte, wie teuer es war. Aber es war schon, Moment, Moment, Moment. Griechenland ist ja auch, glaube ich, zu differenzieren zwischen den Inseln, also irgendwie jetzt, wenn ich jetzt an Mykonos denke, oder vielleicht Halkidiki, Festland. Da ist ja auch nochmal so ein gro\u00dfer Unterschied, glaube ich, wo auch das Publikum, was in Griechenland Urlaub macht, auf der einen Seite auch eben preisbewusst rei\u00dft und die anderen eben \u00fcberhaupt gar nicht aufs Geld achten. Da hast du recht. Ja, also das ist nochmal ein gro\u00dfer Unterschied. Da haben wir auch Unterschieden zwischen den Inseln in Griechenland und dem griechischen Festland. Da sind gro\u00dfe Unterschiede da. Aber letztendlich ist Griechenland eben schon echt einen guten Preis. 142 Euro im Schnitt pro Tag. Also das liegt da nochmal deutlich mit den 112 Euro \u00fcber Deutschland. Auf Platz zwei Skandinavien 128 und dann kommt auch schon Deutschland. Also das ist nochmal wirklich teuer. Und wie gesagt, du hast nat\u00fcrlich recht. Also es h\u00e4ngt immer davon ab, wo in Griechenland man Urlaub macht. Aber nat\u00fcrlich ist es auch besonders attraktiv und besonders beliebt, auf eine griechische Insel zu fahren, da segeln zu gehen, da vor Ort es sich gut gehen zu lassen. Man bleibt wieder etwas k\u00fcrzer in Griechenland. Das darf man auch nicht vergessen als jetzt in anderen mediterranen Reisezielen, weil es eben doch ein Tink teurer ist pro Tag. Sprechen wir \u00fcber Reiseabsichten. Wir haben jetzt ja viel \u00fcber das vergangene Jahr gesprochen. Lass uns doch noch kurz dr\u00fcber sprechen, was dieses Jahr ansteht. Also was steht bei euch an? Du sagst, du wirst eher dieses Jahr eine Fernreise machen? Ja, genau. Ich f\u00fchle mich da genauso wie der Rest in Deutschland offensichtlich. Ich m\u00f6chte das gerne nachholen, gro\u00dfen Kontrast mal sehen. Und wir haben uns jetzt f\u00fcr S\u00fcdostasien entschieden, weil das einfach ein sehr attraktives Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis ist. Und war tats\u00e4chlich eben gerade im konkreten Vergleich zu Spanien nur minimal teurer. Daf\u00fcr, dass man dann doch dieses gef\u00fchlte Abenteuer bekommt. Okay. Spannend. Und bei euch? Ehrlicherweise auch eine Fernreise dieses Jahr. Du wei\u00dft ja, ich habe einen starken Bezug zu den USA. Ich war in sehr, sehr vielen. Ich war in 48 von 50 Bundesstaaten schon in den USA. Also wirklich sehr USA-affin, weil ich auch mal einen Teil des Jahres da arbeite, an der Uni dr\u00fcben. Aber dieses Jahr habe ich gesagt, ich m\u00f6chte Nummer 49 machen und werde anfangen, mit meinem Sohn alleine Alaska zu bereisen. Oh, wow. Dann Alaska ist ein furchtbar langer Flug. Wir sind irgendwie 24 Stunden unterwegs. Mir graut wirklich davor. Aber dann treffen wir den Rest der Familie, also meine Frau und meine Tochter und machen mit denen dann auch vier Wochen andere Sachen in den USA. Aber vorab werden mein Sohn und ich Alaska machen. Und das ist wirklich eine gro\u00dfe Vorfreude, weil ich es nicht kenne. Und ich glaube, es ist nochmal ganz, ganz anders als der Rest der USA. Aber du hast recht, auch eine Fernreise dieses Jahr. Damit sind wir aber nicht alleine. Das d\u00fcrfen wir auch nicht vergessen. Also wenn ich mir anschaue, Reiseabsichten f\u00fcr dieses Jahr. Man kann wirklich sagen, und das ist ja immer auch beim Tourismus der Fall, wer es sich leisten kann, wird er Reiseziele w\u00e4hlen, die etwas weiter entfernt sind. Also schon jetzt sagen 16 Prozent, also jeder Sechste, dass er gerne seinen Urlaub au\u00dferhalb Europas verbringen m\u00f6chte. Und wenn man sich das anschaut, im letzten Jahr waren es nur so 13, 14 Prozent. Also nochmal eine Steigerung. Also nochmal mehr Deutsche, die Urlaub fernab Europas machen wollen. Ja und vor allem jetzt, wo du die doch ein bisschen niedrige Zahl nennst, das sind ja die, die jetzt schon sicher sind, dass sie das dieses Jahr machen werden. Da hast du v\u00f6llig recht. Ja. Also auch das ist ein ganz wichtiger Punkt. Nach wie vor ist es ja so, dass 15 bis 20 Prozent, sagt man immer, ganz klar sagen, ich wei\u00df einfach noch nicht, wo ich dieses Jahr Urlaub mache. Ich meine, wir sind jetzt im Februar. Das ist ja f\u00fcr viele Urlaub noch furchtbar weit weg. Die fangen irgendwie an, Ostern zu planen. Ein Teil sagt auch, sie wollen irgendwie doch abwarten, bis die Schn\u00e4ppchen kurz vorm Sommer kommen. Die Restpl\u00e4tze wollen dann ausw\u00e4hlen. Denen ist es gar nicht so wichtig, wo es hingeht. Also das ist nat\u00fcrlich auch etwas, was auff\u00e4llig ist, dass die Zahlen f\u00fcr solche Destinationen wahrscheinlich nochmal h\u00f6her sein werden. Kann also auch sein, dass wir neu in das Rekordjahr f\u00fcr Fernreisen dieses Jahr erleben werden und jeder f\u00fcnfte fernab von Europa seinen Urlaub verbringen wird. Ja, innerhalb Europas ist es dann ja wieder recht klassisch. Deutschland auf Platz 1, Spanien, Italien. Gab es da irgendetwas, was dich \u00fcberrascht hat? Oder ist das, finde ich, an sicherst... Ja, du hast es eben schon gesagt. Also Deutschland mit riesigem Abstand wird wieder auf Platz 1 landen. Auch Spanien ist, bleibt und wird sicherlich auch in Zukunft das beliebteste ausl\u00e4ndische Reiseziel der Bundesb\u00fcrger bleiben. Also allen voran nat\u00fcrlich die Balearen, aber auch das spanische Festland, die Kanaren noch dazu. Das ist die Mischung wirklich da sehr, sehr attraktiv. Italien auch schon lange Platz 2. Dann gab es danach ja immer so ein bisschen Kampf zwischen Griechenland, zwischen \u00d6sterreich, zwischen der T\u00fcrkei. Wer schafft es noch aufs Podium? Also f\u00fcr dieses Jahr sieht es eher danach aus, dass es die T\u00fcrkei und Griechenland werden wird. \u00d6sterreich hat schon deutlich an G\u00e4sten oder an Beliebtheit, was den Haupturlaub angeht, verloren. Wir haben ja auch schon mal in einer Podcast-Folge was zum Thema Winterurlaub gesagt. Da ist \u00d6sterreich nach wie vor ganz, ganz weit vorne. Aber was den Haupturlaub im Sommer angeht, da verliert \u00d6sterreich doch zunehmend ein bisschen den Anschluss. Wahrscheinlich dieses Jahr sogar das Benelux aufschlie\u00dfen kann zu \u00d6sterreich. Also da merken wir schon eine Verschiebung. Ja, Benelux, wo du das sagst, das ist ja so ein bisschen Hidden Champion. Also die haben sich ja \u00fcber die letzten Jahre so ganz langsam in die Top Ten und in die Top F\u00fcnf jetzt so langsam geschlichen. Also es ist wirklich interessant, weil es ja ein Reiseziel ist, wo wir ja immer sagen, in Europa rund ums Mittelmeer herum. Und Benelux \u00fcberhaupt nicht. Also nat\u00fcrlich Holland hat die K\u00fcste und Belgien auch ein bisschen, was die Nordsee angeht, da ist es schon attraktiv, auch den Sommer zu verbringen. Aber auch so ein bisschen ins Land an sich rein. Also das ist wirklich etwas, nat\u00fcrlich NRW merken wir da ganz klar, die Anreise mit dem Auto, f\u00fcr diejenigen, die eher mit dem Auto in den Urlaub fahren wollen, dass das attraktiv ist. Alternativen dazu, gut, w\u00e4ren halt \u00d6sterreich. Das hat, wie gesagt, ein bisschen an Popularit\u00e4t verloren. Skandinavien ist f\u00fcr einige eben doch zu kostenintensiv. Und dann wird ausgewichen Richtung Benelux. Du hast recht, ist so eine Art Hidden Champion. Und vielleicht ja, also es wird sich jetzt ja mit den n\u00e4chsten Jahren auch zeigen, aber vielleicht ja auch so der Gewinner aus der Corona-Pandemie, weil halt dann eben, wie du sagst, viele doch mit dem Auto eben in die Nachbarl\u00e4nder r\u00fcber gefahren sind und es dann halt kennen und lieben gelernt haben. Das stimmt. Wobei mir nat\u00fcrlich insgesamt jetzt auch diese Entwicklung spannend sein wird. Also wollen die Leute mit dem eigenen Auto fahren? Ist das irgendwie bequemer? Oder wird doch wieder das Flugzeug? Also Fernreisen kannst du nur mit dem Flugzeug machen. Ja. Klar kannst du einen Kreuzfahrer nehmen, aber das ist eben doch eher die Ausnahme. Also die meisten fliegen dann ja in den Urlaub. Das Thema Umwelt, Klimawandel, das wird wirklich im Zusammenhang mit Tourismus ausgeblendet. Also nat\u00fcrlich wird jetzt vielleicht die Quote ein bisschen von 0,01 auf 0,02 Prozent derjenigen steigen, die irgendwie eine Ausgleichszahlung machen. Aber insgesamt wird da wirklich das Gewissen ausgeschaltet. Und man kann jetzt nicht sagen, aufgrund meines Verhaltens, was ich zu Hause vielleicht an den Tag lege, das setze ich im Urlaub fort und nutze jetzt keinen Flieger mehr im Sommer. Das ist wirklich nicht nachzuweisen. Das erinnert mich an unsere Podcast-Folge letztes Jahr zur Tourismusanalyse. Wen das interessiert, der kann da ja auch nochmal reinh\u00f6ren. Da sagtest du, die Deutschen haben Lust auf Stau. Also so ein Urlaub mit dem Auto hat auch was Besonderes und so ein besonderes Flair. Und ich glaube, gerade f\u00fcr die, die nach Holland in Urlaub fahren, da geh\u00f6rt der Stau schon irgendwie mit dazu. Das stimmt. Und alle anderen, die Richtung Skandinavien wollen, m\u00fcssen bei uns hier in Hamburg vorbei durch den Elbtunnel. Auch das ist nicht ganz einfach. Ich k\u00fcndige das schon mal f\u00fcr all diejenigen an. Aber ja, da bleibe ich auch bei. Das ist ja wieder dieses, ich habe was zu erz\u00e4hlen. Ich habe was erlebt. Ich kann schon die Anreise, kann davon irgendwie berichten. Nat\u00fcrlich darf man aber auch nicht vergessen, das Fliegen als solches wird nicht mehr unbedingt jetzt mit Service und Komfort gleichgesetzt. Ich wei\u00df nicht, wie es dir geht, aber nicht nur diese ganzen Kosten, die ich auf einmal habe. Ich muss jedes Handgep\u00e4ck extra zahlen, die Gep\u00e4ckst\u00fccke sowieso. Ich muss irgendwie lange anstehen. Es ist dieses Gef\u00fchl, dass der Urlaub am Flughafen beginnt. Das ist nicht mehr der Fall. Also ich habe das Gef\u00fchl, mein Urlaub f\u00e4ngt erst in dem Moment an, wo ich gelandet bin, wo ich im Hotel bin, wo ich in der Unterkunft bin. Dann geht der Urlaub los. Aber dieses sanft in den Urlaub rein, \u00fcber die Anreise, das ist beim Fliegen, glaube ich, immer seltener der Fall. Ja, w\u00fcrde ich dir absolut recht geben. Ich glaube, es gibt noch so ein paar Airlines, wenn ich jetzt an Emirates denke, wo das vielleicht noch so ist. Aber die meisten kann man vielleicht eher mit einem Bus, der S-Bad oder \u00e4hnlichem vergleichen. Also wirklich einfach nur ein Transportmittel. Das ist an sich eine sch\u00f6ne Schlagzeile. Das Flugzeug wird die neue S-Bahn, also anonymisiert. Es gibt irgendwie keinen Service mehr an Bord. Ich kann einsteigen. Keine Sitzpl\u00e4tze. Keine Sitzpl\u00e4tze mehr, genau. Ich muss das nehmen, was da ist. Ich kann vielleicht nicht zusammensitzen, wenn ich nicht vorher schon wieder daf\u00fcr extra bezahlt habe. Also ist die Branche wirklich ganz stark. Ob ich meinen Koffer \u00fcberhaupt mit an Bord bekomme, ist ja auch so eine Frage. Ob ich den dann vor Ort wiederbekomme, das sind alles Sachen. Warum jetzt kein Bashing auf die Fluchtlinie machen? Aber schon eine Ver\u00e4nderung. Das darf man einfach nicht vergessen. Aber Uli, mit Blick auf die Uhr. Ich habe noch ein Thema, was ich gerne mit dir besprechen w\u00fcrde. Und zwar das Sonderthema aus unserer diesj\u00e4hrigen Tourismusanalyse. Und zwar, wir haben jetzt ja viel dar\u00fcber gesprochen, dass Urlaub eben teurer wird. Nat\u00fcrlich in vielen Punkten auch zu Recht. Wenn alles teurer wird, m\u00fcssen nat\u00fcrlich auch die Touristiker ihre Preise anheben. Aber was machen denn jetzt wir Deutschen, damit wir trotzdem in den Urlaub fahren k\u00f6nnen? Denn offensichtlich verreisen wir ja. Das Geld muss aber ja irgendwo eingespart werden. Das haben wir ja dieses Jahr befragt. Weil es auch immer wieder eine Frage ist, die an uns gerichtet wird. Also wie kann man sich den Urlaub eigentlich noch in Zukunft leisten, wenn er doch so viel teurer wird? Also es gibt nat\u00fcrlich vielf\u00e4ltigste M\u00f6glichkeiten vorab oder auch im Urlaub zu sparen. Jetzt kann man die h\u00e4ufigste Einsparm\u00f6glichkeit oder was die meisten Bundesb\u00fcrger angeben, wie sie sparen, ist einfach vor Ort. Also sie geben weniger Geld f\u00fcr irgendwelche Shopping-Sachen aus. Sie geben weniger Geld f\u00fcr Souvenirs aus. Auch fast jeder Zweite, der sagt, er macht weniger Ausfl\u00fcge. Das sind wirklich ein sehr h\u00e4ufiges Mittel, wie Geld eingespart wird. Und dann nat\u00fcrlich, wenn man die M\u00f6glichkeit hat, anders zu verreisen. Also jetzt zu sagen, ich nehme nicht die Sommerferien, wo irgendwie die Preise h\u00f6her sind als in der Nebensaison. Auch die M\u00f6glichkeit im Last-Minute wieder. Ich habe es vorhin angesprochen. Ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass das ein Comeback erleben wird, weil man wieder die Hoffnung hat, dar\u00fcber ein bisschen einzusparen. Eine dritte M\u00f6glichkeit nat\u00fcrlich, dass du einfach ein bisschen vom Standard runterschraubst. Und das machen viele Bundesb\u00fcrger. Also f\u00fcr Unterkunft vielleicht eine Kategorie weniger w\u00e4hlen. Das Reiseziel, nat\u00fcrlich ein enormes Einsparpotenzial, wenn wir jetzt eben gesagt haben, was teuer ist. Also es gibt nat\u00fcrlich auch viele L\u00e4nder, die deutlich g\u00fcnstiger sind bei den Tageskosten. Kroatien, 77 Euro, auch Benelux, sehr, sehr g\u00fcnstig. Das sind alles Dinge, wo man nat\u00fcrlich auch Geld einsparen kann. Und was mich aber \u00fcberrascht hat, und das ist auch so, glaube ich, was wir oft schon diskutiert haben. Jeder Zweite sagt eben, er ist bereit, sich im Vorfeld im Alltag einzuschr\u00e4nken. Also dass da wirklich, ich wei\u00df nicht, wie wir es ausdr\u00fccken wollen, aber die Leute verschieben eben eher irgendwelche Anschaffungen und das neue Auto oder den neuen Fernseher oder auch das neue Handy. Das wird alles so ein bisschen nach hinten geschoben. Hauptsache, ich kann trotzdem noch in Urlaub fahren. Also wirklich Einsparung, weniger konsumieren im Alltag, um das Geld zusammenzukriegen, um dann eben unterwegs zu sein. Eine Sache, wo wir uns einfach auch mal, kann man auch ganz offen sagen, wo ich mich geirrt habe, die Bundesb\u00fcrger sind nicht mehr bereit, immer k\u00fcrzer zu verreisen. Also dadurch, dass wir wieder in weitere Destinationen unterwegs sind, ist es jetzt nicht, dass die Reisedauer weiter abnehmen wird. Also das hat einfach keine Mehrheit. Vorher in der Vergangenheit war es immer so, jedes Jahrzehnt wurde ein Tag k\u00fcrzer verreist. Das ist jetzt lediglich zwei F\u00fcnftel, die \u00fcberhaupt noch die Chance sehen, k\u00fcrzer zu verreisen, um eben die Kosten zu reduzieren. Also das wird sich, glaube ich, nicht durchsetzen. Ich finde gerade dieser Punkt, ich schr\u00e4nke mich im Alltag ein. Wir haben ja auch in anderen Folgen schon mal dar\u00fcber gesprochen, ob man so ein Genussmensch ist, ob man Vernunft ist, ob man alles nur noch optimiert. Sondern das, finde ich, zeigt ja, dass wir einfach auch doch Spa\u00df haben wollen und auch einfach vielleicht mal etwas eher in die Erlebnisse und Erinnerungen investieren. Anstatt jetzt vielleicht, wie du sagst, etwas Sinnvolles f\u00fcr zu Hause anzuschaffen. Ja, was wir ganz am Anfang eben hatten, das ist echt ein sch\u00f6ner Bogen. Das ist jetzt irgendwie, wir haben Energiekrise, wir haben Inflation, wir haben Ukraine-Krieg. Also das betont ja alles so diese Herausforderung der Gegengewart. Aber die Bundesb\u00fcrger sagen jetzt eben ganz bewusst, ich will das nicht. Also ich will jetzt nicht Angst, Zur\u00fcckhaltung. Zur\u00fcckhaltung, wie du eben gesagt hast, ich m\u00f6chte wieder f\u00fcnfe gerade sein lassen. Ich m\u00f6chte es auch genie\u00dfen, vor Ort mich dann verw\u00f6hnen zu lassen, was Neues kennenlernen. Also wirklich recht pragmatisch an sich die Bundesb\u00fcrger. Ich bin zu Kompromissen ganz klar bereit, weil man muss sich das auch leisten k\u00f6nnen oder es muss bezahlbar bleiben. Aber an sich beh\u00e4lt der Stellenwert des Urlaubs eben ganz klar seine Priorit\u00e4t und bleibt ganz, ganz weit vorne bei dem, was die Deutschen wollen. Dann wird lieber gefroren zu Hause, die Heizung ausgelassen, als auf den Urlaub verzichtet. Genau, im Sommer kann ich mir ja gen\u00fcgend aufw\u00e4rmen dann in der Sonne. Nein, das sollte man nat\u00fcrlich nicht tun. Aber du hast recht, die Zeit ist schon wieder ganz sch\u00f6n fortgeschritten. Wir m\u00fcssen unseren H\u00f6rern noch sagen, wie wir weitermachen. Ja, erstmal zu dem Thema zur Tourismusanalyse. Jeden, der das nochmal nachlesen m\u00f6chte, sich die Zahlen anschauen m\u00f6chte, wir haben eine Sonderseite www.tourismusanalyse.de. Dort sind alle Infos auch nochmal grafisch aufbereitet. Und dort kann man auch uns direkt auch nochmal anschreiben, falls weiterf\u00fchrende Infos ben\u00f6tigt sind. Genau. Und ja, du meintest, du wolltest eigentlich auf den Podcast hinaus, richtig? Das stimmt. Also wir haben jetzt ja, die zweite Staffel sind wir ja mit durch. Es ist ja im Moment auch eine besondere Situation. Wir machen vieles neu und Chart der Woche, wo wir jede Woche ein neues Forschungsergebnis auf unserer Homepage vorstellen. Und darum haben wir beide uns ja entschieden, wir machen jetzt wieder unsere Forschungspause und gehen einmal in uns. Es wird uns beide zusammen in Kombination in jedem Fall in einer dritten Staffel geben. Aber wir m\u00fcssen eben einmal jetzt kurz Luft holen, einmal wieder auch dr\u00fcber nachdenken, welche Themen interessieren euch wirklich? Welche Themen sind es auch wert, dass die nochmal erforscht werden, um darauf hinzuweisen? Und insofern machen wir jetzt eine Pause und melden uns wieder. Aber wir hoffen, ihr bleibt uns alle trotzdem treu, abonniert uns sch\u00f6n. Dann seht ihr in jedem Fall, wann es weitergeht und wie es weitergeht. Und darauf freuen, ich glaube, wir beide uns schon jetzt t\u00fcchtig, oder? Genau. In diesem Sinne? Macht es gut und bis bald. Tsch\u00fcss. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. 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