{"id":5090,"date":"2024-08-22T05:55:42","date_gmt":"2024-08-22T03:55:42","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5090"},"modified":"2026-07-21T18:58:12","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:12","slug":"why-are-the-germans-so-stressed-causes-and-solutions-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/wieso-sind-die-deutschen-so-gestresst-ursachen-und-loesungen-2\/","title":{"rendered":"Why are Germans so stressed? 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Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Wir haben in unserer Forschung gerade herausgefunden, dass gerade die junge Generation deutlich gestresster ist als die \u00c4ltere. Und auch heute mehr als gestern. Und deswegen haben wir gesagt, dar\u00fcber m\u00fcssen wir auf jeden Fall in unserem Podcast einmal genauer sprechen. Und wir haben ja auch das Chart der Woche dazu gemacht. Uli, magst du das einmal vorstellen? Also grunds\u00e4tzlich halte ich erstmal fest, du bist gestresster als ich, weil ich \u00e4lter bin als du, ne? Genau, richtig. Das stimmt. Zumindest statistisch gesehen. Also in mehreren Richtungen, aber denn Frauen sind beispielsweise auch deutlich gestresster als M\u00e4nner. Also Gesamtbev\u00f6lkerung ist in etwa jeder Zweite. Bei Frauen sind es fast drei von f\u00fcnf. M\u00e4nner weniger. Dann relativ ausgeglichen, so nach Einkommen, Gr\u00f6\u00dfe. Was wirklich auff\u00e4llig ist, ist, was du eben gesagt hast, dass die j\u00fcngere Generation doppelt so gestresst ist wie die \u00e4ltere Generation. Also zumindest im Vergleich zu fr\u00fcher. Bei den J\u00fcngeren sind es, also unter 30-J\u00e4hrigen fast zwei Drittel, die eben sagen, sie f\u00fchlen sich gestresster als fr\u00fcher. Bei den Ruhest\u00e4ndlern ist es nur jeder Dritte. Ja. Und du sagtest gerade die J\u00fcngeren, die Frauen. Und ich habe noch einen dritten Punkt gefunden, der auf mich zutrifft, die Norddeutschen. Das stimmt, aber ich bin auch Norddeutscher. Also das ist ehrlich gesagt. Das stimmt. Ja, in der Tat hat mich ehrlicherweise auch ein bisschen im ersten Moment \u00fcberrascht. Also wir sehen einfach so im Schnitt, was ich eben gesagt habe, ist es so jeder Zweite. Das ist auch so mal ein bisschen weniger im ganzen Bundesgebiet. Aber dann im Norden bei uns sind es eben fast drei von f\u00fcnf, die dieser Aussage zustimmen. Da kann man sich wirklich Gedanken machen, woran liegt es? Also wenn ich jetzt so spontan frage. Also die S\u00fcddeutschen sind ein bisschen entspannter als die Norddeutschen. Dann w\u00fcrde ich ja jetzt aus dem Bauch raus sagen, das liegt daran, dass die vielleicht so die entspannte Lebensweise ihrer italienischen Nachbarn \u00fcbernommen haben. Zum Teil glaube ich schon. Also wenn ich das so vergleiche, meine Frau kommt ja aus S\u00fcddeutschland und jetzt kann man einfach sagen, sich das einfach machen und immer sagen, ja dieses Schaffe, Schaffe, H\u00e4usle bauen, also aus dem Schwabenland. Aber andererseits, wenn wir da unten sind, diese ganzen Weinfeste, man ist im Sommer deutlich l\u00e4nger drau\u00dfen, es ist mehr Gemeinschaft da. Man l\u00e4sst auch vielleicht mal f\u00fcnfe gerade sein. Jetzt will ich das nicht nur auf Hamburg beziehen, aber im Norden habe ich schon bei uns so das Gef\u00fchl, das Wetter ist schlechter, wir sind weniger drau\u00dfen und es ist alles so ein bisschen eher, wir m\u00fcssen noch, wir sollten noch, wir versuchen auch hier die Zeit ganz sch\u00f6n zu optimieren oder zumindest ein bisschen mehr die Zeit zu optimieren. Deutlich effizienzgetrieben. Im S\u00fcden, ja. Also das glaube ich schon. Aber nat\u00fcrlich hast du auch recht, also ich glaube dieser Einfluss Richtung S\u00fcden, der spielt ja immer eine Rolle, auch wenn wir uns die Forschung international anschauen, Mittelmeer, Anrainer sind einfach weniger gestresst. Das kann man nicht wegdiskutieren. Also das hei\u00dft so die spanische Siesta oder der Spaziergang in Italien am Abend, der bringt vielleicht ja wirklich was. Das glaube ich schon und ich meine, wenn man sich das so anschaut, ist es ja in ganz, ganz vielen L\u00e4ndern, dass die das wirklich haben. Also was ich jetzt, du hast jetzt angef\u00fchrt, Siesta in Frankreich sagt man auf dieses Apero, also abends noch entspannt zusammenkommen, dann vielleicht am Weg noch eine Kleinigkeit essen, was zusammen trinken. Also dieses, eine soziale Aktivit\u00e4t einfach neben der Arbeitszeit. Und das eben in ganz vielen s\u00fcdlichen L\u00e4ndern. Bei uns in Deutschland ist es halt einfach ja oftmals eher du arbeitest, dann kommst du nach Hause, dann l\u00e4sst dich passiv berieseln oder bist noch irgendwie am Smartphone, aber du verbringst deine freie Zeit unter der Woche eher zu Hause, als dass du dich aufraffst und noch irgendwie was machst. Und das scheint im Endeffekt mehr schl\u00fcssig sein. Es gibt nicht so eine richtige Verpflichtung in der Freizeit. Bei uns verschmilzt das wahrscheinlich alles deutlich mehr. Aber bevor wir weiter auf die Gr\u00fcnde und Beispiele noch eingehen, nochmal zum Chart der Woche zu unseren Zahlen. Denn es gibt noch einen weiteren Punkt, der jetzt nicht ganz auf mich zutrifft, weil ich habe ja zwei Kinder und tats\u00e4chlich sind Paare ohne Kinder ein bisschen, noch ein bisschen mehr gestresst als tats\u00e4chlich Familien. Das h\u00e4tte man jetzt ja eigentlich auch anders erwartet, oder? Stimmt, weil man an sich so mehr zu tun hat, glaube ich, einerseits als Mutter und als Vater. Andererseits, das Leben ist ja nicht perfekt. Also ich wei\u00df nicht, wie du es so irgendwie siehst, aber bei Kindern muss ja ganz viel spontan sein. Man muss auch mal irgendwie \u00fcber Sachen hinwegsehen k\u00f6nnen. Man kann nicht \u00fcberall dabei sein. Also man kann einfach nicht so gestresst sein, weil die Kinder nat\u00fcrlich zu viel an der Stelle von einem einfordern und du auch mal in der Sandkiste sitzen musst oder irgendwie am Nachmittag dann noch irgendwie ein Eis isst. Das sind halt alles Sachen, die entschleunigen schon ein St\u00fcck weit, glaube ich. Ah, okay. Weil dann kommen wir ja eigentlich auch gerade schon direkt gute \u00dcberleitung, Uli, zu dem, was einen eigentlich alles so stressen kann. Wenn du sagst, die Kinder halten einen davon ab, so gestresst zu sein. Das sind ja verschiedenste Dinge. Wir haben das mal so ein bisschen gruppiert. Also nat\u00fcrlich gibt es pers\u00f6nliche Gr\u00fcnde, die einen stressen, beruflich, gesundheitlich. Was meinst du, was ist bei dir so das, was dich am meisten stresst? Boah, ich bin ja nicht gestresst, ich bin ja ganz entspannt. Nein. Also ich glaube nat\u00fcrlich schon, wenn man sich so die Klassiker anschaut, berufliche Ursachen sind ja f\u00fcr viele auch einfach da. Wir haben eine hohe Arbeitsverdichtung mittlerweile. Es gibt Termindruck, irgendwelche Deadlines. Das Ganze spielt nat\u00fcrlich auch in andere Bereiche mit rein. Die Erreichbarkeit, die wir haben, dass du irgendwie, ich wei\u00df nicht, ist jetzt im Moment, glaube ich, nicht so ganz die gro\u00dfe Angst, aber wenn man sich aus der Literatur das anschaut, nat\u00fcrlich immer die Angst vor Arbeitsplatzverlust oder vor Ver\u00e4nderung oder dass man nicht mehr mitkommt. Das sind sicherlich Dinge, die mit reinspielen. \u00dcberstunden, fehlende Work-Life-Balance, Lebenskonflikte. Also das sind, glaube ich, alles so Sachen, die beim beruflichen Alltag mit reinspielen, wodurch sich viele gestresst f\u00fchlen. Aber ich glaube, und das hast du eben auch angedeutet, das ist eben nur eine Seite des Stress. Ich glaube, eben da sind auch eine andere Sache mit rein. Du hast jetzt eben pers\u00f6nliche Ursachen mit reingenommen. Das ist, glaube ich, schon auch was Wesentliches. Ja, es wird ja auch mehr. Also das sehen wir auch in anderen Studien von uns, zum Beispiel auch die Pflege von Angeh\u00f6rigen. Das Ganze nat\u00fcrlich auch mit finanziellen Sorgen dann im Pers\u00f6nlichen nat\u00fcrlich gepaart. Was aber auch dieses Zukunftsperspektive, glaube ich, ist. Genau, was wird dann auch mal aus mir? Wer k\u00fcmmert sich dann mal um Milchrente, Pflege im Alter? Ja, oder auch jetzt, was ich als junger Mensch vielleicht schon, kann ich mir irgendwie das Haus jemals leisten? Angst vor Rentenarmut? Das sind ja alles Sachen im mittleren Alter dann auch, die da mit reinspielen. Also ich glaube, dieses pers\u00f6nliche Umfeld zus\u00e4tzlich sorgen nat\u00fcrlich um Freunde, um vielleicht die Oma, um Geschwister oder was auch immer oder Freunde, die man hat, was auch einen mit stressen kann. Das sind, glaube ich, schon auch wesentliche Punkte, ganz klar. Was ich immer interessant finde, ist, dass nat\u00fcrlich auch ganz h\u00e4ufig gesagt wird, ich habe einfach zu wenig Zeit, zu wenig Freizeit. Und wenn wir uns das anschauen, also wir haben ja nie mehr Freizeit gehabt als heute. Fr\u00fcher haben die Menschen ja viel mehr gearbeitet. Und trotzdem ist dieses Gef\u00fchl da, heute zu wenig Freizeit zu haben. Und es kommt ja eigentlich nur daher, dass wir heute viel, viel mehr M\u00f6glichkeiten haben. Und eben in diesem pers\u00f6nlichen Feld das Gef\u00fchl haben, wir m\u00fcssen halt auch \u00fcberall pr\u00e4sent sein, \u00fcberall mitmachen. Und dann bleibt nat\u00fcrlich wenig Zeit \u00fcbrig. Da stimmst du, hast du v\u00f6llig recht. Also wir machen ja in der Stiftung j\u00e4hrlich einmal einen Freizeitmonitor. Das k\u00f6nnt ihr euch ja gerne mal anschauen, auch wenn es interessiert, unter freizeitmonitor.de, wo wir uns die 100 h\u00e4ufigsten Aktivit\u00e4ten anschauen. Auch mal die Zeit ja bemessen, wie viel Freizeit hat eigentlich wer. Ja, im Zeit vergleich sich das anzuschauen. Ja, und du hast recht, also an sich haben wir nie mehr Zeit gehabt. Aber wir haben halt dieses Gef\u00fchl der Verdichtung, auch die gro\u00dfe Angst, \u00f6fter was zu verpassen, \u00fcberall dabei zu sein, was einfach viele B\u00fcrger dann stresst. Das darf man nicht vergessen. Nat\u00fcrlich, und das wollen wir jetzt, bevor wir jetzt vielleicht zum n\u00e4chsten Punkt kommen, was man nat\u00fcrlich auch nicht vergessen darf. Es gibt nat\u00fcrlich auch Stressfaktoren, die wirklich jetzt auch nicht einfach so mal eben wegzuwischen sind. Also was ist soziale Isolation oder irgendwie besonders gro\u00dfer Druck oder wirtschaftliche Erwartungen, politische Erwartungen, dass du irgendwie v\u00f6llig gestresst bist, weil der Nachbar st\u00e4ndig zu laut ist. Das sind die Sachen, die sind ja auch durchaus ernst zu nehmen. Genau, aber das, was du gerade sagst, also soziale Isolation, also auch die Angst davor, den Anschluss zu verlieren und etwas zu verpassen, das kommt ja auch ein bisschen in diese Freizeitgestaltung. Also das geht ja ineinander \u00fcber. Ich mache ja so viel, weil ich das Gef\u00fchl habe, es gibt so einen hohen gesellschaftlichen Druck, dass ich halt \u00fcberall dabei sein muss, dass ich in der Ausstellung gewesen sein muss, dass ich auch\u2026 Angst, was zu verpassen. Genau. Also ganz klar, der Druck ist da. Und nat\u00fcrlich haben wir jetzt noch nicht einen der ganz gro\u00dfen Treiber angesprochen. Die Technik. Die Digitalisierung, Technisierung, das ist nat\u00fcrlich das, was ganz weit oben steht, vor allem im Smartphone zusammengefasst. Eigentlich geht es ja gar nicht sehr um den Computer, sondern wirklich um das Smartphone, wo wir das halt einfach permanent dabei haben. Und dass die gesamte Aufmerksamkeit, aber auch so ein bisschen die Kraft wahrscheinlich raubt, sodass man sich halt am Ende des Tages irgendwie so ausgelaugt f\u00fchlt und dadurch gestresster f\u00fchlt. Total. Und ich glaube, das ist nat\u00fcrlich besonders bei der jungen Generation, was auch eine Erkl\u00e4rung daf\u00fcr ist, dass das doppelt so hoch ist wie bei der \u00c4lteren. Also wenn man das so ein bisschen sich auch anschaut, ich wei\u00df nicht, wie es dir geht, aber die Faszination ist ja auch einfach riesig. Also es kommt schon oft vor, dass ich dann merke, okay, jetzt hast du wieder eine halbe Stunde, bist irgendwo wieder h\u00e4ngen geblieben. Und danach f\u00fchle ich mich an sich schlechter als besser, bin ich ehrlich. Ja, absolut. Weil ich gerne so oft denke, ich mir, okay, es h\u00e4tte sich jetzt auch einfach gesparen k\u00f6nnen. Genau. Aber es ist nat\u00fcrlich die Industrie, die dahinter steckt, die es erstmal im ersten Moment sehr attraktiv gestaltet und weshalb viele dann ja auch, man spricht ja nicht umsonst, auch wirklich davon Suchttendenzen, dass es wirklich eine Gefahr ist. Und bei der jungen Generation, dann fehlt nat\u00fcrlich auch irgendwie die Zeit f\u00fcr andere Sachen und man f\u00fchlt sich dann schnell gestresster, weil man ja noch 17 Sachen auf dem Zettel hat. Ja, und man sieht ja dann aber dort, dass alle anderen das ja vermeintlich schaffen. Bei den anderen sieht das alles zu Hause super aufger\u00e4umt aus. Die sind super sportlich, die reisen viel, die sind auf jeder Party dabei. Also die haben den tollsten Gem\u00fcsegarten, also was auch immer. Es gibt ja eine Nische f\u00fcr jedes Interessensgebiet. Man hat immer das Gef\u00fchl, wow, nur weil mir da hapert es. Das stimmt. Und das ist nat\u00fcrlich aber auch die sch\u00f6ne Welt, die uns glaube ich da oftmals vorgekaukelt wird. Ich habe jetzt neulich eine Bachelorarbeit gehabt, da ging es um Influencer, wo man dann auch irgendwann an dem Punkt ankam zu sagen, naja, Influencer ist halt auch ein Job. Also es ist jetzt nicht nur die sch\u00f6ne Welt und ich liege den ganzen Tag am Pool und nehme irgendwie einen Drink und habe irgendwie die neuesten Klamotten an, sondern es ist halt auch Arbeit und es muss alles inszeniert werden. Also es ist nat\u00fcrlich auch eine Scheinwelt. Das darf man nicht vergessen. Bei ganz vielen Sachen frage ich mich ja oftmals, wenn irgendwelche Videos eingestellt werden. Wie viele Videos, Aufnahmen gab es eigentlich davor, wo es dann nicht eingestellt wird, weil da irgendwie nicht was gestimmt hat und es irgendwie nicht geklappt hat. Ja, ja, hinter einem Foto stehen noch irgendwie 500. Absolut. Also das kennt man ja von den Selfies. Also wie schnell da irgendwie noch zehn Selfies in verschiedenen Varianten gemacht werden. Aber gerade, weil wir ja sagen, die junge Generation ist so gestresst. Also da kommen wir ja schon zu dem Punkt, dass einfach die Internetnutzung, die Smartphone-Nutzung, Social-Media-Nutzung ein ganz, ganz gro\u00dfer Faktor daf\u00fcr ist. Und viele Studien, die sich eben auch mit kindlicher oder jugendlicher Entwicklung auseinandersetzen, kommen ja auch zu dem Punkt, man sollte eigentlich sowas vor 14 oder 16 gar nicht wirklich verwenden. Total. Also es ist ja auch einfach so, ich glaube 14 ist wirklich so ein Alter, wenn man es bis dahin durchh\u00e4lt, das ist schon ganz, ganz viel wert. Und jetzt kann man sagen, aber das schaffe ich ja nicht bei meinen Kindern und das ist ja irgendwie schwer und die Faszination und die sind dann ja auch noch ruhig gestellt und nerven mich nicht und alles. Aber es ist wirklich f\u00fcr die Entwicklung des Kindes, auch f\u00fcr das Gehirn, wirklich besorgniserregend, wenn man es zu fr\u00fch macht. Und da sollte man, glaube ich, auch als Mutter oder Vater wirklich daran arbeiten, dass man zusieht, dass man das nicht zu stark macht. Denn wir k\u00f6nnen noch ein St\u00fcck weit reflektiert wahrscheinlich abends sagen, wenn wir irgendwie h\u00e4ngen geblieben sind, das war jetzt nicht das Cleverste und ich mache das morgen anders. Das schaffst du in dem jungen Alter nat\u00fcrlich deutlich schwerer. Genau, richtig. Aber blicken wir doch mal in die Zukunft, weil die Technisierung, Digitalisierung, das alles k\u00f6nnen wir ja nicht und wollen wir ja auch gar nicht wegdiskutieren. Sagen wir ja auch in ganz vielen Bereichen, dass KI unser Leben ja erleichtern wird und dass die Zukunft besser wird. Was sollten wir denn da vielleicht machen, damit die Jugend oder die n\u00e4chste Generation halt eben nicht mehr so gestresst ist? Ja, also jetzt vielleicht noch einen Schritt einmal vor, weil ich das vorhin vergessen habe zu sagen. Es gibt nat\u00fcrlich auch viele Punkte, die wirklich problembehaftet sind, wenn wir gestresst sind. Das d\u00fcrfen wir nicht vergessen. Also jetzt irgendwie Stress k\u00f6nnte man ja auch sagen ist wertneutral, aber man darf nicht vergessen. Also es sind auch wirklich, es l\u00e4sst sich nachweisen, euer IQ sinkt, wenn ihr gestresst seid. Um 15 Punkte, also es ist wirklich viel. Ihr k\u00f6nnt einfach auch nicht so gut arbeiten. Man ist auch irgendwie, darf man nicht vergessen, Stress beeinflusst das Ged\u00e4chtnis ist negativ. Also das ist wirklich auch nicht gut. Oder wenn ihr irgendwie gestresst seid, schlaft ihr schlechter. Also es sind wirklich viele Dinge, die dann auch k\u00f6rperlich, geistig und auch in eurer Produktivit\u00e4t. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Herzinfarkt. Andererseits kannst du jetzt sagen, Stress, dein Herz schl\u00e4gt schneller, ist ein kostenloses Kardiotraining. Nein, das habe ich nicht gesagt. Stress verursacht \u00fcbrigens auch graue Haare und wenig Haare. Du siehst das also bei mir. Naja, du warst dann doch mal gestresst. Total, absolut. Nee, aber klar, also was kann man jetzt irgendwie tun? Es gibt nat\u00fcrlich so ein paar Sachen, die sind relativ einfach, auch so die Klassiker. Du kannst irgendwie zusehen, dass du nachhaltiger mit dir selbst umgehst, dich wirklich auch dir \u00fcberlegst, was dir gut tut. Also Natur, laute Musik, mit Freunden zusammen sein, irgendwie Atem\u00fcbungen machen, k\u00f6rperliche N\u00e4he, also einfach mal umarmen. Das alles hilft nat\u00fcrlich ein St\u00fcck weit gegen Stress. Vielleicht kann man so ein paar Sachen durchgehen, was vielleicht einfach dann w\u00e4re. Ich meine, was machst du eigentlich gegen Stress? Wollte ich die immer schon mal fragen? Ich gehe ja zum Pferd. Ich finde, also der Austausch mit einem Tier und in der Natur, das l\u00e4sst den Stress irgendwie so einfach verschwinden. Das ist absolut, ja. Oder halt einfach mal wirklich sich drauf einlassen und mit den Kindern mitspielen. Oder so in die Sandkiste setzen und da T\u00fcrmchenbaum. Ich finde jetzt, bei mir ist es ja oftmals mit Freunden zusammen zu sein. Das ist aber auch schnell wieder dieser Stress vorher und das muss jetzt irgendwie die Grillwurst muss gekauft werden und die Terrasse muss gefegt werden. Ja, da kommt wieder der gesellschaftliche Druck auch ein bisschen mit rein. Wie sieht es hier zu Hause aus? Aber wenn du dann danach irgendwie am Feuerkorb sitzt und \u00fcber Gott und die Welt und keiner hat das Smartphone irgendwie dabei, das ist schon ganz sch\u00f6n sch\u00f6n. Ja, ganz klar. Aber ich glaube halt wirklich dieses Achtsamkeitstraining, das gibt es \u00fcbrigens in anderen L\u00e4ndern schon wirklich an Schulen. Also da kann man auch dr\u00fcber nachdenken. Super sinnvoll. Finde ich richtig gut. Also ich kenne es aus den USA, aber ich glaube auch in Australien und Co. wird das gemacht, dass es wirklich, dass man es lernen kann. Und es ist jetzt auch keine Rocket Science. Also unsere Welt wird ja nicht weniger stressig. Also das ist ja schon, es gibt ja immer mehr Angebote und M\u00f6glichkeiten. Also m\u00fcsste man es idealerweise ja, wie die das machen, den Kindern schon direkt mit als Tool an die Hand geben, besser gewappnet zu sein, damit umzugehen. Total. Und das ist jetzt nicht nur auf Smartphones bezogen, glaube ich, sondern auch einfach andere Sachen mal wegzulassen und wieder, wei\u00df ich nicht, eine Sache zu einer Zeit zu tun, hat meine Mutter mal fr\u00fcher zu mir gesagt. Ist, glaube ich, wirklich was Wahres dran und nicht diese Angst, etwas zu verpassen. Wir haben, glaube ich, in irgendeiner Folge haben wir auch mal \u00fcber diesen Unterschied mit Fear of Missing Out, also die Angst, etwas zu verpassen. Und wir haben auch damals gesagt, aber das Gegenteil, Joy of Missing Out. Also bewusst mal wieder was verpassen, nicht \u00fcberall dabei sein. Und wenn einem danach ist, einfach das Wochenende im Garten zu verbringen oder in der Badewanne. Also ich glaube, das macht wirklich Sinn. Und immer auf sich selbst h\u00f6ren. Ich glaube, auch das ist was ganz, ganz Entscheidendes. Ja. Das sollten wir jetzt tun. Mit dem Blick auf die Uhr, w\u00fcrde ich sagen, ist diese Podcast-Folge vorbei. Wir stressen uns nicht weiter. Stimmt. Wir haben alles reingebracht, was wir hoffentlich sagen wollten. Alles, was wir nicht reingesagt haben, ist nicht schlimm. Genau. Wir h\u00f6ren uns n\u00e4chste Woche. Bis dahin, macht's gut. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht."},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wieso sind die Deutschen so gestresst? 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