{"id":5279,"date":"2025-03-06T11:43:05","date_gmt":"2025-03-06T10:43:05","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5279"},"modified":"2026-07-21T18:58:12","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:12","slug":"the-german-tourism-analysis-2025-results-and-analyses","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/die-deutsche-tourismusanalyse-2025-ergebnisse-und-analysen\/","title":{"rendered":"The German Tourism Analysis 2025: results and analyses"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Germans' desire to travel remains unbroken - despite economic uncertainties and global crises. Germany remains by far the most popular holiday destination.<\/p>\n<p>In this episode, you can find out everything about the travel behaviour of Germans in the past season: from holiday duration and holiday costs to the most popular travel destinations. 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Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Wow, mittlerweile die vierte Staffel. Wir freuen uns riesig \u00fcber jeden, der uns schon so lange verbunden ist, uns Feedback gegeben und Zukunftsfragen gesendet hat. Es ist nat\u00fcrlich nicht leicht, viele verschiedene Aspekte in nur 15 Minuten vorzustellen, aber wir m\u00f6chten unbedingt an dem Brain-Food-Charakter unseres Podcasts festhalten. Daher haben wir uns nun viele Gedanken gemacht und ein etwas neues Konzept entworfen. In der vierten Staffel wird es immer ein Monatsthema geben. Der Podcast erscheint weiterhin w\u00f6chentlich, ebenso wie auch unser Chart der Woche. Aber um tiefer in die Themen einsteigen und mehr Gedanken mit euch teilen zu k\u00f6nnen, wird es immer ein Oberthema geben, das wir dann in ein paar aufeinander folgenden Wochen besprechen. Wir starten diesen Monat anl\u00e4sslich der gr\u00f6\u00dften Tourismusmesse weltweit, der ITB, mit einem unserer Kernthemen, dem Tourismus. Es wird um Inlandstourismus, neue Reiseformen und nat\u00fcrlich die Zukunft gehen. Aber heute starten wir mit den Ergebnissen unserer 41. deutschen Tourismusanalyse. Und f\u00fcr dich, Uli, war das ja dieses Jahr ein Jubil\u00e4um. Ich glaube, du bist mittlerweile ein Vierteljahrhundert in der Tourismusforschung. Da siehst du mal, wie alt ich bin. Das stimmt. Also ich bin 1999 an der Stiftung angefangen und ich wei\u00df noch, dass es damals so f\u00fcr mich wirklich was Besonderes war, dann sich dem Thema Tourismus widmen zu k\u00f6nnen. Und das ist mittlerweile schon die 25. deutsche Tourismusanalyse, die ich hier begleiten darf. Insgesamt hast du ja gesagt, die 41. Also wirklich eine sehr lange Tradition, die wir da pflegen. Total. Hat sich denn irgendwie in diesen Jahren gro\u00df was ge\u00e4ndert? Reisen heute deutlich mehr Menschen oder eher weniger? Also die Reisefrequenz hat insgesamt schon so die letzten 10, 20 Jahre wieder zugenommen. Also nat\u00fcrlich gibt es immer so Schwankungen. Corona ist klar, dass sie deutlich runtergegangen. Aber mittlerweile sind es ja wieder fast zwei Drittel der Deutschen, das ist so der zweith\u00f6chste Wert, den wir jemals gemessen haben, die wenigstens einmal pro Jahr f\u00fcr f\u00fcnf Tage unterwegs sind. Das ist schon etwas, was ein bisschen \u00fcberraschend ist. Also gerade in Anbetracht der derzeitigen Zeit. Ja, trotz aller Krisen. Das stimmt. Ja, also die Menschen machen sich ja viele Gedanken und man hat das Gef\u00fchl, die Welt ist unsicherer geworden und die Inflation und man kann sich weniger leisten. Also beim Thema Reisen l\u00e4sst sich das wirklich nicht nachweisen. Also so intensiv wie verreist wurde, auch was ausgegeben wird und wie lange verreist wurde. Also alles, was damit reingeh\u00f6rt, das ist schon wirklich beeindruckend gewesen. Ja, der Slogan, so die kleine \u00dcberschrift unserer Tourismusanalyse war ja auch Krisenstimmung, aber nicht auf Reisen. Das hei\u00dft, man vielleicht ist gerade, weil es so viel Unsicherheit im Alltag oder in dem normalen Leben gibt, dass man deswegen verreisen muss, um dem Ganzen irgendwie ein bisschen zu entfliehen. Das stimmt. Wobei sie nat\u00fcrlich auch so ein bisschen abgezeichnet hat. Also wir haben ja am Anfang auch so ein bisschen zur\u00fcckgeblickt, was wir letztes Jahr auch im Podcast gesagt haben, dass auf Reisen wirklich zuletzt gespart wird. Also eher schrecken sich die Leute im Alltag ein, eher gehen sie weniger aus, eher verschieben sie irgendwelche Anschaffungen, als dass sie diese besten Wochen oder die magischen Wochen oder wie auch immer man es nennen m\u00f6chte, daheim verbringt. Also dieser Stellenwert des Reisens ist halt ungebrochen hoch und zus\u00e4tzlich hast du v\u00f6llig recht. Also man sucht nat\u00fcrlich ein Urmotiv des Reisens. Also worum verreisen? Menschen ist ja immer die Erholung, aber auch der Kontrast zum Alltag. Und auf Reisen soll dann eben vieles besser sein. Es soll anders sein. Man m\u00f6chte nicht an den Alltag erinnert werden. Insofern ist Reisen auch immer eine Art Flucht. Ja, also es ist schon vielleicht auch so ein gestiegenes Bed\u00fcrfnis nach Erholung in der Bev\u00f6lkerung da. Das w\u00fcrde ich schon sagen. Also du merkst halt einfach, man m\u00f6chte auf Reisen ja ein bisschen l\u00e4nger ausschlafen, mal f\u00fcnfe gerade sein lassen, mal vielleicht mehr essen, als was du zu Hause machst, l\u00e4nger abends unterwegs sein. All diese Sachen ist ja das, was man auf Reisen gerne macht oder nat\u00fcrlich auch mehr Zeit mit den Reisepartnern haben, mit der Familie haben, mit neuen Bekanntschaften, dass man eben nicht dieses Gef\u00fchl hat, am n\u00e4chsten Morgen muss ich aber wieder aufstehen und im B\u00fcro oder im Unternehmen sein, sondern einfach das Leben ein St\u00fcck weit genie\u00dfen. Und daf\u00fcr ist Reisen nat\u00fcrlich pr\u00e4destiniert, machen wir uns nichts vor. Verreisen wir denn auch dann l\u00e4nger? Also wenn es ja so das Highlight ist? Teilweise. Also bei der Reisedauer merken wir, dass es ja \u00fcber viele Jahrzehnte oder \u00fcber viele Jahre immer weiter zur\u00fcckgegangen ist, aber so seit 20 Jahren doch relativ konstant ist. Also Reisedauer schwankt immer so zwischen 11, 12, 13 Tagen. Also das ist so das Mittel, wo es sich scheinbar eingependelt hat. Man merkt... Also eine Woche mit den beiden Wochenenden noch dazu. Genau. So ungef\u00e4hr. Das kannst du sagen. Also es ist jetzt nicht mehr vor 30, 40 Jahren war es dann mal 14, 15 Tage. Davor waren es mal 18 Tage. Davor waren es sogar mal \u00fcber 20 Tage in den 70er und Anfang der 80er Jahre. Also da war es schon deutlich l\u00e4nger. Aber jetzt, wie du sagst, ja, es sind diese beiden Wochenenden und die Woche dazwischen. So lange ist halt der Durchschnitt Deutsche unterwegs. Zu seinem Haupturlaub, ne? Das darf man nicht vergessen. Also wir reden jetzt ja im Moment nur \u00fcber den Haupturlaub. Nat\u00fcrlich gibt es viele, die dann sagen, naja, wei\u00df ich nicht, jetzt in Hamburg stehen bei uns bald die Skiferien an, da gehe ich noch eine Woche los oder \u00fcber Ostern ist man unterwegs oder dann im Mai vielleicht oder Weihnachten, Herbstferien ganz gleich. Also nat\u00fcrlich auch die Anzahl der Mehrfachreisenden, die ist auch schon ganz sch\u00f6n beeindruckend. Ja, wie hoch ist die denn? Wenn wir da mal zur\u00fcckgucken, vor zehn Jahren, da ist etwa jeder f\u00fcnfte Deutsche mehrfach unterwegs gewesen. Mittlerweile sind es zwei von f\u00fcnf, also doppelt so viele. 41 Prozent der Bundesb\u00fcrger, die sagen, sie verreisen mehrfach im Jahr. Jetzt kann man sagen, klar, davon dann wieder 23 Prozent, zwei reisen, aber auch jeder zehnte, der drei Reisen unternimmt. Sieben Prozent, die sogar viermal und h\u00e4ufiger unterwegs sind. Also schon auff\u00e4llig. Wobei, jetzt m\u00fcssen wir da auch ehrlich sein, je h\u00f6her das Einkommen, desto wahrscheinlicher ist es, dass man nat\u00fcrlich auch \u00f6fter verreist. Ja. Ist es denn so, dass jetzt diese Zeit, die die Deutschen im Durchschnitt verreisen, eigentlich auch ausreicht, um sich wirklich zu erholen? Oder w\u00fcrde man da von der wissenschaftlichen Seite eigentlich sagen, wir machen alles falsch? Alles falsch w\u00fcrde ich ja nie sagen. Aber es w\u00e4re nat\u00fcrlich sch\u00f6ner, wenn man l\u00e4nger unterwegs ist. Aber jetzt muss man nat\u00fcrlich auch immer dann sich anschauen, was k\u00f6nnen die Leute sich leisten? Wie viel Urlaub k\u00f6nnen sie sich nehmen? Also ich denke schon, dass diese 13 Tage, die wir in etwa haben, recht gut sind. Ein bisschen Sorge mache ich mir so ein bisschen dar\u00fcber, wenn ich mir das innerhalb der unterschiedlichen Zielgruppen anschaue. Am l\u00e4ngsten verreisen junge Erwachsene und Ruhest\u00e4ndler. Die sind 15 Tage jeweils unterwegs. Diejenigen, die so in der Mitte des Lebens sind, also zwischen 25 und 50, die verreisen nur gut elf Tage. Also schon deutlich k\u00fcrzer. Dabei sind die ja oftmals berufst\u00e4tig. Das ist schon etwas, wo man so ein bisschen aufpassen muss, denke ich. Ob es ausreicht, das ist individuell verschieden. Also ich w\u00fcrde immer eher daf\u00fcr pl\u00e4dieren, wenn wir eben gesagt haben, typische Reise ist halt, du f\u00e4ngst auf den Freitag an und kommst auf den Sonntag wieder. Das ist an sich nat\u00fcrlich der gro\u00dfe Fehler, den die meisten begehen. Sie arbeiten bis Donnerstagabend oder bis Freitagmittag, fahren dann los, kommen Sonntags nach Hause. Vielleicht wird dir noch die erste Waschmaschine angeschmissen und dann bin ich Montag wieder in der Firma. Das ist verkehrt. Also man sollte wenigstens sich zwei Tage, drei Tage nehmen, um vern\u00fcnftig in den Urlaub zu starten, dann loszufliegen, alle Vorbereitungen abgeschlossen haben, jetzt nicht gehetzt, letzte Pr\u00e4sentation oder letztes Werkst\u00fcck hergestellt und dann los. Und nat\u00fcrlich vor allem, aber wenn man wieder da ist, wenigstens zwei, drei Tage, um sich ein bisschen in den Alltag wieder einzuf\u00fchren. Machst du das selber, wirklich? Total. Also ich verrate dir das ja oftmals nicht, dann sage ich immer, mein Urlaub geht bis Mittwoch, dabei geht mein Urlaub nur bis Sonntag. Ich glaube, dass es wirklich wichtig ist, also auch f\u00fcr unsere Kinder, wenn ich jetzt bis Sonntag kommen w\u00fcrde, die m\u00fcssten Montag wieder in der Schule, was w\u00e4ren die auf? Also das wird ja schwer zu verarbeiten und w\u00e4re echt eine Heranforderung. Also ich versuche wenigstens immer so zwei, m\u00f6glichst drei Tage zu haben, bevor der Alltag dann wieder losgeht. Ist ein Luxus, ich wei\u00df, aber ist auch echt wichtig. Okay, ja ich versuche. Ich versuche daran zu arbeiten, weil ich habe mich da total ertappt gef\u00fchlt jetzt. Ich glaube, wir ganz viele, weil man ja nat\u00fcrlich auch auf der anderen Seite sagt, man hat nicht so viele Urlaubstage und ein Urlaubstag ist kostbar und da w\u00e4ren wir n\u00e4mlich auch schon bei den Kosten. Wie sieht das denn dann aus? Wie viel muss man so berappen f\u00fcr den Haupturlaub im Durchschnitt? Ganz sch\u00f6n viel, muss man ehrlicherweise sagen. Also wir haben uns ja angeschaut, was geben die Bundesb\u00fcrger im Schnitt f\u00fcr ihren Haupturlaub aus? Also das ist dann all in, also das ist dann die Anreise oder der Flug, das ist die Unterkunft vor Ort, das sind aber auch die Ausgaben, wenn man irgendwie eine Aktivit\u00e4t vor Ort nochmal macht, wenn man sich den Strandkorb mietet oder wenn man Eis essen geht oder ein Souvenir noch besorgt. Also wirklich alles, was der Urlaub dann kostet und das waren im letzten Jahr 1544 Euro pro Person. Jetzt in deinem Fall mit zwei Kindern, das w\u00e4ren \u00fcber 6000. Das muss man schon sagen, ist eine Menge Geld. Nat\u00fcrlich sehr stark davon abh\u00e4ngig, wo du deinen Urlaub verbringst. Schon riesengro\u00dfe Unterschiede, aber auch innerhalb der Bev\u00f6lkerung. Wer gibt das Geld aus? Ist nat\u00fcrlich ein Durchschnittswert, also ein geringeres Einkommen wird auch weniger ausgegeben. Gro\u00dfst\u00e4dter geben etwas mehr aus. Also gibt es schon Unterschiede auch innerhalb der Bev\u00f6lkerung. Aber im Schnitt sind es eben diese 1500 Euro, die der Haupturlaub pro Person kostet. Wenn wir uns jetzt nur die Haupturlaubskosten anschauen, dann sind die ja im Jahresvergleich auch immer weiter gestiegen. Ich fand es aber dieses Jahr besonders, dass wenn man sich die Tageskosten anschaut, dass die in vielen L\u00e4ndern gesunken sind. Hat uns beide glaube ich \u00fcberrascht. Und war ja auch so, wo wir nochmal dann nachgeguckt haben in die Zahlen raus. Das ist richtig. Also 2023 wurde pro Tag 129 Euro pro Person ausgegeben. Letztes Jahr waren es 122 Euro. Jetzt kann man sagen, das ist ja mal nicht viel. Ist aber schon wirklich viel. Und innerhalb einzelner L\u00e4nder war es wirklich auff\u00e4llig. Also wenn ich mir das anschaue, Spanien 12 Euro zur\u00fcckgegangen, \u00d6sterreich 12 Euro zur\u00fcckgegangen, Griechenland am meisten zur\u00fcckgegangen, 36 Euro weniger pro Tag pro Person. Also das hei\u00dft halt einfach jetzt wieder als vierk\u00f6pfige Familie sind es dann halt schnell 150 Euro, 150 ja ne, die es g\u00fcnstiger geworden ist. Also das ist schon wirklich auff\u00e4llig. Ja. Jetzt kann man nat\u00fcrlich sagen, woran liegt es? Ja, genau. Woran liegt es? Einerseits glaube ich, haben viele Destinationen erkannt, dass du diese Preisschraube nicht unendlich anziehen kannst. Also gerade Griechenland war ja schon sehr beliebt \u00fcber viele Jahre. Dann aber einen krassen Einbruch erlebt. 2023 von den Besuchszahlen und dann 2024 die Preisschraube gelockert, g\u00fcnstiger geworden und zack sind die Zahlen wieder nach oben gegangen. Also da merkt man, dass der Gast schon auch preissensibel ist. Und nat\u00fcrlich gibt es in jeder Destination tolle Ziele, aber viele wollen ja doch Sonnenstrand am Meer und ums Mittelmeer haben. Und dann ist es nicht ganz so entscheidend, ob du jetzt nach Kroatien, Griechenland, Spanien, Italien, T\u00fcrkei, Frankreich. Also das ist dann schon ein St\u00fcck weit f\u00fcr den Gast auch vergleichbar. Oder Nordafrika. Also da sind die Deutschen schon auch so ein bisschen die Opportunisten und gehen dorthin, wo das beste Preis-Leistungs-Verh\u00e4ltnis lockt. Immer. Und ich wei\u00df es jetzt, also es ist auch wirklich kritisch. Ich wei\u00df nicht, ob es jetzt ein Vier-Sterne-Hotel in A automatisch besser ist als ein Vier-Sterne-Hotel in Destination B. Also das ist ja auch ein St\u00fcck weit vergleichbar. Insofern ja schon auff\u00e4llig. Es gab \u00fcbrigens auch zwei, die andersrum das gemacht haben, wo die Tageskosten gestiegen sind. Das will ich nicht verheimlichen. Kroatien, traditionell immer g\u00fcnstiger gewesen, ist um 16 Euro teurer geworden. Und Italien, also schon auch zwei Ziele, die sehr beliebt sind. Die haben die Kosten auch mal etwas erh\u00f6ht. Hat das denn Einfluss auf, ja also darauf gehabt, wer denn dorthin gereist ist? Ja. Also sind denn dieses Jahr auch deutlich mehr Leute in Griechenland gewesen und ein paar weniger in Italien?\n\nTeilweise. Also Italien hat es gehalten. Da merken wir es noch nicht. Da bin ich jetzt gespannt, was das n\u00e4chste Jahr wieder macht. Also da muss man jetzt gucken. Die haben angezogen. Hat das einen Einfluss? Griechenland hat super hingekriegt. Also die haben so deutlich ihre Besucherzahlen nochmal steigern k\u00f6nnen. Um das jetzt mal in der Zahl auszudr\u00fccken. 2023 waren nicht mal drei Prozent der Reisenden in Griechenland. Letztes Jahr waren es vier Prozent. Das h\u00f6rt sich jetzt wieder nicht viel an, aber es ist wirklich enorm viel, wenn du das hochrechnest auf die Zehntausenden zus\u00e4tzliche G\u00e4ste, die sie dann aus Deutschland begr\u00fc\u00dfen konnten. Das war auff\u00e4llig. Kroatien auch in etwa gleich geblieben. Also da m\u00fcssen wir jetzt wieder abwarten, wie es in diesem Jahr wird. Was war denn das beliebteste Reiseziel der Deutschen? Also mit Abstand. Mit gro\u00dfem Abstand ist und bleibt das Deutschland. Das muss man einfach sagen. Also ganz gleich, ob du jetzt irgendwie Nord- und Ostsee nimmst, ob du Alpen-Schwarzwald nimmst. Der Deutschlandtourismus ist wirklich gro\u00df. Das darf man echt nicht vergessen. Obwohl man jetzt ja meinen w\u00fcrde, also in der T\u00fcrkei oder in Kroatien ist es doch bestimmt viel g\u00fcnstiger. Aber Deutschland punktet wahrscheinlich aufgrund der kurzen Anreise. Teilweise. Also ich glaube nat\u00fcrlich ist die Anreise gut und kurz und einfach, aber Deutschland hat nat\u00fcrlich auch viel getan. Also touristische Infrastruktur vor Ort ist klasse. Der Standard, ich w\u00fcrde sogar sagen, wir haben deutlich zugelegt beim Punkto Dienstleistung, Service-Gedanken. Der Standard ist hoch. Also Deutschland ist attraktiv und das legt sich dann eben auch in die Besucherzahlen nieder. Ja. Und im Ausland, welches Land war da so nach Deutschland auf Platz zwei das beliebteste Reiseziel? Immer Spanien. Also Spanien ganz gleich. Das ist jetzt irgendwie dir vor f\u00fcnf, zehn, zwanzig, drei\u00dfig Jahren anguckst in der ersten Tourismusanalyse bei uns schon. Spanien auf Platz eins der Auslandsreiseziele hat seinen Punkt halten k\u00f6nnen. Also mit \u00fcber neun Prozent Besuchern. Gefolgt dann von eben Italien, T\u00fcrkei. T\u00fcrkei hat ordentlich zugelegt, muss man sagen. Gleich geblieben ist Skandinavien. Das ist ja relativ neu. Also das gab es in der Vergangenheit nicht so h\u00e4ufig. Und dann Griechenland, \u00d6sterreich, Kroatien. Also alles L\u00e4nder, die nat\u00fcrlich schon auch beliebt sind. Das will man nicht verheimlichen. Kannst du das in Spanien noch genau aufgliedern, wo da besonders gerne hingereist wird? Also ist es tats\u00e4chlich, sind es die Balearen mit Mallorca oder ist es vielleicht doch auch eher das Festland oder die Kanaren? Ja, also wenn du das so im Zeitvergleich anschaust, Balearen, also ganz gleich, ob jetzt Mallorca oder Minorca oder Ibiza, das ist ganz gleich, die legen immer noch leicht zu. Das muss man schon sagen. Kanaren, so Forte Ventura, Teneriffa, Gran Canaria und Co. Das bleibt relativ konstant. Das spanische Festland ist weit entfernt von den Zahlen, die sie in der Vergangenheit hatten. Also da merkt man eben schon, obwohl es wirklich viele, viele Orte gibt, Costa del Brava, Costa del Sol, die wirklich toll sind, aber von den Besuchszahlen nicht das Niveau haben, was sie in der Vergangenheit hatten. Also das ist schon eher Inselfeeling als jetzt, dass man am Hauptland bleiben m\u00f6chte. Nat\u00fcrlich gibt es einen St\u00e4dtetourismus, was jetzt wieder was anderes w\u00e4re, aber klar. Und gibt es auch welche, die es in die weite Ferne zieht? Schon. Das ist relativ konstant auch. Jeder sechste Deutsche, der eben seinen Urlaub au\u00dferhalb Europas verbringt. Also klassisch Fernreisen. Und dabei immer weiter zunehmend tut Asien Fernost. Ist mit Abstand mittlerweile das beliebteste Fernreisegebiet. Nordafrika hat sich erholt. Und das ist auch recht gut. Nordamerika dagegen leicht verloren. Alles andere ist so ein bisschen dann auch gleich geblieben. Aber klar, wer die M\u00f6glichkeit hat, der m\u00f6chte eben dann auch mal au\u00dferhalb Europas unterwegs sein. Aber es ist jetzt nat\u00fcrlich dann vielleicht auch nicht jedes Jahr und jeder Gast, sondern das ist schon etwas wirklich Besonderes. Aber ja, 16% der Deutschen verbringen ihren Urlaub au\u00dferhalb Europas. Sind denn die Fernreisen auch deutlich teurer? Schon. Ich finde, wenn man das dann so auf die Tageskosten runterbricht. Ja, also das merkst du schon, dass bei den Tageskosten, also wird im Schnitt 142 Euro ausgegeben. Ich habe ja vorhin gesagt, 122 im Gesamtdurchschnitt. Aber wenn du es jetzt vergleichst, auch mit Deutschland oder Europa, da sind es dann 116, 117 Euro. Also ist schon eine ganze Ecke teurer. Aber liegt halt einfach daran, dass die Anreise teurer ist. Also mit dem Flieger da hinzukommen, kostet eben doch deutlich mehr. Vor Ort wird dann auch oftmals ein Stern mehr bei der Unterbringung gew\u00e4hlt. Man m\u00f6chte vielleicht auch noch den einen oder anderen zus\u00e4tzlichen Ausflug machen. Also es wird insgesamt mehr Geld ausgegeben. Besonders auff\u00e4llig ist es halt bei den Gesamtkosten. Also wenn du sagst, 1500 im Schnitt wird ausgegeben, Fernreisen fast 27, also schon deutlich mehr. Da wirst du mit deiner vierk\u00f6pfigen Familie dann f\u00fcnfstellig. Sind denn so teure Reisen auch erholsamer? Will ich nicht sagen automatisch. Es ist immer ja eine Frage, was du vor Ort machst. Also wenn du jetzt, klar, drei Wochen in Thailand nur Strand machst, bist du, glaube ich, super erholt. Wenn du in Thailand rumreist und jede zweite Nacht ein neues Hotel w\u00e4hlst und dir sehr viel vor Ort vornimmst, dann will ich nicht sagen, dass die Erholung automatisch h\u00f6her war, als wenn du jetzt in Spanien, Italien oder in Deutschland warst. Aber insgesamt, klar, je l\u00e4nger du unterwegs bist, das ist nat\u00fcrlich ein Luxus, aber es tut auch schon ganz sch\u00f6n gut. Uli, mit Blick auf die Uhr, ich w\u00fcrde total gerne noch mit dir \u00fcber die Zukunft sprechen. Aber wir haben jetzt ja einen ganzen Monat Zeit f\u00fcr dieses Thema. Richtig, jetzt k\u00f6nnen wir da richtig in die Tiefe gehen mit verschiedenen Reiseformen, Arten, Trends und so weiter. Deswegen w\u00fcrde ich sagen, beenden wir das hier f\u00fcr heute. Wenn ihr noch Fragen habt, was wir vielleicht auch in den zuk\u00fcnftigen Folgen zum Thema Tourismus besprechen sollen, dann schickt uns die sehr gerne. Und wenn ihr noch n\u00e4her in das Thema einsteigen m\u00f6chtet, dann schaut doch mal auf unserer Website www.tourismusanalyse.de vorbei. Dort haben wir alles nochmal f\u00fcr euch zusammengefasst und aufbereitet. In diesem Sinne, macht's gut, wir h\u00f6ren uns n\u00e4chste Woche. Bis n\u00e4chste Woche, tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. 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Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Oh, oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh oh"},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Die Deutsche Tourismusanalyse 2025: Ergebnisse und Analysen - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Die Reiselust der Deutschen bleibt ungebrochen \u2013 aller Krisen zum Trotz. 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