{"id":5489,"date":"2025-07-24T09:50:14","date_gmt":"2025-07-24T07:50:14","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5489"},"modified":"2026-07-21T18:58:11","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:11","slug":"smart-home-how-digital-do-we-want-to-live","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/smart-home-wie-digital-wollen-wir-wohnen\/","title":{"rendered":"Smart Home: How digital do we want to live?"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Voice control, networked heating, automated routines - the smart home has long been a reality. But how much technology do we really want in our homes? 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Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge unseres Podcasts im Monat Wohnen. Heute geht es um ein Thema, das irgendwie zwischen Zukunftsvision und Alltag angekommen ist, das Smart Home. Aber statt nur \u00fcber Gadgets zu reden, schauen wir uns an, was bringt es wirklich f\u00fcr Komfort, Sicherheit oder Nachhaltigkeit? Was funktioniert schon wirklich gut und was ist vielleicht eher eine Spielerei? Und nat\u00fcrlich, wo geht es zuk\u00fcnftig hin? Uli, zum Einstieg. Was meinen wir denn eigentlich mit Smart Home? Also Smart Home ist im Kern all das, ob es jetzt Ger\u00e4te sind oder Systeme sind, die im Haus miteinander vernetzt sind. Also ganz gleich, ob es jetzt deine Heizung ist, ob du das irgendwie \u00fcber Licht machst, Thema Sicherheit nat\u00fcrlich, der ganze Bereich Unterhaltung. Die sind halt vernetzt und lassen sich dann zentral steuern oder automatisieren. Das kann dann per App sein, per Sprachbefehl oder auch, dass du es irgendwie vorher festgelegt hast, also irgendwelche Regeln einfach aufgestellt hast. Und Ziel ist ja so ein bisschen, was du eben gesagt hast. Also mehr Komfort oder mehr Sicherheit oder mehr Energieeffizient, das ist dann immer abh\u00e4ngig, was f\u00fcr ein System man hat. Also ich finde, das klingt ja theoretisch erstmal gut, aber die Technik muss sich dann ja auch im Alltag beweisen. Also nur weil etwas smart ist, selber mitdenken kann, macht es das Leben ja nicht automatisch besser. Lass uns dann deswegen doch mal die verschiedenen Anwendungsbereiche genauer anschauen. Also ich finde ja sicherlich ganz wichtig ist der Punkt Energieeffizienz und Nachhaltigkeit, gerade wenn es eben um die Zukunft geht, also von intelligenten Thermostaten, vernetzte Beleuchtung, auch vor allem das automatische Abschalten. Das sind wirklich sinnvolle und wichtige Tools, um Energie zu sparen. Und viele koppeln das ja heute auch eben mit zum Beispiel Solaranlagen. Ich finde es schon durchaus wirklich spannend und schaue mir das auch selber an, wenn die Technik hilft, eben auch bewusster zu leben. Aber ganz, ganz wichtig, ohne dass man vielleicht auch erst studieren muss, um das System oder die App zu verstehen. Komplett bei dir. Ja. Also wenn man sich auch andere Studien anguckt, die sich direkt da zum Beispiel jetzt mit smarten Heizsystemen auseinandersetzen, hat man tats\u00e4chlich herausgefunden, dass man eben wirklich bis zu 15 Prozent Heizkosten im Jahr auch sparen kann, wenn man so ein smartes System installiert. Ja, also das machen wir auch ein St\u00fcck weit, sage ich ganz offen. Also unsere Heizung ist auch programmiert, eine automatische Absenkung in der Nacht. Die Fu\u00dfbodenheizung im Bad, die l\u00e4uft irgendwie nur morgens und abends. Irgendwelche Lichter schalten sich bei uns \u00fcber Zeitschaltuhrern an und aus. Das ist schon automatisiert bei uns, klar. Jetzt nicht wirklich smart. Das muss ich auch dazu sagen. Also Smart Home hie\u00df ja, dass das alles miteinander vernetzt ist, dass es ein zentrales System ist, dass ich es dar\u00fcber steuern kann, dass es dann, da geht es ja auch die Sachen, die irgendwie heute schon m\u00f6glich sind, dass es dann lernt, wie du dich verhalten hast, dass es sich daran anpasst und dann die Heizung immer zu einer bestimmten Uhrzeit hochgeht, weil da die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass du nach Hause kommst und zwischendurch schon gemessen wird, wie die Au\u00dfentemperatur ist. Also so weit sind, ist es jetzt bei uns nicht, aber teilweise schon. Also im Grunde sind dann aber die meisten Dinge, die heute so unter Smart Home laufen, eher noch so Automatisierung. Ja, teilweise. Also es gibt nat\u00fcrlich einen Bereich Sicherheit, da sind wir jetzt nicht wirklich dabei. Also wir haben irgendwie klar so Bewegungsmelder und eine einfache Alarmanlage, die wir irgendwie anschalten, wenn wir das Haus verlassen, aber mehr halt auch nicht. Also da kannst du nat\u00fcrlich auch mehr machen. Seid ihr sowas eigentlich? Ja, genau. Deswegen habe ich gerade nochmal so nachgefragt. Automatisierung ist irgendwie wie so eine Zeitschaltuhr, ganz klassisch, f\u00fcr die Weihnachtsbeleuchtung. Aber das ist ja kein Smart Home. Aber da haben wir das, wo du gerade Alarmanlage sagst, als wir die damals installiert haben, habe ich halt \u00fcberlegt, nur so eine Kamera irgendwo drau\u00dfen, das bringt mir ja nichts. Also dann habe ich das nachher irgendwie auf dem Video, was da passiert ist. Und da habe ich das tats\u00e4chlich, dass das so mit einem Sicherheitsdienst automatisch vernetzt ist. Also wenn da was passiert, wenn da jemand einbricht oder irgendwelche Bewegungen aufgezeichnet werden, das kann ich halt bestimmen, dann geht automatisch, geht das an so einen Sicherheitsdienst. Also da muss ich mich jetzt dann nicht selber noch aktiv drum k\u00fcmmern. Das w\u00fcrde ich sagen, ist ja smart. Total. Und wie schlie\u00dft du auf? Hast du nicht auch irgendwie das eure T\u00fcr so super? Genau. Ja, stimmt. Also so eine Klingel, mit der man dann von \u00fcberall mit den Leuten sprechen kann. Und ich kann auch gleichzeitig unsere Haust\u00fcr aufmachen von hier aus. Und kannst du sehen, wer bei euch\u2026 Genau. Ja, okay. Also schon ziemlich smart, was ihr habt. Ja, richtig. Genau, das stimmt. Also dieses Sicherheitssystem, da fand ich das dann damals, da habe ich mich dann auch beraten lassen, total sinnvoll. Also einen Schl\u00fcssel vergessen, sich aussperren, sowas kann uns halt nicht mehr passieren. Aber die Technik darf auch nicht ausfallen. Ja, stimmt. Wobei, wenn ich jetzt dar\u00fcber nachdenke, ich meine, wir haben schon auch solche Sachen, die sich auch ein St\u00fcck weit zu steuern lassen, so Wassermelder im Keller, die dann irgendwie messen, ob dann irgendwie die Waschmaschine oder sowas\u2026 Ja, das ist in Hamburg hier mit dem vielen Wasser, ist das glaube ich auch sinnvoll, wenn da mal was reinl\u00e4uft oder wenn halt ein Wohn kaputt geht, ne? Total, ja. Ja. Und dann nat\u00fcrlich dieser ganze Bereich, das darf man auch nicht vergessen. Das ist auch schon smart. Ich korrigiere mich, wir haben doch ganz sch\u00f6n viele smarte Sachen. Ja, wenn man dr\u00fcber nachdenkt, da f\u00e4llt mir auch gerade noch was ein. Die ganze Musik, die ich abspielt, ist ja auch smart. Also ich sage immer nur, ich spiele das und das bei Spotify und dann wird es irgendwie, sage ich, spiele es in der K\u00fcche, spiele es im Wohnzimmer, spiele es irgendwie im Keller. Das ist ja, glaube ich, auch schon, was auf alle F\u00e4lle in die Richtung geht. Auf jeden Fall, genau. Mir f\u00e4llt mir viel noch ein, wir haben einen M\u00e4hroboter. Oh. Ja. Oh, ja. Das hei\u00dft, habt ihr so Zonen eingeteilt? Ja, der h\u00f6rt zwar nicht richtig, genauso wie halt auch diese Sprachsteuerung. Also wir haben immer noch ein bisschen Probleme mit denen. Ja. Aber theoretisch, wenn ich jetzt nochmal ein paar Stunden in die App und die Systeme und sowas investiere, w\u00fcrde der alleine m\u00e4hen, ja. Und er wei\u00df halt auch, wenn es regnet, dann m\u00e4ht er nicht und so. Ja. Habt ihr, das sind wir jetzt \u00fcbrigens aber \u00fcberlegen, weil wir irgendwann eine neue K\u00fcche brauchen, habt ihr eigentlich so einen smarten K\u00fchlschrank? So. Ne. Aber das, also, das ist f\u00fcr mich wieder auch eher in dem Bereich Gadget. Also das macht f\u00fcr mich irgendwie nicht Sinn, weil ich m\u00f6chte auch nicht, dass irgendeine KI f\u00fcr mich einkaufen geht. Ne, das stimmt. Also um das nochmal zu sagen, es gibt nat\u00fcrlich diese K\u00fchlschr\u00e4nke, die irgendwie sich dann melden, wenn die Milch alle geht und du irgendwie sagen kannst, ja, jetzt muss mal irgendwie was Neues an sich gekauft werden. Das macht der K\u00fchlschrank dann automatisch, dass er dir eine Nachricht schickt. Oder, und das ist eben der n\u00e4chste Schritt, dass der K\u00fchlschrank einfach selber bestellt. Aber so weit sind wir auch noch nicht. Ja. Da habe ich dann aber auch zugelesen, dem selber bestellen, wenn dann jemand nur ungesunde Sachen isst, kannst du halt auch so programmieren, dass er zum Beispiel nur gesunde Dinge bestellen darf. Also nach dem Motto, du hast jetzt schon diese Woche dreimal Pizza gegessen, jetzt solltest du mal wieder eine Gem\u00fcsepfanne essen. Und das finde ich aber wieder ganz witzig. Genau, also das finde ich ist eben so der Punkt, es gibt sehr viele witzige Gadgets und dann aber auch wirklich Dinge, die das Leben entlasten. Ja, das stimmt. Oder halt eben auch sicherer machen, nachhaltiger machen. Also das mit dem Heizen, mit dem Licht, das finde ich ist etwas, was einfach f\u00fcr die Umwelt wichtig ist. So ein M\u00e4hroboter oder so ein Sicherheitssystem, das erleichtert das Leben. Ich muss mich nicht selber um gewisse Dinge k\u00fcmmern.\n\nOder halt vielleicht auch so ein Fensterputzroboter. Habt ihr sowas? Gerochenwintergarten, oder? Ja, aber das haben wir nicht. Was ist das? Ja, das ist dann eben wie so ein M\u00e4hroboter. Setzt man ans Fenster und der f\u00e4hrt da immer alleine rum und putzt das dann alles. Okay, aber das ist dann ja wirklich, also spart jetzt Zeit, das K\u00f6rperliche, das Nervige. Ja, okay, das kenne ich schon ganz gut. Also das sehe ich wieder, dass das etwas w\u00e4re. Da k\u00f6nnten wir dr\u00fcber nachdenken. Was ich \u00fcbrigens noch, wo du jetzt eben gesagt hast, so Gadget, Sachen, die ich mal, die kenne ich nicht selber. Ich habe wirklich nur davon gelesen, aber das finde ich schon ziemlich abgefahren. Es gibt auch das Anti-Schnarch-Bett. Kennst du das? Also wenn dein Mann mal anfangen sollte zu schnarchen, dann ist das ein Bett, was das misst, dass da ein Ger\u00e4usch ist aus dem Teil des Bettes. Und dann hebt das automatisch das Kopfteil um irgendwie so und so viel Grad an, dass die Position ver\u00e4ndert wird und du aufh\u00f6rst zu schnarchen. Das finde ich ganz witzig. Und gleichzeitig ist das aber auch so ein super Bett, was dann da deine F\u00fc\u00dfe w\u00e4rmt, wenn du irgendwie mit kalten F\u00fc\u00dfen reingehst und es gleich unten irgendwie die warme Decke und sowas. Also das h\u00e4tte ich gerade gedacht. Das ist sicherlich auch so im medizinischen Bereich irgendwie ganz spannend, wenn man dann so die Vitalwerte \u00fcberwacht. Ich kenne das tats\u00e4chlich von Babys, dass es da auch schon solche Decken gibt, um dem pl\u00f6tzlichen Kindstod entgegenzukommen, dass dann immer geguckt wird, wie atmen wird, wie ist die Herzfrequenz und so weiter und dann Alarm gibt. Japan hat \u00fcbrigens auch diese Toiletten, die das bei jedem Toilettengang messen, ob du irgendwelche Viren drin hast, ob du irgendwie, also auch komplett getrackt sozusagen. Da wird direkt so eine Probe genommen. Also relativ teuer, klar, aber technisch auch nicht m\u00f6glich. Aber vielleicht eben f\u00fcr Menschen, bei denen das relevant ist. Total. Um das auch nicht zu vergessen, also gerade auch mit unserer \u00e4lter werdenden Gesellschaft. Das hei\u00dft ja nicht, dass nur weil wir \u00e4lter werden, dass wir die ganze Zeit gesund sind bis ins hohe Alter. K\u00f6nnte ich mir vorstellen, dass das ja durchaus auch hilft, auch die Eigenst\u00e4ndigkeit. Wir hatten das ja auch beim Wohnen jetzt ja auch schon, dass das ja ein ganz gro\u00dfer Wunsch ist, lange selbstst\u00e4ndig und selbstbestimmt leben zu k\u00f6nnen. Ja. Und da k\u00f6nnten ja solche Tools dann durchaus helfen. Total. Also das ist ja auch so, was wir jetzt irgendwie hatten, wenn man das so zusammenfasst, kann man wirklich sagen, also das eine ist halt, was wir am Anfang hatten, so ein bisschen diese Energieeinsparung. Das ist, glaube ich, was Wesentliches. Sicherheit haben wir dr\u00fcber gesprochen. Aber ganz klar, dieser Punkt halt auch Komfortsteigerung, das finde ich schon, ist was Zentrales. Also wenn du Zeit sparst, ob jetzt dein M\u00e4hroboter das ist oder andere Bereiche sind, das ist schon eine Komfortgeschichte. Und da f\u00e4llt dann auch irgendwie dieses Barrierefreie nat\u00fcrlich mit rein. Ob es jetzt Alter ist, ob es irgendwie bei Menschen mit Einschr\u00e4nkung ist, das Leben wird dadurch einfach leichter, unabh\u00e4ngiger und auch noch selbstst\u00e4ndiger dabei. Das darf man nat\u00fcrlich schon nicht vergessen. Ja, aber, das ist nat\u00fcrlich alles richtig, aber es gibt ja sicherlich auch noch Herausforderungen. Also wir sind da nat\u00fcrlich nicht naiv. Ich denke, das Thema Datenschutz und IT-Sicherheit ist da ja bei vielen im Kopf und auch bei mir selbst. Also ich habe auch gedacht, wie smart m\u00f6chte ich es denn haben? Weil das dann, ja, vielleicht mein Haus, wie aus irgendwelchen Science-Fiction-Filmen, mich da einsperrt oder man komplett \u00fcberwacht wird. Weil wenn man selber Kameras hat, kann nat\u00fcrlich vielleicht auch jemand reinschauen. Hast du Angst vor bei dir? Also weil du hast ja vorhin auch gesagt, dass du bist verbunden mit so einem Wachdienst und du hast das Schloss, was sozusagen jetzt irgendwie elektronisch ist. Ja, theoretisch k\u00f6nnen wir da gehackt werden. Aber ich empfinde, also man muss nat\u00fcrlich schauen, f\u00fcr was f\u00fcr ein Unternehmen man sich da entscheidet. Und das nat\u00fcrlich auch richtig pr\u00fcfen. Aber es ist dann f\u00fcr mich irgendwie ein bisschen \u00e4hnlich wie mit einer Bank. Also irgendwo muss man in gewisse Institutionen dann auch das Vertrauen haben und sich das zeigen lassen, dass das vern\u00fcnftig verschl\u00fcsselt ist. Ja, also was mich ehrlicherweise bei diesem ganzen Thema, wenn wir jetzt bei Nachteilen sind, immer absolut nervt, ist, dass die Sachen nicht so richtig miteinander kompatibel sind. Also ich wei\u00df, das w\u00e4re irgendwie, jetzt oute ich mich, das ist alles bei uns sehr Apple-lastig und die ganzen Sachen funktionieren gut miteinander. Aber dann gab es irgendwie, die Wassermelder waren nicht mit dem System kompatibel. Da musste irgendwie ein zweites System angeschafft werden. Dann ist irgendwie die Alarmanlage halt noch so eine ganz alte. Das ist noch nicht WLAN-tauglich, wo die dann gesagt haben, das m\u00fcsste jetzt ausgetauscht werden. Das k\u00f6nnte man auf keinen Fall miteinander verbinden. Also diese Kompatibilit\u00e4t finde ich schon, dass das echt immer was Komplexes ist und man dann wieder mehrere Systeme miteinander haben muss. Oder du sagst halt, du willst alles aus einem Guss haben. Dann ist es aber oftmals relativ teuer. Und das ist, ich meine, F\u00f6rderprogramme gibt es nat\u00fcrlich schon, sind oftmals wenig bekannt. Lohnt sich schon dar\u00fcber auch nochmal ein bisschen rum zu googeln. Aber das sind so Sachen, die mich echt nerven. Ja, das stimmt. Oder, was mich ja am meisten lernt, die Technik funktioniert nicht zuverl\u00e4ssig. Ja, klar. Und wie du es n\u00e4mlich gerade sagst, wenn man nicht nur eine hat, dann habe ich einfach keine Lust. Deswegen l\u00e4uft der M\u00e4hroboter auch gerade nicht so richtig, mich mit diesen Apps und Updates und Neustarts auseinanderzusetzen. Und das vielleicht im Falle nur, um das Licht im Flur anzumachen oder mal vern\u00fcnftig Musik zu h\u00f6ren. Das ist bei uns manchmal auch ein bisschen nervig, wenn das Internet dann n\u00e4mlich nicht ganz stabil ist. Und ich glaube, wir haben ja \u00fcberhaupt nicht dr\u00fcber gesprochen, unser Chart der Woche. Deswegen ist die Zahl in unserem Chart der Woche auch so niedrig. Denn wir haben nach der Akzeptanz und der Nutzungsbereitschaft gefragt und konkret sagen 12 Prozent, ich m\u00f6chte in einem intelligenten Geb\u00e4ude, also einem Smart Home wohnen, das digitale Technologien f\u00fcr Komfort, Sicherheit und Energieeinsparung nutzt. Nur 12 Prozent der Deutschen sagen, sie w\u00fcrden da gerne wohnen wollen. Das ist echt wenig. Das hat man nicht vergessen. Klar, ich meine, was wir vorhin hatten, einige haben es wahrscheinlich schon, aber so komplett smart, das ist, glaube ich, ja wirklich noch f\u00fcr die meisten echt unvorstellbar. Also das ist jetzt spannend, wie es in Zukunft sich, glaube ich, entwickelt. Ja, Zukunft. Wo geht es hin? Also, habe ich ja schon gesagt, ich finde die Entwicklung im Bereich Smart Home und Gesundheit wirklich faszinierend. Also, stell dir vor, in Zukunft messen Sensoren im Haus die Duftqualit\u00e4t. Da hast du Essen angebrannt. Genau. Sehr sch\u00f6nes Beispiel. Oder auch beim Schlafen, dann gehen dann automatisch die Fenster auf, wenn zu wenig Sauerstoff da ist. Dann Wearables, also Sachen, die man am K\u00f6rper tragen kann, die \u00fcberwachen dann Puls, Blutdruck, es l\u00e4uft alles im Hintergrund zusammen. Und das Haus erkennt vielleicht sogar auch, wenn jemand st\u00fcrzt, alarmiert dann automatisch die Angeh\u00f6rigen, den Pflegedienst, den Wachdienst. Erinnert auch an die Einnahme von Medikamenten. Also, ich glaube, da sind ja ganz viele Dinge, ja wie so ein Gesundheitscoach an sich, der zu Hause ist und der nicht nur warnt, sondern auch eben unterst\u00fctzt. Ja, wobei ich glaube, das ist wirklich jetzt nicht mehr Zukunftsmusik. Also, es gibt ja, aus anderen L\u00e4ndern kenne ich es so ein bisschen, Kanada habe ich mal gesehen, Wohnungen, die komplett halt f\u00fcr Menschen ausgelegt sind, die eben hohen Pflegebedarf haben. Da ist dann die automatische Medikamentenbox, da ist irgendwie der Aktivit\u00e4tsstecker bis hin zur zentralen Daten\u00fcbermittlung an die Pflegetreff. Da ist alles wirklich miteinander vernetzt, total, aber auch individuell zugeschnitten auf die jeweiligen Bed\u00fcrfnisse. Also, da hast du wirklich da die Sicherheit, aber eben auch, und das finde ich ja das Tolle, auch die Selbstst\u00e4ndigkeit der Bewohner wirkt einfach gest\u00e4rkt. Und das finde ich ist, wo man jetzt auch einfach sagen kann, Smart Home ist eben nicht nur Gadget und Rumspielen, sondern es kann wirklich auch dazu f\u00fchren, dass es Ver\u00e4nderungen im Alltag gibt. Und das sind schon Sachen, die ich echt toll finde. Ja, und das Sch\u00f6ne ist ja, dass solche Technologien auch pr\u00e4ventiv wirken k\u00f6nnen. Was meinst du als Beispiel? Ja, also zum Beispiel, wenn du dich zu wenig bewegst oder die Luftqualit\u00e4t schlecht ist, also dass es dich immer daran erinnert, du musst mehr schlafen, du musst dich mehr bewegen, du solltest dich mehr um dich k\u00fcmmern, was auch immer es dann halt ist. Und so kann das ja eben dieser Autonomiegewinn im Alter sein. Klar, aber das ist nat\u00fcrlich immer wieder diese Frage, das muss man auch nat\u00fcrlich immer f\u00fcr sich selbst wissen, wie viel Kontrolle willst du abgeben? Also Technik muss halt immer so gestaltet sein, dass sie unterst\u00fctzt, aber jetzt nicht unbedingt bevormundet. Und sie muss nat\u00fcrlich auch einfach bedienbar sein, was du vorhin auch hattest. Also es darf jetzt nicht nur f\u00fcr irgendwelche Technikaffinen oder f\u00fcr irgendwelche Leute sein, die wirklich dann da sich danach mit besch\u00e4ftigen wollen. Also das w\u00e4re schon cool. Wenn wir jetzt \u00fcber Zukunft reden, das wollte ich den Gedanken, der ist mir eben noch eingefallen. Das finde ich nat\u00fcrlich auch gut. Wir denken, dass sie im Moment immer nur sehr stark von einzelnen Wohneinheiten spannend w\u00e4re, es jetzt ja auch wirklich dr\u00fcber nachzudenken, dass es ganze Nachbarschaften sind, die miteinander vernetzt sind. Also so eine Art Quartier, die H\u00e4user untereinander tauschen irgendwie die Energie aus, haben eine gemeinsame Wohnanlage, gemeinsame Batteriespeicher, das, was \u00fcber ist, wird dann ins Netz eingespeist. Also das sind so Sachen, glaube ich, wenn wir \u00fcber die Zukunft reden, das w\u00e4re halt auch cool, wenn wir das f\u00fcr die Gemeinschaft dann h\u00e4tten. Ja, das finde ich eine absolut revolution\u00e4re Gedanke, denn dann ist ja die Nachbarschaft nicht nur jetzt, du hast es jetzt auf Energie gem\u00fcnzt, aber es k\u00f6nnte ja auch eine Hilfegemeinschaft sein. Also wenn jemand st\u00fcrzt, dann geht das jetzt vielleicht nicht an den Pflegedienst, sondern es wird halt im Haus bei den Nachbarn gemeldet. Oder wenn es wird jemand informiert, Mensch, da ist die Haust\u00fcr schon seit einer Woche nicht mehr aufgegangen, wollte den nicht mal besuchen gehen, mal gucken, was da los ist. Ja, und vielleicht entstehen daraus ja auch eben neue Formen der Nachbarschaftshilfe. Ja, naja, also das haben wir jetzt heute auch noch nicht thematisiert, vielleicht Zeit rennt ja schon wieder, k\u00f6nnen wir das dann gleich kurz machen. Aber ich finde diesen Gedanken, um das fortzuf\u00fchren, das finde ich schon was Cooles, also dass es miteinander vernetzt ist. Nat\u00fcrlich ist der Markt jetzt sehr stark auch immer auf das Geld ausgelegt, Ums\u00e4tze, nur um das nochmal f\u00fcr die H\u00f6rer auch zu haben. Also 10 Milliarden, sagt man, werden dieses Jahr wahrscheinlich in Deutschland alleine damit umgesetzt. Weltweit sind es dann 160 Milliarden, Steigerungsraten sind echt super. Also das ist schon auch ein Bereich, der, glaube ich, in Zukunft wirklich wachsen wird. Uli, die Zeit ist wieder um. Ich m\u00f6chte aber gerne noch einmal dein Fazit und einen Ausblick h\u00f6ren. Ja, also kurz und knapp w\u00fcrde ich jetzt sagen, Smart Home, das ist mehr als nur Technik. Das ist auch wirklich so ein Spiegel, w\u00fcrde ich fast sagen, unserer W\u00fcnsche, aber nat\u00fcrlich auch unserer \u00c4ngste. Wir haben, glaube ich, die Chancen, als wir an verschiedenen Stellen heute nochmal rausgestellt, Komfort, Nachhaltigkeitssicherheit. Nat\u00fcrlich damit auch immer neue Herausforderungen. Das haben wir auch in der Zahl der Woche gesehen. Also viele sind noch skeptisch. Andererseits, die Entwicklung geht eben rasant voran. Und wenn du mich jetzt fragst, so ein bisschen Fazit und Ausblick, ich glaube wirklich Smart Home in 10 Jahren, das wird schon ganz sch\u00f6n selbstverst\u00e4ndlich sein. Und das wird auch sich da so ein bisschen dann darauf auswirken, nicht nur wie wir wohnen, sondern auch wie wir zusammenleben. Du hast es vorhin so ein bisschen als Revolution nebenbei mal gesagt. Ich glaube wirklich, das ist was Gutes. Und wenn dann Technik uns noch bestimmte Routinen abnimmt, wir wieder mehr Zeit f\u00fcr Kreativit\u00e4t, Entspannung, Gemeinschaft haben. Das ist, glaube ich, wirklich etwas, worauf wir uns freuen k\u00f6nnen. Das klingt sehr gut. Das war es f\u00fcr heute. N\u00e4chste Woche geht es noch weiter mit Landleben. Genau. Oh, sch\u00f6nes Leben auf dem Land. Da freue ich mich drauf. Mal was ganz anderes. Dann macht's gut. Bis dahin. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de. Und dann geht's da. 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