{"id":5408,"date":"2025-05-22T06:22:30","date_gmt":"2025-05-22T04:22:30","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5408"},"modified":"2026-07-21T18:58:12","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:12","slug":"trust-in-the-media-how-will-we-inform-ourselves-in-the-future","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/vertrauen-in-die-medien-wie-informieren-wir-uns-in-zukunft\/","title":{"rendered":"Trust in the media: How will we inform ourselves in future?"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>The media fulfil a central role in democracy - they inform, categorise and enable opinions to be formed. However, trust in their independence has declined, while at the same time the spread of misinformation is increasing.<\/p>\n<p>In this episode, find out how the population assesses the credibility of traditional and social media, the importance of dealing with fake news - and which measures can help to strengthen trust in the long term.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5408","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 4 - Folge 12","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/82-Vertrauen%20in%20die%20Medien:%20Wie%20informieren%20wir%20uns%20in%20Zukunft%3F\/embed?context=external&token=XwxNptUDRU_gNF6_3TOJ2g\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1893978-m-48d95f22c40a525d3ee7dc44c6cad85a.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist zur vierten Folge des Monatsthemas Vertrauen. Wie letzte Woche angek\u00fcndigt, sprechen wir heute \u00fcber Medien, das Vertrauen in Medien und nat\u00fcrlich auch das Misstrauen in Fake News. Zwei Themen, die unsere Demokratie und Gesellschaft stark pr\u00e4gen. Warum sind Fake News so gef\u00e4hrlich und warum schwindet das Vertrauen in etablierte Medien? Fakt ist, Medien sind ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen Demokratie und stehen f\u00fcr Unabh\u00e4ngigkeit, Kontrolle und Meinungsbildung. Als sogenannte vierte Macht im Staat decken sie Missst\u00e4nde auf und tragen zur Transparenz des Staatswesens bei. Aber f\u00fcr wie objektiv halten die B\u00fcrger die Medien eigentlich noch? Bevor wir gleich zum Chart der Woche kommen, in dem es ja um die Strafe von Fake News geht, haben wir hier f\u00fcr das Thema Vertrauen noch eine andere spannende Zahl gefunden. Uli, m\u00f6chtest du die einmal vorstellen? Ja, wir haben ja auch wieder repr\u00e4sentativ gefragt. Die Bev\u00f6lkerung, vertraust du eigentlich darauf, dass Medien objektiv und wahrheitsgem\u00e4\u00df berichten? Und da ist es schon auff\u00e4llig, das ist nur gut die H\u00e4lfte. Also 54 Prozent. Jetzt kannst du dich sagen und das ist ja erstmal positiv. Diejenigen, die das so sehen, die sagen eben, ja Medien sind eine unabh\u00e4ngige Kraft, decken Missst\u00e4nde auf, nehmen unbequeme Perspektiven ein, sind das Sprachrohr der Bev\u00f6lkerung. Also das sagt eben gut die H\u00e4lfte der Bev\u00f6lkerung. Andererseits ist es eben auch fast jeder Zweite, der eben sagt, ja traditionelle Medien stehen eher f\u00fcr, wei\u00df nicht, Kommerzialisierung mittlerweile, Informationsflut, Konzentration auf negative Berichterstattung. Das sind ja alles Sachen, die wir auch schon mal hatten, dass Bad News, Good News leider oftmals noch f\u00fcr viele Medienschaffenden sind. Dann das ganze Thema KI spielt sicherlich da auch mit rein. Also ist es \u00fcberhaupt noch authentisch oder ist es irgendwie KI generiert? Die Transparenz, die da fehlt. Also ich sehe das schon ein St\u00fcck weit kritisch, da die Bev\u00f6lkerung da wirklich gespalten ist. Ja. Ich meine, Sonderpunkt ist dabei sicherlich so ein bisschen die Social Media. Denn soziale Medien werden ja h\u00e4ufig f\u00fcr die, also in erster Linie f\u00fcr die Verbreitung von Falschinformationen und auch so Feterblasen, Echokammern. Das stimmt. Ja, vor allem keine Kontrolle auch irgendwie, wenn du jetzt irgendwelche Datenmissbrauch machst, wenn du irgendwie Quatsch erz\u00e4hlst, Hassreden und sowas, hast du ja auch einfach keine wirkliche Kontrolle bei Social Media. Das ist schon gewagt, ja. Aber bevor wir das jetzt weiter vertiefen, lass uns \u00fcber den eigentlichen Chart der Woche sprechen. Ja. Das finde ich ja wirklich spannend, denn Fake News, also f\u00fcr alle, um das nochmal klarzuziehen, ist eben diese gezielte Falschmeldung, irref\u00fchrende Information, was eben h\u00e4ufig dann auch verbreitet wird. Hat ganz klar das Ziel, Meinung, Emotionen zu manipulieren, also auch Handlungen im Endeffekt, sodass deine politische, ideologisches Interesse eben gef\u00f6rdert wird. Ist jetzt auch nichts Neues. Aber dazu haben wir ja konkret einen Chart der Woche gemacht. Magst du den einmal vorstellen, naja. Genau. Wir haben wieder repr\u00e4sentativ die Deutschen gefragt, ob sie der Meinung sind, dass die Verbreitung von Fehlinformationen in sozialen Netzwerken, also Fake News, strafbar gemacht werden sollten. Und da sind es tats\u00e4chlich 82 Prozent der Deutschen, die dazu stimmen. Und bei den \u00fcber 55-J\u00e4hrigen sogar 87 Prozent. Je j\u00fcnger, desto eher sagt man nein. Also bei den unter 35-J\u00e4hrigen sind es drei Viertel, die sagen, es sollte strafbar sein, Fake News zu verbreiten. Und ja, weil je \u00e4lter man wird, da sind es dann halt eben neun von zehn, die sagen, das muss auf jeden Fall auch strafrechtlich zu verfolgen sein. W\u00fcrdest du da eigentlich auch zustimmen? In jedem Fall. Also f\u00fcr mich ist die spannende Frage, was f\u00fcr eine Bestrafung nehmen wir da eigentlich? Also wenn ich jetzt, keine Ahnung, es muss ja nicht nur Social Media sein, aber bleiben wir beim Beispiel Social Media. Wenn jetzt irgendwie ganz bewusst da irgendwelche Sachen falsch drinstehen, f\u00fcr wen hat es eigentlich dann eine Strafe nach sich? F\u00fcr denjenigen, der es einstellt, f\u00fcr die Plattform? Wer hat die Kontrollfunktion? Wer hat die Haftung? Das finde ich, ist ja auch wirklich dann eine gro\u00dfe, spannende Frage, die man sich \u00fcberlegen muss. Ja, wobei ich finde, das ist ja schon sehr detailreich. Also nat\u00fcrlich, die Plattform, finde ich, hat immer eine Mitschuld. Die k\u00f6nnen sich da nicht so aus den Verantwortungen ziehen. Und derjenige, der das einstellt, nat\u00fcrlich auch. Ich habe mich eher gefragt, was z\u00e4hlt alles zu Fake News? Weil es gibt ja schon gewisse Dinge, so im Zivilrechtlichen oder wenn es ums Mobbing geht oder Verleumdung oder sowas, das ist ja alles schon auch strafrechtlich verfolgbar. Das stimmt. Aber ja, wenn man jetzt einfach Fakten verdreht, wo jetzt nicht eine Person Schaden vernimmt, die dann da jemanden f\u00fcr anzeigen kann, sondern es werden einfach Fakten verdreht. Genau. Und damit Menschen in die Irre gef\u00fchrt. Das hei\u00dft, du w\u00fcrdest aber schon so ein bisschen unterscheiden. Also wenn man sich jetzt \u00fcberlegt, damals, das wei\u00df ich, bin ich noch mit gro\u00df geworden, wie im Stern mal die Hitler-Tageb\u00fccher aufgetaucht sind. Und dann war es ja alles irgendwie gefaked und es hatte irgendwie einer einfach runtergeschrieben. Aber Stern haben es als gro\u00dfe Meldung damals gebracht und Ausz\u00fcge aus den Hitler-Tageb\u00fcchern. Das hei\u00dft, du w\u00fcrdest da sagen, das ist jetzt ja nicht b\u00f6swillig gewesen vom Stern, das zu machen, sondern entgegen Besten. Das geht nat\u00fcrlich auch nicht. Nee, Bestes Wissen und Gewissen, nee, das ist nur bei Privatpersonen. Dass man da nochmal, obwohl in anderen Dingen hei\u00dft es ja immer so sch\u00f6n, Unwissenheit sch\u00fctzt vor Strafe nicht. Ja. Und ich finde, bei einer gro\u00dfen Medienhaus geht das gar nicht. Also da muss man 100% drauf vertrauen k\u00f6nnen, dass die richtig recherchiert haben. Ich f\u00fcr mich pers\u00f6nlich vergleiche das wie mit einem G\u00fctesiegel. Irgendwie so ein T\u00dcV-Stempel oder Bio-Fairtrade. Und das ist nat\u00fcrlich, wir reden ja auch \u00fcber das Vertrauen. Aber wenn man gewissen Institutionen oder G\u00fctesiegel nicht vertrauen kann, dann haben wir wirklich ein Problem und dann braucht es die auch eben nicht mehr. Und ich finde die gro\u00dfen Medienh\u00e4user, gro\u00dfen Zeitungen, was auch immer, das geht nicht. Also bin ich wirklich bei dir und das ist ja auch, glaube ich, sonst schaffen die sich selber ab. Also du hast das in der Einleitung so sch\u00f6n gesagt, vierte Macht im Staat und haben ja auch eine Verantwortung dann einfach. Und wenn sie dieser Verantwortung eben nicht mehr nachkommen und vielleicht nicht im Einzelfall, aber wiederholt dann irgendwie Falschmeldungen, dann verlieren sie halt auch dieses, die Legitimation. Sie verlieren nicht nur das Vertrauen, sondern wirklich auch ihre Berechtigung, \u00fcberhaupt dabei zu sein. Also bin ich schon komplett reichert. Genau, was mir halt auch einfach wirklich Sorgen macht, sind eben so die Auswirkungen. Also ich meine, man sieht es ja auch einfach, wie stark so soziale Netzwerke und damit eben auch und auch Medien, die das dann teilweise ja auch wieder aufgreifen und \u00fcber die Dinge, die in den sozialen Netzwerken passieren, in der Tagesschau dann auch berichtet wird. Ja, was die einfach f\u00fcr eine Macht haben, nicht nur pers\u00f6nliche Schicksale, sondern auch eben politische Entwicklungen zu beeinflussen. Komplett. Also das ist ja auch einfach, was Fake News nur mal machen. Das ist die F\u00f6rderpolarisierung. Sie verfestigen deine Vorurteile. Du schn\u00fcrst vielleicht sogar Misstrauen gegen\u00fcber bestimmten Mitb\u00fcrgern, Institutionen und all diesen Sachen. Das f\u00fchrt nat\u00fcrlich dann fast zwangsl\u00e4ufig zu Konflikten, sozialen Spannungen. Also es ist schon eine gro\u00dfe Gefahr. Da m\u00fcssen wir uns jetzt irgendwie Gedanken machen, wie wir das in Zukunft... Das hast du doch bestimmt schon getan, oder? Was habe ich getan? Gedanken gemacht, wie man das Ganze l\u00f6sen kann. Ja, also nat\u00fcrlich kann man da irgendwie jetzt Sachen sich \u00fcberlegen, was man machen kann. Ich wiederhole mich ja auch ungern, aber auch da muss man nat\u00fcrlich sagen, ist einfach Bildung schon was Entscheidendes. Also ist es in Zukunft, dass du eine Medienkompetenz entwickeln musst, muss die verpflichtender Bestandteil jeder Schule werden. Das sind Sachen, wo man halt einfach konkret dr\u00fcber nachdenken muss. Das finde ich ganz spannend. Da habe ich mich gerade gesehen, so ein Video. Da war immer so die Frage, was in diesem Ausschnitt jetzt ist eigentlich gerade KI generiert und was ist echt? Kannst du das \u00fcberhaupt noch erkennen? Und da sollte man so ein bisschen so geschult werden. Ja. Findest du eigentlich, also das habe ich mich n\u00e4mlich gefragt, ist das wirklich die Aufgabe des Konsumenten, Fake News zu erkennen? Also m\u00fcssen wir jetzt alle besser werden oder muss eigentlich mehr getan werden, dass es die halt einfach nicht mehr gibt? Weil zum Beispiel die Strafen so hoch sind. Dass wir sozusagen wieder Vertrauen, blindes Vertrauen, ohne es zu verstehen. Nee, bin ich nicht der Meinung. Also ich sage schon, du musst auch als Einzelne eine gewisse Medienkompetenz haben, \u00fcber gewisse Sachen nachdenken und kannst jetzt nicht einfach nur, weil XY es gesagt hat, was fr\u00fcher irgendwie der Pastor auf der Kanzel gesagt hat, hat man blind geglaubt. Und heute wird es auch das ja kritisch hinterfragen, wenn der irgendwie Stellung zu bestimmten Sachen bezieht. Und genauso, glaube ich, m\u00fcssen wir gerade in Social Media das machen. Ja gut, das sind ja ideologische Sachen. Das finde ich ist ja nochmal so eine andere Geschichte, aber, also dass man Dinge kritisch hinterfragt, ob die Meinung von dieser Person wirklich so richtig ist. Also du meinst jetzt nur bei KI-Regeln? Nee, aber wirklich, also Fake, also wo man es einfach wissenschaftlich dann wieder vielleicht auch belegen kann, dass das nicht stimmt. Also wenn da jetzt einer erz\u00e4hlt, er hat 20 Schulen irgendwo gebaut und das hat er einfach nicht getan. Das stimmt. Ja, schwierig. Also ich meine, das ist nat\u00fcrlich immer die Frage, wie gut ist das Programm auch? Also ich merke es bei mir an der Uni. Ich bin mir mittlerweile sicher, ich liebe meine Studis. Aber sind wir ganz ehrlich, die Bachelorarbeiten und Masterarbeiten, die ich irgendwie lese, das ist schon offensichtlich, dass da auch irgendwie betrogen wurde. Dass eine KI genutzt wurde, ohne es vern\u00fcnftig kenntlich zu machen. Dass da Sachen einfach stattfinden. Und das ist ja schon, dann ist es meine Aufgabe, das irgendwie Kritische zu hinterfragen und zu sehen. Es ist Aufgabe irgendwie, ja, Gegenprogramme, die ich wieder dr\u00fcben laufen lasse, in der Wahrscheinlichkeit auch zu rechnen, dass dann wieder der Studierende sich rechtfertigen muss. Das ist ja genauso bei Medienschaffenden dann. Also das ist nat\u00fcrlich, willst du es technisch immer nur hochsteigern? Nee, also wir m\u00fcssen es auch schon so ein St\u00fcck weit durchdringen und hinterfragen. Aber klar, ist ein gro\u00dfes Thema. Muss mal gucken, wie man es hinkriegt. Es gibt \u00fcbrigens gute Modelle, auch international, die das echt hinkriegen mit Fake News. Okay. Also Finnland ist zum Beispiel so, was sagt man immer, das hat die h\u00f6chste Resistenz gegen Desinformation. Wird jedes Jahr ausgezeichnet, was die gemacht haben, schon seit \u00fcber zehn Jahren. Die haben halt so ein staatlich gef\u00f6rdertes Schulungsprogramm zur Erkennung von Desinformation. Also ab der Grundschule, jetzt nicht irgendwelche Computerprogramme, sondern ab der Grundschule werden Sch\u00fcler, meistens spielerischer sicherlich danach, dann erst mit Medienkompetenzen vertraut gemacht. In der Oberstufe wird dann gezielt trainiert, wie sich Fake News von seri\u00f6sen Nachrichten unterscheiden. Das in allen F\u00e4chern findet es statt, also von Geschichte, Sozialkunde, wo dann irgendwie historische Propaganda analysiert wird, in der Mathematik, wie man Statistiken manipulieren k\u00f6nnte. Fake Bilder bei Kunst und Sprache, das ist alles wirklich gut. Klar, jetzt kannst du nat\u00fcrlich auch sagen, Finnland hat eine lange Grenze zu Russland. Die m\u00fcssen auch immer besonders aufpassen. Und damals mit Krim-Annexion lief ja parallel 2014, dass da viele russische Medien auch \u00fcber Finnland viele Sachen verbreitet haben. Aber die haben schon das gut erkannt. Okay, dann h\u00e4tte ich nochmal eine provokante These f\u00fcr dich. Sollten wir dann in Zukunft f\u00fcr den Zugang zu gepr\u00fcften und vertrauensw\u00fcrdigen Nachrichten zahlen? K\u00f6nnte das helfen, die Qualit\u00e4t zu sichern? Halt ich f\u00fcr eine spannende Idee. Also durchaus. Wir k\u00f6nnten jetzt ja dann so eine Art Abo-Service haben, wenn du vorhin vom G\u00fctesiegel gesprochen hast, f\u00fcr das man einfach auch zahlen muss. Nat\u00fcrlich sehe ich wieder die Gefahr. Du hast eine digitale Kluft dann zwischen denjenigen, die sich die Dienste leisten k\u00f6nnen und denjenigen, die auf kostenlose Dienste dann angewiesen sind. Aber grunds\u00e4tzlich, ja, warum nicht? Also auch Medien m\u00fcssen ja irgendwie finanziell rechnen und m\u00fcssen zusehen, dass das in Zukunft auch als Gesch\u00e4ftsmodell funktioniert. Insofern finde ich das jetzt keine These, wo ich sagen w\u00fcrde, nee, sollten wir auf keinen Fall. Das muss alles kostenlos bleiben. Nee, da bin ich dabei. Ja. Ja.\n\nIch finde eigentlich, also da muss ich noch, erinnert mich das so ein bisschen an die letzten Folgen, \u00fcber die wir schon alle so gesprochen haben, Kommunikation und Politik wieder. Weil ich das total spannend finden w\u00fcrde eigentlich, wenn da parallel immer so ein Filter durchl\u00e4uft, ob das, was jemand sagt, ob das dann einfach wahr ist. Oder ob das halt Fake News sind. Weil das hilft der Kommunikation an sich, weil das halt dann eben echt ist. Und den Politikern an sich ja auch. Also wenn dann da jemand steht und sagt, ich habe 20 Brunnen gebaut oder Schulen und dann direkt nie, also beim Fernseher oder auch wo auch immer du das h\u00f6rst, aufleuchtet, stimmt nicht, stimmt nicht, stimmt nicht. Ja, also finde ich, w\u00e4re super. Also das w\u00e4ren wir jetzt schon fast bei der Zukunft. Aber das w\u00e4re sowas, was ich mir echt gut vorstellen k\u00f6nnte, was es in Zukunft geben sollte vielleicht sogar. Wo man dann einfach die Gefahr zu gro\u00df ist, wenn du irgendwas Falsches erz\u00e4hlst, dass es sofort entlarvt wird. Und dann 99,9% Wahrscheinlichkeit, dass du keine 20 Brunnen gebaut hast. Also das ist schon was Gutes, ja. Ja, aber wenn wir in die Zukunft schauen, wohin entwickelt sich das Vertrauen in Medien in Deutschland? Ich glaube, gesellschaftlich wird es dir jetzt erst mal darauf ankommen, dass wir ein st\u00e4rkeres Bewusstsein f\u00fcr die Mechanismen hinter Desinformation schaffen. Das ist f\u00fcr mich so die erste Ebene. Dann kann man jetzt sagen, rechtlich wird hier schon viel dr\u00fcber gesprochen, Regulierung sozialer Netzwerke. Ich glaube, das wird kommen, sage ich ganz offen. Staaten werden, glaube ich, die Unternehmen st\u00e4rker in die Pflicht nehmen. Das, was du ja auch vorhin angedeutet hast. Ich glaube, wenn du vern\u00fcnftige Strafen dahinter hast, wenn irgendwie die Falschmeldung verbreitet wird, dann wird auch der Betreiber ein St\u00fcck weit in der Haftung sein. Und das erfordert, wie du international zusammenarbeitest, ist mir v\u00f6llig klar. Aber das glaube ich schon, dass das in Zukunft eine gr\u00f6\u00dfere Rolle spielen wird. Ich glaube aber auch, dass das, um da einmal kurz einzuhaken, gar nicht so schwer ist, wenn man das im wirtschaftlichen Kontext sieht. Wenn es um Werbung geht und so weiter, da funktioniert es ja auch. Total. Also das glaube ich auch. Und Medien insgesamt, glaube ich ja, die werden auch in Zukunft wahrscheinlich die zentrale Rolle f\u00fcr unsere Demokratie sein. Was wir letzte Woche hatten mit der Politik, ohne Medien kann es nicht funktionieren. Also sie bleiben unverzichtbar. Was du am Anfang gesagt hast, Vierte macht im Staat. Sie m\u00fcssen Missst\u00e4nde aufdecken. Sie m\u00fcssen Transparenz reinbringen. Sie haben eine Kontrollfunktion. Also das ist ja alles auch entscheidend, um dann wieder das Vertrauen in andere, in Politiker und in demokratische Prozesse einfach abzusichern. Sie m\u00fcssen unabh\u00e4ngig bleiben, also von politischen, wirtschaftlichen Interessen. Das ist dieses Bezahlmodell, was du vorhin angesprochen hast. Also ich glaube, daf\u00fcr m\u00fcssen wir in Zukunft auch dr\u00fcber. Es muss normaler sein, dass wir daf\u00fcr zahlen. Und ich glaube nat\u00fcrlich insgesamt sollten Medien auch dar\u00fcber nachdenken, mehr positive Sachen in Zukunft nach vorne zu stellen. Also jetzt irgendwie Fortschritte in der Wissenschaft, neue medizinische Behandlungsmethoden, technische Innovation, Mobilit\u00e4t, innovative Bauprojekte, also mehr Inspiration wieder liefern. Das kann, glaube ich, dann das Vertrauen in die Medien auch wieder st\u00e4rken. Wir haben viele Herausforderungen, aber Medien sind wirklich gefordert, auch damit zu helfen, dass wir die konstruktiv angehen. Super. Das kann man so stehen lassen. Sehr sch\u00f6n. Wir m\u00fcssen mehr positive Nachrichten h\u00f6ren. In jedem Fall. N\u00e4chste Woche? Geht das? Diesen Monat haben wir ja f\u00fcnf Folgen. Ach stimmt, ja. F\u00fcnf Wochen hat der Monat. Deswegen sprechen wir n\u00e4chste Woche nochmal \u00fcber... Familie war es, oder? Also das Pers\u00f6nliche haben wir noch gar nicht. Stimmt. Ja. Das machen wir. Das lassen wir wieder nach vorne stellen. Haben wir in der Woche Zeit nochmal dr\u00fcber nachzudenken. Also n\u00e4chste Woche Vertrauen in Freunde, Familie und ein St\u00fcck weit auch uns selbst. Genau. Bis dahin. Macht's gut. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de. Und dann geht's da. 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