{"id":4935,"date":"2024-04-25T06:44:21","date_gmt":"2024-04-25T04:44:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4935"},"modified":"2026-07-21T18:58:13","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:13","slug":"how-old-age-provision-is-changing-in-germany-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/wie-sich-altersvorsorge-in-deutschland-veraendert-2\/","title":{"rendered":"How pension provision is changing in Germany"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Financial provision for old age is a key issue in a society in which life expectancy is steadily increasing and the birth rate is falling. This is because the statutory pension will simply no longer be enough for many people. As a result, more and more people are showing an interest in high-yield investments such as shares and funds in order to strengthen their retirement provision.<\/p>\n<p>In this episode, find out how Germans are currently making provisions, what will be important in the future and what else you should look out for when making provisions for old age - regardless of the financial aspects.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67],"class_list":["post-4935","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 3 - Folge 8","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/32-wie-sich-altersvorsorge-in-deutschland-verandert\/embed?context=external\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1447375-m-fb78f3bd6d5089f81603316cf9ca82dd.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Heute sprechen wir \u00fcber ein ganz zentrales Zukunftsthema. Das stimmt. Ja, es soll heute gehen um die Altersvorsorge. Das ist ja etwas, was viele von euch wahrscheinlich besch\u00e4ftigt. Mich auch, dich. Absolut, ja. Man h\u00f6rt es ja auch immer wieder in den Medien. Das stimmt. Und wir haben dazu sowohl die Bev\u00f6lkerung gefragt, wie die eigentlich f\u00fcr das Alter vorsorgen. Haben aber auch so das eine oder andere hier nochmal f\u00fcr uns, glaube ich, dass wir dar\u00fcber nochmal sprechen sollten. Aber Ayaan, vielleicht magst du anfangen. Was ist eigentlich Altersvorsorge? Genau. Also die meisten denken, wenn man \u00fcber Altersvorsorge spricht, nat\u00fcrlich an eine Dreiteilung. Und zwar einmal gibt es die gesetzliche Altersvorsorge, die betriebliche und auch die private. Wir in der Stiftung w\u00fcrden da nochmal zwei weitere Aspekte mit zutun. Aber da kommen wir, glaube ich, sp\u00e4ter mal zu. Das stimmt, ja. Fangen wir doch erstmal mit der Zukunftsperspektive an, Uli. Was kommt auf uns zu? Was macht Sinn, wenn wir an die Zukunft der Altersvorsorge denken? Das ist nat\u00fcrlich gleich eine gro\u00dfe Frage. Also die gro\u00dfe Herausforderung ist ja immer, wie viel wird in die gesetzliche Altersvorsorge eigentlich eingezahlt? Also die klassische Rente, was wir ja so kennen. Und wie viele Leute nehmen da raus? Wenn man sich das jetzt so ein bisschen derzeit anschaut, dann kann man sagen, es zahlen in etwa knapp 40 Millionen in die gesetzliche ein. Knapp 20 Millionen nehmen raus. Also es ist so ein Verh\u00e4ltnis von zwei Zahlen ein. Einer nimmt raus. Wenn man sich das jetzt mal so \u00fcberlegt, noch vor 60, 70 Jahren, da war das Verh\u00e4ltnis 5 zu 1. Also haben deutlich mehr eingezahlt, als das damals rausgenommen haben. Und f\u00fcr die Zukunft sagt man eben, das Verh\u00e4ltnis wird auf 1 zu 1 gehen. Also ein Beitragszahler steht einem, der eben eine Rente rausnimmt, gegen\u00fcber. Und insofern ist es nat\u00fcrlich schon eine gro\u00dfe Frage. Die Zukunft kann eben nicht mehr nur auf dieser einen S\u00e4ule dann basieren, der gesetzlichen Rente. Sondern es muss eben noch weitere M\u00f6glichkeiten geben, im Alter dann zumindest finanziell erstmal gut vorgesorgt zu haben. Okay, dann doch mal dazwischen gehakt. Wie sieht es denn aktuell dann aus, bevor wir doch noch zu den weiteren Zukunftsprognosen kommen? Ja, also wenn wir uns das jetzt anschauen, wer macht was in Deutschland, dann kann man sagen, so die H\u00e4lfte in etwa sorgt privat noch zus\u00e4tzlich vor. Das \u00fcber unterschiedlichste Faktoren. Also die einen sparen klassisch, die einen setzen auf Immobilien. In etwa jeder Vierte ist das oder mehr als jeder Vierte. Dann jeder, auch fast jeder Vierte hat eben eine betriebliche Rentenversicherung. Und jeder Vierte macht nochmal zus\u00e4tzlich irgendwelche Fonds, Aktien, ETFs, alles in diese Richtung. Und etwas weniger dann Bausparvertrag. Was auch ganz interessant ist, wenn man sich so die Entwicklung anschaut, wenn wir jetzt einfach mal 15 Jahre nehmen. Vor 15 Jahren waren es deutlich mehr, die einen Bausparvertrag hatten. Damals war es jeder Vierte. Jetzt ist es nur noch gut 15 Prozent. Dagegen ist der Anteil derjenigen, die eben in Aktien und Fonds investiert, der hat sich mehr als verdreifacht. Also es ist jetzt jeder Vierte. Vor 2010 waren es nur eben 7, 8 Prozent der Bev\u00f6lkerung. Wie kannst du dir das erkl\u00e4ren? Das ist ja schon ein enormer Anstieg bei den Aktien. Ja, muss man wirklich sagen. Also ein gro\u00dfes Argument ist nat\u00fcrlich, dass die Leute ein Interesse haben, m\u00f6glichst eine gute Rendite zu kriegen. Und in der Vergangenheit hast du halt auch gute Renditen durchaus auf sehr konservative Spareinlagen bekommen. Das war die letzten Jahre eben nicht mehr der Fall. Das erinnern wir uns ja alle noch dran, dass man teilweise sogar Negativzinsen hatte zu Corona-Zeiten. Aber dass du jetzt aufs klassische Sparbuch eben auch kaum noch Zinsen bekommst. Dagegen eben im langfristigen Verlauf bieten eben Aktien und Fonds doch eine relativ stabile h\u00f6here Rendite. Nat\u00fcrlich aber auch immer mit dem Risiko behaftet. Meinst du, dass auch tats\u00e4chlich so ein bisschen die Demokratisierung des Wissens durch das Internet, durch KI, Apps und so weiter auch eben in diesem Finanzmarkt dazu beigetragen haben, dass mehr Leute sich mit Fonds und Aktien, Wertpapieren besch\u00e4ftigen? Auf alle F\u00e4lle. Also einerseits ist der Zugang dadurch nat\u00fcrlich deutlich einfacher geworden. Man kann es eben dann am eigenen Rechner einsehen. Man kann irgendwie Sachen verfolgen. Aber es wird halt auch viel mehr dar\u00fcber gesprochen. Also das ist ja, heute ist fast in jeder Tagesschau wird irgendwie die B\u00f6rse mit reingenommen und wie die Aktien sich entwickelt haben und wie der DAX wieder gestiegen oder gefallen ist. Also da hat einfach eine Demokratisierung des Wissens ganz klar schon stattgefunden. Und es ist jetzt eben nicht mehr ein reines Buch mit sieben Siegeln, sondern viele haben eben dann auch das f\u00fcr sich eher entdeckt. Du sagtest aber gerade, es wird zu viel dar\u00fcber gesprochen. Da habe ich jetzt gerade gedacht, du meinst, dass man im Privaten dr\u00fcber spricht. Das leider gar nicht.\n\nNee, also ich w\u00fcrde es auch sagen, dass man eigentlich ja mit seinen Bekannten nicht dar\u00fcber spricht, wie man sein Geld anlegt. Leider nicht. Also das ist wirklich etwas in Deutschland, was ich auch kontraproduktiv finde. Es ist ja f\u00fcr viele nach wie vor etwas sehr, sehr Pers\u00f6nliches und das ist nat\u00fcrlich auch okay so. Aber es hilft halt doch in der Regel, sich wahlweise wirklich beraten zu lassen oder einfach mit Freunden, Bekannten oder innerhalb der Familie dr\u00fcber zu sprechen. Mensch, was machst du eigentlich? Was kann ich vielleicht anders machen? Wie hast du das irgendwie hingekriegt? Womit hast du gute und schlechte Erfahrungen gemacht? Also \u00fcber Geld und Gehalt, da wird ja in Deutschland kaum gesprochen. Ich wei\u00df es f\u00fcr mich selbst, als ich damals unser Host einen Kredit f\u00fcr aufgenommen hat, hat mir irgendeiner erz\u00e4hlt, Mensch, nimm nicht einen Kredit auf, sondern nimm drei Kredite auf. Einen \u00fcber zehn Jahre, einen \u00fcber 20, einen \u00fcber 30 Jahre. Dadurch kriegst du einen besseren, mittleren Zinssatz, weil der Zehnj\u00e4hrige eben anders verzinst wird als der 20- oder 30-J\u00e4hrige. Und das hat uns echt mehrere tausend Euro gespart, dass wir das damals gemacht haben. War sowas Einfaches, was ich nicht kannte, wo ich einfach gelernt habe. Einfach mal mit jemandem dr\u00fcber gesprochen. Ja, und das glaube ich ist wirklich sinnvoll, dass man das tut. Aber das ist ja was gesellschaftliches auch, wie wir damit umgehen. Du bist ja viel in den USA. Siehst du da Unterschiede und hast du eine Idee, wie sich das vielleicht bei uns entwickelt? Also in den USA ist es teilweise wirklich deutlich offener, dass da eher dieses Mensch, es ist ja toll, wie viel Geld du verdienst. Es ist ja toll, dass du dir irgendwas leisten konntest. Also das ist nicht diese Neidkultur wie bei uns, sondern eher eine Anerkennungskultur. Das w\u00fcrde ich mir f\u00fcr Deutschland w\u00fcnschen. Dass sich das jetzt schon sich so stark abzeichnen f\u00fcr die Zukunft sehe, ehrlicherweise noch nicht. Also ich glaube, das ist noch ein weiter Weg. Ich glaube, die junge Generation geht da schon deutlich offener mit um. Die mittlere Generation, die k\u00f6nnte da wirklich nochmal jetzt eine Schippe drauflegen und einfach sowohl den eigenen Kindern da mehr Transparenz reinbringen und die fr\u00fcher in die Hand nehmen, es aber auch, glaube ich, in unser Bildungssystem besser integrieren und dann einfach offener im Familien- und Freundeskreis wieder sein. Ja. Was k\u00f6nnen wir denn sonst tun? Ich glaube schon, dass die betriebliche Altersvorsorge in Zukunft eine Renaissance erleben kann. Also wenn man sich das historisch anschaut, das ist ja schon ganz interessant, wie sich das alles entwickelt hat. Jetzt k\u00f6nnten wir weit zur\u00fcckgehen. Denn es war ja immer, dass die Familie die Vorsorge war und man hat irgendwie Kinder gehabt und die haben f\u00fcr einen im Alter dann die Versorgung \u00fcbernommen. Das hat dann irgendwann eben nicht mehr funktioniert. Zu Zeiten der Industrialisierung ist ja, dass die Leute in die Stadt gezogen sind und die Kinder dann nicht mehr unbedingt vorsorgen konnten f\u00fcr die Eltern. Das hat nicht mehr ausgereicht. Und dann gab es ja schon damals unter Bismarck die ersten, ja, Art Altersvorsorgesysteme. Armutsrente hie\u00df es damals halt schnell auch. Am Anfang eher f\u00fcr Staatsbedienstete und Soldaten, aber dann eben ja auch f\u00fcr die Fabrikarbeiter, die die M\u00f6glichkeit dann eben hatten, im Alter zumindest ein bisschen versorgt zu sein. Gro\u00dfer Nachteil \u00fcbrigens war damals, das wurde erst die Rente ab 70 Jahre ausgezahlt. So alt sind nat\u00fcrlich viele nicht geworden. Das hat dann eine Zeit lang funktioniert, aber dann kam nat\u00fcrlich erst dann Zweiter Weltkrieg, Weltwirtschaftskrise, Inflation. Das hat alles nicht mehr wirklich funktioniert und man musste es dann neu gestalten. Und da war wirklich ja das spannende Jahr 1957, dass damals diese Idee kam, das umlagefinanziert zu machen. Das hei\u00dft nicht mehr das, was du eingezahlt hast, hast du rausbekommen, sondern was die n\u00e4chste Generation einzahlt, das nimmt dann eben eine Generation raus. Und das war gut, aber es war damals nat\u00fcrlich auch ein St\u00fcck weit anders gedacht. Also Ludwig Erhard, der das ja auch stark dann nach vorne gebracht hat, hat damals zusammen mit diesem Schreiber, der das Ganze erfunden hat, gesagt, naja, es m\u00fcssen auch die Kinderlosen doppelt so viel einzahlen, weil sie ja keine Kinder haben. Es gibt keinen H\u00f6chstsatz. Also auch diejenigen, die sehr viel Geld verdienen, m\u00fcssen dann eben einen Prozentsatz einzahlen. Es gibt keine Ausnahmen f\u00fcr Beamte und Selbstst\u00e4ndige. Das hat sich alles dann nicht durchgesetzt. Adenauer wollte das damals nicht, aber das w\u00e4re sicherlich etwas, wo wir in Zukunft dann dr\u00fcber nachdenken m\u00fcssen. Tats\u00e4chlich, also ist schon sehr lange her, aber hat sehr viel Zukunftspotenzial. Total und ich meine, es ist nat\u00fcrlich politisch wirklich ein hei\u00dfes Eisen, aber die Frage ist nat\u00fcrlich schon, zahlst du als jemand, der keine Kinder hat, also du hast jetzt ja Kinder, aber hypothetisch, du h\u00e4ttest jetzt keine Kinder, musst du dann auch einfach anders einzahlen, als jemand, der zwei, drei oder mehr Kinder hat. Also es ist ja schon auch eine berechtigte Frage, was nimmst du raus und was sicherst du sozusagen, dass in Zukunft auch eingezahlt wird? Oder was ist mit denjenigen, die sehr viel verdienen? Warum gibt es da einen H\u00f6chstsatz, den man einzahlen muss? Das sind ja Fragen, die durchaus berechtigt sind. Genau, wenn das mit dem Thema Kinder, wir haben ja auch nochmal einen Podcast zur Kinderlosigkeit. Nat\u00fcrlich darf jeder entscheiden, ob er Kinder hat und wie viele Kinder er hat, aber in einem Umlagesystem, das eben darauf basiert, dass mehrere einen versorgen, ist das nat\u00fcrlich dann vielleicht gar nicht mehr ganz so freiwillig beziehungsweise muss dann eben vielleicht anders besteuert werden. Total. Was anderes glaube ich nat\u00fcrlich schon, das habe ich eben vergessen auszuf\u00fchren, ist diese betriebliche Altersvorsorge. Also wenn man sich das international wieder anschaut, mit das beste Vorsorgesystem f\u00fcrs Alter, sagt man immer an die Niederlande und die setzen eben sehr stark auf diese betriebliche Altersvorsorge und sagen da eben auch, du hast einen relativ hohen Steuersatz, aber die Betriebe, da zahlst du praktisch auch etwas ein und kriegst dann eine betriebliche Rente raus, hat ganz viele positive Nebeneffekte. Also die Loyalit\u00e4t ist h\u00f6her, du bleibst l\u00e4nger in den Unternehmen, du hast eine eigene Planbarkeit f\u00fcr dich, aber eben auch als Unternehmen. Und das ist etwas, wo wir eben dr\u00fcber nachdenken k\u00f6nnen. Vielleicht ist es dann in Zukunft nicht mehr die Betriebsrente, sondern eine Betriebsbeteiligung sogar, dass du wirklich auch daran partizipierst, wenn das Unternehmen Gewinne macht. Das w\u00e4re sicherlich etwas, wo man weiter dr\u00fcber nachdenken kann. Aber ich glaube eben, Altersvorsorge insgesamt muss sich \u00e4ndern und muss eben sich auch weiterentwickeln. Und es liegt in der Verantwortung eines jeden, da auch ein bisschen mehr zu tun. Wir haben ja noch ein paar weitere Aspekte dabei, wenn es um das Thema Altersvorsorge geht. Und zwar das Ganze nicht nur mit der finanziellen Brille zu betrachten, sondern eben auch aus einem sozialen und gesundheitlich. Und gesundheitlich eben mental und physisch. Ja. Magst du das nochmal vielleicht erl\u00e4utern? Gerne. Also man kann sich das so ein bisschen wie so ein Haus der Vorsorge vorstellen. Und wenn man jetzt denkt, dass das Haus nat\u00fcrlich stabil stehen soll, dann braucht es an sich verschiedene Pfeiler. Wenn wir so drei oder vier Pfeiler haben, dann k\u00f6nnte man sagen, einer ganz klar ist dir finanzielle Pfeiler. Das ist eben das Materielle, dass du da f\u00fcrs Alter gut vorgesorgt hast. Dann aber sicherlich auch das Mentale, dass du geistig fit im Kopf bist und das Physische, also dass deine Gesundheit einfach da ist und du was daf\u00fcr getan hast. Und was viele eben untersch\u00e4tzen, ist auch der soziale Aspekt. Also das ist noch so gut, wenn du lange arbeitest und dann in Ruhestand gehst. Aber das ist wirklich, wenn du sozial nicht vorgesorgt hast und dir ein soziales Netz gespannt hast und dir \u00fcberlegt hast, wie du deinen Ruhestand eigentlich verbringen willst. Das denkt man nicht, aber das ist wirklich etwas, wo man rechtzeitig mit anfangen muss. Denn Alterseinsamkeit ist wirklich eine Riesenherausforderung und da sollte man darauf vorbereitet werden. Ja, das bringt einem das viele Geld, wenn man dann doch ein Pflegefall wird. Also ich glaube gerade Gesundheit auch. Also es wird immer so abgetan, so ja, du musst halt ein bisschen fit bleiben. Aber damit kann man ja, also mit dem Fitbleiben, wahnsinnig viel daf\u00fcr tun, dass man halt dann eben auch noch Spa\u00df im Alter hat und das Geld auch ausgeben kann und noch reisen kann, alleine wohnen kann. Ja, das stimmt. Also es ist mit auch die h\u00f6chste Sterbewahrscheinlichkeit, die uns beiden im Leben bevorsteht, ist wirklich in dem Jahr, wo wir in Ruhestand gehen. Weil man dann pl\u00f6tzlich so tr\u00e4ge wird. Total. Dieses alte Sprichwort, wer rastet, der rostet, aber es ist halt eben echt was dran. Naja und das ist halt auch nicht einfach. Ich meine, stell dir vor, man arbeitet jetzt irgendwie, egal ob wir oder jetzt andere, irgendwie acht Stunden pro Tag und du hast deine Identifikation \u00fcber deine Arbeit, du hast die Anerkennung, du hast die Kollegen, das ganze Soziale und dann auf einmal f\u00e4llt es weg. In den ersten Monaten ist das noch interessant, ein bisschen l\u00e4nger zu schlafen, ausgiebig zu fr\u00fchst\u00fccken, ein bisschen shoppen zu gehen, aber dann nur passiv RTL 2 gucken. Reicht wahrscheinlich dann doch den wenigsten aus. Und wie wichtig eben auch so Freundschaften und soziale Kontakte f\u00fcr die Gesundheit sind, haben ja auch schon zigtausend Studien herausgefunden. Total. Also insofern, sollte man sich tats\u00e4chlich wirklich aktiv einen Plan machen, was man tut, wenn man in Rente geht und das letzte Drittel, Lebensdrittel dann aktiv gestalten. Genau, also wirklich auch zusehen, dass man entsprechend da vorgesorgt hat. Sei es irgendwie schon rechtzeitig anfangen, sich ein Hobby zu suchen, wo wir \u00fcbrigens auch mal einen Podcast so gemacht haben, sich Gedanken zu machen, wie kann ich ehrenamtlich aktiv sein, auf die Familie nochmal n\u00e4her zu gehen und da irgendwelche Sachen \u00fcbernehmen. Das sind wirklich Dinge in diesem sozialen Bereich, die wichtig sind, genauso wie nat\u00fcrlich das K\u00f6rperliche und das Mentale. Ayaan, aber zum Schluss, bevor wir durch sind, nat\u00fcrlich ganz schnell noch die Frage, was machst du eigentlich in deinem jungen Jahrleben schon f\u00fcrs Alter? Gibt es da schon was? Ja, auf jeden Fall. Also ich habe, klar, die gesetzliche, eine private, betrieblich, was das Finanzielle angeht und f\u00fcr das ganze Soziale hoffe ich ja, dass meine Kinder mich dann auf Trab halten, wenn ich alt bin. Sehr sch\u00f6n. Und bei dir? Sehr \u00e4hnlich. Also einerseits haben wir eher auf Immobilien gesetzt und haben gesagt, Mensch, das ist etwas, was man im Alter dann vielleicht vermieten kann oder vielleicht auch verkaufen kann, um dann noch irgendwie die Rente aufzustocken. Ja, wir haben auch ein bisschen was in so ETFs gemacht und das uns mal angeguckt, dass das vielleicht noch ein Teil sein kann. Ansonsten bin ich in meinem Alter, ich muss Sport treiben, das ist nicht nur freiwillig, sondern ich tue wirklich da, versuche was zu tun daf\u00fcr und dann eben das Soziale, indem ich versuche, Freundschaften zu pflegen, Familienkontakte zu pflegen und einfach da noch irgendwie dranbleibe. Es gibt immer so eine Faustregel, die ich mal gesagt habe, ich versuche, Freunde zu haben, die sowohl zehn Jahre \u00e4lter als auch zehn Jahre j\u00fcnger sind, um dann nicht alleine alt zu werden. Breit gestreut, ne? Breit gestreut. Sehr sch\u00f6n. In diesem Sinne, also plan f\u00fcrs Alter vor, auf verschiedene S\u00e4ulen solltet ihr setzen und wenn ihr dazu noch Fragen habt, meldet euch gerne. Ansonsten schaut in die Show Notes rein, da setzen wir wie immer dann den Chart der Woche rein und noch einige Informationen. Bis n\u00e4chste Woche. Tsch\u00fcss. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren.\n\nDieser Podcast wurde produziert von wortlieferant.de Und dann geht's da."},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wie sich Altersvorsorge in Deutschland ver\u00e4ndert - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Die finanzielle Vorsorge f\u00fcrs Alter ist ein zentrales Thema, denn die gesetzliche Rente reicht oft nicht mehr aus. 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