{"id":4966,"date":"2024-05-08T11:27:58","date_gmt":"2024-05-08T09:27:58","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4966"},"modified":"2026-07-21T18:58:13","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:13","slug":"why-the-4-day-week-is-coming","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/weshalb-die-4-tage-woche-kommen-wird\/","title":{"rendered":"Why the 4-day week is coming"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The 4-day week is widely discussed in Germany and is often an ideal scenario for modern working conditions that would make life easier, especially among the younger generation. 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Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Heute m\u00f6chten wir die Vier-Tage-Woche besprechen. Uli, du warst ja vor kurzem beim Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee, dem deutschen Davos und hast dort unser neues Buch vorgestellt. So tickt Deutschland. Ein Buch mit 50 Texten zu Forschungsergebnissen von uns, jeweils mit einer Begr\u00fcndung zu den Ergebnissen und einer Zukunftsprognose nat\u00fcrlich auch. Und dort wurde auf dem Podium ein Ergebnis von uns ganz besonders diskutiert und zwar die Vier-Tage-Woche. Oh ja. Und das fand ich jetzt so spannend und finde, daf\u00fcr m\u00fcssen wir jetzt nochmal einen Podcast machen, um allen daran teilhaben zu lassen. Bevor wir aber jetzt da auf die Ergebnisse einsteigen, einmal vorab, was genau verstehen wir unter einer Vier-Tage-Woche und gibt es nicht eigentlich auch verschiedene Modelle? Das stimmt. Also Vier-Tage-Woche ist immer so ein Schlagwort. Man muss schon zwischen drei unterschiedlichen Arten der Vier-Tage-Woche an sich unterscheiden. Also das eine Modell ist eben, dass du vier Tage arbeitest, aber 100 Prozent Arbeitszeit hast. Also klassisches Beispiel, wenn du eine 40-Stunden-Woche hast, dann erledigst du deine Arbeit eben nicht an f\u00fcnf Tagen a acht Stunden, sondern an vier Tagen a zehn Stunden, dass du einfach deine Arbeitszeit eben verteilst. Also es ist vom Arbeitsrecht in Deutschland nicht mal einfach oder auch schwer umzusetzen, bin ich ehrlich, aber das ist das eine Modell. Das zweite Modell der Vier-Tage-Woche ist, dass du einfach einen Tag weniger arbeitest und aber auch ein F\u00fcnftel weniger Gehalt bekommst. Also 80 Prozent Arbeitszeit, 80 Prozent Gehalt. Und das dritte Modell ist eben das sogenannte 100 zu 80 Modell. Du bekommst 100 Prozent Gehalt, aber arbeitest nur 80 Prozent, sprich vier Tage. Okay. Also es gibt ja viele Meinungen dazu. Hast du denn auch Beispiele, wie es aktuell schon international aussieht? Also wir haben beispielsweise in Belgien eben dieses, du kannst vier Tage die Woche arbeiten, musst aber 100 Prozent deiner Arbeitszeit einbringen. Also kannst gesetzlich von deinem Arbeitgeber eben verlangen, dass du nur vier Tage arbeiten m\u00f6chtest, aber musst eben deine volle Stundenzahl erbringen. Oder dieses Modell 80-80, also 80 Prozent Arbeitszeit, 80 Prozent Gehalt, ist zum Beispiel in den USA relativ weit verbreitet, dass man dort eben gerade im Tech-Bereich, auch bedingt sicherlich damals durch Corona, dass die Leute einfach weniger Arbeit hatten und dann weniger gearbeitet haben, weniger Geld verdient haben. Und das dritte Modell, eben dieses 100 zu 80, da ist oftmals im Island eben das Paradebeispiel. Island hat vor einigen Jahren von der Regierung her entschieden, dass ein Prozent der arbeitenden Bev\u00f6lkerung auf Island eben nur noch 80 Prozent arbeiten, aber 100 Prozent Gehalt bekommen. Das war dann vom Handwerker \u00fcber dem Lehrer bis zum Politiker hin, also alle wirklich runter auf 80 Prozent. Aber es wurde eben das Ziel rausgegeben, dass man 100 Prozent Produktivit\u00e4t erwirtschaften musste. Und das haben die Isl\u00e4nder dann getestet, haben es am Anfang eben finanziell noch bezuschusst durch den Staat, aber dann eben auch nicht mehr, weil man festgestellt hat, dass das funktioniert. Also dass man die Arbeit eben auch in vier Tagen erledigen kann in 80 Prozent der Arbeitszeit. Ja, mittlerweile ist es so, dass eben 87 Prozent der Isl\u00e4nder nicht mehr voll arbeiten, sondern einfach k\u00fcrzer arbeiten. Und das ist ja mega spannend, weil ja h\u00e4ufig das Argument ist, wenn ich in k\u00fcrzerer Zeit die gleiche Arbeitsleistung schaffen soll, das wird ja total im Stress ausatmen und dann bekommen wir heute ja vielleicht noch mehr Burnout. Und in Island sieht man tats\u00e4chlich an einem Praxisbeispiel, dass dem nicht so ist. Und es gibt n\u00e4mlich auch eine Studie, die mir dazu einf\u00e4llt. In England an den Universit\u00e4ten Cambridge und Oxford wurde das Ganze mal gro\u00df untersucht. 61 Firmen, \u00fcber 3000 Arbeitnehmer wurden sechs Monate lang begleitet. Und dann wurde das ausgewertet und es sind 56 von 61 Unternehmen, die da mitgemacht haben, bei der Viertagewoche geblieben. Also das sind \u00fcber 90 Prozent. Und wenn man sich dann bei den Arbeitnehmern umgeh\u00f6rt hat, 71 Prozent weniger Burnout, 39 Prozent sagen, sie haben deutlich weniger Stress auf der Arbeit und haben mehr Zeit f\u00fcr Familie und Freunde, k\u00fcndigen weniger. Also die Betriebstreue ist auch h\u00f6her. Das ist ja auch ein totales Argument f\u00fcr die Arbeitgeber. Genauso wie 65 Prozent weniger Fehltage in der Belegschaft. Also auch ein totales Pro-Argument f\u00fcr die Arbeitgeber eigentlich. Und es gibt noch einen ganz wichtigen Punkt, den ich herausstellen m\u00f6chte. Und zwar hei\u00dft es ja h\u00e4ufig, wenn man eine Viertagewoche hat, dann ist man weniger produktiv. Also das Unternehmen hat Umsatzr\u00fcckgang. Und das war in dieser Studie auch nicht so. Sondern der Umsatz ist um 1,4 Prozent gestiegen, obwohl weniger Zeit gearbeitet wurde. Und das ist jetzt, ich meine, das an sich best\u00e4tigt, dass dieses Modell von Island, also gegen beides in dieselbe Richtung. Die Forschung hat \u00fcbrigens damals sowohl in Island als auch in anderen L\u00e4ndern immer nachgeguckt, woran es denn liegt. Also wie k\u00f6nnen die Leute so produktiv sein, obwohl sie nur 80 Prozent arbeiten? Und dabei hat man festgestellt, das w\u00fcrde auch f\u00fcr Deutschland gelten, da wurde die Studie auch durchgef\u00fchrt, dass der durchschnittliche Arbeitnehmende in Deutschland zwei Stunden pro Tag an sich nicht produktiv ist. Also das ist jetzt nicht nur dieses, was wir denken, wir stehen irgendwie in einer Kaffeek\u00fcche rum und halten Pl\u00e4uschchen und trinken K\u00e4ffchen. Sondern es ist vor allem eben mittlerweile, dass die Leute nebenbei texten, dass nat\u00fcrlich viel gesurft wird, also telefoniert wird. Du kennst es vielleicht selber, wenn du irgendwie manchmal Freunden eine Nachricht schickst, die antworten dann innerhalb von f\u00fcnf Minuten, wo man ja schon sagt, arbeitest du jetzt eigentlich gerade oder beantwortest du mir jetzt sofort meine Frage? Aber eben vor allem das Surfen auch, dass irgendwie was gemacht wird, was er f\u00fcr den privaten Bereich darf. Ich wei\u00df das noch aus Uni-Zeiten, als ich meine Masterarbeit geschrieben habe, dass da auch schon eine Studie gab, die gesagt hat, man schafft es gar nicht, l\u00e4nger als sechs Stunden am Tag produktiv zu sein. Also wirklich jetzt eben bei so einer Masterarbeit oder wenn man wirklich wissenschaftlich arbeitet, diese Aufnahmef\u00e4higkeit f\u00fcrs Gehirn, das ist einfach nicht l\u00e4nger gegeben. Da gibt es auch mehrere Studien zu. Absolut. Das spielt ja genau damit rein. Aber jetzt dann lass nochmal wieder zur\u00fcckgehen zu der Podiumsdiskussion. Und zwar, wie war denn da die Stimmung? Ich habe sie ja eher so ein bisschen negativ wahrgenommen und die meisten haben gegen die Viertagewoche argumentiert. Wie hast du das wahrgenommen und warum war das so? Ja, habe ich \u00e4hnlich wahrgenommen, dass die Sorge nat\u00fcrlich sehr gro\u00df ist, dass Deutschland praktisch seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit verliert, dass der Wirtschaftsstandort Deutschland infrage gestellt wird, dass wir es uns schlicht und ergreifend eben nicht leisten k\u00f6nnen, weniger zu arbeiten. Also an der Stelle wirklich eher so diese Angst vor Ver\u00e4nderungen, die eben in die falsche Richtung gehen. Und dabei wird eben sehr stark wirtschaftlich argumentiert. Auff\u00e4llig war dabei auch wirklich, dass die Leute einfach Sorge und \u00c4ngste haben, was ja erstmal okay ist. Also was man jetzt ja auch erstmal okay hinnehmen kann. Andererseits kann man nat\u00fcrlich auch so ein bisschen kritisch dann nachfragen. Also wof\u00fcr haben wir die ganze Digitalisierung, die Automatisierung, wenn wir jetzt genauso viel arbeiten wie in der Vergangenheit? Und wenn wir uns das historisch anschauen, dann gab es nat\u00fcrlich diese \u00c4ngste immer. Also jetzt k\u00f6nnten wir zur\u00fcckgehen, 120 Jahre zur\u00fcck. Wir haben ja 60 Stunden in der Woche gearbeitet, dann ist man irgendwann runtergegangen, dann Gewerkschaftsforderungen auf 50 Stunden. Trotzdem ist die deutsche Wirtschaft dann nicht irgendwie den Bach runtergegangen. Oder erinnern wir uns an Ende der 50er Jahre, als dieses Gewerkschaftsmotto aufkam, samstags geh\u00f6rt Fatimia, also nicht mehr sechs Tage die Woche gearbeitet, sondern nur noch f\u00fcnf Tage. Und nat\u00fcrlich hat damals auch die Industrie gesagt, Deutschland wird abgeh\u00e4ngt und wir verlieren unsere Wirtschaftlichkeit und wir k\u00f6nnen den Sozialstaat nicht aufrecht erhalten. Danach hat das Wirtschaftsfunde erstmal richtig eingesetzt. Also genau das Gegenteil war der Fall. Es ist die deutsche Angst, die German Angst. Ja, oder wir haben es jetzt auch zuletzt ja bei Corona irgendwie gelernt. Ja, nat\u00fcrlich. Wenn man sich das Homeoffice anschaut, was waren da f\u00fcr \u00c4ngste von allen Seiten? Total. Dass der Arbeitgeber die Arbeitnehmer nicht kontrollieren kann. Die werden nur Kaffee trinken. Und andererseits, die Arbeitnehmer werden nur ausgebeutet. Die werden so viel arbeiten m\u00fcssen, wenn die Arbeitszeiten nicht richtig kontrolliert werden k\u00f6nnen. Und am Ende sind ja eigentlich beide Seiten total gl\u00fccklich. Und es ist jetzt Standard, dass es Homeoffice gibt. Ver\u00e4nderung. Wie hat Harry Klett gesagt? Nichts ist so best\u00e4ndig wie der Wandel. Und damit hat er ja recht gehabt. Also wir m\u00fcssen uns einfach ver\u00e4ndern. Ganz klar. Dann lass uns doch auch mal in die Zukunft schauen. Und wenn wir in die Zukunft schauen, dann finde ich, ist ja gerade bei so einem Thema die junge Generation, die demn\u00e4chst noch viele, viele Jahre arbeiten wird, besonders wichtig. Und da haben wir eine eigene Erhebung gemacht. Und dabei ist rausgekommen, dass 76 Prozent der unter 35-J\u00e4hrigen sich eine Viertage-Woche w\u00fcnschen. Ja. Und nicht einmal jeder zweite \u00fcber 55-J\u00e4hrige. Also ein ziemlich deutlicher Unterschied, wenn man es sich nach dem Alter anguckt. Die \u00c4lteren k\u00f6nnen sich das einfach nicht vorstellen. Was meinst du, warum ist das so? Ist das einfach, weil sie so anders gepr\u00e4gt worden sind? Ja, das Argument der \u00c4lteren ist ja... Oder g\u00f6nnen sie es nicht? Auch ein sch\u00f6ner Punkt, das G\u00f6nnen. Ich glaube halt einfach, es wird nicht realisiert, dass die junge Generation anders ist, als deren Eltern- oder Gro\u00dfelterngeneration. Was jede Generation ja auch ist. Und wir sagen jetzt so zur jungen Generation, du musst doch irgendwie so arbeiten und leben, wie ich es hatte oder wie meine Eltern es hatten. Nee, das will die junge Generation nicht. Also Arbeit ist f\u00fcr die eben nicht mehr nur Gelderwerb. Und die wollen jetzt nicht auf das sch\u00f6ne Rentenalter sparen. Oder die wollen jetzt nicht als erstes das Haus kaufen oder ein Auto kaufen. Und man identifiziert sich ja auch nicht mehr so mit dem Job. Total. Und es ist halt irgendwie, Job erf\u00fcllt andere Faktoren. Und die junge Generation sagt halt, sie wollen Produkte eher nutzen als besitzen. Haben wir auch schon mal im anderen Podcast irgendwie thematisiert. Also dass dieses Streben nach Besitz auch einfach geringer ist bei der jungen Generation. Die wollen halt mehr Leben im Hier und Jetzt. Wollen mehr Freizeit haben. Wollen mehr Dinge auch au\u00dferhalb der Arbeit machen. Und jetzt k\u00f6nnen wir wieder sagen, die junge Generation... Ist sie naiv? Ja genau, ist sie naiv? Ist sie dumm? Fehlt ihnen die Erfahrung? Wissen sie es nicht? Es w\u00e4re jetzt ja selber naiv, das von der jungen Generation zu denken. Also die junge Generation ist einfach anders. Und wir k\u00f6nnen uns jetzt nicht mal eben sagen, ihr m\u00fcsst aber so sein wie davor. Also das ist ja etwas, was nicht funktioniert. Ja, es hat auf jeden Fall ein Einstellungs- und Wertewandel stattgefunden. Und den kann man nicht einfach wegdiskutieren. Sondern man muss tats\u00e4chlich die Fakten und die W\u00fcnsche ber\u00fccksichtigen. Das und ich meine, es ist ja auch, wenn wir uns jetzt ein anderes Feld damit anschauen, man diskutiert die Viertagewoche ja fast ausschlie\u00dflich immer aus dieser wirtschaftlichen Sichtweise. Man k\u00f6nnte sie jetzt ja beispielsweise auch aus der Sichtweise der Demografie sich mal n\u00e4her anschauen. Also wir wissen irgendwie, Deutschland seit den 70er Jahren bekommen wir nicht gen\u00fcgend Kinder und die deutsche Bev\u00f6lkerung schrumpft. Das fangen wir zum Gl\u00fcck auf durch die Anzahl von Zuz\u00fcglern, die in unser Land kommen, dass die deutsche Bev\u00f6lkerung da nicht radikal abgenommen hat in den letzten Jahrzehnten. Aber wenn wir uns das jetzt anschauen, m\u00fcssten wir die Geburtenquote wirklich auch mal in den Vordergrund von vielen Dingen stellen. Hatten wir ja auch gerade einen Podcast zu. Das stimmt, ja, haben wir gehabt, warum die Deutschen keine Kinder mehr bekommen. Genau, und die Geburtenquote liegt jetzt aktuell bei 1,36. Wahnsinn, oder? Ja, und aber das passt, Uli, ganz gut, weil bei unserer Studie haben ja auch 86 Prozent der unter 35-J\u00e4hrigen gesagt, dass sie sich die Viertagewoche w\u00fcnschen, weil sie glauben, dann Familie und Beruf besser vereinbaren zu k\u00f6nnen. Clever, oder? Also ich meine, glaube ich auch, ein sch\u00f6nes Beispiel, da \u00fcbrigens wieder, wenn wir jetzt vorhin die L\u00e4nder hatten, ein Land, von dem ich noch nichts erz\u00e4hlt habe, ist ein Land, was jetzt wahrscheinlich die wenigsten H\u00f6rer, wenn ihr dar\u00fcber nachdenkt, wer bei dem Thema Viertagewoche, wer das breit diskutiert, w\u00fcrden wir wahrscheinlich viele L\u00e4nder nennen und die skandinavischen L\u00e4nder. Ein Land, auf was ihr wahrscheinlich so nicht kommen w\u00fcrdet, ist Japan. Also Japan, schon seit mittlerweile drei Jahren, die japanische Regierung hat eben festgestellt, dass die Demografie in Japan so katastrophal ist, also es ist nochmal deutlich geringer als bei uns und dass die Leute einfach keine Zeit haben, um auf Familie zu setzen, um \u00fcberhaupt ein Date zu haben und irgendwie jemand anders kennenzulernen, weil der Arbeitsethos so hoch ist. Und darum hat die japanische Regierung jetzt gerade beim Mittelstand, aber auch bei gr\u00f6\u00dferen Unternehmen, Microsoft hat beispielsweise mitgemacht, haben die eben gesagt, wir setzen auf die Viertagewoche, gleichen es am Anfang wieder finanziell aus, wenn der Umsatz nicht passt, um einfach den Leuten mehr Zeit zu geben, dass sie jemanden kennenlernen k\u00f6nnen, dass sie eine Familie gr\u00fcnden k\u00f6nnen, dass sie Kinder erziehen k\u00f6nnen, dass sie f\u00fcr die Kinder da sind. Pflege k\u00f6nnten wir jetzt genauso dr\u00fcber reden, aber dass die Familie wieder einen gr\u00f6\u00dferen Stellenwert bekommt und haben eben gesagt, allein daf\u00fcr muss ich schon die Viertagewoche nach vorne treiben. Ja, Familie ist ja auch in anderen Studien. Also ich finde gerade kommen ganz viele andere Podcasts, die m\u00fcssen wir durchscrollen. Wir haben schon \u00fcber flexible Arbeitszeitmodelle gesprochen, warum die Deutschen keine Kinder bekommen und jetzt eben auch die Viertagewoche f\u00fcr die Rente vorsorgen und auch den Wunsch nach Familie, der ist ja gerade bei der jungen Generation sehr hoch. Ein ganz, ganz wichtiger Aspekt, tats\u00e4chlich das Ganze mal aus der gesellschaftlichen Brille zu betrachten. Das stimmt, ja. Aber wir m\u00fcssen ja langsam zum Ende kommen, Uli, mit Blick auf die Uhr. Also lass uns nochmal in die Zukunft schauen. Wie sieht denn deine Prognose f\u00fcr die Zukunft aus? Kommt die Viertagewoche? Ja, die kommt in jedem Fall. Also spricht vieles einfach daf\u00fcr, was ich eben schon sagte. Wof\u00fcr haben wir die ganze Digitalisierung, Automatisierung, wenn wir genauso lange arbeiten? Wenn wir uns die junge Generation anschauen, spricht vieles daf\u00fcr. Die wollen einfach nicht mehr so lange arbeiten wie wir. Oder wir k\u00f6nnten uns nat\u00fcrlich auch dieses gesellschaftliche, was wir eben hatten, anschauen, was ganz klar daf\u00fcr spricht. Ich glaube aber auch, ein wesentlicher Grund ist einfach, dass wir Arbeit in Zukunft eher an Produktivit\u00e4t messen werden. Also es geht nicht mehr darum, wie lange wir brauchen, um eine bestimmte T\u00e4tigkeit zu erledigen, sondern einfach, wie das Resultat ist und dann ist es eben von der Zeit entkoppelt. Und ob du schneller bist oder langsamer, ist an der Stelle erstmal egal. Wichtig ist bei allem nat\u00fcrlich, wenn wir \u00fcber die Viertagewoche reden, weil es so ein kontroverses Thema ist, dass man eine gewisse Offenheit hat. Also dass wir jetzt nicht irgendwie so die eigene Meinung oder das war schon immer so, dass wir das wieder in den Vordergrund stellen, sondern dass wir die Offenheit haben, wirklich in einen Diskurs zu kommen, dass man dr\u00fcber spricht, dass man sich an Fakten orientiert und eben nicht an Meinungen. Und dass man dann proaktiv auch wirklich gemeinsam die Arbeitswelt der Zukunft kreiert und schafft. Sehr gut. Dann w\u00fcrde ich sagen, haben wir jetzt erstmal genug geleistet. Wir waren produktiv genug und machen Feierabend. Wir setzen auf die Familie jetzt. Richtig. Macht's gut. Bis dahin. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren.\n\nDieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de. Und dann geht's. 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