{"id":5552,"date":"2025-08-14T06:58:25","date_gmt":"2025-08-14T04:58:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5552"},"modified":"2026-07-21T18:58:11","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:11","slug":"more-than-a-pastime-how-hobbies-make-us-happier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/mehr-als-zeitvertreib-wie-hobbys-uns-gluecklicher-machen\/","title":{"rendered":"More than just a pastime: how hobbies make us happier"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>A good hobby can decelerate, connect and inspire. But who still has one? And why do so many people find it difficult to find one that really suits them?<\/p>\n<p>In this episode, find out how the importance of hobbies has changed, why they are more important than ever in an accelerated world - and what it takes for people to (re)find the courage to try new things and do what really fulfils them.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5552","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 4 - Folge 24","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/94-mehr-als-zeitvertreib-wie-hobbys-uns-gl-cklicher-machen\/embed?context=external\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/1987876-m-97300338be8a0544ba948497584fb90e.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Zur zweiten Folge in unserem Monat Freizeit. Heute geht es um das klassische Freizeitverhalten der Deutschen, um das Hobby. Wie findet man ein Hobby? Welche Hobbys sind besonders beliebt? Was bedeutet es, ein Hobby zu haben? Wer geht einem Hobby nach? Und so weiter und so fort. Wir haben schon mal, ja, ich glaube, Uli, wann war das? 2024? Eine ganze Podcast-Folge zum Thema Hobby aufgenommen. Da k\u00f6nnt ihr gerne mal reinschauen. Und ja, jetzt w\u00fcrde ich sagen, starten wir doch mal direkt mit unserem Chart der Woche. Wir haben diverse Fragen an die deutsche Bev\u00f6lkerung gestellt rund ums Hobby. Und wusstet ihr, dass drei von vier B\u00fcrgern ein Hobby haben, mit dem sie sich regelm\u00e4\u00dfig besch\u00e4ftigen? Also es hat mich \u00fcberrascht, dass das tats\u00e4chlich doch so viele sind. Und mehr als vier von f\u00fcnf sagen sogar, dass das Hobby sie absolut gl\u00fccklich macht. Dementsprechend wollen wir heute mal dar\u00fcber sprechen, warum ein Hobby eigentlich \u00fcberhaupt nichts Belangloses ist, sondern eine ziemlich hohe gesellschaftliche Relevanz hat. Ja, ich glaube ja pers\u00f6nlich, alleine der Begriff Hobby hat sich schon gewandelt. Also so in der Vergangenheit habe ich Hobby irgendwie assoziiert mit, wei\u00df nicht, gem\u00fctlich, altbacken, fast harmlos. Das ist nat\u00fcrlich schon alles irgendwie auch so ein bisschen, ja, wei\u00df nicht, in der Bewerbung hat man fr\u00fcher geschrieben, was sind deine Hobbys? Und alle haben dasselbe irgendwie hingeschrieben. Lesen und Musik h\u00f6ren. Und Reisen war immer dabei. Das stimmt. Ja, aber das, wo du jetzt gerade Reisen sagst, das finde ich total spannend, weil ist das wirklich ein Hobby? Also man kann dann ja auch diskutieren, was ist denn eigentlich ein Hobby? Genau, also jetzt von der Definition her k\u00f6nnte man jetzt ja sagen, ist eine Regelm\u00e4\u00dfigkeit vielleicht drin, die du es aus\u00fcbst. Du hast es, es soll nicht deinem Broterwerb dienen. Also wenn jetzt irgendwie sagst, du reist und bist aber Influencerin und willst irgendwie Hotels nebenbei testen, dann w\u00e4re das ja auch irgendwie Hobby, aber auch kein Hobby, weil es irgendwie diesen Broterwerb damit bei hat. Sondern Hobby ist immer, glaube ich, dadurch definiert, dass wir eine innere Bewegung haben. Also ich mag auch dieses alte Bild, dass man sich mit etwas besch\u00e4ftigt, das uns irgendwie Spa\u00df macht, das uns ablenkt, dass viele Funktionen glaube ich schon erf\u00fcllt. Und so ein bisschen wie auch die Definition von der Freizeit, dass es halt auch keinen Zweck dient. Nur, dass es einfach komplett sinnbefreit eigentlich ist. Genau, und dass du jetzt irgendwie, nat\u00fcrlich jetzt kann man wieder sagen, wie weit geht das? Also ist, wenn ich eine Anerkennung f\u00fcrs Hobby bekomme, also ich wei\u00df, dass fr\u00fcher auch mein Vater im Schrebergarten wurde halt schon Wert darauf gelegt, was vorne f\u00fcr Pflanzen irgendwie wachsen und dann warst du der Rosenz\u00fcchter als dein Hobby und dar\u00fcber wurdest du halt irgendwie dann auch, das ist der Rosenz\u00fcchter Nachbar im Garten dann irgendwie. Sowas hat nat\u00fcrlich schon auch eine Funktion gehabt im Sinne der Identifikation, aber ich glaube viele sind dar\u00fcber heute auch hinaus. Das ist der zweite wichtige Punkt. Wenn man so in die Zukunft schaut, womit identifiziert man sich? Also ich war fr\u00fcher, weil ja Arbeit ein ganz, ganz wichtiger Teil. Man war halt der Arzt, der Anwalt, der B\u00e4cker. Das war so ein Teil, da hat der Beruf dich ausgemacht. Und dann haben wir ja immer mehr Freizeit gehabt und hatten pl\u00f6tzlich mehr Geld auch und Zeit und Wohlstand. Daher kam ja auch unsere Freizeitforschung. Und dann hat man gesagt, okay, das, was du in der Freizeit machst, das ist das, was dich ausmacht. Auch auf Partys wurde vielleicht nicht mehr so viel gefragt. Was arbeitest du, sondern und was machst du so in deiner Freizeit? Und ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass das Hobby so das n\u00e4chste wird. Dass es nicht mehr darum geht, okay, ich reise oder ich gehe in irgendwelche Ausstellungen in meiner Freizeit, sondern wof\u00fcr brennst du? Was begeistert dich? Was ist deine Leidenschaft? Und ja. Fast so ein bisschen Renaissance, ne? Also wenn man sich das so \u00fcberlegt, jetzt will ich nicht zu weit zur\u00fcckgehen, aber so 70er, 80er Jahre war, glaube ich, schon noch viele Hobbys irgendwie da. Also man hat Briefmarken gesammelt, man hat gestrickt, man hat irgendwie den Schrebergarten gehabt und dann ist es ja ein St\u00fcck weit auch verloren gegangen, glaube ich, viele Hobbys, weil wir einfach neue M\u00f6glichkeiten hatten, unsere freie Zeit zu verbringen. Privatfernsehen dann eher in die Mitte der 80er Jahre, dann nat\u00fcrlich irgendwann auch das Internet, dann das Smartphone, alles, was viel Zeit gekostet hat. Und ich glaube, jetzt erlebt das Hobby insgesamt eine Renaissance. Also vieles ist wieder okay und vieles steht mal dazu, weil man eben doch feststellt, Hobby erf\u00fcllt ganz sch\u00f6n viele Funktionen. Wahrscheinlich auch so eben als Kontrast oder auch parallel zur Entwicklung von Medienkompetenz und weil man halt eben jetzt merkt, wie sch\u00e4dlich das halt auch ist, wenn man halt, ja, nach dieser gro\u00dfen Euphorie der Technik, die so kam, kommt jetzt ja auch diese Sehnsucht nach Ruhe und Abstand dazu. Und das, wie du sagst, welche Funktion hat ein Hobby, das nat\u00fcrlich einen gro\u00dfen Anteil daran hat. Damit sind wir nat\u00fcrlich schon bei einer gro\u00dfen Funktion, glaube ich, des Hobbys ist, glaube ich, schon dieses Runterkommen, Ruhe finden, Kontrast zum stressigen Alltag zu haben, Zeit f\u00fcr sich zu haben. Ich glaube, das sind nat\u00fcrlich schon auch viele klassische Hobbys, aber auch neue Hobbys, weshalb viele B\u00fcrger das eben auch aus\u00fcben. Also jetzt irgendwie Pinterest und Co. macht nat\u00fcrlich auch vieles m\u00f6glich, dass du dich \u00fcber viele Sachen informieren kannst, Ideen erstmal geboten bekommst. Aber das sind, glaube ich, diese individuellen Hobbys, die auch viel dazu beitragen, dass es einem einfach besser geht. Und auch eine Zahl, die wir herausgefunden haben, dass mehr als vier von f\u00fcnf wirklich sagen, dass sie sich danach ausgeglichener f\u00fchlen. Also dass sie wirklich diese Entspannung und runtergekommen sind und 82 Prozent sagen sogar, dass es ihnen hilft, vom Alltag abzuschalten. Ja, und ich finde, wenn man da nochmal in die Untergruppen reingeht, dann sind es ja vor allem \u00c4ltere, die dem noch deutlich h\u00e4ufiger zustimmen als J\u00fcngere. Ja, das finde ich ein St\u00fcck weit nachvollziehbar. Also mit dem Alter ver\u00e4ndert sich, glaube ich, einfach der Blick auf den Faktor Zeit. Und ich glaube auch, dass du im Alter halt eher realisierst, was tut dir wirklich gut. Also das fand ich noch relativ logisch. Was mich eher \u00fcberrascht, dass ich dir ganz offen war, diese Unterschiede beim Einkommen. Also das neun von zehn Besserverdienenden sagen, ihr Hobby helfen ihnen, ihre Hobbys helfen ihnen beim Abschalten. Bei den Geringverdienern sind es nur drei Viertel. Das fand ich so etwas, wo ich dr\u00fcber sportlich bin. Ja, das ist tats\u00e4chlich auch ein beachtlicher Unterschied, ja. Da wiederum glaube ich ja, dass das daran liegt, dass nat\u00fcrlich, wenn man weniger Einkommen hat, dann wird h\u00e4ufig auch weniger, also hat man meistens auch weniger Hobbys, da die ja oft auch Geld kosten. Und na gut, am Ende wird dann wahrscheinlich das Hobby auch zu so einer kleinen sozialen Frage. Also wer kann es sich leisten, regelm\u00e4\u00dfig Dinge zu tun, die keinen \u00f6konomischen Nutzen bringen, aber eben nur pers\u00f6nliche Freude. Ja, wobei ich da jetzt wieder auch sagen w\u00fcrde, da ist nat\u00fcrlich v\u00f6llig recht, ich finde, Hobbys haben sich insgesamt ganz sch\u00f6n kommerzialisiert. Ja, das stimmt. Also wenn ich sehe, was mein Mann zum Beispiel f\u00fcr ein Hobby hat, Angeln. Gibt es mehr als eine Angeln? Das ist Wahnsinn, was das f\u00fcr eine riesige Branche geworden ist. Also wie viel Geld dahinter steckt. Irre. Und ich glaube, das sieht man bei ganz vielen kleinen anderen Bereichen auch, die man vielleicht gar nicht so auf dem Schirm hat. Ja, also ich glaube nat\u00fcrlich auch, Hobbys sind in vielen Bereichen halt auch einfacher geworden. Und dann nat\u00fcrlich aber auch diesen finanziellen Aspekt, dass du irgendwie bestimmte Maschinen hast, um irgendwelche Produkte, also jetzt im handwerklichen Bereich kenne ich das hier gerade, um Sachen herzustellen, dass du fr\u00fcher irgendwie zwei S\u00e4gen hattest. Heute hast du irgendwie 15 verschiedene S\u00e4gen gef\u00fchlt im Keller, irgendwie rums\u00e4gen, mit denen du irgendwas machst. Oder wenn ich das bei meiner Frau sehe, das irgendwie in der Winterzeit strickt sie gerne. Das ist jetzt irgendwie, die Wolle hat schon von vornherein verschiedene Farben und du musst nicht mehr irgendwie zwischendurch das Kn\u00e4uel wechseln, sondern es wechselt dann automatisch und du kannst vorher sagen, f\u00fcr was f\u00fcr eine Person der Schal ist und sowas. Also da merkt man schon, kann mehr Zeit ganz sch\u00f6n einzukarten. Ja, und tats\u00e4chlich auch das Internet beschleunigt das Ganze. Aber wenn ich jetzt zum Beispiel beim, ich reite ja, so die Pferdereiter-Influencer sehe, die haben jetzt pl\u00f6tzlich alle eigene Brands, eigene Reithosen und Outfits f\u00fcr die Pferde. Und das erh\u00f6ht nat\u00fcrlich auch so einen gewissen Druck, wenn man das st\u00e4ndig sieht. Irgendwie glaube ich auch bei vielen da mitzuhalten und diese Dinge auch konsumieren zu wollen. Wobei das auch ein sch\u00f6ner \u00dcbergang ist, den wollte ich auch noch mit dir besprechen. Ich finde ja andere Hobbys, jetzt gehen wir mal weg von diesen Stricken im Keller, irgendwie sitzen oder vielleicht sogar beim Angeln, das ist f\u00fcr mich schon wieder so ein Zwischenbereich. Ich finde, Hobbys haben ja heute auch eine ganz sch\u00f6n soziale Funktion. Also jetzt klar kennt man es irgendwie von den Klassikern, dass wenn du im Chor singst oder wenn du jetzt irgendwie im Sportverein bist, ist nat\u00fcrlich immer dieses Soziale damit bei. Aber ich finde, das kam ja auch bei unserer Befragung raus, dass mehr als jeder Zweite sagt, mein Hobby hilft mir, mit anderen in Kontakt zu kommen, denen ich sonst nicht begegnen w\u00fcrde. Und das finde ich ist schon was Bemerkenswertes. Also es zeigt f\u00fcr mich irgendwie, Hobbys k\u00f6nnen auch Br\u00fccken bauen zwischen, ich glaube nicht nur zwischen jetzt unterschiedlichen in deiner Altersgruppe, sondern auch wirklich zwischen den Generationen, vielleicht sogar zwischen Kulturen, zwischen den Lebensstilen. Also das finde ich ist schon was Wichtiges. Absolut. Sehe ich aber auch tats\u00e4chlich in den Hobbys meiner Kinder, bei mir selber, bei meinem Mann, dass das ja wenig homogene Gruppen sind. Also es sind total ganz unterschiedliche Menschen, die sich dann eben aufgrund einer gemeinsamen Aktivit\u00e4t treffen. Ja, das finde ich ist, das ist wirklich sehr sch\u00f6n. Anders ist es, ein Funfact dazu f\u00e4llt mir gerade ein, in Island, da strickt fast jeder Zweite. Und das ist ganz egal, M\u00e4nner wie Frauen. Es gibt in vielen D\u00f6rfern sogar regelm\u00e4\u00dfige Strickabende. Und das ist eben nicht nur Tradition, sondern da aktiv bewusster Teil von so einer Alltagskultur, um gemeinsam Stress abzubauen. Und das ist ja aber auch wieder, ich meine, wenn du am Anfang irgendwie auch ein, zwei Zahlen vorgestellt hast, diese, ich m\u00f6chte das echt nochmal betonen, \u00fcber 80 Prozent sagen, ihr Hobby macht sie gl\u00fccklich. Das ist wirklich beeindruckend. Aus der Gl\u00fccksforschung wissen wir ja auch einfach, Menschen empfinden dann Gl\u00fcck, wenn sie etwas tun, das sie als sinnvoll, als selbstbestimmt erleben oder eben diese soziale Komponente. Und das erf\u00fcllt eben schon das Hobby, glaube ich, sch\u00f6n. Man kann selbst entscheiden, also es ist jetzt nicht irgendwie von anderen abh\u00e4ngig, wie lange du etwas tust, was du tust, mit wem du das tust. Hast ja wieder ja keinen Druck dabei, sondern hast diese eigene Lust als Motor. Also finde ich schon, ist auch was Wichtiges, das soziale, aber auch das individuelle Gl\u00fcck. Ja, das stimmt. Aber es haben ja nicht alle ein Hobby oder finden das passende Hobby. Ja, da hast du recht. Also jeder Vierte wiederum sagt auch, es f\u00e4llt ihm oder ihr schwer, ein Hobby zu finden, das wirklich zu einem passt. Was glaubst du, woran das liegt? Das ist eine gute Frage. Ich glaube, es sind zwei Dinge. Einerseits wirklich die Qual der Wahl. Also unsere Freizeitwelt ist wirklich \u00fcbervoll mit M\u00f6glichkeiten. Und ich glaube schon, dass das viele \u00fcberfordert, sich dann auch zu entscheiden oder Sachen auszuprobieren. Das ist einfach, die Entscheidung ist da, glaube ich, schon was Wesentliches. Und zweitens, und das will ich auch echt nicht kleinreden, ist einfach diese Angst vor dem Unperfekten. Also viele glauben wirklich, ein Hobby, das muss ich gleich k\u00f6nnen. Da sollte man gleich gut sein. Ich muss dann, wenn ich nicht anfange zu malen, sollte man auch gleich irgendwie sagen, Mensch, das ist ja ein tolles Bild, was du gemalt hast. Oder wenn ich im Chor singe, dann muss ich irgendwie singen k\u00f6nnen. Ich glaube, das ist gro\u00dfer Quatsch. Also Hobby hat jetzt nicht den Anspruch der Perfektion. Nee, also da gebe ich dir vollkommen recht. Also Hobby ist ja kein, da geht es ja nicht um Exzellenz, sondern um Entfaltung. Also ich finde, ein gutes Hobby darf auch einfach nur Spa\u00df machen oder beruhigen oder inspirieren oder was auch immer man halt gerade sucht. Und es ist auch okay, dann, glaube ich, beim Hobby zu scheitern. Also es ist auch, wenn du etwas anf\u00e4ngst und merkst, dass es nichts f\u00fcr dich ist, dann l\u00e4sst man es halt wieder sein. Also Hobbys brauchen ja gerade die Freiheit, sich auch zu ver\u00e4ndern. Und jetzt nicht, ich will vor allem irgendwas an und da muss ich jetzt f\u00fcr die n\u00e4chsten zehn Jahre beibleiben. Ich finde sogar das, was du jetzt so gesagt hast, man kann scheitern. Vielleicht ist das auch besonders wichtig. Also ich glaube, gerade so f\u00fcr Zukunftskompetenz haben wir ja auch gesagt, dass Bildung da ja ganz wichtig ist und auch das Lernen zu scheitern und durchzuhalten und an Sachen dran zu bleiben. Also man kann in einem Hobby ganz viele F\u00e4higkeiten ja auch trainieren. Also gerade wenn man in der Entwicklung steckt, eher so f\u00fcr Kinder und Jugendliche, aber auch als Erwachsener noch. Ja, bin ich komplett bei dir. Aber dann wieder zur\u00fcck. Wie finde ich denn nun ein Hobby, das zu mir passt? Gibt es da auch einen wissenschaftlich fundierten Tipp? Ja, also ich glaube, man sollte erst mal jetzt nicht nach, was wir eben hatten, nach Perfektion streben, sondern eher nach so Resonanz halt suchen. Also wo finde ich etwas, was, wo ich mit anderen zusammen sein kann? Wo finde ich etwas, was mich fr\u00fcher begeistert hat? Wo finde ich etwas, was mich vielleicht die Zeit vergessen l\u00e4sst? Ich glaube, das sind schon wichtige Fragen, die man sich vor allem am Anfang stellen sollte. Dann glaube ich, kann man es auch pragmatisch angehen. Also schnack einfach mit den Freunden, mit der Familie. Frag die, was erz\u00e4hlen die? Was begeistert sie? Was machen die irgendwie in ihrer Freizeit als Hobby? Da kriegt man, glaube ich, schon viele Inspirationen. Und ich meine, na klar, du kannst auch online nat\u00fcrlich suchen. Vergessen wir nicht, fast \u00fcberall gibt es irgendwelche Gruppen, die sich dann genau mit dem besch\u00e4ftigen, was man vielleicht auch schon immer mal ausprobieren wollte oder was man wieder entdecken m\u00f6chte. Ja, es gibt nichts, was es nicht gibt. Das stimmt. Aber ich finde auch, man kann ja manchmal auch einfach mit ganz kleinen Dingen anfangen. Also mal 30 Minuten was ausprobieren, \u00fcberall einfach mal reinschnuppern. Man wei\u00df ja auch nie, was rauskommt. Und das finde ich auch das Sch\u00f6ne. Also man ist ja auch manchmal erst mal \u00fcberrascht, was man dann durch das Hobby doch erf\u00e4hrt. Ob es jetzt das Hobby selber ist, ob es die Leute sind, mit denen man es zusammen macht. Also das ist auch schon wirklich ein St\u00fcck weit Selbstfindung, glaube ich immer. Aber lass uns noch mal ganz konkret in die Zukunft blicken. Wir m\u00fcssen n\u00e4mlich schon wieder zum Schluss kommen. Wie ver\u00e4ndern sich Hobbys in einer Welt, die sich immer schneller dreht? Ich glaube, Hobbys werden in Zukunft an Bedeutung gewinnen, gerade weil sie uns eben verlangsamen. Und je digitaler oder auch getakteter unser Alltag wird, desto wichtiger wird, glaube ich, diese analoge Gegenwelt. Und jetzt das Hobby selber machen, das Improvisieren, das Offene, das zeigt wirklich, dass er wieder eine Renaissance erleben wird. Weil was wir jetzt im Podcast auch besprochen haben, Hobbys machen gl\u00fccklich, Hobbys verbinden Menschen. Hobbys haben jetzt heute gar nicht gro\u00df viel n\u00e4her darauf eingegangen, f\u00f6rdern auch die Gesundheit, schenken dir Identit\u00e4t. Aber ich glaube, sie brauchen nat\u00fcrlich auch bestimmte Dinge. Und dazu geh\u00f6rt eben nicht nur das Geld, was wir auch hatten, sondern es geh\u00f6rt dazu erstmal die Zeit, die man sich nehmen muss und dann nat\u00fcrlich dann auch den Mut, einfach mal was Neues ausprobieren. Oder wie man in Island sagt, wer jeden Tag ein wenig strickt, dem wird das Leben w\u00e4rmer. Sch\u00f6ne Schlusswort. Also besser kann man es nicht ausdr\u00fccken. In diesem Sinne macht's gut und bis n\u00e4chste Woche. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Wortlieferant.de"},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Mehr als Zeitvertreib: Wie Hobbys uns gl\u00fccklicher machen - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Ein gutes Hobby kann entschleunigen, verbinden, inspirieren. 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