{"id":5064,"date":"2024-08-08T06:30:13","date_gmt":"2024-08-08T04:30:13","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5064"},"modified":"2026-07-21T18:58:12","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:12","slug":"why-every-second-person-opts-for-online-dating-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/wieso-sich-jeder-zweite-fuers-online-dating-entscheidet-2\/","title":{"rendered":"Why every second person opts for online dating"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>12 million active users - online dating is booming. Statistically speaking, relationships last longer when they start online. And in Tokyo, they are even hoping to boost the birth rate with their own dating app.<\/p>\n<p>In this episode, you'll not only find out some fun facts about online dating, but also the challenges involved and how dating will take place in the future. <\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5064","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 3 - Folge 23","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/48-wieso-sich-jeder-zweite-furs-online-dating-entscheidet\/embed?context=external&token=XD7KaJEj4KleNOXYydhB2A\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1534024-m-1cf14405f4e3f19aa34f0cfab101798a.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Heute sprechen wir dar\u00fcber, wie man denn aktuell im Jahr 2024 seinen Partner findet. Wir haben die Deutschen gefragt, ob sie finden, dass Online-Dating eine gute M\u00f6glichkeit ist, Menschen kennenzulernen und einen Partner zu finden. Und immerhin 46 Prozent stimmen dem Ganzen zu. Uli, wie hast du denn deine Frau kennengelernt? Ganz klassisch noch beim Skifahren, ehrlicherweise. Mein bester Freund war mit seiner Ausbildung fertig und die haben zusammen Ausbildung gemacht, meine Frau und er. Und dann sind die Skifahren gegangen und ich durfte damit bei sein. Ich war damals Single und da habe ich dann die Liebe meines Lebens kennengelernt. Das ist doch schon ganz sch\u00f6n lange her, ne? Ja, sehr lange her. Da gab es wahrscheinlich noch gar kein Online-Dating. 30 Jahre her, stimmt. Bei dir gab es da schon Online-Dating. Es gab schon, ja. Online-Dating gab es, war auch relativ neu. Also ich wei\u00df, dass viele zu dem Zeitpunkt genutzt haben. Aber es war auch ganz klassisch offline. Also einfach so aus dem Nichts angesprochen worden. Guck mal an. Ja. Also es kann sich auch lohnen, mutig zu sein. Und es ist ja auch nach wie vor, das d\u00fcrfen wir nicht vergessen, 50 Prozent aller Beziehungen immerhin entstehen noch offline. Also nat\u00fcrlich die H\u00e4lfte mittlerweile schon online. Das darf man nicht vergessen. Also enorme Zahl im Vergleich zu der Zeit, wo du deinen Mann kennengelernt hast oder ich meine Frau. Aber es gibt zumindest noch die Hoffnung da drau\u00dfen, dass du es auch offline hinkriegst. Genau. Aber ich glaube auf Platz zwei ist dann aber auch der Freundeskreis und Arbeitsplatz. Also so die klassischen Orte, die es fr\u00fcher gab, die sind es ja nach wie vor. Was immer weniger wird, ist das Ausgehen. Also jetzt in irgendwelchen Bars oder Clubs oder Discos oder wie auch immer man das, weil es halt auch weniger Party gibt und weniger solche Veranstaltungen, ist es dann eher, ja ich habe da irgendwie eine Freundin und die sucht gerade und ich werde mir einen Freund. Also das ist dann eher \u00fcber den Freundeskreis passiert. Und man muss auch wirklich, wirklich mutig sein. Also ich glaube, da kommen wir ja nachher auch noch zu. Aber die Gr\u00fcnde, die dagegen sprechen, jemanden im echten Leben kennenzulernen, es liegt ja ein bisschen daran, dass wir online so ganz schnell eine Best\u00e4tigung bekommen und ja nicht mehr so wirklich gelernt haben, auch mit Niederlagen und K\u00f6rben und so umzugehen im echten Leben. Genau. Also die Frau, die man dann anspricht, jemanden und die dann irgendwie sagt, nee, ich habe jetzt keine Lust mit dir einen Kaffee zu trinken oder ich habe jetzt keine Lust irgendwie. Das ist nat\u00fcrlich schon f\u00fcr das Leben wichtig. Aber das kommen wir nachher zu. Also lass uns doch erst ein paar Fakten durchgehen, um auch nochmal zu sagen, dass es wirklich eine gro\u00dfe Branche mittlerweile ist. Also wenn man sich das weltweit anschaut, ist irgendwie Umsatz \u00fcber acht Milliarden. Man sagt, es gibt \u00fcber 320 Millionen Menschen, die derzeit in Onlineportalen halt den Partner suchen. In Deutschland von den 17 Millionen Singles, die wir haben, wirklich ein Gro\u00dfteil, die online sind, zw\u00f6lfeinhalb Millionen. Es gibt eine totale Ausdifferenzierung des Marktes. Ich wei\u00df nicht, die Unterschiede Single-B\u00f6rsen, Casual-Dating, Partnervermittlung. Ich tue mich immer schwer damit. Kannst du das erkl\u00e4ren? Ja, weil das, was ich auch gar nicht wusste, ist, dass tats\u00e4chlich in diesen ganzen Online-Dating-Plattformen nicht nur Partner gesucht werden. Also es melden sich dort auch viele Leute an, um einfach einen Freund zu finden, einen Interessenpartner, also mit jemandem Tennis spielen zu gehen, spazieren gehen zu gehen, Kulturausstellung sich anschauen. Und das differenziert sich dann eben von wirklich, ich suche nur einen Partner \u00fcber, ich will nur ein Date, bis hin zu wirklich eine feste Partnerschaft oder Ehe irgendwie anstreben. Die Liebe. Genau, die Liebe f\u00fcrs Leben. Und da gibt es halt dementsprechend verschiedene Anbieter. Okay, ja. Und dieses Casual-Dating nenne ich es jetzt mal, also Tinder und Co., das ist glaube ich nur jede vierte Geschichte. Und dann gibt es nat\u00fcrlich noch 15 Prozent, irgendwie so Parship und Co., wo dann eher der Algorithmus dahinter steckt. Genau, wobei KI, also echt K\u00fcnstliche Intelligenz, \u00fcberall schon mit vertreten ist. Das fand ich auch ganz spannend. Also es ist nicht nur so das zuf\u00e4llige Swipen, sondern tats\u00e4chlich, jetzt m\u00fcssen wir desillusionieren. Die Person, die einem vorgeschlagen wird, wenn man jetzt so nach rechts und links wischt, ob man jemanden gut oder nicht gut findet, entspricht dem Attraktivit\u00e4tsgrad, was die KI ausgerechnet hat, den man selber hat. Also die KI sagt zum Beispiel, ich bin eine 6 von 10 und dementsprechend werden mir auch nur M\u00e4nner oder Frauen, was auch immer ich suche, vorgeschlagen, die auch ungef\u00e4hr eine 6 von 10 sind. Ja. Obwohl statistisch gesehen man immer jemanden sucht, der irgendwie 25 Prozentpunkte \u00fcber einen gibt. Der eigentlich eine 8 w\u00e4re. Man sucht seinen Partner irgendwie immer nach oben. Ja, dass dieser ILO-Score \u00e4hnlich wie beim Schachkennen, glaube ich, also dass das genau ausgerechnet wird. Was nat\u00fcrlich enorm ist, wenn man sich \u00fcberlegt, dass es jetzt nicht at randomm\u00e4\u00dfig mir irgendwas vorgeschlagen wird, sondern schon vorher die KI praktisch rausfiltert, wie oft werde ich geswiped oder geliked oder was auch immer und entsprechend kriege ich dann eben das \u00c4quivalent von denjenigen, die ich suche. Ja, nach ganz kurz, weil du eben gesagt hast, die KI steckt \u00fcber dahinter, ja aber nicht bei jetzt diesen klassischen Single-B\u00f6rsen, das Beispiel, was du eben gebracht hast beim Tennisspielen. Da ist sozusagen wahrscheinlich einfach, okay, ich suche jemanden zum Tennisspielen, jemand meldet sich, der auch Lust hat zum Tennisspielen, richtig? Ja, wenn es jetzt nur bei so einer Art Pinnwand ist, das stimmt. Weil da gibt es ja mittlerweile, das wusste ich auch alles nicht, es gibt ja die gr\u00f6\u00dften Ausdifferenzierungen, was man irgendwie suchen kann. Also beim Dating, du kannst jetzt auch nur Schwaben suchen oder nur G\u00e4rtner suchen, nur Veganer suchen, nur also wirklich Farmer, wenn man eine Vorliebe f\u00fcr einen bestimmten Dialekt hat. Total. Aber wo du jetzt eben dieses erw\u00e4hnt hast, man kriegt dieselben Sachen vorgeschlagen, das ist auch eine Grundproblematik des Online-Datings. Denn die Forschung ist da relativ eindeutig, dass 90 Prozent der Nutzer sich f\u00fcr 10 Prozent des Partners oder der Partnerin interessieren. Also jetzt hart gesprochen. Es suchen halt alle die 10. Es suchen alle die 10, die 10 Prozent. Nat\u00fcrlich hat dann, wer auf einer Attraktivit\u00e4tsskala auf 10 liegt, die kriegen dann halt 90 Prozent der Anfragen. Dann gibt es noch 10 Prozent Anfragen f\u00fcr die 9, 8, 7 und 6. Und alles, was 5 und weniger von der Attraktivit\u00e4t hat, kriegt praktisch kaum eine Anfrage. Was zu einer totalen Spaltung im Online-Bereich f\u00fchrt. Was auch wirklich eine gro\u00dfe Herausforderung ist. Weil, das darf man nicht vergessen, online ist nat\u00fcrlich viel \u00fcber das erste Bild. Im Schnitt drei Sekunden wird so ein Bild angeschaut. Und wenn du dann halt gleich zur Seite gewischt wirst, weil dein Bild eben nicht als zumindest 6 bis 9 eingestuft wird, bist du an sich raus. Und das ist nat\u00fcrlich schon auch schwierig. Aber es ist nat\u00fcrlich auch im echten Leben ja so. Also, ob man jemanden sympathisch findet, attraktiv findet, das entscheidet sich ja auch in den ersten Sekunden, wo ich jemanden kennenlerne. Ja, kommt drauf an. Also, einerseits h\u00e4ngt es nat\u00fcrlich darauf an, wie humorvoll ist der, wie gut kann der irgendwie reden, wie gut kann der vielleicht auch flirten. Aber das ist dann ja der zweite Blick. Also, aber der erste Eindruck ist ja, wenn jemand in den Raum kommt, und das wird ja auch direkt abgescannt. Und da sagen ja auch Studien, dass das wirklich innerhalb von Sekunden ist. Aber nat\u00fcrlich hast du recht, im wahren Leben gibt es den zweiten Blick. Es gibt die Chance, jemanden auch durch seine Intelligenz oder Humor zu \u00fcberzeugen. Das stimmt. Und du hast nat\u00fcrlich einen riesen Vorteil bei offline, dass immer der Platz schon entscheidend ist, wo du ihn kennenlernst. Also, jetzt b\u00f6se gesprochen, wenn du jemanden kennenlernen m\u00f6chtest, der besonders im Kulturbereich zu Hause ist, weil das dein Steckenpferd ist, und du lernst jetzt jemanden nach der Theaterauff\u00fchrung irgendwie kennen. Passt es nat\u00fcrlich viel eher. Den w\u00fcrdest du nie kennenlernen, weil der von der Attraktivit\u00e4tsskala von vornherein rausf\u00e4llt und in diesen drei Sekunden eben nicht gelandet ist vorne. Ja. Also, das ist schon. Und da habe ich auch schon geh\u00f6rt, dass es da auch Einrichtungen gibt, die sich das zunutze machen, dieses ganze Dating. Also, f\u00fcr einen Supermarkt. Der hat dann spezielle Einkaufsk\u00f6rper in einer besonderen Farbe. Und dann wei\u00df man halt, dass das alles, also jeder, der diesen Einkaufskorb nimmt, ist Single und ist bereit daf\u00fcr, angesprochen zu werden. Ja. Und \u00e4hnliches k\u00f6nnte ich mir halt auch zuk\u00fcnftig dann vorstellen beim Museum oder so, dass man einen bestimmten Guide nimmt und dann wei\u00df man direkt, okay, das ist jetzt ein Zeichen daf\u00fcr, ich bin Single und habe Interesse an Dating. Wie fr\u00fcher die Bauernh\u00e4user, je nachdem, zumindest bei uns im Norden, wenn dieses Kreuz auf dem Bauerndach, dass die Pferde nach au\u00dfen waren, war das vergeben. Wenn das nach innen ist, war es noch offen und die \u00e4lteste Tochter, \u00e4lteste Sohn hat noch was gesucht. Ach, echt? Ja. Das wusste ich nicht. Witziger Funfact. Total. Funfacts \u00fcbrigens auch, ich wei\u00df, ich habe mich mal mit der Geschichte des Datings besch\u00e4ftigt und festgestellt, das ist nat\u00fcrlich gar nichts Neues. Also 1965 erstmals in New York gab es das, dass du einen Fragebogen praktisch ausf\u00fcllen musstest, 130 Fragen beantwortest. Also deutlich mehr, als was du heute wahrscheinlich machst. Und dann hat man ja auch schon die Ernsthaftigkeit dahinter gesehen. Total, dann war es wirklich ernst. Und dann hast du Postkarten nach Hause geschickt bekommen mit m\u00f6glichen Matches. Also das ist nat\u00fcrlich noch dann jetzt nicht irgendwie online oder was gewesen oder pers\u00f6nlich. Du hast 20 Postkarten bekommen und dann auch kein Bild als erstes dabei, sondern nur XY wird zu dir passen. Hast du jetzt Interesse, vielleicht mal auf ein Date zu gehen? Also war noch sehr, ja. Analog halt, ne? 1965. Das stimmt. Was ich aber auch interessant finde und das ist mal, wenn wir jetzt, bevor wir \u00fcber die Herausforderungen reden, vielleicht noch ein gro\u00dfer Vorteil. Das denkt man oftmals nicht. Und die meisten, die nat\u00fcrlich online unterwegs sind, suchen ja auch eine l\u00e4ngere Beziehung. Das ist jetzt also nicht nur der Flirt, der gesucht wird oder die Aff\u00e4re. Und die Chancen, dass man dann die Beziehung h\u00e4lt, ist gr\u00f6\u00dfer, als wenn du sie offline beginnst. Was ich ja ungew\u00f6hnlich fand im ersten Moment. Aber es ist sozusagen durch diese ganze Vorauswahl. Du hast schon deine Werte abgekl\u00e4rt. Das, was dir im Leben wichtig ist. Was, ich wei\u00df nicht, vielleicht auch du Familie gr\u00fcnden willst oder ich wei\u00df nicht, je nachdem, wie weit es geht. Und dadurch ist statistisch, dass online geschlossene Beziehungen l\u00e4nger halten als offline geschlossene Beziehungen. Fand ich auch interessant. Ja, macht vielleicht Sinn, ja. Total. Aber lass uns vielleicht auch noch \u00fcber die Herausforderungen reden. Also jetzt haben wir eben schon gesagt, was ich als Herausforderung sehe, dieses 90-10, dass das nat\u00fcrlich zu einer Spaltung auch dann online f\u00fchrt. Eine andere Herausforderung ist, das sagt man oftmals, ist dieses Low Investment. Also dass nat\u00fcrlich nicht mehr so viel investiert wird in die Partnersuche. Und du hast es am Anfang angesprochen, auch um Entt\u00e4uschung zu vermeiden, um Ablehnung zu vermeiden. Es ist nat\u00fcrlich wahnsinnig oberfl\u00e4chlich, wie man erstmal losgeht. Und du kannst es \u00fcberall jederzeit machen. Also man setzt sich nat\u00fcrlich kaum, damit rede ich auseinander. Genau. Man hat ein Low Investment, aber eine sehr hohe Erfolgsquote. Also ich bekomme sofort irgendwie eine positive Best\u00e4tigung. Irgendjemand wird einem schon ein Like geben. Und das geht nat\u00fcrlich deutlich schneller, weil man ja auch eine deutlich h\u00f6here Umschlagsquote hat, als im echten Leben. Also so viele Menschen anzusprechen, das ist halt online etwas anderes. Und das macht halt eben ja was mit einem, weil man nat\u00fcrlich gerne Best\u00e4tigung haben m\u00f6chte. Und da gibt es auch viele Studien, dann besonders nat\u00fcrlich auf Jugendliche gem\u00fcnzt, wo das Ganze ja intensiv anf\u00e4ngt, dass das schon deren Herangehensweise ans ganze Leben dann ver\u00e4ndert. Weil wenn man sich sehr viel online aufh\u00e4lt und dort eben mit anderen Menschen in Chatforen oder eben an Online-Dating-Plattformen kommuniziert und dort die ganze Zeit so positive Best\u00e4tigung bekommt, dass man im echten Leben nicht mehr damit klarkommt, wenn es dann nicht so schnell zu so einem positiven Ergebnis f\u00fchrt. Was eine gro\u00dfe Herausforderung ist. Genau, weil das kam jetzt bei der neuesten Studie dazu, dass die gesagt haben, daran liegt es und nicht an Corona, dass die Anzahl an psychischen Erkrankungen bei Jugendlichen so enorm gestiegen ist. Also eben auch an dieser schnellen Dopamin-Kick, den man durch die ganzen TikTok-Videos bekommt, durch Likes, wenn man schon mal eben ein Foto postet. Und dass das im echten Leben nicht so einfach ist und dass deswegen viele im echten Leben Probleme haben. Also kann ich durchaus nachvollziehen, genauso wie nat\u00fcrlich auch dieser Faktor Zeit, was enormes ist. Also wo du dir sonst die Zeit genommen h\u00e4ttest, mehr dar\u00fcber nachzudenken, dich schick zu machen, Gedanken zu machen, wie spreche ich jemanden an oder wie werde ich angesprochen. All diese Sachen ist nat\u00fcrlich heute, du kannst Online-Dating \u00fcberall machen. Also jetzt b\u00f6se gesprochen, wenn du irgendwie in der S-Bahn sitzt oder wenn du zu Hause in der K\u00fcche irgendwie sitzt, nehmen wir Kartoffelsch\u00e4len. Und dann, wie hast du deinen Mann kennengelernt? Ja, beim Kartoffelsch\u00e4len, so nach dem Motto. Also ist nat\u00fcrlich schon auch, jetzt die Romantik geht ein St\u00fcck weit verloren. Und es ist nicht mehr nur noch das Schickmachen, okay, ich habe vielleicht mich besonders herausgeputzt, so sieht man nicht jeden Morgen aus, wenn man aufwacht. Aber online ist nat\u00fcrlich auch noch das Problem, dass viele da eben die Bilder doch stark bearbeiten und sich eben deutlich besser darstellen, als es eigentlich so ist. Naja und nat\u00fcrlich auch immer, dass diese Zuverl\u00e4ssigkeit viel geringer ist. Das darf man auch nicht beim Online-Dating, also dadurch, dass du auch schon mal schnell dann eben f\u00fcrs Wochenende f\u00fcnf potenzielle Dates annimmst und dann sagst, ach, ich will doch nur auf eins gehen und die anderen vier, die sage ich aber nicht mal ab. Also es ist nat\u00fcrlich auch diese Etikette, die online sicherlich eine andere ist, als im tats\u00e4chlichen Leben. Wenn du jetzt die Klassenkameraden morgen sehen willst wieder oder die Studienkollegen oder die Arbeitskollegen, dann ist es schon, w\u00fcrdest du wahrscheinlich zumindest absagen, wenn du nicht erscheinst. Also online ist einfach alles rauer, das sieht man ja auch an den Cybermobbing-Raten, also man kann das ja auf vieles anderes noch \u00fcbertragen. Ja, total. Aber trotzdem ist Online-Dating wichtig. Ja. Wir haben es in einem anderen Podcast n\u00e4mlich auch schon mal gesagt, dass tats\u00e4chlich das Ganze schon staatlich mehr oder weniger verordnet wird. Du meinst das Beispiel Japan? Ja. Das fand ich auch faszinierend. Also es gibt in Japan, in Tokio jetzt eine App, die sozusagen das f\u00fcr dich macht, wo man sich als Japaner dann anmelden kann. Weil das hatten wir ja mal bei dem Podcast zur Vier-Tage-Woche, dass Japan versucht viel zu tun, um eben die Familien zu f\u00f6rdern und die Partnersuhe zu f\u00f6rdern. Und jetzt in Japan, in Tokio gibt es eben diese App vom Staat her, die das f\u00fcr dich matcht. Und das ist nat\u00fcrlich ganz interessant, dass du jetzt nicht mehr irgendwo gro\u00df dich registrieren musst oder bezahlen musst. Daf\u00fcr registrieren musst du dich, aber du musst daf\u00fcr nicht bezahlen. Und dann rechnet die japanische Regierung sozusagen f\u00fcr dich in ihrer App aus, wer ein potenzieller Partner w\u00e4re. Und schaut gleich nach, wohnt er bei dir in der N\u00e4he, passt er beruflich zu dir, passt er von der Familie zu dir. Weil sie halt eben besonders stark unter Zeitmangel leiden, gar nicht die Zeit haben, auszugehen. Genau, durch diese Arbeitskultur ja. Andererseits steuern sie ja auch gegen, haben wir beim Podcast der Vier-Tage-Woche gehabt, dass auch da Japan neue Wege geht. Aber grunds\u00e4tzlich nat\u00fcrlich durch diese hohe Arbeitsmoral und durch die geringe Geburtenquote muss Japan eben da neue Wege gehen. Zeit ist schon wieder fast rum. Wir sollten uns um unsere Familien und unseren Partner, Partnerin k\u00fcmmern. Aber dann nochmal einen Blick in die Zukunft. Werden wir zuk\u00fcnftig nur noch online daten? Nur noch glaube ich nicht. Ich glaube nat\u00fcrlich schon, dass die Zahlen zunehmen werden. Das hat eben bestimmte Vorteile. Klar, diese Zeitersparnis, die weniger Entt\u00e4uschung, die Auswahlm\u00f6glichkeiten, die Bequemlichkeit, das spricht alles daf\u00fcr. Nat\u00fcrlich gibt es aber auch Herausforderungen. Also insofern glaube ich, dass es jetzt nicht nur in Zukunft ums Online-Daten gehen wird. Und es ist nat\u00fcrlich auch immer nur ein erster Schritt. Also okay, du hast jetzt ein Match gefunden. Letztendlich muss er dir nat\u00fcrlich dann auch in der Realit\u00e4t sympathisch sein und ihr m\u00fcsst zueinander passen. Genau. Also so wie immer, die Technik unterst\u00fctzt uns, sie erg\u00e4nzt uns, sie hilft uns, aber sie ersetzt nicht das wahre Leben. Das stimmt. Und wir werden jetzt nicht in Zukunft nur Online-Partner haben und denen dann gar nicht mehr in der realen Welt treffen. Oh, dazu k\u00f6nnen wir auch nochmal einen Podcast machen. Das gibt ja die M\u00f6glichkeit, jetzt auch verstorbene Personen virtuell am Leben zu halten. Oh, ganz sch\u00f6nes Thema. Da gibt es einen Kinofilm jetzt zu. In diesem Sinne, jetzt k\u00fcmmern wir uns aber um die Partnerschaft. Ja, das machen wir. Ich w\u00fcnsche euch eine sch\u00f6ne Woche. Bis dahin. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. 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