{"id":5286,"date":"2025-03-20T10:46:55","date_gmt":"2025-03-20T09:46:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5286"},"modified":"2026-07-21T18:58:12","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:12","slug":"travel-behaviour-of-germans-when-to-book-and-where-to-go","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/reiseverhalten-der-deutschen-wann-wird-gebucht-und-wohin-wird-es-gehen\/","title":{"rendered":"Travel behaviour of Germans: When do they book and where do they go?"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Whether early bookers or last-minute decision-makers - the booking behaviour of Germans reveals a lot about their travel plans and priorities. But who belongs to which group and what are the advantages of each strategy? And where are Germans travelling to in the coming season?<\/p>\n<p>In this episode, find out not only about travel and booking behaviour, but also what lies behind the longing for a holiday. 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Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Wie in der letzten Folge angek\u00fcndigt, haben wir jetzt ja immer Monatsthemen und diesen Monat dreht sich alles um den Tourismus. In der letzten Folge haben wir dar\u00fcber gesprochen, wie die Deutschen in der Saison 2024 verreist sind, wie viel sie ausgegeben haben, was die beliebtesten Ziele waren. Und heute soll es um den Ausblick auf die bevorstehende Saison gehen im Jahr 2025. Wo planen die Deutschen hinzureisen? Wie buchen sie? Was sind Trends? Und so weiter und so fort. In unserem Chart der Woche geht es heute n\u00e4mlich darum, ob man eher der Typ Fr\u00fchbucher ist oder Last Minute Reisen bevorzugt. Uli, mehr als jeder Dritte plant am liebsten m\u00f6glichst fr\u00fch und bucht seinen Urlaub schon viele Monate im Voraus. Wie sieht das bei dir aus? Oh, jetzt muss ich als erstes. Bevor wir zu den Zahlen kommen. Ich bin ehrlicherweise auch jemand, ich buche schon ganz sch\u00f6n zeitig. Also das ist f\u00fcr mich, die Gr\u00fcnde kommen ja wahrscheinlich gleich noch zu, aber es ist halt immer f\u00fcr mich auch die Sicherheit, dass ich wei\u00df, was dann irgendwann passiert. Die Vorfreude nat\u00fcrlich und diese spontane, klar, dass man mal jetzt irgendwie sagt, ach das Wochenende ist jetzt frei, man f\u00e4hrt irgendwo hin, aber jetzt gleich eine Woche wegzufahren. Hast du schon mal so einen richtigen Urlaub Last Minute gebucht? Nee, ehrlicherweise habe ich nie in meinem Leben gemacht. Machen ja aber gut 10 Prozent der Deutschen. Ja, nur 10 finde ich n\u00e4mlich, oder? Ja, aber das h\u00e4tte ich jetzt auch nicht so viel mehr gedacht, aber es ist ja eine Frage der Kapazit\u00e4ten auch. Also die Reiseveranstalter machen ja, dass sie am Anfang versuchen, m\u00f6glichst Sachen loszuwerden, dann diese Fr\u00fchbucher-Rabatte oftmals auch gew\u00e4hren. Wenn du ein Jahr vorher buchst, sechs Monate vorher buchst, dann kriegst du halt eben entsprechende Prozente. Und dann k\u00f6nnen die planen, dann kommt der gro\u00dfe Anteil der Bundesb\u00fcrger, die ganz normal buchen, irgendwo dazwischen. Und dann, was \u00fcberbleibt, das geht dann in Last Minute. Das ist nat\u00fcrlich jetzt aber auch nicht mehr 50 Prozent des Flugzeugs noch leer oder sowas. Das ist nat\u00fcrlich dann auch eher weniger. Wei\u00dft du, wer das denn so ist, der so spontan Last Minute bucht? Also bei den Fr\u00fchbuchern k\u00f6nnen wir ganz genau sehen, dass es vor allem die Besserverdienenden sind und mit zunehmendem Alter bucht man gerne fr\u00fch. Ich glaube, nat\u00fcrlich sind es eher ungebundene Personen. Also jetzt Singles, kinderlose Paare eher als Familien oder dann wiederum Paare. Das merkt man schon. Man merkt nat\u00fcrlich auch, dass es eine finanzielle Geschichte ist. Man kann eben bei Last Minute dann doch vielleicht das eine oder andere Schn\u00e4ppchen schlagen. Also auch da j\u00fcngere Leute. Aber ich glaube, ehrlicherweise, es sind mehr so die Typenfragen. Also wer bucht eher langfristig im Voraus? Das sind dann eher diejenigen, die Sicherheit wollen, die irgendwie sagen, sie wollen die Vorfreude haben, was ich eben auch sagte. Und bei den Spontanen, dann sind es vielleicht eher diejenigen, so ein bisschen Adrenalin-Junkies, die jetzt noch nie wissen, wo ich n\u00e4chste Woche hinreise. Die eher das Abenteuer suchen. Die Fr\u00fchbucher, k\u00f6nnte man noch sagen, sind die Tr\u00e4umer. Also die tr\u00e4umen halt schon vom Urlaub, bevor es dann \u00fcberhaupt losgeht. Ich finde, das sagen wir ja auch und das merke ich bei mir selber auch, dass das auch ein total wichtiger Aspekt ist, diese Vorfreude auf den Urlaub. Also wenn man das schon fr\u00fch geplant und gebucht hat, dann kann man sich da total gedanklich drauf vorbereiten und hat immer ein Ziel sozusagen, auf das man sich freut. Man wei\u00df, in ein paar Monaten geht es dann los. Und wenn man das so ganz spontan macht, finde ich, das ist auf so einer ganz anderen Ebene. Das ist nat\u00fcrlich dieser wundersch\u00f6ne Kick im Alltag, wie du sagst, so ein Adrenalin-Kick. Wir machen nochmal schnell was anderes. Man hat so einen starken Kontrast zum Alltag vielleicht. Aber dieses wirkliche, diese Vorfreude. Ist die sch\u00f6nste Freude? Ja, ich finde es schon. Ich finde, es geh\u00f6rt schon dazu auch. Das hei\u00dft, du bist auch nicht unbedingt Typ Last Minute, ne? Nee, ich w\u00fcrde sagen, der gro\u00dfe Urlaub ist eher schon fr\u00fch. Aber ich finde so diese kleinen Ausfl\u00fcchte, so Wochenende-Sachen oder so. Es muss ja nicht immer dann richtiger Urlaub sein, sondern eher mal was spontan machen, finde ich auch total wichtig. Aber diese Spontanit\u00e4t w\u00fcrde ich jetzt nicht unbedingt bei dem Jahresurlaub machen. Nee, nicht bei dir. Und es ist ja auch ganz interessant, als damals so diese Fr\u00fchbucher, die Idee erfunden wurde, war ja wirklich was Neues. War eine Reisebranche auch in den 70er Jahren. Also doch gar nicht so alt, ne? Nee, muss man wirklich sagen. Also da fr\u00fcher gab es irgendwie einen Preis, egal wann du buchst. Und dann sind die irgendwann dazu \u00fcbergegangen, halt mehr Planungssicherheit f\u00fcr sich zu haben, Kapazit\u00e4ten besser einsch\u00e4tzen zu k\u00f6nnen, zus\u00e4tzliche Kontingente zu kaufen, was auch immer die Reiseveranstalter dann gemacht haben. Also gerade beim Pauschalurlaub, wir haben mit aufgehauen, beim Pauschalurlaub in den 70er und 80er Jahren. Und dann ging das halt ja erst richtig los. Also es ist wirklich noch nicht so alt. Und Last Minute ist ja noch viel j\u00fcnger. Erst aus den 90er Jahren, dass damals irgendwie gesagt wurde, du kannst zum Flughafen gehen und die letzten Pl\u00e4tze bekommen. Das hat auch immer nur begrenzt funktioniert, wenn man ehrlich ist. Also jetzt ist es ja Last Minute auch schon, wenn du vier Wochen vorher buchst. Ja, das stimmt. Ja, aber nochmal vielleicht ganz kurz, weil du das eben so angesprochen hast und ich mir das nur kurz gesagt habe, diese Vorteile sind nat\u00fcrlich oft auch wirklich konkret da, wenn du fr\u00fch buchst. Also du kannst halt irgendwelche Zusatzleistungen buchen. Du kannst sagen, du willst das Zimmer haben, was m\u00f6glichst nah oder den Strandblick oder den Meerblick hat oder den Blick auf die Berge hat. Und du kannst nat\u00fcrlich auch privat selber Sachen besser koordinieren. Wenn du jetzt wei\u00dft, du verreist, keine Ahnung, im September die ersten drei Septemberwochen, dann kannst halt den Besuch von Freunden irgendwie auf den Oktober legen oder kannst halt an der Hochzeit da schon zusagen. Also es ist ja auch mehr Planungssicherheit f\u00fcr dich dann im Alltag. Ich will aber auch nochmal betonen, dass darf man oft nicht vergessen, du musst nat\u00fcrlich auch in Vorleistung gehen, was das Geld angeht. Und das h\u00e4lt viele auch wirklich davon ab. Bei Fr\u00fchbuchern, es werden oftmals schon ein Drittel der Kosten einfach f\u00e4llig. Die muss nat\u00fcrlich auch erstmal schon ein halbes oder ein Jahr vorher haben. Das stimmt. Ich finde es eigentlich, du sagst, es ist jetzt ein Nachteil, ich verstehe das, wie man halt eben stark auf seine Finanzen achten muss. Aber andererseits ist dann ja schon zu einem anderen Zeitpunkt der Urlaub bezahlt wurde. Wenn er ansteht, dann ist es nicht mehr. Also es ist ja so eigentlich eine Sparhilfe \u00fcbers Jahr gesehen. Stimmt. Aber es darf nat\u00fcrlich auch nichts passieren. Also du darfst nicht krank werden, du darfst dich nicht trennen oder die Reisepartner auf einmal doof finden, wenn du mit Freunden verreist. Man braucht auf jeden Fall eine Reiser\u00fccktrittsversicherung. Da muss man auch mal aufpassen, wann die greift. Also jetzt irgendwie zu sagen, ich habe mich mit der Freundin gestritten, Jetzt will ich nicht mehr verweisen mit der. Langt wahrscheinlich nicht der Versicherung aus. Und wof\u00fcr wird sich dann entschieden? Also jetzt haben wir ja gesagt, es ist ein Drittel, die fr\u00fch buchen. Welche Ziele sind denn jetzt besonders beliebt? Klassische Badeurlaube, muss man sagen, am ehesten. Also du hast alles, was rund ums Mittelmeer herum ist. Ihr habt jetzt, T\u00fcrkei ist ein hoher Anteil von Fr\u00fchbuchern. Spanien traditionell auch. Also das sind so typische Destinationen, die gerne fr\u00fchzeitig gebucht werden. Es gibt nat\u00fcrlich auch noch die, die wahnsinnig fr\u00fch gebucht werden. Kreuzfahrtsektor ist ja etwas, was du oft ein Jahr und mehr im Voraus schon buchen kannst und dann eben machst. Auch muss. Auch muss, das stimmt ja, weil die Sachen oft ausgebucht sind. Und wenn es dann um die Ziele selber geht, sind es eher die ausl\u00e4ndischen Destinationen, die fr\u00fcher gebucht werden als die inl\u00e4ndischen. Das kann man schon feststellen. Also je weiter, desto fr\u00fcher. Auch ganz klar. Fernreisen sind auch etwas, die wenigsten sagen jetzt, ich verreise n\u00e4chste Woche nach Australien. Das macht kaum jemand. Das ist schon etwas, was du wirklich lange im Vorfeld planst. Alles, was au\u00dferhalb Europas ist. Ja. Was reizt dich denn eigentlich mehr? W\u00e4rst du eher so exotisch oder im Inland? Ich glaube, beides hat ja seine totale Berechtigung. Du wei\u00dft ja, wir beide machen sowieso nie Urlaub. Wir m\u00fcssen immer forschen, wenn wir unterwegs sind. Das ist unser Los jetzt hier. Aber ich finde es halt, innerhalb Deutschlands ist oft eher die Erholung und das Runterkommen. Wenn es ins Ausland geht, klar, ich finde auch Badeurlaube attraktiv. Aber man macht ja einfach gef\u00fchlt mehr im Ausland. Also man guckt sich doch irgendwie die St\u00e4dte an. Man unternimmt irgendwelche Ausfl\u00fcge. Man versucht einfach so ein bisschen aus dem Alltag auch rauszukommen. Also ich finde, wenn es ins Ausland geht, bin ich pers\u00f6nlich oft aktiver als im Inland. Und was meinst du? Wir haben ja auch letzte Woche schon im Podcast gesagt, dass trotz der Krisen, die es in der Welt gibt, die Reiseintensit\u00e4t der Deutschen immer, immer weiter steigt. Warum ist denn da so ein Drang nach Abenteuer? Ist das eher ein Weglaufen vielleicht auch? Ich glaube schon. Also ich glaube, diese Gr\u00fcnde, worum jetzt verreist wird, das l\u00e4sst sich immer ganz sch\u00f6n unterteilen. Es gibt so diese psychologischen Gr\u00fcnde. Wie du gesagt hast, der Flucht aus dem Alltag. Also du willst dem Stress des Alltags entkommen, willst eine neue Perspektive haben. Ich glaube aber, psychologisch ist es auch immer dieses Selbstentdecken. Du willst dies zu dir selbst finden, neue Eindr\u00fccke haben, neue Kulturen, mit anderen Menschen konfrontiert sein, was Neues lernen. Also es ist auch so ein bisschen pers\u00f6nliche Entwicklung, glaube ich, auf Reisen immer. Die Abenteuerlust haben wir vorhin schon angesprochen. So exotische Reiseziele, Fernreiseziele ist nat\u00fcrlich auch Abenteuer, Einzigartigkeit, solche Sachen, die dazu spielen. Ich glaube, andere Aspekte, die oft in Vergessenheit geraten, ist wirklich das ganze, ich nenne es mal soziale Aspekte. Also du hast ja heute gerade bei der jungen Generation auch Social Media pr\u00e4sentiert dir halt wirklich viel. Und man hat das Gef\u00fchl, man will vielleicht ein St\u00fcck weit mithalten. Man ist beeindruckt von dem, was andere bereist haben, m\u00f6chte es danach empfinden. Ganz gleich, ob das jetzt irgendwelche Safaris, den tropischen Inseln oder irgendwie das besondere Hotel. Aber das hat, glaube ich, wirklich auch einen Einfluss auf das Reisen. Manchmal habe ich auch das Gef\u00fchl, es ist fast wichtiger dann, an dem tollen Strand das eine Selfie zu machen und dann wieder zu gehen. Ein bisschen so dieser Instagram-Tourismus. Das w\u00fcrde ich sagen, unter den jungen Leuten ist das schon ein Ding. Ich glaube wirklich, es wird immer mehr. Ja, und ich meine, man kennt es ja auch selber. Ich wei\u00df nicht, wenn ich in Venedig war, dann wollte ich auch irgendwie auf der Br\u00fccke stehen. Oder wenn ich in Pisa war, w\u00fcrde ich auch das Bild vom schiefen Turm haben. Aber ich lasse mich gar nicht mehr an sich darauf ein und gucke mir den schiefen Turm an oder die Freiheitsstatue. Hauptsache, ich bin auf irgendeinem Bild mit der Freiheitsstatue oder dem Eichelturm dabei. Ich habe es tats\u00e4chlich in Thailand auch erlebt, dass da an gewissen Punkten, wenn man auf irgendwelche Aussichtsplattformen gelaufen ist, man da richtig lange anstehen musste. Also ich habe es nicht gemacht. Ich bin da schon so alt f\u00fcr dann. Aber da standen die da alle, haben noch andere Klamotten beigehabt und haben dann alle gewartet, dass sie an diesen perfekten Spot kamen, um dieses Foto da zu machen. Ja, und das ist schon so, was es auch, glaube ich, wirklich kritisch macht. Also fr\u00fcher war es, hast du die Postkarte geschickt und hast du nachgewiesen, ich war in London oder ich war irgendwie am Grand Canyon oder was auch immer. Dann war es irgendwie okay. Aber heute nat\u00fcrlich auch diese Unmittelbarkeit. Es ist fast das Foto schon das Entscheidende. Und das ist kritisch zu sehen, ja. Das glaube ich schon. Ja, \u00fcbrigens auch eine sch\u00f6ne Geschichte, die ich wieder gelernt habe in Vorbereitung auf diesem Podcast. Das hei\u00dft, wenn es um Reiseziele geht, das Licht, also lange Tageslicht, auch nachweislich die Stimmung hebt und das wirklich den Menschen gut tut. Das Vitamin D, was uns hier im Winter immer fehlt, ne? Total. Also das ist ja hier, ist es ja im Winter schwierig. Im Sommer haben wir ja aber auch dann die langen Abende daf\u00fcr. Ich glaube, du bist ja auch jemand, der das schon auch mag, wenn es irgendwie da die R\u00f6derlichkeit... Wenn es irgendwann mal dunkel ist, ne? Genau. Also gerade in s\u00fcdlichen L\u00e4ndern und Mittelmeer herum ist es ja relativ fr\u00fch dunkel. Dann kommt die Stra\u00dfenbeleuchtung, dann kommt das Gem\u00fctliche. Genau. Ja, ich habe mich immer dar\u00fcber beschwert, es gab ja auch schon mal eine Folge zum G\u00e4rtnern und so weiter. Also ich habe ja gerne einen sch\u00f6nen Garten. Aber diese ganzen Solarlichter, das kann man ja nie sehen, weil man im Sommer, wenn man im Garten ist, dass es immer so hell ist. Das stimmt. Andererseits ist aber ja auch, wenn du rund ums Mittelmeer herum bist und es irgendwie um sechs, sieben dunkel ist, dann ist es ja auch, begrenzt sie ist auf einmal wieder total auf die Unterkunft. Dann ist es das Hotel oder es ist das Apartment oder es ist irgendwie die Ferienwohnung. Dann bist du wieder total, klar, du kannst losgehen in die St\u00e4dte und D\u00f6rfer dann, das ist nat\u00fcrlich was Nettes. Aber so richtig drau\u00dfen sein... Ja, eine Wanderung ist dann nicht mehr so praktisch. Ja, doch mehr Schwimme, mehr. Muss man auch jung f\u00fcr sein, dass man das so machen kann. Das stimmt, ja. Ich muss sagen, bei Fernreisen, was mir oder uns da ja hilft, das machen ja auch alle so und haben wir auch in der Tourismusanalyse gesehen, Fernreisen dauern einfach l\u00e4nger. Das stimmt. Und ich finde, allein deswegen hat man h\u00e4ufig so einen h\u00f6heren Erholungswert. Was meinst du, was sagt die Forschung, wie viele Tage m\u00fcsste man eigentlich verreisen? Liegt es eher an diesem starken Kontrast bei einer Fernreise, dass man so einen gef\u00fchlt h\u00f6heren Erholungswert hat oder liegt es an der Dauer? Ich glaube beides, aber nat\u00fcrlich Dauer wissen wir aus der Forschung relativ genau. Dein K\u00f6rper braucht einfach sieben bis zehn Tage, um runterzufahren. Also jetzt irgendwie diese Grundidee f\u00fcrs Wochenende und ich m\u00f6chte mich erholen, das ist, dein K\u00f6rper schafft das eben weniger. Je l\u00e4nger du dann unterwegs bist, desto entspannter wird es f\u00fcr den K\u00f6rper. Nat\u00fcrlich ist dann auch eher, dass diese ganzen authentischen Erfahrungen zunehmen, du kannst das wirklich vor Ort wahrnehmen. Ich merke es total, wenn ich Fernreisen mache, Zeitumstellung ist einfach, mein K\u00f6rper braucht mittlerweile seine zwei Tage, bis er sich irgendwie dran gew\u00f6hnt hat. War das fr\u00fcher nicht so? Ne, da merke ich eigentlich mein Alter, ich bin alt. Also das ist auch etwas und nat\u00fcrlich darfst du auch nicht die anderen Sachen bei l\u00e4ngeren Aufenthalten vergessen. Es ist halt noch ein St\u00fcck weit nachhaltiger. Also wenn du einmal fliegst und dann die Fernreise machst, ist es besser, als wenn du zwei Fernreisen von jeweils einer Woche machst. Abgesehen davon, dass du nat\u00fcrlich auch noch dann Geld sparen kannst, wenn du dann wenigstens l\u00e4nger vor Ort bleibst. Also ich bin eher ein wirklicher Freund davon, l\u00e4nger dann in Urlaub zu fahren, als jetzt mehrmals zu etwas verteilt. Ah ja, aber l\u00e4nger vor Ort bleiben, das ist ja h\u00e4ufig auch mit Rundreisen verbunden. Das hei\u00dft, so Rundreisen sind dann eigentlich dann doch auch nicht so? Also f\u00fcr mich... St\u00e4ndig Hotel wechseln? Also es hat noch ein gewisser Stressfaktor dabei. Du kommst halt weniger zur Ruhe. Du musst dich dran gew\u00f6hnen, ans neue Hotel, dich wieder zurechtfinden. Du bist irgendwie mit allen Sinnen ja oftmals dann erstmal dabei. Hast n\u00e4chsten Tag wieder Koffer packen, ins Auto rein oder in den Bus rein. Wer es mag, klar, das ist ja f\u00fcr jedes Angebot gibt es die entsprechende Nachfrage. Aber jetzt f\u00fcr mich selber bin ich dann schon jemand, der sagt, ach Mensch, nee, dann l\u00e4sst du ihn lieber drei, vier Tage bei einer Rundreise an einem Platz bleiben. Wie geht dann eigentlich auch das Urlaubsziel und die Urlaubsart, wie man bucht und so weiter, die Pers\u00f6nlichkeit wieder? Ganz klar, ja. Also das w\u00fcrde ich schon sagen. Also wer jetzt dazu tendiert, Abenteuer zu machen, der will halt \u00f6fter den Ort wechseln. Wer jetzt irgendwie Naturreise macht, der sucht eher die innere Ruhe, dann wahrscheinlich auf Reisen. St\u00e4dtereisen, das ist f\u00fcr mich so ein bisschen immer Inspiration, dynamisch, wer da unterwegs ist. Also das finde ich ist schon sehr stark. Was ist mit diesen ganzen Spring Break und Ballermann Touristen? Ist das nicht eher eine komplette Flucht und Kontrast zum Alltag? So wie man sich halt zu Hause nicht benehmen w\u00fcrde? Ja, also Urlaub ist ja auch immer f\u00fcnfe gerade sein lassen, ein St\u00fcck weit \u00fcber die Str\u00e4nge schlagen, eine andere Pers\u00f6nlichkeit versuchen zu sein. Nat\u00fcrlich sind dann auch diejenigen, die dann am Ballermann feiern gehen, sind trotzdem wieder irgendwie um zw\u00f6lf m\u00fcde und wollen ins Bett, was ich auch ganz interessant finde. Also ist es dann eher so wie bei der Partnerschaft, gleich und gleich gesellt sich gern oder Gegens\u00e4tze ziehen sich an? Beides glaube ich. Also das ist schon, dass die Menschen schon beides suchen. Also einerseits wollen sie nat\u00fcrlich ihren eigenen Bed\u00fcrfnissen entsprechend auch die Erholung haben oder das Abenteuer haben. Andererseits willst du ja auch dann im Urlaub mal das Besondere haben und den Gegensatz dann vielleicht haben. Also insofern glaube ich ist es auch gut, dass der Urlaub eben so vielf\u00e4ltig ist und das Angebot so reichhaltig, dass man immer wieder neue ausw\u00e4hlen kann. Wenn wir jetzt zum Ende unserer Folge kommen, was meinst du, wie entwickelt sich das Reisebuchungsverhalten oder die Destinationauswahl in der Zukunft? Ich glaube, das wird noch ausdifferenzierter werden. Das ist nat\u00fcrlich auch die Digitalisierung hilft da schon, sowohl was Fr\u00fchbucher angeht als auch Last Minute, dass man das alles von zu Hause jederzeit rund um die Uhr machen kann. Also das ist eine tolle Entwicklung, glaube ich. Ich glaube, wichtig ist es, dass man dann irgendwann auch die Entscheidung trifft, dass man nicht dazu neigt, immer noch das bessere Angebot abzuwarten. Generell glaube ich nat\u00fcrlich, die Motive des Reisens werden auch diese Saison gleich bleiben. Also es ist immer der Kontrast zum Alltag und die Erholung und dann h\u00e4ngt es eben davon ab, was man eher will. Und bei den Reisezielen, klar, Deutschland wird am Ende des Jahres wieder das beliebteste Reiseziel sein. Das steht schon jetzt fest. Dann geht es Richtung Spanien, Italien, T\u00fcrkei, Griechenland, Skandinavien. Das werden so die folgenden L\u00e4nder sein. Ich erwarte jetzt keine gro\u00dfe Ver\u00e4nderung bei der Reisedauer. Was ich f\u00fcr dieses Jahr aber schon erwarte, ist wieder ein neuer Rekord. Also ich glaube, dieses Jahr werden noch mehr Urlaube gemacht werden als im vergangenen Jahr. Also insofern, die Reisebranche boomt 2025, glaube ich, weiter. Ich freue mich schon auf n\u00e4chste Woche. Da sprechen wir dann ja \u00fcber die Zukunft des Reisens. Also noch ein bisschen globaler und gr\u00f6\u00dfere Themen. Stimmt. Oder allgemeiner. Wobei, was wir heute \u00fcberhaupt nicht gesprochen haben, sind die Inlandsreiseziele. Das m\u00fcssen wir ja auch noch machen. Das machen wir dann in zwei Wochen, w\u00fcrde ich sagen. Genau, richtig. So machen wir das. Ich freue mich drauf. Bis dahin, macht's gut. Ciao.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. 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