{"id":5303,"date":"2025-04-03T06:07:02","date_gmt":"2025-04-03T04:07:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5303"},"modified":"2026-07-21T18:58:12","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:12","slug":"interpersonal-concerns-were-better-in-the-past","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/zwischenmenschliche-sorgen-war-frueher-alles-besser\/","title":{"rendered":"Interpersonal worries: Was everything better in the past?"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The world is changing - and so are our worries. While many fears in interpersonal interactions have decreased over the last 25 years, there is an exciting generation gap: Young people under 35 are more relaxed about many challenges than the 55+ generation. Why is this the case?<\/p>\n<p>In this episode, find out not only why we are living more carefree lives today and what social developments await us in the future, but also what this change says about our society and human interaction.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5303","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 4 - Folge 5","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/75-zwischenmenschliche-sorgen-war-fruher-alles-besser\/embed?context=external&token=B59j5Vt599Z-nqjyoKNkmg\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1849029-m-b73eb74087923411b6c28d4cbc87c1f2.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Wir befinden uns nun schon im zweiten Monat der diesj\u00e4hrigen Staffel und dementsprechend startet heute ein neues Monatsthema. Das ist ein gutes Thema, haben wir, glaube ich, wieder ausgew\u00e4hlt. Genau, worum geht es, Uli? Um Werte in all seinen Facetten. Richtig, genau. Wir m\u00f6chten diesen Monat \u00fcber Wertewandel sprechen, \u00fcber Erziehungsziele, \u00fcber Mut und, damit starten wir heute, \u00fcber Sorgen nat\u00fcrlich auch. Denn, ja, worum machen sich die Deutschen am meisten Sorgen im zwischenmenschlichen Umgang? Das schauen wir uns heute mal genauer an. Uli, magst du mal das Chart der Woche vorstellen? Sehr gerne. Also, wie du ja eben schon gesagt hast, geht es, oder haben wir abgefragt, eben die zwischenmenschlichen Sorgen. Also, jetzt nicht irgendwie Klimawandel, Inflation, Bildung, Kriege, solche Sachen, sondern wirklich was so zwischen den Menschen passiert. Und wenn man sich das anschaut, ist es eben die H\u00e4lfte, also jeder Zweite, der sich um Aggressivit\u00e4t, um Gewaltbereitschaft, aber auch um Kriminalit\u00e4t sorgt. Dann folgen solche Sachen wie fehlender Respekt, dann vielleicht so ein bisschen auch zusammengefasst, immerhin noch bei zwei von f\u00fcnf soziale Ungerechtigkeit. Jeder Dritte sagt dann Ausl\u00e4nderfeindlichkeit. F\u00fcr mich ein bisschen \u00fcberraschend. Nur jeder F\u00fcnfte, der eben die Vereinsamung oder den Pessimismus anf\u00fchrt. Aber schon auff\u00e4llig insgesamt, und es gibt an sich nichts, wovor die Mehrheit der Bundesb\u00fcrger sich sorgt. Und das ist ja was Positives. Alle Nennungen unter oder maximal bei 50 Prozent. Ganz genau. Was ich total spannend finde, ist, wenn wir uns das mal im Jahresvergleich anzauern, beziehungsweise im Vierteljahrhundertsvergleich. Denn das ist ja auch das Tolle, was wir hier bei uns in der Stiftung unseren Datens\u00e4tzen haben, dass wir diese Fragen immer wieder mal stellen. Und im Vergleich mit 25 Jahren hat es mich doch sehr \u00fcberrascht, dass die meisten Sorgen abgenommen haben oder gleich geblieben sind. Also es sind nur wenige, die zugenommen haben. Also zugenommen hat eben die Sorge vor Aggressivit\u00e4t und Gewaltbereitschaft, aber doch auch sehr stark abgenommen hat gleichzeitig die Angst vor Kriminalit\u00e4t. Also es ist wirklich mehr im zwischenmenschlichen Umgang. Also wenn ich Angst vor Gewalt habe, dann nicht aufgrund von jetzt irgendwie organisierter Kriminalit\u00e4t, sondern wirklich gef\u00fchlt. Genau, das Gef\u00fchlte dann, ja. Und das ist ja auch ein St\u00fcck weit berechtigt. Also das darf man ja auch nicht vergessen. Wenn man sich jetzt das mal anschaut, Gewaltbereitschaft, das ist die Anzahl von Straftaten pro 100.000 Einwohner. Und das ist ja immer das Entscheidende, so muss man ja rechnen. War eben vor, wei\u00df nicht, wenn ich jetzt in die 90er Jahre zur\u00fcckgehe, waren es \u00fcber 8.300. Jetzt sind es noch 7.000. Also die Anzahl von Straftaten hat einfach abgenommen. Und das hat nat\u00fcrlich auch viele Gr\u00fcnde. Also wir haben eine bessere, mehr Pr\u00e4ventivma\u00dfnahmen. Wir haben effizientere Strafverfolgung. Es ist halt immer dieses Gef\u00fchl, es passiert aber so viel, wenn man jetzt wieder zur\u00fcckgeht, 25 Jahre. Damals war es eben nicht besser. Damals wurden weniger Sachen aufgekl\u00e4rt. Damals gab es mehr Straftaten. Also es ist schon \u00fcberraschend. Jetzt k\u00f6nnte ich sagen, vielleicht war damals auch weniger Vertrauen in die Polizei da als heutzutage. Aber grunds\u00e4tzlich erstmal eine richtige Entwicklung. Ja. Was passt dann ja als Erkl\u00e4rung? Daf\u00fcr f\u00e4llt mir direkt ein, so diese ver\u00e4nderte Wahrnehmung. Und das eben vor allem durch die mediale Berichterstattung. Das merkt man ja auch in den letzten Wochen rund um den Wahlkampf ganz stark, wie gewisse Themen da eben besetzt werden. Oder eben auch nicht besetzt werden. Und dass dann nat\u00fcrlich auch die Sorgen der Bev\u00f6lkerung ganz stark mit beeinflusst. Und das finde ich ist ja so wichtig, was du eben gesagt hast. Ich finde, es reicht ja nie aus, sich so diese Momentaufnahme anzuschauen und zu sagen, was sind denn jetzt die Sorgen? Das ist ja total schlimm. Sondern man muss es ja immer in Relation sehen. Und wie du gesagt hast, viele Sachen haben sich eben auch deutlich verbessert. Und das ist doch was Tolles. Ja, das stimmt. Also zum Beispiel die soziale Ungerechtigkeit ist gef\u00fchlt heute weniger gravierend, als es eben noch vor 25 Jahren war. Oder auch die soziale K\u00e4lte oder das Mangel an Mitgef\u00fchl wird heute weniger stark wahrgenommen, als eben noch vor einem Vierteljahrhundert. Ja, und das ist ja auch nachzuvollziehen. Also darf man nicht vergessen. Also als ich jetzt irgendwie aufgewachsen bin, das war eine totale Diskussion um irgendwie Diskussion Ich AG und der zunehmende Egoismus, Individualismus, weniger Solidarit\u00e4t. Das haben wir halt alles nur vergessen. Ja, also ich finde auch so wie man, also es geht ja auch um die Werte, die dahinter stecken. Und ich war ja so gerade ein Teenie zu der Zeit. Aber da wurde ja schon auch immer wirklich gesagt, schau auf dich selbst. Also das ist etwas, was privat als auch in der Schule immer gesagt wurde, sieh zu, dass du an dich denkst. Das war normal. Ja, genau. Und das ist ja auch, wenn du das jetzt heute wieder anschaust, also wo du jetzt gerade in der Schule sagst, ich glaube solche Begriffe wie R\u00fccksichtnahme, Toleranz, Gemeinsam, das sind ja alles Dinge, die wir sehr stark betonen und einfach erkannt haben, dass es wichtig ist. Insofern ist es auch nicht so \u00fcberraschend, dass die Werte sich eben da deutlich verbessert haben und dass die Menschen sich weniger Sorgen um solche Dinge machen. Liegt das vielleicht auch daran, dass es uns einfach besser geht? In jedem Fall. Also das haben wir ja schon \u00f6fter herausgearbeitet, dass an sich dieser Spruch, fr\u00fcher war alles besser, es war nichts in der Vergangenheit besser. Jetzt diese harten Sachen wie Lebenserwartung, medizinische Versorgung, Emanzipation, Gleichberechtigung, also alles, was damit rein tut, aber auch die ganzen wirtschaftlichen Dinge, das vergisst man halt nur eben sehr schnell. Klar, wir haben mehr M\u00f6glichkeiten, unser Geld auszugeben. Wir haben mehr M\u00f6glichkeiten, unsere Zeit zu verbrauchen. Das stresst uns und wir haben eben das Gef\u00fchl, ich kann ja vieles gar nicht nutzen und ich habe nicht die M\u00f6glichkeit. Aber wenn man sich das nat\u00fcrlich langfristig anschaut, uns geht es schon ganz sch\u00f6n gut, glanzgleich, aber jetzt im Vergleich zur Vergangenheit oder im Vergleich zu anderen L\u00e4ndern. Ja, dann passt es auch. Ich habe das auch nochmal rausgesucht, die Zahlen im Verh\u00e4ltnis zwischen j\u00fcngeren und \u00e4lteren B\u00fcrgern, wie die darauf geantwortet haben. Wenn du sagst, fr\u00fcher war alles besser, das ist ja etwas, da muss man ja auch fr\u00fcher gelebt haben, vielleicht in der Vergangenheit. Und das deckt sich schon auch eben mit den Altersstrukturen. Also \u00e4ltere Bev\u00f6lkerung ist heute deutlich \u00e4ngstlicher oder macht sich deutlich mehr Sorgen, als es die j\u00fcngere tut. In allen Bereichen? In allen Bereichen, ja, durchweg. Also vor allem die Bereiche, die halt eben auf das Zwischenmenschliche gehen. Wenn man jetzt sowas nimmt wie zu viel Mediennutzung, das haben wir jetzt hier mal au\u00dfen vor gelassen, klar sind die J\u00fcngeren ein bisschen kritischer, aber alles im Zwischenmenschlichen, also vor allem Kriminalit\u00e4t, Aggressivit\u00e4t oder auch soziale K\u00e4lte, das sind alles Sachen, die die \u00e4ltere Bev\u00f6lkerung mit mehr Sorgen sieht. Ja, ich meine nat\u00fcrlich ein St\u00fcck weit kann ich es immer nachvollziehen, weil als \u00e4lterer Mensch bist du nat\u00fcrlich ein St\u00fcck weit eher betroffen. Also du bist verletzlicher, dadurch bist du ein bisschen unsicherer, du hast bestimmte Verhaltensweisen, die du vielleicht so nicht kennst, empfindest du als bedrohlicher, reagierst dann sensibel auf ver\u00e4nderte Umgangsformen. Also nat\u00fcrlich kann man es ein St\u00fcck weit erkl\u00e4ren, aber wie du sagst, es ist schon interessant, sodass die \u00e4ltere Generation die Sorgen, die eigenen Sorgen dann eben auch gerne auf die Kinder \u00fcbertr\u00e4gt oder die Enkelkinder \u00fcbertr\u00e4gt, die aber diese Sorgen gar nicht so teilen. Ja, ich meine, es gibt es nat\u00fcrlich auch andersrum, wenn du mir \u00fcberlegst, wie war das bei dir? Also was wurde dir, wie wurdest du erzogen? Ich wei\u00df, gerade als Frau wurde mir immer gesagt, achte halt an dich, denke an erster Stelle an dich, mach dich nicht abh\u00e4ngig von anderen. Wei\u00dft du da irgendwas? Was wurde dir so mitgegeben? Ich bin ja nur mit Frauen aufgewachsen. Mein Vater ist ja fr\u00fch verstorben, ich habe zwei Schwestern, ich war in einem reinen Frauenhaushalt, also nat\u00fcrlich hat das sehr, sehr stark gepr\u00e4gt. Aber es war damals schon, glaube ich, deutlich weniger als heutzutage, wo ja wirklich diese ganzen Sachen mit Respekt weit vorne stehen oder halt auch die Gleichberechtigung und die Fairness untereinander. Das wurde bei mir damals, glaube ich, nicht so stark thematisiert. Also da waren andere Sorgen, eher Lernen was Vern\u00fcnftiges, Angst vor Arbeitslosigkeit war gro\u00df, die Angst war irgendwie gro\u00df, keine Sicherheit zu haben. Also solche Aspekte waren, glaube ich, damals eher relevant, als sie heute vielleicht relevant sind. Ja. Also es ist schon das, was halt aktuell an Problemen, also was die eine Generation an Problemen wahrgenommen hat, gibt sie dann als Sorge an die n\u00e4chste Generation weiter, auch wenn es f\u00fcr die eigentlich vielleicht gar nicht mehr wirklich gro\u00df relevant ist. Das stimmt. Also ich sage auch immer so ein Klassiker, wenn wir \u00fcber Respekt reden. Also die \u00e4ltere Generation bem\u00e4ngelt ja oftmals den fehlenden Respekt. Jetzt kann man irgendwie sagen, naja, das sind halt Werte, die f\u00fcr die halt besonders wichtig sind, aber die sind halt nicht mehr so wichtig f\u00fcr die nachwachsende Generation. Also nat\u00fcrlich ist da irgendwie ein Grundger\u00fcst vorhanden, aber es ist nicht mehr dieses automatische, wie ist das unm\u00f6glich, dass der junge Mensch im Bus nicht aufsteht, dass er irgendwie mit der T\u00fcr nicht aufh\u00e4lt, dass irgendwie der Mann zuerst durch die T\u00fcr geht oder irgendwie solche Sachen, was sich halt einfach ver\u00e4ndert hat. Und das ist nat\u00fcrlich schwerer f\u00fcr die \u00e4ltere Generation zu akzeptieren als f\u00fcr die j\u00fcngere. Ja. Und die \u00e4ltere ist nat\u00fcrlich auf gewisse Dinge auch mehr angewiesen. Also Hilfsbereitschaft und Respekt ist ja auch etwas, also im Bus aufzustehen und nicht um Hilfe fragen zu m\u00fcssen, hilft ihnen ja, weil sie nat\u00fcrlich einfach k\u00f6rperlich oder generell ein bisschen verletzlicher sind. Ja. Und ich gehe nat\u00fcrlich auch einen Schritt weiter. Ich glaube, das ist ja auch mal diese Erwartungshaltung, der junge Mensch soll aufstehen. Vielleicht ist es halt auch okay, dass du zumindest als \u00e4lterer Mensch danach fragst. Weil ich meine, ich w\u00fcrde jetzt wahrscheinlich mich angegriffen f\u00fchlen, wenn ein junger Mensch zu mir sagt, soll ich aufstehen f\u00fcr sie? Aber wenn ich jetzt irgendwie das Gef\u00fchl h\u00e4tte, ich m\u00f6chte gerne sitzen, dann kann ich das ja auch artikulieren und k\u00f6nnte einen jungen Menschen danach fragen. Und dass der dann sagt, n\u00f6, will ich nicht, der glaube ich nicht. Also das ist dann wahrscheinlich neun von zehn w\u00fcrden aufstehen. Also das habe ich auch noch nie gesehen. Das stimmt.\n\nZukunft schon? Ja, finde ich. K\u00f6nnen wir heute mal ein bisschen fr\u00fcher machen, weil da sind ja wirklich spannende Aspekte bei. Also glaube ich, in vielen Bereichen ist jetzt ja die Frage, \u00fcber was wollen wir wirklich reden. Aber als wir auch nochmal \u00fcber dieses Thema nachgedacht haben, finde ich es nat\u00fcrlich schon auff\u00e4llig, dass wir einfach zusehen m\u00fcssen, dass wir uns f\u00fcr bestimmte Bereiche st\u00e4rker sensibilisieren, dass wir irgendwie zusehen m\u00fcssen, dass es langfristig in die richtige Richtung geht. Aber da glaube ich dran. Also ich glaube, wir machen heute so viel mehr Programme zur Gewaltpr\u00e4vention, Initiativen zur F\u00f6rderung von Zivilcourage. Das sind ja alles Dinge, die wir haben. Jetzt lasse ich mal v\u00f6llig au\u00dfen vor, dass wir in Zukunft wahrscheinlich mehr digitale \u00dcberwachungssysteme haben mit allen Chancen und Herausforderungen, die damit einhergehen. Aber ich glaube, da k\u00f6nnen wir wirklich auch hoffnungsvoll in die Zukunft schauen, weil einfach die j\u00fcngere Generation doch mehr Empathie, mehr Dinge erleben wird, als wie wir es vielleicht erfahren haben. Ja, wie sieht es denn bei so einem Thema wie zum Beispiel Ausl\u00e4nderfeindlichkeit aus? War eine schwere Frage. Also ich glaube schon, dass das erstmal weiter anhalten wird, leider. Helfen k\u00f6nnte nat\u00fcrlich, wenn wir jetzt irgendwie sagen, wir setzen verst\u00e4rkt auf interkulturellen Austausch, ist immer so ein Schlagwort. Programme gegen Diskriminierung, solche Sachen. Ich glaube, insgesamt sind nat\u00fcrlich die B\u00fcrger selbst gefordert. Also wenn ich mir immer so Zahlen anschaue, ich nehme jetzt irgendeine Zahl, sagen wir, da kommen 2000 neue Menschen in unser Land. An sich br\u00e4uchte es dann ja, sag ich jetzt mal, zwei Millionen Deutsche, die sagen, sie wollen alle zehn Tage mal irgendwie ein St\u00fcck weit f\u00fcr die Integration was tun. Also gar keine \u00dcberforderung. Aber jetzt immer nur das abzuschieben an anderen zu sagen, die Politik ist f\u00fcr die Integration verantwortlich oder irgendwelche Unternehmen sollen das machen. Nee, letztendlich sind wir es als Zivilgesellschaft, die das hinkriegen m\u00fcssen. Ich glaube, wir sind da in Zukunft mehr gefordert. Das sehe ich jetzt noch nicht so, sage ich auch ganz offen. Also es ist, glaube ich, schon etwas, was anhalten wird erstmal. Also insofern viel Geduld, aber glaube ich auch so ein bisschen der Appell an uns alle, da doch vielleicht einen kleinen Teil, Mini-Teil zu leisten, wenn das viele machen. Und ich glaube, dann funktioniert das eher. Und wie siehst du so Aspekte, die ja ein St\u00fcck weit manchmal da auch mit reinspielen, Missgunst und Neid? Wie wird sich diese Sorge so entwickeln? Also Bildung ist, wie gesagt, f\u00fcr mich immer der Schl\u00fcssel zu ganz, ganz vielem. Also eher so Kooperation statt Konkurrenz. Das w\u00e4re f\u00fcr mich jetzt eher, wo es in Zukunft hingehen kann, dass wir weniger Neid und Missgunst irgendwie haben. Insgesamt glaube ich nat\u00fcrlich schon, dass das immer, du hast am Anfang mal die Medien angesprochen, dass das nat\u00fcrlich schon gro\u00dfen Einfluss hat, was uns so t\u00e4glich pr\u00e4sentiert wird, worum wir uns sorgen, was in der Welt passiert oder was in Deutschland passiert. Aber wenn man so in seinem eigenen Umfeld schaut, ist die Welt ja oftmals noch ganz sch\u00f6n in Ordnung. Wie gab es jetzt in den Familien, ist im Freundeskreis, in der Nachbarschaft? Das ist ja schon noch relativ gut. Also insofern hoffe ich, dass es so eine Art konzentrische Kreise vielleicht sind. Also es geht eher weniger Neid, Missgunst in der Familie und Freundes. Da haben wir es sowieso nicht. Dann weite ich das aus auf die Nachbarschaft, auf irgendwie den Stadtteil, auf was auch immer. Dann kann ich mir schon vorstellen, dass auch das in eine gute Richtung weitergehen wird. Und das ist ja das Entscheidende. Ich fand deinen Jahresvergleich vorhin wirklich augen\u00f6ffnend. Es geht vieles in die richtige Richtung. in unserem Land. Auch wenn man es nicht denkt. Ja, das stimmt. Da muss man tats\u00e4chlich auch wirklich weiterhin auch an seiner Medienkompetenz arbeiten und nochmal genau hinterfragen, was lese ich da? Und vielleicht auch nochmal aktiv gegen diese Filterbubbles, die man ja in vielen, vielen Bereichen unterliegt, die nochmal versuchen, zum Platzen zu bringen, um einfach auch nochmal andere Stimmen zu h\u00f6ren. Das sage ich \u00fcbrigens immer zu meinen Studis. Also wenn die jetzt irgendwie sich eine Antwort aus, sagt man ja heute nicht mehr, ausgoogeln, ich wei\u00df gar nicht, auschat-GBT-Teen oder was macht man eigentlich heutzutage als junger Mensch und sich die das irgendwie nutzen, dann sage ich, okay, jetzt gib mal dir das Gegenteil ein und frag, was spricht denn gegen diese Antwort? Und dann kann die KI ja meistens auch gute Argumente sehen. Und dann sieht man ja schon sehr sch\u00f6n, dass es eben nicht nur schwarz und wei\u00df gibt, dass es f\u00fcr beide Seiten oftmals gute Argumente gibt und dass man dann auch zusehen muss, in welche Richtung es geht. Ja. In den n\u00e4chsten Wochen geht es also munter weiter rund um das Thema Werte. N\u00e4chste Woche, Uli, welche Folge hatten wir da? Wollen wir das schon mal anteasern? Ich denke, wir k\u00f6nnten \u00dcberziehungsziele als n\u00e4chstes, oder? Genau, richtig. Ich finde, ich zeige ja auch ganz viel, wie man tickt, was f\u00fcr Werte man steht, welche m\u00f6chte man an die n\u00e4chste Generation weitergeben, welche hat man selber bekommen. Genau. Also wir freuen uns, wenn ihr n\u00e4chste Woche wieder einschaltet. Bis dahin. Macht's gut. Tsch\u00fcss. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren.\n\nDieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Und dann geht's."},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Zwischenmenschliche Sorgen: War fr\u00fcher alles besser? - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Erfahre in dieser Folge auch, was der Wertwandel \u00fcber unsere Gesellschaft und das menschliche Miteinander aussagt.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/interpersonal-concerns-were-better-in-the-past\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zwischenmenschliche Sorgen: War fr\u00fcher alles besser? 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