{"id":4974,"date":"2024-05-16T06:38:19","date_gmt":"2024-05-16T04:38:19","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4974"},"modified":"2026-07-21T18:58:13","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:13","slug":"why-enjoyment-is-important","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/warum-genuss-wichtig-ist\/","title":{"rendered":"Why enjoyment is important"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Three out of four Germans currently desire more moments of enjoyment in their lives, significantly more than a few years ago. While the topic of enjoyment might initially bring to mind indulgences, Germans also value time for themselves and peace and quiet, in addition to good food.<\/p>\n<p>In this episode, learn what Germans understand by enjoyment. 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Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Heute m\u00f6chten wir \u00fcber das Thema Genuss sprechen und diskutieren, denn es wurde ja auch in den Medien sehr viel besprochen, und zwar im Rahmen der Cannabis-Legalisierung. Da hat sich sicherlich der ein oder andere um seinen eigenen Konsum von Genussmitteln Gedanken gemacht. Und das haben wir hier auch in der Stiftung erhoben. Alles rund um das Thema Genuss. Und das m\u00f6chten wir euch heute mal vorstellen. Genau. Ich sage dazu gleich, es ist ein Thema, was wir immer mal wieder in der Stiftung haben. Es ist nat\u00fcrlich der Genuss ja in vielf\u00e4ltigster Weise. Ob es jetzt irgendwie Genuss im Punkto Zeit ist, Genuss eben auf Reisen. Das passt ja auch ganz gut. Wir haben ja mal \u00fcber das Thema Luxusreisen, glaube ich, auch mal gesprochen. Da war nat\u00fcrlich auch das Thema Genuss dabei. Und unter anderem haben wir uns ja auch mal gefragt, was ist es eigentlich, was die Deutschen genie\u00dfen? Genau. Was sind denn so die Genussmittel, Uli? Ja, es sind ehrlicherweise nicht nur Genussmittel. Also klar, gutes Essen oder Schokolade, S\u00fc\u00dfigkeiten, Kaffee, Tee. So was sind nat\u00fcrlich schon Dinge, die die Deutschen sofort mit dem Thema Genuss assoziieren. Aber es sind eben auch solche Sachen wie Urlaub, wie Zeit f\u00fcr sich selbst haben. Ganz wichtig, glaube ich, so etwas wie Ruhe, Entspannung, nichts tun. Also Dinge, die eher, ich will jetzt nicht sagen vom Zeitfaktor halt kommen, aber doch eben \u00fcber die klassischen Genussmittel hinausgehen. Und auch kostenlos sind. Das stimmt. Also auch das ist auff\u00e4llig. Jetzt kann man nat\u00fcrlich immer sagen, klar, Urlaub kostet Geld, das wird nicht ganz reinpassen. Aber so was wie Zeit f\u00fcr sich zu haben, das ist ja eine Art Luxus auf der einen Seite, andererseits aber auch f\u00fcr viele eben Genuss. Wobei wir bei der Befragung auch wirklich festgestellt haben, dass die Bundesb\u00fcrger unterschiedlich ticken. Also was f\u00fcr den einen irgendwie wirklich mit Genuss assoziiert wird, Zeit f\u00fcr sich haben, ist f\u00fcr den anderen eher Stress, weil er zu viel davon hat. Aber wie definiert sich denn dann Genuss? Also ich habe da auch viel dr\u00fcber nachgedacht. Es ist etwas, wenn es ein knappes Gut ist, also \u00e4hnlich wie du sagtest beim Luxus-Thema. Also es ist ja auf alle F\u00e4lle im Deutschen anders als in anderen Sprachen. Das darf man nicht vergessen. Also wenn du dir zum Beispiel, im Englischen gibt es ganz, ganz viele Begriffe f\u00fcr Genuss. Also gibt es irgendwie, was ich, den Genuss-Consumption. Wenn du irgendwie dir was kaufst, dann geht das in diese Richtung. Dann gibt es irgendwie Pleasure, wo das Vergn\u00fcgen im Vordergrund steht. Dann gibt es irgendwie Luxury-Goods, was irgendwie dann wieder \u00fcber den Preis kommt. Dann gibt es aber auch solche Sachen, die eher auf die Zeit spielen. Im Deutschen ist es halt schon irgendwie historisch gesehen auch lange oft mit den klassischen vier Genussmitteln gleichgesetzt worden. Also Genussmittel waren ja historisch gesehen immer Kaffee und Tee, Schokolade und Tabak und Alkohol dann halt. Also das waren so die Genussmittel, von denen man h\u00e4ufig spricht. Tee, Kaffee wird oft zusammengezogen und diese neuen Dinge, die man eben dazu genommen hat, das ist eben eher etwas, was in den letzten Jahrzehnten nach vorne gekommen ist. Ja und wenn man \u00fcber unseren eigenen Sprachgebrauch nachdenkt, also man sagt ja sehr h\u00e4ufig, ich genie\u00dfe es in der Sonne zu sitzen, ich genie\u00dfe es morgens meinen Kaffee zu trinken, ich genie\u00dfe es den Kindern beim Spielen zuzuschauen. Aber ist das jetzt Genuss? Was ist denn f\u00fcr dich Genuss, Uli? Mal direkt danach gefragt. Ja, es ist wahrscheinlich schon dieser Faktor Zeit, also dass ich Zeit f\u00fcr etwas habe, ohne dass ich jetzt in den n\u00e4chsten Terminen denke, dann kann ich es glaube ich schon genie\u00dfen. Sei es jetzt irgendwie Zeit, um, wei\u00df nicht, spazieren zu gehen oder im Keller irgendwie rum zu wurschteln oder was mit den Kindern zusammen zu machen. Andererseits nat\u00fcrlich genie\u00dfe ich es auch wirklich mit Freunden zusammen zu sein oder die Zeit zu vergessen. Das ist halt schon, das sind Dinge, die ich wirklich genie\u00dfen kann. Aber du kennst mich, ich genie\u00dfe auch wirklich Schokolade und S\u00fc\u00dfigkeiten. Und bei dir?\n\nJa, also ich muss sagen, ich freue mich schon abends auf meinen Kaffee am n\u00e4chsten Morgen. Also den genie\u00dfe ich schon, aber den brauche ich auch. Und jetzt in der Vorbereitung auf die Podcast-Folge, ich wusste ja, dass die Frage kommt. Hast du, ich nat\u00fcrlich wieder nicht. Habe ich nat\u00fcrlich mich gefragt, ob das, ist das Genuss, so wie wir ihn hier definieren w\u00fcrden in der Wissenschaft? Oder ist das eigentlich schon eine Form von Abh\u00e4ngigkeit? Und ist da nicht ein schmaler Grat auch? Oh ja, jetzt machst du nat\u00fcrlich gleich ein gro\u00dfes Feld auf. Also einerseits, glaube ich, haben wir jetzt so drei Sachen. Also einerseits Unterschied zwischen Genuss und Genie\u00dfen. Ich glaube, das sind schon zwei Paar Schuhe. Dann diese Frage der Abh\u00e4ngigkeit. Und als drittes eben dieses, was ist der allt\u00e4gliche Genuss und was ist der besondere Genuss? Also wir k\u00f6nnen uns das jetzt zum Beispiel mal angucken. Also wenn ich jetzt, du hast eben so nebenbei gesagt, du genie\u00dft deinen Kaffee am Morgen. Das ist ja fast ein allt\u00e4glicher Genuss, den du dann hast. Jetzt ist die Frage, es ist so ein bisschen wie, nat\u00fcrlich genie\u00dft man es, Nahrung aufzunehmen, weil es irgendwie den Hunger stillt. Aber es ist nat\u00fcrlich was anderes, dann irgendwie das besondere Essen zu genie\u00dfen, was lange zubereitet wurde oder gar auszugehen. Und im Restaurant zu essen, also es ist nat\u00fcrlich dann wieder eher so ein besonderer Genuss. Da muss man, denke ich, schon unterscheiden. Ja, in Abh\u00e4ngigkeit, das ist ja auch immer sehr viel so von der Kultur her. Also wir w\u00fcrden jetzt wahrscheinlich sagen, der Grieche oder der Italiener, der irgendwie schon zum Mittag seinen Wein trinkt. Das ist der gem\u00fctliche Grieche, Italiener, Spanier, Portugiese, was auch immer, der Franzose. Bei uns w\u00fcrde man irgendwie sagen, oh, ah ja, jeden Mittag ein Glas Wein. Sollten reden so. Also das ist, glaube ich, auch mal ganz schnell dieses Kulturelle mit reingedingt. Und Abh\u00e4ngigkeit, gut, das ist... Ja, aber spannend, dass du sagst, kulturell. Also es ist ja schon auch eine gewisse Tradition, also etwas, was man erlernt hat. Absolut, glaube ich. Ja, ganz klar. Und es ist nat\u00fcrlich auch immer... Dann ist Genuss gar nicht so individuell vielleicht, sondern eben auch kulturell gepr\u00e4gt. Absolut, das glaube ich wirklich. Und ich glaube halt, ich meine, wir Deutschen gelten ja jetzt auch nicht unbedingt als die Genie\u00dfer. Also die Genie\u00dfer sind jetzt irgendwie, wenn du fragst, welche Nation verbindest du mit Genuss, dann w\u00fcrdest du wahrscheinlich sagen, die Franzosen, die Spanier, die irgendwie alles, was ums Mittelmeer herum ist, weil die das Leben mehr genie\u00dfen. Und wir Deutschen gelten nat\u00fcrlich dann eher irgendwie von einem Vernunftsfaktor her. Das ist ja auch, was ich... Wir haben ja auch befragt, ob man sich mehr Genussmomente w\u00fcnschen w\u00fcrde. Und da ist zumindest steckt in dem Kern der Deutschen schon der Wunsch danach. Auch wenn wir es aktuell noch nicht sind, ist ja in den letzten f\u00fcnf Jahren der Wert um 25 Prozentpunkte gestiegen. Also 2017 waren es noch 50 Prozent der Deutschen, die sich mehr Genuss in ihrem Leben w\u00fcnschen. Und aktuell sind es 75 Prozent. Ja, also ich meine, da merkst du halt wirklich so ein bisschen, was die Menschen derzeit besorgt. Also es sind nat\u00fcrlich diese \u00c4ngste und Sorgen, die wir viel mit uns rumtragen. Andererseits aber auch diese Trend zur Optimierung hin, Trend zur Effektivit\u00e4t hin. Und alles muss irgendwie gemessen, gerechnet, dokumentiert werden, ob es jetzt beruflich ist, privat ist. Also das ist nat\u00fcrlich schon etwas, was, glaube ich, viele mit Stress verbinden. Und Stress ist, glaube ich, so ein bisschen auch das Gegenteil von Genuss. Also das ist, wir w\u00fcnschen uns nat\u00fcrlich mehr, F\u00fcnfe gerade sein lassen und mal irgendwie vielleicht auch \u00fcber die Str\u00e4nge schlagen und nicht dar\u00fcber nachdenken. Und jetzt nicht das schlechte Gewissen, ich habe die Packung Toffifee alleine heute Abend gegessen. Jetzt darf ich aber morgen irgendwie nur einen Salat essen. Also das ist ja auch bei vielen sofort da. Was braucht man denn, wir haben das ja auch befragt, um genie\u00dfen zu k\u00f6nnen? In erster Linie erstmal Ruhe und Zeit. Also das war aus Sichtweise der B\u00fcrger ganz weit vorne, also eine wirkliche Mehrheit, die das nochmal angegeben hat. Dann kam auch so ein bisschen diese innere Zufriedenheit damit zu, also mit sich selbst im Reinsein. Was aber auff\u00e4llig war, dass solche Sachen wie eine Atmosph\u00e4re deutlich wichtiger sind als jetzt ein bestimmter Ort. Dass es irgendwie, also darum geht, auch Gemeinschaft war auch deutlich h\u00f6her als jetzt irgendwie Planung oder Spontanit\u00e4t. Also das sind Sachen, die wirklich eher nachgeordnet sind. Also wenn du mich jetzt so fragst, glaube ich, geh\u00f6rt sehr viel dazu, dass du in sch\u00f6ner Atmosph\u00e4re schwelgen kannst, dass du die Zeit vergessen kannst und mit anderen zusammen bist. Also es sind, glaube ich, so drei wichtige Pfeiler, die viele Bundesb\u00fcrger dann mit Genuss und Genie\u00dfen gleichsetzen. Das hei\u00dft so gerade mit dem ganzen Thema Wellness, was ja h\u00e4ufig dann auch mit Genuss einhergeht, ist es gar nicht so wichtig, an einen besonderen Ort zu gehen, sondern man kann das eben auch zu Hause genie\u00dfen. Oder beim Thema Urlaub, man muss gar nicht an einen bestimmten Ort reisen, sondern man kann auch einfach vor die Haust\u00fcr gehen, wo die Atmosph\u00e4re stimmt. Das glaube ich schon, dass das f\u00fcr viele gilt. Es ist ja, die meisten erinnern sich auch, wenn du \u00fcber deinen sch\u00f6nsten Urlaub oder dein sch\u00f6nstes Wellness-Erlebnis berichtest, dann berichtest du, glaube ich, eher selten \u00fcber jetzt das super besondere Hotel oder den fantastischen Spa-Bereich. Sondern es war eher der, wei\u00df ich nicht, der Moment, wo du mit anderen Leuten irgendwie zusammen warst, wo du irgendwie was erlebt hast. Freundliche Kellner. Ja, die Atmosph\u00e4re, der Service, das Besondere. Und jetzt gar nicht so irgendwie, dass man es an einem Standard festmacht. Nat\u00fcrlich, darf man jetzt auch nicht wieder vergessen, das gilt f\u00fcr uns. Also jetzt jemand, der eher selten in Urlaub f\u00e4hrt, der wird wahrscheinlich sagen, nee, da geht es um den bestimmten Standard, den ich irgendwie vor Ort erfahren habe. Und das konnte ich wirklich genie\u00dfen oder wei\u00df ich nicht. Ja, machen wir es am Restaurantbesuch fest. Gutes Beispiel, genau. Ist das f\u00fcr dich noch Genuss? N\u00f6. Oder wann genie\u00dft du den? Ich glaube, f\u00fcr mich ist es ganz klar, kann ich sagen, wenn die Stimmung gut war. Es geht dabei nicht so sehr um die Qualit\u00e4t des Essens immer, sondern eher um die Stimmung mit meinen Freunden, die Freundlichkeit der Kellner, wie ist die Atmosph\u00e4re in dem Lokal. Was f\u00fcr eine Stimmung war da, mit was f\u00fcr einer Stimmung ist man auch hingekommen, ja. Wobei, ich w\u00fcrde sogar noch einen Schritt weiter gehen. Also jetzt, wir arbeiten beide in der Innenstadt und geht man halt auch mal so mittags irgendwie schnell irgendwo eine Pizza oder sowas essen. Das ist vielleicht auch nicht mehr so ganz das Besondere. Klar, das geht f\u00fcr andere wieder komplett anders. Ich w\u00fcrde jetzt sagen, wei\u00df ich nicht, wenn wir uns zu viert treffen, ist es sch\u00f6ner, wenn ihr zu uns kommt oder wir zu euch gehen, weil dann ist eher mehr Entspannung, Ruhe da, als dass wir jetzt sagen, lass mal zu viert irgendwie ins Restaurant gehen. Macht man halt auch irgendwie. Und ich mache das jetzt nicht am finanziellen Fest, sondern wirklich eher dieses lockere, gel\u00f6ste. Man kann eher man selbst sein, glaube ich. F\u00fchlt sich auch nicht durch andere gest\u00f6rt. Ich glaube auch, das ist ja nat\u00fcrlich in der heutigen Gesellschaft was. F\u00fcr andere, klar, geht nat\u00fcrlich auch, wo viel los ist, erlebe ich viel und das ist wieder f\u00fcr die Genuss. Ja. Hatten wir ja auch die Frage, was verhindert Genuss? Also wodurch f\u00fchlt man sich gest\u00f6rt? Und da war ja auch der Aspekt, die Sehnsucht nach Ruhe ganz gro\u00df. Und die ist nat\u00fcrlich h\u00e4ufig in so vollen Lokalen eben nicht gegeben. Ja, oder auch was ich im Urlaub und wenn der Strand irgendwie bis zum letzten Platz gef\u00fcllt ist oder der Flieger und sowas, ist es dann halt kein Genuss mehr. Also das hat sich auch historisch oftmals ge\u00e4ndert, wenn du dir irgendwie \u00fcberlegst, was fr\u00fcher Fliegen f\u00fcr ein Luxus war und was du f\u00fcr Platz hattest und wie entspannt es war und du dich darauf gefreut hast, irgendwie von A nach B zu fliegen. Und heute ist es irgendwie nur, du wei\u00dft, dass es nat\u00fcrlich Stress pur ist. Vom Einchecken bis zum Boarden, bis zum Diskutieren, bis irgendwie alles, auf was du verzichten musst, wenn du jetzt nicht irgendwie super teuer Pl\u00e4tze irgendwie zus\u00e4tzlich buchst. Das ist schon eben das Gegenteil von Genuss mittlerweile. Das hat sich auch so ein St\u00fcck weit gemacht, weil das haben wir in der Studie ja auch n\u00e4her uns angeschaut, was Genuss verhindert. Und das ist einerseits so, was die Sachen, die du eben aufgez\u00e4hlt hast, ist nat\u00fcrlich auch so ein Klassiker, wenn ich mich streite oder wenn ich irgendwie einen Konflikt austragen muss. Das ist nat\u00fcrlich kontraproduktiv f\u00fcr den Genuss. Aber dann eben auch solche Sachen wirklich wie Gesundheitsaspekte, wie Stress, wie Pflichten, wie Druck, den ich irgendwie habe. Also es ist schon auch dieses von au\u00dfen. Wir hatten das, glaube ich, auch mal in einem Podcast, diese zunehmende Optimierung in unserer Gesellschaft. Das ist schon etwas, was viele davon abh\u00e4lt, wirklich genie\u00dfen zu k\u00f6nnen. Aber Uli, ich gucke auf die Uhr. Das war gerade schon so fast so ein sch\u00f6ner Schluss. Ich habe dich vorhin unterbrochen, als es darum ging, so ein bisschen die Gefahr von Genuss und Abh\u00e4ngigkeit. Da wolltest du noch was zu sagen. Das stimmt. Das ist nat\u00fcrlich individuell auch unterschiedlich. Wenn ich jetzt irgendwie das mir \u00fcberlege, dass viel hier dar\u00fcber diskutiert wird, ist das Glas Wein am Abend, muss man mal wieder eine Pause machen, ist die Zigarette, die nicht genossen wird, eine zu viel. Also es gibt ja viele Fragen. Ich glaube, wir sind uns wahrscheinlich beide einig, dass diese Abh\u00e4ngigkeit vom Smartphone, von Social Media, dass das eine ganz neue Abh\u00e4ngigkeit ist. Und ich wei\u00df nicht, ihr k\u00f6nnt es ja mal ausprobieren, einen Tag euer Smartphone von eurem Partner, Partnerin zu verstecken. Ich wei\u00df, ich kann euch jetzt schon sagen, dann l\u00f6st ihr sehr, sehr viele Konflikte aus und Panik dann auch aus. Panik, ja. Also da ist, glaube ich, schon nat\u00fcrlich auch eine neue Art der Abh\u00e4ngigkeit da. Aber es ist ja auch immer so ein bisschen die Eigenverantwortung, die, glaube ich, damit einhergeht mit jedem Genuss. Also es ist nat\u00fcrlich auch, man sollte es nicht \u00fcbertreiben. Das ist, glaube ich, auch immer wichtig. Genau. Das ist, glaube ich, so bei den klassischen Genussmitteln. Aber ansonsten, ich glaube, wir Menschen, wir lieben es ja halt einfach, uns Strukturen zu geben. Das stimmt. Also wir strukturieren ja alles. Wir haben einen Kalender. Also von einem Tag hat eine Routine, die Woche, das Jahr. Es ist wiederkehrend. Und ich denke, so gewisse Dinge, also was man wann isst, was man wann tut, auch soziale Beziehungen, wen man wieder sieht. Also wir haben das ja alles sehr stark strukturiert. Und dann ist, glaube ich, nur so die Frage, ob ist das eine wohltuende Struktur, die einem Sicherheit gibt und Best\u00e4ndigkeit? Oder ger\u00e4t es eher in Richtung Abh\u00e4ngigkeit, weil ich ohne das nicht mehr k\u00f6nnte? Ich glaube, das ist so was, das kann sich vielleicht jeder bei seinem Genusskonsum in welcher Weise auch immer nochmal selber fragen. Ja, das ist jetzt wirklich ein perfektes Schlusswort an dieser Stelle. Also da muss ich gar nichts mehr zu sagen. Also stellt euch die Frage, was ihr wirklich genie\u00dft. Lebt auch ein St\u00fcck weit das Leben dabei. Und denkt vielleicht auch nicht ganz so viel dar\u00fcber nach. Versucht, mich alles zu optimieren. Das stimmt. In diesem Sinne, h\u00f6ren wir uns n\u00e4chste Woche wieder. Wir genie\u00dfen jetzt die Sonne. Das machen wir. Bis dann. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de. 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