{"id":5234,"date":"2024-12-19T05:58:41","date_gmt":"2024-12-19T04:58:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5234"},"modified":"2026-07-21T18:58:12","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:12","slug":"how-do-germans-spend-the-festive-season-between-family-and-loneliness-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/wie-verbringen-die-deutschen-die-festtage-zwischen-familie-und-einsamkeit-2\/","title":{"rendered":"How do Germans spend the festive season? Between family and loneliness"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The last few weeks of the year are a time for contemplation and tranquillity - at least in theory. But how do Germans actually spend the festive season? Is the focus on the family, or are more and more people packing their suitcases to celebrate under palm trees?<\/p>\n<p>In this episode, we not only take a look at Christmas and New Year's Eve habits in Germany and share some surprising facts, but also give a few tips on how to start the New Year in a truly relaxed way.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5234","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 3 - Folge 41","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/68-wie-verbringen-die-deutschen-die-festtage-zwischen-familie-und-einsamkeit\/embed?context=external&token=FLZSdFDYRkiR9T0EqqzGaQ\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1716545-m-5dda2726c50f145b4c6ef201b59b1d89.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. In wenigen Tagen ist Weihnachten und da haben wir uns nat\u00fcrlich auch hier in der Stiftung gefragt, wie verbringen die Deutschen eigentlich die Festtage? Also sowohl Heiligabend als auch die Feiertage und dann aber auch noch Silvester. Das haben wir uns mal genauer angeschaut und auch einen Chart der Woche gemacht. Uli, magst du das einmal vorstellen? Fangen wir mit Weihnachten an? Weihnachten, also auff\u00e4llig ist, dass nat\u00fcrlich die Familie ganz weit vorne steht. Also B\u00fcrger wollen wirklich am liebsten, am h\u00e4ufigsten den Heiligenabend mit der Kernfamilie verbringen. Nat\u00fcrlich auch gerne im erweiterten Kreis, ganz gleich, ob es jetzt so mit Freunden ist oder der Gro\u00dffamilie. Also das steht ganz weit vorne. Jeder Zw\u00f6lfte f\u00e4hrt dann aber schon in Urlaub, was ich jetzt nicht wenig fand. Also die sind unterwegs jetzt auch nicht nur \u00fcber Nacht bei der Familie, sondern wirklich weit weg. Und sieben Prozent feiern Weihnachten nicht, sieben Prozent sind noch unentschlossen, aber leider auch sieben Prozent verbringen Heiligabend alleine. Okay, wie verbringst du Heiligabend? Diesmal ganz wild. Also wir kriegen Besuch aus Amerika und die feiern Weihnachten mit uns. Also das Haus ist voll mit zehn Leuten. Am ersten kommt dann auch meine Mutter, meine Schwester dazu. Also insofern diesmal sehr intensiv. Ich z\u00e4hle zu den 13 Prozent, die im gr\u00f6\u00dferen Kreise bei sich zu Hause feiern. Genau. Und bei dir, du z\u00e4hlst dies Jahr zu einer kleineren Gruppe, ne? Genau, ich z\u00e4hle zu den acht Prozent der Deutschen, die in den Urlaub fahren. Meine Tochter kommt ja n\u00e4chstes Jahr in die Schule und deswegen haben wir gesagt, wir m\u00fcssen das nochmal ausnutzen, au\u00dferhalb der Ferienzeiten zu verreisen. Dann bin ich sehr gespannt, was du berichten wirst, wie du dann den Heiligenabend verbracht hast. Ich glaube, das f\u00e4llt mehr oder weniger aus. Irgendwie fehlt mir so ein bisschen der Schnee und die Tannen. So unter Palmen kommt nicht so richtig Weihnachtsstimmung auf. Ihr h\u00f6rt schon, wo Ayaan ihr Weihnachten verbringen wird. Ja, aber das ist nat\u00fcrlich auch, wie du sagst, also dieser Schneek\u00e4lte, es hat auch schon viel mit Ritualen zu tun, mit Tradition. Das ist den B\u00fcrgern schon wirklich wichtig. Nat\u00fcrlich auch jetzt irgendwie Geschenke, gutes Essen, Zeit f\u00fcr Gespr\u00e4che, alles auch wichtig. Aber diese Klassiker, die sind schon wirklich wichtig, auch f\u00fcr die Deutschen. Ja, ich finde auch, es gibt ja auch so eine Gem\u00fctlichkeit, gerade in dieser dunklen Jahreszeit, wenn dann alles so sch\u00f6n geschm\u00fcckt ist. Und ja, Kerzen hat man ja meistens jetzt nicht mehr echte. Oder habt ihr noch echte Kerzen? Auf alle F\u00e4lle, ja. Wirklich? Nat\u00fcrlich, Waldorf-Familie, also insofern nat\u00fcrlich. Naja, aber auch die Lichterketten tragen ja zu so einer sch\u00f6nen Stimmung bei. Ja, und es ist schon eine besinnliche Zeit, finde ich immer. Das ist auch wirklich was Besonderes. Und war es historisch gesehen ja auch immer. Also Weihnachten war auch schon wirklich was Besonderes. Man kennt vielleicht auch diese Geschichten vor gut 100 Jahren, 110 Jahren, Zeiten des Ersten Weltkriegs, als wirklich dann auch eine inoffizielle Waffenruhe eingesetzt hat am Weihnachtstag, weil deutsche und britische Soldaten eben dann zusammen Weihnachten gefeiert haben. Also Weihnachten hat nat\u00fcrlich auch wirklich was Friedvolles und ist nat\u00fcrlich auch nicht umsonst so ein bisschen Fest des Friedens. Das passt schon dazu. Geht ihr denn Weihnachten auch in die Kirche? In den Stall sogar. Also unsere Kirche bietet an, dass der Gottesdienst im Pferdestall stattfindet. Machen wir jetzt das dritte Jahr in Folge. Ist ein v\u00f6llig anderes Gef\u00fchl. Also auf einmal hast du so diesen Geruch des Stalls irgendwie auch in der Luft. Es ist kalt. Man kann es gut nachempfinden. Es gibt kein k\u00fcnstliches Licht. Es ist wirklich sehr heimelig und eine ganz besondere Stimmung. Und dann singt man ein bisschen da. Das macht unsere Kirche wirklich toll. Die Kinder genie\u00dfen es. Wir genie\u00dfen es. Also es ist wirklich was Sch\u00f6nes. Sch\u00f6n. Weil das ist ja f\u00fcr viele auch eben eine Tradition, wie sie diesen Tag, gerade den Heiligabend, begehen. Dass man halt immer erst noch einmal in die Kirche geht, gemeinsam singt. Dann wird gegessen. Was gibt es bei euch zu essen? Das ist ja auch in vielen Haushalten jedes Jahr genau das Gleiche. Das stimmt. Bei uns gibt es dieses Jahr, glaube ich, den Klassiker mit Rachlet nochmal, weil wir irgendwie Besuch da haben. Das ist f\u00fcr mich eher Silvester. Nee, Silvester ist f\u00fcr mich eher wieder so. Fandu. Nee, Fandu auch nicht unbedingt. Eher so diese Kleinigkeiten und jeder bringt was mit. Aber auch sicherlich davon abh\u00e4ngig, wie man feiert. Aber da kommen wir gleich zu. Aber du hast nat\u00fcrlich recht. Das wollte ich gerade sagen. Das Spirituelle ist am Weihnachten schon auch wichtig. Und das ist ja auch eine Zeit der Besinnlichkeit, der Dankbarkeit. Wir haben ja gerade auch diesen Podcast auch gemacht vor zwei Wochen zum Thema Spenden war es, glaube ich. Dass das nat\u00fcrlich auch etwas ist, was man mit Weihnachten verbindet. Also insofern, das ist schon auch was Besonderes, wirklich Weihnachten. Genau. Naja, wenn du sagst Spenden, Geld ausgeben, da f\u00e4llt mir nat\u00fcrlich auch ein, du hast ja auch so eine sch\u00f6ne Zahl recherchiert, wie viel geben denn die Deutschen f\u00fcr Weihnachtsgeschenke aus? Denn neben der Besinnlichkeit kommt ja auch ganz schnell so ein Konsumrausch. So direkt im Anschluss an die Black Week, die im November war. Wie sieht es da aus? Immer mehr, muss man ehrlicherweise sagen. Also jetzt ist eine Summe, die ich enorm hoch fand. Insgesamt pro Person \u00fcber 500 Euro. Und das ist nat\u00fcrlich schon etwas, wenn man sich das \u00fcberlegt, was da zusammenkommt. Und f\u00fcr Kinder, denen von den Gro\u00dfeltern, Tanten, Onkels, von Freunden nach irgendwie. Also es sind wirklich enorme Summen. Beliebtesten Weihnachtsgeschenke sind ja nach wie vor B\u00fccher, von denen zwei, drei leider nicht gelesen werden. Ja, genau. Also das ist nach wie vor ganz weit vorne. Aber es ist auch ein ganz sch\u00f6ner Konsumrausch. Also kann man auch wirklich kritisch sehen, dass das nat\u00fcrlich auch wirklich dann die gro\u00dfe Konsumschlacht ist, die dann irgendwann unterm Baum gefeiert wird. Ja, ich finde ja auch immer, die Weihnachtsm\u00e4rkte sind ja auch irre gut besucht. Ich habe auch immer das Gef\u00fchl, die Stadt ist voll, die Menschen, die kaufen, kaufen, kaufen. Obwohl Weihnachtsmarkt darf man gar nicht mehr sagen. Nee, es ist jetzt Wintermarkt. Das stimmt. Ja, wobei, das wei\u00df ich gar nicht so. Ob dich das so gut findet, dass man es nicht mehr sagen darf. Zwei Drittel der Deutschen \u00fcbrigens, die dieses Jahr auf einem Weihnachtsmarkt gewesen sind oder auf einem Weihnachtsmarkt sein werden. Also ganz sch\u00f6n viele. Ja. Wie hast du denn ein paar Tipps, wie wir diese, ja irgendwie diese besondere Zeit zwischen Stress und Besinnung am besten gestalten k\u00f6nnen? Aus individuell nat\u00fcrlich immer ganz verschieden. Also wenn ich jetzt so an mich denke, wir machen schon, dass wir relativ fr\u00fch anfangen mit dem Plan, dass so einiges organisiert ist und dann nicht in Stress ausartet. Wir delegieren auch relativ gut. Also wenn meine Schwester kommt, die bringt einen Teil des Essens mit. Wenn die Freunde irgendwie was vorbereiten, die \u00fcbernehmen dann. Also dass man jetzt auch die Last so ein bisschen auf die Schultern verteilt. Ich glaube, das ist nat\u00fcrlich auch, wie du das Essen angesprochen hast. Das sind viele, viele leckere Sachen. Aber man muss auch so ein bisschen immer aufpassen, dass man zwischendurch auch nicht zu viel isst, habe ich immer das Gef\u00fchl. Also auch so ein bisschen was Gesundes zwischendurch oder mal Ma\u00df halten. Und dann finde ich schon auch wichtig, dass man vielleicht so ein bisschen Dankbarkeit auch irgendwann hat. Also gemeinsam zur\u00fcckblickt, Sinn des Weihnachtsfestes dr\u00fcber nachdenkt. Gute Gespr\u00e4che geh\u00f6ren f\u00fcr mich f\u00fcr Weihnachten auch irgendwie dazu, dass man es auch irgendwie selbst zur Ruhe kommt und selbst das Weihnachtsfest so ein bisschen auf sich wirken l\u00e4sst. Das ist schon was, glaube ich, Gutes. Ich finde, was wir jetzt auch gemacht haben, gerade auch so im Gespr\u00e4ch mit unseren Eltern oder auch mit der Gro\u00dfmutter, als sie noch lebte, so Rituale auch mal zu hinterfragen. Also gewisse Dinge geben, sind ja einfach, nimmt man als gegeben an, weil es schon immer so gemacht wurde, aber stresst einen vielleicht oder passt f\u00fcr einen selber gar nicht. Und dann das gegebenenfalls doch irgendwie wieder anzupassen. Also viele, ich bin so gro\u00df geworden, unsere ganzen Familien auch, dass zum Beispiel der Tannenbaum erst am 24. geschm\u00fcckt pl\u00f6tzlich dasteht. Nat\u00fcrlich, bei uns auch. Aber ich pers\u00f6nlich finde das viel sch\u00f6ner, den schon ab dem ersten Advent da zu haben. Und deswegen haben wir dar\u00fcber gesprochen. Irgendwie war sich jeder einig, dass das total sch\u00f6n ist, die gesamte Adventszeit \u00fcber schon den Weihnachtsbaum stehen zu haben. Und diese Tradition haben wir jetzt einfach mal ge\u00e4ndert. Spannend. Also wild seid ihr an der Stelle gewesen. Du sagst mal, seid ihr aber eigentlich auch \u00fcber Silvester, seid ihr auch noch unterwegs, ne? Ja, richtig, genau. \u00dcber Silvester bin ich tats\u00e4chlich auch schon \u00f6fter verreist. Oh, guck an. Ja, und damit bin ich auch gar nicht so alleine in Deutschland mit. Also es sind schon auf jeden Fall ein paar mehr Deutsche, die \u00fcber Silvester verreisen wollen, Urlaub machen oder eben im In- und Ausland sogar. Mehr als zu Weihnachten. Aber der Gro\u00dfteil, also auch jeder dritte Deutsche verbringt Silvester eigentlich zu Hause und zwar im kleinen Kreis. Also ich h\u00e4tte jetzt auch gedacht, diese gro\u00dfe Party, die man mit Freunden oder Bekannten feiert, das ist eher so bei jedem F\u00fcnften ungef\u00e4hr. Wahnsinn. Und jetzt irgendwie diese organisierten Feiern, Veranstaltungen, Partys, ist sowas irgendwie f\u00fcr die Deutschen? Noch was? Das ist keine Massenveranstaltung. Also man sieht das ja dann irgendwie im Fernsehen, wie viele Menschen sich irgendwie am Brandenburger Tor versammeln. Aber da sind tats\u00e4chlich nur f\u00fcnf Prozent. Aber es macht einen riesengro\u00dfen Unterschied, wenn man sich die Altersstruktur anguckt. Also bei den jungen Erwachsenen, also alle, die so unter 25 sind, da ist es jeder Dritte, der zum Beispiel gerne verreisen m\u00f6chte oder eben auch drau\u00dfen mit seinen Freunden Party feiert. Je \u00e4lter man wird, desto ruhiger wird man. Paare, Familien feiern gerne mit Freunden zu Hause und Ruhest\u00e4ndler tats\u00e4chlich gewollt oder ungewollt, h\u00e4ufig auch allein. Aber insgesamt k\u00f6nnte man dann sagen, kleiner Kreis statt gro\u00dfer Knall. Eine wundersch\u00f6ne Schlagzeile. Ja, so k\u00f6nnte man es nennen. Ja, ich meine, wenn man sich jetzt sowieso nochmal Silvester kurz \u00fcberlegt, das ist ja schon noch ganz interessant. Also ich habe vorher so ein bisschen manchmal nachgeguckt. Ich wusste gar nicht, wie das \u00fcberhaupt entstanden ist. Also warum feiern wir eigentlich das neue Jahr? Das geht ja zur\u00fcck auf Julius C\u00e4sar, der damals gesagt hat, Januar, Janus, kennt man ja vom Januskopf, zwei Gesichter, einmal vor, einmal zur\u00fcckblicken. Und das war dann auch so, dass das sozusagen dann auch die mehr oder weniger Geburtsstunde von Silvester war. Und Silvester ja auch benannt nach dem Papst Silvester, der am 31. Dezember starb. Also ich habe mich immer, im Englischen gibt es ja jetzt ja, es ist ja New Year's Day, ist jetzt ja nicht Silvester Day oder irgendwas, sondern ist halt wirklich nach diesem alten Papst. Ach, das ist ja spannend. Okay, das habe ich auch nicht gewusst. Ja und ansonsten halt auch in anderen L\u00e4ndern wird echt anders gefeiert. Also keine Ahnung, einige sagen ja, du musst um Mitternacht jemanden k\u00fcssen, das soll dein Gl\u00fcck f\u00fcrs neue Jahr bringen. Wir haben mal in D\u00e4nemark gefeiert, da sind alle von den St\u00fchlen gesprungen, ins neue Jahr gesprungen sozusagen. Spanien werden zw\u00f6lf Weintrauben gegessen, geben Glockenschlag eine. Ja, in Italien musst du glaube ich auch was Rotes anhaben, was dann irgendwie wieder Gl\u00fcck bringen soll. Ja, also schon ganz spannend, was alle. Hast du da irgendwas, was du immer machst? Ist das so abergl\u00e4ubig? Ein Neujahrsvorsatz? Nat\u00fcrlich nehme ich mir immer was vor. Muss man ehrlicherweise sagen, machen auch 80 Prozent der Deutschen. Da allerdings scheitern die meisten dann auch relativ schnell dran. Was hilft, ist immer so ein bisschen das rumzuerz\u00e4hlen, was man sich eigentlich f\u00fcrs neue Jahr vornimmt. Ist dann Motivation und Kontrollen. Was soll ich dir sagen, warum das alles scheitert? Na? Weil man ja auf ein bestimmtes Datum wartet, dass man \u00fcberhaupt mit etwas anf\u00e4ngt. Wenn du wirklich was ver\u00e4ndern willst, dann machst du das sofort. Alles, was aufgeschoben wird, das wird auch sp\u00e4ter noch weiter aufgeschoben. Naja, aber du machst ja solche Sachen wie ich trinke dann weniger oder ich ern\u00e4hre mich ges\u00fcnder oder ich treibe mehr Sport oder sowas. Dann hast du nat\u00fcrlich die Motivation am 1. Januar nicht gleich den n\u00e4chsten Wein zu trinken oder sagen, mal eine Runde joggen zu gehen oder sowas. Ist glaube ich schon f\u00fcr viele, dass die sich das vornehmen. Aber wie gesagt, die meisten scheitern leider. Das muss man dazu sagen. Aber was meinst du denn, wie werden sich denn solche Festtage zuk\u00fcnftig entwickeln? Also dass man das ja in der Familie verbringt, Weihnachten oder auch Silvester mit seinen Freunden. Das ist ja schon immer so gewesen, aber es gab jetzt ja auch diese Konzentration mehr auf die Kernfamilie, dass eben auch tats\u00e4chlich immer mehr ja auch sagen, dass sie es alleine verbringen. Wenn du jetzt so auf die deutsche Gesellschaft schaust, was meinst du, wie wird das zuk\u00fcnftig aussehen? Wieder gr\u00f6\u00dfere Partys oder? Also ich glaube, Weihnachten wirklich mehr und mehr wieder dazu hingehen, dass es zum Fest der Besinnlichkeit ist. Also das ist ja auch, viele sagen ja auch, der Stress vor Weihnachten oder der Stress ein Weihnachten, das will man ja an sich gar nicht. Und ich glaube schon, dass da diese Bed\u00fcrfnisse der Ruhe, der guten Gespr\u00e4che, der Gemeinschaft, des guten Essens, dass das wieder noch mehr in den Vordergrund r\u00fcckt. Also ich glaube, das wird Bestand haben. Nat\u00fcrlich, unsere Gesellschaft ver\u00e4ndert sich auch insgesamt und nicht jeder feiert Weihnachten, hat sicherlich auch einen Einfluss drauf. Aber ich glaube, das Weihnachtsfest als solches bleibt schon dieses Besondere. Ich erwarte mehr Ver\u00e4nderungen bei Silvester, ehrlicherweise. Also dass wir jetzt irgendwie in 20 Jahren noch gro\u00dfartig Feuerwerk und Knaller und so haben werden, ich glaube, das ist f\u00fcr immer weniger Menschen zeitgem\u00e4\u00df. Also ich wei\u00df nicht, ob diese Zahlen stimmen, aber es sind glaube ich 5000 Tonnen Feinstaub, was so knapp ein F\u00fcnftel der j\u00e4hrlichen Feinstaubemission durch Fahrzeugen entspricht. Also wenn das wirklich stimmt, dann ist es halt wirklich, wirklich viel. Da glaube ich, werden wir irgendwann so Laser-Statt-Raketen haben, dass wir irgendwelche Sachen mit dem Laser in den Himmel malen, wo ich immer noch drauf warte, weil ich finde, Feuerwerke haben sich nicht ver\u00e4ndert. Ich habe schon so eine Drohnen-Show gesehen. Oh cool, ja. Aber ich finde, Feuerwerke an sich haben sich wenig ver\u00e4ndert. Also wenn ich so ein bisschen, nat\u00fcrlich sind die jetzt farbenfroher und, aber irgendwie ist es immer noch, du z\u00fcndest an, fliegt hoch, macht Peng und kommt irgendwas runter. Also ich finde es nicht so. Das sind mir wieder die Tradition, das geht dabei ja auch, dass man b\u00f6se Geister vertreibt. Das stimmt. Aber das m\u00fcsste man halt eben weiterentwickeln, ne? Ja, das stimmt. Also vielleicht auf irgendeine andere Art und Weise. Was erfinden, ne? Ja. Genau. Aber ansonsten, wenn du mich so fragst, wie die Leute in Zukunft Silvester feiern, ich glaube, das ist schon f\u00fcr viele auch so dieser Neubeginn f\u00fcr was Neues. Und dann wieder vielleicht auch mit Zuversicht und Hoffnung ins neue Jahr zu schauen. Wir machen ja n\u00e4chste Woche nochmal den Ausblick f\u00fcrs neue Jahr dann. Genau. Und ich glaube, das ist halt auch schon wichtig, dann irgendwann das Alte hinter uns zu lassen und mit mehr Optimismus in die Zukunft zu schauen. Ja. Auf, dass das n\u00e4chste Jahr besser wird. So wie ja jedes Jahr immer eigentlich besser geworden ist. Das stimmt, das darf ich nicht vergessen. In diesem Sinne, letzten Einkauf f\u00fcr Weihnachten sollten wir angehen. Genau. Und dann h\u00f6ren wir uns n\u00e4chste Woche. Bis dahin, frohe Weihnachten. Ciao.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Und dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren."},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wie verbringen die Deutschen die Festtage? Zwischen Familie und Einsamkeit - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Freizeit bedeutet Entspannung, Erlebnisse und Zeit f\u00fcr sich \u2013 oder etwa nicht? 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