{"id":5296,"date":"2025-03-27T08:38:56","date_gmt":"2025-03-27T07:38:56","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5296"},"modified":"2026-07-21T18:58:12","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:12","slug":"the-future-of-travel-where-is-the-journey-really-going","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/die-zukunft-des-reisens-wohin-geht-die-reise-wirklich\/","title":{"rendered":"The future of travel: where is the journey really going?"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Travelling is more than just relaxation or adventure - it also raises questions. Should we be ashamed of flying? What solutions are there to combat overtourism, and should popular places perhaps even be closed? Accommodation is also changing: does Airbnb still have a future, or are we facing a change in the way we travel?<\/p>\n<p>In this episode, find out not only what challenges and changes await the travel industry, but also what new perspectives could characterise travel in the future.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5296","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 4 - Folge 4","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/74-die-zukunft-des-reisens-wohin-geht-die-reise-wirklich\/embed?context=external&token=5MRKooGEFRR0Z4plpSAt5A\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1818894-m-3bbc302b4b6e0b97393c175d39498d6b.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist zu unserer mittlerweile vierten Folge des Monatsthemas Tourismus. Und wie angek\u00fcndigt m\u00f6chten wir heute \u00fcber die Zukunft des Reisens sprechen. Wahrscheinlich denken jetzt viele von euch bei der Zukunft des Reisens geht es darum, wo wir hinreisen werden, wie wir reisen, ob vielleicht das Campen in sein wird, Kreuzfahrten oder oder oder. Und das sind alles Themen, die wir tats\u00e4chlich in der letzten Zeit schon oder im letzten Jahr in irgendwelchen Podcast-Folgen schon mal besprochen haben. Deswegen w\u00fcrde ich euch da empfehlen, einfach mal in unsere letzten Staffeln zu schauen. Da haben wir wirklich Themen wie auch, Uli, hilf mir, was haben wir noch alles? Kreuzfahrt, da haben wir auch Freizeitparks gemacht. Wir haben Inlandstourismus, da ist diesen Monat ja auch mit Inlandstourismus nochmal nach vorne gestellt. Also gibt das Stichwort Reisentourismus ein, findet ihr, glaube ich, einige Podcasts, die wir schon dazu gemacht haben. Genau. Und deswegen haben wir uns jetzt f\u00fcr diese Folge \u00fcberlegt, einfach mal wirklich ein bisschen andere Perspektive einzunehmen und ein bisschen gr\u00f6\u00dfer auf dieses Thema zu schauen. Deswegen geht es nicht um St\u00e4dtereisen, Wellness oder Eventtrips, sondern um drei Herausforderungen. Flightshaming m\u00fcsste man sich eigentlich sch\u00e4men, wirklich noch zu fliegen aufgrund des Klimawandels. Overtourism m\u00fcssten gro\u00dfe St\u00e4dte oder Str\u00e4nde vielleicht auch einfach mal schlie\u00dfen. Und Airbnb. Wie \u00fcbernachten wir eigentlich zuk\u00fcnftig noch? Ist Airbnb out? Sind Hotels out? Was passiert da auf dieser Ebene?\n\nUnd das haben wir nat\u00fcrlich auch alles befragt. Deswegen ist unser Chart der Woche heute auch dreigeteilt. Uli, willst du mal mit einem Aspekt anfangen? Lass uns anfangen mit Flightshaming. Das finde ich ja immer ganz interessant. Also nochmal kurz, was ist Flightshaming oder Flugscham auf Deutsch? Das ist so in den letzten Jahren popul\u00e4rer geworden. Greta Thunberg hat eine zentrale Rolle dabei gespielt, so 2017, 2018 schon. Sie hat eben \u00f6ffentlich auf Flugreisen verzichtet, hat andere dazu aufgefordert, das auch zu tun. Und die Grundidee ist nat\u00fcrlich deinen \u00f6kologischen Fu\u00dfabdruck zu reduzieren und ein Bewusstsein zu schaffen. Das Ganze wird aber nat\u00fcrlich auch kontrovers diskutiert. Also die einen sagen, k\u00f6nnte ein Beitrag oder ist ein Beitrag zum Klimaschutz. Andere sprechen eben von diesem moralischen Druck, Tugendterror und pers\u00f6nliche Freiheit ist eingeschr\u00e4nkt. Also was in diese Richtung geht. Und nat\u00fcrlich vielleicht vorab so ein bisschen die Fakten. Das ist schon etwas, wor\u00fcber man nachdenken kann. Also wer jetzt zum Beispiel einmal, du bist von Hamburg nach Richtung S\u00fcdamerika. Da verbrauchst du ungef\u00e4hr sieben Tonnen CO2-Emissionen. Das ist genauso viel, wie du den Rest des Jahres verbrauchst. Also es ist schon viel, was Flugreisen einfach auch an Einfluss haben. Und die Frage, die wir dazu gestellt haben, ist eben, sind die B\u00fcrger so ein bisschen in dieser Phase drin, dass sie ein schlechtes Gewissen haben, wenn sie eben fliegen, weil sie wissen, dass das Auswirkungen auf den Klimawandel hat. Da sagen 14 Prozent ja. Also da denken wir, es ist nicht viel, aber ist schon viel. Findest du das viel, ja? Wenn ich mir anschaue, wie popul\u00e4r Flugreisen sind, schon. Ja, dass 14 Prozent sagen, sie sch\u00e4men sich eigentlich daf\u00fcr, in den Flieger zu steigen. Gibt es da gro\u00dfe Unterschiede innerhalb der Bev\u00f6lkerung? Ja, verr\u00fcckte Unterschiede, ehrlicherweise. Also wenn die dir jetzt zum Beispiel Einkommen oder Bildungsgrad anschaust, das korreliert ja oftmals, je h\u00f6her die Bildung oder je h\u00f6her das Einkommen, desto eher sch\u00e4mt man sich. Also doppelt so h\u00e4ufig. Bei Bildung habe ich mir das angeschaut, jeder Zehnte mit einem niedrigeren Abschluss merkt das an, jeder F\u00fcnfte, der irgendwie Abitur und Hochschule hat. Obwohl das diejenigen sind, die besonders h\u00e4ufig Fernreisen machen. Ist das, genau. Aber vielleicht liegt es genau daran. Also erstens, weil man halt vielleicht mehr wei\u00df dar\u00fcber und weil man halt auch derjenige ist, der es halt auch einen Grund hat, sich zu sch\u00e4men. Sch\u00f6ne These. Also wir beide. Ja. Hast du das eigentlich? Flightshaming? Nee, aber ich finde auch nicht, dass ich so viel fliege. Und ich finde halt einmal im Jahr in den Urlaub fliegen, irgendwie daf\u00fcr sch\u00e4be ich mich jetzt nicht so. Ja. Ja, ich mache ja diese Kompensationszahlung. Also wenn ich fliege, dann habe ich sozusagen diese kleine Ausgleichszahlung. Ist aber auch ein bisschen schlechtes Gewissen beruhigen, sage ich auch ganz offen. Also das ist bei mir teilweise dabei, bei meiner Frau komplett. Also die merkt das wirklich an und sagt, wann immer es geht, m\u00f6glichst nicht fliegen. Ja. Obwohl international gesehen sind diese Ausgleichszahlungen, werden wahnsinnig wenig get\u00e4tigt, oder? Total. Also im Promillebereich leider. Ja. Ja, aber das sind so die Unterschiede. Ansonsten beim Alter gar nicht so viel. Also J\u00fcngere etwas st\u00e4rker. 16 Prozent der J\u00fcngeren. Wie gesagt, 14 Prozent ist der Durchschnitt. Die \u00c4lteren sind komplett im Durchschnitt drin. 14 Prozent. Ja und diejenigen, die am meisten fliegen. Die mittlere Generation sind es 12 Prozent. Aber wie gesagt, da die Unterschiede sind gar nicht so gro\u00df. Ja. Ja und ich glaube, das was wir gerade gesagt haben, also oder was ich auch gesagt habe, wir wollen halt auch gerne in den Urlaub fahren und die Deutschen lieben es, in den Urlaub zu fahren. Ist ja auch in unserer Tourismusanalyse dieses Jahr wieder rausgekommen. Die Reiseintensit\u00e4t steigt einfach jedes Jahr. Immer mehr Leute machen wirklich Urlaub und Unternehmen, auch Flugreisen. Total. Da ist man halt irgendwie nicht so richtig gewillt, darauf zu verzichten. Auch wenn das Bewusstsein f\u00fcr Nachhaltigkeit und Klimawandel ja eigentlich steigt. Das stimmt. Also ich glaube, das ist auch so der Hauptgrund, wie die Zahlen zustande kommen. Also nat\u00fcrlich ist man im Alltag deutlich umweltbewusster als im Urlaub. Also du schaltest das ein St\u00fcck weit einfach aus, glaube ich, oder viele schalten es aus. Es ist jetzt nicht nur die Anreise, sondern wenn ich mir einen Wasserverbrauch anschaue, wie oft man im Urlaub duscht und wie oft irgendwie die Handt\u00fccher doch ausgewechselt werden und das Pooltuch dann irgendwie neu geholt wird oder beim Buffet dann doch irgendwie Sachen \u00fcberbleiben. Also man ist einfach nicht so umweltfreundlich wie im Alltag. Das merkt man schon. Wobei nat\u00fcrlich ist das, glaube ich, nicht der einzige Grund ist. Also ich glaube, wie du hast es eben ja auch angef\u00fchrt, dieses Bewusstsein ist schon da. Das spricht sicherlich auch daf\u00fcr, dass 14 Prozent das so sehen. Andererseits, glaube ich, dieser Wunsch Freiheit, Urlaub, das ist schon gr\u00f6\u00dfer als das Gef\u00fchl der Verantwortung gegen\u00fcber dem Klimaschutz, muss man einfach so sagen. Also in diesem Punkt kann man einfach nicht darauf hoffen, dass die Bev\u00f6lkerung aufh\u00f6rt zu fliegen, um das Klima zu sch\u00fctzen, sondern da muss tats\u00e4chlich eben eher eine sinnvolle Alternative her. Ja, das bringt uns ganz gut r\u00fcber zum zweiten Thema aber schon. Also Overtourism ist, glaube ich, ein anderes gro\u00dfes Thema, ne? Absolut, ja. Also es ist ja einfach so, und das liest man ja auch immer wieder, dass nat\u00fcrlich gro\u00dfe St\u00e4dte wie Barcelona oder Venedig einfach zu voll sind. Ich habe es aber auch selbst schon erlebt, dass halt auch Str\u00e4nde einfach zu voll sind. Auf Mallorca muss man einfach wieder fahren, aber selbst auch bei Fernreisen, also international gesehen, ist es an beliebten Hotspots einfach zu viel. Also ich wei\u00df, in Thailand wurde dann auch so ein, ich glaube, das war der James-Bond-Strand von wo? Nee, bei The Beach. The Beach war das, genau, richtig. Ja, hast du mir noch erz\u00e4hlt. Wo das geschlossen wurde einfach, weil gesagt wurde, die Natur schafft das nicht mehr, diese Menschenmassen. Ja, und das nat\u00fcrlich, jetzt k\u00f6nnte man sich \u00fcberlegen, wie kriegt man es hin? Und man k\u00f6nnte nat\u00fcrlich einfach es \u00fcber das Geld machen. Also die Frage, die wir dazu auch gestellt haben. Da muss man was ganz Verr\u00fccktes \u00fcberlegt. Findest du, dass touristisch stark besuchte Orte, also ganz gleiche St\u00e4dte, Str\u00e4nde, Kirchen oder was auch immer, vorab kostenpflichtig reserviert werden m\u00fcssten? Und 8% sagen ja. H\u00f6rt sich auch wieder nicht viel an, aber wenn man sich nat\u00fcrlich \u00fcberlegt, dass es heute doch eher seltener ist, schon eine vern\u00fcnftige Zahl. Interessanterweise eher die J\u00fcngeren als die \u00c4lteren. Also 11% der J\u00fcngeren, 7% der \u00c4lteren. Eher St\u00e4dter als doppelt so h\u00e4ufig Gro\u00dfstadtbewohner wie Landbev\u00f6lkerung. Und je h\u00f6her das Einkommen, desto eher auch die Geschichte, dass du es machst. Ja, genau. Und es gibt nat\u00fcrlich schon viele St\u00e4dte, die das machen. Das darf man auch nicht jetzt vergessen. Also, dass man so eine ganze Stadt besuchen kann? Venedig macht das ja beispielsweise, dass du jetzt eine Eintrittsgeb\u00fchr f\u00fcr Venedig zahlen musst, wenn du reingehst als Tagestourist. Das ist schon was. Aber nat\u00fcrlich kannst du auch, was ich dir in New York anschauen, wenn du jetzt irgendwie auf die Freiheit Stadour willst oder Empire State Building oder sowas, dann musst du nat\u00fcrlich schon vorreservieren. Oder Paris, wenn du jetzt irgendwie auf den Eiffelturm oder sowas willst. Ich h\u00e4tte es tats\u00e4chlich das erste Mal am Strand erlebt, jetzt auf Sardinien, dass man da f\u00fcr einen sehr beliebten Strand tats\u00e4chlich ein Ticket eben buchen musste. Ja, aber ich f\u00e4nde es ja auch nicht jetzt von der Logik her nochmal. Also es macht ja auch in gewisser Weise Sinn, oder? Also du hast jetzt irgendwie, kannst es von vornherein steuern, wann ist es \u00fcberf\u00fcllt oder wann ist es nicht \u00fcberf\u00fcllt. Also du sch\u00fctzt halt einfach auch die Attraktion oder den Strand. Also nachhaltig ist es halt schon. Dann kannst nat\u00fcrlich auch damit Geld verdienen, das Geld wieder f\u00fcr andere Sachen einsetzen. Ja, auch f\u00fcr den Erhalt. Und ich finde, das geht nat\u00fcrlich dann auch gerade um Nachhaltigkeit und Umweltschutz. Also wenn da nicht so viele Menschenmassen zerst\u00f6ren halt eben auch viel. Es bleibt viel M\u00fcll \u00fcbrig, es belastet die Umwelt, historische St\u00e4dten. Also das nutzt nat\u00fcrlich auch schneller ab. Das muss nat\u00fcrlich auch alles restauriert werden. Und was ich nat\u00fcrlich aber auch als Riesenvorteil finde, ist f\u00fcr die Touris einfach. Also wenn ich mir jetzt irgendwie \u00fcberlege, ich wei\u00df, dass ich nicht zwei Stunden anstehen muss. Ich wei\u00df, dass ich dann hinkomme und relativ schnell den Zugang zum Strand oder zum Museum oder was auch immer habe, ist ja auch wieder Urlaubsqualit\u00e4t. Und das finde ich ist halt schon etwas, wor\u00fcber man nachdenken kann. Genau. Ich finde es nat\u00fcrlich nur schwierig, weil das wieder so, ja, ich glaube, der Zugang dazu ist nicht f\u00fcr alle gleich. Das stimmt. Und das spaltet in gewisser Weise wieder. Ja, bin ich bei dir. Also auch wenn wir heute \u00fcber die Zukunft reden wollen. Also ich glaube, auf der einen Seite Overtourism ist und bleibt ein Problem. Also es ist jetzt, wie du schon gesagt hast, St\u00e4dte, es sind wirklich f\u00fcr die Anwohner schwer, wenn immer mehr Touristen kommen und die Welt, die Weltbev\u00f6lkerung w\u00e4chst, immer mehr Menschen sind unterwegs. Also in Zukunft werden noch mehr Menschen in die Hotspots kommen wollen. Das so ein bisschen zu regeln hat nat\u00fcrlich Vorteile. Aber klar, es wird halt alles irgendwie exklusiver vielleicht. Also dass man das von vornherein auch mit einpreisen muss, dass wenn du Strandurlaub machst, der Strand ist nicht mehr umsonst. F\u00fcr den Strand zahlst du extra. Du zahlst auf einmal f\u00fcr die Kirche, f\u00fcr das Museum, f\u00fcr die M\u00f6glichkeit, diese Orte zu machen. Ansonsten muss am Hotelpool bleiben. Genau. Und das finde ich nat\u00fcrlich schwierig, dass eigentlich traditionell \u00f6ffentlich zug\u00e4ngliche, gerade kulturelle Orte dann so privatisiert wirken. Das stimmt. Also wie gesagt, die Herausforderung sehe ich total. Aber wenn wir jetzt \u00fcber die Zukunft sprechen, ich glaube, das ist etwas, was uns noch h\u00e4ufiger begegnen wird. Ja. Drittes Thema noch schnell. Ich finde, das passt nat\u00fcrlich dann auch dazu. Wenn wir in den St\u00e4dten sind, ist nat\u00fcrlich ein Problem von Overtourism auch Airbnb und Wohnraum. Ja. Hat man ja auch gerade so auf Mallorca oder auch in vielen anderen St\u00e4dten. Es ist halt gar nicht mehr erlaubt, seine Immobilie via Airbnb zu vermieten. Anzubieten \u00fcberhaupt, ne? Ja. Genau. Wobei man nat\u00fcrlich nicht vergessen darf, also 14 Prozent der Deutschen haben Interesse an solchen privaten Unterk\u00fcnften. Ja. Und vor allem ist es auch noch \u00f6fter zu tun, als sie es eh schon tun. Also so zuk\u00fcnftig, ne? Ja. Und das ist etwas, also jetzt nochmal kurz zum Hintergrund f\u00fcr diejenigen, die nicht ganz so im Thema drin sind. Airbnb kennen wahrscheinlich die meisten. Gibt es ja, glaube ich, schon fast 20 Jahre. Wurde damals gegr\u00fcndet. Daher ja auch der Name. Air Mattress oder Air Bad war es, glaube ich, and Breakfast. Also Air Bad and Breakfast, so rum war es. Das ist etwas, was in den letzten 20 Jahren immer weiter zugenommen hat. Ich glaube, in Europa sind es 300 Millionen \u00dcbernachtungen zuletzt gewesen. Weltweit irgendwie eine knappe halbe Milliarde. Durchschnittspreise variieren nat\u00fcrlich aber im Schnitt schon \u00fcber 130 Euro zuletzt. Auslastung von diesen Wohnungen sind gut, muss man wirklich sagen. 168 Tage, also 24 Wochen. Also damit kann der Vermieter schon gutes Geld verdienen. Ja, genau. Und vor allem im Schnitt. Also an gewissen Hotspots in den Gro\u00dfst\u00e4dten ja noch deutlich mehr. Total. Deswegen war es ja auch eben so ein Aufschrei und der Bed\u00fcrfte ist da Regulierung, weil nat\u00fcrlich viel Wohnraum in den instillten G\u00e4rtenlagen umgewandelt wurde zu Ferienwohnungen. Und die Idee ist ja eigentlich gewesen, dass eine wirklich, also meine eigene Wohnung, in der ich wirklich lebe, wenn ich nicht da bin, jemand anderes dort Urlaub machen kann. Und das wurde ja ganz schnell dann umgewandelt und da kam ein System hinter, dass es an sich eine Ferienwohnung ist. Und es ist keine echte eigene Wohnung, wo man authentische Erlebnisse macht, weil man in der Wohnung lebt, in der halt eben wirklich der Italiener in Neapel so, dass man. Ja, wobei ich da jetzt ja sogar einen Schritt weiter gehen w\u00fcrde, auch f\u00fcr die Zukunft. Ich finde es ja wieder okay, wenn das dann auch die Realit\u00e4t w\u00e4re. Oder noch ein weiter, wenn der Italiener in Neapel wohnt und du nur ein Zimmer mietest. Also dass es dieses Teilen halt auch wirklich ist. Und jetzt nicht die exklusive Wohnung, wo du alles f\u00fcr dich hast, sondern du hast halt wieder nur einen Teil der Wohnung, dass f\u00fcr dich auch diese Wohnraumproblematik, die oftmals angesprochen wird, ein St\u00fcck weit l\u00f6sen. Total. Also deswegen verstehe ich aktuell auch nicht diesen High-Bomb-Airbnb, weil ich finde, das hat nichts mit Authentizit\u00e4t zu tun. Das ist nur dann, wenn du wirklich, das haben wir und das kann ich auch total empfehlen. Wir waren mal bei einem italienischen, \u00e4lteren Ehepaar, die uns dann auch direkt mit einem Apfel-R\u00fchspritz begr\u00fc\u00dft haben. Und man hat sich unterhalten und das haben ihr Lieblingsrestaurant empfohlen. Das war total nett. Man hat einfach nur ein Zimmer bei denen gehabt. Aber ansonsten kann ich auch wirklich lieber professionell eine Ferienwohnung nehmen, wo da jemand hintersteht, der auch wei\u00df, um zu gewissen Sauberkeitsstandard und so weiter einzuhalten. Ja, wobei ich das bei Airbaby und ist ja auch schon, also ich mache das ehrlicherweise \u00f6fter, weil ich jetzt, du hast nat\u00fcrlich recht, es ist jetzt nicht wahnsinnig authentisch, es ist jetzt nicht das italienische Ehepaar jedes Mal da, aber man hat nat\u00fcrlich diese Gr\u00f6\u00dfe, gerade wenn wir in der Familie oder mit Freunden unterwegs sind. Ja, aber dann immer ist es eine Ferienwohnung. Total. Es ist einfach eine Ferienwohnungsplattform. Ja, und was fr\u00fcher, konntest du ja auch Ferienwohnungen und Ferienh\u00e4user buchen, jetzt hat sich halt diese Anbieterform halt ein St\u00fcck weit ver\u00e4ndert. Aber klar, ich sehe nat\u00fcrlich, das hast du ja auch am Anfang angesprochen, nat\u00fcrlich schon die Herausforderung, also Wohnraumknappheit, das Airby-Konflikte, wenn du irgendwie dann mit deinem Rollkoffer abends dann noch in die Wohnung gehst. Ich w\u00e4re auch genervt, wenn das bei mir in der Stra\u00dfe w\u00e4re, ganz klar. Was meinst du denn, also 14 Prozent wollen das ja zuk\u00fcnftig h\u00e4ufiger machen, das hei\u00dft die Nachfrage ist auf jeden Fall noch da. Wie sich das so gesamt entwickeln wird. Also ich finde, wir bemerken ja auch schon in unserer Forschung, dass es schon auch so einen Wunsch nach diesem Rundum-Sorglos-Paket gibt. Das hei\u00dft, Cluburlaub ist auf jeden Fall nicht am Aussterben. Auf keinen Fall. Deswegen sind ja Kreuzfahrten auch so wahnsinnig beliebt. Was meinst du denn, wo sich das Ganze so hin entwickeln wird? Also ich glaube nat\u00fcrlich einerseits von jetzt die drei gro\u00dfen Player, die wir haben, also Anbieter, Airbnb, ich glaube schon, die werden gut beraten, jetzt sich auch was zu \u00fcberlegen. Mache ich irgendwie, dass ich eine zus\u00e4tzliche Geb\u00fchr nehme, wo dann irgendwie das Geld investiert wird, in den Bau von bezahlbaren Wohnraum oder irgendwas. Oder ich sage halt wirklich, Airbnb geht dazu \u00fcber, dass es nur Teile der Wohnung vermietet werden. Ich glaube nat\u00fcrlich auch, die St\u00e4dte werden reagieren, also irgendwelche Vorgaben haben, da H\u00f6chstgrenzen von Wohnungen, bestimmte Vermietdauer nur, die du einhalten kannst. Aber letztendlich geht es nat\u00fcrlich immer um den Gast. Und der Gast findet diese Art des Reisens auch, glaube ich, in Zukunft attraktiv, weil es halt eben was anderes ist als das Standard-Hotelzimmer. Und das will eben ein Teil der Bev\u00f6lkerung. Und da darf man das nat\u00fcrlich auch nicht \u00fcberbewerten. Neun von zehn \u00dcbernachtungen finden nach wie vor in Hotels und Pensionen statt. Also es ist nur ein Zehntel des \u00dcbernachtungsmarktes. Aber ich glaube, der wird in Zukunft gr\u00f6\u00dfer werden. Das sagen auch unsere Zahlen. Also insofern wird das sicherlich etwas sein, was den Tourismus auch in Zukunft beeinflussen wird. Uli, wir liegen super in der Zeit. In diesem Sinne haben wir das erste Monatsthema durch. Tourismus, verschiedene Facetten beleuchtet. Seid gespannt, was n\u00e4chste Woche kommt beim neuen Monatsthema. Bis dahin, macht's gut. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungf\u00fcrzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. 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