{"id":5487,"date":"2025-07-17T06:31:27","date_gmt":"2025-07-17T04:31:27","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5487"},"modified":"2026-07-21T18:58:11","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:11","slug":"living-independently-and-safely-in-old-age-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/wohnen-im-alter-selbstbestimmt-sicher-und-mittendrin-2\/","title":{"rendered":"Living in old age: self-determined, safe and in the centre of things?"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>As we get older, not only do our needs change, but also our expectations of our homes. But what does a good home look like in old age - beyond care homes and barrier-free bathrooms?<\/p>\n<p>In this episode, find out why self-determination is a top priority for many older people, what new living concepts are emerging between autonomy and community - and how we can use demographic change to make living more dignified, diverse and sustainable.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5487","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 4 - Folge 20","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/90-wohnen-im-alter-selbstbestimmt-sicher-und-mittendrin\/embed?context=external&token=JDA4jiu34y-5q5x7cwoHJA\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1987870-m-29f1c4ba4339dc388b2d0c7824292873.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Wir befinden uns im Monat Wohnen und m\u00f6chten heute \u00fcber die Wohnw\u00fcnsche im Alter sprechen. Wie sieht gutes Wohnen im Alter aus? Diese Frage stellen sich manche fr\u00fcher, manche sp\u00e4ter, aber irgendwann alle. Beim Wohnen im Alter geht es nicht nur um Barrierefreiheit oder Pflegepl\u00e4tze. Es geht auch um Selbstbestimmung und Teilhabe. Und um die Vielfalt an Lebensmodellen, die heute m\u00f6glich sind. Oder auch zumindest m\u00f6glich sein sollten. Wir haben uns intensiv mit diesem Thema besch\u00e4ftigt. Darum beginnen wir mit einer ganz gro\u00dfen Frage, Uli. Welche Bedeutung hat das Thema Wohnen im Alter in einer alternden Gesellschaft? Du meinst jetzt erstmal von den Rahmenbedingungen her? Dann sicherlich eine ganz zentrale. Also wenn du \u00e4lter wirst, dann ver\u00e4ndert sich ja nicht nur dein K\u00f6rper, sondern in der Regel auch das soziale Umfeld, der Alltag. Alltag und damit dann immer auch verbunden die Anforderungen an den Ort, wo du wohnst. Zus\u00e4tzlich wissen wir nat\u00fcrlich, jetzt werden wir \u00fcber die Rahmenbedingungen sprechen, dass schon heute ein Drittel aller Haushalte sogenannte Seniorenhaushalte sind. Also von mindestens einer Person bewohnt werden, die \u00e4lter als 65 Jahre ist. Tendenz immer weiter steigend. Also auch f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre rechnen wir dann, wenn es 3,3 Millionen, sagt man so immer, bis in den n\u00e4chsten gut 10, 15 Jahren. Also das sind wirklich viele dann. Und damit r\u00fcckt dann eben auch diese Frage, wie und wo wir im Alter wohnen wollen, k\u00f6nnen wir jetzt nat\u00fcrlich auch sagen k\u00f6nnen, immer weiter ins Zentrum. Und damit m\u00fcssen wir auch dar\u00fcber reden. Das sollten wir m\u00f6glichst bald tun, denn wir d\u00fcrfen nicht vergessen, viele Wohnformen, die es heute eben gibt, so in unserem Deutschland, die reichen nicht aus. Und die sind nicht, wie kann man sagen, nicht divers genug. Also es fehlt an barrierefreien Wohnungen, an quartiersbezogenen L\u00f6sungen, an neuen Konzepten. Sicherheit mit Autonomie ist gefordert, Sozialteil habe die verbindet. Also wirklich, wir brauchen da mehr Innovation und neue Wohnideen f\u00fcr das Alter. Das klingt nach einem ganz sch\u00f6nen, sag ich jetzt mal, Kraftakt, einem gesellschaftlichen Kraftakt, aber auch nach ganz vielen Chancen, Wohnen neu zu denken. Wir haben uns das ja auch angeguckt, was wollen denn die B\u00fcrger \u00fcberhaupt? Also unabh\u00e4ngig jetzt von dem, was realistisch oder auch bezahlbar ist. Gut, also das ist jetzt der Chart der Woche, k\u00f6nnen wir jetzt direkt darauf eingehen, wenn wir uns das anschauen. Also selbstst\u00e4ndiges Wohnen ist schon was Zentrales. Jeder Dritte sagt, er m\u00f6chte selbstst\u00e4ndig in seiner eigenen Wohnung wohnen. Dazu dann nochmal gut jeder Sechste, der sagt eben in der eigenen Wohnung mit ambulanter Pflege, also die Hilfe von anderen. Dann fast genauso viele auch in der eigenen Wohnung mit zus\u00e4tzlichen Dienstleistungen. Und das ist ja auch so ein bisschen, wie wir heute aktuell wohnen. 96 Prozent, das habe ich mal nachgeguckt, der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen wohnen noch in Haushalten. Ganz gleich als alleine, als Paar, als Single. Pflegeeinrichtungen, die spielen erst im wirklich hohen Alter eine Rolle. Und selbst dann, also wenn wir uns jetzt die \u00fcber 80-J\u00e4hrigen anschauen, dann sind es 60 Prozent noch in der Lage, ihren Alltag ohne nennenswerte Hilfe zu gestalten. Also 60 Prozent der \u00fcber 80-J\u00e4hrigen, das ist schon viel. Also insofern, wenn ich so frage, ist dieser Wunsch nach Selbstst\u00e4ndigkeit, der ist wirklich ausgepr\u00e4gt, m\u00f6glichst lange. Der ist aber auch realistisch. Was jetzt eben nicht dazu passt, und das ist, was ich eben so versucht habe anzudeuten, unsere Wohnungen, unsere Wohngeb\u00e4ude, die sind darauf nicht vorbereitet. Sechs Prozent aller Wohnungen in Deutschland gelten als altersgerecht. Das war wirklich wenig. Total. Und ich meine, wenn du jetzt nicht irgendwie stufenlos deine Wohnung erreichen kannst, wenn du keine bodengleiche Dusche hast, wenn die T\u00fcren nicht breit genug f\u00fcr deinen Rollator oder den Rollstuhl sind, das ist dann wirklich eine Herausforderung. Ja, also es ist ja wirklich tats\u00e4chlich schwierig, wenn es eben so viele \u00e4ltere Menschen gibt, die dann in Wohnungen leben, die nicht zu ihren Bed\u00fcrfnissen passen. Total, ja. Ich denke, dadurch wird es auch wirklich gef\u00e4hrlich, also gerade wenn es eben nicht barrierearm ist oder frei sogar, dann ger\u00e4t man in eine Abh\u00e4ngigkeit. Man kann, die Unfallgefahr ist auch viel h\u00f6her. Und ich wei\u00df auch, das ist nat\u00fcrlich auch so ein Paradox, was wir halt leider hier haben, dass aufgrund des angespannten Wohnungsmarktes ziehen viele eben nicht um. Weil es gibt eben nicht die, wenn du sagst nur 6 Prozent, das ist ja wirklich fast verschwindend gering, altersgerechte Wohnungen, dann bleibt man eben dort, wo man wohnt. Teilweise vielleicht eben in den super attraktiven Wohnungen, die vielleicht besser f\u00fcr eine junge Familie w\u00e4re. Aber es wird dann halt eben nicht frei. Die \u00e4lteren Bewohner, ja, finden keine passende Alternative und somit verharrt man eigentlich nur in einem Status Quo. Wie k\u00f6nnte man dem denn begegnen? Das ist nat\u00fcrlich so ein bisschen Stein der Weise, muss man ganz klar sagen. Also aus wissenschaftlicher Sicht sagt man so zwei Richtungen sind am wahrscheinlichsten. Du kannst die einerseits einfach den Bestand altersgerecht umbauen. Also das, was du eben angef\u00fchrt hast, so Barriereabbau, du m\u00fcsstest da entsprechende F\u00f6rderprogramme haben, m\u00fcsstest nat\u00fcrlich auch irgendwie eine Beratung haben, die niedrigschwellig ist f\u00fcr die Bewohner. Also dass du einfach den bestehenden Bestand einfach den Bed\u00fcrfnissen anpasst. Einfach, einfach, ne? Viele Vorschriften, so einfach ist ja mal so ein Umbau nicht. Absolut. Also das ist darum auch diese F\u00f6rderprogramme, die dann eben konkret dabei helfen w\u00fcrden. Und es ist, glaube ich, so der zweite Weg, dass wir einfach neue Wohnmodelle brauchen. Also es muss ja irgendwas geben zwischen, ich wei\u00df nicht, ihr wohnt jetzt in der Doppelhaush\u00e4lfte, Einfamilienhaus und das n\u00e4chste kann ja nicht das Pflegeheim sein. Da muss ja nochmal irgendwas dazwischen kommen, wo ihr mal wohnen werdet und jetzt nicht in eins von dem eigenen Haus r\u00fcberzieht ins Pflegeheim. Also ich glaube Gemeinschaft, Privatsph\u00e4re, das muss irgendwie miteinander verbunden werden. Und dabei hast du nat\u00fcrlich ganz wichtig angesprochen, es muss bezahlbar bleiben. Ja, aber das ist aber nat\u00fcrlich auch sehr schwierig. Ich h\u00e4tte jetzt gedacht, dass es schon oft die Realit\u00e4t ist, dass man dann eben von seinem Haus erstmal in eine, ja vielleicht eine kleine Wohnung zieht. Wo man dann versucht, vielleicht eher durch so mobile Pflegeeinrichtungen irgendwie noch so lange wie m\u00f6glich zu bleiben, weil Pflegeheime, Einrichtungen ja oft eben auch negatives Image haben. Das haben wir ja nochmal nachgeschaut. Das ist ja auch wirklich sehr divers. Also es gibt ja diese standardisierten Gro\u00dfheime. Es gibt aber auch ja schon so innovative Hausgemeinschaften, wo dann eben nur zw\u00f6lf Personen vielleicht sind, die zusammenleben und betreut werden. Da liegt glaube ich ganz, ganz viel noch vor uns, was man da irgendwie machen muss, investieren muss, wie du es am Anfang gesagt hast. Und du sagtest am Anfang schon, ich fand es nochmal wichtig, die Pflegebed\u00fcrftigkeit, die steigt ganz stark mit dem Alter. Also bei den \u00fcber 90-J\u00e4hrigen liegt das Risiko, pflegebed\u00fcrftig zu werden, bei \u00fcber 80 Prozent. Und gleichzeitig hat sich die Zahl der Pflegebed\u00fcrftigen zwischen 2009 und 2023 mehr als verdoppelt. Also da besteht einfach ein massiver Bedarf und ein enormer Reformdruck. Ja, also ganz klar. Und das ist nat\u00fcrlich dann auch die Frage, wie die Finanzierbarkeit, ich finde, das sollten wir jetzt auch nochmal kurz thematisieren, weil das nat\u00fcrlich immer etwas ist, was oftmals dann auch nach vorne gestellt wird. Und Eigenanteil f\u00fcr Pflegeheimpl\u00e4tze, das liegt durchschnittlich bei \u00fcber 3000 Euro pro Monat. Das \u00fcbersteigt einfach die Renten der allermeisten von uns. Und dazu kommt dann auch der Fachkr\u00e4ftemangel in der Pflege, der versch\u00e4rft sich ja immer weiter. Du hast jetzt eben die wachsende Nachfrage angesprochen. Wenn wir die station\u00e4re Pflege nicht als Notl\u00f6sung begreifen wollen, sondern so eine wirklich als w\u00fcrdige Option, dann m\u00fcssen wir einfach in Qualit\u00e4t, in Personal, in Architektur, aber eben auch in Konzepte investieren. Und wir m\u00fcssen \u00fcber die Bezahlbarkeit reden. Also das ist halt wirklich was, was nicht einfach ist. Lass uns mal \u00fcber den Tellerrand schauen. Du bist ja viel in den USA. Wie ist das da eigentlich? Auch da ist es nat\u00fcrlich, dass die meisten versuchen, diese Selbstst\u00e4ndigkeit zu bewahren. Bei den Familien auch eine Frage der Finanzierbarkeit. Wenn wir jetzt mal das Geld au\u00dfen vor lassen. Was ich immer ganz spannend finde, sind diese CCRCs, hei\u00dfen die. Das ist so ein Konzept, was wirklich ganz flexibel, umfassend aufgebaut ist und versucht, so den Lebensstandard der Bewohner m\u00f6glichst lange noch hoch zu halten. Das hei\u00dft, es werden diese gesundheitlichen Bed\u00fcrfnisse ber\u00fccksichtigt und du kannst dann wirklich noch unabh\u00e4ngig wohnen. Du kannst betreutes Wohnen haben. Du kannst Pflegeeinrichtungen haben. Du kannst Reha haben. Aber du hast das eben alles in einem Bereich. Und das ist das Tolle. Also du wohnst mit Gleichaltrigen oder in der gleichen Phase zusammen. Ein bekanntes Beispiel, es gibt es immer in Arizona, Sun City, da leben \u00fcber fast 40.000 Bewohner, aber alle \u00fcber 55 Jahre. Also du musst diese Voraussetzung haben, dass du erstmal alt bist, um dort wohnen zu k\u00f6nnen. Und das ist nat\u00fcrlich super. Also das Durchschnittsalter ist da 72 Jahre. Die haben \u00fcber 100, 100-J\u00e4hrige da. Aber daf\u00fcr hast du halt auch die ganzen Annehmlichkeiten. Golfpl\u00e4tze, 30 Sportclubs. Du hast irgendwie Schwimmb\u00e4der. Du hast 200 Vereine, aus denen du ausw\u00e4hlen kannst, was wir hier immer betonen. Und nat\u00fcrlich dieses Lifelong Learning. Die haben eine eigene Akademie dort. Die haben eben die Barrierefreiheit. Die k\u00f6nnen zig Sachen pro Tag aus\u00fcben. Also es ist wirklich schon gut. Eine ganze Stadt einfach f\u00fcr alte Menschen gemacht. Total. Aber du musst es dir eben leisten k\u00f6nnen. Also 35 Prozent der \u00dcber- und Durchschnittseinkommen, was du eben haben musst, um dort wohnen zu k\u00f6nnen. Das ist die gro\u00dfe Herausforderung. Okay, also man muss reich und alt sein. Das ist nat\u00fcrlich schon auch eine soziale Spaltung, die da entsteht. Das stimmt. Also das ist auch, du kannst wahlweise dann auch w\u00e4hlen, hast eine einmalige Vorauszahlung. Also du zahlst so eine Eigentrittsgeb\u00fchr, nenne ich es mal. Aber die liegt dann halt bei einer halben Million. Also du hast dann f\u00fcr eine halbe Million. Aber daf\u00fcr hast du dann eben deine eigene Wohneinheit. Die wird dir dann zur\u00fcckerstattet oder teilweise zur\u00fcckerstattet, wenn du die Einrichtung wieder verl\u00e4sst. Aber du kaufst praktisch dich erstmal da mit einer Wohneinheit ein. Und dann hast du halt noch die monatlichen Betriebskosten f\u00fcr Dienstleistung, Pflege, je nachdem, was du nimmst. Sind auch nochmal zwischen 1000 und 5000. Also wie du sagst, ist nat\u00fcrlich auch eine Teilung der Gesellschaft. Also ja, ich glaube, ich wei\u00df nicht, ich halte es jetzt erstmal nicht so realistisch f\u00fcr Deutschland. Aber was dahinter steckt, das gemeinschaftliche Wohnen im Alter. Das wiederum kann ich mir schon vorstellen, weil es ist ja einfach ein wachsender Trend. Gerade unter den Babyboomern. Du hast das ja, glaube ich, auch schon mal gesagt. Du k\u00f6nntest dir vorstellen, im Alter mit Freunden, mit Gleichgesinnten, idealerweise auch mit J\u00fcngeren zusammenzuleben. Um sich da die Verantwortung zu teilen, die Lebensqualit\u00e4t zu erh\u00f6hen. Und das ist tats\u00e4chlich so, derzeit leben nur 5% der \u00fcber 65-J\u00e4hrigen in solchen Modellen. Aber die Nachfrage, die steigt. Und ich finde, das zeigt auch dann eben so eine andere Haltung zum Alter. Also dieses Alte sind alt und sitzen nur zu Hause und schauen vielleicht nochmal ein bisschen fern. Das stimmt ja nicht mehr. Sondern die heutigen 80-J\u00e4hrigen, die leben ja ganz anders, als das irgendwie vielleicht noch vor 30, 40 Jahren war. Man will ja sich nicht zur\u00fcckziehen, sondern m\u00f6chte weiter teilhaben, sein Leben gestalten. Kulturell, nicht ganz selbstverst\u00e4ndlich, aber eben enorm zukunftsweisend. Ganz genau, was du jetzt angesprochen hast. Und wir haben das ja auch ein St\u00fcck weit abgefragt. Also die Zahlen, die sind ja auch wirklich auf einem niedrigen Niveau. Aber halt eben, wenn du sie zusammenz\u00e4hlst, schon ganz sch\u00f6n viel. Also fast jeder Zehnte, der sagt, er k\u00f6nnte sich vorstellen, in einer Senioren-Wogen-Gemeinschaft zu wohnen. Hei\u00dft das in Zukunft, wir haben jetzt mehr Rentner-WGs als Studenten-WGs irgendwann in Deutschland. Weil wir immer weniger junge Menschen haben. Dieses Modell, was ich favorisieren w\u00fcrde, Hausgemeinschaft mit Freunden, immerhin jeder siebte. Hausbaugemeinschaft, generations\u00fcbergreifend, 5 Prozent. Haushalt in den eigenen Kindern nochmal 7 Prozent dazu. Also wenn das alles zusammenz\u00e4hlt, wie du halt sagst, also dieses Soziale ist was ganz Entscheidendes. Insofern ja auch immer unser Appell, jetzt nicht nur f\u00fcr das Alter finanziell vorzusorgen, sondern nat\u00fcrlich auch gesundheitlich, aber eben auch sozial. Denn wir wollen alle im Alter weder krank noch alleine sein. Ja, das stimmt. Aber es gibt dann ja auch noch eine ganz andere Option irgendwie, was ich mir jetzt so vorstellen k\u00f6nnte, vielleicht mal im Ausland zu leben, irgendwo in der Sonne. Das stimmt. Ja, und das ist ja auch Realit\u00e4t durchaus. Also ich glaube, es sind fast eine Viertelmillion Deutsche, die ihre Rente im Ausland bekommen. Und wie du eben gesagt hast, also es ist oftmals warm. Du kannst jetzt ja auch die Klassiker irgendwie nehmen. Niedrigere Lebenshaltungskosten, bessere Pflegeangebote. Ob du das jetzt irgendwie Costa Blanca machst, ob du das irgendwie so Seniorenwohnanlagen in S\u00fcdostasien machst. Es gibt ja sogar Menschen, die irgendwie auf dem Kreuzfahrtschiff dann leben, weil sie sagen, es ist g\u00fcnstiger als im Heim. Also das sind alles Modelle. Aber du musst nat\u00fcrlich da auch finanziell f\u00fcr ger\u00fcstet sein. Ja. Was hei\u00dft das denn jetzt f\u00fcr die Zukunft des Wohnens? Also ich glaube, das Wesentlichste ist, dass wir den Wohnraum generell nicht als Fl\u00e4che oder als Markt betrachten d\u00fcrfen, sondern wirklich als sozialen Ort. Also wir brauchen wirklich mehr altersgerechte Umbauten, mehr gemeinschaftliche Modelle. Ich glaube, auch eine bessere Pflegeeinrichtung. Also insgesamt w\u00fcrde ich jetzt einfach eine neue Kultur des Alterns, in dem jetzt alte Menschen nicht irgendwie verwahrt werden, sondern einfach dazugeh\u00f6ren. Dass die auch geh\u00f6rt werden, dass die gebraucht werden, dass die eingebunden werden. Also dass das Alter einfach nicht wie in der Vergangenheit Oma sitzt am Ofen und beobachtet noch, sondern dass sie einfach Teil von etwas sind. Ja, ich finde, also das zeigt ja, dass die Wohnw\u00fcnsche im Alter also wirklich sehr pers\u00f6nlich sind. Da haben wir auch noch gar nicht dr\u00fcber gesprochen. Wie willst du eigentlich im Alter wohnen? Bevor wir das vergessen, wenn ich schon vorhin gesagt habe, ich w\u00fcrde... Das geh\u00f6rt auch eher zu der Kategorie, die wahrscheinlich erst sp\u00e4ter dr\u00fcber nachdenkt. Also ich finde so Gemeinschaft sehr gut. Ich kann es mir nicht hundert Prozent vorstellen, jetzt wieder so auf meine Privatsph\u00e4re zu verzichten. Also irgendwie so eine eigene K\u00fcche, eigenes Bad und so. Das f\u00e4nde ich schon irgendwie wichtig, um nicht immer Gemeinschaftsr\u00e4ume teilen zu m\u00fcssen, aber so ein Wohnzimmer, Garten, Terrasse, Hobbyr\u00e4ume und so weiter. So was finde ich eigentlich ganz sch\u00f6n. Und ich glaube, das ist auch gerade im Alter wichtig, um da den Anschluss zu behalten. Ja. Das finde ich ganz gut. Also so ein bisschen Individualit\u00e4t, aber dann halt auch dabei die Teilhabe ber\u00fccksichtigen, das Zusammensein. Ja, was ich bei diesem Thema total spannend finde, ist, dass es eben nicht nur darum geht, um das klassische Wohnen, so welche Wohnung, wie hell ist sie, wie viel Quadratmeter, sondern dass es eben auch was dar\u00fcber aussagt, wie wir als Gesellschaft unsere alten Menschen sehen. Total. Und wie wir sie behandeln und vielleicht auch ein St\u00fcck weit, was wir \u00fcber W\u00fcrde und denken. Ja, was du am Anfang gesagt hast, also wir denken alle dar\u00fcber nach, aber sp\u00e4testens, wenn wir dann in diesem Alter sind, dann wollen wir... Dann ist es meistens schon ein bisschen zu sp\u00e4t. Also insofern fang jetzt damit an. Genau. H\u00f6rt gerne wieder rein. Macht's gut. Bis dahin. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Und dann geht's da. Vielen Dank."},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wohnen im Alter: Selbstbestimmt, sicher und mittendrin? - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Mit dem \u00c4lterwerden ver\u00e4ndern sich nicht nur Bed\u00fcrfnisse, sondern auch Erwartungen. 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