{"id":5541,"date":"2025-09-18T08:25:41","date_gmt":"2025-09-18T06:25:41","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5541"},"modified":"2026-07-21T18:58:11","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:11","slug":"shopping-without-shop-windows-how-do-we-save-our-city-centres-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/shopping-ohne-schaufenster-wie-retten-wir-unsere-innenstaedte-2\/","title":{"rendered":"Shopping without shop windows: how can we save our city centres?"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Empty shops, deserted pedestrian zones, online retail on the rise - retail in German city centres is under pressure. But how did this come about? And what ideas are there for shaping change instead of just watching it happen?<\/p>\n<p>In this episode, find out why more and more people are ordering online, what consequences this has for our cities - and how new concepts from pop-up stores to experience neighbourhoods could give bricks-and-mortar retail a future.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5541","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 4 - Folge 29","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/99-shopping-ohne-schaufenster-wie-retten-wir-unsere-innenstadte\/embed?context=external&token=SkDmLS8BWcwEXdtz6rpF6g\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1987881-m-90c54bef0e0ba5fca63da07725c5f61a.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Zu einer neuen Folge in unserem Monat Konsum. Heute geht es um ein Thema, das unsere St\u00e4dte etwas leiser, leerer und vielleicht auch ein St\u00fcck \u00e4rmer macht, das Ladensterben in deutschen Innenst\u00e4dten. Was steckt hinter dem R\u00fcckgang von Einzelhandel und Kaufh\u00e4usern? Welche Entwicklung pr\u00e4gen unsere Fu\u00dfg\u00e4ngerzonen und welche Ideen aus internationalen Malls, Konzeptquartieren und St\u00e4dten zeigen, wie man es vielleicht besser machen kann? Uli, wie sieht es da bei dir aus? Gehst du noch gerne in der Innenstadt zum Einkaufen? Das ist eine gute Frage. Also ich merke zwar schon, dass ich nochmal durchaus gerne in die Stadt gehen w\u00fcrde, aber es an sich immer seltener mache. Also auch ich bin jemand, der oft online bestellt, weil es einfach bequemer ist. Und nat\u00fcrlich finde ich es schade und bedauere ich es auch, dass die Innenst\u00e4dte auf einem Leerstand betroffen sind. Das ist jetzt vielleicht nicht unbedingt in Hamburg der Fall, aber schon, wenn ich mir meine Heimatstadt Bremerhaven das anschaue, da ist es schon dramatisch, finde ich. Aber so richtig was dagegen tun, mache ich auch ehrlicherweise nur begrenzt. Ich finde, wenn ich mir die Frage stelle, dann bin ich da so zweigeteilt, weil ich gehe an sich schon gerne irgendwie in eine Innenstadt auf einen Marktplatz oder so, um einfach mal, wenn man sich mit jemandem trifft, so was wollen wir heute machen? Aber ich gehe da nicht hin, um einzukaufen. Also und da kommen wir vielleicht zum Schluss nochmal hin, wie sich das auch entwickeln kann. Aber da merke ich so f\u00fcr mich pers\u00f6nlich schon einen Unterschied. Eine Innenstadt ist f\u00fcr mich jetzt kein Shoppingcenter. Und das geben mir auch die Zahlen wieder. Also wenn ich mir das anschaue, so allein in den letzten zehn Jahren haben wir irgendwie 100.000 Einzelhandelsgesch\u00e4fte weniger in Deutschland. Das ist ein R\u00fcckgang um ein Viertel, also um 25 Prozent. Und alleine dieses Jahr werden wahrscheinlich nochmal knapp 5.000 weitere L\u00e4den schlie\u00dfen. Also das ist ja schon auff\u00e4llig. Und was ganz gut dazu passt, was du eben gesagt hast, das ist jetzt nicht unbedingt die Gastronomie, die schrumpft, sondern eher dieser klassische Einzelhandel, Inhaber gef\u00fchrt, kleine L\u00e4den. Also das ist eher, was zur\u00fcckgeht. Ja. Und der Hauptgrund daf\u00fcr ist nat\u00fcrlich eben die gro\u00dfe Konkurrenz des Online-Handels, weil man eben, was du ja auch selbst zugegeben hast, und da fasse ich mir auch an die eigene Nase, viele Dinge eben schon online bestellen kann. Da gibt es spezialisierte Shops. Es ist morgen geliefert. Gerade auch so gro\u00dfe Plattformen die Amazon tragen dazu bei. Und ja, ab diesem Jahr wird der Online-Anteil, oder auch dieses Jahr, wird der Online-Anteil am Einzelhandelsumsatz weiter steigen. Also w\u00e4hrend der station\u00e4re Handel stagniert oder sogar schrumpft, w\u00e4chst online eben. Ja, dazu kommen ja auch noch die ganzen anderen Sachen. Also steigende Kosten f\u00fcr Mieten, Energiepreise sind nach oben gegangen, Personal. Ich meine, wenn du keinen Personalmangel hast, ist Personal einfach teurer geworden. Und da k\u00f6nnen eben viele kleine H\u00e4ndler nicht mehr mithalten. Und jetzt kommt dazu dann irgendwie Nachfolgergeschichten und solche Sachen. Also das ist auch noch alles, was da mit reinkommt. Also da siehst du, dass die Herausforderungen nat\u00fcrlich gro\u00df sind, genauso wie das gesellschaftliche eben. Also Konsumverhalten ver\u00e4ndert sich. Menschen verbringen mehr Zeit im Homeoffice, zu Hause, erledigen die Eink\u00e4ufe eben oft dann eben auch daheim. Also das ist dann nicht \u00fcberraschend. Ja, das zeigt sich ja auch in unserem Chart der Woche. Wir haben ja auch die deutsche Bev\u00f6lkerung gefragt, ob sie folgendem Statement zustimmen w\u00fcrden. Ich finde es schade, dass Gesch\u00e4fte in den Innenst\u00e4dten schlie\u00dfen m\u00fcssen, aber kaufe selbst auch h\u00e4ufig im Internet, weil es dort g\u00fcnstiger und bequemer ist. Und aktuell haben 74 Prozent zugestimmt. Und im Vergleich zu 2019, also vor sechs Jahren, waren es eben noch 63 Prozent. Das ist schon ein deutlicher Trend, den man da erkennen kann, dass immer mehr Leute sagen, ich finde es zwar schade, aber ich kaufe auch lieber online. Und ich muss sagen, ich stimme dem auch zu 100 Prozent zu. Naja, und das siehst du ja aber eben auch in fast jeder Stadt. Also du hast halt eben mehr leere Schaufenster, verlassene Ladenlokale, weniger Laufkundschaft. Damit ver\u00e4ndert sich ja auch das Stadtbild in vielen Innenst\u00e4dten. Und mit den Gesch\u00e4ften verschwinden ja nicht nur die Einkaufsm\u00f6glichkeiten, sondern auch dieses ganze Soziale, was drumherum ist. Also die Treffpunkte, kulturelle Angebote, am Ende wahrscheinlich auch Arbeitspl\u00e4tze. Und dadurch verlieren dann, glaube ich, viele Innenst\u00e4dte auch an Lebendigkeit und die Attraktivit\u00e4t der Innenst\u00e4dte sinkt. Das ist dann wieder die n\u00e4chste Stufe. Dann hast du weniger Touristen, weniger Besucherstr\u00f6me. Also das ist schon dann auch logisch, dass viele Betriebe dann schlie\u00dfen m\u00fcssen. Ja, und das ist eine richtige Abw\u00e4rtsspirale, die du ja gerade aufgez\u00e4hlt hast, die ich ja noch weiterf\u00fchren kann, wenn es dann um die wirtschaftlichen Folgen geht. Also die Gewerbesteuereinnahmen der St\u00e4dte sinken, Immobilien verlieren an Wert und die Arbeitslosigkeit steigt. Also die soziale Infrastruktur leidet dann auch, wenn Caf\u00e9s, Buchhandlungen oder kleine Kultureinrichtungen schlie\u00dfen. Und \u00fcbrigens hat es auch noch einen ganz spannenden psychologischen Effekt, denn viele Menschen f\u00fchlen sich mit ihrer Stadt weniger verbunden, wenn das Stadtzentrum nicht mehr richtig existiert. Also das kann langfristig dann das Gemeinschaftsgef\u00fchl und eben die Lebensqualit\u00e4t beeintr\u00e4chtigen. Es muss also umgedacht werden, stellen wir fest. Und jetzt kann man sich nat\u00fcrlich \u00fcberlegen, was k\u00f6nnte passieren. Und eine Sache, die immer wieder in der Literatur und in der Wissenschaft auch diskutiert wird, ist eben die Einf\u00fchrung von mehr umsatzbasierten Mieten. Also um das kurz zu erkl\u00e4ren, umsatzbasierte Miete, da wird die H\u00f6he der Miete gekoppelt an den Umsatz des Gesch\u00e4ftes. Hei\u00dft also, in Umsatz schwachen Zeiten sinkt die Miete, bei guten Ums\u00e4tzen steigt sie. Und das ist dann nat\u00fcrlich f\u00fcr beide Seiten einfach ein geteiltes Risiko. Und das teilst du sozusagen dann zwischen Mieter und Vermieter. Vermieter profitiert bei gutem Besch\u00e4ft, hat eben aber auch einen Teil des Risikos bei schwachen Ums\u00e4tzen. Und die Forschung ist da eindeutig. Also das erh\u00f6ht die Bereitschaft von Mietern, auch in schwierigen Zeiten den Standort zu halten. Und f\u00fcr den Vermieter ist das nat\u00fcrlich wieder eine Sicherheit, dass der Mieter auch dann da bleibt. Aber er muss ihm gleichzeitig auch mithelfen, dass das Gesch\u00e4ft l\u00e4uft. Also Investitionen, Standortaktivit\u00e4t, auch daf\u00fcr was tun. Es ist auch gar nicht so selten, oder? Also jetzt f\u00fcr die, die vielleicht denken, dass es irgendwie klingt verr\u00fcckt, wird schon h\u00e4ufig gemacht. Ja, also in Gro\u00dfst\u00e4dten, vor allem in den gro\u00dfen Shoppingcentern, ist das typisch, dass du so zwischen vier und sieben Prozent des Umsatzes eben als Miete dann hast. Meistens hast du noch eine kleine Grundmiete damit zu. Im Fastfood-Bereich geht es dann schon hoch auf 14 Prozent. Also das ist schon gut verbreitet. Nat\u00fcrlich gibt es da auch bestimmte Herausforderungen. Der Vermieter muss nat\u00fcrlich erstmal mitmachen. Also muss sich darauf einlassen, hat weniger Planungssicherheit. Verwaltungsaufwand steigt nat\u00fcrlich auch. Also Umsatzzahlen m\u00fcssen \u00fcberpr\u00fcft werden, m\u00fcssen dokumentiert werden. Also nat\u00fcrlich ist das jetzt nicht ganz einfach. Aber es ist schon etwas, wor\u00fcber man nachdenken sollte. Abgesehen von den Mieten habe ich mich aber auch mal selber gefragt, was man noch tun k\u00f6nnte, um das Ladensterben zu bremsen und die Innenst\u00e4dte wiederzubeleben. F\u00fcr mich pers\u00f6nlich w\u00fcrde die Attraktivit\u00e4t steigen, wenn sie mehr zum Verweilen einladen w\u00fcrden. Wenn man bummeln kann, irgendwie auch vielleicht ein Event hat, ein Erlebnis hat, was anzieht und es dann diese Mischung aus Einkauf und Gastronomie gibt. Vielleicht auch diesen verbindenden Moment schaffen. Weil Menschen kommen nicht nur noch zum Einkaufen in die Stadt, sondern auch, um dort Zeit zu verbringen, um Freunde zu treffen und Kultur zu erleben. Und das hatten wir auch in unseren Folgen zum Thema Wohnen, wenn das ein bisschen um die St\u00e4dteplanung geht f\u00fcr die Zukunft, dass es weggeht von dem fr\u00fcheren, starren Konzept. Dort wird gearbeitet, das ist ein Wohnviertel, ein Arbeitsviertel, ein Konsumviertel und so weiter, sondern ein Vergn\u00fcgungsviertel, sondern dass das alles wieder viel, viel mehr durchmischt wird. Ja, also es ist praktisch, du willst den Leerstand einfach kreativer nutzen. Und da gibt es nat\u00fcrlich zig Beispiele, wo das auch erfolgreich umgesetzt wurde. Ich wei\u00df auch, in M\u00fcnchen gab es mal ein Kaufhaus, das was nicht mehr funktioniert hat. Daraus ist dann irgendwie Einzelhandel, B\u00fcro, Wohnung, Freizeit. Das ist alles da drin jetzt kombiniert. Und dadurch wurden die Besucherzahlen wieder gesteigert. Wirtschaftliche Stabilit\u00e4t hat sich nach vorne entwickelt. Oder ein sch\u00f6nes Beispiel finde ich immer auch diese ganzen Pop-Up-Stores, die du oftmals hast. Das gab es auch, ich wei\u00df nicht mehr genau, wo das war. Irgendwie bei Koblenz, Bonn, da die Ecke. Da haben die das gef\u00f6rdert und haben einfach gesagt, enorm g\u00fcnstige Konditionen f\u00fcr die Miete. Ich glaube, es waren damals irgendwie 75 Euro die Woche. Du konntest das aber dann einfach mit deinem Gesch\u00e4ft ausprobieren. Und dadurch wurden dann wieder neue Mieter gewonnen, die dann festgestellt haben, okay, die Gr\u00f6\u00dfe funktioniert f\u00fcr mich. Das Konzept funktioniert. Das vielleicht auch nicht. Also man hat sich viel mehr getraut, einfach Sachen auszuprobieren. Das ist schon etwas, glaube ich, was durchaus auch attraktiv sein kann. Ja. Du bist ja ein Amerika-Fan und da sind ja auch Malls sehr gro\u00df. Und jetzt haben wir auch eine riesige Mall, eine neue hier in Hamburg. Das stimmt. Das Westfield-\u00dcbersee-Quartier hat er\u00f6ffnet. Und das ist ja mehr als eigentlich nur eine Mall. Das ist ein Stadtentwicklungsprojekt, weil es ein Einkaufszentrum mit Wohnen, Arbeiten, Kultur, Freizeit, Tourismus, alles irgendwie vereint. Es ist ja auch direkt ein Kreuzfahrt-Terminal, da irgendwie noch mit angegliedert. Du bist da gewesen, du kennst dich da doch deutlich besser aus. Was ist dir da so aufgefallen? Also erstmal fand ich es ganz cool, dass sogar der Hamburger Verkehrsverbund, also die S-Bahn in Hamburg, das Streckennetz angepasst hatte. Also man konnte bequem mit der S-Bahn hinkommen. Das fand ich schon mal sehr nachhaltig, aber auch eben klug, dass wir da jetzt eine zus\u00e4tzliche S-Bahn-Station haben. Es ist schon wirklich gro\u00df. Also du hast irgendwie 170 Gesch\u00e4fte. Du hast viele Marken, die vorher auch noch nicht in Hamburg waren. Du hast eine Einzelhandelsfl\u00e4che von \u00fcber 80.000. Das ist wirklich, wirklich viel f\u00fcr ein Shoppingcenter. Du hast, ich glaube, 40 unterschiedliche Gastronomie-Konzepte von Gourmet bis Streetfood. Das ist alles noch am Wasser. Das fand ich schon wirklich, wirklich attraktiv. Das ist schon cool. F\u00fcr dich \u00fcbrigens ein sch\u00f6nes Kino haben die da auch. Du bist ja auch Kino-Erfahrung. \u00dcber 2000 Pl\u00e4tze, das gr\u00f6\u00dfte Kino Hamburg. Das ist schon etwas, was man machen kann. Dazu kommen dann ja auch noch drei Hotels und Wohnungen. Das finde ich ja wirklich total spannend. Gab es denn etwas, wo du gesagt hast, dieses Einkaufszentrum, da kann ich wirklich so Zukunftsmusik sehen, wenn du es auch gerade vielleicht mit anderen L\u00e4ndern und Malls vergleichst? Teilweise w\u00fcrde ich sagen. Also es sind ein paar Sachen, die ich schon gut fand, die ich so aus anderen amerikanischen Malls halt oftmals auch kannte. Also es gibt zum Beispiel jetzt auch da, dass du auf diesen Plan, wo die Gesch\u00e4fte abgebildet sind, ist ein QR-Code. Den kannst abscannen. Du musst nicht irgendwie noch eine App runterladen, sondern Google Maps zeigt dir sofort dann eine Karte von dem Areal an. Und du kannst jetzt eingeben, wei\u00df ich nicht, ich will zu dem und dem Gesch\u00e4ft oder ich m\u00f6chte zu den Toiletten oder ich m\u00f6chte zu dem Restaurant gehen. Und Google Maps f\u00fchrt dich dann praktisch sofort dorthin. Jetzt nicht irgendwie gro\u00dfe Umwege. Das fand ich mal was Neues. Ansonsten ist es schon klassisch, muss man sagen. Also du hast jetzt eben der USA angesprochen, wenn ich mir so dran denke, ach wie vor einer der sch\u00f6nsten Malls, finde ich ja diese Mall of America mit einer Achterbahn drin, mit einem ganzen Freizeitpark drin oder ich war mal in Dubai, wo die ja dieses Aquarium haben oder Kanada, Edmonton fand ich auch immer cool mit Eishockey-Feldern in der Mall. Das passt dazu. Es ist auch sehr, sehr authentisch. Also man merkt nat\u00fcrlich schon, dass andere Malls da wirklich mutiger waren. Das ist ja auch, was wir eingangs sagten, so ein bisschen das Erlebnis, was man dann dort hat. Also man geht dann ja dorthin nicht nur, um einzukaufen. Total. Und ich glaube eben, das ist auch was Entscheidendes. Also du kannst jetzt nat\u00fcrlich viel \u00fcber die ganzen digitalen Gimmicks machen. AR, also dieses Augmented Reality spielt eine gro\u00dfe Rolle. Dass du dein Smartphone dann \u00fcber, wei\u00df nicht, deine Handtasche oder dein T-Shirt h\u00e4ltst und sofort erscheint dann auf dem Display irgendwas zu dem Material, zu Kundenbewertung, Pflegehinweisen. Das ist alles schon okay. Oder das kannst du auch technisch ja machen, dass du irgendwo vorbeigehst und in dem Moment auf deinem Smartphone kriegst dann den 10 Euro Rabattgutschein, weil du letztes Mal nach irgendeinem Produkt in dem Laden gesucht hast. Oder virtuelle Spiegel, wo du dich ankleiden kannst, ohne dann wirklich die Sachen auszuprobieren. Das ist alles gut und sch\u00f6n. Aber wie du richtig sagst, also es muss letztendlich auch irgendwie das Pers\u00f6nliche noch dabei sein. Und ich glaube, das ist okay in dieser Mall. Das passt schon. Aber es ist jetzt eben auch nicht wahnsinnig ertragt, wahnsinnig viel Neues dabei. Das hei\u00dft wieder grunds\u00e4tzlich, wenn wir jetzt auch an die Innenst\u00e4dte denken, das Einkaufen der Zukunft wird interaktiver, wird pers\u00f6nlicher, wird vielleicht auch so ein paar Erlebnisse bieten, damit wir das Gef\u00fchl von Gemeinschaft sp\u00fcren k\u00f6nnen. Was man ja h\u00e4ufig in der Innenstadt, auf dem klassischen Marktplatz, was es ja fr\u00fcher mal war, gesucht haben. Was w\u00fcrdest du sagen, kannst du da noch erg\u00e4nzen, wie sieht die Zukunft der Innenst\u00e4dte aus? Ein M\u00fcssen? Also was du jetzt aufgef\u00fchrt hast, bin ich komplett bei dir. Also dieses Erlebnis, Service, interaktiver, pers\u00f6nlicher, gemeinschaftsstiftender. Ich glaube, die Alternative ist einfach ein fortgesetztes Ladensterben. Und wenn jetzt nicht eben umgedacht wird, wenn auch der Mut nicht aufgebracht wird, Neues auszuprobieren, vielleicht auch als Politik entsprechende Rahmenbedingungen zu schaffen, als Unternehmen irgendwie ins Risiko reinzugehen, als Vermieter diese umsatzgesteuerten Mieten zu machen, dann wird es schwer, die Leute, glaube ich, wegzukriegen vom eigenen Sofa und nicht noch mehr daheim zu sein. Nat\u00fcrlich auch die B\u00fcrger sind gefordert, aber das haben wir ja am Anfang im Chart der Woche gehabt. Also viele finden schade, aber wirklich bereit umzudenken, tun doch die wenigsten. Daf\u00fcr muss die Attraktivit\u00e4t eben doch entscheidend erh\u00f6ht werden. Da hatten wir ja im Vorfeld auch schon dr\u00fcber diskutiert. Ich finde nur dieser Appell an die Bev\u00f6lkerung, ihr m\u00fcsst halt den lokalen Handel unterst\u00fctzen. Das reicht nicht. Das reicht nicht, weil nat\u00fcrlich unsere Welt entwickelt sich ja weiter und wenn ich nun mal online besser, bed\u00fcrfnisorientierter, an meinen Bed\u00fcrfnissen orientiert einkaufen kann, warum soll ich das da nicht tun? Aber trotzdem m\u00f6chten wir ja gerne den Marktplatz haben und die Innenstadt haben und da sind dann andere Stellschrauben vielleicht auch gefragt. Hast du v\u00f6llig recht und ich bin gespannt, wir haben ja noch diesen Monat, dass wir noch ein bisschen das Thema Konsum vertiefen k\u00f6nnen. Aber klar, umgedacht muss werden. Zeit f\u00fcr heute schon wieder um. Ich freue mich auf n\u00e4chste Woche, bin sehr gespannt. Bis dahin, macht's gut. Ciao. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de. Und dann geht's. 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