{"id":4885,"date":"2024-03-21T06:45:40","date_gmt":"2024-03-21T05:45:40","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4885"},"modified":"2026-07-21T18:58:13","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:13","slug":"why-luxury-travel-is-booming-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/wieso-luxusreisen-boomen-2\/","title":{"rendered":"Why luxury holidays are booming"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Over the past ten years, the proportion of high earners who can afford luxury vacations has tripled. Currently, more than one in seven high-income Germans spends more than \u20ac5,000 per person on their main vacation. Luxury is booming. But why?<\/p>\n<p>In this episode, learn how this change is happening and what the future of the travel industry looks like.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67],"class_list":["post-4885","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 3 - Folge 3","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/25-wieso-luxusreisen-boomen\/embed?context=external&token=4qne87Mxo_GU4v98iSyl6w\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1401052-m-0ddafff1d893552984a6dd0ae8f8bb84.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Wenn wir dar\u00fcber sprechen wollen, wie die Deutschen denn so ticken, dann kommen wir um ein ganz entscheidendes Thema, das Reisen nicht drumherum. Hierzu haben wir ja auch eine exklusive Podcast-Folge gemacht, anl\u00e4sslich unserer Tourismusanalyse und eine eigene Website www.tourismusanalyse.de, wo ihr alle Antworten auf die Fragen, wer reist, wann, wohin, wie lange und wie viel Geld gibt er dort aus, finden k\u00f6nnt. Geld ausgeben ist auch ein gutes Stichwort, denn das ist das Thema des Charts der Woche, den wir diese Woche euch ja wieder vorgestellt haben. Und da ging es um das Thema Luxusurlaub. Wir haben uns angeschaut, wer gibt eigentlich besonders viel Geld auf Reisen aus und haben so ein bisschen mal die Bev\u00f6lkerung dreigeteilt. Einerseits in die Haushalte mit einem geringeren Einkommen, das ist so bis 2.500 Euro netto, mit einem mittleren Einkommen bis 5.000. Und dann eben die wirklich gut verdienenden Bundesb\u00fcrger, die ein Haushaltsnettoeinkommen von \u00fcber 5.000 haben. Und haben uns dann mal angeschaut, wer innerhalb dieser Gruppen gibt eigentlich mehr als 5.000 Euro pro Person f\u00fcr den Urlaub aus. Und haben da festgestellt, bei den unteren breiten Einkommensgruppen ist es kaum jemand, also 0%, 2%. Bei den Besserverdienenden sind es aber eben 15%. Also in etwa jeder Sechste, der eben 5.000 Euro pro Person ausgibt. Und f\u00fcr uns war besonders spannend, sich so ein bisschen den Zeitvergleich auch anzuschauen. Innerhalb der letzten zehn Jahre hat sich dieser Wert verdreifacht. Also 2013 war es nur jeder Zwanzigste. Und jetzt ist es eben gut jeder Sechste, der sagt, er gibt mehr als 5.000 Euro pro Person f\u00fcr den Haupturlaub aus. Okay, spannend. Was mir da direkt einf\u00e4llt, ist die Frage, wie kommt es, dass es sich verdreifacht hat? Nat\u00fcrlich sehr unterschiedliche Gr\u00fcnde. Das zweifellos, wenn man das so ein bisschen sich n\u00e4her anschaut, ist, glaube ich, schon ein gro\u00dfes Thema eben der Zeitgeist. Also wir haben so das Gef\u00fchl, wir leben in sehr gestressten Zeiten. Es ist viel um uns herum, was passiert. Und wir suchen geradezu eben die M\u00f6glichkeit, auch was Exklusives dann zu haben und einen Kontrast zum Stress des Alltags. Also ich glaube, das ist was Besonderes. Dann sicherlich auch, dass die Leute mehr und mehr sich Gedanken dar\u00fcber machen, wof\u00fcr kann ich eigentlich mein Geld ausgeben? Also ich verdiene gut, aber die normalen Kosten kann ich damit recht problemlos tragen. Und jetzt muss das Geld ja auch ausgegeben werden. Also, wie du vorhin schon sch\u00f6n gesagt hast, das deutschen liebstes Kind, das Reisen, das ist nat\u00fcrlich dann schon etwas, was man da auch einfach als Grund mit auff\u00fchren kann. Und als drittes denke ich eben die Exklusivit\u00e4t auch. Also es ist halt was Exklusives, diese Art von Urlaub zu machen. Reisen \u00fcber 5.000 Euro hast du dir angeschaut. Da hast du es jeder Sechste, der so viel Geld f\u00fcr seine Reise ausgibt. Wie definiert sich denn diese Luxusreise ansonsten noch? Es gibt nat\u00fcrlich unterschiedliche Definitionen. Also wir k\u00f6nnten uns jetzt Luxustourismus anschauen. Einerseits als was wirklich ganz, ganz Besonderes. Also was so f\u00fcr normale Menschen sicherlich auch mit einem guten Einkommen nicht zu bezahlen ist. Wei\u00df ich nicht, du kannst dir eine Hotelsuite Las Vegas mieten \u00fcber dem Strip. Da zahlst du dann pro Nacht 100.000 Dollar. Also das ist nat\u00fcrlich jenseits von Gut und B\u00f6se. Oder du kannst jetzt irgendwie eine Privatinsel mieten. Oder du kannst dir irgendwie ein Privatjet mieten und damit um die Welt jetten. Kannst nat\u00fcrlich auch, ich wei\u00df gar nicht, was es zur Zeit kostet, irgendwie ins Weltall gehen und da irgendwie einen Blick auf die Erde haben. Also diese Art von Tourismus haben wir ehrlicherweise nicht gemeint. Sondern wir haben eher gesagt, wie sieht es eigentlich mit den Leuten aus, die dann vielleicht Business fliegen, wenn sie irgendwie Langstrecke fliegen. Die irgendwie eine besondere Suite nehmen, wenn sie eine Kreuzfahrt machen. Die, wei\u00df ich nicht, das F\u00fcnf-Sterne-Hotel nehmen, was oftmals sehr teurer ist. Also eher diese Gruppe und haben da einfach mal geschaut, warum machen die das eigentlich, wer macht das und wie sieht es da aus? Also Luxus schon ganz klar am Geld festgemacht? Im Wesentlichen. Also das ist f\u00fcr uns als Grundlage, weil jetzt ja im Chart der Woche, dass wir auch diese Zahlen uns dann angeschaut haben und da eben gesagt haben, wer gibt es dann aus? Und ich meine, \u00fcber 5.000 Euro, nehmen wir jetzt nur mal selbst 5.000 Euro. Das ist nat\u00fcrlich schnell wirklich eine gro\u00dfe Summe. Also jetzt f\u00fcr mich, er ist irgendwie gl\u00fccklich verheiratet, zwei Kinder, das w\u00e4ren dann schnell 20.000 Euro, die wir von Haupturlaub ausgeben w\u00fcrden. Das geben wir nicht aus. Aber es ist nat\u00fcrlich schon eine Menge Geld. Und was war der luxuri\u00f6seste Urlaub, den du jemals gemacht hast? Oh, das ist schwer zu sagen. Also ich durfte mal ein Business an die Westk\u00fcste der USA fliegen. Das fand ich auch wirklich was Besonderes. Das fand ich schon toll und bequem und man ist wirklich entspannt angekommen. Das war wirklich mal Luxus pur. Und dann hatte ich mal die M\u00f6glichkeit, auf einer Segeljacht mitzufahren, die nur wir als Familie hatten. Plus den Skipper, der uns durch Griechenland geschippert hat. Das fand ich einerseits echt toll. Also es war irgendwie mit da in den kleinen Buchten anhalten und dann da schnorcheln gehen. Und abends irgendwie die kleinen Hafen anzufahren und irgendwie in die Taverne einzukehren. Das war schon was Besonderes. Andererseits fand ich jetzt den Luxus an Bord nicht so. Ich fand das trotzdem beengt, hei\u00df. Sanit\u00e4ren Anlagen fand ich nicht einfach. Also das war jetzt auch nicht \u00fcberall Luxus. Aber es ist sicherlich was ganz Luxuri\u00f6ses, was ich mal mitmachen durfte. Bei dir? Hast du auch? Okay, bevor ich die Frage beantworte. Also sagst du jetzt ja gerade selber, dass der Komfort war jetzt nicht Luxus. Aber es war Luxus, weil es so exklusiv war. Ganz genau. Also es war das Besondere. Es war jetzt nicht der Standard, den ich so toll auf diesem Schiff fand. Das fand ich eher bei diesem Langstrecken-Business-Flug, wo wirklich der Standard ein toller war. Aber das andere war wirklich das Besondere. Also dass wir was Exklusives hatten, wo sich auch nur um uns gek\u00fcmmert wurde. Und man irgendwie ja dann auch mit dem Skipper einfach den Tag \u00fcber alles M\u00f6gliche gesprochen hat und irgendwie die Ruhe eingekehrt ist. Und ich fand es, da war es eher diese Exklusivit\u00e4t. Aber im Chart der Woche haben wir das ja auch \u00fcber das Geld ganz klar abgegrenzt. Sich eine Luxusreise g\u00f6nnen \u00fcber 5000 Euro. Und jetzt kommen wir dem Ganzen ja schon, also weicht das ja schon ein bisschen auf. Jetzt geht es ja gar nicht mehr so wirklich ums Geld, sondern da ging es jetzt ja eher um die Exklusivit\u00e4t. Man k\u00f6nnte ja auch irgendeine kleine Bungalow-H\u00fctte oder Holzh\u00fctte am Strand in Thailand haben. Das stimmt. Da h\u00e4ttest du dann auch deine Abgeschiedenheit und die Ruhe. Da hast du recht. Also ganz klar. Ich meine klar, diese Yacht war jetzt auch teuer, was wir uns jetzt so normal wahrscheinlich nicht leisten w\u00fcrden. Also darum war es jetzt eher was Luxuri\u00f6ses. Aber du hast v\u00f6llig recht. Es muss jetzt nicht immer der Goldstandard sein. Es kann wirklich auch was anderes sein. Aber ich lasse dich trotzdem nicht raus. Trotzdem musst du noch kurz erz\u00e4hlen, was das Luxuri\u00f6seste war, was du je im Urlaub gemacht hast. Tats\u00e4chlich selber viel Geld f\u00fcr einen Urlaub ausgegeben, das haben wir jetzt so nicht. Oder f\u00fcr eine \u00dcbernachtung oder so. Ich glaube, bei uns kommt das eher durch die Zeit zustande. Also wir waren jetzt in der Elternzeit vier Wochen am St\u00fcck in Thailand, sind da rumgereist. Im Studium war ich mehrere Monate in S\u00fcdamerika am Reisen. Sich einfach die Zeit zu nehmen. Und nat\u00fcrlich am Ende dieses Urlaubs ist nat\u00fcrlich auch eine gr\u00f6\u00dfere Summe zusammengekommen. Aber wenn man das runterbricht, sind das dann halt eben nicht diese 5000 Euro f\u00fcr einen Urlaub. Auf sieben oder zehn Tage im Schnitt. Das hei\u00dft, das ist vielleicht eher der Luxus, finde ich, f\u00fcr mich, so viel Zeit mir nehmen zu k\u00f6nnen. Das stimmt. Wir haben jetzt nicht sozusagen nochmal gekreuzt die Dauer des Urlaubs bei den Kosten. Also wir k\u00f6nnen jetzt nat\u00fcrlich auch die Tageskosten, wenn wir uns anschauen k\u00f6nnen, um dann zu sehen, wer hat wirklich da \u00fcberproportional viel ausgegeben. Naja, aber der Haupturlaub dauert ja bei den Deutschen so irgendwie. 12, 14 Tage so ungef\u00e4hr. Klar, bei Fernreisen ist es immer ein Tick l\u00e4nger. Aber du hast v\u00f6llig recht. Also es ist nat\u00fcrlich auch Luxus pur, einfach f\u00fcr l\u00e4nger unterwegs zu sein. Und was ihr gemacht habt, jetzt vier Wochen durch ein Land zu reisen und alles hinter sich zu lassen. Der Luxus ist ja, was wir vorhin so ein bisschen auch hatten, der Alltag bleibt hinter euch. Der Stress wird irgendwie ausgeblendet. Die Erholung setzt dann nat\u00fcrlich auch k\u00f6rperlich viel, viel st\u00e4rker ein. Auch das ist nat\u00fcrlich Luxus. Also es ist immer wirklich zweigeteilt. Einerseits \u00fcber diese harten Faktoren. Was f\u00fcr einen Standard hast du? Wie viel Platz hast du? Wie gro\u00df ist dein Hotelzimmer, deine Kabine? Wie gro\u00df ist dein Platz am Bord des Flugzeugs? Solche Sachen, aber dann nat\u00fcrlich auch die Zeitperspektive. Eine dritte Perspektive w\u00e4re es \u00fcbrigens nochmal, diese weichen Faktoren mit reinzunehmen. Also Service und so. Stimmt, da f\u00e4llt mir auch was ein. Ein Hotel, was uns immer im Kopf bleibt. Seinesgleichen haben wir noch nicht wiedergefunden. Da war der Service einfach outstanding. Und es war nicht besonders teuer. Es war jetzt kein Luxushotel mit, ich wei\u00df nicht, wann f\u00e4ngt ein Luxushotel an? 500 Euro, 1000 Euro die Nacht irgendwie so. Das war es auf jeden Fall nicht. Aber wir sind schon mit Namen begr\u00fc\u00dft worden. Also die wussten, wir kommen. Und ich unterstelle mal, dass eigentlich fast jedes Hotel wei\u00df, wann die G\u00e4ste einchecken. Das ist ja essentiell. Total. Man k\u00f6nnte ja eine Liste mit Namen beim Check-In-Counter haben und dann direkt sehen, oh, da kommt die vierk\u00f6pfige Familie. Das kann ja nur ein Jahr sein. Das m\u00fcsste man einfach mal anders strukturieren. M\u00fcsste gucken, okay, da kommt jemand irgendwie als Gesch\u00e4ftsreisender alleine an. Der kann in einer extra Spalte stehen und dann kann einer von f\u00fcnf sein, die an dem Tag wahrscheinlich einchecken. Wenn hier irgendwie als Familie werden jetzt nicht in jedem Hotel 150 vierk\u00f6pfige Familien einchecken mit zwei Kindern, wo was offensichtlich ist. Ganz klar, ja. Klar, in so riesen Bunkern ist das vielleicht nochmal was anderes. Aber ich fand eben in den Hotels, in denen ich so bin, haben wir das erst bei allem erlebt. Das ist wirklich, ja, man hatte das Gef\u00fchl, willkommen zu sein. Und das ist, darf man nicht vergessen, ist nat\u00fcrlich nach wie vor ein Dienstleistungsgewerbe, die Tourismusbranche und Dienstleistung. Du musst ja erstmal einen Dienst erbringen und etwas leisten, bevor du dann irgendwo noch Geld verdienen kannst. Und es ist, ich wei\u00df nicht, jetzt ist es nat\u00fcrlich bei unseren Kindern nicht mehr, aber ich war fr\u00fcher schon \u00f6fter genervt, wenn wir irgendwo eingecheckt haben. Und das Kinderbett war nicht auf dem Zimmer und man musste irgendwie wieder hinterher telefonieren. Und dann musste es irgendwo wieder rausorganisiert werden. Aber die Kinder waren an sich platt und wollten sofort ins Bett und erstmal sich ausruhen. Und der Nerv war irgendwie sofort da. Also auch das nenne ich ein St\u00fcck weit Luxus. Und ja, das Hotel, das h\u00f6rt sich echt cool an. Ja.\n\nUli, wollen wir dann da irgendwie einen neuen Standard einf\u00fchren? Weil ich finde, die klassischen Ein-Sterne-Hotel, F\u00fcnf-Sterne-Hotel, das hilft uns nicht bei der Suche nach einem Hotel, wo man einen ganz, ganz tollen Service findet. Wo man Luxus auf andere Art genie\u00dfen kann, das stimmt. Also die normalen Kategorien ist ja eine Checkliste, w\u00fcrde ich jetzt sagen. Ja, genau. Also wie barrierefreundlich bist du, wie viele Fahrst\u00fchle hast du. Wie viele Pools. Genau. Im Spa-Bereich. Ja, nur weil es einen Spa-Bereich gibt, ist das Hotel noch lange nicht irgendwie luxuri\u00f6s. Und das ist nat\u00fcrlich, was viele auch nachschauen. Und wenn man irgendwie, egal ob jetzt im Reiseb\u00fcro, im Katalog, online, du machst irgendwie deine Kreuzchen und sagst irgendwie, was willst du haben und was willst du irgendwie vor Ort dann vorfinden. Das ist das eine. Ja, da kannst du es mitmachen. Aber ich bin v\u00f6llig bei dir. Die an sich br\u00e4uchte es eine neue Kategorisierung, die irgendwie diese weichen Faktoren, Freundlichkeit, Service, Gastfreundschaft. Das sind amerikanische Elite-Unis. Die werden ja auch danach bemessen, wie viele Studenten auf Professoren es gibt. Vielleicht m\u00fcsste man sowas nehmen, irgendwie viele Angestellte auf Hotelg\u00e4ste. Ein gutes Beispiel. Oder auch qualifizierte Leute. Also wie ist die Kinderbetreuung? Ist einer oder eine, die einen Plan hat und die anderen f\u00fcnf haben aber an sich sonst nichts mit Kindern zu tun und die Kinderbetreuung funktioniert mittelm\u00e4\u00dfig? Oder hast du irgendwie ein geschultes Personal? Klar, Fachkr\u00e4ftemangel ist nat\u00fcrlich Stein der Weisen. Auch in der Tourismusbranche ist es ein gro\u00dfes Problem, da Angestellte zu finden. Aber ja, und ich denke trotzdem, manchmal ist es auch vielleicht gar nicht, dass du es in irgendwelchen Verh\u00e4ltnissen festmachen musst und ein Gast auf so und so viele Mitarbeiter, sondern eher einfach nachdenken. Also einfach den Kopf einschalten. Ja, aber mit den Touristikern, mit denen ich so gesprochen habe, die sagen, das ist halt eben gerade das Problem, Personal zu finden, das mitdenkt, ist gar nicht so leicht. Ja, aber man k\u00f6nnte ja auch ein St\u00fcck weit dann das irgendwie gratifizieren. Und aus der Forschung wissen wir halt auch, je eher du deinen Job irgendwie positiv siehst, desto eher bist du auch erfolgreich, desto eher kannst du dann auch irgendwie die Leute gl\u00fccklich machen, die bei dir zu Gast sind oder die du irgendwie im Tourismus anderweitig gl\u00fccklich machst. Also das sind ja schon auch, das ist ja keine Rocket Science. Und ich glaube einfach, wir m\u00fcssten da mehr Schulung haben. Ich habe neulich \u00fcbrigens mal einen Vortrag gehabt, das fand ich sehr interessant, da hat ein Sportartikelhersteller im Wintersport all seine Mitarbeiter zum Flirttraining geschickt. Oha. Und hat gesagt, naja, komm mal, wir sind hier irgendwie im Wintersport zu Hause und wir wollen Ski vermieten und wir wollen irgendwie Snowboards vermieten und meine Angestellten sind irgendwie so ein bisschen... Trant\u00fctig. Trant\u00fctig. Und hat denen Flirttraining verordnet, was nat\u00fcrlich ein voller Erfolg war f\u00fcr die Mitarbeiter nat\u00fcrlich selber, die es irgendwie mal au\u00dferhalb der Reihe fanden und jetzt nicht irgendwie wieder eine neue Technik oder irgendwas gelernt haben, obwohl es ja auch eine neue Technik ist. Ja, und es ging ja auch am Ende nicht darum, dass jetzt wirklich die G\u00e4ste angeflirtet werden sollen, sondern nur um K\u00f6rpersprache, Kommunikation, wie tritt man auf. Genau, ja. Aber die sind nicht alle zusammengekommen, nein. Falsches Bild, falsches Bild an der Stelle. Aber genau richtig, also das war irgendwie, fand ich, total clever und logisch, wieder was einzubeziehen, was wir halt ein St\u00fcck weit erwarten. Nat\u00fcrlich finden wir es alle toll, wenn der Skiverleih, Mensch irgendwie besonders freundlich oder zuvorkommend ist oder irgendwie mich anspricht, als ich jetzt nicht irgendwie der Norddeutsche bin, der nicht Skifahren kann, sondern mich irgendwie auf Augenh\u00f6he behandelt. Also das sind ja alles Sachen, die wir auch gut finden und das kann man nat\u00fcrlich \u00fcber sowas gut hinkriegen, was auch ein St\u00fcck weit Luxus dann ist. Also an sich, was ist f\u00fcr dich dann Luxus, wenn man dich jetzt fragen w\u00fcrde? Also ich glaube schon, Zeit ist was Wichtiges, also was du vorhin so aufgef\u00fchrt hast, aber Zeit anders gedacht, also gar nicht unbedingt die Dauer des Urlaubs, sondern ich finde es an sich katastrophal, die es anstehen. Also egal, ob es irgendwie dann am Flughafen ist, dass man irgendwie immer durch die Wartesituationen durchkommt und ich glaube, jetzt kann man extra zahlen, damit du schneller durchkommst wieder. Das ist auch schon wieder sehr elit\u00e4r dann. Das stimmt, ja, aber das empfinde ich als anstrengend, wenn man dann irgendwie das alles sieht, wie ich dann im Hotel bin oder im Ferienhaus bin. Das dauert alles enorm lange. Also Zeit sparen bei der An- und Abreise, das w\u00fcrde ich was Tolles finden. Nat\u00fcrlich genauso jetzt mit dem Auto, der Stau nervt mich auch irgendwie ab. Also da mehr Exklusivit\u00e4t zu haben, das hast du ja teilweise schon, du kannst diese Fastlane-P\u00e4sse in Freizeitparks buchen, du kannst irgendwie, wei\u00df ich nicht, in Museen irgendwelche Sonderf\u00fchrungssachen buchen, wo du dann schneller an bestimmte Objekte rangef\u00fchrt wirst. Das ist nat\u00fcrlich schon, was ich wirklich mit Luxus gleichsetzen w\u00fcrde, dass ich die Zeit dort schneller nutze und nicht vertue mit langen Wartesituationen. Das w\u00e4re f\u00fcr mich Luxus. Was w\u00fcrdest du denn der Branche raten, wie die sich da zuk\u00fcnftig aufstellen sollte? Anfang nachzudenken? Nein, also ich glaube so. Also ist es jetzt, ist es mehr Marmor, ist es mehr Federbett oder kann tats\u00e4chlich das auch das Feldbett sein? An jedem Fall. Also ich glaube schon, dass diese, wenn wir jetzt \u00fcber die Zukunft auch so ein bisschen nachdenken, was kommt in Zukunft, glaube ich, auf die Branche zu. Ich glaube, das Feldbett hat genauso seine Berechtigung. Und es ist dann, wei\u00df ich nicht, vielleicht die besondere Expedition irgendwie in unerforschte Gebiete oder wei\u00df nicht, wenn du in die Antarktis oder Arktis f\u00e4hrst. Das ist jetzt ja nicht irgendwie das Captain's Dinner und irgendwie Marmor und Manschettenkn\u00f6pfe, sondern es ist ja eher spartanisch, aber du erlebst halt einfach was Besonderes. Oder wenn du irgendwelche anderen Sachen machst, ist es halt wieder diese Exklusivit\u00e4t und du kannst davon berichten und kannst davon auch zehren. Genau, das hei\u00dft also die Luxusreise ist gar nicht unbedingt oder die Zukunft des Luxusreise-Segments ist nicht unbedingt nur mehr Gold und Marmor und Federbetten, sondern vor allem diese Exklusivit\u00e4t. Und Service auch. Ja, also das glaube ich schon. Andererseits glaube ich nat\u00fcrlich auch eine klassische Aufteilung der Reisenden in Zukunft. Viele gibt es nat\u00fcrlich einfach, die Luxus nach wie vor mit Standard gleichsetzen und die halt irgendwie das F\u00fcnf-Sterne-Plus-Ding irgendwie haben wollen. Das glaube ich nat\u00fcrlich schon, klar. Also insofern, die Prognose w\u00e4re f\u00fcr mich so ein bisschen zweigeteilt. Also einerseits glaube ich, wird die Branche sich aufteilen. Wir werden die Nichtreisenden haben, die wird es auch in Zukunft geben, vergessen wir nicht. Das sind irgendwie zwei von f\u00fcnf Deutschen, die nicht in Urlaub fahren. Dann gibt es eben die gro\u00dfe Mehrheit, die einfach dem Massentourismus nach wie vor zugetan sind, die sich eher im Alltag einschr\u00e4nken, die eher die Urlaubsdauer verk\u00fcrzen, als nicht in den Urlaub zu fahren. Also die ganz normal verreisen, daf\u00fcr auch sparen und sich alles daf\u00fcr machen. Und dann eben dieses Segment des Luxustourismus, der glaube ich in Zukunft zunehmen wird. Also ich glaube schon, dass das ein Markt ist, auch international gesehen, wo wir vieles erwarten k\u00f6nnen. Und dann aber v\u00f6llig richtig, so eine zweite Zukunftsprognose w\u00e4re von uns, glaube ich, zu sagen, man muss dar\u00fcber nachdenken, wie mache ich das Reisen f\u00fcr den Gast eigentlich angenehmer und \u00fcberrasche ihn vielleicht ein bisschen mehr. Und er ist furchtbar Reise erfahren, aber wie kann ich trotzdem seinen Aufenthalt so gestalten, dass er sagt, Mensch, das war was Besonderes, hier komme ich gerne wieder her. Okay. Uli, ich w\u00fcrde sagen, wir haben jetzt so viel \u00fcber Luxus gesprochen, wir g\u00f6nnen uns den jetzt auch. Machen Schluss, Leute. Wir nehmen uns ein bisschen Zeit. Genau. Ja, vielen Dank f\u00fcrs Zuh\u00f6ren. Wir freuen uns drauf, euch n\u00e4chste Woche wieder zu h\u00f6ren. Bis dahin. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. 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