{"id":4999,"date":"2024-06-06T07:00:36","date_gmt":"2024-06-06T05:00:36","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=4999"},"modified":"2026-07-21T18:58:13","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:13","slug":"european-identity-project-top-or-flop-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/projekt-europaeische-identitaet-top-oder-flop-2\/","title":{"rendered":"European identity project: top or flop?"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The European Parliament will be elected on 9 June. But how important is this for Germany? How European do Germans feel and how do they view the future of Europe? 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Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Diese Woche m\u00f6chten wir die anstehende Europawahl jetzt am Sonntag als Anlass nehmen, \u00fcber unsere Europaforschung mit euch zu sprechen. Wie sehr f\u00fchlen wir uns schon als Europ\u00e4er und wie k\u00f6nnen wir es vielleicht auch schaffen, Europa als eine Familie zu sehen? Das Besondere an diesem Sonntag bei der Europawahl ist, dass man das erste Mal schon mit 16 w\u00e4hlen darf. Also an alle da drau\u00dfen, die sich das noch nicht dick im Kalender notiert haben, nutzt die Chance und w\u00e4hlt das Europaparlament. Uli, gehst du Sonntag zur Wahl? In jedem Fall. Das ist keine Frage, ja. Also ich finde, das ist ja auch die Pflicht, dass wir B\u00fcrger sind und wir k\u00f6nnen nicht \u00fcber irgendwelche Sachen diskutieren, nachdenken, wenn wir nicht auch Teil des Ganzen sind. Insofern ist es wirklich, finde ich, auch immer eine Wahlpflicht, dass man hingeht und dass man da seine Stimme abgibt und sagt, in welche Richtung es gehen soll. Uli, wegen Europa sitzen wir hier eigentlich zusammen. Ich wei\u00df, ich wei\u00df. Darum bist du hier. Ich bin wieder ein. Genau, deswegen bin ich hier. Ich habe \u00fcber das Interesse von Jugendlichen an EU-Politik geschrieben und du hast es ein Jahr vorher \u00e4hnlich in einem Buch niedergeschrieben. Ja. Und dar\u00fcber habe ich dich gefunden und habe dich angeschrieben. Genau. So viel Jahre. Jetzt sitze ich hier. Jetzt sind wir nicht mehr jung, aber jetzt reden wir wieder \u00fcber die Jung. Richtig. Und damals war es schon so, dass man gesagt hat, man kann ja nur sich wirklich f\u00fcr etwas interessieren, wenn man auch Teil davon ist. Und viele Jugendliche haben gesagt in der Umfrage, dass sie eben das Gef\u00fchl haben, Europa ist so weit weg, dass es irgendwie so die EU-Politik, die da in Br\u00fcssel stattfindet, die hat nichts mit meinem Leben und meinem Alltag zu tun. Das ist aber ja falsch. Es ist einfach Wissen, was halt fehlt. Das stimmt, ja. Also es ist ja auch immer diese, das ist nicht mehr nur bei der jungen Generation, sondern es ist ja insgesamt, wenn wir \u00fcber Europa lesen, wenn wir dar\u00fcber diskutieren, dann wird irgendwie als Argument gebracht, naja, es werden Steuergelder verschwendet und die in Br\u00fcssel und die diskutieren irgendwie \u00fcber den Kr\u00fcmmungsgrad der Banane rum, was schon lange aufgehoben wurde, das darf man auch nicht vergessen. Aber es werden an sich nie die Dinge nach vorne gebracht, die Europa oder die EU halt auch auszeichnen. Das darf man nicht vergessen. Es ist so viele positive Aspekte, also um nur ein paar zu nennen. Jetzt kann man irgendwie was Greifbares machen, wie dass es Roaminggeb\u00fchren abgeschafft wurden und wir irgendwie im Ausland vern\u00fcnftig telefonieren k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen jetzt irgendwie \u00fcber Verbraucherschutz, das mag abstrakt klingen, aber es ist halt schon wichtig, dass wir irgendwelche Standards haben, was Produkte, Lebensmittel, Fahrzeug, Sicherheit, Stra\u00dfen und sowas angeht. Und der ganze Arbeitsmarkt, das ist ja alles, da ist eben geregelt, dass es einen Mindeststandard der Arbeitsbedingungen gibt. Arbeitszeiten, Arbeitsschutz, Mutterschaftsurlaub, diese ganzen Sachen drin. Denk nur dran, wenn du krank im Ausland wirst in Europa, kannst du einfach zum Arzt gehen, kannst du einfach ins Krankenhaus gehen, dich behandeln lassen. Wir k\u00f6nnen \u00fcber die gro\u00dfen Sachen reden, was irgendwie Sicherheit angeht. Also in Europa jetzt, was sind das, 70, 80 Jahre, erstmal haben wir einen Frieden, was ganz tolles ist. Die wirtschaftliche St\u00e4rke, die uns eint, dass Europa ein Gegengewicht zu China, den USA oder Russland eben ist. Also so viele Sachen, die irgendwie positiv sind, was wir oftmals vergessen. Und vor allem das Reisen ja auch. Ich glaube, das ist auch etwas, was alle so ganz, also bestimmt schon mal selber erlebt haben, ohne Passkontrolle. Eine W\u00e4hrung. Eine W\u00e4hrung. Erasmus im Studium. Total. Die M\u00f6glichkeit haben, den Austausch zu nutzen. Also jetzt gerade auch zur Sommerzeit vergessen, wenn nicht, zwei Drittel aller Europ\u00e4er machen ihren Urlaub im europ\u00e4ischen Ausland. Also das haben wir nicht vergessen. Das ist halt wirklich auch, das ist immer da schon, was ganz, ganz Verbindendes. Also Europa und die EU sind wirklich enorm viele positive Aspekte. Nat\u00fcrlich ist es nicht perfekt, aber es ist eben was Wichtiges. Und darum ist es auch entscheidend, dass wir es so ein bisschen wieder zusammenbringen. Weil das war ja auch bei uns im Chart der Woche, was uns beide, glaube ich, so ein bisschen... \u00dcberrascht hat. Ja, total. Also da war die Frage, um das kurz aufzul\u00f6sen, da haben wir gefragt, bist du der Meinung, dass im kommenden Jahr Europa eher n\u00e4her zusammenr\u00fccken wird oder weiter auseinanderdriften wird? Und da hat nicht mal ein Drittel geht davon aus, dass Europa n\u00e4her zusammenw\u00e4chst. Und es sind eher 70 Prozent, die halt sagen, Europa driftet immer weiter auseinander. Und das ist ja wirklich auch besorgniserregend, wenn man sich diese Zahlen anschaut. Ein bisschen Hoffnung geben nat\u00fcrlich die junge Generation. Also die unter 35-J\u00e4hrigen sind auf jeden Fall mehr der Meinung, dass Europa zusammenr\u00fccken wird. Doppelt so h\u00e4ufig wie die \u00c4lteren auch, ne? Ja. Das ist echt was Gutes. Genau. Da kann man hoffen, dass sich dann sozusagen die Zukunft Europas im Sinne der Jugend entwickelt. Das stimmt, aber weil die junge Generation, du hast eben dieses Studieren und Erasmus angef\u00fchrt. Wir haben \u00fcber Reisen kurz gesprochen. Es sind ja auch nat\u00fcrlich viele Dinge, wo die junge Generation sagt, dass es eher diese Erkenntnis auch da, dass Europa diese Dinge auch in Zukunft gemeinsam nur l\u00f6sen kann. Also was ich, Klimawandel ist einfach ein gr\u00f6\u00dferes Thema bei der j\u00fcngeren Generation. Da wei\u00df man, das wird jetzt nicht ein Land alleine irgendwie angehen k\u00f6nnen, sondern es kann nat\u00fcrlich nur innerhalb Europas gemeinsam. Frage bleibt jetzt nochmal nat\u00fcrlich, wie kriegen wir es hin, dass wir uns st\u00e4rker mit Europa ja auch besch\u00e4ftigen und Europa irgendwie positiver sehen. Genau, weil an sich sind wir ja alles schon Europ\u00e4er. Also das sehen wir ja in unserem Alltag, wie man lebt, was man f\u00fcr Nutzen davon hat. Das w\u00fcrde ja keiner aufgeben. Aber das Gef\u00fchl, also f\u00fchle ich mich als Europ\u00e4er, ist eben nicht sonderlich hoch. Und auch der Glaube daran, dass der Zusammenhalt in Europa sich in eine positive Richtung entwickelt, ist eben auch nicht hoch. Und da haben wir uns ja ein paar Gedanken gemacht. Was sind so wichtige Aspekte davon? Jetzt ganz unabh\u00e4ngig von konkreten politischen Ma\u00dfnahmen, sondern eben jeder f\u00fcr sich selber. Genau, weil wir eben auch diesen Ansatz in der Stiftung verfolgen, dass der Mensch im Mittelpunkt stehen sollte. Und wir haben jetzt uns nicht angeguckt, was kann die Politik irgendwie an Rahmenbedingungen schaffen, sondern wie sieht es eigentlich aus, wenn wir mal den Mensch in den Mittelpunkt stellen w\u00fcrden und jetzt nicht irgendwie mit diesen platten Sachen, ja, der Mensch muss bei seinen Bed\u00fcrfnissen abgeholt werden, sondern was kann eigentlich konkret mal sein, um einfach mehr Europa und uns allen nach vorne zu bringen. Und da waren so vier Punkte, glaube ich, wo wir gesagt haben, das ist schon was Wichtiges. Genau, also wir m\u00fcssen erstens bei der Identit\u00e4t, anfangen in der Gemeinschaft, Vielfalt und Teilhabe. Das sind so vier gro\u00dfe Bereiche, die wir jetzt im Folgenden noch einmal kurz ein bisschen erl\u00e4utern wollen. Fangen wir mit Identit\u00e4t an. Ja. Also ja, Identit\u00e4t ja in vielen Bereichen f\u00fcr mich immer. Also einerseits, wir haben jetzt Reisen, will ich nicht \u00fcberstrapazieren, aber das ist nat\u00fcrlich schon was Wichtiges, dass du dich mit Europa identifizierst, indem wir am liebsten Urlaub rund ums Mittelmeer machen als Deutsche. Und da ist irgendwie als selbstverst\u00e4ndlich wahrnehmen. Ich wei\u00df nicht, wie es bei dir geht, wenn du jetzt irgendwie, du reist ja auch viel mal in andere Kontinente. Wie nimmst du dann das da wahr? Genau, also meine Identit\u00e4t, die w\u00e4chst sozusagen mit der Entfernung zu meinem Zuhause. Also wenn ich, ich komme ja aus Nordfriesland, wenn ich dort bin, dann ist es schon wichtig zu sagen, dass ich aus Nordfriesland komme und nicht aus Dithmarschen. Aber wenn ich irgendwo in S\u00fcdamerika bin, dann sagt man eigentlich, ich komme aus Europa. Da ist es dann jetzt nicht so relevant, ob ich Frankreich oder Deutschland, weil es dort in dem Moment eher darum geht, dass man eben von einem anderen Kontinent kommt. Und auf einmal gruppiert man sich doch wieder eher mit den Finnen, den Schweizern und den Ungarn. Genau, richtig. Ich wei\u00df auch, es gibt da n\u00e4mlich, gerade in Mexiko sagt man immer, okay, das ist so der Bereich, da machen so die Amis Urlaub und das ist eher so europ\u00e4isch. Ja, guck mal an. Dann wei\u00df man schon, okay, das gef\u00e4llt den Europ\u00e4ern, das gef\u00e4llt den Amerikanern. Und da ist, genau, da ist die Identit\u00e4t dann eben nicht mehr, ob du deutsch oder finnisch bist, sondern eben wirklich nur europ\u00e4isch oder amerikanisch oder asiatisch. Also wenn wir jetzt Identit\u00e4t halt jetzt wieder konkret machen w\u00fcrden, wie kriegen wir das hin, dass die Europ\u00e4er sich auch ein bisschen mehr damit dann identifizieren? Dann k\u00f6nnte man jetzt einerseits sagen, okay, wir sollten reisen und das da weiter wahrnehmen. Nat\u00fcrlich auch einfach \u00fcber die ganzen positiven Aspekte, glaube ich, mehr Transparenz reinbringen und mehr dr\u00fcber sprechen. Und dann, glaube ich, ist auch so eine Art emotionale Verbundenheit einfach dann vorhanden. Und wenn wir die nach vorne stellen, dann ist es ja auch positiv. Genau, wenn man stolz darauf sein kann, also wenn man mehr \u00fcber die Erfolge der EU h\u00f6rt und nicht nur in Negatives, dann ist man nat\u00fcrlich auch deutlich stolzer und identifiziert sich mehr damit. Richtig, genau. Ich glaube, das passt auch ganz gut zu was wir als Zweites identifiziert haben. Was dazu passt, ist ja eben dieses Gemeinschaft. Also es ist nat\u00fcrlich immer Gemeinschaft, Identit\u00e4t, das ist wechselseitig, das greift ineinander, das ist v\u00f6llig klar. Aber weil wir ja eben in dieser Gemeinschaft die Chance auf einen Austausch haben, indem wir irgendwie feststellen, wir k\u00f6nnen, haben wir auch in einem der letzten Podcasts, glaube ich, mal gehabt, dieses Respekt f\u00fcr andere Meinungen, Perspektivwechsel zu haben, das haben wir einfach in Europa so vor Ort. Und es ist f\u00fcr mich auch immer so ganz bezeichnend, wenn man irgendwie unterwegs ist, wie viele Gemeinsamkeiten herrschen und ob ich jetzt irgendwie als Hamburger in, wei\u00df ich nicht, in Lyon oder in, wei\u00df ich nicht, Turin oder Mailand oder in Prag irgendwie bin. Auf einmal sind so viele Gemeinsamkeiten, da ob es mit Kollegen ist, aber auch einfach mit Leuten, die man so dann abends kennenlernt, wenn man unterwegs ist. Genau, also den Austausch auch zu haben. Also angefangen vom Sch\u00fcleraustausch, das ist ja enorm pr\u00e4gend, wenn man dann einfach mal die M\u00f6glichkeit hat, wirklich die anderen L\u00e4nder kennenzulernen, die anderen Menschen, die anderen Europ\u00e4er und zu sehen, so unterschiedlich ist man gar nicht. Das stimmt, ja. Also es ist auch eine Menge Gemeinschaft da. Dadurch k\u00f6nnte dann auch wieder die Identit\u00e4t gef\u00f6rdert werden. Das Dritte w\u00e4re so ein bisschen, glaube ich, f\u00fcr uns diese Vielfalt. Es ist ja auch das Motto der EU, in Vielfalt vereint. Und Vielfalt ist da nat\u00fcrlich enorm wichtig, dass man das nochmal betont, dass die Vielfalt das ist, was die EU auszeichnet. und Europa auszeichnet. Und das soll nat\u00fcrlich auf keinen Fall gleichgemacht werden. Teilweise ja auch die \u00c4ngste, dass zu viel reguliert wird, man seine Identit\u00e4t, seine nationale Identit\u00e4t aufgeben muss. Das ist ja gar nicht der Kern. Das wollen wir ja nicht als Negatives sehen, sondern eigentlich ist es das, was das ausmacht, was Positives ist. Genau, und es ist ja diese Vielfalt, die uns eint. Und die d\u00fcrfen wir nicht vergessen, an sich sind wir, sind wir ohnehin schon, diese Vielfalt leben wir. Also ich meine, wenn man sich jetzt mal die Realit\u00e4t anschaut, wahrscheinlich ein Gro\u00dfteil der Europ\u00e4er, auch wir Deutschen, hat irgendwie M\u00f6bel aus Schweden, isst irgendwie, keine Ahnung, t\u00fcrkischen Oliven, griechischen Schafk\u00e4se oder umgekehrt, hat irgendwie, wei\u00df ich nicht, die Popmusik kommt aus Gro\u00dfbritannien, nehmen wir daher, irgendwie war ja den Wein aus Italien. Italien, also es ist ja alles sowieso, wir sind ja schon Europ\u00e4er, freuen uns, ja. Oh, und diesen Sommer ist doch die EM. Stimmt, da freuen wir uns, nein, nur am Fu\u00dfball der deutschen Nationalmannschaft, nein, also da freuen wir uns nat\u00fcrlich auch drauf und gehen zusammen irgendwie in die Stadien und haben da den Austausch, was jetzt wieder die Gemeinschaft auch betont, also Europameisterschaft, ein gutes Stichwort. Da kommen ja nicht nur irgendwelche Hardcore-Fans und Hooligans irgendwie in unser Land, sondern es sind ja auch ganz viele Familien, Freunde, Paare, die irgendwie kommen und gemeinsam mit denen sowas zu erleben, das f\u00f6rdert ja auch wieder diesen europ\u00e4ischen Gedanken. Also ich glaube schon, diese Vielfalt ist wirklich was Besonderes. Ja. Und der letzte Punkt, den ich ja vorhin angesprochen hatte, ist die Teilhabe. Und da schlie\u00dft sich der Kreis eigentlich auch, weshalb die Wahl am Sonntag auch so wichtig ist, denn man kann ja nur Teil von etwas sein, wenn man auch die M\u00f6glichkeit auf Austausch und Teilhabe hat und sich da eben auch einbringt. Ja, m\u00fcssen wir jetzt wieder sagen, wie kriegen wir das irgendwie hin? Also noch mehr B\u00fcrgerforen, glaube ich, ist wichtig, M\u00f6glichkeiten sich auch zu identifizieren, wie wir haben. Ich glaube auch generell, was ja immer t\u00fcchtig Hoffnung bei diesem Punkt gibt, ist halt wirklich auch die junge Generation. Also die sind halt einfach, das ist wirklich was Tolles, wie offen die sind, was die f\u00fcr Tr\u00e4ume haben, was f\u00fcr eine Neugiere, die sowieso viel, viel besser vernetzt sind als die Generationen davor, jetzt nicht nur durch die digitalen Medien, sondern insgesamt halt auch, die wollen gestalten, die haben Energie, die haben Mut zur Ver\u00e4nderung. Also das ist etwas, was glaube ich wirklich was ganz Tolles ist beim Austausch und bei der Teilhabe auch, dass wir da die junge Generation mehr in den Vordergrund r\u00fccken k\u00f6nnen. Uli, mit Blick auf die Uhr, fasst du das Ganze nochmal zusammen und gibst einen Zukunftsausblick? Nicht ganz einfach, aber wenn man es so ein bisschen sich anschaut, ich glaube Gorbatschow hat mal vom Haus Europa gesprochen und das war damals f\u00fcr die damalige Zeit, glaube ich, sch\u00f6n, dass das irgendwie die S\u00e4ulen hat und dieses Haus ist, glaube ich, jetzt sehr, sehr stabil gebaut worden und ist auch ein tolles Haus. Jetzt m\u00fcssen wir es aber ein bisschen mit Leben f\u00fcllen und jetzt k\u00f6nnten wir auch mal von der Familie Europa sprechen und eine Familie, die ist ja immer gepr\u00e4gt durch irgendwelche Werte, dass sie sich, was wir jetzt eben diskutiert haben, glaube ich, identifiziert mit etwas, was eine Gemeinschaft hat, diese Vielfalt, den Austausch hat, dass wir aber auch in der Familie, glaube ich, immer von allen Seiten profitieren k\u00f6nnen. Also einerseits so die Erfahrung der \u00c4lteren zusammen vielleicht mit dem Enthusiasmus, Tatendrang der J\u00fcngeren, dass das eine Familie, glaube ich, ja immer mit auszeichnet. Ich glaube, dass nat\u00fcrlich auch eine Familie immer bereit ist, sich Herausforderungen zu stellen und diese jetzt nicht irgendwie als schicksalhaft gegeben ansieht und nicht bereit ist, diese Herausforderungen der Zukunft auch mitzugestalten oder anzugehen und konstruktiv anzugehen und dass jedem Familienmitglied, wenn das eben jedem bewusst ist, dass man dann, glaube ich, auch wirklich hoffnungsvoll in die Zukunft schauen kann, eine Zukunftsvision haben kann, jetzt nicht irgendwie bei seinen starren nationalen Denkmustern Halt macht, sondern wirklich schaut, wie kann ich das in Zukunft nach vorne kriegen, denn das ist, glaube ich, auch eine gro\u00dfe Chance und jetzt am Sonntag haben wir die M\u00f6glichkeit, da ein St\u00fcck weit mitzubestimmen. Genau. Sehr sch\u00f6nes Schlusswort, Uli. Ich werde jetzt nochmal den Wahl-O-Mat anschmei\u00dfen. Oh ja, das ist nochmal wichtig, das stimmt. In diesem Sinne, viel Spa\u00df beim W\u00e4hlen und bis n\u00e4chste Woche. Bis dahin. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Oh ja. 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