{"id":5535,"date":"2025-09-11T06:10:26","date_gmt":"2025-09-11T04:10:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5535"},"modified":"2026-07-21T18:58:11","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:11","slug":"more-money-available-what-would-we-spend-it-on-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/mehr-geld-zur-verfuegung-wofuer-wuerden-wir-es-ausgeben-2\/","title":{"rendered":"More money at our disposal: What would we spend it on?"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>More money doesn&#039;t automatically mean more consumption \u2013 but it does mean different choices. But what would Germans really spend more on in 2025 if they could? 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Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Die n\u00e4chsten Wochen sprechen wir \u00fcber Konsum in all seinen Facetten. Starten m\u00f6chten wir heute mit der Frage, die wir auch den Bundesb\u00fcrgern gestellt haben. Wenn du pl\u00f6tzlich mehr Geld zur Verf\u00fcgung h\u00e4ttest, wof\u00fcr w\u00fcrdest du es dann ausgeben? Reisen, wohnen oder f\u00fcr die Altersversorge? Uli, ich stelle auch dir direkt diese Frage. Wie w\u00fcrdest du dein zus\u00e4tzliches Geld verwenden? Oh, ganz ehrlich, ich w\u00fcrde wahrscheinlich zuerst \u00f6fter reisen. Dann w\u00fcrde ich wahrscheinlich \u00f6fter essen gehen. Das w\u00e4ren so, glaube ich, meine beiden zentralen zwei Bereiche, wof\u00fcr ich mehr Geld ausgeben. Aber bei dir? Bei mir w\u00e4re es \u00e4hnlich. Also definitiv auch das Reisen, so zum einen Neues zu entdecken, aber vielleicht auch so ein bisschen komfortabler und unabh\u00e4ngiger unterwegs sein zu k\u00f6nnen. Stichwort Schulferien. Ab diesem Sommer haben wir ja auch ein Schulkind und davor grauzt es mir schon so ein bisschen. Und dann w\u00fcrde ich aber aktuell auch einiges in den Garten investieren. Okay. Neuer Pool oder so. Schon klar. Gerne, ja. Aber wir sind tats\u00e4chlich keine Ausnahmen mit unseren W\u00fcnschen. Da stehen wir nicht alleine da, denn die spiegeln tats\u00e4chlich auch unser Chart der Woche wieder. Wir haben ja 3000 Bundesb\u00fcrger befragt, wof\u00fcr sie ihr zus\u00e4tzliches Geld am liebsten ausgeben w\u00fcrden. Und ganz vorne ist eben auch Essen und Trinken mit 46 Prozent, nicht gefolgt von Reisen mit 45 Prozent. Also wir liegen da im Trend. Dass jetzt Essen und Trinken ganz vorne steht, das \u00fcberrascht mich auch ehrlicherweise nicht. Ich glaube, das hat nat\u00fcrlich auch verschiedene Gr\u00fcnde. Also einerseits ja so in den letzten Jahren merkt man glaube ich schon, dass immer mehr Bewusstsein auch f\u00fcr gesunde, nachhaltige Ern\u00e4hrung einfach bei der Bev\u00f6lkerung vorhanden ist. Und wer es sich leisten kann, kauft eben doch h\u00f6herwertige Lebensmittel. Die ganzen Discount haben ja mittlerweile auch Bio. Aber ich glaube, das ist nach wie vor f\u00fcr viele Bundesb\u00fcrger eben so, ach, da w\u00fcrde ich mir doch gerne das ein oder andere Mal doch eher Bio kaufen. Ja, und Essen gehen ist ja auch mehr als jetzt nur satt werden. Total. Also da geht es ja auch um Genuss, ein bisschen auch, ich sage es mal so, Identit\u00e4t. Also je nachdem, so ein soziales Erlebnis, wo gehe ich auch hin und was konsumiere ich? Also gerade auch dieses Ausw\u00e4rtsessen gehen leistet man sich dann ja gerne mal oder vielleicht auch teure K\u00fcchenger\u00e4te. Das stimmt, ja. Ja, also jetzt einerseits dieses Ausgehen, glaube ich, hat ja auch wieder ganz viel damit zu tun, so dieses Gemeinschaft, Geselligkeit, Verbindung mit Freunden, Lebensfreude auch, was da alles zu geh\u00f6rt. Aber andererseits, ich glaube, wenn es jetzt um die Karten, Lebensmittel und Sachen geht, ist halt Bio doch etwas, was einfach da ist. Also ich habe immer so ein bisschen vorher Sachen nachgeguckt. Fast ein Drittel aller Bio-Produkte wird mittlerweile bei Aldi, Lidl und Co. get\u00e4tigt. Also man sieht, dass das auch wirklich so in der Masse angekommen ist. Und Nachteile muss man nat\u00fcrlich auch mal dazu sagen. Das ist also weniger regional. Meistens sind es dann irgendwelche internationalen Bio-Labels. Das ist jetzt nicht gleich mit Demeter und Bioland, aber man merkt eben doch, dass Bio angekommen ist. Und auch da gibt es nat\u00fcrlich einen Preiskampf mittlerweile. Viel Plastik, Erdbeeren aus Indien habe ich jetzt neulich gesehen. Also das sind nat\u00fcrlich auch Nachteile. Aber ganz klar, wenn wir uns das generell anschauen, das liegt im Trend. Ja, was mich dabei auch positiv stimmt. Es gibt kaum Unterschiede innerhalb der Bev\u00f6lkerung. Also jetzt, wenn wir uns anschauen, das Geschlecht, das Einkommen, das Alter, das hat \u00fcberall \u00e4hnlich hohe Werte. Aber weiter zum n\u00e4chsten Punkt. Auf Platz zwei war ja das Reisen. Das zeigt, wie gro\u00df die Sehnsucht nach Tapetenwechsel und neuen Eindr\u00fccken ist. Also die Bundesb\u00fcrger wollen raus in die Welt, Erinnerungen sammeln, sich was g\u00f6nnen. Du hast v\u00f6llig recht. Also wir haben ja auch mal einen ganzen Monat lang das Thema Tourismus gehabt in all seinen Facetten. Also Reisen ist einfach das deutschen liebstes Kind. Und weil du vorhin es ja auch selbst gesagt hast, dass du auch gerne mehr Geld f\u00fcrs Reisen ausgeben w\u00fcrdest. W\u00fcrdest du jetzt l\u00e4nger verreisen oder \u00f6fter verreisen oder w\u00fcrdest hier mehr in Sterne investieren? Ja, vielleicht so ein Mix. Also nat\u00fcrlich einmal komfortabler irgendwie vielleicht auch reisen. Gerade wenn es jetzt auch um die Sommerferien geht, da wird es ja alles teurer, dass man da unabh\u00e4ngiger ist. Aber ansonsten vielleicht auch so in besondere Erlebnisse. Also au\u00dfergew\u00f6hnliche Unterk\u00fcnfte oder keine Ahnung, ich wollte schon immer mal so einen Wanderritt auf Island machen. Also sowas. Oder ich w\u00fcrde auch gerne mal irgendwie so auf so eine Cowboy fahren, vielleicht in den USA. Wir haben mal eine Lama-Wanderung gemacht, aber wir haben wir nie gemacht. Oder so eine besondere Tour den Machu Picchu rauf oder so. Also so einmalige Erlebnisse vielleicht dann eher so im Urlaub. Ja. Was ich \u00fcbrigens auff\u00e4llig fand bei diesem Statement mit mehr Geld f\u00fcr Reisen ausgeben, recht gro\u00dfe Unterschiede zwischen den Besserverdienenden und Geringverdienern. Also diejenigen, die wenig verdienen, na klar, die verreisen ohnehin weniger. Aber da h\u00e4tte ich jetzt gedacht, die wollen es eben gerne h\u00e4ufiger machen. Da sagt das nur in etwa jeder Vierte. Bei den Wohlhabenden sind es fast zwei Drittel, die das sagen. Also wirklich je mehr Einkommen vorhanden ist, desto wichtiger scheint dieser Punkt. Keine Ahnung, ob das dann Selbstverwirklichung ist. Status nat\u00fcrlich auch immer dabei. Also das ist schon etwas auff\u00e4llig, was ich da fand. Aber lass uns zum dritten Punkt kommen. Hobbys. Hobbys landet auf Platz drei. Das zeigt uns ja, wie wichtig Freizeit und pers\u00f6nliche Interessen sind. Ganz gleich, ob es jetzt irgendwie Sport, Musik, Handwerk, Gaming, was ist ja v\u00f6llig gleich, was es ist. Also die Vielfalt ist riesig und da wollen die B\u00fcrger schon gerne mehr Geld f\u00fcr ausgeben. Ja, das finde ich auch total spannend, also dass tats\u00e4chlich viele so ein zus\u00e4tzliches Budget daf\u00fcr nutzen w\u00fcrden, auch eben vielleicht auch neue Hobbys zu entdecken oder es zu vertiefen. Also weil nat\u00fcrlich ist es so ein Sportverein, wo viele Hobbys stattfinden und das ist ja jetzt nicht so das Teuerste dann. Aber es gibt ja auch besondere Kurse oder Workshops, nat\u00fcrlich besseres Equipment, wo man das dann eben gerne investieren w\u00fcrde. Und das finde ich total positiv. Wir haben ja auch schon mal einen ganzen Podcast zum Thema Hobbys gemacht, wie wichtig Hobbys eigentlich auch sind, dass da dann viele da auch an sich denken und das machen w\u00fcrden. Stimme ich dir v\u00f6llig zu, wobei ich es auch da auff\u00e4llig fand, das hat ja auch im Jahresvergleich nochmal deutlich zugenommen. Also man merkt, dass Hobbys wirklich im Trend sind und boomen und viele da eben sich auch mehr M\u00f6glichkeiten w\u00fcnschen dann. Ja und wir haben da ja auch gesehen, dass es auch eben so eine neue Form von Hobbys gibt. Also wie ist jetzt irgendwie das Urban Gardening, Upcycling, Handarbeiten. Und was ich da total spannend finde, ist, dass tats\u00e4chlich von der mittleren Generation besonders oft Hobbys genannt w\u00fcrden, dass sie da mehr Geld investieren wollen. Hast du da eine Erkl\u00e4rung f\u00fcr? Also schon wir beide, kann ich an dieser Stelle jetzt sagen, in der Rush Hour des Lebens, in der wir uns befinden. Ja, ich glaube schon. Also bei \u00c4lteren h\u00e4tte ich jetzt gesagt, die haben wahrscheinlich schon eher ihr Hobby gefunden, so in der Phase, wo du jetzt bist oder wo ich vielleicht auch nochmal bin. Da hat halt Hobby ja die verschiedensten Funktionen. Also ich wei\u00df noch, als wir es damals besprochen haben, ist es ja auch dieses Stressabbau, aber auch neue Leute kennenlernen, was Neues ausprobieren, die Sinnfrage. Also die ganzen sozialen Funktionen, die ein Hobby hat, also das ist schon, glaube ich, wirklich ein Hauptgrund daf\u00fcr. Und was man nie untersch\u00e4tzen darf, ist es ja von der Werbung auch die Gruppe, die am st\u00e4rksten in den Fokus genommen wird. Also es ist immer die mittlere Generation beim Thema Hobby eher weniger die J\u00fcngeren und die \u00c4lteren. Ja, das stimmt. Punkt vier auf der Liste, hatte ich ja vorhin auch genannt, die Altersvorsorge. Ja, also das ist schon etwas, was wirklich fast durch die Decke gegangen ist. Das darf man nicht vergessen. Da merkt man wirklich so die Krisen der letzten Jahre. Oder die haben das Bed\u00fcrfnis, jetzt w\u00fcrde ich sagen, dass Sicherheit insgesamt, aber gerade auch nach finanzieller Sicherheit schon stark verst\u00e4rkt. Und insofern da vielleicht nicht ganz von der Liste. Das ist auch ein Punkt, was du sagen w\u00fcrdest, dass du da gerne mehr Geld f\u00fcr ausgegeben hast. Ja, ganz klar. Okay, erz\u00e4hl. Also ja, doch, wenn ich jetzt irgendwie noch mehr Geld zur Verf\u00fcgung h\u00e4tte, w\u00fcrde ich auf jeden Fall auch \u00fcberlegen, was ich da f\u00fcr meine Altersvorsorge tun k\u00f6nnte. Und ich finde tats\u00e4chlich, ist da einfach dieses Bewusstsein gr\u00f6\u00dfer geworden. Vielleicht auch, weil man jetzt \u00e4lter wird. R\u00fcckt das dann vielleicht auch. Mitte des Lebens. Ja, klar.\n\nJa, und tats\u00e4chlich da ein paar Fakten zu. Also jeder Vierte macht ja derzeit gar nichts f\u00fcr die private Vorsorge und verl\u00e4sst sich da einfach komplett auf die gesetzliche Rente. Das ist vor allem bei Frauen ein Problem. Und gleichzeitig machen sich fast 60 Prozent der Deutschen Sorgen um ihre Rente und Altersvorsorge. Und ja, gerade mit diesem Wissen w\u00fcrde ich da auf jeden Fall jetzt auch irgendwie was tun. Ja, sollten wir wahrscheinlich auch alle machen. Also wir k\u00f6nnten ja auch dann so eine, wenn wir jetzt mal wieder ein bisschen f\u00fcr die Zukunft das nach vorne bringen, man k\u00f6nnte dann ja einerseits sagen, wir investieren mehr in Weiterbildung, was ja generell auch noch ein Punkt ist, aber dann eben gerade in Weiterbildung und Finanzfragen. Also ich glaube, das w\u00e4re etwas, was helfen w\u00fcrde, so ein bisschen die \u00c4ngste rauszunehmen. Andererseits glaube ich nat\u00fcrlich, dass dieses ganze Thema Absicherung vor allem auch in den Familien st\u00e4rker betont werden muss. Ich finde, das ist immer noch so ein Tabuthema oder auch im Freundeskreis, wenn ich mir so an meine eigenen Freunde oder Familie denke. Da haben wir nie \u00fcber das Thema gesprochen. Und das finde ich ja schon ungew\u00f6hnlich. Also in Deutschland spricht man einfach nicht \u00fcber Geld oder das Gehalt. Und dabei ist es tats\u00e4chlich total wichtig. Also eine OECD-Studie hat herausgefunden, dass nur einer von drei Jugendlichen weltweit \u00fcberhaupt Finanzfragen sicher beantworten kann. Und in Deutschland sagen ungef\u00e4hr 45 Prozent der Erwachsenen, dass sie sich in Geldfragen unsicher f\u00fchlen. Also Erwachsene, fast jeder Zweite sagt, oh, wenn es ums Geld geht, wei\u00df ich nicht so recht. Und wenn man das schon in der Familie besser lernt, fr\u00fchzeitig lernt, das pr\u00e4gt ja auch den eigenen Umgang dann damit. Und ja, ich glaube da wirklich sollte man rechtzeitig Gedanken sich zu machen, nat\u00fcrlich auch nicht total stressen. Also das darf man auch nie vergessen. Ist ein wichtiges Thema, aber ist halt ein Bereich, der ganz klar bei den Bundesb\u00fcrgern hoch angesehen wird und wo viele gerne mehr Geld zur Verf\u00fcgung h\u00e4tten. N\u00e4chstes Thema fand ich auch ganz spannend. Wohnen und Garten. Jeder dritte Deutsche in etwa, der sagt, also Platz 5, dass er gerne mehr Geld ausgeben w\u00fcrde f\u00fcr das eigene Wohnumfeld und f\u00fcr den Garten. Wobei das, nehmen wir jetzt mal einen F\u00fcnfjahresvergleich, also 2020, der st\u00e4rkste R\u00fcckgang ist. Also da merkt man wirklich, dass der Corona-H\u00f6hepunkt 2020 nat\u00fcrlich war. Da war das deutlich wichtiger. Das ist jetzt stark zur\u00fcckgegangen. Hat dich das \u00fcberrascht? Nee, nicht wirklich. Also pers\u00f6nlich vielleicht schon, aber gesamtgesellschaftlich kann man das nat\u00fcrlich gut erkl\u00e4ren, dass Renovieren, Garten verschw\u00f6ren, Homeoffice einrichten damals einfach deutlich wichtiger war, als es heute ist, wo das Leben eben wieder mehr draus stattfindet. Es gibt wieder mehr M\u00f6glichkeiten, auch sein Geld auszugeben. Und da verschiebt sich dann der Fokus. Aber der Wunsch nach einem sch\u00f6nen, funktionalen Zuhause, auch ein gro\u00dfer Anteil, diese Naturverbundenheit, das bleibt nat\u00fcrlich bestehen. Haben wir ja auch mal einen Monat zu gemacht zum Thema Wohnen. Also da kann es sich auch nochmal reinzuh\u00f6ren. Ich mochte ja diese Folge mit Smart Home. Aber wir haben noch ein paar Bereiche, die nicht ganz so hoch von der Wertung sind. Da war nochmal Auto und Medien. Genau, also 15 Prozent der Deutschen w\u00fcrden ihr Geld in ihr Auto investieren und 13 Prozent in Medien. Also das ist nat\u00fcrlich eher nachgeordnet zu den anderen Aspekten. Und es gibt auch im Zeitvergleich wenig Ver\u00e4nderung. Also das zeigt eher f\u00fcr die, f\u00fcr die das Auto wichtig ist und Mobilit\u00e4t wichtig ist, zum Beispiel auch die, die auf dem Land leben. Da bleibt es einfach gleich. Und bei den Medien ist ja fast schon die Nutzung irgendwie so am Maximum angekommen. Daher ist da kaum noch Wachstum irgendwie gro\u00df m\u00f6glich. Ja klar, also ich meine, wenn ich mir so \u00fcberlege, Streaming, Podcast, digitale Zeitung, das gibt es alles schon. Und es ist nat\u00fcrlich auch zu den Preisen, dass man da jetzt so viel mehr Geld investieren m\u00f6chte. Das kann ich schon gut nachvollziehen. Ja, ich finde, wenn wir uns jetzt mal alles angucken, dann zeigt sich irgendwie ganz deutlich, dass wenn man mehr Geld h\u00e4tte, dann w\u00fcrden die meisten in Lebensqualit\u00e4t, Lebensqualit\u00e4t, Erlebnisse, vielleicht auch ein bisschen Sicherheit investieren. Und die Priorit\u00e4ten \u00fcber die Jahre haben sich so verschoben. Das finde ich ganz spannend. Also es geht gar nicht mehr so um materielle Dinge, sondern viel mehr um Genuss und Gemeinschaft. Und nat\u00fcrlich auch dieser Aspekt der Vorsorge. Aber an sich ist die Vorsorge ja nur so wichtig, damit man auch im Alter Genuss und Gemeinschaft und Lebensqualit\u00e4t hat. Stimmt. Wohnen und Garten, die verlieren nach dem Pandemie-Boom etwas an Bedeutung, aber bleiben weiter zentrale Lebensbereiche. Deswegen, Uli, wie lautet dein Fazit hier raus oder auch dein Blick in die Zukunft? Du hast jetzt schon echt viele Sachen toll zusammengefasst. Also ich glaube, du hast wirklich recht. Das ist so ein bisschen dieser gesellschaftliche Wandel, der sich hier eben auch zeigt. Also mehr Geld ist nat\u00fcrlich einerseits immer eine Chance, das eigene Leben bewusster, nachhaltiger, ich w\u00fcrde jetzt auch vor allem sagen, erf\u00fcllter zu gestalten. Ich glaube, viele B\u00fcrger suchen halt eben diesen Dreiklang aus Sinn, Sicherheit und dann das Soziale, also die Gemeinschaft. Daf\u00fcr sind sie eben dann auch bereit, Geld zu investieren. Hobbys ist f\u00fcr mich immer wieder wichtig. Also nochmal, wie gesagt, wir haben das ja nochmal da in der extra Folge gemacht. Aber es ist wirklich so dieser stabile Anker, glaube ich, der vieles auch zusammenh\u00e4lt. Ich glaube, was wir bei diesen ganzen Sachen aber nicht vergessen d\u00fcrfen, ist auch so f\u00fcr mich immer das Fazit. Es gibt nat\u00fcrlich wirklich Unterschiede in der Gesellschaft. Also wir haben das vorhin beim Thema Reisen thematisiert. Das ist wirklich, wie sich das die n\u00e4chsten Jahre entwickeln wird. Da m\u00fcssen wir schon das ein bisschen im Auge behalten. Ich glaube, wof\u00fcr die B\u00fcrger Geld ausgeben, bleibt auch in Zukunft immer so ein Spiegel der Werte, aber eben auch der W\u00fcnsche. Und da sollten wir euch zu sehen, dass wir alle W\u00fcnsche der Bundesb\u00fcrger auch mit ber\u00fccksichtigen. Genau. Die n\u00e4chsten Wochen geht es ja noch weiter mit dem Thema Konsum. Ja. N\u00e4chste Woche konkret geht es darum, \u00fcber das Ladensterben, die Zukunft der Innenst\u00e4dte. Spannendes Thema. Und wenn ihr sonst noch W\u00fcnsche habt, wor\u00fcber wir mal sprechen sollten, denkt dran, schreibt uns sehr gerne. Und ansonsten freuen wir uns, wenn ihr n\u00e4chste Woche wieder einschaltet. Bis dahin. Ciao. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. 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