{"id":5507,"date":"2025-08-21T06:07:54","date_gmt":"2025-08-21T04:07:54","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5507"},"modified":"2026-07-21T18:58:11","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:11","slug":"zelt-van-freiheit-why-camping-is-cool-again-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/zelt-van-freiheit-warum-camping-wieder-cool-ist-2\/","title":{"rendered":"Tent, van, freedom: why camping is cool again"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Whether travelling to the seaside in a tent or to the home office in a van - camping is booming. And across all age and income groups. But what makes it so fascinating? And how is camping changing in times of sustainability, digitalisation and community?<\/p>\n<p>In this episode, find out why more and more people are discovering camping as a way of life, which trends are shaping travelling with a tent and van - and how nature is becoming a stage for new forms of living, working and living together.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5507","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 4 - Folge 25","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/95-zelt-van-freiheit-warum-camping-wieder-cool-ist\/embed?context=external&token=XwTN5v5D0FiSK4ZGc9sbyw\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1987877-m-c0107fd4c0401f9ff9b3bc85e27866cc.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Wir befinden uns im Monat Freizeit und heute sprechen wir \u00fcber eine ganz spezielle Freizeitaktivit\u00e4t, \u00fcber das Campen. Das magst du gerne, ne? Ja, ich bin ganz neu in dem Game, sag ich mal. Und man k\u00f6nnte jetzt ja vielleicht denken, Camping, das ist was f\u00fcr Fahrtfinder oder vielleicht auch f\u00fcr Spie\u00dfer auf dem Dauercampingplatz. Stimmt. Aber unsere Zahlen erz\u00e4hlen da ja eine ganz andere Geschichte. Camping ist absolut im Trend. Es boomt und zwar nicht nur als Freizeitform oder als Urlaubsform, sondern ganz stark eben auch als Lebensgef\u00fchl und Ausdruck von Freiheit. Und wir haben das ja auch abgefragt, schon seit vielen Jahren. Und deswegen w\u00fcrde ich sagen, starten wir direkt mal mit ein paar Zahlen. 2010 sagten circa 11 Prozent der Deutschen, dass sie mindestens einmal im Jahr zelten oder campen gehen. Und in diesem Jahr sind es 21 Prozent, also fast doppelt so viele. Und das ist ja ein ordentlicher Sprung innerhalb von 15 Jahren. Das stimmt. Wobei man jetzt nat\u00fcrlich auch nochmal klar sagen muss, das ist jetzt nicht nur das klassische Zelt. Also sind nat\u00fcrlich auch mittlerweile mit irgendwelchen Wohnmobilen, mit Mini-Karavans, mit den gro\u00dfen Gef\u00e4hrten, mit denen man unterwegs sein kann. Also das Motto ist so eher, glaube ich, mittlerweile mein Zuhause auf vier R\u00e4dern. Und wenn ich mir anschaue, wenn du jetzt schon Zahlen genannt hast, das fand ich echt auff\u00e4llig, dass der Zuwachs bei den J\u00fcngeren, also bei den unter 35-J\u00e4hrigen, der hat sich halt wirklich auch nochmal fast verdoppelt. Also von 16 Prozent auf knapp 30 Prozent. Das ist schon, finde ich, enorm. Das finde ich auch. Aber es ist auch nicht so richtig \u00fcberraschend. Also gerade bei den J\u00fcngeren, denn Camping ist absolut Instagram-tauglich. Oh, sch\u00f6ner Spruch. Das geht ja nicht mehr nur ums \u00dcberleben in der Wildnis oder um das bewusste Aussteigen, sondern tats\u00e4chlich um Abenteuer, um Nachhaltigkeit. Und also ich wei\u00df auch, es gibt so viele Seiten, wo dann junge Menschen sich gemeinsam einen alten Bus kaufen und den dann schon \u00fcber Wochen restaurieren und jeden Schritt da teilen und dann eben unterwegs sind. Und das ist ja so eine Art, ja, ich glaube, deswegen folgen denen auch so viele, so eine Sehnsucht irgendwie in den Zuschauern ausl\u00f6st. Und ja, bei den J\u00fcngeren kann man ja fast sagen Sternenhimmel statt Bildschirmhimmel oder Bildschirmzeit. Sehr romantisch, ja. Ja, wobei, wenn wir jetzt schon bei den Zielgruppen sind, was ich auch auff\u00e4llig fand, nach wie vor, das fand ich jetzt nicht \u00fcberraschend, M\u00e4nner etwas h\u00e4ufiger als Frauen, also 23 zu 20 Prozent. Da ist mittlerweile ganz klar, die Unterschiede sind kleiner geworden. Also das war in der Vergangenheit eben eher eine m\u00e4nnliche Dom\u00e4ne. Mittlerweile hat sich das eben fast ausgeglichen. Das fand ich auff\u00e4llig. Ja, finde ich auch. Was ich aber auch echt bemerkenswert finde, ist, wenn man sich mal das Einkommen anguckt. Also ich hatte tats\u00e4chlich immer eher so, wer ist der typische Camper? So ein Mann im mittleren Alter aus einer mittelgro\u00dfen Stadt in Deutschland mit mittlerem Einkommen irgendwie so im Kopf. Vielleicht auch so ein bisschen das, was man sich unter so einem Dauercamper vorstellt. Und tats\u00e4chlich Camper Menschen mit h\u00f6herem Einkommen deutlich h\u00e4ufiger. Also es sind ungef\u00e4hr 25 Prozent jeder Vierte aus einem Haushalt mit einem hohen Einkommen im Vergleich zu nur 16 Prozent von Haushalten mit einem echt niedrigen Einkommen. Und ich finde das, ich denke mal, das \u00fcberrascht nicht nur mich, sondern auch bestimmt andere. Das stimmt. Wobei man jetzt sagen kann, wenn du vorhin gesagt hast, Camper ist Instagram-tauglich geworden. Ich glaube, es ist auch so ein bisschen Lifestyle halt. Das passt da ja schon zu. Und wenn ich mir jetzt so Sachen anschaue, das geht auch schnell ins Geld und du hast halt wirklich fast alle M\u00f6glichkeiten. Also du kannst ein Dachzelt dir irgendwie daf\u00fcr holen f\u00fcr deinen Van. Du kannst dir irgendwelche Solarpanels holen. Die Thermocafeemaschine ist wahrscheinlich heute schon irgendwie Standard drin. Also das kostet nat\u00fcrlich auch alles wirklich Geld. Und insofern auch nicht so verwunderlich. Also ich habe mal vielleicht auch so eine Art Funfact, was ich schon auff\u00e4llig fand. Das ist vielleicht auch kein Fun mehr, sondern es ist echt ein Hardfact. In Norwegen, der durchschnittliche Camper kostet mittlerweile \u00fcber 60.000 Euro. Also es ist schon wirklich ein ganz sch\u00f6nes Investment auch. Und wenn ich mir dann dagegen das Durchschnittsalter der Fahrer wieder anschaue, das liegt bei unter 35 Jahren. Wahnsinn. Das ist schon enorm, oder? Absolut. Das ist wirklich viel. Aber ich finde, das ist auch ein bisschen das, was ich jetzt selber auch so auf den Stra\u00dfen sehe. Also die Vans sind ja schon echt sehr, sehr teuer. Selbst wenn man auch alte nimmt oder wenn es dann vielleicht auch nicht jetzt von einer besonderen Marke ist. Aber Campen ist tats\u00e4chlich nicht ganz so g\u00fcnstig. Wir sind jetzt ja auch ganz neu dabei. Wir haben im letzten Jahr uns einen Wohnwagen gekauft. Das ist auch ein bisschen spie\u00dfiger vielleicht. Das ist nicht so cool wie mit einem VW-Modi. Warum habt ihr das gemacht? Naja, unsere Tochter kommt ja dieses Jahr in die Schule. Ja. Und es war halt auch ein sehr gutes Angebot. Deswegen haben wir da direkt zugeschlagen und haben aber gesagt, so perspektivisch, um in den Ferien halt auch mehr unterwegs zu sein. Ich habe ja auch ein bisschen die Idee von, das ist mein Ferienhaus auf R\u00e4dern. Also gar nicht damit immer so diese riesigen Urlaube zu machen, sondern eher das schnell mal rauskommen. Am Wochenende einfach und wegfahren. Am Wochenende mal wegfahren, genau. Oder vielleicht auch mal eine Woche in den Ferien, aber halt auch gar nicht so weite Distanzen. Mehr so die, das haben wir auch oft in unserer Tourismusanalyse gesagt, so Urlaub vor der eigenen Haust\u00fcr. So die angrenzenden Bundesl\u00e4nder, nicht so viele Stunden. K\u00f6nntest du dir eigentlich vorstellen, so Dauercamperin da noch zu werden? Oh Gott, nein. Es war jetzt wirklich erst auf einem Campingplatz und da musste ich mir gerade dran denken, wo wir besprechen, dass Campen teuer ist. Ja. Was es f\u00fcr unterschiedliche Campertypen gibt. Also weil es gibt, ich habe die so liebevoll die Gadget Camper genannt, also weil es wirklich f\u00fcr alles etwas gab. Also vom, wie kann ich sagen, klappbare Weinglas \u00fcber wirklich die Solarpanele, Pool, Vorzelt, Tralala, also alles irgendwie dabei. Weil das geht schon, glaube ich, ganz sch\u00f6n ins Geld. Und da waren tats\u00e4chlich sehr viele echt gro\u00dfe Mobile unterwegs und gar nicht mehr so viele Zelte. Ja, also das kann ich mir vorstellen. Wobei ich jetzt ja auch dich jetzt gar nicht so untypisch finde. Also vom Alter kommt es irgendwie, liegst du im Schnitt und nat\u00fcrlich vor allem auch, du bist Gro\u00dfstadtbewohnerin. Also auch f\u00fcr Gro\u00dfstadtbewohner ist das Campen einfach attraktiver oder wird h\u00e4ufiger ausge\u00fcbt als von Leuten, die eher auf dem Land wohnen, muss man ganz klar sagen. Ja. Weil sich, glaube ich, das hast du auch so ein bisschen angesprochen, es ist halt der Kontrast nat\u00fcrlich auch zum Alltag in der Stadt. Also du hast eher den Naturbezug, du hast wahrscheinlich etwas mehr Ruhe. Das ist schon nachzuvollziehen, dass es gar nicht so ungew\u00f6hnlich ist, dass du damit dabei bist. Ja. Und tats\u00e4chlich, das ist auch neurobiologisch erkl\u00e4rbar. Also der Aufenthalt in Gr\u00fcnen senkt den Kortisolspiegel, also unser Stresshormon. Ja. Ja. Der Camp beruhigt wortw\u00f6rtlich sein Nervensystem. Sehr sch\u00f6n. Jetzt haben wir nat\u00fcrlich dr\u00fcber gesprochen, so ein bisschen diejenigen, die Ruhe suchen. Aber man darf auch nicht vergessen, ich glaube, das trifft jetzt nicht nur auf die Gro\u00dfstadtbewohner zu. Beim Campen oder unterwegs sein, hast du ja auch die M\u00f6glichkeit, einfach weiter zu arbeiten. Also wir haben ja schon mal was gemacht zu Workation. Also auch das ist nat\u00fcrlich gerade f\u00fcr Camper heute durchaus m\u00f6glich. Du kannst dir irgendwie deinen WLAN-Router aufs Dach setzen. Du hast deinen Laptop auf dem Campingtisch. Daneben hast du dann noch die sch\u00f6ne Natur und den frisch gebr\u00fchten Kaffee. Also ist ja auch f\u00fcr Leute durchaus attraktiv, die so ein bisschen das verbinden wollen. Genau. Stimmt, das ist ja dieses Bild von so einem Digital Nomads, die dann irgendwo am Strand in Portugal sitzen und dort irgendwelche Programme programmieren. Das kann man nat\u00fcrlich von \u00fcberall und ja, da hat man nat\u00fcrlich dann Best of Both Worlds. Total. Und es ist gleichzeitig, glaube ich, so eine Art Statement. Also du sagst jetzt halt gegen All-Inclusive-Pauschalreisen, gegen Terminkalender, betonst irgendwie die Selbstversorgung, betonst irgendwie, ich sage noch so ein St\u00fcck weit, das einfache Leben. Also ich kann mir schon vorstellen, dass das etwas ist, was wirklich passt. Ja, was ich auch w\u00e4hrend meiner Recherche gesehen habe, ich war noch nie in Australien, aber da soll es tats\u00e4chlich Camper-WG-Plattformen geben. Was? Also dass man dann bei anderen Leuten in den Camper einziehen kann. Also wie so ein Tinder f\u00fcr Reisemobile. Wer gerade so ein freies Bett im Van hat, der kann dann jemanden, so einen Mitfahrer einladen. Das halte ich auch sehr besonders. Darum auch junge Generation, ich bin da raus. Ja, w\u00e4re denn Campen was f\u00fcr dich? Fr\u00fcher fand ich das Campen im eigentlichen Sinne so mit Zelt und in die Natur und Nationalparks in den USA fand ich total super. Und da habe ich irgendwie mit Freunden gemacht, habe ich dann mit meiner Frau gemacht. Also das fand ich irgendwie toll. Heute begrenzt. Und ich glaube, das ist auch so ein bisschen, vielleicht ist das auch so die Herausforderung beim Campen. Also es ist nat\u00fcrlich auch Frage der Bequemlichkeit. Also ich will jetzt gar nicht diese Sachen irgendwie \u00fcberf\u00fcllte Stellpl\u00e4tze und Natur verschlei\u00dfen und sowas meine ich alles gar nicht, sondern es ist halt f\u00fcr mich auch immer nat\u00fcrlich das Hotelzimmer, das lockt halt schon mit der warmen Dusche dann. Nat\u00fcrlich, ich wei\u00df, das kannst du auch alles teilweise dann im Camper haben oder in den Gemeinschaftsduschen, aber bin ich bequem geworden. Ja, ich finde tats\u00e4chlich f\u00fcr mich ist es auch und auch die Camper, die ich kenne, sind ja nicht so viele, aber da ist es eher eine Erg\u00e4nzung als ein Ersatz. Also es ist nicht, ich w\u00fcrde trotzdem nicht auf meinen Hotelurlaub verzichten, aber es ist eine andere Urlaubsform, die das Ganze eben nur erg\u00e4nzt. Ja, also das kann ich mir vorstellen wieder. Also erg\u00e4nzend ja, aber nat\u00fcrlich gibt es viele, die dann auch das Geld in die Hand nehmen, sich so ein teures Ding anschaffen. Die wollen nat\u00fcrlich dann auch wirklich viel damit unterwegs sein. Da musst du ja fast schon unterwegs sein, weil du die Anschaffung erstmal hattest. Und jetzt hart gesprochen, wenn es sowieso schon, ich \u00fcbertreibe jetzt 48 Wochen im Jahr rumsteht, dann willst du es wenigstens vier Wochen dann noch intensiv nutzen. Oder du verleihst es. Das stimmt. Aber du hast gerade so nebenbei gesagt, es geht gar nicht um, also bei deinen Herausforderungen gar nicht so unbedingt \u00fcber die \u00fcberf\u00fcllten Stellpl\u00e4tze. Aber ich finde schon, dass das tats\u00e4chlich ja schon auch etwas ist, wor\u00fcber man auch mal diskutieren k\u00f6nnte. Also wie nachhaltig ist Campen eigentlich? Man tut ja immer so, man ist dann in der Natur und es ist alles so nachhaltig und sch\u00f6n. Aber wenn dann Leute mit ihrem Dieselcamper irgendwie 5000 Kilometer durch Europa fahren, das hinterl\u00e4sst ja auch Spuren. Das stimmt. Gibt es eigentlich E-Camper? F\u00e4llt man dabei ein? Wird auch schon daran geforscht und es gibt tats\u00e4chlich auch schon so ein paar, ich glaube in der Schweiz sind die da schon weiter als wir hier. Aber jetzt noch nicht so richtig fl\u00e4chendeckend. Und es ist nat\u00fcrlich auch eben, einige Campingpl\u00e4tze haben jetzt auch nicht so viel mehr mit so einem einfachen naturnahem Erlebnis zu tun, sondern da sind dann \u00fcber 12.000 Stellpl\u00e4tze. Das ist wie ein riesiger Cluburlaub. Total. Und wenn man sich das \u00fcberlegt, ja du sagst gerade diese riesen Stellpl\u00e4tze, vor Venedig und sowas habe ich das mal gesehen, der war auch absolut riesig. Ja. Das ist schon enorm. \u00dcbrigens noch kurz Funfact habe ich eben noch dar\u00fcber nachgedacht, als ich das gesagt habe, dass ich das fr\u00fcher in den USA mache. In den USA ist nat\u00fcrlich das wahnsinnig beliebt. Also da sind ja wirklich auch diese Riesenteile, die dann teilweise ein paar hunderttausend Euro kosten, wo die Leute echt ihr Haus verkaufen und dann komplett in diese Riesenteile einziehen und dann quer durch die USA fahren und irgendwie die Sunbirds dann in der Sonne im Hinterher fahren. Also das ist da, f\u00e4llt mir dabei gerade ein, ist auch da echt ein riesiger Trend und echt eine gro\u00dfe Entwicklung. Und deswegen finde ich, sieht man halt, also das Klischee, was man vielleicht so im Kopf hat von dem Camper, dass das Leute machen, weil sie g\u00fcnstigen Urlaub machen wollen. Das ist halt so ein bisschen vorbei. Total, ja. Ja und nat\u00fcrlich, klar, wir reden jetzt die ganze Zeit auch \u00fcber die Leute, die halt in diesen Mobilen unterwegs sind. Ich glaube, Zelten als solches ist halt heute fast schon so ein bisschen nur noch Survival und irgendwie, du bist halt mit deinem Zelt dann unterwegs, wenn du wirklich in die Natur willst. Es ist nicht mehr so viel, dass Leute das aus einer Not heraus machen, sondern alles, was getan wird, ist eine bewusste Entscheidung daf\u00fcr. Ganz genau, ja. Aber wir wollen ja nochmal \u00fcber die Zukunft sprechen. Uli, was meinst du denn, wie sieht das Campen in 10, 15, 20 Jahren aus? Also wenn ich jetzt Camper w\u00e4re oder wenn ich mir die Bed\u00fcrfnisse der Camper anschaue, was wir so ein bisschen aus der Forschung auch bei uns sehen, ist es glaube ich schon so ein Mix aus Hightech und Naturromantik, w\u00fcrde ich sagen. Also du hast wahrscheinlich dann schon die Solard\u00e4cher, Wasserrecyclingsysteme, aber gleichzeitig auch die KI-Routenplanung. Andererseits glaube ich schon, dass das ja auch Leute sind, die das machen, die gerne mit anderen zusammen sein wollen. Also dieses Thema sozialen Faktor auf Reisen ist glaube ich schon was Wichtiges. Nat\u00fcrlich auch dieses Detoxing und weg von E-Mails und Erreichbarkeit und sowas sein. Also das kann ich mir gut vorstellen. Ich glaube irgendwann l\u00f6sen musst du diese Sache wirklich, was ich eben sagte, dass die Camper an sich 48 Wochen im Jahr rumstehen. Also dass du es doch vielleicht mehr dann auch nicht selbst in die Vermietung reingehst, aber \u00e4hnlich wie sich manche Leute halt irgendwie ein Ferienhaus teilen, dass du dir einen Camper teilst und da mit mehreren unterwegs ist. Oder dass wir euren Wohnwagen damit nutzen w\u00fcrden. Und dass man sich irgendwie in den Kosten beteiligt. Sowas glaube ich schon. Also dieser soziale Aspekt ist glaube ich schon etwas, was in Zukunft zunehmen wird. Ja. Vielleicht wird Campen ja sogar Teil von Bildungsformaten. Also wenn es darum geht, das haben wir in vielen anderen Podcast-Folgen gesagt, Bildung ist ja immer der Schl\u00fcssel und man mehr digitale Entgiftung braucht. Es muss mehr Minimalismus in dem Bereich sein. Also ein bisschen als Schule f\u00fcrs Leben. Also dass so die Klassenfahrten zuk\u00fcnftig vielleicht auch immer auf einen Campingplatz gehen. Oder auch f\u00fcr Beziehungen. Also weil ich glaube, wer einmal bei Regen ein Zelt aufgebaut hat, der wei\u00df, dass das ultimative Paartest ist. Das stimmt total. Da erinnere ich mich auch noch dran, das muss ich zugeben. Ein Funfact vielleicht noch zum Schluss, wenn man es auch \u00fcber die Zukunft nochmal spricht. In Japan gibt es mittlerweile Tiny Camp Hotels. Also das sind dann wirklich minimalistische Luxuszelte, die aber wieder dann allen Service dir bieten, den du dir noch vorstellen kannst. Also da ist jetzt nicht nur, dass du WLAN hast, sondern du hast auf einmal den Kochroboter, du hast den Meditationstrainer dann digital da drin. Also wenn du das Gegenteil willst, weg von der digitalen Entgiftung, hast du nat\u00fcrlich auch die M\u00f6glichkeit, das wahrscheinlich in Zukunft zu machen. Wahnsinn. Ja, also ich glaube, wir k\u00f6nnen es zusammenfassen. Camping ist deutlich diverser und auch der Camper entspricht nicht mehr nur den Klischees, die man vielleicht im Kopf hat. Und Camping bleibt eine der beliebtesten Reiseformen. Es ist langsam, nahbar, direkt und vielleicht gerade deshalb auch f\u00fcr die Zukunft gar nicht mehr wegzudenken. Ja, oder ich w\u00fcrde es jetzt sagen, also Camping ist einfach mehr als jetzt nur drau\u00dfen auf einer Isomatte schlafen. Das ist wirklich, glaube ich, gerade auch in Zukunft so eine Art Lebenshaltung. Und vielleicht, es ist ja auch eine kleine Antwort auf die ganz gro\u00dfen Fragen unserer Zeit und immer die Frage, was tut uns eigentlich gut, was macht uns Spa\u00df? Wobei das ja eine Folge ist, da reden wir n\u00e4chste Woche, glaube ich, nochmal dr\u00fcber, was macht den Menschen eigentlich Spa\u00df in ihrer Freizeit? Ja, genau, darauf freue ich mich schon sehr. In diesem Sinne, tsch\u00fcss. Tsch\u00fcss.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren.\n\nUnd wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren."},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Zelt, Van, Freiheit: Warum Camping wieder cool ist - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Vom Budget-Urlaub zum Luxus-Lifestyle: Erfahren Sie, warum immer mehr Deutsche dem Ruf der Wildnis folgen.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/zelt-van-freiheit-why-camping-is-cool-again-2\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zelt, Van, Freiheit: Warum Camping wieder cool ist - 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