{"id":4842,"date":"2024-02-06T11:13:33","date_gmt":"2024-02-06T10:13:33","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4842"},"modified":"2026-07-21T19:40:12","modified_gmt":"2026-07-21T17:40:12","slug":"podcast-tourism-analysis-2024-how-germany-travels","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/podcast-tourismusanalyse-2024-so-reist-deutschland\/","title":{"rendered":"How Germany travels \u2013 The results of the 2024 tourism analysis"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Season 2, episode 11.<\/p>\n<p>The results of the 40th German Tourism Analysis: Before our third season starts very soon under a new name, we&#039;d like to present the results of the 40th German Tourism Analysis to you here once again!<\/p>\n<p>What was the travel behaviour of German citizens last year, who already has firm travel intentions again and how much do Germans spend on their holidays? We are delighted to be able to bring you the latest study results in person in the 11th episode of the second season.<\/p>\n<p>But what&#039;s next? We expect to return in March 2024, after a short break, with a new concept and season 3 entitled &quot;This is how Germany ticks.&quot; Each week, we&#039;ll offer insights into the wishes, dreams, worries, and hopes of German citizens. As always, the focus will be on people, covering topics from A for work to Z for social cohesion.<\/p>\n<p>Studies and further information on this topic can be found here: www.tourismusanalyse.de, www.stiftungfuerzukunftsfragen.de<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67],"class_list":["post-4842","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 2 - Folge 11","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/21-new-episode\/embed?context=external\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1358379-m-4e62ec8803b57627cb5984e7ba913711.mp3","podcast_transcript":"Sp\u00e4ter war alles besser, der Zukunftspodcast. Brainfood f\u00fcr Neugierige und Zukunftsinteressierte. Mit mir, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und mit mir, Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung. Hallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass ihr wieder dabei seid. Auch von meiner Seite. Ich freue mich, dass es jetzt bald wieder ganz offiziell losgeht. Aber vorher haben wir uns was Besonderes \u00fcberlegt, nicht wahr? Genau, richtig. Es gab jetzt eine l\u00e4ngere Pause. Ich hatte Elternzeit und freue mich jetzt wieder hier zu sein und wieder mit dir in eine neue Podcast-Staffel starten zu k\u00f6nnen. Aber wir machen ja nicht einfach so weiter wie bisher, sondern haben euer Feedback aufgenommen und uns ein bisschen ein neues Konzept \u00fcberlegt. Genau, das startet jetzt in wenigen Wochen, vielleicht sogar noch diesen Monat. Das m\u00fcssen wir mal gucken. Ja, wir sind in den letzten Z\u00fcgen. Das stimmt. Aber vorher machen wir eine Sonderfolge. Richtig, denn wie jedes Jahr im Februar erscheint unsere Tourismusanalyse und dieses Jahr zum sage und schreibe 40. Mal. Uli, wie viele Male hast du denn eigentlich schon an der Tourismusanalyse mitgewirkt? Jetzt willst du, dass alle wissen, wie alt ich auf einmal bin. Ich merke das. Das ist die 25. Tourismusanalyse, an der ich mitwirken darf. Also erstmalig 1999 habe ich damals das Thema mit begleiten d\u00fcrfen und seitdem hat es mich nicht mehr losgelassen. Mehr als die H\u00e4lfte aller Studien tr\u00e4gt seine Handschrift. Das stimmt. Und jetzt eben in diesem Jahr zum 40. Mal, was schon was Besonderes ist. Also Zahlen zu haben, die 40 Jahre zur\u00fcckreichen, das ist etwas, da sind wir auch ein bisschen stolz in der Stiftung. Ganz klar, weil man wirklich viele Sachen ablesen kann. Nat\u00fcrlich dreht sich es oftmals auch um das sogenannte 1 zu 0. Also wer ist wie lange wohin verreist. Aber wenn man jetzt so ein bisschen tief in die Daten reinschaut, da hat sich schon ganz sch\u00f6n viel getan. Was w\u00fcrdest du denn sagen, 25 Studien hast du mit erstellt, was hat sich so am meisten ver\u00e4ndert? Oder was habt ihr fr\u00fcher zum Beispiel als \u00fcberraschend wahrgenommen? Und was nimmst du heute so als \u00fcberraschend wahr? Hat sich das ge\u00e4ndert? Total. Also ich wei\u00df, als wir angefangen haben in den ersten Jahren, war an sich immer nur die Frage, verreist die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung wenigstens f\u00fcnf Tage? Also es ging immer darum, erreichen wir eben diese 50 Prozent der Bundesb\u00fcrger, die wenigstens einmal pro Jahr unterwegs sind. Das war damals nicht immer so. Also als ich angefangen habe, 1999 war es eben zum Beispiel, dass es nur 48 Prozent waren. Und was sich nat\u00fcrlich auch ver\u00e4ndert hat, ist damals war die Reisedauer, war es eine gro\u00dfe Meldung, dass die Menschen nur noch 15 Tage unterwegs waren. Da tr\u00e4umt die Branche heute von. Wie viele Prozent der Deutschen verreisen denn heute? Fast zwei Drittel. Also fr\u00fcher war nur jeder Zweite und jetzt sind es drei von? Zwei von drei. Zwei von drei. Zwei Drittel. Ganz genau. Und das ist nat\u00fcrlich schon eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung. Oder guck dir die Reisedauer an. Es war damals einfach, als wir die erste Analyse gemacht haben, sind die Leute im Durchschnitt, hat eine Urlaubsreise 18 Tage gedauert. \u00dcberlege es dir mal. Ein Urlaub, 18 Tage im Durchschnitt. Okay, das hei\u00dft bei vielen ja auch nochmal l\u00e4nger dann. Genau, es war nur die Frage, verreise ich drei Wochen oder zwei Wochen? Alles andere gab es gar nicht. Und die meisten haben sich eher f\u00fcr drei Wochen Haupturlaub entschieden. Das ist nat\u00fcrlich heute die wenigsten, muss man ganz klar sagen. Und wie lang ist heute der Haupturlaub im Durchschnitt? Das dauert gerade mal zw\u00f6lf Tage. Also auch da siehst du, fr\u00fcher haben wir immer gesagt, jedes Jahrzehnt wird es zwei Tage weniger. Das ist \u00fcbrigens eine Aussage, die sich nicht bewahrheitet hat. Also es ist nicht jedes Jahrzehnt zwei Tage weniger geworden, sondern irgendwann haben die B\u00fcrger festgestellt, Mensch, eine gewisse Anzahl von Urlaubstagen muss es eben doch haben, damit ich mich erhole. Damit es ein Kontrast zum Alltag ist. Das ist ja spannend. Das hei\u00dft, vor 40 Jahren ist man drei Wochen im Sommer verreist. Und heute sind es halt knapp zehn. Ja, zwei Wochen. Nicht mal mehr zwei Wochen. Nicht mal mehr zwei Wochen. Und das im Durchschnitt. Also es ist halt schon enorm, wie lange die Menschen damals unterwegs waren. Daf\u00fcr sind sie nat\u00fcrlich aber auch seltener gefahren, was wir eben hatten. Also nur die H\u00e4lfte, die unterwegs war. Ja, und Mehrfachreisen in dem Sinne gab es gar nicht. Da k\u00f6nnen wir ja nachher nochmal dr\u00fcber reden. Auch das ist eine Zahl, die ist f\u00fcr dieses Jahr wirklich auff\u00e4llig. Okay. Was \u00fcbrigens wir einmal vielleicht unseren H\u00f6rern sagen m\u00fcssen. Ja. Falls ihr heute im Hintergrund hin und wieder mal einen Brummen h\u00f6rt, das ist nicht irgendwie euer Nachbar, sondern das ist hier bei uns in der Stiftung. Da gibt es gro\u00dfe Umbauarbeiten. Also es kann sein, dass ihr hin und wieder im Hintergrund mal die Handwerker h\u00f6rt, dass da irgendwie gebohrt wird. Lasst euch davon nicht verwirren. Aber zur\u00fcck zur Tourismusanalyse. Entschuldige. Genau. Der Jahresvergleich, das ist ja das Spannende. Also so viele Jahre, 40 Jahre Tourismusanalyse. Was hat sich denn noch ge\u00e4ndert? Also einmal, wir verreisen deutlich k\u00fcrzer. Verreisen wir daf\u00fcr h\u00e4ufiger? Auf keinen Fall. Also wenn wir uns einerseits anschauen, was wir eben hatten, wer \u00fcberhaupt verreist, dann sind es eben jetzt in diesem Jahr, werden es wahrscheinlich wieder so gut zwei Drittel oder knapp zwei Drittel sein, die die Koffer packen werden. Das war in der Vergangenheit eben weniger auch spannend. Wir haben es eben die Mehrfachreisen uns kurz thematisiert. Es werden zwei von f\u00fcnf Bundesb\u00fcrgern sein, die dieses Jahr h\u00e4ufiger unterwegs sind. Also die mindestens zweimal, vielleicht sogar dreimal, viermal, mindestens f\u00fcnf Tage die Koffer packen und auf die Reise gehen. Nat\u00fcrlich gibt es da riesen Unterschiede nach Einkommen. Also wenn du dir \u00fcberl\u00e4st, bei den geringverdienenden Haushalten in Deutschland, das hei\u00dft unter 1500 Euro Nettoeinkommen, das ist nur jeder F\u00fcnfte. Dagegen, wenn du nat\u00fcrlich mehr Geld hast, dann hast du auch mehr M\u00f6glichkeiten, in den Urlaub zu verreisen. Also die besser verdienenden Haushalten, mehr als 5000 Euro Netto zur Verf\u00fcgung. Da sind es dann fast neun von zehn, die mehrfach in den Urlaub fahren. Also schon gro\u00dfe, gro\u00dfe Unterschiede. Also auch eine soziale Spaltung auf Reisen. W\u00fcrdest du denn sagen, dass Reisen zu einem Luxusgut Deutschland geworden ist? Eine gute Frage. Da ist jetzt nat\u00fcrlich wirklich die Frage, wie wir Luxus definieren. Also einerseits kann man jetzt sagen, drei von f\u00fcnf Deutschen verreisen. Das ist eine gro\u00dfe Zahl im Vergleich zur Vergangenheit. Umgekehrt hei\u00dft es nat\u00fcrlich auch, dass so ein Drittel bis zwei F\u00fcnftel eben sich keinen Urlaub von mindestens f\u00fcnf Tagen Dauer pro Jahr leisten k\u00f6nnen. Also ist das eine gro\u00dfe Spaltung auf Reisen. Luxus wei\u00df ich nicht. Luxus w\u00e4re halt wirklich was ganz, ganz Besonderes f\u00fcr mich von der Definition her. Ja, wir verzichten eher auf andere Sachen als auf den Urlaub. Das w\u00fcrde ich schon sagen. Aber es ist f\u00fcr viele eben auch fast eine Selbstverst\u00e4ndlichkeit. Sie wollen weiterhin verreisen, sind dann vielleicht zu bestimmten Kompromissen bereit, dass nicht das Traumurlaubsziel jedes Jahr angereist wird und vielleicht nicht ganz so lange mehr vor Ort geblieben ist. Aber einmal pro Jahr soll es f\u00fcr die meisten wirklich losgehen. Okay, also dann, wenn man sich die Jahresvergleichszahl anschaut, ist es schon so, dass es eigentlich kein Luxus ist, weil fr\u00fcher sind weniger Menschen verreist als heute. Das stimmt. Also es k\u00f6nnen sich mehr Leute, mehr Deutsche einen Urlaub leisten als noch vor 20, 30, 40 Jahren. Auf alle F\u00e4lle. Also das kann man ganz klar festhalten. Also mehr Leute verreisen. Das hei\u00dft, mehr Leute k\u00f6nnen es sich auch leisten, obwohl wir heute viel mehr M\u00f6glichkeiten haben, unser Geld auszugeben. Also in der Vergangenheit, wenn du \u00fcberlegst, vor 40 Jahren, nimm jetzt irgendwie ein Klassiker. Da gab es kein iPhone. Da hast du nicht irgendwie ein Tausie f\u00fcr ein neues Telefon ausgegeben. Damals hast du irgendwie drei Fernsehprogramme gehabt. Da hast du nicht irgendwie sieben Streaming-Dienste noch zus\u00e4tzlich bezahlen m\u00fcssen. Das ganze Angebot, was du im au\u00dferh\u00e4uslichen Bereich hast, war ja fr\u00fcher viel, viel geringer. Also du hattest weniger M\u00f6glichkeiten, dein Geld auszugeben. Und trotzdem war die Reisefrequenz niedriger. Also im ganzen Konsum-Dschungel bei allen M\u00f6glichkeiten, wof\u00fcr wir unser Geld ausgeben k\u00f6nnen, ist Urlaub machen ganz weit oben. Ganz klar. Also wirklich eher verzichten, die Leute auf die neue Couch-Garnitur, der Autokauf wird verschoben. Auch im Alltag schr\u00e4nkst du dich eher ein, als dass du jetzt diese magischen zwei Wochen, die wir vielleicht noch haben, daheim verbringen willst. Daf\u00fcr ist einerseits die Suche nach den Dingen, die du vom Urlaub erwartest, zu wichtig. Also Erholung, Kontrast zum Alltag. Als auch einfach nat\u00fcrlich, dass du dich ein St\u00fcck weit nach wie vor dar\u00fcber identifizierst. Und ich meine, man kennt es ja selber. Wie oft wird man gefragt, und habt ihr schon Pl\u00e4ne f\u00fcr den Sommer? Was habt ihr letztes Jahr gemacht? Wo wart ihr unterwegs? Man erz\u00e4hlt es fast selbstverst\u00e4ndlich. Aber ist es dann vielleicht auch ein St\u00fcck weit ein Grundbed\u00fcrfnis geworden, aufgrund unserer schnelllebigen Zeit? Also dass dieser Wunsch nach Erholung und rauskam, Kontrast zum Alltag, weil der Alltag einen einfach so \u00fcberrollt. Hat sich das auch ge\u00e4ndert? Ein guter Punkt, glaube ich. Also ganz ja. Also jetzt grunds\u00e4tzlich nat\u00fcrlich darf man nie vergessen, die Menschen waren mobil, ehe sie sesshaft wurden. Also an sich waren wir immer Reisende, bevor wir \u00fcberhaupt angefangen haben, uns irgendwo niederzulassen. Das hat sich nat\u00fcrlich im Laufe der Menschheit geschaffen. Also das ist der Urinstinkt noch in uns, der uns immer wieder... Ja, auf die gro\u00dfe Reise bringt, k\u00f6nnte man fast sagen. Nat\u00fcrlich ist es nicht mehr wie in der Vergangenheit, dass wir irgendwie mit den Jahreszeiten uns bewegen und irgendwie uns dar\u00fcber ern\u00e4hren wollen. Das ist nat\u00fcrlich heute anders. Aber ja, ich glaube, du hast einen ganz wichtigen Punkt da angesprochen. So gef\u00fchlt unsicher die Welt ist, so gef\u00fchlt komplex es ist, so auch negativ wie vielleicht gerade die Nachrichtenlage oder das Gef\u00fchl in unserem Land ist, desto eher sehnst du dich nat\u00fcrlich nach einem Kontrast und m\u00f6chtest dann eben f\u00fcnfe gerade sein lassen, m\u00f6chtest f\u00fcr zwei Wochen raus, m\u00f6chtest f\u00fcr zwei Wochen vielleicht keine Nachrichten gro\u00dfartig mitkriegen, m\u00f6chtest dich erholen, m\u00f6chtest den Kontrast haben, m\u00f6chtest was erleben. Also all die Dinge, die man gef\u00fchlt halt im Alltag derzeit zu selten im eigenen Land hat. Dann ist es ja wirklich wichtig. Eigentlich ja noch schlimmer f\u00fcr die, die dann eben nicht verreisen k\u00f6nnen. Ganz klar. Also muss man sich wirklich \u00fcberlegen, wie kriegst du es attraktiv auch daheim hin? Also wie ist es? Wie ist es? Urlaub auf Balkonien oder Urlaub in Bad Mein Garten? Das ist ja f\u00fcr die meisten keine freiwillige Entscheidung, sondern... Wundersch\u00f6ne Wortspiele, Uli. Ja, vielen Dank an der Stelle. Mein Garten. Da denken jetzt die H\u00f6rer erstmal dr\u00fcber nach. Bad Mein Garten. Balkonien. Nein. Nein, aber es ist ja keine freiwillige Entscheidung. Das ist ja eher, weil ich mir es nicht leisten kann. Und das ist nat\u00fcrlich schon eine Herausforderung. Und jetzt kann man sagen, okay, dann aber vielleicht n\u00e4chstes Jahr. Nein, also ich glaube, dann geht es eben darum, dass man die Ferien, die man vielleicht trotzdem hat, gerade in Familien mit Dingen verbringt, die halt auch au\u00dferhalb der Reihe sind und sich dann in der Stadt irgendwas Besonderes anschaut. Freizeitpark, Ausflug. Ja, oder einfach in die Natur zu gehen. Also warum denn nicht? Also der Bezug zur Natur ist was ganz Entscheidendes auf Reisen. Das kann ich ja auch ein St\u00fcck weit im eigenen Wohnumfeld haben. Und dann mache ich halt irgendwelche besonderen Ausfl\u00fcge oder gehe zum Badesee oder gehe ins Freibord oder was auch immer. Ich muss ja nicht immer ans Mittelmeer reisen. Hauptsache raus aus dem Alltag. Genau, der Kontrast zum Alltag. Aber das haben wir ja in den letzten Jahren in der Tourismusanalyse auch gesehen, dass der Inlandstourismus gestiegen ist. Und das vor allem, wo du gerade sagst, vor der eigenen Haust\u00fcr, war glaube ich vor zwei Jahren so eine Schlagzeile, Urlaub vor der eigenen Haust\u00fcr boomt, w\u00e4hrend Corona hat sich dieser Trend fortgesetzt, dass jetzt in den ganzen kleinen Bundesl\u00e4ndern die Touristenorte weiter ausgebaut wurden. Es wurde viel ausgebaut, aber es hat sich wieder normalisiert, w\u00fcrde ich sagen. Also wenn die Zeit 2021 ist ja immer so ein auff\u00e4lliges Jahr gewesen, als die Leute wieder die erste Corona-Phase hinter sich hatten. Da haben \u00fcber 50 Prozent der Urlaube in Deutschland stattgefunden. Was man ja auch wieder vergessen hat, es gab halt diese ganzen Reisewarnungen. Man durfte ja auch in viele L\u00e4nder eben nicht reisen. Es war einfach nicht sicher dort. Das hat sich jetzt wieder auf dem Niveau eingependelt, wo es vor Corona war. Das hei\u00dft, Deutschland ist und bleibt das mit Abstand beliebteste Reiseziel. 37 Prozent, also zwei von f\u00fcnf Bundesb\u00fcrgern fast, verbringen ihren Urlaub eben zwischen den K\u00fcsten im Norden, zwischen den Bergen im S\u00fcden. Das ist schon nach wie vor beliebt. Aber wenn du mich jetzt konkret fragst, im Vergleich zum Vorjahr, hat Deutschland etwas eingeb\u00fc\u00dft. Also dreieinhalb Prozent weniger Haupturlaubsreisen, die im eigenen Land stattgefunden haben. Wer konnte, ist halt doch wieder eher ins Ausland verreist. Und Ausland dann so in Europa? Kurzstrecke, Mittelstrecke, Langstrecke? Wie sieht es da aus? Ganz unterschiedlich. Also wir stellen wirklich fest, dass Spanien ist und bleibt das beliebteste ausl\u00e4ndische Reiseziel. Also das ist, seit ich die Analyse mache, war Spanien, glaube ich, immer auf Platz eins. Dass Italien mal vor Spanien war, da m\u00fcssen wir wirklich in die 80er Jahre zur\u00fcckgehen. Das ist lange her. Also Spanien ist und bleibt die klare Nummer eins, gefolgt von Italien. Also erst mal die Mittelmeerl\u00e4nder. Ganz klar, auch wenn ihr die weiteren lernen anschaut. Also Griechenland, T\u00fcrkei, das ist alles, Frankreich ist ja alles rund ums Mittelmeer herum. Was neu ist und das ist wirklich erstmalig, auch seit 40 Jahren, seit wir diese Analyse machen, ist, dass die skandinavischen Feriengebiete auf Rang drei gekommen sind. Das hei\u00dft also von Schweden, D\u00e4nemark, Norwegen, Finnland. Das sind Destinationen, die im Laufe der Zeit immer beliebter wurden. Und mittlerweile eben Platz drei machen. Also T\u00fcrkei, \u00d6sterreich folgt dann auf den n\u00e4chsten Pl\u00e4tzen. Da merkt man wirklich, dass sich da schon was verschoben hat. Interessant, weil man ja eigentlich auch sagt, dass Skandinavien so teuer ist. Das stimmt. Also jetzt kann man sich, also einerseits vielleicht die Antwort auf die Frage, warum reisen die Leute erstmal nach Skandinavien? Also wenn es nicht das Geld ist, ist es das Image? Also wenn man jetzt dar\u00fcber nachdenkt, was verbinden wir mit Skandinavien? Dann ist es wahrscheinlich der Natur. Ganz klar, oder? Ein Elch. Ein Elch. Sehr sch\u00f6n. Ein Baum und ein Elch. Aber dann w\u00fcrdest du ja auch wahrscheinlich so hart, wie sich das anh\u00f6rt, erstmal Sicherheit mit Skandinavien gleichsetzen. Es ist gef\u00fchlt sicher. Nicht, dass andere L\u00e4nder per se als unsicher gelten. Aber Skandinavien hat diesen Stempel der Sicherheit. Dann nat\u00fcrlich irgendwie der Weite, der Atmosph\u00e4re, der Freundlichkeit der Einwohner. Der Ruhe. Der Ruhe. Ganz wichtiger Punkt. Keine anderen Menschen. Erholung ganz weit vorne. Und dann auch ganz pragmatisch, nach Skandinavien kannst du mit dem eigenen Auto reisen. Vielleicht nimmst du dann eine F\u00e4hre, ja, wenn du es jetzt irgendwie schneller haben willst. Aber du hast erstmal eine eigene Anreise. Es ist jetzt ja nicht wie andere Destinationen, die haupts\u00e4chlich angeflogen werden. Dass es jetzt immer Umweltaspekte f\u00fcr den Reisenden sind, das glaube ich nicht. Ich glaube einfach, dass es nat\u00fcrlich auch ein St\u00fcck weit wieder bequem ist. Du hast dein eigenes Auto rund um dich herum. Du kannst selbst entscheiden, wann du wie was machst. Und dann spricht eben vieles f\u00fcr Skandinavien. Und wenn wir jetzt dann doch nochmal aufs Geld gucken, weil das habe ich irgendwie doch auch immer im Hinterkopf, wenn ich jetzt an Norwegen denke. Ist es denn noch so, dass ein Urlaub in Skandinavien teurer ist als in Spanien? Also er liegt im Schnitt, muss man ganz klar sagen. Also das Urlaubskost ist auch f\u00fcr mich \u00fcbrigens die gr\u00f6\u00dfte Ver\u00e4nderung gewesen bei den diesj\u00e4hrigen Zahlen. Also so viel Geld wurde noch nie f\u00fcr den Urlaub ausgegeben. Und da merkt man wirklich auch den Stellenwert des Reisens, der enorm hoch ist. Also im Schnitt geben die Leute 129 Euro pro Urlaubstag pro Person aus. Das ist eine ganze Menge. Also jetzt \u00fcber den Daumen gepeilt 130, wenn du das jetzt mal hochrechnest, dann eben die durchschnittliche Reisedauer. Dann sind es \u00fcber 1500 Euro pro Person pro Urlaub, die ausgegeben werden. Jetzt stell dir vor, ihr oder wir mit vier Personen im Urlaub, das sind 6000 Euro f\u00fcr den Haupturlaub. Das ist wirklich viel, was im Durchschnitt die Bundesb\u00fcrger im letzten Jahr ausgegeben haben. Das ist enorm. Aber liegt das daran, dass man sich mehr Luxus g\u00f6nnen m\u00f6chte? Oder ist das einfach eine Notwendigkeit gewesen, weil es halt gar nicht drunter ging? Ja, also klar, die Preise sind gestiegen. Die Reisedauer ist jetzt ja nur leicht zur\u00fcckgegangen um einen Tag im Vergleich zu 2022. Die Preise haben einfach angezogen. Also klar, das Angebot wird ja auch immer durch die Nachfrage bestimmt. Und wenn die Leute mehr verreisen wollen, kann ich h\u00f6here Preise aufrufen. Dann funktioniert es nat\u00fcrlich auch jetzt wieder im Argument der tourismustreibenden. Energiepreise sind gestiegen, Inflation, Lohnkosten sind nach oben gegangen. Also nat\u00fcrlich auch zu Recht, dass vieles teurer geworden ist. Aber im Schnitt haben die Deutschen eben 2023 im Schnitt 19 Prozent mehr pro Urlaubstag ausgegeben. Oder mussten mehr als 19 Prozent zus\u00e4tzlich ausgeben. Das ist schon enorm. Also diese Schlagzeile sollte ja alle Touristiker jetzt freuen, dass denn auch wenn die Preise steigen um sogar fast, also um 19 Prozent, gibt es sogar mehr Reisende. Also es hat ja gar keinen abgeschreckt. Es sind ja dieses Jahr mehr Leute verreist als davor. Absolut. Also Tourismusbranche. Trotz der steigenden Preise. Okay. Sie haben andere Herausforderungen als nicht gen\u00fcgend G\u00e4ste. Muss man ganz klar sagen. Also es ist eher eine Frage, habe ich in Zukunft gen\u00fcgend ad\u00e4quates Personal oder qualifiziertes Personal? Habe ich in Zukunft irgendwie die richtigen Rahmenbedingungen, was Infrastruktur angeht? Sind die Leute bei mir gl\u00fccklich? Es ist alles gut und sch\u00f6n. Aber dass die Leute nicht kommen, das ist eher unwahrscheinlich. Das muss man ganz klar sagen. Das ist auff\u00e4llig. Aber jetzt noch zur\u00fcck zu diesem Punkt, bevor wir es vergessen. Also Skandinavien ist nicht \u00fcberdurchschnittlich teuer. Und Skandinavien ist das Land, was am wenigsten an der Preisschraube gedreht hat. Also da sind die Preise 2022. Hast du das auch so ausgerechnet, wenn du sagst insgesamt 19 Prozent gestiegen? In Skandinavien zwei Prozent. Oh. Also wirklich, in Deutschland sind sie 18 Prozent gestiegen. In Europa 22 Prozent. Bei Fernreisen 27 Prozent. Skandinavien am wenigsten. Zwei Prozent. Aber obwohl, das sage ich jetzt nicht, ist das Argument, warum die Leute nach Skandinavien gefahren sind. Aber wie du richtig gesagt hast, in der Vergangenheit galt Skandinavien als eher teuer. Das hat sich jetzt halt angeglichen. Hat sich jetzt halt einfach angeglichen. Oder die anderen haben sich angeglichen, muss man ehrlicherweise sagen. Aber jetzt gerade 27 Prozent Fernreisen. Das ist nat\u00fcrlich schon eine Ansage. Gibt es deswegen da zumindest weniger Reisende, die eine Fernreise gemacht haben? Auch das nicht, muss man ehrlicherweise sagen. Auch da wieder klarer Beweis, dass die Leute wirklich am Urlaub zuletzt sparen. Fernreisen boomen weiterhin. Und wenn ich vorhin gesagt habe, Deutschland geht tendenziell zur\u00fcck. Europa bleibt auf einem Niveau. Wenn du dir anschaust, wer die gro\u00dfen Gewinner waren, dann sind das erstmal Fernreiseziele. Also im Vergleich zum Vorjahr nochmal ein deutliches Plus gewesen. Jetzt sind es wieder \u00fcber 16 Prozent, die letztes Jahr eine Fernreise ausge\u00fcbt haben. Und man will wirklich sagen, Sky is the Limit. Also f\u00fcr dieses Jahr erwarten wir eher 18 Prozent. Also fast jeder F\u00fcnfte, der eben au\u00dferhalb Europas seinen Urlaub verbringen wird. Da sieht man wirklich schon, dass dieses Thema weniger fliegen oder mehr dar\u00fcber nachdenken, da andere alternative Transportmittel zu nehmen, das zeigt sich beim Urlaub eben nicht unbedingt. Und die Leute sind bereit, auch h\u00f6here Preise daf\u00fcr zu zahlen.\n\nUnd bei den Fernreisen, welche Regionen sind das dann? Also ist das so Amerika oder? Ja, also nach wie vor sehr beliebt. USA, Nordamerika, Kanada nat\u00fcrlich noch dann da mit dabei. Am beliebtesten aber mittlerweile Fernostasien. Also die haben Nordamerika \u00fcberholt. Nordafrika auf etwa einem Niveau wie auch im Vorjahr. Also Tunesien, \u00c4gypten, Marokko, solche Destinationen. Was ein bisschen, die Frage ist, wie es sich in Zukunft weiterentwickelt, ist der Nahe Osten. Der hat ja lange geboomt. Also Stichwort auch Dubai und Katar und Co. Die hat nat\u00fcrlich nochmal einen Boom durch die WM. Jetzt m\u00fcssen wir gucken, wie es dann halt da weitergeht. Und Mittelamerika auch wieder auf einem guten Niveau. Aber wenn du dir anschaust, im Vergleich zum Vorjahr, haben alle Fernreisedestinationen zulegen k\u00f6nnen. Also die Deutschen sind wirklich auch da ganz, ganz offen und ver\u00e4ndern da nicht gro\u00dfartig ihre Reiseverhalten. Okay, also das hei\u00dft, das ist ja \u00fcberall gestiegen. Gibt es da noch irgendwelche Verlierer? Ja, das gibt es nat\u00fcrlich auch. Also wir haben jetzt eben \u00fcber die Auslandsreiseziele gesprochen. Wenn wir uns jetzt da Europa anschauen, gibt es nat\u00fcrlich schon einige, die ein klares Minus hatten. Besonders auff\u00e4llig ist das Minus gewesen, ehrlicherweise in Griechenland und in der T\u00fcrkei. Dazu muss man aber auch sagen, dass da die Preise st\u00e4rker angezogen haben als in anderen Destinationen. Gerade Griechenland. Griechenland war ja wirklich so ein Boom-Reiseziel der letzten Jahre. Und da ist jetzt eben doch ein Preisniveau erreicht worden, wo viele dann sagen, dann vielleicht doch lieber eine Fernreise zum vergleichbaren Preis. Also da wurde es vielleicht auch ein bisschen mit den Preisen \u00fcbertrieben. Oder zumindest die Leute hatten das Gef\u00fchl. Also das sind zwei Destinationen gewesen, die weniger G\u00e4ste bei sich begr\u00fc\u00dfen konnten. Zus\u00e4tzlich auch Frankreich ein bisschen Minus, aber das ist noch nicht jetzt so auff\u00e4llig gewesen. Also das ist f\u00fcr mich die beiden Destinationen gewesen, die verloren haben eher. Ja. Und ansonsten sah es eigentlich f\u00fcr alle anderen recht gut aus. Das stimmt. Deutschland, wie gesagt, auch in dem Sinne ein Verlierer. Also weniger als im Vorjahr, aber immer noch auf dem Vor-Corona-Niveau. Und in Deutschland an die auch Unterschiede. Also Bayern hat etwas verloren. Baden-W\u00fcrttemberg hat zugelegt. Schleswig-Holstein hat etwas verloren. Niedersachsen hat zugelegt. Also da verschiebt sich auch immer so ein bisschen die Reisestr\u00f6me in jedem Jahr. Aber insgesamt, wenn du dir den Tourismus anschaust, wirklich sehr positive Zahlen. Und wie sieht deine Prognose aus? Ja, das ist jetzt die spannende Frage. Wie geht es dieses Jahr weiter? Also jetzt rein von den Zahlen her kann man erstmal sagen, schon jetzt sind es 62 Prozent, also genauso hoch wie die Reiseintensit\u00e4t in diesem Jahr in etwa war, die jetzt schon wissen, dass sie dieses Jahr verreisen wollen. Zus\u00e4tzlich sagt in etwa jeder F\u00fcnfte, dass er noch unsicher ist. Wenn davon jetzt selbst nur ein Drittel trotzdem unterwegs sind, dann haben wir eben mehr als zwei Drittel der Deutschen, die dieses Jahr verreisen werden. Also es wird wirklich ein sehr, sehr gutes Reisejahr werden. Trotz aller Unsicherheit, trotz aller Sorgen, was die Finanzen angeht, werden viele Bundesb\u00fcrger dieses Jahr unterwegs sein. Und die Ziele, die Klassiker. Also da erwarte ich jetzt relativ wenig Ver\u00e4nderung. Deutschland ist und bleibt die Nummer eins. Mittelmeerl\u00e4nder, Spanien, Italien weit vorne. Spannend wird es jetzt sein, ob Skandinavien den dritten Platz halten kann, ob die T\u00fcrkei vielleicht wieder preistechnisch ein bisschen gegenzieht, das doch ein bisschen g\u00fcnstiger macht, dass die Hotels dort wieder voller sind. Da muss man abwarten. Grunds\u00e4tzlich darf man ja auch nicht vergessen, es gibt ja nicht nur wir Deutschen, die verreisen. Also nat\u00fcrlich der Tourismus insgesamt spielt eine immer gr\u00f6\u00dfere Rolle. Immer mehr Menschen verreisen weltweit. Also dann sind nat\u00fcrlich auch die Unterk\u00fcnfte, die Hotels, die Airbnbs in diesen L\u00e4ndern ausgebucht, weil eben mehr Asiaten unterwegs sind, weil mehr Amerikaner nach Europa kommen. Das darf man ja auch nie vergessen. Also insgesamt f\u00fcr die Tourismusbranche. Sie bleiben weit vorne. Du hast eingangs gesagt, sie hat mal die These aufgestellt, pro Jahrzehnt zwei Tage k\u00fcrzerer Urlaub oder k\u00fcrzere Verweildauer. W\u00fcrdest du sowas irgendwie prognostizieren f\u00fcr, kommen wir irgendwann auf 100 Prozent der Deutschen verreisen im Jahr? Geht das weiter nach oben oder ist da irgendwie eine Grenze erreicht? Das ist leider eine Grenze erreicht. Also die Tourismusbranche kann nat\u00fcrlich einen gro\u00dfen Einfluss darauf nehmen. Sie k\u00f6nnte jetzt mehr im Zwei- und Drei-Sterne-Bereich anbieten. Im Moment geht es eher viel mehr im Vier-Sterne-Bereich und Tendenz sogar Richtung F\u00fcnf-Sterne-Bereich. Also eher immer teurer. Man k\u00f6nnte nat\u00fcrlich wirklich zusehen, dass dort mehr wieder zwei, drei Sterne-Bereich kommt. Aber diese Spaltung auf Reisen, die wir vorhin so kurz angesprochen haben, die ist nat\u00fcrlich schon wirklich auff\u00e4llig. Also wenn ich jetzt immer sage, wie ist es toll und wie positiv waren die Zahlen, vergessen wir nicht nach wie vor zwei von f\u00fcnf Deutschen fast, die eben nicht verreisen k\u00f6nnen. Und das ist nat\u00fcrlich wirklich, wirklich auch eine Sorge, weil das eine Spaltung in der Gesellschaft ist, die es zu \u00fcberbr\u00fccken gilt. Und das ist ein St\u00fcck weit Stein der Weisenheit auch, wie man das hinkriegen soll. Also nein, wir kommen nie auf die 100 Prozent. Wenn wir irgendwann, wei\u00df ich nicht, in 10, 15 Jahren die 70, 75 Prozent geschafft haben, dann ist es schon wirklich toll. Und die Art des Reisens, was meinst du, in welche Richtung geht das? Also wir haben ja vorhin gesagt, Erholung ist ganz wichtig. Wahrscheinlich deswegen auch Skandinavien so weit nach oben geklettert, weil man da die Ruhe findet, die man sucht. Aber sind es denn eher so Cluburlaube, k\u00fcnstliche Ferienwelten, abgeschottet? Also dieser extreme Kontrast zum Alltag oder Airbnbs Authentizit\u00e4t, auch ein Schlagwort der letzten Jahre gewesen? Ja, also ich finde deutlich wird halt, dass es alles irgendwie ist, weil die Zahlen halt eben weiter steigen. Die Menschen sich auch weiter, die Art des Reisens ausdifferenziert. Und f\u00fcr jeden ist mittlerweile das passende Angebot irgendwo vorhanden. Und das ist ja auch das Tolle, dass es jetzt nicht mehr nur ein Angebot ist. Als ich irgendwie vor 25 Jahren das erste Mal die Tourismusanalyse mit begleitet habe, war irgendwie das gro\u00dfe Thema Pauschalreisen. Und wie viele Deutsche machen dieses Jahr wieder eine Pauschalreise oder wie viele machen erstmalig eher ein Individual- oder Baukastenurlaub, dass man sich nur bestimmte Sachen noch festbucht. Das hat sich einfach ver\u00e4ndert. Und ich glaube f\u00fcr die Zukunft wird sich das Angebot noch weiter aufspalten. Ich glaube immer sehr stark nach Zielgruppen. Und wir werden auch einfach neue Arten des Urlaubs haben. Also guck dir die gro\u00dfen Gewinner an, die Kreuzfahrtbranche, die wirklich durch die Decke gegangen ist und auch f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Jahre tolle Zahlen oder tolle Prognosen kann man jetzt schon festhalten haben wird. Das gab es ja so ein Angebot vor einer Generation noch nicht. Da war Kreuzfahrt das absolute Luxussegment. Also das hat sich einfach demokratisiert, kann man fast sagen. Also insofern neue Angebote, die ausgebaut werden. Alte Angebote, die wieder eine Renaissance erleben. Ich glaube, es ist f\u00fcr jeden was dabei. Und letztendlich die beiden Grundmotive des Reisens. Erholung von und f\u00fcr die Arbeit und der Kontrast zum Alltag. Das ist, was immer bei fast jeder Reise mitschwingt. Und international gesehen hat Deutschland sich da in deinen Augen gut positioniert. Meinst du, wir werden da noch mehr ausl\u00e4ndische Touristen auch in Deutschland? In jedem Fall. Glaube ich schon. Also je weiter eben auch die Deutschen wieder unterwegs sein wollen. Wir werden ja auch immer alle Reise erfahrener. Jetzt kann man sagen, Wiederholungsbesuche werden in Zukunft auch wichtiger werden. Und nat\u00fcrlich hat man gewisse Vorteile, wenn man immer an den selben Ort, selbes Hotel geht. Aber viele wollen eben auch jedes Jahr was Neues haben. Umgekehrt hei\u00dft das nat\u00fcrlich auch, dass viele internationale G\u00e4ste Deutschland besuchen werden. Da sind wir im Moment noch nicht ganz weit vorne. Also das ist ein gro\u00dfes Potenzial noch da. Und Deutschland hat furchtbar viel zu bieten. Also wenn wir vorhin gesagt haben, warum reisen die Deutschen nach Skandinavien? K\u00f6nnen Sie jetzt ja umgekehrt auch sagen, Deutschland gilt als sehr, sehr sicher. Die Natur. Wir haben die ganzen kulturellen Angebote noch dabei. Den St\u00e4dtetourismus, der Deutschland weit nach vorne bringen k\u00f6nnte. Also das ist etwas, wo wir t\u00fcchtig zulegen k\u00f6nnen. Nat\u00fcrlich auch diese weichen Faktoren. M\u00fcssen wir daran arbeiten. Also Gastfreundschaft, Freundlichkeit ist jetzt Deutschland im Moment noch nicht international ganz weit Champions League m\u00e4\u00dfig dabei. Aber das ist sicherlich etwas, was wir in Zukunft dann hoffentlich auch gut hinkriegen. Dar\u00fcber werden wir dann ja genauer und ausf\u00fchrlicher an unserer neuen Podcast Staffel sprechen, Uli. Wie tickt Deutschland? Jetzt hast du aber schon gespoilert, ne? Ja, richtig. Aber das hat jetzt gerade so perfekt gepasst. Das stimmt. Unsere neue Staffel wird einen neuen Titel auch bekommen. Wir nennen es die neue Podcast Staffel So tickt Deutschland, weil wir eben aufzeigen wollen, wie unser Land eigentlich tickt. Also was treibt uns an? Wie denken die Bundesb\u00fcrger \u00fcber die Zukunft, \u00fcber die Gegenwart? Was zeichnet uns aus? Wie verhalten wir uns? Nat\u00fcrlich auch, was f\u00fcr Sorgen haben wir, aber ja auch immer viel Optimismus dabei. Welche Tr\u00e4ume, welche W\u00fcnsche haben wir f\u00fcr die Zukunft? Dar\u00fcber werden wir hoffentlich in den n\u00e4chsten Wochen viel sprechen k\u00f6nnen. Genau. Und es wird sich eben nicht nur der Name \u00e4ndern, von sp\u00e4ter war alles besser, zu So tickt Deutschland, sondern auch das Titelbild ein bisschen \u00e4ndern. Also von daher seid nicht \u00fcberrascht, wenn demn\u00e4chst der Kanal ein bisschen anders aussieht oder einen neuen Namen habt. Aber Uli und ich bleiben hier und sprecht weiter \u00fcber die Zukunft. Genau. Wenn ihr noch weitere Infos zum Thema Tourismus haben wollt, dann k\u00f6nnt ihr nat\u00fcrlich einfach auf unsere Website gehen. Genau. Tourismusanalyse.de Du wei\u00dft das wieder perfekt. Da haben wir die ganzen Zahlen nochmal aufbereitet. Und wenn ihr dar\u00fcber noch Fragen habt, sagt uns einfach Bescheid. Genauso nat\u00fcrlich wie immer wir dankbar sind f\u00fcr euer Feedback, wenn wir irgendwelche Dinge vertiefen sollen, wenn wir irgendwelche Sachen auch neu mit aufnehmen wollen. Daf\u00fcr sind wir immer offen. In diesem Sinne, es hat wieder Spa\u00df gemacht. Ja, fand ich auch. Dann bis zum n\u00e4chsten Mal. Bis zum n\u00e4chsten Mal. Tsch\u00fcss. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren.\n\nDieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Und dann geht's. 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