{"id":5159,"date":"2024-10-24T06:02:55","date_gmt":"2024-10-24T04:02:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5159"},"modified":"2026-07-21T18:58:12","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:12","slug":"between-networking-and-challenge-the-effects-of-social-media","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/zwischen-vernetzung-und-herausforderung-die-auswirkungen-von-social-media\/","title":{"rendered":"Between networking and challenge: the impact of social media"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In this episode, we look at how social media is changing our lives and society - with all its positive and negative aspects. From global networking to the downsides such as the spread of misinformation or addiction.<\/p>\n<p>In this episode, find out not only what the paradox of loneliness is, or how social media influence our communication, our togetherness and our society, but also how we can find a healthy way of dealing with it.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5159","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 3 - Folge 34","pdf-download_dateiname":"SFZ-PDF-5159.pdf","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/59-zwischen-vernetzung-und-herausforderung-die-auswirkungen-von-social-media\/embed?context=external&token=nCsfDAakok0FcdTHVd3S-g\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1642794-m-99821cc2d3be7c2a29228cab1183c225.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Heute sprechen wir \u00fcber Social Media. Oh, ein gro\u00dfes Thema. Genau, Uli. Als erstes interessiert mich, nutzt du eigentlich Social Media? Nat\u00fcrlich, aber ich bin ja \u00e4lter. Insofern, bei mir ist es Facebook. Ah, okay. Das Klischee erf\u00fcllt sich. Total. Also man merkt, ich bin \u00fcber 50. Das ist total da. Du wahrscheinlich nicht mehr, oder? Nee, ich nutze Facebook nicht mehr. Ich hatte das auch mal, als es so rauskam und so, aber jetzt schon ewig nicht mehr reingeguckt. Ich nutze sehr viel Instagram. Wof\u00fcr?\n\nUm Informationen zu bekommen und Inspiration zu bekommen. Also zu ganz unterschiedlichen Themen. So wie mein Leben sich ver\u00e4ndert. Am Anfang war es ganz viel zum Backen. So Torten-Influencer. Und dann kamen die Kinder und dann kam das Haus und der Garten. Und so entwickelt sich das jetzt ganz viel DIY. So entwickelt sich das immer weiter. Und das finde ich irgendwie total cool, da irgendwie so ein bisschen, ja, eben Inspiration und Ideen zu bekommen. Das hei\u00dft aber nicht unbedingt mit Leuten, die du kennst, sondern eher Leuten, denen du folgst. Ja, genau. Also ein paar Freunde sind auch da, denen folgt man dann dadurch. Das ist dann teilweise ein bisschen wie so ein Tagebuch, wo man zuschauen kann. Ich w\u00fcrde sagen, so die noch \u00c4lteren, die nutzen den WhatsApp-Status. Da kann man auch immer manchmal so ein bisschen gucken, was die gerade so machen. Ja, aber tats\u00e4chlich gar nicht so viel, um mit Freunden in Kontakt zu sein. Guck, und das ist bei mir an sich der einzige Grund. Also dass ich da irgendwie zusehe, ob es jetzt alte Schulfreunde sind, vor allem nat\u00fcrlich die Amerikaner. Das ist halt f\u00fcr meine Generation sozusagen damals das Medium gewesen. Und ich kann wirklich gef\u00fchlt mit denen in Kontakt bleiben. Also mitkriegen, was passiert in deren Leben und es ist eher dieses Pers\u00f6nliche. Also wer, keine Ahnung, wessen Kinder haben geheiratet, wessen Kinder sind los zur Uni irgendwie gegangen, wo, wer war irgendwie im Footballstadion, was ist irgendwie in deren Leben passiert. Dass man so ein St\u00fcck weit dran teilnimmt. Jetzt nicht unbedingt mit Best\u00e4tigung und Likes irgendwas, sondern wirklich eher so, ja, der Status-Update, was passiert bei denen. Also eher dieses Gemeinsame, das Soziale, sag ich mal wirklich. Ja, genau. Und habt ihr da auch so Gruppen, also dass auch so ein gewisses Gemeinschaftsgef\u00fchl entsteht? Weil das kenne ich noch fr\u00fcher, so diese ganzen Facebook-Gruppen, Foren, wo man sich halt eben organisieren kann, um dann Gleichgesinnte zu finden. Irgendwie quasi, ich bin neu in Hamburg und so weiter. Also mache ich weniger, sage ich offen, aber ist jetzt eher wieder f\u00fcr die Amerikaner bei mir, dass die halt irgendwie sagen, wer hat Lust, keine Ahnung, diesen Monat in die und die Kneipe zu gehen. Oder wer hat Lust, irgendwie zum Barbecue vorbeizukommen und es melden sich irgendwelche Leute. Also wenn ich dr\u00fcben bin, dann sage ich halt schon, Mensch, ich bin jetzt da, wer ist irgendwie noch da, wer hat Lust, sich mal zu sehen, irgendwie was zu machen. Das ist schon, dass man das \u00fcber Facebook macht. Was ich halt witzig finde bei den Amis, ist es auch ganz klar, deren WhatsApp, also die haben ja kein WhatsApp in dem Sinne, sondern die schritten sich halt dann \u00fcber Facebook, Messenger, die Sachen irgendwie zu. Also das ist auch deren Art der direkten Kommunikation. Genau, aber das sind ja schon echt so die positiven Beispiele f\u00fcr Social Media, dass man irgendwie Gemeinschaft hat, Wissen, Information bezieht. Was Sie jetzt noch nicht gesagt haben, hat keiner von uns jetzt daf\u00fcr genutzt, aber auch soziale und politische Bewegungen organisieren sich ja auch ganz viel \u00fcber Social Media. Organisation von Protesten und so weiter, also die Unterst\u00fctzung von Minderheiten. Also ich glaube, gerade hier beim Arabischen Fr\u00fchling oder auch der Black Lives Matter Bewegung waren ja die sozialen Medien gro\u00dfe unterst\u00fctzende Medien. Das stimmt, wobei das fast schon die perfekte \u00dcberleitung zu unserem Chart der Woche ist. Ach ja. Denn, man darf nicht vergessen, ist nat\u00fcrlich auch immer eine gewisse Gefahr dabei. Also sehen wir jetzt gerade mal die Wahlen in Ostdeutschland an. Manche Parteien sind ja deutlich besser bei Social Media unterwegs als andere. Also es hat nat\u00fcrlich auch immer gro\u00dfe Herausforderungen, die damit einhergehen. Und das zeigt sich ja auch anhand der Ergebnisse des Chart der Woche. Genau, da haben wir n\u00e4mlich gefragt, wie die Bundesb\u00fcrger denn eigentlich so die Auswirkungen auf die Gesellschaft von Social Media sehen. Und 61 Prozent sehen eher negative Auswirkungen auf unsere Gesellschaft. Was sich jetzt im ersten Moment, k\u00f6nnte man jetzt ja sagen, okay, also nur gut die H\u00e4lfte, legt ich aber jeder F\u00fcnfte. Genau, also fast zwei Drittel. Und es ist halt nur jeder F\u00fcnfte, der sagt nein. Also die anderen sind einfach, weil sie es wahrscheinlich nicht nutzen. Also auch knapp jeder F\u00fcnfte, der irgendwie sagt, wei\u00df ich nicht, kann ich nicht beantworten. Also wenn wir uns das anschauen, dreimal so viele sagen halt ja, negative Auswirkungen im Gegensatz zu einem Viertel, die dann halt irgendwie sagen, wissen sie nicht genau. Also da sehen wir nat\u00fcrlich schon auch einen gro\u00dfen Unterschied einfach da. Wobei wir nat\u00fcrlich auch nicht vergessen d\u00fcrfen, wenn man sich so Gruppen anschaut. Also ich war \u00fcberrascht, zwischen Jung und Alt sind gar nicht die Unterschiede so gro\u00df. Gro\u00dfe Unterschiede aber schon beim Einkommen und bei der Bildung. Also deutlich mehr besser verdienende, h\u00f6her gebildete. Da sind es fast drei Viertel, die eben sagen, das geht schon eher mit negativen Auswirkungen einher als mit positiven. Ja. Was sind denn die negativen Auswirkungen f\u00fcr dich? Also allen voran ist f\u00fcr mich so die psychischen Auswirkungen. Also Social Media machen abh\u00e4ngig. Es ist einfach Beleg mittlerweile. Es gibt sehr, sehr viele Studien dazu. Und es ist eben besonders gef\u00e4hrlich f\u00fcr Kinder und Jugendliche, weil nat\u00fcrlich das Gehirn auch noch anders ausgebildet ist. Die befinden sich in einem ganz anderen Stadium ihres Lebens. Und da ist einfach dieses Abrutschen in diese Abh\u00e4ngigkeit, das Gef\u00fchl haben, dieses Ger\u00e4t nicht mehr aus den H\u00e4nden legen zu k\u00f6nnen. Das ver\u00e4ndert so den gesamten Lebensverlauf. Was ich ja immer das Enorme finde, das wei\u00df an sich jeder. Also die ganzen Unternehmen wissen es auch, aber nat\u00fcrlich sind deren Gesch\u00e4ftsmodell ist halt eben darauf ausgelegt, dass du an sich diese kurze Belohnung jederzeit hast, den kleinen Kick hast, dass Dopamin ausgesch\u00fcttet wird. Also das ist ja... Ja, wo du gerade Dopamin sagst, das habe ich auch in einem spannenden Studium dazu gelesen, zwischen Unterschied zwischen schnellem und langsamem Dopamin. Denn das ist halt das Problem, dass halt gerade Kinder und Jugendliche so soziale Verhaltensnormen und so weiter ja normalerweise im echten Leben lernen. Und wenn die jetzt relativ fr\u00fch schon mit Social Media in Kontakt kommen, dann kommen sie eben auch mit diesem schnellen Dopamin in Kontakt. Also man kriegt die ganze Zeit Belohnung und Belohnung und Belohnung durch dieses Scrollen und so weiter, durch Likes, Aufmerksamkeit. Und im echten Leben geht das halt langsam. Also das Echte ist langsam. Man muss erstmal f\u00fcr etwas arbeiten, man muss sich was erk\u00e4mpfen, man muss durchhalten. Und diesen Unterschied, der ist total schwer auszuhalten. Und wenn man das durch Social Media, diese Schnelle gew\u00f6hnt ist, dann ist es im echten Leben total dramatisch, dass es so langsam geht. Wahnsinn. Da passt ganz gut zu. Ich habe neulich gesehen, Ronaldo hat seinem Kind sozusagen irgendeinen Account wieder gesperrt, weil der nach 24 Stunden schon irgendwie eine Million Follower hatte. Und er der Meinung war, nee, ich musste mein Leben lang auch hart f\u00fcr alles trainieren und f\u00fcr Best\u00e4tigung. Und du kannst jetzt nicht nur, weil dein Nachname irgendwie mein Name ist, mal eben dir eine Million Follower holen, weil du mein Sohn bist und du musst dir das erarbeiten. Also das fand ich ganz spannend, dass das war. Wobei, ich sage es auch an dieser Stelle offen, Messi ist der bessere Fu\u00dfballer in den Gegend zu Ronaldo. Also nicht, dass ich da in irgendwas reinrutsche. Nein, aber echt, sagst du nat\u00fcrlich, das ist schon etwas ganz Entscheidendes und wirklich eine gro\u00dfe Herausforderung, die mit Social Media einhergeht. Wir sehen es ja auch bei unserem Chart der Woche, viele sehen die negativen Auswirkungen. Aber ich finde es auch spannend, wenn man Jugendliche oder junge Erwachsene fragt, wie sie das selber sehen. Also die, die es halt wahnsinnig viel nutzen, das machst du doch mit deinen Studis auch immer, oder? Total. Diese Frage zu stellen. Ja, also ich frage ja mal zweierlei. Also einerseits mache ich ja mit denen im Seminar, dass ich nachfrage, wer von euch nutzt Netflix? Und dann sind irgendwie alle machen sozusagen Netflix. Und dann sage ich, ja, findet ihr Netflix, dass das erfunden wurde, findet ihr das gut? Und alle sagen, ja, ist halt viel besser als irgendwie fr\u00fcher ARD und ZDF. Sondern das ist jetzt irgendwie jederzeit und \u00fcberall und ich kann frei w\u00e4hlen, finden sie gut. Und dann frage ich dasselbe mit TikTok, wer von euch nutzt das? Und dann sind es irgendwie, keine Ahnung, 90 Prozent, die das nutzen. Und frage ich, ja, findet ihr das gut, dass das erfunden wurde? Und es sind vielleicht ein Viertel, ein F\u00fcnftel, die es irgendwie gut finden. Also die sehen es nat\u00fcrlich selber schon auch kritisch. Also das ist schon ganz interessant. Das ist doch krass, oder? Total. Ja, das andere Experiment, was ich hier immer mache, ist, wenn ich mit denen in die USA fahre, das habe ich ja, glaube ich, im Podcast schon mal erz\u00e4hlt, dann d\u00fcrfen die eine Woche lang bei mir kein Smartphone benutzen und abends k\u00f6nnen sie das bei mir erst machen, aber tags\u00fcber eben nicht. Und an sich finden sie das alle auch gut, dass sie dann gezwungen werden. Und das sagen ja auch verschiedene Studien. Wenn du eben es schaffst, das l\u00e4ngere Zeit nicht zu machen oder weniger Zeit am Smartphone zu machen, dann verbessert sich dein Sozialleben total schnell. Weil das sage ich ganz offen, ist f\u00fcr mich immer das Wesentliche nat\u00fcrlich bei Social Media, diese Gefahr abzudriffen, was soziale Beziehungen angeht. Total. Ja gut, und was macht man dann? Den jetzt einfach das Smartphone wegnehmen. Das ist nat\u00fcrlich auch keine Option, weil alle anderen haben es ja. Also ich sehe ja auch das Problem der Eltern, kennst du wahrscheinlich auch. Aber ich wei\u00df, wie ihr das bei euch an der Schule gemacht habt. Und das ist ja f\u00fcr mich eigentlich auch echt so die L\u00f6sung f\u00fcr die Zukunft. Man muss sich mehr auf die Gemeinschaft verlassen k\u00f6nnen. Ja, vielleicht ganz kurz dazu f\u00fcr die Geh\u00f6rer nochmal. Was wir in der Schule gemacht haben, ist, wir haben einfach vereinbart, dass vor der f\u00fcnften Klasse keiner ein Smartphone hat. Vor der sechsten Klasse keiner an sich WhatsApp nutzen wolle. Dann konnten wir es irgendwann nicht mehr auch in der Klasse halten, weil dann irgendwelche Eltern gesagt haben, naja, aber das ist die Art, mit unseren Kindern in Verbindung zu bleiben. Aber an sich haben wir so eine Art Medienvertrag geschlossen. Und der hat gut funktioniert, weil dadurch nat\u00fcrlich nicht diejenigen au\u00dfen vor waren, die noch nicht das Smartphone hatten, die noch nicht WhatsApp hatten, sondern die Partys dann halt, wo die Eltern nicht mitmachen wollten, die irgendwie ein St\u00fcck weit au\u00dfen vor waren. Und es hat wirklich dazu gef\u00fchrt, dass wir als Klassengemeinschaft das l\u00e4nger halten konnten. Also, dass die Kinder sich in der Schule verabredet haben, nachmittags was gemacht haben und nicht jetzt irgendwie, wie es wahrscheinlich viele andere machen, st\u00e4ndig nur dar\u00fcber hin und her getextet, dass man sich mal wieder treffen sollte. Und das ist, ich finde es total richtig. Also, weil so ist n\u00e4mlich keiner nachher der Au\u00dfenseiter, sondern es gibt eine Gemeinschaft. Und die Regeln in dieser Gemeinschaft, das ist ja das, was f\u00fcr die jungen Erwachsenen dann in dem Moment auch wichtig ist. Total. Ja, und ich glaube halt nat\u00fcrlich auch, wenn wir immer jetzt von sozialen Medien sprechen, dieses Ph\u00e4nomen der sozialen Isolation oder man sagt da irgendwie auch das Paradoxon of Loneliness, das sind ja schon wirklich gro\u00dfe Herausforderungen. Also, die Einsamkeit steigt einfach, obwohl wir eben st\u00e4ndig digital verbunden sind. Und jetzt kann man nat\u00fcrlich immer wieder sagen, ja, aber ich habe so viele Follower oder ich habe so viele Freunde bei irgendwelchen Social-Media-Kan\u00e4len. Das ist schon ein Unterschied, ob du eine Online-Freundschaft hast oder eine reale Freundschaft hast. Absolut. Also auch messbar, was das hat, auch dieses Gef\u00fchl. Auch wenn man viele Follower hat, wie du sagst, f\u00fchlt man sich einsam. Denn wir sind ja soziale Wesen und wir brauchen den echten Kontakt. Also ein echtes Gespr\u00e4ch kann nie mal durch so einen Online-Chat irgendwie ersetzt werden. Total. Und es ist nat\u00fcrlich auch nicht nur immer diese st\u00e4ndige positive Best\u00e4tigung, sondern Freundschaften zeichnen sich auch dadurch aus, dass du halt mal Kritik \u00fcbst, dass du irgendwie f\u00e4hig wirst, Sachen vielleicht anders zu sehen. Also auch einfach f\u00fcr deinen Horizont ist es nat\u00fcrlich schon wichtig. Und darum ist es umso wichtiger eben, dass man pers\u00f6nliche Beziehungen pflegt, egal wie schwer es ist. Ja. Wie siehst du das? Findest du, dass Social-Media-Plattformen so zur gesellschaftlichen Spaltung beitragen? Aufgrund von diesen Bubbles, die da entstehen? Fake News, die verbreitet werden? Ja, sehe ich schon, weil du nat\u00fcrlich diese Echo-Chambers immer hast, dass du nur das wiedergegeben kriegst, was du vorher auch sozusagen gesucht hast. Und dann ist der Algorithmus dahinter, dass dir das nat\u00fcrlich gef\u00e4llt. Also die Gefahr der Desinformation ist schon gro\u00df. Und damit einher geht nat\u00fcrlich auch immer, dass du den traditionellen Medien weniger verfolgst. Also Fake News ist, glaube ich, wirklich schon eine gro\u00dfe Gefahr f\u00fcr die Demokratie am Ende des Tages. Ja. Weil du halt in deiner Fox-Bubble drin bleibst oder in deiner Bubble irgendwie von Twitter oder von irgendwelchen anderen Kan\u00e4len. Das ist schon nicht einfach, muss man ganz klar sagen. Ja, genau. Ich sehe das sogar als gr\u00f6\u00dferes Problem an, als jetzt irgendwie \u00e4u\u00dfere Sicherheit. Also ich glaube wirklich, dieses eher aus einer Gesellschaft heraus, weil wir so \u00fcberzeugt davon sind und nur noch schwarz-wei\u00df sehen und gut und b\u00f6se und keine Graut\u00f6ne mehr sehen und uns dar\u00fcber informieren. Also das ist wirklich schwer, glaube ich, f\u00fcr die Zukunft. Apropos Zukunft. M\u00fcssen wir jetzt Social Media abschaffen oder wie wird sich das k\u00fcnftig entwickeln? Also ich glaube, unterschiedliche Sachen, die man irgendwie vorantreiben kann. Einerseits glaube ich nat\u00fcrlich, dass irgendwann schon die Politik auch die Unternehmen st\u00e4rker in die Pflicht nehmen wird. Also wenn wir jetzt irgendwie, keine Ahnung, Alkohol und Tabak und so daf\u00fcr verantwortlich machen, dass ich bestimmte Produkte eben ab einem gewissen Alter erst nutzen kann, muss man nat\u00fcrlich auch dr\u00fcber nachdenken, dass das nicht irgendwie immer nur, ja, ich bin \u00fcber 13, ich bin \u00fcber 16, ich bin irgendwie 18, mal eben anklicken kann und es nicht verifiziert werden muss. Also da sind die Unternehmen, glaube ich, gefordert. Ich halte das f\u00fcr einen totalen Quatsch, dass die irgendwie sagen, das ist technisch zu schwer. Also die k\u00f6nnen technisch irgendwie alles machen und sammeln alle Daten von mir und haben alles und dann k\u00f6nnen sie nicht feststellen, ob ich \u00fcber 18 bin oder \u00fcber 13 bin. Also du w\u00fcrdest zumindest Alter f\u00fcr Social Media fordern von 16? Ja, denke ich schon, also dass das wirklich etwas Gutes bin. Nat\u00fcrlich, glaube ich, andererseits auch, dass sich neue Unternehmen am Markt positionieren werden, die das vielleicht anbieten, die sich automatisch, keine Ahnung, nach zwei Stunden Nutzungsdauer abstellen und du es dann nicht mehr nutzen kannst. Also dass du es zeitlich limitierst und diese Abh\u00e4ngigkeit nicht zu haben, das sind so deren USP. Und ich hoffe nat\u00fcrlich einfach auch da ein St\u00fcck weit auf die n\u00e4chste Generation. Also ich bin nat\u00fcrlich auch ein St\u00fcck weit raus, weil ich einfach nur verbieten kann es nat\u00fcrlich nicht sein. Ja, ich sehe das so ein bisschen, wo du sagst, n\u00e4chste Generation. Bei uns wurde ja ganz stark Medienkompetenz gepredigt. Oh, jetzt gibt es \u00fcberall Medien. Jetzt m\u00fcssen die Kinder lernen, die richtigen Inhalte auszuw\u00e4hlen. Und ich glaube, so mit der n\u00e4chsten Generation, die muss halt lernen, \u00fcberhaupt mit den Medien richtig umzugehen. Also es geht nicht nur darum, es haben mittlerweile ja auch Studien belegt, es hie\u00df dann ja immer, wenn man jetzt so gewaltvolle Videospiele spielt, dann wird man aggressiv und selber zur Gewalt greifen. Und das ist ja belegt, dass es eben nicht so ist. Und jetzt glaube ich, geht es eher darum, okay, \u00fcberhaupt der Konsum von Social Media, wie geht man damit um? Ja, ich glaube, das ist ein guter Ansatz. Und ich glaube nat\u00fcrlich Endeffekt, was wir auch schon h\u00e4ufiger gesagt haben, man muss dann eben eher das reale Leben wieder betonen. Und ob es jetzt irgendwie... Oh, dann m\u00fcssen wir eine n\u00e4chste Podcast-Folge zu machen, weil was ist das reale Leben? Also dann brauchst du ja auch mehr Verantwortung, mehr Gemeinschaft, mehr Aufgaben. Aber das ist nicht das, was die wollen, die Menschen. Also diese Verantwortung, es tut ja gut, gebraucht zu werden. Es tut gut, wenn man was geschafft hat. Und es tut an sich nicht so gut, wenn du dich nur hast berieseln lassen. Also das ist schon... Okay, wir machen nochmal n\u00e4chste Folge das Leben ohne Social Media. Okay, eine sch\u00f6ne Geschichte. In diesem Sinne, dann checken wir jetzt unseren Social Media-Status. Macht's gut, bis n\u00e4chste Woche. Bis dann, tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Und dann geht's da."},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Zwischen Vernetzung und Herausforderung: Die Auswirkungen von Social Media - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Erfahre in dieser Folge u.a. wie soziale Medien unsere Kommunikation, unser Miteinander und unsere Gesellschaft beeinflussen.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/between-networking-and-challenge-the-effects-of-social-media\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zwischen Vernetzung und Herausforderung: Die Auswirkungen von Social Media - 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