{"id":4909,"date":"2024-04-04T06:45:06","date_gmt":"2024-04-04T04:45:06","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4909"},"modified":"2026-07-21T18:58:13","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:13","slug":"why-further-education-is-the-future-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/weshalb-weiterbildungen-die-zukunft-gehoert-2\/","title":{"rendered":"Why the future belongs to further training"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Almost half of all Germans regularly pursue a personal hobby in their free time. Five years ago, only about one in three made time for an individual pastime. This increased interest in hobbies is also reflected in the question of whether Germans have rediscovered an old hobby. 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Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Heute sprechen wir \u00fcber Weiterbildung. In unserem Chart der Woche haben wir die Deutschen gefragt, ob sie bereit sind, sich ein Leben lang vorzubilden und auch gleichzeitig, ob sie denn im letzten Jahr eine Weiterbildung mitgemacht haben. Uli, wie sind die Ergebnisse? Ganz spannend. Also auf der einen Seite vier von f\u00fcnf B\u00fcrgern sind erstmal durchaus bereit, sich wirklich ein Leben lang weiterzubilden oder etwas f\u00fcr die eigene Bildung zu tun. Dabei innerhalb der Bev\u00f6lkerung relativ geringe Unterschiede. Andererseits d\u00fcrfen wir nicht vergessen, dass nur etwa jeder Zweite im letzten Jahr wenigstens eine Fortbildungsma\u00dfnahme dann auch gemacht hat. Also schon so ein bisschen zwischen, naja, ich kann mir das vorstellen und ich will das auch machen und dann tats\u00e4chlich der Durchf\u00fchrung. Da gibt es eben doch einen Spagat. Also wie so h\u00e4ufig die gro\u00dfe Kluft zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Das stimmt. Nat\u00fcrlich gibt es auch wieder viele Gr\u00fcnde daf\u00fcr, warum das eben im letzten Jahr bei vielen nicht geklappt hat. Also die einen haben angef\u00fchrt, dass eben die Zeit daf\u00fcr nicht da war, dass auf der Arbeit zu viel zu tun war, dass sie da einfach nicht die zeitlichen M\u00f6glichkeiten hatten. Andere haben aber auch ganz offen und ehrlich zugegeben, dass ihnen die Motivation gefehlt hat. Also ihnen war nicht wirklich klar, warum soll ich mich jetzt selbst weiterbilden, mich beruflich weiterbilden, privat weiterbilden. Und andere Gr\u00fcnde waren dann auch, und das war so ein bisschen auch, was ich mit Sorge gesehen habe, dass die Angst haben vor dem Lernprozess. Also dass da einfach, ja, viele haben eben doch so dieses Gef\u00fchl, das ist wie fr\u00fcher in der Schule. Angst, zu schlau zu werden. Nein, nicht Angst, zu schlau zu werden, sondern eher diese Angst, dass es wieder ist wie fr\u00fcher in der Schule. Also man sitzt irgendwie da, man muss irgendwas auswendig lernen, man wird gepr\u00fcft, wird bewertet, wird beurteilt. Das ist bei vielen eben nicht in guter Erinnerung. Und darum haben viele gesagt, sie haben wirklich auch Angst davor, sich wieder fortzubilden. Also das ist sicherlich etwas, woran gearbeitet werden muss. Okay, weil dann unangenehme Erinnerungen an die eigene Schulzeit hochkommen. Man m\u00f6chte sich, man denkt, es wird langweilig. Ganz genau. Zeit ist zu kostbar. Ja, also Zeit zu kostbar will ich auch gar nicht mehr sagen, sondern einfach viele, die gesagt haben, sie haben nicht die Zeit. Also der Job ist einfach ausgef\u00fcllt, sie haben zu arbeiten, sie m\u00fcssen was tun. Und gar nicht unbedingt jetzt von den Unternehmen her, dass die gesagt haben, du darfst keine Weiterbildung machen oder wir stellen dich nicht frei, was \u00fcbrigens auch nicht erlaubt w\u00e4re, aber dass die Arbeitnehmenden eben gesagt haben, sie haben nicht die Zeit, das zu tun. Aber bevor wir da n\u00e4her drauf einsteigen, du sagtest jetzt vorhin schon berufliche Weiterbildung, private Weiterbildung, noch einmal, dass wir da alle das gleiche Verst\u00e4ndnis haben. \u00dcber was f\u00fcr eine Form von Weiterbildung sprechen wir denn? Also da wird wirklich immer zweigeteilt rangegangen. Also einerseits, es f\u00e4llt ja alles unter diesem Oberbegriff der Erwachsenenbildung und die Erwachsenenbildung umfasst eben einerseits die berufliche Erwachsenenbildung, wo du was f\u00fcr den Beruf zus\u00e4tzlich erlernst. Sei es eine Kompetenz, sei es eine bestimmte Technik, sei es aber auch eine F\u00e4higkeit. Also alles, was irgendwie eine berufliche Relevanz hat. Das ist nicht so althistorisch gesehen, deutlich \u00e4lter ist dann wirklich die Erwachsenenbildung, wenn es in diese Richtung, was du privat machst, also fr\u00fcher, wei\u00df nicht, eine Volkshochschulkurse. Das ist ja wirklich, erste Volkshochschule wurde, glaube ich, schon vor \u00fcber 100 Jahren gegr\u00fcndet und hatte ja immer diesen Ansatz, dass Wissen demokratisiert werden soll. Also dass die B\u00fcrger die M\u00f6glichkeit haben, vollwertiger Teil der Gesellschaft zu sein, eben auch Entscheidungen treffen zu k\u00f6nnen, die f\u00fcr eine Gesellschaft wichtig sind. Und darum gab es dann immer diese Erwachsenenbildung, die in vielf\u00e4ltigsten Formen ausge\u00fcbt wurde. Und wozu w\u00fcrde dann das jetzt fehlen, wenn man jetzt zum Beispiel eine neue Sprache erlernt? Das, wenn du jetzt, wei\u00df ich nicht, Sprachen beruflich \u00fcbersetzt und lernst jetzt irgendwie die Unterschiede zwischen dem australischen und neuseel\u00e4ndischen Englisch, dann w\u00e4re das sicherlich eine berufliche Fortbildung f\u00fcr dich als Dolmetscherin. Wenn es jetzt aber darum geht, dass du einfach gerne mal Italienisch lernen m\u00f6chtest, dann w\u00e4re es eher in diesem Bereich der Erwachsenenbildung, die eben eher privat dann anzusiedeln ist. Und was w\u00e4re, wenn ich jetzt zum Beispiel mich mit meinem Garten ganz intensiv im letzten Jahr auseinandergesetzt habe, Ich w\u00fcrde sagen, das war jetzt ja keine klassische Fortbildung. Ich habe kein Zertifikat bekommen, aber habe mir ja doch sehr, sehr viel Wissen angeeignet. Ja, das wird man jetzt klassisch so ein bisschen unter diesem Oberbegriff des lebenslangen Lernens fassen. Es gibt ja Thesen und da w\u00fcrde ich auch zum Teil unterschreiben, man kann eigentlich nicht nicht lernen. Also egal, was du tust, ob du jetzt im Garten irgendwie dir Gedanken machst, wie du irgendwas anpflanzt oder wie du irgendwie das Kletterger\u00fcst aufbaust, du lernst ja dadurch was und dann lernst irgendwie damit umzugehen und machst dir Gedanken dar\u00fcber und eignest dir erstmal ein bisschen Wissen dazu an. Also das ist ja alles erstmal da. Ja, genauso wie es nat\u00fcrlich auch, wei\u00df ich nicht, Bereiche gibt, wenn du irgendwie in der Warteschleife, Warteschleife sag ich schon, in der Warteschlange stehst, um irgendwas zu machen, dann lernst du dadurch ja auch ein gewisses Verhalten, dass du dich jetzt nicht vordr\u00e4ngelst und dass du jetzt nicht irgendwie die Umi aus dem Weg schubst. Also auch das k\u00f6nnte man jetzt ja im weitesten Sinne als Bildung bezeichnen. Aber grunds\u00e4tzlich, das ist alles eben eher dieses lebenslange Lernen, was jetzt wenig Struktur dahinter hat. Also wichtig bei der klassischen Erwachsenenbildung ist eben, dass du irgendeine Struktur dabei hast. Und wie sieht das in Deutschland aus? Also wie ist das zum Beispiel auch politisch? Man h\u00f6rt, dass lebenslange Lernen soll gef\u00f6rdert werden. Deutschland hat ja auch unterschrieben, dass sie in der EU 2030 Strategie m\u00f6chten, dass die Beteiligung an Weiterbildung in Deutschland bei 65 Prozent liegt. Das ist schon ein heeres Ziel, muss man ganz klar sagen. Also grunds\u00e4tzlich ist Deutschland da wirklich, wirklich gut aufgestellt. Also nicht nur, dass wir diese lange Historie der Weiterbildung insgesamt schon haben. Wir haben laut Statistischem Bundesamt \u00fcber 1100 \u00f6ffentlich gef\u00f6rderte Weiterbildungseinrichtungen. Also es ist wirklich eine gro\u00dfe Anzahl. Das sind jetzt irgendwie von den Volkshochschulen \u00fcber die Bildungsst\u00e4tten der Arbeitnehmer, Arbeitgeberorganisationen, die ganzen Weiterbildungszentren der Industrie- und Handelskammern, die ganzen Landwirtschaftskammern. Also es gibt wirklich, wirklich viele, die wir haben. Nichtsdestotrotz liegt Deutschland jetzt im internationalen Vergleich bei diesem Weiterbildungsniveau eher unter dem Durchschnitt. Wir haben vorhin, der hat ja auch unsere Statistik best\u00e4tigt, also jeder Zweite \u00fcbt eben pro Jahr eine Weiterbildungsma\u00dfnahme aus, ganz gleich, ob jetzt beruflich oder individuell. Das, wenn du es jetzt vergleichst, OECD erhebt das auch jedes Jahr. Das sind zwei Drittel, die es weltweit machen. Also da liegen wir schon unter dem Durchschnitt. Auch innerhalb der EU sind wir eher in der unteren H\u00e4lfte einzusiedeln. Also da merken wir schon, es ist viel Potenzial da. Das liegt nicht unbedingt an den Unternehmen. Also das sind \u00fcber drei Viertel der deutschen Unternehmen haben oder bieten eben Weiterbildungsma\u00dfnahmen an. Auch da direkt zur Qualifikation der Arbeitnehmenden. Aber viele nehmen eben einfach nicht daran teil. Also nur die H\u00e4lfte sagt dann eben, das will ich wenigstens einmal pro Jahr diese Chance nutzen. Okay, weil es da dann ja auch ganz klar um die berufliche Weiterbildung geht. Wei\u00dft du, ob es bei diesem OECD-Vergleich auch nur um berufliche Weiterbildung ging oder auch eben um die allgemeine politische, pers\u00f6nliche? Das war beides damit eingezogen bei der OECD-Studie, wobei das in anderen L\u00e4ndern weniger institutionalisiert ist. Also da ist es wirklich eher, wie kannst du dich vielleicht auch selber, ist nat\u00fcrlich gerade auch in der Gegenwart, wei\u00df ich nicht, wenn du jetzt \u00fcber irgendein Bubble-Programm eine neue Sprache lernst, dann gilt das nat\u00fcrlich auch erstmal als Weiterbildung, weil du was Neues gelernt hast. Also sowas haben die Kollegen von der OECD da auch schon mit ber\u00fccksichtigt. Und was sind so die beliebtesten Weiterbildungen in Deutschland? Also von den 50 Prozent der Deutschen, die sich weiterbilden, sind das dann die Sprachen der Italienischkurs an der Volkshochschule oder sind das tats\u00e4chlich Programmierkurse? Wie ist da aktuell die Lage? Ganz unterschiedlich. Also wenn wir uns jetzt einerseits den privaten Bereich wieder anschauen, das war ja historisch gesehen immer klassisch. Du hast irgendwie, wei\u00df nicht, im Kultur-, im Sprachenbereich was gemacht, 70er, 80er Jahre, auch davor schon. Das war ja wirklich so auch diese Demokratisierung. Du hast dich politisch weitergebildet. Das ist alles leider ein bisschen zur\u00fcckgegangen. Was im Moment ganz klar boomt im privaten Bereich, ist der Bereich Gesundheit. Also in was f\u00fcr einer Form auch immer. Du informierst dich dar\u00fcber, wie du dich ern\u00e4hrst, wie du mehr f\u00fcr deinen K\u00f6rper machst. Sport. Sport, ein ganz gro\u00dfer Bereich. Also wir haben das ja schon in dem einen oder anderen Podcast auch thematisiert. Dieser Trend zur Optimierung des eigenen K\u00f6rpers, des eigenen Geistes, des eigenen Lebens. Das ist wirklich etwas, was im Moment sehr stark nachgefragt wird. Und da merkt man schon, dass sich da auch einfach die Weiterbildung oder das lebenslange Lernen immer wieder ver\u00e4ndert. Was war denn deine letzte Weiterbildung?\n\nNein, muss ich nicht lange dr\u00fcber nachdenken. Vor zehn Tagen habe ich f\u00fcr meine Hochschule, musste ich eine Weiterbildung machen oder durfte ich eine Weiterbildung machen zum Thema Datenschutz, um da wieder auf dem neuesten Stand zu sein. Nein, das war eher, dass ich jetzt nicht wirklich so viel Neues gelernt habe, das sage ich ganz offen. Wenn ich ansonsten so f\u00fcr mich aber selber dr\u00fcber nachdenke, ich mache das auch leider zu wenig \u00fcber irgendwie bestimmte Formen und bestimmte Sachen, die ich besuche regelm\u00e4\u00dfig. Sondern bei mir ist es dann eher, ich nehme an irgendwelchen Veranstaltungen teil, irgendwelchen TED-Talks, h\u00f6re mir dort interessante Sachen an. TED-Talks kann ich \u00fcbrigens allen H\u00f6rern nur empfehlen. Schaut einfach mal nach bei TED.com, also TED.com. Da sind unendlich viele kostenlose und spannende Themen, die da thematisiert werden. Das ist eher, wie ich mich damit besch\u00e4ftige. Bei dir? Ja, ich w\u00fcrde auch, also klar, f\u00fcr unseren Beruf, ja, unsere neue Website, die zu bef\u00fcllen, also das, damit habe ich mich ja intensiv auseinandergesetzt. Schaut euch das alle mal an. Genau.\n\nUnd ansonsten w\u00fcrde ich mich \u00e4hnlich wie du auch in diesem lebenslangen Lernen verorten. Also es gibt ja so viele Bereiche, sei es beim Auto, im Garten, am Haus, mit Kindern, Ern\u00e4hrung. Es sind ja so viele Bereiche, wo man sich irgendwie st\u00e4ndig neues Wissen aneignet. Ja, aber so institutionalisiert, dass ich jetzt ein IHK-Zertifikat habe, habe ich auch nicht gemacht. Und wie sehen das so die Bundesb\u00fcrger? Also wie ist die Sichtweise der anderen Millionen von Arbeitnehmern in Deutschland? Ja, nicht nur Arbeitnehmende, auch generell haben wir das so ein bisschen uns mal n\u00e4her angeschaut. Und da gibt es unterschiedliche Motivationen, muss man ganz klar sagen. Also die einen sagen, sie wollen eben klassisch berufliche Kompetenzen erlernen, um diesen Ver\u00e4nderungen gerade in der Arbeitswelt gerecht zu werden. Vielleicht auch beruflich aufzusteigen, also da ein bisschen Karriere zu machen. Dann sicherlich auch diejenigen, die wieder einen Einstieg wollen. Also Thema Elternzeit, Thema vielleicht auch Arbeitslosigkeit, dass man versucht, dort wieder in den Arbeitsmarkt reinzukommen. Andere sagen ganz klar, sie denken dar\u00fcber nach, sich selbstst\u00e4ndig zu machen und wollen daf\u00fcr erstmal bestimmte Dinge erlernen. Dann gibt es nat\u00fcrlich diesen ganzen Bereich derjenigen, die irgendwie einen Abschluss nachholen wollen, die einen Abschluss \u00fcberhaupt erwerben wollen, die ein berufsbezogenes Studium machen wollen. Also dieser ganze Bereich. Dann ein Bereich, den wir jetzt noch bisher so ein bisschen ausgelassen haben, ist nat\u00fcrlich auch Stichwort Migration. Dass viele sagen, der Abschluss, den ich vielleicht in meinem Heimatland erworben habe, der wird in Deutschland nicht anerkannt. Also muss ich irgendwelche Zertifikate nachreichen, muss daf\u00fcr wieder bestimmte Kurse belegen, um dann das Zertifikat zu erhalten. Also das ist schon sehr, sehr unterschiedlich, worum Deutsche eben eine Weiterbildung aus\u00fcben. Und wie wird es sich zuk\u00fcnftig entwickeln? Also was w\u00fcrdest du jetzt allen raten? Was ist so der Bereich, in dem man sich weiterbilden sollte, um gut auf Zukunft vorbereitet zu sein? Und gibt es da Unterschiede zum Beispiel zwischen Arbeitgebern und den Bundesb\u00fcrgern? Also was w\u00fcnschen sich zum Beispiel Unternehmen? Welche Bereiche sind da ganz gefragt? Ja, das ist wirklich zweigeteilt. Also wenn du dir einerseits jetzt anschaust, was die Unternehmen im Moment sehr stark f\u00f6rdern, also wo sie sagen, da sollen ihre Kollegen und Kolleginnen eben in Weiterbildung sich fortbilden, ist das ganz klar eher im Bereich Soft Skills. Also es ist jetzt gar nicht mehr unbedingt bestimmte Techniken, weil wir wissen ja alle, das Wissen ist heute doch relativ schnell wieder verflogen. Und es geht eher darum, dass du nat\u00fcrlich lernst zu lernen, aber dann eben ganz klar in diesem Bereich Soft Skills. Also Kommunikation, Teamarbeit, F\u00fchrungsf\u00e4higkeiten, interkulturelle Kompetenzen. Also all das wird ja in Zukunft immer wichtiger werden. Also insofern nicht verwunderlich, dass das etwas ist, wo viele Unternehmen derzeit drauf setzen und was sie eben dann auch gerne ihren Angestellten mitgeben wollen. Und ansonsten bei den Bundesb\u00fcrgern, was ist da gefragt? Auch wieder unterschiedlich. Also wenn du dir zum Beispiel diejenigen anschaust, die nicht mehr im Erwerbsprozess t\u00e4tig sind, die setzen ganz klar auf so Seniorenuniversit\u00e4ten. Also das ist sicherlich etwas f\u00fcr die Zukunft, was weiter wachsen wird, was ja heutzutage auch schon sehr beliebt ist. Aber Seniorenuni ist aber jetzt nicht, um wieder in den Berufsalltag zur\u00fcckzukommen, oder? Nee, das sicherlich nicht. Also es ist eher sozusagen, dass man sich informieren m\u00f6chte \u00fcber bestimmte Themen, neuen Input haben m\u00f6chte, auch ein Interesse daran hat, was Neues zu lernen, um dann eben weiterhin vollwertiges Mitglied der Gemeinschaft zu sein, um auch da nicht abgeh\u00e4ngt zu werden. Also so im Bereich des lebendlangen Lernens. Ganz klar. Was da aber auch interessant ist, es geht wirklich da nicht nur darum, dass du die Vorlesung besuchst, sondern auch darum, dass nat\u00fcrlich der soziale Kontakt was ganz Wichtiges ist, dass du danach vielleicht noch, wei\u00df nicht, zusammen Kaffee trinken gehst oder gemeinsam den Einkauf erledigst. Also diese soziale Komponente ist gerade im Alter was ganz, ganz Wichtiges. Also Seniorenunis kommen rum. Das glaube ich schon. Also das merke ich hier in Hamburg ist es ja auch. Und das Angebot ist dann wirklich an fast jeder Hochschule wird das ja mittlerweile auch gef\u00f6rdert. Und das kann ich auch nur empfehlen, braucht man keine Ber\u00fchrungs\u00e4ngste haben. Man wird nicht gepr\u00fcft, man muss nichts sagen. Man kann wirklich erstmal aufnehmen, aber es hat eben doch etwas sehr Befriedigendes, wenn man dann danach wieder einen neuen Impuls gehabt hat. Ansonsten nat\u00fcrlich die Art der Weiterbildung wird sich auch so ein bisschen ver\u00e4ndern. Also es wird alles digitaler. Man kann vieles von zu Hause aus\u00fcben. Wir haben es ja auch in der Pandemie gemerkt. Viele Volkshochschulkurse wurden auf einmal online angeboten, haben auch funktioniert. Manche besser, manche nicht ganz so gut. Also ich glaube, da wird es nat\u00fcrlich auch in Zukunft vieles, ein breites Angebot geben und vieles m\u00f6glich sein, was du aus\u00fcben kannst, was auch wieder so die Weiterbildung ver\u00e4ndern wird. Grunds\u00e4tzlich meinst du, dass so Zertifikate in Deutschland immer wichtiger werden? Also gerade wenn du es jetzt mit den USA vergleichst, wo Zertifikate eher nicht so wichtig sind, oder? Das stimmt. Also wir Deutschen legen da ja schon sehr, sehr viel Wert drauf, dass man auch irgendwie dann das wieder nachweisen kann und irgendwie zusehen kann, dass ich es danach eben habe. Andererseits glaube ich schon, dass sich das auch so ein bisschen ver\u00e4ndern wird. Denn wir kennen es ja auch so, klar, wenn du bestimmte Sachen eben in der Vergangenheit nicht erreicht hast, dann willst du es nochmal nachholen, damit du den Einstieg dann hast oder die Qualifikation daf\u00fcr hast. Das ist alles gut und sch\u00f6n. Aber insgesamt ist Weiterbildung, darf nat\u00fcrlich nicht nur nach au\u00dfen hin sein, sondern muss auch immer f\u00fcr dich selbst was Wichtiges sein. Insofern glaube ich schon, dass diese Zertifikate in bestimmten Bereichen, gerade im beruflichen Bereich, weiter Bestand haben werden, aber eben nicht mehr ganz so wichtig sind wie in der Vergangenheit, sondern es eher darum gehen wird, dass du als Person auch selber was mitgenommen haben solltest. Stichwort Selbstoptimierung. Ja, jetzt im positiven Sinne. Sonst sehe ich das ja schon auch wirklich sehr, sehr kritisch. Und man sollte auch nat\u00fcrlich auch beim Thema Bildung sein eigenes Entscheidungskriterium zum wichtigsten Entscheidungskriterium machen und wirklich sich dann \u00fcberlegen, was tut mir eigentlich gut, was m\u00f6chte ich lernen. Und jetzt nicht nur, dass ich danach irgendwie ein Zertifikat habe, sondern es muss ja auch irgendeinen Sinn f\u00fcr einen selbst ergeben und nicht nur, weil es andere fordern. Aber wir bleiben dabei. Das ist ja auch immer wieder ein wichtiger Punkt. Bildung ist wirklich entscheidend f\u00fcr die Zukunft und jeder sollte da was tun. Okay. Wenn ihr \u00fcbrigens eine Seite haben wollt, wo ihr nochmal selbst gut viele Informationen finden k\u00f6nnt. Wir verweisen ja selten auf andere Seiten, aber eine Seite, die uns beide wirklich gut gefallen hat, ist von der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit. Da gibt es die Seite mein-now.de. Da findet ihr zahlreiche Tests, was zu euch passt, wenn es um die Weiterbildung geht, was wie gef\u00f6rdert wird, was bei euch in der N\u00e4he angeboten wird. Also das lohnt sich, vielleicht doch mal anzugucken. Das k\u00f6nnen wir auch unten in die Show-Notes reinpacken. Dann findet ihr das da auch nochmal. Ansonsten bilden wir uns jetzt weiter. Ja, das machen wir. Bis dann. Alles klar, bis dann. Tsch\u00fcss. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Und dann geht's los da. Vielen Dank."},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Weshalb Weiterbildungen die Zukunft geh\u00f6rt - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Weiterbildungen sind wichtig, das wissen fast alle. 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