{"id":5314,"date":"2025-04-10T14:55:09","date_gmt":"2025-04-10T12:55:09","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5314"},"modified":"2026-07-21T18:58:12","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:12","slug":"educational-goals-what-does-the-next-generation-need-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/erziehungsziele-was-braucht-die-naechste-generation-2\/","title":{"rendered":"Educational goals: What does the next generation need?"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The next generation is facing new challenges - and educational goals are changing as a result. Instead of a sense of duty and a career, the focus today is on independence and responsibility. Parents want young people to learn to think for themselves and take care of their fellow human beings and the environment. But which qualities are really decisive for a successful future?<\/p>\n<p>In this episode, find out how values have changed over the generations and what the 'Big Five' are - the five core values that are important today in order to master the challenges ahead.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5314","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 4 - Folge 6","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/76-erziehungsziele-was-braucht-die-nachste-generation\/embed?context=external\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1849031-m-ebd881f7e7c59aae6c0be70a073a56fa.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Heute ist die zweite Folge von unserem Monatsthema Wertewandel. Und heute soll es darum gehen, welche Werte braucht die n\u00e4chste Generation und wie sehen die Erziehungsziele eigentlich aus? Uli, es ist ja relativ spannend, welche Werte so tief verhankert sind. Da diskutieren wir beide ja auch h\u00e4ufig dr\u00fcber, wie wir aufgewachsen sind, wie wir unsere Kinder erziehen. Wie andere ihre Kinder erziehen. Wie andere ihre Kinder erziehen, genau. Magst du mir uns einmal verraten, welche Werte sind denn heute am wichtigsten? Was haben wir in unserer Forschung rausgefunden? Es sind nat\u00fcrlich wirklich eine Menge Erziehungsziele, die die Bev\u00f6lkerung insgesamt als wichtig erachtet. Wenn man sich so ein bisschen mal vielleicht zwei, drei Sachen anschaut, die auff\u00e4llig sind. 52 Prozent sagen immer, ein wichtiges Erziehungsziel ist, Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Und das fand ich schon auff\u00e4llig. Also es sind nat\u00fcrlich auch solche Sachen wie Ehrlichkeit, dann auch Dinge wie Gesundheit beachten, sich Zeit f\u00fcr die Familie zu nehmen, Umweltbewusstsein. Das sind alles Sachen, die \u00e4hnlich hoch sind. Aber ich finde, dieser erste Punkt alleine, Verantwortung zu \u00fcbernehmen, scheint etwas zu sein. Ich wei\u00df nicht, ich habe die Elterngeneration heutzutage gesagt, das gibt es gar nicht mehr so, weil ich \u00fcbernehme viel Verantwortung f\u00fcr meine Kinder und die m\u00fcssen das gar nicht so sehr. Aber es ist eben auch bei der jungen Generation, dass die das schon auch als wichtig erachten. Und das finde ich, sollte auch ein Fingerzeig in die richtige Richtung sein. Ja, also ich meine, wenn du sagst, wir viele Eltern \u00fcbernehmen aktuell sehr viel Verantwortung f\u00fcr die Kinder und trauen denen gar nicht so viel zu. Da haben wir ja auch schon mal in anderen Podcast-Folgen dr\u00fcber gesprochen. Ja. Das sind ja auch die, die wir befragt haben. Also die empfinden es, weil sie selber so viel Verantwortung tragen, empfinden sie es vielleicht als wichtig, das ihren Kindern auch weiterzugeben, damit sie f\u00fcr die Zukunft gewappnet sind, verhalten sich aber ein bisschen kontr\u00e4r dazu. Total. Also das ist ja auch, wir haben es ja schon mal, glaube ich, angesprochen. Aber wenn ich das so sehe, auch wie wenig Chancen die Kinder haben, selber Verantwortung zu \u00fcbernehmen, weil Mama und Papa das alles besser wissen oder Onkel und Tante oder wer auch immer, das sehe ich schon kritisch. Und darum umso besser, dass eben schon eine Mehrheit sagt, Verantwortung zu \u00fcbernehmen ist ein wichtiges Erziehungsziel. Weil wenn wir nicht anfangen, Verantwortung f\u00fcr unser Handeln zu \u00fcbernehmen, das spielt ja in viele Bereiche rein. Aber es ist eben auch, es macht kein anderer ja f\u00fcr uns. Und das denke ich, wenn wir jetzt \u00fcber die Zukunft sprechen und Herausforderungen, denen wir uns gegen\u00fcbergestellt sehen, ohne dass der einzelne Verantwortung \u00fcbernimmt, wird schwer. Das stimmt. Klingt also relativ vern\u00fcnftig so zumindest, wenn man sich mal so die Top 5, die du gerade vorgestellt hast, anschaut. Total. Wobei, nat\u00fcrlich ist auch so manche Sachen, ich schon diese Ehrlichkeit, also wir haben heute keine Vergleichszahlen rausgesucht, aber Ehrlichkeit war nat\u00fcrlich schon immer ein Wert, der auch als wichtig erachtet wurde. Und das glaube ich, wird nat\u00fcrlich auch in Zukunft zu sein. Andere Sachen, die sich glaube ich schon auch stark ver\u00e4ndert haben. Genau, also nicht alles hat sich dabei ver\u00e4ndert. Wie du sagst, es gibt nat\u00fcrlich auch immer einen gro\u00dfen Teil der Konstanten. Aber was hat sich denn stark ver\u00e4ndert? Naja, wenn ich mir das so anschaue, dass es nat\u00fcrlich Bereiche gibt, die fr\u00fcher vielleicht nicht so eine gro\u00dfe Rolle gespielt haben. Also nehme ich jetzt einen Bereich wie umweltbewusst leben. Ja. Das ist ja etwas, was heutzutage t\u00fcchtig thematisiert wird. Wir haben auch letzten Monat ja dieses Thema Flight Shaming gehabt, wo es ja auch Unterschiede zwischen den Generationen einfach gab. Oder auch, wenn ich mir das anschaue, wie selbstverst\u00e4ndlich heutzutage, wei\u00df nicht, M\u00fcll getrennt wird, dar\u00fcber nachgedacht wird, dass irgendwie man die Ressourcen nicht unendlich nutzen kann. Das ist ja schon etwas, was deutlich mehr im Bewusstsein angekommen ist. Und was jetzt, auch deine Kinder werden wahrscheinlich deutlich umweltbewusster sein. Es wird auch viel daf\u00fcr getan. Also sowohl im Kindergarten als auch in der Schule, an den Universit\u00e4ten. Also \u00fcberall wird ja daf\u00fcr, auch im Unternehmen, also es wird ja \u00fcberall daf\u00fcr geworben, dass man ein Bewusstsein daf\u00fcr hat, die Umwelt zu schonen. Und das war, als ich aufgewachsen bin, jetzt nicht so wirklich vorhanden. Nee, also gab es nat\u00fcrlich auch irgendwelche Diskussionen und Waldsterben und sowas war nat\u00fcrlich damals auch ein Thema. Aber es wurde ja auch mal als Zeichen von Wohlstand gesehen, dass man, ich wei\u00df nicht, f\u00fcr mich war es irgendwie das Gr\u00f6\u00dfte, da mit 18 ein Auto zu haben, um mobil zu sein. Wenn ich das jetzt bei der n\u00e4chsten Generation sehe, ist das deutlich begrenzter. Oder irgendwie die M\u00f6glichkeit haben, im Urlaub zu verreisen und zu fliegen. Das sind ja schon auch alle Statussymbole gewesen, nat\u00fcrlich heute auch noch. Oftmals. Aber man lebt eben doch umweltbewusster. Und das ist gut. Wobei man nat\u00fcrlich auch immer so ein bisschen Wunsch und Wirklichkeit unterscheiden muss. Gerade beim Thema Umwelt. Das zeigt uns die Forschung ja auch immer wieder. Das stimmt, das stimmt. Aber bevor wir da noch weiter so ein bisschen auch Richtung Zukunft gehen, finde ich es ja auch echt interessant, das haben wir nochmal gemacht, uns da so die unterschiedlichen Generationen anzugucken. Also war es ein 18-34-J\u00e4hriger und \u00fcber 55-J\u00e4hriger als wichtige Erziehungsziele. Ich finde, da kann man ja auch gute Ableitungen dann eben auf die Werte und wie sich das so ver\u00e4ndert hat. Was war f\u00fcr dich da auff\u00e4llig? Ich finde es total spannend, dass interkulturelle Kompetenz deutlich h\u00f6her bei den J\u00fcngeren ist. Aber ansonsten sehr viel h\u00f6here Nennungen bei den \u00c4lteren war. Also J\u00fcngere sind da flexibler, offener und sehen vieles nicht als so ganz wichtig mehr an. Ja, also ist nat\u00fcrlich auch vielleicht das Vorrecht der jungen Generationen zu sehen. Sie haben ohnehin sehr viel auf dem Zettel und m\u00fcssen in viele Richtungen irgendwie Leistung bringen und Arbeit. Und das ist vielleicht noch ein Punkt, da w\u00fcrde ich gleich gerne mit dir nochmal dr\u00fcber sprechen, wie deine Sichtweise ist, auch dieses Bindung und Familie und Freundschaften und sowas, was das eigentlich auch mit uns macht als Erziehungsziel. Aber du hast nat\u00fcrlich recht, die \u00e4ltere Generation hat nat\u00fcrlich immer dieses, na die junge Generation, die muss ja und die sollte ja und die muss mal richtig wieder erzogen werden. Das ist wahrscheinlich auch nie anders gewesen, das d\u00fcrfen wir nicht vergessen. Aber du hast recht, also positiv sicherlich die interkulturelle Kompetenz. Genau. Ansonsten betonen halt eben die \u00c4lteren, die J\u00fcngeren mehr als die \u00c4lteren, dass eben Zeitmanagement wichtig ist, Flexibilit\u00e4t wichtig ist, Selbstbewusstsein wichtig ist. Das sind ja alles Aspekte, genauso wie die interkulturelle Kompetenz, die halt eben in dieser sich schnell wandelnden, modernen 24-7-Gesellschaft total wichtig sind. Absolut. Und gleichzeitig finde ich aber, wenn man sich auch nochmal so richtig Jugendstudien anschaut, wie ticken so die, sage ich jetzt nur unter 20-J\u00e4hrigen, die haben ein viel st\u00e4rkeres Verh\u00e4ltnis oder innigeres Verh\u00e4ltnis zu ihren Eltern, als es halt eben fr\u00fcher war. Freunde halt, ne? Genau. Also so diese klassische Rebellion ist da eher Geschichte. Und das finde ich, sehe ich auch als kritisch. Also jetzt nichts, also alle H\u00f6rer, ich finde das total toll, dass ihr ein super Verh\u00e4ltnis zu euren Kindern habt, aber Abgrenzung ist halt auch was Entscheidendes. Und irgendwann eigene Wege zu gehen, das ist auch was Gutes. Und Fehler dann machen zu k\u00f6nnen, ohne dass man sofort irgendwie mit den Eltern dr\u00fcber redet, ist was Positives. Also es ist jetzt nicht irgendwie gescheitert. Also das ist ja auch, wo ich oftmals denke, da m\u00fcssten wir noch mehr Wert drauf legen in der Erziehung, dass die Kinder sich da auch irgendwann abnabeln k\u00f6nnen, so schwer wie es ist. Also wenn die Kinder aus dem Haus rausgehen, das tut weh und das ist mit vielen Sachen verbunden. Aber ich wei\u00df nicht, wie es bei dir war, dann die erste eigene Wohnung zu haben, war ja auch was Besonderes. Ja, absolut, nat\u00fcrlich. Das geh\u00f6rte dazu. Ich finde, es passt so ein bisschen zu diesem Aspekt, wie so diese dauerhaften Bindungen. Das ist ja eine Bindung, die sehr, sehr eng ist und die, wo halt dieses Abkapseln gar nicht stattfindet. Und gleichzeitig wird ja aber auch immer viel diskutiert, dass viele Beziehungen eben nicht langfristig gef\u00fchrt werden. Dass man da viel zu fr\u00fch aufgibt und sagt, okay, das funktioniert nicht so richtig. Zack, ich swipe weiter, ich bin beim n\u00e4chsten. Ja, also dieser Mut zu dauerhaften Beziehungen ist ja schon... Ja, vielleicht ist es auch Mut, der fehlt, ja. Da k\u00f6nnte man mal eine eigene Folge fast so machen, weil das 27 Gedanken jetzt im Kopf, aber da hast du v\u00f6llig recht. Also das verschieben wir jetzt mal, so spannend, wie ich das jetzt finden w\u00fcrde. Aber da w\u00fcrde ich gerne einmal grunds\u00e4tzlich noch dr\u00fcber reden. Aber ist, glaube ich, auch etwas, was bei der j\u00fcngen Generation einfach insgesamt weniger ausgepr\u00e4gt ist als bei der \u00e4lteren, oder? Ja. Auch, ja, vielleicht ist es auch so, dass die J\u00fcngeren sich einfach mehr nach stabileren Beziehungen sehen, als es bei den \u00c4lteren war. Ja, nat\u00fcrlich, da sagt man jetzt immer, die j\u00fcngere Generation hat ja wahnsinnig viele Kontakte und die ganzen Online-Freundschaften, die irgendwie gepflegt werden. Aber wenn es wirklich um die Anzahl von Freundschaften geht, die nimmt ja jedes Jahr ab. Das sagt die Forschung auch eindeutig. Und das ist schon etwas, was nat\u00fcrlich dann auch vermisst wird. Und man hat zwar mehr M\u00f6glichkeiten und kennt mehr Leute und hat mehr Kontakte. Aber wenn es dann darum geht, wer ist wirklich verl\u00e4sslich und auf wen kann ich bauen und wo kann ich mir auch sicher sein, dann Vertrauen vorzufinden und alles. Das geht ja leider zur\u00fcck. Also da muss man dann eben gucken, ob es nicht mehr so wichtig ist, ob es vielleicht auch nicht mehr gebraucht wird. Kann ja durchaus sein. Oder ob es etwas ist, was man doch wieder st\u00e4rker f\u00f6rdern m\u00fcsste, weil es halt wichtig f\u00fcr das Individuum ist. Ja, was ist denn wichtig f\u00fcr die Zukunft? Also welche Erziehungsziele siehst du jetzt nicht nur du pers\u00f6nlich, sondern eben auch die Forschung und die Deutschen als wichtig an? Ja, man spricht oft von diesen Big Five. Das ist jetzt nicht irgendwie Safari, was man sehen m\u00f6chte. Sondern die gro\u00dfen f\u00fcnf Bereiche, die es gibt. Also ganz vorne steht dann immer die Eigenverantwortung und Selbstst\u00e4ndigkeit. Das ist schon etwas, was wir ja vorhin hatten. Wer \u00fcbernimmt Verantwortung, wer das eben macht, der kann sein Leben auch aktiv gestalten. Und das ist die Forschung auch relativ weit. Also Eltern, die Kinder eigenst\u00e4ndige Entscheidungen treffen lassen, f\u00f6rdern eben langfristig bessere Probleml\u00f6sungsf\u00e4higkeiten. Wer das gelernt hat, der kann es auch besser. Das ist ja auch logisch und das ist ja, das kennst du ja auch aus der eigenen Erziehung. Also nat\u00fcrlich finden Kinder irgendwann die L\u00f6sung, ohne dass wir gro\u00dfartig eingreifen m\u00fcssen. Ja, es ist also tats\u00e4chlich in der Wissenschaft auch so belegt, dass wenn man den Kindern zu viel hilft, man sie tats\u00e4chlich am Lernen behindert. Absolut. Und auch eigenst\u00e4ndig zur Schule gehen lassen oder mit dem Fahrrad fahren lassen, sind auch ganz, ganz wichtige Entwicklungsschritte, die so in unserer modernen Welt aktuell den Kindern einfach vorenthalten werden. Ja, das ist schon was Gutes. Also das ist da auch eigene Sachen zu machen. Ich bin immer ganz froh bei meinen Studis, dass es jetzt nicht mehr, glaube ich, die Bachelor-Master-Arbeiten von den Eltern korrigiert werden, sondern wahrscheinlich jetzt von ChatGBT und so. Also das ist aber ein bisschen eigenst\u00e4ndiger, dass ich es damit auseinandergesetzt habe. Was aber auch ein wichtiger Punkt \u00fcbrigens ist, ist die Medienkompetenz. Also es passt, glaube ich, ganz gut dazu. Wir leben eben in einer Welt, die leider auch sehr viele Fake News hat. Social Media ist auch ganz sch\u00f6n pr\u00e4sent, gerade bei der jungen Generation. Also da zweite Kernkompetenz, vielleicht dieses kritische Denken, digitale Kompetenzen nach vorne zu stellen, das ist schon wichtig. Da kann man, glaube ich, auch nicht fr\u00fch genug mit anfangen. Und ich wei\u00df nicht, wie es bei deinen Kindern ist, aber es hat halt einfach eine hohe Faszination. Ja, absolut. Also da haben wir auch schon ein paar Folgen dr\u00fcber gemacht, Uli. So die Einflussnahme von Medien auf die Entwicklung oder auch auf die Freundschaften, auf die Abh\u00e4ngigkeit von Social Media. Es sind ja auch immer mehr L\u00e4nder und Schulen, die darauf ausspringen, dass es tats\u00e4chlich verboten werden sollte. D\u00e4nemark macht jetzt, glaube ich, gerade noch. Also D\u00e4nemark will jetzt neu reinbringen, keine Handys mehr in der Schule. An Schulen, genau. Oder im Mindestalter f\u00fcr die Nutzung von gewissen Apps. Und ich denke, auch dieses kritische Denken ist etwas, was wahnsinnig wichtig ist. Und es passt ja auch zu unseren Ergebnissen. Also 28 Prozent sagen ja auch, digitale Kompetenz ist eine zentrale F\u00e4higkeit, die sie gerne ihren Kindern mitgeben m\u00f6chten. Ja, und zentral ist halt wirklich schon auff\u00e4llig. Wenn wir in der Reihenfolge aber weitergehen, also wir hatten jetzt bisher Eigenverantwortung, Selbstst\u00e4ndigkeit, dann eben jetzt kritisches Denken, Medienkompetenz, was glaube ich so ein dritter Bereich ist, dass die Forschung auch ganz klar ist, Empathie. Also ich kann es ja auch soziale Intelligenz nennen, ist mir ganz gleich, wie man es nennen m\u00f6chte. Aber wir m\u00fcssen eben lernen, auch nach wie vor miteinander umzugehen und miteinander klar zu kommen. Und das ist neu, oder? Dass man das jetzt so nach vorne stellt und sagt, wir m\u00fcssen lernen, wie man mit anderen Menschen umgeht. Ja, also das ist, also jetzt nicht nur im Beruf eine entscheidende Kompetenz, ja, aber es ist halt auch in der Freizeit. Und das ist, oder im pers\u00f6nlichen Umfeld, also schon was Wichtiges. Denn klar, die digitale Welt oder Automatisierung, Digitalisierung, die kann einiges ersetzen, aber nat\u00fcrlich letztendlich nicht die Art, wie wir miteinander umgehen. Sympathisch sein, empathisch sein. Absolut. Was ich total spannend finde \u00fcbrigens, ich wei\u00df nicht, ob dir das \u00fcberhaupt aufgefallen ist. Du machst ja auch immer eine Exkursion mit deinen Studenten in die USA. Ja. Und ich habe mir dann ja die Brosch\u00fcre, also die m\u00fcssen dann so eine Art Booklet erstellen, eine Brosch\u00fcre, was sie jeden Tag so gemacht haben, was sie gelernt haben. Das ist sehr gut. Sehr aufmerksam durchgelesen. Ja, k\u00f6nnt ihr alle \u00fcbrigens auch auf der Seite der Palmall Foundation und auf der Seite der Fachhochschule Westk\u00fcste. Dazu gibt es dann auch einen kleinen Film bei YouTube, was wir da gemacht haben. Genau. Und wenn man sich den Film anguckt oder dieses Booklet durchliest, es wurden ja alle befragt, sei es jetzt Professoren oder Vertreter von Unternehmen, was sie denen als wichtigen Tipp f\u00fcr die Zukunft mitgeben w\u00fcrden. Und alle haben gesagt, sowas wie Smalltalk f\u00fchren, nett sein, offen sein, frei reden k\u00f6nnen. Also total einfache Dinge, wo man denkt, das sind ja eher so Softskills. Also ich meine, aber das haben alle gesagt. Niemand hat irgendwie gesagt, du musst besonders gut rechnen k\u00f6nnen oder das studieren oder so, dich spezialisieren, sondern das waren wirklich einfache Dinge. Ja. Und das ist ja auch, weil du es nat\u00fcrlich nicht mehr trainierst. Also Smalltalk zu machen ist halt was anderes, als nur hin und her zu chatten. Und das ist, bevor die Reaktion zu haben, sich auch darauf einstellen k\u00f6nnen, ist schon was Wichtiges. Ja. Vierter Bereich, passt auch ein St\u00fcck weit dazu, ist die Anpassungsf\u00e4higkeit. Also sich an andere anzupassen. Resilienz k\u00f6nnte man jetzt auch irgendwie sagen. Die Welt ist halt insgesamt instabiler geworden und wir m\u00fcssen lernen, mit Ver\u00e4nderungen umzugehen. Also das ist so ein bisschen auch das Stiftungsmotto hier fast. Genau. Ich finde, das finde ich aber auch irre, dass wir das jetzt f\u00fcr die Zukunft lernen m\u00fcssen, weil eigentlich ist ja nichts so best\u00e4ndig wie der Wandel. Sehr sch\u00f6ner Satz, ja. Das ist das Motto unserer Stiftung hier. Und es stimmt ja auch. Also die Welt ist st\u00e4ndig im Wandel und wir k\u00f6nnen sie nicht anhalten. Und das ist auch gut so. Und es ist immer eine Weiterentwicklung. Also da als Erziehungsziel auch beizubringen, dass man sich anpassen muss und sich der jeweiligen Situation anpasst, ist schon was Gutes. Ja. Ja. Ja, da finde ich es halt auch so ein bisschen, es geht so damit einher, du musst es halt lernen, dich anzupassen und schneller sein und so. Wenn du dich halt nicht genug angestrengt hast, dann bist du halt auch selber schuld, dass du vielleicht irgendwann abgehangen wirst. Ja, und das ist ja auch. Und das finde ich ist aber so ein Spruch, mit dem, ja, da sagst du ja, da stimmst du zu. Mit dem bin ich gro\u00df geworden, aber eigentlich stimmt das gar nicht. Also es gibt auch gen\u00fcgend Studien, die genau das Gegenteil belegen. Das ist eigentlich tats\u00e4chlich ganz stark auch auf deine Herkunft und die Privilegien, mit denen du aufw\u00e4chst, genauso einen gro\u00dfen Einfluss darauf haben, wie erfolgreich du irgendwann bist. Absolut. Und nicht nur, wie sehr du dich anstrengst. Absolut bin ich dir v\u00f6llig dabei, aber das hei\u00dft, die Studienlage ja auch eindeutig, diejenigen, die sowieso schon Vorsprung haben, sind da noch weiter vorne. Wenn du dann sozusagen als derjenige, der nicht diesen Vorteil durch die Eltern oder durch irgendwie den Wohlstand hast, dann ist es nat\u00fcrlich umso problematischer, wenn du dann noch nicht diese Anstrengung machst, dann ist kaum eine M\u00f6glichkeit eben da zu schaffen. So hart wie das ist, aber die Ungerechtigkeit ist nat\u00fcrlich da auch vorhanden. Ja. An Betracht der Zeit vielleicht noch ganz kurz der f\u00fcnfte und letzte Punkt, den ich f\u00fcr wichtig erachte, aber k\u00f6nnen wir glaube ich auch nochmal an anderer Stelle weiter nach vorne stellen, ist das Thema Nachhaltigkeit. Das ist einfach etwas, du hast es ja vorhin auch schon kurz angesprochen, was wirklich eine Erziehungsaufgabe f\u00fcr die Zukunft ist. Und immer dieser Spagat, viele erachten das als wichtig, wenn ich dann aber mir anschaue, dass nur 17 Prozent sagen, sie sind bereit, eigene Interessen hinter dem Gemeinwohl zur\u00fcckzustellen. Haben wir in einer anderen Studie gerade wieder nach vorne gestellt. Also das ist schon, ist etwas, woran wir arbeiten m\u00fcssen, denn Klimawandel ist wahrscheinlich mit die gr\u00f6\u00dfte Herausforderung, der wir uns in Zukunft gegen\u00fcbergestellt sehen. Ist das ein Erziehungsteel, was du auch deinen Kindern mitgibst? Denkt man ja nicht so oft an dich, sondern eher an das gro\u00dfe Ganze? Ja, also im sozialen Bereich viel eher auch bei mir als im Thema Nachhaltigkeit. Also wenn ich sehe, wie selbstverst\u00e4ndlich meine Kinder es gewohnt sind zu fliegen, wenn es irgendwie in Urlaub geht, das ist ja schon auch kritisch zu sehen. Oder gut, was wir gut hingekriegt haben, ist glaube ich immer diese Fortbewegung, die mussten sehr fr\u00fch lernen mit \u00d6ffentlichen zu fahren und jetzt nicht \u00fcberall hingefahren zu werden von uns, weil wir das nie wollten. Aber andere Dinge, Sachen auch als selbstverst\u00e4ndlich anzunehmen, sind sie eben nicht. Also mein Sohn hat es deutlich besser gekriegt, weil der war ja mal bei den Pfadfindern und damals war dieses einfache Leben schon okay und es hat ein T-Shirt f\u00fcr die Woche Pfadfinder dann auch gelangt. Aber klar, also ist etwas, fasse ich mir auch an die eigene Nase, m\u00fcsste man mehr machen. Ja, ich finde gerade beim Thema Umwelt zeigen ja auch andere unserer Studien, dass einfach die meisten nicht so richtig aktiv etwas daf\u00fcr tun wollen. Absolut. Also an sich k\u00f6nnte man sagen, Nachhaltigkeit ja, aber bitte bequem. Mhm, ja. Uli, aber alles zusammengenommen, was meinst du, was ist dein Fazit, wie sieht es in der Zukunft aus, was ist wichtig an Erziehungszielen? Ganz sch\u00f6n komplex. Es wird nicht weniger. Man muss auch immer sich bewusst sein, dass man nat\u00fcrlich nicht immer alles in Perfektion abdecken kann. Es gibt nicht die perfekte Erziehung. Man muss auch da, glaube ich, viel Toleranz bei der eigenen Erziehung dann irgendwann in den Tag legen. F\u00fcr die n\u00e4chste Generation, wenn du mich jetzt so insgesamt fragst, glaube ich, wird es nat\u00fcrlich eine Mischung sein. Also wir brauchen, glaube ich, schon in Zukunft nach wie vor so traditionelle Werte, Ehrlichkeit, Verantwortung, was mir immer ganz wichtig ist, die Verantwortung auch nach vorne zu stellen. Andererseits sind es eben auch neue Erziehungsziele, die vielleicht in unserer beider Kindheit noch nicht so wichtig waren. Jetzt Medienkompetenz, Flexibilit\u00e4t, diese Anpassungsf\u00e4higkeit, \u00fcber die wir gesprochen haben, Resilienzf\u00e4higkeit. Also es sind nat\u00fcrlich auch neue Dinge, die dann einfach mit dazukommen. Wie geht man damit um? Also insofern eine Mischung ist, glaube ich, schon wichtig. Wenn du mich jetzt generell fragst, was w\u00e4re etwas, was ich mir deutlich mehr w\u00fcnschen w\u00fcrde, w\u00e4re es nat\u00fcrlich schon dieses Miteinander. Also diese, man spricht ja manchmal auch von der Generation Harmonie bei der jungen Generation, dass die da sehr harmonisch sind, weniger rebellisch als fr\u00fcher. Das ist etwas, das ist gut, aber auch eine Abgrenzung gegen\u00fcber anderen ist schon wichtig. Auch den Mut zu haben, vielleicht da mal eigene Wege zu gehen. Sehr sch\u00f6n. Mut zu haben, eigene Wege zu gehen. Ich glaube, dar\u00fcber sollten wir n\u00e4chste Woche nochmal ausf\u00fchrlicher sprechen. Das w\u00e4re ein sch\u00f6nes Thema. In diesem Sinne, haben wir es heute, oder? Genau. Macht's gut. Tsch\u00fcss. Bis dahin. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren.\n\nDieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Und dann geht's. 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