{"id":5022,"date":"2024-06-27T07:09:21","date_gmt":"2024-06-27T05:09:21","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5022"},"modified":"2026-07-21T18:58:13","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:13","slug":"why-the-future-is-becoming-more-female-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/warum-die-zukunft-weiblicher-wird-2\/","title":{"rendered":"Why the future is becoming more female"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Women graduate from high school more often than men and usually get better grades at university. Nevertheless, they are less successful in the end - why?<\/p>\n<p>In this episode, you will not only find out lots of exciting facts and data on the current and future situation of women in our society, but also how German citizens think about gender roles and where this is currently heading.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5022","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 3 - Folge 17","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/42-warum-die-zukunft-weiblicher-wird\/embed?context=external&token=H4bKYZjyFWoRQl-vxsRHAg\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1510649-m-5d05169513c6e92c30fbe9324544b33b.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Heute sprechen wir dar\u00fcber, wieso die Zukunft weiblich ist. Viele, viele Fakten sprechen einfach daf\u00fcr. Nicht wahr, Uli? Das stimmt. Also wir k\u00f6nnten anfangen mit einer Grundvoraussetzung. Erstmal, wir haben mehr Frauen auf unserem Planeten als M\u00e4nner. Also daran merkt man es nat\u00fcrlich schon. Aber wir k\u00f6nnen auch mit sowas einsteigen wie Bildung beispielsweise. Also Bildung ist, wenn du dir jetzt Abiturjahrg\u00e4nge anschaust, mittlerweile 54 Prozent aller Personen, die Abitur machen, sind Frauen. Wenn nicht, das irgendwie nicht nur bei mir an der Hochschule, sondern generell an den Universit\u00e4ten. Wir haben mehr Frauen. Und ich wei\u00df nicht, wie es bei dir damals war. War es da schon so mehr Frauen als M\u00e4nner? Ja, also in meinem Jahrgang waren, ich glaube, es waren ein paar mehr Frauen, die Abi gemacht haben. Aber auf jeden Fall waren es immer die Jahrgangsbesten, waren immer Frauen. Ach, guck mal. War auch. Ja, aber auch das passt rein. Also wenn du dir anguckst vom ersten Schulabschluss, also der ESA bis hin zur Promotion, schlie\u00dfen Frauen in der Tat besser ab. Also auch da sehen wir das. Und das ist eine Entwicklung jetzt gerade im Abitur nicht wirklich. Also da ist ja schon seit Mitte der 70er Jahre, dass es in etwa gleich viele Frauen wie M\u00e4nner gab. Aber an den Unis merkst du auch echt so nochmal die Bildungsrevolution von Frauen. Also zu Zeiten der Wiedervereinigung waren es nur nicht mal zwei von f\u00fcnf waren Frauen. Mittlerweile ist es eben mehr als die H\u00e4lfte. Und das merkst du nat\u00fcrlich schon, dass diese Ressource Bildung, die entscheidend f\u00fcr die Zukunft ist, ganz klar weiblich besetzt ist. Also daran scheint es ja schon mal nicht zu hapern. Nee, jetzt k\u00f6nnte man sich nat\u00fcrlich so ein bisschen anschauen, naja, was ist mit den MINT-F\u00e4chern, was oftmals genannt wird. Nur jede Dritte, die MINT studiert, also Medizin, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Also diese F\u00e4cher, um die es ja oftmals geht. Oder Ingenieurswissenschaften ist es, glaube ich. Oder Informatik. Ich wei\u00df es gar nicht bei. Ja, Ingenieurswissenschaften. Aber man darf nicht vergessen, ich finde es ganz spannend, zum Beispiel in Architektur z\u00e4hlt auch zu den MINT-F\u00e4chern. Ja, okay. Genau wie Stahlbauern. Aber eigentlich alles, was irgendwie technisch ist, sagen wir es mal so. Naturwissenschaftlich. Und das ist es mittlerweile, jeder Dritte, der auch da, also jeder Dritte, der studiert, ist eine Frau. Und das ist oft eine deutliche Steigerung. Jetzt kann man sagen, naja, es ist noch nicht die H\u00e4lfte. Aber wenn ich mir das im Zeitvergleich wieder anschaue, eben deutlich mehr, die jetzt diese Studieng\u00e4nge auch w\u00e4hlen. Und so, dass man einfach sagen kann, f\u00fcr diese Grundherausforderung, die wir f\u00fcr die Zukunft haben, also die Bildung nach vorne zu bringen, sind Frauen einfach besser aufgestellt als M\u00e4nner. Ja. Was passiert dann? Also nach dem Studium, da sind sie irgendwie noch gro\u00df vertreten, geht es in die Wirtschaft, ins Berufsleben. Da f\u00e4ngt es so ein bisschen an zu schw\u00e4cheln mit der Verteilung, oder? Ja, wei\u00df ich auch nicht. Also du hast nat\u00fcrlich recht. Also wenn wir jetzt bestimmte Sachen uns rausnehmen, Frauenerwerbsquote liegt unter der von M\u00e4nnern, aber auch nur noch leicht. Wir haben ja in Deutschland eine der h\u00f6chsten Erwerbsquoten in der ganzen EU. Also wir liegen so bei 75 Prozent. Das ist wirklich gut. Und haben wir eine Steigerung in den letzten zehn Jahren. Problematisch wird es dann, wenn es um F\u00fchrungspositionen geht. Da sind wir gerade auch, wie in Deutschland, muss man ehrlicherweise sagen, noch nicht wirklich international vergleichbar gut aufgestellt. Wir liegen bei 28 Prozent aller F\u00fchrungspositionen sind von Frauen besetzt. Im EU-Durchschnitt sind es 35 Prozent. Da ist nat\u00fcrlich schon ein Gap da. W\u00fcrde ich es jetzt positiv ausdr\u00fccken wollen, k\u00f6nnte ich auch sagen, naja, 1990 waren es nur 5 Prozent. Also es geht in die richtige Richtung. Total. Wir sind halt da. Darum sagen wir auch in der heutigen Folge, die Zukunft ist weiblich. Die Gegenwart ist halt noch so ein bisschen hin und her gerissen. Ja, genau. Wie sieht denn das aus, wenn wir uns mal den Anteil von M\u00fcttern und V\u00e4tern anschauen an Erwerbst\u00e4tigkeit? Ja, das ist nat\u00fcrlich wirklich auff\u00e4llig, dass viele Frauen dann eben doch eher die Teilzeitvariante w\u00e4hlen, beziehungsweise dann eben zu Hause bleiben. Also es ist schon so ein bisschen vielleicht auch, warum hat sich vieles positiv entwickelt, aber warum sind wir noch nicht am Ziel? Das ist halt eben, Frauen stecken leider nach wie vor h\u00e4ufiger zur\u00fcck. Oder was hei\u00dft leider? Sie stecken eben eher zur\u00fcck als M\u00e4nner. Ja. Ja. Also da ist auch die Sozialisation einfach noch, die da einen ganz gro\u00dfen Anteil dran hat, dass Frauen nicht so, also wir haben ja verschiedene Studien dazu gelesen und die haben halt immer wieder gesagt, ob man jetzt der Meinung ist oder nicht, aber dass halt diese Ellbogen-Mentalit\u00e4t den Frauen fehlt und dass das aber h\u00e4ufig entscheidend ist, um in eine F\u00fchrungsposition zu kommen, aktuell noch. Das stimmt. Also Frauen, laut Studien sind halt eben eher dieses Konkurrenz-Ding, wollen sie nicht unbedingt. Das ist jetzt halt nicht irgendwie eher auf Harmonie aus, aber wollen nat\u00fcrlich einfach zumindest dann jetzt nicht andere zur Seite schubsen. Und das f\u00e4llt M\u00e4nnern scheinbar noch leichter. Das ist jetzt, ob es positiv ist oder negativ, das will ich gar nicht an der Stelle beurteilen. Aber das ist sicherlich nach wie vor ein Unterschied, warum jetzt auch, wenn du dir anguckst, Frauen in Parlamenten ist nat\u00fcrlich nach wie vor unterrepr\u00e4sentiert. Also jeder dritte Parlamentarier am Deutschen Bundestag ist eine Frau. Auch da k\u00f6nnte man jetzt sagen, ist noch Luft nach oben. Andererseits wieder der Zeitvergleich. Gehen wir eine Generation zur\u00fcck, waren es nicht mal zehn Prozent. Ja. Und in den DAX-Vorst\u00e4nden hat sich die Zahl aber ja auch verdoppelt seit 2020, um mal wieder etwas Positives zu nennen. Genau. Also das merken wir auch da. Jetzt sind wir auf dem richtigen Weg. Jetzt kann man wieder sagen, okay, es ist dann eher die HR, die Position, die an eine Frau vergeben wird und nicht irgendwie CEO oder CFO. Aber nichtsdestotrotz, auch das geht eben ganz klar in die richtige Richtung. Also viele Unternehmen haben es einfach verstanden, dass es auch Sinn macht, mehr Frauen in F\u00fchrungspositionen zu bringen. Nur in den Medien sind wir nicht so stark vertreten. Ich habe gelesen, 50 Prozent aller Journalisten sind weiblich. Also das ist genau 50-50 vertreten. Aber nur einer von vier Berichten ist \u00fcber eine Frau. Also die Medienwelt, das, was \u00fcber jemanden berichtet wird, ist dann doch eigentlich immer eher \u00fcber M\u00e4nner und das, was sie so erreicht haben. Und ich finde, das zeigt ja auch, dass es nicht immer nur dieser Old Boys Club ist. M\u00e4nner f\u00f6rdern M\u00e4nner und vertreten sich. Das ist nat\u00fcrlich auch ein Punkt. Aber das zeigt auch, dass Frauen sich viel zu selten gegenseitig unterst\u00fctzen. Ja, also zwei Gedanken dazu. Das glaube ich stimme ich dir zu. Also M\u00e4nner f\u00f6rdern M\u00e4nner. Frauen sind halt doch fairer. Also dann, wenn die irgendwie f\u00f6rdern sollen, gucken die eher auf die Leistung als aufs Geschlecht. Und M\u00e4nner sind da doch ein bisschen Bios-m\u00e4\u00dfig anders drauf. Was ich aber ganz interessant finde, wenn du jetzt schon die Medien ansprichst und diese Berichterstattung. Nat\u00fcrlich sind auch nach wie vor viele Klischees da. Ich wei\u00df nicht, wie das ist, wenn du mit deinen Kindern irgendwie von Kinderb\u00fcchern \u00fcber Kindersendungen ist ja schon ganz sch\u00f6n stereotypisch noch, oder? Absolut, ja, das stimmt. Also da muss man wirklich aufpassen. Teilweise ver\u00e4ndere ich auch einfach die Inhalte von den B\u00fcchern, wenn ich die vorlese. Das ist halt immer dann die Mutter, die zu Hause bleibt und der Papa, der arbeiten geht. Das sind nat\u00fcrlich auch einfach Bilder, die sich bei den Kindern dann schon so festsetzen. Das stimmt, wobei ich wei\u00df nicht, wenn ich mich noch so immer daran erinnere, fand ich es schon enorm, wenn der Vater da mal zu Hause bleibt, dann ist sozusagen das Chaos vorprogrammiert. In den B\u00fcchern dann und in den Filmen. Ganz klar. Ja, richtig, genau. Oder ganz besonders viel Spa\u00df mit dem Vater, weil dann diese ganz besonderen Abenteuer erlebt. Ja, also da muss man zu sehen, dass man das noch so ein bisschen handelt. Obwohl, ich glaube, das ist nat\u00fcrlich nicht fl\u00e4chendeckend, aber ich wei\u00df auf jeden Fall von Verlagen, wo die ja ganz genau drauf achten. Also sowohl auch von kultureller Vermischung, also dass es nicht immer nur Jan und Julia sind in den B\u00fcchern. Und eben auch die Rollenverteilung oder auch Familien, dass es halt nicht nur Mutter und Vater Kind ist, sondern vielleicht auch mal zwei V\u00e4ter sind. Und so weiter. Okay, also das w\u00e4re f\u00fcr die Zukunft. Aber ich glaube, es ist aktuell noch eine Nische. Wahrscheinlich hast du recht. Also nach wie vor M\u00e4nner handeln, Frauen kommen vor in Filmen und B\u00fcchern. Nein, das h\u00f6rt sich hart an, aber ist, glaube ich, noch ein St\u00fcck weit zur\u00fcck. Ja, leider. Aber hat sich nat\u00fcrlich auch schon ein St\u00fcck weit ver\u00e4ndert und geht in die richtige Richtung. Was mir aber noch dazu einf\u00e4llt, und das sind wir eben so ein bisschen dr\u00fcber weggegangen, ist die Bezahlung. Der Pay Gap. Genau. Was hast du daraus gefunden? Also es geht auch in die richtige Richtung. Das ist vorweg. Also in den letzten zehn Jahren hat es sich verbessert. Und wenn man einem dem bereinigten Gender Pay Gap gibt, also wirklich die gleiche Position, gleiche Qualifikation, es ist einfach nur der Unterschied Mann-Frau, dann verdienen M\u00e4nner sechs Prozent mehr.\n\nAber... Woran liegt das? Hast du eine Idee? Ich war gerade gesagt, ich glaube, das liegt eben auch daran, dass Frauen diese Bissigkeit, wie du vorhin gesagt hast, diese Ellenbogenmentalit\u00e4t nicht ganz so haben. Und dass es auch noch nicht offen ist, dass man, oder ich glaube, es wurde jetzt eingef\u00fchrt, dass man die Geh\u00e4lter seiner Kollegen irgendwie wohl einsehen kann. Aber es an sich ja immer sehr, sehr lange unter Schluss und Riegel war. Also da hat ja keiner Zugriff drauf gehabt. Das passt ganz gut, das ist auch eine Zahl, die ich herausgefunden habe, ist, wenn wir uns Startups angucken und Firmengr\u00fcndungen, war ich, die Zahl fand ich super. 30 Prozent aller Startups sind von Frauen sozusagen werden gegr\u00fcndet. Aber die Frage war auch da, warum nicht noch mehr? Und das passt so ein bisschen dazu rein. Also was wir vorhin hatten, so diese Netzwerke fehlen. Es fehlt irgendwie auch so ein bisschen der Wunsch zur Selbstst\u00e4ndigkeit sicherlich. Aber was auch ganz interessant ist, der Zugang zu Kapital. Also in der Bank jetzt irgendwie den Kredit zu kriegen f\u00fcr die Firmengr\u00fcndung ist schwerer. Also die Banken geben eher M\u00e4nnern Kredite als Frauen. Genau. Und auch alle Investoren und Venture Capitals und alles immer eher m\u00e4nnlichen Startups oder m\u00e4nnlich gef\u00fchrten Startups als Frauen, was halt einfach Vorurteile wieder sind. Also das ist schon Vorurteile spielen, glaube ich. Das ist krass. Da f\u00e4llt mir aber auch noch ein krasses Beispiel zu ein. Es gibt ja nicht nur den Gender Pay Gap, sondern auch den Gender Data Gap. Und das finde ich ist wirklich enorm. Weil bis in die 90er hinein war es so, dass zum Beispiel Medizin nur an M\u00e4nnern getestet wurde. Und erst dann hat man irgendwie herausgefunden, das ist ja eigentlich noch gar nicht so lange her, dass ja der weibliche K\u00f6rper irgendwie anders funktioniert als der m\u00e4nnliche und Medizin einfach, also Tabletten und Co. anders wirken. Und dass das teilweise wirklich fatale Folgen hatte f\u00fcr Frauen oder auch wenn es um den Herzinfarkt geht, ist ab den 80ern die Zahl der Herzinfarkte f\u00fcr M\u00e4nner hat sich dann immer weiter zur\u00fcckentwickelt, aber bei Frauen nicht, weil halt einfach die Symptome ganz andere sind. Und das wurde gar nicht so, das hat man dann erst mit den Datenlagen, die wurden einfach immer nur anhand von m\u00e4nnlichen Probanden getestet oder erhoben und so weiter und dokumentiert. Und das gleiche ist nicht nur in der Medizin, sondern auch in der Sicherheit. Also diese Dummies f\u00fcr Autotests, Crash-Tests, sind halt an dem Durchschnittsmann festgemacht. Und das f\u00fchrt dazu, dass 73, die Wahrscheinlichkeit, dass eine Frau bei einem Frontalaufprall stirbt, ist 73 Prozent h\u00f6her, weil ihr K\u00f6rper einfach anders gebaut ist, die Proportionen sind anders. Nee, am Steuer dran wahrscheinlich. Richtig, genau. Und dass der Airbag ausl\u00f6st, praktisch f\u00fcr einen Mann. Ja. Wahnsinn, ja. Ja, also auch da sehen wir, ist nat\u00fcrlich noch einiges f\u00fcr die Zukunft zu tun, dass sich auch diese Quote \u00e4ndert. Kommen wir langsam zur Zukunft, oder? Zeit rennt schon wieder hin, wir haben noch gar nicht \u00fcber unseren Chart der Woche gesprochen. Stimmt, das haben wir jetzt am Eingang ganz vergessen, aber es sind einfach so viele Fakten, die daf\u00fcr sprechen, dass die Zukunft weiblich wird. Und auch unser Chart der Woche tats\u00e4chlich. Wir haben da viel dr\u00fcber gelacht, weil wir haben so eine interne Headline gefunden und die hei\u00dft M\u00e4nner an den Herd. Wieder. Oder M\u00e4nner \u00f6fter an den Herd. Genau. Denn wir haben die Deutschen gefragt, ob sie folgendem Statement zustimmen w\u00fcrden. Und das hei\u00dft, M\u00e4nner sollten mehr famili\u00e4re Verantwortung \u00fcbernehmen und ihren Beruf mit ihrer Familie besser vereinbaren. Und da haben 71 Prozent der Deutschen zugestimmt. Und interessanterweise gar nicht so ein gro\u00dfer Unterschied zwischen den Geschlechtern. Also da h\u00e4tte ich jetzt mehr erwartet. 67 Prozent der M\u00e4nner haben zugestimmt, so 74 Prozent der Frauen. Also das ist noch ganz gut vergleichbar, aber schon eben sehr deutlich. Also \u00fcber 70 Prozent, wo wir jetzt immer in der Forschung sagen, das ist dann schon ein deutliches Ergebnis f\u00fcr die Zukunft. Auch was ich vorher sagen l\u00e4sst. Was mich ehrlicherweise \u00fcberrascht hat, war das Alter. Also wenn du jetzt vorher mich gefragt h\u00e4ttest, stimmt dieser Aussage eher die j\u00fcngere Generation zu oder eher die \u00e4ltere Generation, h\u00e4tte ich gesagt die j\u00fcngere Generation. Auf jeden Fall. Weil die \u00c4ltere hat es ja nicht so gemacht. Da gab es ja klare Rollenverteilung. Aber das Ergebnis war umgekehrt. Also 60 Prozent der unter 30-J\u00e4hrigen hat zugestimmt. Und wenn du dir anguckst, bei den \u00fcber 60-J\u00e4hrigen waren es dann schon 80 Prozent. Also deutlich, deutlich mehr. Vielleicht aber auch die Frauen \u00fcberdurchschnittlich h\u00e4ufig, weil sie es nicht hatten. Genau. Ja, dass man jetzt sagt, okay, es gab es bei uns nicht. Ich hatte ja gar nicht die Wahl. Ich musste zu Hause bleiben. Der Mann ist arbeiten gegangen. Ich w\u00fcnsche mir das f\u00fcr meine Enkelkinder vielleicht anders. Ja, das stimmt. Aber Uli, lass uns doch nochmal den Blick in die Zukunft werfen. Und wie wird sich das denn jetzt zuk\u00fcnftig entwickeln? Also die Zukunft ist in der Tat weiblich, muss man sagen. Also wir haben jetzt \u00fcber viele Voraussetzungen gesprochen. Aber vieles spricht halt auch wirklich daf\u00fcr. Und vielleicht noch ein letzter Fakt. Es gibt nat\u00fcrlich auch nicht nur unsere Studien, sondern auch Studien der UN, von McKinsey, die das auch nochmal jetzt wirtschaftlich sich angeschaut haben. Also h\u00e4tten wir mehr Gleichberechtigung alleine in der Wirtschaft. Das Bruttoinlandsprodukt der Welt w\u00fcrde sich um 12 Billionen steigern lassen. Und h\u00f6here Verkaufszahlen, weil einfach Frauen nat\u00fcrlich da wirklich vieles einfach auch besser k\u00f6nnen oder mindestens genauso gut k\u00f6nnen wie M\u00e4nner, formuliere ich es so rum. Jetzt m\u00fcssen wir nur ein bisschen zusehen, dass wir noch weiter daran arbeiten, dass wir als Gesellschaft ein bisschen umdenken. Aber nat\u00fcrlich auch in den Unternehmen. Ja, bei Budo das und den Unternehmen, da f\u00e4llt mir noch ein weiterer Aspekt ein. Und zwar ist es ja so, dass immer wieder gesagt wird, Frauen arbeiten so h\u00e4ufig in Teilzeit. Und das ist halt ein Problem, weshalb sie nicht in einer F\u00fchrungsposition sind. Ja. Und da finde ich es eben, nur durch Vollzeit oder Teilzeit wird das Problem, glaube ich, nicht gel\u00f6st. Sondern das m\u00fcsste man auch gesellschaftlich um\u00e4ndern. Gerade auch mit unserem Chart der Woche, wo ja gesagt wird, M\u00e4nner sollen mehr famili\u00e4re Verantwortung \u00fcbernehmen. W\u00e4re ja eigentlich das Ziel, dass man auch mehr M\u00e4nner in Teilzeit bekommt. Das stimmt. Oder, Verweis auf unseren Podcast zur Viertagewoche, wir arbeiten einfach generell weniger. Weil wer sagt denn, dass jetzt 40 Stunden Vollzeit ist oder 30? Wenn wir weniger arbeiten, dann sind vielleicht die 25, 30 Stunden Vollzeit. Es muss sich da einfach irgendwie von der Aufteilung her was \u00e4ndern. Das stimmt. Also das ist nat\u00fcrlich jetzt, hast du v\u00f6llig recht, ist das ein Aspekt, den wir gar nicht drin hatten. Also \u00fcber den Faktor Zeit. Zeit ist nat\u00fcrlich begrenzt. Und wir haben jetzt \u00fcber vieles nicht gesprochen. Care-Arbeit eher bei Frauen. Sowas macht ja auch alles total Sinn. Also in der Tat, den Podcast, den wir zur Viertagewoche gemacht haben, der schlie\u00dft an sich direkt an, die unsere heutige Diskussion an. Und dann auch noch, warum die Deutschen keine Kinder bekommen. Ich finde, das ist ja auch immer noch ein weiterer wichtiger Aspekt. Also insofern, wenn ihr noch tiefer einsteigen wollt, war das ein Hinweis zu zwei weiteren Podcast-Folgen, die wir aufgenommen haben. Ansonsten h\u00f6ren wir uns n\u00e4chste Woche, oder? Genau. Ich freue mich auch. Ich w\u00fcnsche euch eine sch\u00f6ne Woche. Bis dann. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de. Und dann geht's. 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