{"id":5101,"date":"2024-08-27T12:32:08","date_gmt":"2024-08-27T10:32:08","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5101"},"modified":"2026-07-21T18:58:12","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:12","slug":"the-results-of-the-leisure-monitor-2024","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/die-ergebnisse-des-freizeit-monitors-2024\/","title":{"rendered":"The results of the Leisure Time Monitor 2024"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>What are Germans' favourite things to do in their free time? What would they like to do more often and which activities are currently totally out?<\/p>\n<p>In this episode, learn all about our 40 years of research on the leisure activities of Germans. You can find figures and data at www.freizeitmonitor.de<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5101","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 3 - Folge 26","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/53-die-ergebnisse-des-freizeit-monitors-2024\/embed?context=external\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1570558-m-4a12dadecd4f724702265e21eff6903f.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. In unserer heutigen Folge dreht sich alles um das Freizeitverhalten der Deutschen. Seit 1982, also schon sehr vielen Jahren erheben wir nahezu j\u00e4hrlich den Deutschen Freizeitmonitor. In dieser Studie befragen wir circa 3000 Personen ab 18 Jahren online repr\u00e4sentativ zu ihrem Freizeitverhalten, ihren Freizeitw\u00fcnschen, was sie gern h\u00e4ufiger machen w\u00fcrden oder auch weniger h\u00e4ufig. Uli, was ist denn so f\u00fcr dich das Kernergebnis in der diesj\u00e4hrigen Studie? Naja, ich meine, wenn man sich das jetzt anschaut, irgendwie, wir machen es ja wirklich, wei\u00df ich nicht, 30 zum 40. Mal jetzt, also es ist wirklich ja ein gro\u00dfer Blick auch so ein bisschen immer zur\u00fcck. Und was auff\u00e4llig ist, ist nat\u00fcrlich zun\u00e4chst einmal, wie dominant mittlerweile Medien sind. Das war schon immer so. Also ich erinnere mich, als wir irgendwie in den 80er Jahren gefragt haben, war nat\u00fcrlich das Fernsehen ganz weit vorne mit Kabelfernsehen, was 1984 aufkam, was dann schon eine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung gebracht hat. Und wenn ich mir es heute anschaue, ich meine 97 Prozent sagen, sie nutzen regelm\u00e4\u00dfig, sprich wenigstens einmal pro Woche das Internet. Da merken wir schon, vieles ist wirklich digital geworden. Und auch die n\u00e4chsten Pl\u00e4tze, also Fernsehen, Musik h\u00f6ren, PC nutzen, Smartphone rumspielen, Radio h\u00f6ren, E-Mail schreiben, Social Media nat\u00fcrlich. Also die Medien sind wirklich sehr, sehr dominant, wenn es um die Freizeit geht. Wenn wir mal so eine Top Ten erstellen, der beliebteste Freizeitaktivit\u00e4ten, also die man echt am h\u00e4ufigsten macht, dann sieht man ja auch ganz klar, dass Mediennutzung alles andere abgeh\u00e4ngt hat. Klar, also acht von zehn der h\u00e4ufigsten Freizeitaktivit\u00e4ten sind mediale. Es gibt nur zwei, die dann reinfallen, auf Platz acht seinen Gedanken nachgehen. Ich meine, klar, machen wir beide auch halt. Und dann, jetzt ohne das irgendwie m\u00e4nnlich-weiblich machen zu wollen, eine Aktivit\u00e4t, die ich nicht so intensiv mache, aber ich wei\u00df, dass das auch von dir lange Zeit eine Freizeitbesch\u00e4ftigung war, zu backen und zu kochen. Also jetzt nicht irgendwie die Mahlzeiten zu bereiten f\u00fcr die Familie, also nicht zwangm\u00e4\u00dfig, sondern einfach Spa\u00df dabei haben. Und das hat auch mittlerweile einen Einzug gehalten. Ja, das wird ja auch echt tats\u00e4chlich \u00fcber die Jahre immer mehr. Das finde ich auch ganz spannend. Aber vielleicht, wo du es gerade gesagt hast, als Freizeitaktivit\u00e4t, das vielleicht nochmal vorweg, das sind jetzt wirklich Dinge, wo wir danach explizit fragen, was man freiwillig in seiner Freizeit tut. Ganz wichtig, also das ist ja auch immer die Definition. Freizeit definiert sich ganz klar \u00fcber die Freiwilligkeit, wenn man etwas tut, ohne es tun zu m\u00fcssen. Also das ist immer die einfache Definition. Ja, genau. Also das, wenn jetzt jemand sich wundert, naja gut, ich muss ja f\u00fcr meine Arbeit das Internet nutzen oder meinen Computer benutzen. Nee, das wurde explizit ausgeklammert. Es geht hier wirklich nur darum, was man in seiner Freizeit macht. Und da ja echt die meisten Jobs in Deutschland mittlerweile B\u00fcrojobs geworden sind, finde ich das schon echt krass, dass 78 Prozent wirklich so regelm\u00e4\u00dfig noch in ihrer Freizeit am Computer sitzen. Ja, das stimmt. Ja, wobei ich jetzt auch auff\u00e4llig fand, ich wei\u00df nicht, wie es dir ging, als wir die Daten durchgegangen sind. Also wenn man sich so ein bisschen die sozialen Aktivit\u00e4ten anschaut, das ist ja schon etwas, was viele irgendwie gut finden und gerne machen wollen, aber ist doch ganz sch\u00f6n zur\u00fcckgegangen. Also \u00fcber wichtige Dinge reden, gemeinsame Zeit mit einem Partner haben, also nicht mal mehr zwei Drittel der Deutschen, wenigstens einmal pro Woche, finde ich schon echt \u00fcberraschend. Also ich wei\u00df nicht, wie es bei dir ist, aber ich habe das Gef\u00fchl, ich rede jeden Tag mit meiner Frau \u00fcber wichtige Dinge. Das ist wirklich erschreckend, ja. Aber es ist repr\u00e4sentativ erhoben. Ihr k\u00f6nnt diese ganzen Zahlen auch auf unserer Website, die wir eigens daf\u00fcr erstellt haben, freizeitmonitor.de, auch nochmal euch in Ruhe anschauen. Das stimmt. Ja, wobei jetzt, um das auch klarzustellen, es gibt nat\u00fcrlich auch einen Teil der Bev\u00f6lkerung, die einfach Single ist, die keinen Partner haben und die geben bei sowas nat\u00fcrlich dann an, dass sie das nicht machen. Also die Zahlen sind schon wieder relativ gut zu erkl\u00e4ren. Ich wei\u00df gar nicht, hast du dir mal angeguckt, \u00fcber wichtige Dinge reden von Leuten, die verheiratet sind. Ist das signifikant h\u00f6her? Ich hoffe doch, oder? Ich habe es jetzt nicht genau, die Zahl vor Augen, aber ich gebe dir recht, ich hoffe auch, dass das so ist, ja. Was \u00fcbrigens neu ist, das habe ich nur f\u00fcr mich wieder gefragt, ich wei\u00df nicht, wie es dir ging, Streaming-Angebote nutzen, Netflix und Co. mittlerweile mehr als jeder Zweite, ne? Ja, aber das \u00fcberrascht mich jetzt tats\u00e4chlich gar nicht. Das hat sich ja wirklich, gerade bei den unter 30-J\u00e4hrigen, wer guckt da noch normal fern? Also da sind ja die Nennungen sehr, sehr gering. Das stimmt, ja. Und ich meine, man merkt nat\u00fcrlich auch da, dass dieses, die Flexibilit\u00e4t in der Freizeit, dass das etwas zu sein scheint, was den Leuten immer wichtiger wird, ne? Ja, denn wenn wir uns auch die ganzen Freizeitaktivit\u00e4ten anschauen, es ist ja auch extrem, wie viel es mehr geworden sind. Also man braucht ja auch eine Flexibilit\u00e4t, um da \u00fcberhaupt hinterher zu kommen, dieses ganze Angebot zu nutzen. Also sich, ich wei\u00df noch, als ich in der Schule war, da habe ich ein Hobby gehabt, Uli, du wei\u00dft ja, das war sehr exotisch, Kunstradfahren. Ich wei\u00df. Und alleine das, dreimal die Woche war Training und dann am Wochenende noch Wettk\u00e4mpfe. Ich habe ja auch f\u00fcr nichts anderes Zeit gehabt. Das stimmt. Also das merkt man nat\u00fcrlich, diesen Trend generell, immer mehr tun in gleicher Zeit, ne? Also man springt echt von Highlight zu Highlight unter der Woche. Die Freizeitbesch\u00e4ftigungen sollen wahlweise nebenher gemacht werden. Also ich wei\u00df noch, ich meine, du bist ja deutlich j\u00fcnger als ich. Aber als ich in meiner Kindheit irgendwie Fernsehen geguckt habe, meine Eltern waren total sauer, wenn zwischendurch es an der T\u00fcr geklingelt hat oder wenn das Telefon geklingelt hat und man durfte irgendwie beim Fernsehen nicht reden. Wenn ich mir heute irgendwie, ja stoppst du halt wahlweise oder es ist sowieso v\u00f6llig gleich und du guckst es irgendwie weiter. Aber es hat sich halt auch ganz stark ver\u00e4ndert, wie man mit Medien umgeht und wie man kommuniziert und alles, ne? Ja, aber ich finde, das finde ich total positiv, weil ich lasse mir ja von einer Serie irgendwie nicht vorschreiben, wie ich meinen Tag zu gestalten habe. Und fr\u00fcher war das ja so. Also man musste ja zusehen, dass man alles andere erledigt hatte, damit man um Punkt, wann auch immer diese Serie anf\u00e4ngt, vom Fernseher sitzt. Weil man konnte das nicht aufnehmen, nicht mal anders gucken. Es gab halt nur diese eine Ausstrahlung. Das stimmt. Und es gab diese festen Rhythmen. Ich meine, einerseits nat\u00fcrlich positiv auch. Also ich wei\u00df, dass man fr\u00fcher mal gesagt hat, der Feierabend wird eingel\u00e4utet, wenn die Tagesschau l\u00e4uft. Also dann hast du sozusagen alles erledigt und dann war 20 Uhr, du hast Tagesschau geguckt und dann begann praktisch der Feierabend. Und vorher hast du halt irgendwie Haushalt und Kinderversorgung diesen Krams gemacht und dann hatte man richtig so Feierabend, hat man oftmals fr\u00fcher gesagt. Aber du hast klar, ich meine, wenn ich mir \u00fcberlege, fr\u00fcher, wei\u00df nicht, wie viele Leute haben irgendwie drauf gewartet, dass die Lindenstra\u00dfe lief oder dass irgendwie die Sportschau lief. Oder was auch immer. Und das war dann, oder Tatort ist ja heute noch so ein Ding, dass viele Leute dann irgendwie Sonntagabend, fester Zeitpunkt, wo man das macht. Also es ist schon, hat sich ver\u00e4ndert, ganz klar. Was ich aber spannend finde, wenn wir gerade \u00fcber das Fernsehen sprechen und Mediennutzung. Wir haben ja dieses Jahr auch gefragt, was man denn gerne h\u00e4ufiger machen w\u00fcrde in seiner Freizeit. Und dort ist nicht eine mediale Aktivit\u00e4t, nicht nur in den Top Ten, sondern auch noch deutlich weiter. Alles andere, was irgendwie jetzt in die Kategorie vielleicht was Aktives machen ist, also einen Ausschlug machen oder ein Hobby nachgehen oder auch was Regeneratives, wie einfach mal ausschlafen, ist ja tats\u00e4chlich auf Platz eins. Oder auch soziale Aktivit\u00e4ten. Aber nichts Mediales findet man ja bei \u00fcber 50 Prozent fast. Aber ist schon interessant auch, oder? Also jetzt k\u00f6nnte man ja b\u00f6se gesprochen sagen, warum sind wir eigentlich die ganze Zeit online oder lassen uns passiv berieseln und unterhalten und informieren uns und machen das irgendwie, wenn wir es eigentlich gar nicht wollen. Also wenn wir sozusagen, was wir vorhin hatten, Freizeit definiert sich \u00fcber die Freiwilligkeit und wir schaffen es nicht, das zu machen, was wir eigentlich wollen. Also wir wollen viel lieber, wie du eben sagst, ausschlafen, Ausfl\u00fcge machen, mit Freunden treffen, ein Buch lesen. Aber wir sind irgendwie gefangen in der Faszination des Internets und irgendwie in der Bequemlichkeit des eigenen Zofas, wenn wir Fernsehen schauen. Uli, du sagtest auch gerade Buch lesen. \u00dcbrigens Funfact, finde ich total interessant, wenn man sechs Minuten ein Buch liest, dann hat man 68 Prozent weniger Stress. Also man kann seinen Stresspegel total schnell runterfahren, indem man sich einfach hinsetzt und mal eben ein Buch liest. Vor allem beim Einschlafen. Also das ist so, was ganz, ganz viele machen. Kurz vorm Einschlafen noch ein paar Seiten lesen. Die schlafen echt entspannter ein. Und diejenigen, die jetzt irgendwie bis zur letzten Sekunde noch ins Smartphone schauen, da ist es deutlich schwerer, dann irgendwie Ruhe zu finden und einen guten Schlaf zu haben. Also das macht wirklich Sinn. So attraktiv es auch noch ist, die letzten Nachrichten eben zu checken und die neuesten Informationen oder Ergebnisse vom Fu\u00dfballspiel. Macht Sinn, noch eben kurz ein paar Seiten zu lesen. Dann schl\u00e4ft man besser. Ja, obwohl mich das ja immer \u00e4rgert, weil er mich dann beim n\u00e4chsten Mal so viele Seiten nochmal lesen muss.\n\nDaf\u00fcr h\u00e4lt das Buch dann ganz lange. Ja, wirklich. Das ist was Sch\u00f6nes. Es wird einfach nicht fertig. Ja. Und wenn wir uns das jetzt nochmal im Jahresvergleich anschauen, das fand ich ja auch ganz spannend mit dem, was wir gerne h\u00e4ufiger machen w\u00fcrden. Dann ist etwas total gestiegen um 25 Prozentpunkte und zwar sich mit Tieren besch\u00e4ftigen. Weil ich fand, das passt n\u00e4mlich zu lesen und diesen Stress reduzieren. Weil das ist ja auch etwas, was man sagt, wenn man sich eben mit Tieren besch\u00e4ftigt, das erdet, man fokussiert sich auf eine Sache. Finde ich total spannend. Hast du da eine Idee, warum das so gekommen ist, warum der Wunsch danach jetzt so gestiegen ist? Ich glaube einerseits nat\u00fcrlich, man merkt so ein bisschen demografische Entwicklung, Kinderlosigkeit, Single-Haushalte. Das merkt man nat\u00fcrlich schon auch alles, dass dann oftmals das Tier so ein bisschen auch Familienersatz ist f\u00fcr den einen oder f\u00fcr die andere. Andererseits, klar, wir suchen nat\u00fcrlich nach am Ende des Tages irgendwie einer Besch\u00e4ftigung. Wir wollen Zuneigung, Zuneigung geben, Zuneigung erfahren. Also Tiere erf\u00fcllen ja wahnsinnige Funktionen, das darf man nie untersch\u00e4tzen. Und das ist scheinbar etwas, gerade so auch ein Gegenpol zur digitalen Welt, wo es wieder um die Einfachheit geht. Also ich gehe einfach mit dem Hund spazieren und bin irgendwie drau\u00dfen und kann gar nicht gro\u00df andere Sachen machen oder ich besch\u00e4ftige mich. Ich wei\u00df nicht, meine Tochter reitet ja und das ist, glaube ich, nicht das Reiten, was im Vordergrund steht, sondern das mit dem Pferd rumt\u00fcdeln und irgendwie im Stall sein und hier misten und da irgendwie sauber machen und da irgendwie auch das ganze Soziale, was da noch mit zukommt. Also das ist fast wichtiger als dann das eigentliche Reiten. Und das finde ich schon, passt irgendwie alles da rein, dass das etwas ist, was viele vielleicht gerne machen, machen, aber vor allem eben gerne machen w\u00fcrden. Und das ist ja auch bei dieser Wunschfrage der Fall gewesen. Ja, genau. Was mich \u00fcbrigens, wo wir jetzt gerade aber bei diesen W\u00fcnschen sind, ich wei\u00df nicht, wie du das gesehen hast, was ich ph\u00e4nomenal fand, war auch dieser Wunsch, sich mehr oder h\u00e4ufiger ehrenamtlich zu bet\u00e4tigen. Also jeder Dritte mittlerweile. Vor zehn Jahren waren es nur zw\u00f6lf Prozent. Also es ist jetzt wirklich, scheint etwas zu sein, ich wei\u00df nicht, wie du das gesehen hast, was echt doll gestiegen ist. Total. Aber ich muss auch sagen, ich nehme es auch zumindest in meinem Umfeld, war, dass es auch immer mehr Plattformen gibt, die daf\u00fcr werben. Sei es jetzt in der Nachbarschaftshilfe oder generationen\u00fcbergreifend gibt es eine Plattform. Also vielleicht auch ist auch das Bewusstsein einfach durch wieder mal ein Vorteil vom Internet, also dass man da eben mehr Werbung f\u00fcr machen kann, gestiegen. Ja. Haben wir nicht auch irgendwann mal zu Ehrenamt sogar einen Podcast gemacht? Ja. Ja. Aber warum, ne? Ja, da haben wir das ja auch untersucht. Genau, wen interessiert, da kann er nochmal reinh\u00f6ren. Da lag ja auch echt im Trend, ja. Ja. Ja. Was sagst du zu den Verlierern, was die Leute ja gerne, nicht so gerne h\u00e4ufiger machen w\u00fcrden? In die Disco gehen, in den Club gehen? Ja. Wei\u00dft du, da haben wir auch, glaube ich, vor einem Jahr gerade schon so ein, gab es einen gr\u00f6\u00dferen Artikel dazu. Das ist auf jeden Fall ein Trend, der sich ja eben schon l\u00e4nger abzeichnet. Also dieses Feiern gehen ist auch gerade in der j\u00fcngeren Bev\u00f6lkerung gar nicht mehr so angesagt. Ja, ich fand, das war ja auch auff\u00e4llig, wenn du jetzt auch gerade \u00fcber den Zeitvergleich sprichst. Wir haben das ja nochmal unterteilt dann in verschiedene Rubriken. Und wenn ich mir diesen Kulturbereich anschaue, das an sich beim Kulturbereich ganz, ganz viel h\u00e4ufiger ausge\u00fcbt wird. Also die Leute gehen h\u00e4ufiger ins Museum, gehen h\u00e4ufiger auf Konzerte, gehen h\u00e4ufiger ins Kino, im Freizeitpark, alles. Aber wer deutlich zur\u00fcckgegangen ist, ist in Clubs und in Discos gehen. Also merkt man deutlich, dass das etwas zu sein scheint, was, ich wei\u00df nicht, ob es nur an Corona lag, aber was halt doch deutlich zur\u00fcckgegangen ist im Vergleich zur Vergangenheit. Total. Und vor allem, das ist auch eine der wenigen Aktivit\u00e4ten, wo also Wunsch und Aktivit\u00e4t \u00fcbereinstimmen. Wo beides zur\u00fcckgegangen ist, ne? Wo beides zur\u00fcckgegangen ist. Also der Wunsch, das zu machen, ist deutlich zur\u00fcckgegangen. Und auch das wirklich auszu\u00fcben, ist deutlich zur\u00fcckgegangen. H\u00e4ufig gibt es ja sonst da diese Diskrepanz zwischen Wunsch und Wirklichkeit. Und da sieht man einfach, also dieses Clubsterben merkt man auch tats\u00e4chlich in unseren Umfragen. Gehst du eigentlich noch los, also in irgendwelche Clubs? Du bist ja deutlich j\u00fcnger, was ich gesagt habe. Ja, ja, genau. Ich bin so jung, bin ich dann auch nicht schwer. Nee, also auch in meinem Umfeld so dieses regelm\u00e4\u00dfig am Wochenende in den Club gehen, das ist es auch nicht, sondern es sind eher so die besonderen Highlights. Eher Festival oder so Tagesgeschichten. Ich wei\u00df nicht unbedingt mit Campen sein, aber so besondere, ausgew\u00e4hlte, gr\u00f6\u00dfere Veranstaltungen. Ja. Und w\u00fcrdest du sagen, das liegt an deiner Lebensphase oder liegt es daran, dass es einfach auch nicht mehr so attraktiv ist wie noch vor irgendwie zehn Jahren? Nee, ich w\u00fcrde eher sagen, das liegt an der Lebensphase. Also auch da merkst du dann echt wieder demografische Entwicklung. Ja. Also Freizeitaktivit\u00e4ten, die eher auf die junge Generation ausgerichtet sind, haben es einfach schwerer. Und das ist Disco-Club nat\u00fcrlich so ein Paradebeispiel f\u00fcr. In dem Moment, wo dann halt irgendwie man fortschreitet und irgendwie Partner, Ehe, Kinder, alles was dazu geh\u00f6rt, werden solche Aktivit\u00e4ten einfach deutlich seltener ausge\u00fcbt. Und ich meine, fr\u00fcher gab es halt einfach mehr junge Menschen, die dann halt irgendwie losgezogen sind. Das stimmt, ja. Wo du sagst, was nicht mehr gemacht wird, k\u00f6nnen wir uns ja mal anschauen, was macht denn sowieso niemand? Also welche Freizeitaktivit\u00e4ten waren mal irgendwie sehr angesagt oder denkt man auch, die aber eigentlich kaum einer aus\u00fcbt? Also die Blacklist der Freizeitaktivit\u00e4ten? Genau. Also eine Sache, die mir aufgefallen ist, wo ich finde auch viele Journalisten immer nachfragen, ist dieses ganze Handarbeiten. Also es gab ja eine Zeit da irgendwie Pop-Up-Stores, wo man stricken kann und n\u00e4hen und alles selber machen, DIY und so weiter. Aber dass tats\u00e4chlich es doch \u00fcber die H\u00e4lfte der Deutschen einfach nie macht als Freizeitaktivit\u00e4t. DIY \u00fcbrigens do it yourself. Also f\u00fcr diejenigen, die nicht so schnell sind wie Ayaan und an dieser Stelle. Nee, das stimmt. Ja, hast du recht. Also das ist die H\u00e4lfte, was mich aber auch \u00fcberrascht hat. Nat\u00fcrlich auch so ein bisschen wieder realistisch einsch\u00e4tzen, solche Sachen wie ins Fitnessstudio gehen. Zwei Dritte der Deutschen machen das niemals. Also es ist nat\u00fcrlich nur f\u00fcr einen bestimmten Teil der Leute relevant. Andere Sachen fand ich total nachvollziehbar. Also sowas wie ins Autokino oder Autokonzert zu gehen, das war halt so ein Corona-Denk, weil es halt keine Alternativen gab, ins Kino zu gehen. Aber klar, dass das mittlerweile kaum noch jemand macht. Eine Sache, die mich ein bisschen \u00fcberrascht hat und die ich auch schade fand, war im Verein aktiv sein. Also man merkt schon so das Vereinsterben. Drei von f\u00fcnf Deutschen sind eben nicht mehr im Verein. Fr\u00fcher hat man immer gesagt, jeder Deutsche ist in zwei Vereinen. Also das hat sich komplett gedreht. Und dann merkst du halt auch Gottesdienst Kirche. Also drei von f\u00fcnf Deutschen, die nicht mal zu Weihnachten oder zu Ostern in die Kirche gehen. Ja, absolut. Aber mit dem Fitnessstudio, das hat mich tats\u00e4chlich jetzt, wo du gerade sagst, echt nochmal \u00fcberrascht. Da habe ich direkt nochmal die Zahlen aufgerufen, weil ansonsten wir ja eigentlich sagen, dass Sport machen schon im Trend liegt. Das stimmt, ja. Also das merkt man halt auch, dass der Anteil derjenigen, die ins Fitnessstudio sehr regelm\u00e4\u00dfig gehen, dass der deutlich gestiegen ist. Also da merkt man, wer eben sportlich aktiv ist, der ist wirklich sportlich aktiv. Aber es gibt eben einen Teil, die es dann halt gar nicht aus\u00fcben. Und Sport insgesamt, hast du recht, also Sport treiben ist gestiegen, Joggen ist gestiegen. Auch dieser Punkt, etwas f\u00fcr die eigene Gesundheit tun, ist gestiegen. Es ist alles nach oben gegangen. Nat\u00fcrlich auch so jetzt f\u00fcr die \u00e4ltere Generation, die sagen, sportlich ist schon, wenn ich irgendwie auch mal ordentlich spazieren gehe, auch das ist ja nochmal mit am st\u00e4rksten gestiegen. Also man sieht schon, Deutschland ist da deutlich bewusster. Und das Einzige, was zur\u00fcckgegangen ist, ist Fahrradfahren ganz leicht. Aber das f\u00e4llt nicht auf. Daf\u00fcr neu \u00fcbrigens drin, jeder dritte Deutsche treibt Sport zu Hause. Ja, da habe ich auch so einige Apps. M\u00fcsste man auch \u00f6fters mal machen. Aber tats\u00e4chlich, ja, da gibt es ja auch wirklich echt richtig, richtig gute Anbieter, die das professionalisiert haben, dass man eben tats\u00e4chlich den Sport auch zu Hause machen kann. Ja, und es ist halt ganz interessant. Der Hauptgrund ist da ja auch wieder diese Motivation. Die motivieren dich eben, wo du fr\u00fcher irgendwie diese soziale Kontrolle hattest. Du bist zum Kunstradfahren gegangen, weil deine Freundin oder deine Freunde es eben auch gemacht haben. Und man hat diese Gemeinschaft gehabt. Heute ist es dann eben eher, dass man online motiviert wird. Und dass man sagt, komm, derjenige, diejenige ist auch dabei oder hat schon was gemacht. Also dass es dadurch gepusht wird. Das finde ich ganz interessant. Ja. Ja.\n\nGewinnerverlierer, was ich \u00fcbrigens noch spannend fand, um noch die letzten beiden Bereiche eben durchzugehen. Du hast vorhin ja schon ausgef\u00fchrt, diese regenerativen Freizeitaktivit\u00e4ten, dass die sich ganz sch\u00f6n ver\u00e4ndert haben. Das fand ich auff\u00e4llig im Zehnjahresvergleich. Also einerseits Faulenzen, fast durch die Decke gegangen. Also mittlerweile drei von f\u00fcnf Deutschen, die angeben, wenigstens einmal pro Woche gerne zu Faulenzen. Dagegen in Ruhe pflegen. Also dieses, ja, ich tue was f\u00fcr mich. Ich mache da irgendwie, k\u00fcmmere mich um meinen K\u00f6rper. Wege eine Maske auf. Hat sich halbiert fast, ne? Also von, ja, praktisch umgekehrt wie Faulenzen von 61 Prozent runter auf jeden Dritten. Also fast eine Halbierung. Also das fand ich echt auff\u00e4llig. Ja. Ja, aber ich glaube auch dieses Chillen ist ja wirklich, so wie das eher die j\u00fcngeren Leute dann bezeichnen w\u00fcrden, ist schon ein Ding, was ich tats\u00e4chlich schon auch in der Kita h\u00f6re, das Wort. Jetzt ehrlich? Was hast du gemacht? Ich habe gechillt. Ja. Naja, aber es ist wahrscheinlich diese Schnelllebigkeit des t\u00e4glichen Lebens. Da suchen wir nat\u00fcrlich dann auch so ein bisschen das eigene Runterkommen und wollen halt irgendwie auch zusehen, dass wir einfach mal nichts tun. Wobei nat\u00fcrlich dieser soziale Druck nach wie vor immer noch da ist, dass man irgendwie was macht. Aber es ist mittlerweile auch ein St\u00fcck weit anerkannt. Ich eigentlich, also wir freuen uns auch dar\u00fcber. Also ich muss sagen, diese Zahl, das haben wir ja immer schon gesagt, einfach mal nichts tun. Das muss man ja auch erstmal lernen, das auszuhalten. Und es ist total sinnvoll, nur durchs Nichtstun. Das ist ja diese Mu\u00dfezeit, wie sie eigentlich urspr\u00fcnglich war. Einfach nur da sitzen und mal schauen, was passiert. Ja, also sich auch insgesamt klar positiv, dass das gestiegen ist. Was mich so ein bisschen, wo du vorhin das auch gesagt hast mit Ausschlafen, dass das etwas ein ganz, ganz gro\u00dfer Wunsch ist. Oder der Hauptwunsch der Deutschen, was sie gerne h\u00e4ufiger machen w\u00fcrden. F\u00fcr mich aber auch nat\u00fcrlich ein klares Kennzeichen, weil wir es immer seltener machen. Also nochmal ein R\u00fcckgang um acht Prozent. Also das ist halt wirklich von 65 auf 57 Prozent nochmal deutlich zur\u00fcckgegangen. Das ist echt nicht einfach. Ja, Prozentpunkte sogar. Genau, also jetzt nicht nur prozentual zur\u00fcckgegangen, sondern wirklich Prozentpunkte. Also das ist schon auff\u00e4llig. Wer das \u00fcbrigens deutlich besser macht, sind die Finnen. Wusstest du, dass es eine Weltmeisterschaft im Ausschlafen gibt in Finnen? Nein. Ja, da ist sozusagen ein richtiges Hobby, Ausschlafen. Und dann ist es ja auch immer kein Hobby mehr, aber irgendwie so ein Funding, finde ich. Dass die dann eine Weltmeisterschaft haben und praktisch messen, wer kann am l\u00e4ngsten schlafen und wer kann am tiefsten schlafen. Gibt es sozusagen zwei verschiedene Kategorien und dann nach Alter, nach Geschlecht und alles getrennt. Ja, Wahnsinn. Mein erster Impuls war, wie kann man das denn trainieren? Weil entweder schl\u00e4ft man oder man schl\u00e4ft nicht. Aber okay, ich denke schon, das sind die \u00e4u\u00dferen Faktoren, die man tats\u00e4chlich ja schon beeinflussen kann. Was isst man, was konsumiert man vorher an Medien, all solche Sachen. Wie ist die Atmung? Das stimmt. Und wie lange warst du vorher tagelang in den Clubs unterwegs und hast durchgetanzt und bist dann so m\u00fcde, dass du ganz lange schlafen kannst? Das ist ein Trugschluss. Kann man auch schlechter schlafen. Aber Uli, nochmal so zusammengefasst, wenn wir jetzt seit 1982 gucken, hat sich das Freizeitverhalten eigentlich gro\u00df ver\u00e4ndert und wird es sich in den n\u00e4chsten 15 Jahren irgendwie signifikant ver\u00e4ndern? Also ich glaube nat\u00fcrlich, dass diese Grundbed\u00fcrfnisse in der Freizeit relativ konstant sind. Also du willst dich nat\u00fcrlich grunds\u00e4tzlich erholen von der Arbeit f\u00fcr die Arbeit am n\u00e4chsten Tag oder die Schule, die Uni oder den Alltag oder wie auch immer du es nennen willst, was du gerade machst. Das ist schon so dieses Grundbed\u00fcrfnis in der Freizeit da, also die Erholung. Dann soll die Freizeit nat\u00fcrlich immer diese Funktion erf\u00fcllen, dass du irgendwas Besonderes machst mit anderen Leuten zusammen. Und f\u00fcr mich ist es so, wenn ich mir die Ver\u00e4nderungen auch \u00fcber die letzten 40, 45 Jahre wirklich anschaue, schon auff\u00e4llig, dass eben die Ausgestaltung sich leicht ver\u00e4ndert hat. Aber diese Grundbed\u00fcrfnisse gleich geblieben sind. Und was wir vorhin hatten, fr\u00fcher hast du dich irgendwie vom Fernsehen berieseln lassen. Heute l\u00e4sst du dich von irgendwelchen Reels auf YouTube irgendwie oder TikTok berieseln. Also das ist ja irgendwie das Angebot, die Funktion ist dieselbe, es ist halt nur eine andere Plattform, die es irgendwie macht. Oder fr\u00fcher hast du dich halt intensiver mit bestimmten Hobbys besch\u00e4ftigt. Heute besch\u00e4ftigst du dich intensiver eben mit bestimmten Au\u00dferhausaktivit\u00e4ten oder mit bestimmten Sportarten. Also das ist halt schon f\u00fcr mich an sich diese Motive gleich, was sich ver\u00e4ndert hat. Und das ist auch so ein bisschen f\u00fcr die Zukunft, wo ich so ein bisschen Sorge vorhabe, dass wir es immer weniger schaffen, das zu machen, was wir eigentlich wollen. Also wenn ich mir da so den Zeitvergleich anschaue, da waren die Zahlen fr\u00fcher eben deutlich geringer, was man eigentlich in seiner Freizeit machen wollte. Das hat heute er zugenommen. Da muss man, glaube ich, f\u00fcr die Zukunft auch so ein bisschen aufpassen und wirklich sein eigenes Wohlergehen an erste Stelle stellen und jetzt nicht auch in einer Freizeit. Ich muss die Freizeit optimieren, weil ich muss sowieso meinen K\u00f6rper optimieren. Ich muss mein Aussehen optimieren und meine Arbeit optimieren. Jetzt muss ich auch noch meine Freizeit optimieren. Ich glaube, da m\u00fcssen wir so ein bisschen aufpassen, dass das irgendwie nicht passiert. Ja, zusammengefasst, die Deutschen suchen in ihrer Freizeit mehr nach Erholung, nach pers\u00f6nlichen Kontakten und aktiven Erlebnissen. Und jetzt geht es darum, das Ganze auch einfach zu machen. Perfekt zusammengefasst, da kann ich nichts mehr erg\u00e4nzen. Insofern auf in die Freizeit. Wir w\u00fcnschen euch eine sch\u00f6ne Woche. F\u00fcr alle, die das Ganze nochmal genau sich anschauen wollen, wie gesagt, auf www.freizeitmonitor.de findet ihr alle Informationen aufbereitet. und auch die M\u00f6glichkeit, uns nat\u00fcrlich nochmal direkt anzuschreiben, wenn ihr etwas nicht findet, nicht versteht. In diesem Sinne. Macht's gut und bis n\u00e4chste Woche. Ciao. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren.\n\nDieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Und dann geht's. 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