{"id":4924,"date":"2024-04-18T07:07:46","date_gmt":"2024-04-18T05:07:46","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4924"},"modified":"2026-07-21T18:58:13","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:13","slug":"why-more-and-more-germans-are-not-having-children","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/warum-immer-mehr-deutsche-keine-kinder-bekommen\/","title":{"rendered":"Why more and more Germans are not having children"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>More and more Germans are choosing not to have children. The birth rate in Germany is currently 1.36 children per woman, which is too low to halt population decline. Why is this? What does this mean for the future, and what needs to be done to counteract childlessness? <\/p>\n<p>In this episode, learn why more and more Germans are deciding against having children and what can be done to create a future with many children.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67],"class_list":["post-4924","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 3 - Folge 7","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/28-warum-immer-mehr-deutsche-keine-kinder-bekommen\/embed?context=external&token=Rr0CUiePa_aAp3AeNhFfnw\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1430093-m-7ae2ff508bbb28505e77d43a5b99709a.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Heute sprechen wir \u00fcber ein Thema, was uns beiden sehr am Herzen liegt. Oh ja. Und zwar die Kinderlosigkeit in Deutschland, beziehungsweise warum ist die Geburtenquote in Deutschland eigentlich so gering? Aktuell liegt sie bei nicht mal 1,5 Kindern pro Frau und sie m\u00fcsste aber bei etwas \u00fcber zwei Kindern pro Frau liegen, damit Deutschland nicht schrumpft. Uli, wir haben ja die Deutschen befragt, was f\u00fcr sie die Gr\u00fcnde sind, die gegen eine eigene Familie sprechen. Und im Chat der Woche pr\u00e4sentiert. Magst du das einmal kurz erkl\u00e4ren? Ja, also wenn wir uns das anschauen, was die B\u00fcrger sagen, eben worum sie nicht auf Nachwuch setzen oder warum keine Kinder geboren werden, dann ist das h\u00e4ufigste Argument, dass Kinder zu viel Geld kosten. In etwa oder mehr als die H\u00e4lfte der B\u00fcrger f\u00fcllen das Argument an. Dann folgen solche Sachen wie, naja, ist schlecht f\u00fcr meine Karriere, die l\u00e4sst sich schlecht mit der Familie vereinbaren. Die staatlichen, gesellschaftlichen Voraussetzungen fehlen. Das ist auch alles noch so fast jeder Zweite. Genauso wie viele, die sagen, ich verliere meine eigene Freiheit. Und dann kommen aber auch solche Gr\u00fcnde wie, na der richtige Partner fehlt, es ist nie der richtige Zeitpunkt da oder ich habe einfach Angst vor Scheidung. Wenn man es so zusammenfassen w\u00fcrde, ist an sich diese Angst fast omnipr\u00e4sent, wenn es um das Thema Kinder geht. Also wir haben Angst, dass wir nicht gen\u00fcgend Geld haben. Wir haben Angst, dass wir die Karriere nachl\u00e4ssigen m\u00fcssen. Wir haben Angst, dass die Voraussetzungen fehlen. Wir haben Angst, unsere Freiheit zu verlieren. Wir haben Angst vor der Zukunft unserer Kinder. Angst, den falschen Partner zu erwischen. Angst vor Scheidung. Also die Angst ist wirklich sehr, sehr gro\u00df. Ja. Okay, das hei\u00dft, wir m\u00fcssen eigentlich ganz viel Sicherheit geben, die ganzen \u00c4ngste nehmen, damit es in eine andere Richtung geht. Obwohl, also \u00c4ngste sind ja nicht komplett unbegr\u00fcndet. Ich glaube, der Hauptgrund war jetzt ja gerade Kinder kosten zu viel Geld und ich glaube, es sind 150.000 Euro, die man sagt, die ein Kind so bis zum 18. Lebensjahr kosten. Du hast zwei Kinder, ne? 300.000, Arjan, schon mal. Kann man sich gar nicht vorstellen. Aber das sind ja eben schon auch berechtigte Gr\u00fcnde. Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist tats\u00e4chlich nicht leicht. Aber es ist ja auch ganz spannend, wenn man sich mal die Untergruppen anschaut. Es gibt ja auch deutliche Unterschiede zwischen M\u00e4nnern und Frauen. In der Tat. Also einerseits M\u00e4nner nennen deutlich h\u00e4ufiger diesen Punkt, ich m\u00f6chte meine eigene Freiheit nicht aufgeben, aber vor allem Kinder kosten Geld. Also dieses fast klischeehafte Versorger der Familie wollen viele M\u00e4nner sein. Was Frauen \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig nennen, ist, dass sie nicht den richtigen Partner mehr finden. Okay. Also da siehst du Bildungsexplosion der letzten 40 Jahre. Hier haben mittlerweile mehr Frauen, die Abitur machen als M\u00e4nner. Mehr Frauen, die studieren. Frauen vom ersten Schulabschluss bis zur Promotion, die die besseren Noten auch machen. Frauen sind auch ein bisschen besser angepasst, ne? An das System. Das sagt man ja auch. M\u00e4dchen in der Schule. Oder sind sie wirklich einfach schlau? Das mag ich jetzt nicht zu sagen. Aber es \u00e4ndert nat\u00fcrlich auch was in der Gesellschaft. Also diese Rollenbilder, die vielleicht noch aus unserer Elterngeneration stammen, dass Frauen tendenziell eher nach oben heiraten. Also die Krankenschwester heiratet den Arzt, die Sekret\u00e4rin heiratet den Chef. Das ist auf keinen Fall mehr die Zukunft. Also in Zukunft ist es dann eher die Chef\u00e4rztin, die den Krankenpfleger heiratet oder die Marketingchefin, die den Buchhalter heiratet. Beide Geschlechter \u00fcbrigens nicht darauf vorbereiten. Das d\u00fcrfen wir nicht vergessen. Also f\u00fcr M\u00e4nner ist es so eine Ego-Geschichte. Acht von zehn M\u00e4nnern haben wirklich Schwierigkeiten damit, dass Frauen mehr Geld verdienen in einer Beziehung. Was nat\u00fcrlich totaler Quatsch ist, aber da tun M\u00e4nner oder viele M\u00e4nner sich mit schwer. Ihr Frauen seid auch nicht einfach. Das muss ich an der Stelle gestehen. Frauen ist dieses nach unten heiraten ist nicht sehr verbreitet. Also Frauen wollen auf einer Ebene heiraten, eher nach oben heiraten. Etwas flapsig k\u00f6nnte man jetzt sagen, euch reicht es nicht aus, dass der Mann gut aussieht. Ihr wollt euch auch noch mit denen unterhalten k\u00f6nnen. Ja, was machen wir denn mit? Das ist sprachlos. Das ist sprachlos, ja. Was k\u00f6nnen wir denn jetzt tun in Deutschland, damit wir diese \u00c4ngste nehmen, damit wir mehr Sicherheit geben? Also ich glaube... Ja, man kann es ja so ein bisschen dreiteilen fast, die Argumente. Also einerseits sind es nat\u00fcrlich die finanziellen Dinge. Deutschland tut schon sehr viel. Also wir haben irgendwie 150, glaube ich, verschiedene familienpolitische Leistungen, die du abrufen kannst. Allein f\u00fcr Kindergeld geben wir rund 48 Milliarden pro Jahr aus. Also es sind nat\u00fcrlich diese finanziellen Dinge, die aber noch weiter fortgef\u00fchrt werden m\u00fcssen, weil es eben das Hauptargument der B\u00fcrger ist. Gerade nat\u00fcrlich, wir haben eben \u00fcber Unterschiede beim Geschlecht gesprochen. Gerade bei geringer verdienenden Bev\u00f6lkerungsgruppen ist das wirklich das Hauptargument, muss man ganz klar sagen. Zweiter Bereich w\u00e4re aber f\u00fcr mich auch immer so ein bisschen diese Arbeitsschiene. Also da in den Unternehmen kann auch viel getan werden. Und das dritte nat\u00fcrlich wir als Gesellschaft. Wir m\u00fcssen einfach kinderfreundlicher werden. Ja, damit man nicht das Gef\u00fchl hat, die Kinder st\u00f6ren. Das stimmt. Also Kinderfreundlichkeit im internationalen Vergleich schneiden wir wirklich schlecht ab, sind auf dem letzten Platz in ganz Europa, wenn es um Kinderfreundlichkeit geht. Aber das sieht man ja auch. Ich finde so, im gesellschaftlichen Leben finden Kinder einfach nicht statt. Das stimmt. Das ist ja auch h\u00e4ufig dieser Spruch, nee, da kannst du mit Kindern nicht hingehen. Kinder st\u00f6ren. Kinder st\u00f6ren. Das ist in vielen L\u00e4ndern einfach anders und dadurch auch entspannter. Das stimmt. Also es ist ja auch nur in der deutschen Sprache, dass es diesen Begriff der Rabenmutter gibt. In anderen Sprachen ist das \u00fcberhaupt nicht so weit verbreitet. Und Kinder, ja, man hat oftmals das Gef\u00fchl eben als Eltern, dass Kinder st\u00f6ren, egal ob es im Restaurant ist, dass man, ich wei\u00df nicht, wie es dir geht, aber wie oft man irgendwie Kopfsch\u00fctteln oder b\u00f6se Blicke im Restaurant bekommt. Wenn ich mir jetzt gerade zur Zeit anschaue, wie so die, wie die meisten Podcasts sind und die ganzen Familienratgeber, so was da sehr viel diskutiert wird bei dem Thema, dann nehme ich halt eben einfach wahr, dass das Elternsein irgendwie gef\u00fchlt anstrengender ist. Und ich k\u00f6nnte mir das vorstellen, wenn ich das mit unseren Daten vergleiche, dass es schon daran liegt, dass es eben kein gesellschaftliches Netz gibt, wo halt auch Kinder einfach willkommen sind, sondern dass man halt einen viel, viel gr\u00f6\u00dferen Druck hat, dass die Kinder halt auch perfekt funktionieren m\u00fcssen. Und auf der anderen Seite sind Kinder halt schon so Projekte, wo es halt auch tats\u00e4chlich schon mit der Zeugung losgeht, dass ja immer mehr Geburten im Sommer stattfinden. Also fr\u00fcher war das halt \u00fcbers Jahr verteilt und jetzt ist es deutlich zu sehen, dass die meisten Geburten irgendwie in den Sommermonaten sind. Das hei\u00dft, es wird schon geplant. Das Kind soll ja ein sch\u00f6nes Sommerkind sein, mit Geburtstagen drau\u00dfen feiern k\u00f6nnen. Dann die Trends zu den Helikoptereltern, den Bulldozer-Eltern, die alle Probleme f\u00fcr ihre Kinder aus dem Weg r\u00e4umen, dass sie gar nicht erst stattfinden. Und das, glaube ich, zu so einer Art Burnout, einem Beziehungsburnout auch schon f\u00fchrt. Also da hast du v\u00f6llig recht. Also es ist Kinder als Projekt zu sehen, ist aber auch nicht klug. Das darf man nat\u00fcrlich jetzt nicht dabei vergessen. Aber wir machen uns viel zu viele Gedanken darum, wenn es eben um Kinder geht. Also wann ist der richtige Zeitpunkt? Der ist nie da. Also du bist irgendwie in der Ausbildung, im Studium, dann willst du Geld verdienen, dann willst du reisen. Also den richtigen Zeitpunkt gibt es ohnehin nicht. Du denkst irgendwie dar\u00fcber nach, welcher perfekte Monat das ist und treibst damit, dass alles irgendwie was f\u00fcr ein Druck ist da auch auf einmal da. Also wir denken auch wirklich viel zu viel nach. Und als Gesellschaft, und das ist, glaube ich, auch der Punkt, fehlt halt einfach diese Akzeptanz, Leichtigkeit f\u00fcr Kinder. Ja, Ludwig hier, nee, wer war das? Roman Herzog hat, glaube ich, mal gesagt, Kinderl\u00e4rm ist Zukunftsmusik. Da hat er, glaube ich, mit etwas wirklich Wichtiges gesagt. Und f\u00fcr uns ist Kinder halt oftmals eher negativ besetzt. Da k\u00f6nnen wir von anderen L\u00e4ndern lernen. Andere L\u00e4nder sind da schon anders. Andere L\u00e4nder, lass uns doch mal schauen, wie andere das machen. Denn gerade wenn es darum geht, dass man das Gef\u00fchl hat, man ist nicht mehr frei, man ist starr und nicht flexibel. Da geht es ja ganz, ganz viel um dieses Gesellschaftliche auch. Dass das Leben halt irgendwie gef\u00fchlt vorbei ist, wenn du Kinder kriegst. Und da gibt es ja viele L\u00e4nder, in denen das eben gar nicht der Fall ist. Also alles, was man in Italien, Spanien, Griechenland, selbst in den USA, wo du ja vier bist. Und dann aus dem finanziellen, von der finanziellen Seite aus betrachtet, Frankreich. Total. Also Frankreich macht das ja wirklich sehr stark \u00fcbers Geld. Die sagen halt einfach, der Steuerfreibetrag steigt mit der Anzahl deiner Kinder. Und wenn du jetzt irgendwie ohne Kinder hast halt f\u00fcr zwei Personen Steuerfreibetrag, hast du ein Kind, bist schon bei 2,5. Hast du zwei Kinder, bist bei 3,0. Zudem hast du zig weitere Steuererm\u00e4\u00dfigungen. Die Folge ist, die haben die h\u00f6chste Geburtenquote innerhalb der EU. Also das ist schon wirklich, also du kannst schon \u00fcber das Finanzielle auch durchaus was machen, wenn das Gesellschaftliche dann eben damit auch reinspielt. Anderes Beispiel ist aber auch, du kannst es auch \u00fcber die Arbeit machen. Also das ist ja, skandinavische L\u00e4nder, wenn du dir das anschaust, die machen das eben eher, dass da ganz klar gesagt wird, 16 Uhr ist Feierabend, ist Familienzeit. Am Wochenende wird nicht erwartet, dass du f\u00fcr die Arbeit was tust, sondern da ist ganz klar der Stellenwert der Familie und des famili\u00e4ren Zusammenlebens deutlich h\u00f6her als bei uns. Es gibt aber viele Beispiele, also international. Es gibt auch wilde Beispiele. Kanada, Finnland, kennst du vielleicht, haben diese Babyboxen. Die machen das.\n\nAlso das Kurioseste, was ich je geh\u00f6rt habe, ist jetzt bei der Recherche, Russland hat einen Tag der Empf\u00e4ngnis. Und wenn man dann genau neun Monate sp\u00e4ter, ich glaube am 12.06. ein Kind bekommt, kriegst du einen K\u00fchlschrank. Warum einen K\u00fchlschrank? Ich wei\u00df es nicht. Es ist einfach verr\u00fcckt. Also das Wildeste, was ich mal geh\u00f6rt habe, war diese Geschichte in Italien, wo du in bestimmten Regionen, kriegst du einen Grundst\u00fcck. Ja, stimmt, das habe ich auch mal gelesen. Ja, das ist interessant. Also das ist einfach... Das ist schon attraktiv. Ja, ich meine, macht ja auch Sinn. Also viele, die sich eben so in Metropolregionen kein Eigenheim leisten k\u00f6nnen. Und das ist dann eben eher auf dem Land oder in Regionen, die eher strukturschwach sind. Und andererseits ist das nat\u00fcrlich wieder ideal, damit die D\u00f6rfer nicht vergreisen und nicht irgendwie aussterben. Also schon interessant. Aber kennst du das in Japan, diese ganzen staatlich organisierten Sachen? Die machen echt von Speed-Dating \u00fcber Matchmaking bis hin zu Eheberatung, Vaterschaftskurse. Also machen das alles, weil die haben ja noch eine geringere Geburtenquote als wir, um wirklich da auch von staatlicher Seite gegen zu k\u00f6nnen. Weil das, finde ich, das zeigt ja richtig, dass dieses Kinderthema nicht nur um sowas Pers\u00f6nliches geht, sondern dass dir, also man w\u00fcrde jetzt ja dr\u00fcber lachen, \u00fcber deine Beispiele, irgendwie so Speed-Dating staatlich organisiert. Aber das zeigt dir, wie wichtig das Thema ist, dass die Geburtenrate nicht so niedrig ist. Total, ja. Und das ist wirklich, also ich halte es f\u00fcr total clever, was die japanische Regierung da macht, dass die einfach da rangehen. Und ich meine, wenn du dir Adenauer angaust, der hat damals immer gesagt, ja Kinder bekommen die Leute immer. Ja eben nicht, ist Pustekuchen. Also wir bekommen eben deutlich zu wenig Kinder. Und wenn du dir noch anschaust, was das f\u00fcr die Zukunft bedeutet, das ist ja wirtschaftlich betrachtet, gesellschaftlich betrachtet, das ist wirklich eine riesen Herausforderung. Arbeitsmarkt. Total, ja. \u00dcbrigens, um das aber noch abzuschlie\u00dfen, noch ein Beispiel, was ich sehr spannend fand, weil wir eben das Geld in Frankreich haben, auch ein gutes Beispiel, wie man das f\u00f6rdern kann, ist S\u00fcdkorea. Bei der Geburt deines Kindes wird ein Fonds eingerichtet. Also den zahlt dann die Regierung ein. Du kannst nat\u00fcrlich selbst noch zus\u00e4tzlich einzahlen. Gegebenenfalls zahlt auch noch die lokale Beh\u00f6rde irgendwie mit ein, je nachdem, wo du wohnst. Und das bleibt dann oder wird angespart, dieses Geld, und wird immer mehr bis zu deinem 18. Lebensjahr. Und dann kannst du eben mit 18, hast du schon Startkapital f\u00fcrs Leben. Also kannst dann sagen, du willst dir, wei\u00df ich nicht, eine Eigentumswohnung kaufen, willst irgendwie ein Startup gr\u00fcnden, willst irgendwie noch weiter in deine Bildung investieren, willst wieder selber in Familie investieren, ganz gleich. Aber hast auf einmal mit 18 schon ein Startkapital, was in Deutschland ja nicht unbedingt da ist. Letztendlich d\u00fcrfen wir aber nie vergessen, und das ist jetzt auch, was wir nat\u00fcrlich in diesem Podcast immer deutlich machen wollen, es bleibt eine individuelle Entscheidung. Das d\u00fcrfen wir nicht vergessen. Also das ist f\u00fcr jeden nat\u00fcrlich, nicht f\u00fcr jeden passt es, und jeder muss es f\u00fcr sich selbst entscheiden. F\u00fcr mich gesprochen, klar, ist es sozusagen was ganz Zentrales, oder vielleicht sogar das Zentralste im Leben, die Familie. Aber auch als Gesellschaft sollten wir einfach zusehen, dass wir dar\u00fcber nachdenken. Familienfreundlicher zu werden. Ja, also und da m\u00fcssen wir vielleicht kreativ sein. Also warum nicht irgendwie wirklich \u00fcber ein staatliches Sabbatical-Jahr nachdenken? Warum nicht irgendwie \u00fcber Auszeichnungen f\u00fcr familienfreundliche Unternehmen? Warum nicht in die St\u00e4dte kinderfreundliche Zonen, was du vorhin angemerkt hast? Also einfach mehr dar\u00fcber nachdenken, wie kann man das Thema angehen, denn es ist ein Thema, was uns alle angeht. Super. Vielen Dank f\u00fcrs Zuh\u00f6ren und bis n\u00e4chste Woche. Bis dahin. Tsch\u00fcss. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. 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