{"id":4890,"date":"2024-03-28T06:45:50","date_gmt":"2024-03-28T05:45:50","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4890"},"modified":"2026-07-21T18:58:13","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:13","slug":"why-more-and-more-germans-have-a-hobby","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/warum-immer-mehr-deutsche-ein-hobby-haben\/","title":{"rendered":"Why more and more Germans have a hobby"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Almost half of all Germans regularly pursue a personal hobby in their free time. Five years ago, only about one in three made time for an individual pastime. This increased interest in hobbies is also reflected in the question of whether Germans have rediscovered an old hobby. 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Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. In dieser Podcast-Staffel nehmen wir ja immer unser Chart der Woche mit Zahlen, Daten und Fakten aus unserer Forschung als Aufh\u00e4nger f\u00fcr unser Gespr\u00e4ch. Uli, was sind denn die Ergebnisse aus unserem Chart der Woche zu dieser Folge? In dieser Woche soll es ja um das Thema Hobbys gehen. Und beim Hobby haben wir uns nat\u00fcrlich lange Gedanken gemacht. Was ist eigentlich ein Hobby? Warum \u00fcbt man das aus? Da kommen wir wahrscheinlich nachher noch zu. Aber erstmal haben wir die Bev\u00f6lkerung gefragt, wer von euch \u00fcbt eigentlich regelm\u00e4\u00dfig ein Hobby aus? Und haben uns so ein bisschen den Zeitvergleich auch angeschaut und haben dabei festgestellt, dass vor Corona in etwa jeder dritte Deutsche gesagt hat, er \u00fcbt regelm\u00e4\u00dfig, also wenigstens einmal pro Woche ein bestimmtes Hobby aus. Mittlerweile ist es aber mehr als jeder zweite, der eben angibt, beim Hobby aktiv zu sein. Also das ist schon wirklich auff\u00e4llig, dass diese Steigerung da war. Zus\u00e4tzlich haben wir auch nochmal befragt, gibt es denn auch eine Renaissance von alten Hobbys? Also entdecken die Bundesb\u00fcrger bestimmte Sachen aus ihrer Kindheit wieder? Sei es jetzt, wei\u00df ich nicht, eine bestimmte Sportart, irgendeine Leidenschaft, irgendwas, was sie als Kind gerne ausge\u00fcbt haben. Br\u00fcsseln war doch ganz gro\u00df in Corona, oder? Total. Gutes Beispiel, auch Kochen, glaube ich, war weit vorne dabei. Und das ist auch nochmal jeder Zehnte. Also jeder Zehnte, der neben seinem eigentlichen Hobby noch ein altes Hobby f\u00fcr sich wiederentdeckt hat und das eben in seiner freien Zeit aus\u00fcbt. Also Hobbys liegen wirklich im Trend. Mich haben die Zahlen ehrlich gesagt ein bisschen \u00fcberrascht, weil jetzt sagst du, es ist nat\u00fcrlich eine gro\u00dfe Steigerung in den letzten Jahren gewesen, dass es mittlerweile jeder zweite ist. Das hei\u00dft ja aber auch, dass jeder zweite kein Hobby hat. Wenn ich mich an die Freundschaftsb\u00fccher von fr\u00fcher erinnere, da musste man ja ausf\u00fchren, seine Hobbys angeben und da hat ja jeder was reingeschrieben. Meistens war es irgendwie lesen, reisen, Musik h\u00f6ren, chillen.\n\nWie kommt das denn? Also dass eigentlich jeder zweite kein Hobby hat. Das stimmt. Also bei den Freundschaftsb\u00fcchern haben auch alle an sich dasselbe reingeschrieben. Und ich glaube, wenn man irgendjemanden gut fand, hat man dasselbe Hobby reingeschrieben. Ich glaube, das war damals der Ansatz, wenn man dabei hat. Nein, das stimmt. Du hast nat\u00fcrlich recht, es ist auff\u00e4llig auch, dass jeder zweite eben angibt, kein Hobby zu haben. Wobei man nat\u00fcrlich auch mal so ein bisschen fragen muss, wie definieren die Leute selber das Hobby? Also wo ist eigentlich auch der Unterschied zwischen Freizeitaktivit\u00e4t und Hobby? Und du hast nat\u00fcrlich recht, es gibt diese klassischen Hobbys, wie jetzt Briefmarken sammeln, Puzzeln, Lesen und Co. Aber es gibt nat\u00fcrlich auch diese ganze gro\u00dfe Vereinskultur. Und viele Deutsche sind ja in den verschiedensten Vereinen, von Musikvereinen bis \u00fcber Sportvereine, dann die ganzen Vereine auf dem Land, Sch\u00fctzenvereine, Landfahrer und diese ganzen Sachen. Also das sind alles so die Orte, wo man sein Hobby aus\u00fcbt. Aber deswegen frage ich mich gerade, was sind denn die beliebtesten Hobbys der Deutschen? Ist das Sport machen im Verein? Kommt wirklich darauf an, wen du jetzt fragst. Also jeder definiert halt auch Hobby f\u00fcr sich unterschiedlich. Jetzt wei\u00df ich nicht, der eine sagt, mein gro\u00dfes Hobby ist das Lesen. F\u00fcr den anderen ist es nur, sich zu informieren und jetzt nicht unbedingt eine M\u00f6glichkeit, einem Hobby nachzugehen. Oder wenn man abends nur liest, um besser einschlafen zu k\u00f6nnen. Oder f\u00fcr den einen ist, wei\u00df ich nicht, Backen ein klassisches Hobby. Der N\u00e4chste sagt, das ist f\u00fcr mich total der Aufwand und ich mache es echt nicht gern. Ich mache es nur, wenn ich irgendwie was backen muss. Also es ist nat\u00fcrlich von der Definition unterschiedlich. Aber du hast v\u00f6llig recht, es gibt bestimmte Hobbys, die halt von vielen als Hobby gesehen werden. Dazu geh\u00f6rt Lesen, dazu geh\u00f6rt der ganze Vereinsbereich. Also es sind schon typische Hobbys. Okay. Aber wenn jetzt nochmal zur\u00fcck 50 Prozent der Deutschen sagen, sie haben ein Hobby oder 50 Prozent sagen, sie haben eben kein Hobby. Dann liegt das am Ende vielleicht einfach nur an der Definition? Das glaube ich nicht. Okay. Also ich glaube schon, dass viele halt auch einfach wirklich Schwierigkeiten haben, ein Hobby zu finden. Hobby ist nat\u00fcrlich der Begriff. Ist auch nicht wirklich mehr so cool. Also wenn ich jetzt, meinem Hobby bin ich nachgegangen, hast nichts Besseres zu tun. Wir leben ja auch in Zeiten, wo viele halt auch die Freizeit sinnvoll verbringen wollen. Das ist nat\u00fcrlich auch immer eine Herausforderung, dann sich wirklich die Zeit zu nehmen, um einem bestimmten Hobby nachzugehen. Also das ist schon auff\u00e4llig. Und wie gesagt, die Steigerungszahlen sind nat\u00fcrlich trotzdem da. Also f\u00fchren wir diesen Podcast weiter. In zehn Jahren sind es dann wahrscheinlich drei Viertel der Deutschen, die angeben, regelm\u00e4\u00dfig im Hobby nachzugehen. Da kommen wir ja noch zu. W\u00e4re ja auch w\u00fcnschenswert. Aber vorab, dann lass uns das noch einmal kurz definieren, was genau denn ein Hobby ist. Denn wir grenzen das ja nochmal klar von einer Freizeitaktivit\u00e4t ab. Ich w\u00fcrde n\u00e4mlich bei den ganzen Freundschaftsbuch-Eintr\u00e4gen auch nochmal ein Fragezeichen hinter machen, ob das Musikh\u00f6ren und Lesen tats\u00e4chlich als Hobby zu bezeichnen ist. Und laut unserer Definition ist es ja eigentlich eher eine Freizeitaktivit\u00e4t. Da hast du recht. Also das ist richtig. Also Freizeitaktivit\u00e4t ist ja das, was man an sich in der Freizeit macht. Also es kann Fernsehen sein, kann Schlafen sein, kann Faulenzen sein, kann nat\u00fcrlich auch irgendwie was ich Sport treiben sein. Das sind alles Freizeitaktivit\u00e4ten. Beim Hobby ist es dann die Aktivit\u00e4t praktisch ein bisschen enger gefasst. Also es ist etwas, was man in der Freizeit macht, hat aber immer noch diesen sinnvollen Ansatz dazu. Also eine sinnvolle Komponente dazu. Was jetzt sinnvoll ist f\u00fcr den einen, muss nat\u00fcrlich nicht sinnvoll f\u00fcr den anderen sein, aber es hat erstmal etwas dabei, wo du halt auf was Bestimmtes mit erreichen m\u00f6chtest. Und sinnvoll, vielleicht auch nochmal erg\u00e4nzt, nicht im Sinne, dass es einen Sinn stiftet f\u00fcr andere, sondern nur f\u00fcr einen selber. Also wir meinen damit, dass man eben etwas mit Leidenschaft aus\u00fcbt, mit Eifer, mit einer inneren Motivation, mit besonderer Freude. Ganz genau. Also dass es dir einfach gut tut, dass du Spa\u00df dran hast. Also es muss jetzt nichts Karitatives zum Beispiel sein, sondern einfach nur, dass es mir pers\u00f6nlich gut tut und dann hat es diesen Sinnvoll. Genau, es kann nat\u00fcrlich sein, aber in der Regel, klar, es muss dir erstmal selber gut tun. Du musst daran Spa\u00df haben, du musst es gerne aus\u00fcben, du musst es freiwillig aus\u00fcben. Dann ist es ein typischer... Hast du mal ein Beispiel, was jetzt eine Freizeitaktivit\u00e4t ist und was ein Hobby? Eine Freizeitaktivit\u00e4t ist klassisch Fernsehen, Radio h\u00f6ren, Passivit\u00e4ten. Das sind typische Freizeitaktivit\u00e4ten. Beim Hobby k\u00f6nnen wir uns jetzt auch ein bisschen so geschichtlich anschauen. Hobby hat ja auch ein anderes Wort daf\u00fcr, ist Steckenpferd. Und das kommt ja aus dem Englischen, das Hobbyhorsing. Und Hobby... Ist ja auch wieder super beliebt aktuell, ne? Oh, das musst du... Aber ganz kurz zur Geschichte, bevor du das, das wusste ich nicht. Und Hobbyhorsing ist im Englischen aus der Geschichte heraus, das fr\u00fcher Hobby, ich wei\u00df jetzt nicht genau, wie man es ausspricht, war ein anderer Begriff f\u00fcr Pony. Und die Kinder haben praktisch, konnten noch kein Pony reiten und haben sich dann einfach einen Stock zwischen die Beine gehalten und sind damit \u00fcbers Feld gelaufen und haben etwas Wohltuendes f\u00fcr sich selbst mit Spa\u00df ausge\u00fcbt, was erstmal aber jetzt nicht irgendwie ein eigentliches Reiten oder sowas war. Also das ist der Ursprung des Hobbyhorsings. Aber du hast gesagt, das liegt wieder im Trend. Total, ja. Es ist wirklich eine richtige Sportart mittlerweile mit gro\u00dfen Wettk\u00e4mpfen. Besonders in Skandinavien war es sehr gro\u00df. Vielleicht sogar auch in England. Ich wei\u00df es nicht, wenn du sagst, da ist tats\u00e4chlich der Ursprung des Steckenpferds. Das ist in jedem Fall so. Das hei\u00dft, da ist auch richtig so, die Leute gestalten das Steckenpferd. Die gestalten ihr Steckenpferd und treffen sich in Turnhallen mit Richtern und springen. Es ist tats\u00e4chlich auch wirklich beeindruckend. Also man lacht immer erstmal dr\u00fcber, aber wenn man sich das anschaut, wie hoch die da halt wirklich dann mit diesem Steckenpferd springen. Aber das ist praktisch die perfekte Unterscheidung. Also wenn ihr euch das jetzt gleich Hobbyhorsing bei YouTube anschaut, das w\u00e4re eine Freizeitaktivit\u00e4t, \u00fcbt ihr es selber aus, ist es ein Hobby. Ja. Und \u00fcbt ihr es mit Leidenschaft aus. Das stimmt nat\u00fcrlich. Jetzt nicht, um bei YouTube wirklich viele Klicks zu haben. Das w\u00e4re nicht der Fall. V\u00f6llig richtig. Was sind eigentlich deine Hobbys? Meine Hobbys, jetzt \u00fcberlege ich nat\u00fcrlich nochmal kurz nach unserer Definition. Meine Hobbys, h\u00e4tte ich jetzt n\u00e4mlich eigentlich gesagt, sind Backen und Reiten. Aber aktuell, ich habe ja immer so sch\u00f6ne Motivtorten gebacken f\u00fcr alle. Da erinnere ich mich dran, ja. Genau. Und mit der Zeit kam dann aber so ein gewisser Erwartungsdruck, dass sich dann jeder auch zu seinem Geburtstag so eine ganz besondere Torte gew\u00fcnscht hat. Und dann ist nat\u00fcrlich diese Freiwilligkeit und die Freude und ich habe es dann ein bisschen verloren gegangen. Ich habe es ja also nicht mehr so wirklich nur f\u00fcr mich gemacht. Deswegen w\u00fcrde ich jetzt sagen, ist wahrscheinlich das Tortenbacken eher eine Freizeitaktivit\u00e4t. Die du mal aus\u00fcbst und die dann okay ist, aber nicht regelm\u00e4\u00dfig mehr. Ja, und sie hat ja auch immer so ein direktes Ziel. Das soll ja ein Hobby eigentlich auch nicht haben. Also ich will ja wirklich diese eine Torte f\u00fcr die Person backen, damit die sich freut.\n\nUnd ja, und mein richtiges Hobby ist dann w\u00fcrde ich sagen, das Reiten auf jeden Fall. Das ist auch etwas, vielleicht ist das auch ein Punkt f\u00fcr die Definition, wo ich wirklich meine Energie auftanken kann. Also wo ich merke, ich bin m\u00fcde, wenn ich in den Stall gehe und ich bin voller Energie, wenn ich wieder rausgehe. Das hei\u00dft, du \u00fcbst es freiwillig aus, du hast Spa\u00df daran, es tut dir gut. Und was sind deine, Uli? Einerseits bastle ich gerne im Keller, also irgendwie alles, was mit Holz ist und versuche da irgendwie zu schreinern und zu tischlern und zu machen und zu tun, bin ich wirklich gut da drin. Aber habe da schon eine wirkliche Leidenschaft, dass ich da wirklich Spa\u00df dran habe und es mir gut geht und es ein sch\u00f6ner Kontrast ist zum irgendwie am Schreibtisch sitzen. Und dann auch von der Definition her durchaus ein Hobby, ich flippere gern. Ich habe im Keller ja einen alten Flipper stehen und kann dann einfach mal f\u00fcr zehn Minuten, mal f\u00fcr eine Stunde irgendwie in den Keller gehen und einfach flippern. Ich und der Flipper oder meine Tochter noch dabei oder Freundin noch dabei, dass man gemeinsam flippert. Aber das ist etwas, da schalte ich ab, hat jetzt nicht irgendwie, dass ich damit\u2026 Hat ja absolut keinen Sinn, ne? Wenn ich den Highscore breche, hat das keinen Sinn. Du hast nat\u00fcrlich v\u00f6llig recht. Also es ist einfach Spa\u00df und es ist einfach abschalten und es geht mir danach gut. Und das ist, glaube ich, auch ein typisches Kennzeichen vom Hobby. Wie du eben gesagt hast, wenn du aus dem Stall nach Hause kommst, geht es dir wieder gut und du hast eine gute Zeit gehabt. Nat\u00fcrlich ist jetzt beim Flippern vielleicht nicht so, aber ich wei\u00df nicht, wie es bei dir ist beim Reiten. Diese soziale Komponente ist, glaube ich, auch schon was Wichtiges, was nat\u00fcrlich ein Hobby\u2026 Ja, das stimmt. Also gerade auch gar im Verein, wenn wir Vereine hatten. Das ist, glaube ich, schon mit anderen zusammen. Es ist ja nicht immer einfach, den Hintern hochzukriegen und dann loszuziehen. Ich bin gerade gestern Abend beim Pferd gewesen, Uli. Ich war so m\u00fcde. Aber du bist trotzdem losgegangen? Ich bin trotzdem gegangen und danach war ich so gl\u00fccklich, dass ich es gemacht habe. Ja, und das ist, glaube ich, auch wirklich wichtig, dass man es selber schafft, diese Regelm\u00e4\u00dfigkeit beim Hobby irgendwie zu haben. Jetzt nicht irgendwie sklavisch und es darf kein Pflichtgef\u00fchl werden, aber es ist schon sch\u00f6n, wenn man dann sich aufrafft und es aus\u00fcbt. Und wie du sagst, meistens geht es einem danach schon besser. Ist dann eigentlich ein Hobby haben auch etwas, ja, was, also zum Beispiel Urlaub ist ja etwas in der Arbeitswelt, was ja ganz wichtig ist. Das ist ja nicht einfach nur ein Geschenk, sondern wir brauchen das ja, um unsere Energie aufzutanken, um wieder gut arbeiten zu k\u00f6nnen. M\u00fcsste man dann eigentlich sagen, Hobby ist das Pendant in der Freizeit? Also, dass jeder auch in seiner Freizeit eigentlich ein Hobby br\u00e4uchte, um seine Energien wieder aufzutanken, damit es einem wieder gut geht? Jetzt legen wir ein bisschen Druck auf die H\u00f6rer und sagen, ihr braucht alle ein Hobby. Rein wissenschaftlich betrachtet w\u00fcrde ich das schon unterschreiben und w\u00fcrde sagen, es ist wirklich klug, sinnvoll und tut einem gut, wenn man ein Hobby hat. Und insofern, ja, w\u00fcrde ich schon sagen, es macht durchaus Sinn, sich Gedanken dr\u00fcber zu machen, ein Hobby wieder zu aktivieren, etwas mit Leidenschaft nachzugehen, einen Stecken f\u00fcr sich selbst zu entwickeln und die Freizeit jetzt nicht nur klassisch zur Regeneration zu nutzen. Nach dem Motto, ich habe jetzt heute gearbeitet, komme nach Hause, muddelb\u00fcche im Haushalt rum, lege mich aufs Sofa, lasse mich passiv berieseln. Das ist nat\u00fcrlich v\u00f6llig okay, wenn man es mal macht, aber es tut eben auch gut, dann einem Hobby nachzugehen, wenigstens einmal pro Woche. Ja, bei seinen Akkus aufladen kann man meistens besser durch eine Aktivit\u00e4t. Das stimmt, denkt man oftmals nicht, aber es ist wirklich in der Tat der Fall. Bei der Umfrage, bei unserer Studie kam ja raus, dass es eine ziemlich gro\u00dfe Steigerung gab, also dass jetzt jeder Zweite ist. Wie kommt es denn dazu? Also warum nehmen Hobbys zu? Ja, also wenn man sich jetzt so ein bisschen, also gerade auch im Vergleich vor Corona, nach Corona, der Lockdown war nat\u00fcrlich auch ein Grund daf\u00fcr. Also wir hatten mehr Zeit, wir haben uns vielleicht auch ein bisschen mehr gelangweilt und haben wieder die Ruhe gehabt, einer alten Leidenschaft vielleicht sogar nachzugehen, etwas wieder zu entdecken oder uns einfach auch Gedanken zu machen, weil die Freizeit ja nun mal eingeschr\u00e4nkt war. Und haben uns oftmals ein Hobby gesucht. Erinnere dich daran, dass ja viele Baum\u00e4rkte irgendwie ausverkauft waren. Und irgendwie alle haben auf einmal bei, wei\u00df ich nicht, wieder angefangen zu puzzeln oder zu stricken oder zu schreien oder was auch immer. Es war nat\u00fcrlich, Corona hat schon gro\u00dfen Einfluss gehabt. Dann, glaube ich, sind Hobbys. Ah ja, in Corona wurden Freizeitaktivit\u00e4ten zu Hobbys. Als Beispiel Kochen. Ja, gutes Beispiel. Eigentlich war das f\u00fcr mich nur was, was man so gemacht hat. Aber w\u00e4hrend Corona hatte ich so viel Zeit pl\u00f6tzlich, die ich zu Hause verbringen musste, dass man so ganz verr\u00fcckte Rezepte mal ausprobiert hat. Und ihr k\u00f6nnt euch vorstellen, wie schrecklich es war, dass wir in Corona viel Homeoffice gemacht haben und du nicht st\u00e4ndig hier Torten angebracht hast. Das w\u00e4re sch\u00f6n gewesen. Nein, und dann ein anderer Grund ist sicherlich aber auch so der Zeitgeist. Also wir leben nat\u00fcrlich in Zeiten, die sehr stark vom Optimierungswahn gekennzeichnet sind, das m\u00f6glichst alles in einem Sinn und einem Zweck erf\u00fcllen soll. Und Hobby ist ja dieses Leidenschaft und ist halt etwas aus\u00fcben, weil es mir Spa\u00df macht. Also ich glaube, ist auch so ein bisschen das Gegenteil zum stressigen Alltag, den wir vielleicht oftmals haben. Und die dritte Komponente, glaube ich, schon. Die Menschen, trotz aller M\u00f6glichkeiten, die wir auf Social Media und Co. haben, sehen sich nat\u00fcrlich auch ein St\u00fcck weit nach Gemeinschaft. Und wenn du jetzt vorhin das Reiten, ist es ja wahrscheinlich auch dies in der Gruppe und die Gleichgesinnten. Verein, perfektes Beispiel. Also das ist ja oftmals jetzt nicht nur, dass man die Aktivit\u00e4t aus\u00fcbt, sondern dass man auch danach noch vielleicht, wei\u00df ich nicht, kurz redet oder vielleicht sogar noch einen Kaffee zusammentrinkt oder was auch immer. Ich glaube, f\u00fcr viele ist es ja auch, man trifft Gleichgesinnte. Also es gibt ja auch noch sehr spezielle Hobbys. Das stimmt. Irgendwie, was hast du als Beispiel, wie du vorhin erz\u00e4hlt, Klingonisch lernen gibt es. Das stimmt. Also wirklich Sachen, wo du auch wirklich etwas suchen kannst oder etwas aus\u00fcben kannst, wo jetzt der Freund, die Freundin vielleicht nicht so unbedingt Interesse haben, aber dann doch jemand, den du findest. Ja.\n\nJemand, den man findet. Wie findet man denn das perfekte Hobby f\u00fcr sich selber? 50 Prozent der Deutschen haben es ja immer noch nicht. Das stimmt. Das ist nat\u00fcrlich einfacher gesagt als getan. Und wenn ich jetzt irgendwie was empfehlen w\u00fcrde, w\u00fcrde ich sagen, macht euch Gedanken dar\u00fcber, was hat euch fr\u00fcher Spa\u00df gemacht. Das hat ja immer einen Grund gehabt, warum es euch fr\u00fcher Spa\u00df gemacht hat. Also vielleicht sollte man das alte Hobby wiederentdecken. Macht euer eigenes Wertesystem zum eigenen Entscheidungskriterium. Also wenn ihr gerne puzzelt, dann puzzelt halt, auch wenn andere da vielleicht die Augen mit rollen, euch begegnen. Und dann sucht halt einfach, also probiert Dinge aus. Das Internet ist ja da auch eine tolle Quelle, wo man einfach Gleichgesinnte findet, wo man vielleicht auch auf Ideen kommt. Und ja, letztendlich probiert es aus. Tut es euch gut. Macht es euch Spa\u00df. Dann \u00fcbt das Hobby weiter aus. Macht es euch keinen Spa\u00df. Habt den Mut, was Neues auszuprobieren. Das h\u00f6rt sich ja alles sehr gut an, Uli. Ich w\u00fcrde sagen, wir machen jetzt Schluss und gehen ein bisschen unserem Hobby nach. Ich w\u00fcrde mich freuen. Sehr gut. Vielen Dank f\u00fcrs Zuh\u00f6ren. Tsch\u00fcss. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren."},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Warum immer mehr Deutsche ein Hobby haben - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Fast jeder zweite Deutsche geht in seiner Freizeit regelm\u00e4\u00dfig einem pers\u00f6nlichen Hobby nach. Das Interesse steigt stetig. 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