{"id":5558,"date":"2025-10-02T06:06:25","date_gmt":"2025-10-02T04:06:25","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5558"},"modified":"2026-07-21T18:58:11","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:11","slug":"what-will-happen-to-our-jobs-how-digitalization-is-changing-our-working-world-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/was-wird-aus-unseren-jobs-wie-die-digitalisierung-unsere-arbeitswelt-veraendert-2\/","title":{"rendered":"What will happen to our jobs? How digitalisation is changing our working world"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Robots, algorithms, artificial intelligence \u2013 digitalization is fundamentally changing our working world. But which jobs are disappearing, and which new ones are emerging? And how can we shape this transformation without falling behind?<\/p>\n<p>In this episode, learn which tasks machines are taking over and where human interaction remains irreplaceable. We&#039;ll reveal why the most important skill of the future lies not in programming, but in lifelong learning \u2013 and why soft skills could soon be more important than hard skills in job applications.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,98,99,100,80],"class_list":["post-5558","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-benehmen","tag-umgangsformen","tag-werte","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 4 - Folge 30","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/101-was-wird-aus-unseren-jobs-wie-die-digitalisierung-unsere-arbeitswelt-ver-ndert\/embed?context=external&token=DFB_Jc9pd_EUlzLqYxaP5w\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/2092628-m-d23eb6be02f665d8a5c3057af50f233f.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Neuer Monat, neues Thema. Die n\u00e4chsten Wochen geht es um Digitalisierung. Viele haben es sich gew\u00fcnscht. Verst\u00e4ndlich, denn es f\u00fchrt aktuell nicht nur die Fachb\u00fccher, sondern auch viele Unterhaltungen im Alltag. Heute starten wir mit einem Aspekt, an den, glaube ich, die meisten denken, wenn sie Digitalisierung, KI oder Automatisierung h\u00f6ren. Die Auswirkungen auf unsere Arbeitswelt. Was passiert mit unseren Jobs? Werden k\u00fcnftig Algorithmen unsere Aufgaben \u00fcbernehmen? Welche Berufe verschwinden und welche entstehen? Wir werfen heute mal einen Blick in die Zukunft und schauen, wo uns die digitale Reise hinf\u00fchrt. Uli, mal ehrlich, m\u00fcssen wir jetzt alle Angst haben, dass KI unsere Jobs frisst? Ich glaube, das h\u00e4ngt davon ab, was du f\u00fcr einen Job hast. Nein, so hart w\u00fcrde ich das jetzt nicht formulieren. Also nat\u00fcrlich, das ist auch das Wichtige, die Digitalisierung wird weite Bereiche der Arbeitswelt ver\u00e4ndern. Also wenn ich mir jetzt die Zahlen von unserem Chart der Woche anschaue, da sagen es ja 63 Prozent, dass die Digitalisierung die Arbeitswelt ver\u00e4ndern wird. Also schon fast zwei Drittel der Bev\u00f6lkerung. Und die Frage lautet nat\u00fcrlich immer dabei, in welchen Bereichen wird das sein? Also es gibt Jobs, da werden die Ver\u00e4nderungen, glaube ich, relativ gering sein. Das ist jetzt irgendwie, wei\u00df ich nicht, beim Friseur, beim Kellner, beim Schauspieler im Theater. Also ich glaube, die werden sehr \u00e4hnlich arbeiten wie gegenw\u00e4rtig. Dann gibt es, glaube ich, so Jobprofile, die automatisiert werden, also wo man sich eher Gedanken machen sollte. Datenverarbeitung, Buchhaltung, Logistik, Produktion, all solche Sachen. Also vor allem T\u00e4tigkeiten, die sich durch feste Regeln und wiederkehrende Abl\u00e4ufe auszeichnen. Und dann eben der dritte Bereich, neue Jobs. Wo du das gerade gesagt hast mit Schauspielern und dann hast du im zweiten Aspekt noch gesagt, im Theater. Ja, das ist eigentlich total wichtig, weil hast du das auch schon mal gesehen, dass man jetzt ja tats\u00e4chlich durch so eine KI innerhalb von Minuten Filme machen kann. Und die sind irre realistisch. Wahnsinn. Also du kannst sagen, ich m\u00f6chte jetzt hier, das soll ein Kind sein, das Eis isst, auf einer Schaukel, in einem Park. Also man promptet so ein paar Sachen und es ist wirklich, es sieht super, super echt aus. Und es geht ja sogar noch einen Schritt weiter. Oder du kannst jetzt sagen, dieses Kind soll dann mit, keine Ahnung, Brad Pitt und irgendwie, keine Ahnung, Paul Newman, jemand, der schon tot ist, in dem Film auftauchen. Und zack, macht die KI dir das. Das ist schon ein bisschen spooky auch. Also das ist halt echt die Frage, wie sich tats\u00e4chlich da so die Filmbranche auch in der Zukunft dann entwickelt. Aber Theater. Aber tats\u00e4chlich, Theater wird dann was ganz Besonderes vielleicht sein. Genauso wie Comedy und sowas. Ja, aber klar. Ja, sich da irgendwie einsam f\u00fchlen und eigentlich die Gespr\u00e4che mit den Kassiererinnen vermissen. Schon spannend, oder? Also jetzt k\u00f6nnten wir das ja auch bei vielen Bereichen irgendwie sagen, wo man den Menschen Kontakt hat. Und was ich mal wichtig finde, nicht jede digitale L\u00f6sung wird eben auch als Fortschritt von den B\u00fcrgern gesehen. Grunds\u00e4tzlich ist nat\u00fcrlich so, dieser Faktor Mensch, der bleibt, glaube ich, einfach erhalten. Aber lass uns vielleicht nicht \u00fcber die Berufsfelder reden, die verschwinden oder \u00e4hnlich bleiben, sondern lass uns doch nochmal \u00fcber die reden, die sich ver\u00e4ndern und neu entstehen werden. Weil das sind ja wahrscheinlich zwei Bereiche, die viele jetzt auch interessieren. Ja, gerne. Also Berufe, die neu entstehen. Also das World Economic Forum ging zuletzt von \u00fcber so 100 Millionen neuen Arbeitspl\u00e4tzen aus, die durch die Digitalisierung oder auch die Green Economy entstehen sollen. Also zum Beispiel einen KI-Trainer. Wer sagt der denn, was sie tun sollen? \u00dcber Data Security Manager bis hin zu Digital Wellbeing Consultants. Also Sachen, die man sich heute vielleicht noch nicht so richtig vorstellen kann. Und auch ein Fun-Tag wieder dazu. Also n\u00e4chstes Mal habe ich viele gefunden. So ein Prompt Engineer, also jemand, der der KI die richtigen Fragen stellt. Das war ja bis vor kurzem noch komplett unbekannt, dieser Job. Der wird heute schon wirklich bis zu einer Viertelmillion Gehalt gezahlt im Jahr. Also die sind wahnsinnig gefragt. Und das zeigt eben, man muss nicht nur Angst haben davor, dass Dinge wegfallen, sondern da k\u00f6nnen auch ganz viele neue Sachen entstehen. Und das ist, glaube ich, ein wichtiger Punkt, den du gerade so nebenbei gesagt hast. Das sind eben nat\u00fcrlich auch neue Jobs, die neue F\u00e4higkeiten einfach mit einhergehen. Und das hei\u00dft nat\u00fcrlich dann auch durch neue F\u00e4higkeiten, musst du dich sicherlich umstellen. Aber du hast eben auch neue Chancen. Und du hast jetzt eben auch neue Berufe genannt, die dann eben entstehen. Wenn wir das jetzt mal in gro\u00dfe Felder \u00fcbertragen, was hast du gesagt? Irgendwie der Data Security Manager war es, glaube ich. Also um das Thema Sicherheit. Jetzt kann man nat\u00fcrlich sagen, das ist alles, was auch in die Datenanalyse reingeht, was in die Robotik reingeht. Du hast aber auch Digital Wellbeing Consultant gesagt. Jetzt k\u00f6nnte man ja auch wieder \u00fcberlegen, was hat das eigentlich f\u00fcr eine Rolle dann in Zukunft? Wird das die Pflege ver\u00e4ndern? Was machen solche neuen Jobs in der Bildung? Also das sind alles Felder, die, glaube ich, wichtig sind, die man sich auch genau anschauen m\u00fcsste, was dann in Zukunft passiert. Vor allem, weil wir nat\u00fcrlich immer noch diese Riesenherausforderungen an sich bei allen Berufsfeldern, bei allen Jobs haben. Wie sieht irgendwie die digitale Spaltung aus? Wer versteht den Wandel? Wer profitiert davon? Wer verliert auch den Anschluss? Also das sind alles Fragen, die nat\u00fcrlich damit dann auch einhergehen. Ja. Ich glaube, eine gro\u00dfe Herausforderung dabei ist aber, jeden mitzunehmen. Also ich glaube, so wie wir das mit der sozialen Schere haben, kann es auch eine digitale Schere geben. Ja, ganz gut. Dass derjenige, der den Wandel versteht, profitiert und wer nicht, verliert den Anschluss. Bin ich komplett bei dir. Und das geht nat\u00fcrlich immer auch mit einher, dass in so vielen Bereichen eben es dann noch dazugeh\u00f6rt, selbst wo du im ersten Moment vielleicht nicht denkst, dass du dich mit der Digitalisierung auseinandersetzen musst, dass das einfach \u00fcberall Einzug h\u00e4lt. Also du kannst jetzt ja irgendwie die Klassiker sagen, aber du kannst ja auch, was ich, in der Medizin ohne Digitalisierung, im Journalismus, in der Justiz. Also das sind ja alles Bereiche, wo auch in Zukunft einfach die Digitalisierung helfen kann, was zu machen. Ich habe jetzt neulich bei mir den Tischler gehabt, der irgendwie uns beraten hat zu einer Treppe, die wir bauen wollen, der dann gesagt hat, ich zeige euch das eben schnell an und dr\u00fccke euch das aus auf dem 3D-Printer und irgendwelche Assistenzsysteme dazu hatte, was super schnell dann funktioniert hat. Also wo ich jetzt sage, ein Tischler, der habe ich gedacht, der zeigt mir irgendwelche Holzsachen, aber der hat es mir immer im Rechner gemacht. Oder es gibt immer diese Bereiche auch aus Japan im Pflegebereich, das haben wir auch schon im anderen Podcast mal thematisiert gehabt. Auch da, wo man jetzt denkt, das ist ja ganz nah dran am Menschenpflege. Aber nee, die Digitalisierung hilft dir dann eben, Pflegeprozesse zu planen, zu evaluieren. Hilft dir dabei, mit den Angeh\u00f6rigen jederzeit zu kommunizieren. Hilft dir, wenn du jetzt jetzt irgendwie das weiter ausweitest in diese ganzen Bodensensoren, wenn die Leute st\u00fcrzen, macht irgendwie den vitalen Check-up. Also wahrscheinlich in Zukunft dann sogar, dass die KI dir sagt, welche Medikamente vertragen sich und welche vertragen sich nicht. Also es sind wirklich viele, viele Bereiche. Und letzter Gedanke noch, entschuldige, dass ich nach einer Sache weiter ausf\u00fchre. Wenn ich das auch dr\u00fcber nachdenke, bei mir an der Hochschule, also was da die KI gemacht hat, jetzt nicht nur von Studiseite, dass viele meinen, ihre Hausarbeiten oder ihre Pr\u00e4sentation mit KI-Hilfe vorzubereiten. KI ist auch total toll, wenn du irgendwie dir didaktische Sachen dann vorschlagen l\u00e4sst, um komplexe Inhalte darzustellen. Die KI ist super, wenn du irgendwie sagst, ich brauche mehr Interaktivit\u00e4t, weil die alle nur hinter ihren Laptops h\u00e4ngen. Wie kriege ich das irgendwie nach vorne? Bis hin zu irgendwie, habe ich bei meinen internationalen vielen, dass es eher so diese individuelle Lernbegleitung geht. Also auch das alles wird eben digitaler. Ja, das finde ich jetzt einen ganz, ganz wichtigen Punkt. Ich finde, das ist fast schon so ein Zwischensfazit. Denn es gibt nicht nur neue Berufe, sondern es gibt eben vor allem auch Berufe, die sich ver\u00e4ndern. Und das Wichtigste ist, dass man sich selbst ver\u00e4ndern muss und dass man lernen muss. Also ich glaube, dass Lernen und Bildung da so eine Kompetenz wird, hatten wir auch schon in so einigen anderen Podcasts. Die wichtigste Kompetenz der Zukunft. Ganz bestimmt. Und die wichtigste Kompetenz der Zukunft ist bestimmt nicht Programmieren. Also das wird wahrscheinlich relativ schnell die KI wieder \u00fcbernehmen k\u00f6nnen. Sondern eben, wie du gesagt hast, diese F\u00e4higkeiten, sich immer wieder neu anzupassen. Also in der Wissenschaft sprechen wir immer von diesem Meta-Learning, also F\u00e4higkeit zu lernen, wie man lernt. Das ist an sich das Entscheidende. Und dann sich neu auszurichten, neue Tools zu erlernen, altes Wissen zu hinterfragen. Ich glaube, das ist es, worum es in Zukunft ganz klar gehen wird. Ja, absolut. Und das sagen ja auch ganz viele andere Studien, dass es wirklich in den n\u00e4chsten Jahren schon wahnsinnig viele, also teilweise bis zu jeder Zweite, neue Kompetenzen erwerben muss in seinem Job, um da irgendwie dran zu bleiben. In Singapur gibt es daf\u00fcr \u00fcbrigens ein spannendes Modell. Das haben wir auch schon in einem Podcast zur Weiterbildung n\u00e4her ausgef\u00fchrt, wen das interessiert. Da gibt es n\u00e4mlich vom Staat so eine Art, ich sage es mal, Gutscheine f\u00fcr Weiterbildung. Denn da wird Lernen eben nicht als Privatsache gesehen, sondern als Startziel. Also sich kontinuierlich weiterzubilden, das wird da tats\u00e4chlich staatlich unterst\u00fctzt. Ja, also es war eine gute Folge \u00fcbrigens. Also wer das nochmal reinh\u00f6ren will zum Thema Weiterbildung, wei\u00df ich damals, dass da echt viele neue Gedanken einfach drin sahen. Aber generell nochmal zum Thema Bildung. Ich glaube, in Zukunft wird eben auch nicht mehr gefragt, was hast du gelernt, sondern viel eher, wie lernst du? Also ich glaube, dass das eben, wir haben ja immer schon gesagt, lebenslanges Lernen ist deutlich mehr als ein Schlagwort. Es ist wirklich so eine Art Grundkompetenz f\u00fcr die Zukunft oder auch da wieder die Wissenschaft spricht dann vom Learning Agility, die F\u00e4higkeit, sich immer wieder neu oder immer wieder neu zu denken, sich neu zu erfinden. Das ist wahrscheinlich die wichtigste Eigenschaft deiner Kinder irgendwann. Ja, und deswegen war ja zum Beispiel auch hier die Schulauswahl ganz wichtig. Total. Da haben wir ja privat viel dr\u00fcber gesprochen. Weil tats\u00e4chlich das Lernen lernen, was ja fr\u00fcher in der Schule jetzt nicht so wirklich pr\u00e4sent war. Da ging es ja nur um, ja auch einfach nur gehorchen und abschreiben. Ja. Ja, und um Wissen, genau da am Ende des Tages. Ja, aber das ist vielleicht dann nochmal irgendwie eine andere Folge. Aber Uli, in einer Welt voller Algorithmen, was macht denn uns, den Menschen eigentlich noch unersetzlich? Schwierig. Also ich glaube, im Moment sind es noch ganz klar die Dinge, die Maschinen eben nicht k\u00f6nnen. Also Kreativit\u00e4t, Empathie, ethisches Urteilsverm\u00f6gen, also solche Sachen, da ist die KI nat\u00fcrlich noch nicht so weit wie der Mensch. Klar, schauen wir jetzt in die Zukunft, ist das wahrscheinlich auch irgendwann nur eine Frage von wenigen Jahren, wo bestimmte Sachen dann auch einfach von der KI \u00fcbernommen werden k\u00f6nnen. Ja, also an sich vielleicht so ein bisschen die emotionale Intelligenz. Also ich glaube, das ist ja auch ein Bereich, der in Zukunft wichtiger wird als die kognitive F\u00e4higkeiten, die man so besitzt. Also die kognitiven F\u00e4higkeiten ist ja das, was man meistens als IQ bezeichnet. Also einfach so diese klassische Intelligenz. Und da auch wieder so gro\u00dfe HR-Studien, da haben die meisten, also neun von zehn Personaler gesagt, dass Softskills k\u00fcnftig wichtiger sind als Hardskills. Also \u00fcbertragenen Sinne, die emotionale Intelligenz ist wichtiger als die kognitive. Und gerade auch in der F\u00fchrung braucht es da eben neue Qualit\u00e4ten. Es geht mehr um Haltung, um Reflexion, um Sinnvermittlung. Aber ich finde, das zeigt sich ja auch schon in der Gegenwart bei Bewerbungen. Also wenn ich mir so Kollegen, ob jetzt in der Stifterin bei uns anschaue oder auch bei mir an der Hochschule oder im privaten Umfeld, das z\u00e4hlen wirklich nicht mehr nur die Abschl\u00fcsse f\u00fcr die Personalkollegen, sondern viel eher, wie flexibel sind die Mitarbeitenden oder die Kandidaten? Wie k\u00f6nnen sie sich mit Ver\u00e4nderungen arrangieren? Also ich glaube wirklich, die Zukunft liegt da jetzt nicht mehr drum, dass du diesen perfekten Lebenslauf hast, der v\u00f6llig linear verlaufen ist, sondern viel eher, dass du erkl\u00e4ren kannst, worum hast du bestimmte Sachen gemacht? Das sind dann die Leute, die glaube ich dann viel, viel interessanter und relevanter werden. Ja, also vielleicht ver\u00e4ndert sich dann ja auch, wie wir uns selbst als Arbeitende verstehen. Also nicht nur, ich habe meinen einen Beruf, ich habe meine Stelle, mein B\u00fcro, sondern ich bin vielleicht Projektarbeiter und irgendwie ein Portfoliomensch. Also dass man nicht nur eine feste Rolle hat, sondern mehrere T\u00e4tigkeiten gleichzeitig aus\u00fcbt oder auch hintereinander macht. Also das meine ich mit diesem Portfolio- oder Polyarbeit, dass man die Grenzen auch zwischen Angestelltsein und Selbstst\u00e4ndigsein ein bisschen verschwimmen. Also man k\u00f6nnte zum Beispiel morgens eine KI trainieren, mittags ein Webinar geben und abends T-Shirts im Etsy-Shop verkaufen. Und das ist tats\u00e4chlich gar kein Zukunftsszenario mehr, sondern h\u00e4ufig auch schon Realit\u00e4t. Und wahrscheinlich ist das auch der neue Ma\u00dfstab dann irgendwie in der Arbeitswelt, dass du mehr Selbstbestimmung wieder als Arbeitnehmer da hast. Also die meisten wollen ja auch die Arbeit an ihr Leben anpassen und jetzt nicht umgekehrt, wie es in der Vergangenheit war, dass du dein Leben irgendwie an deinen Job anpasst. Also dann k\u00f6nnte man fast sagen, Arbeit wird zu so einer Art Baustein des Lebens, des Lebensbaustein und eben nicht mehr zum Lebensinhalt. Passt ja auch zu dem Work-Life-Balance, was man ja kennt, wo man ja eigentlich in der Forschung sagt, das ist eher ein Work-Life-Blending. Also es ist keine Trennung mehr, sondern eine Balance. Nicht weniger arbeiten, sondern besser. Genau. Und dann nat\u00fcrlich wieder aber auch viele Sachen, dass damit einher dann auch in Frage gestellt werden. Also nehmen wir dieses Thema Arbeitszeit, haben wir auch schon mal dr\u00fcber gesprochen, im Monat Arbeit, dass die Zukunft, glaube ich, einfach viel eher darauf ausgerichtet ist, dass du so Vertrauensarbeitszeiten hast. Also in Skandinavien habe ich neulich wieder gelesen, da gibt es eben keine festen Stunden mehr, keine Stechuhr mehr. Es z\u00e4hlen nur noch die Ergebnisse. Und Studier war da auch ziemlich eindeutig, Produktivit\u00e4t steigt dadurch. Zufriedenheit genauso. Uli, zum Schluss mit Blick auf die Uhr. Wie sieht die Zukunft aus? Gibt es bald mehr Roboter als Menschen? Ich glaube nicht. Aber die Frage ist nat\u00fcrlich gut, denn in Zukunft wird nicht entweder Mensch oder Maschine sein, was die Arbeitswelt pr\u00e4gen wird, sondern es wird, glaube ich, wirklich ein Zusammenspiel sein. Also die Maschinen werden eher das \u00fcbernehmen, was uns schwerf\u00e4llt, was wiederholbar ist. Jetzt k\u00f6nnte man sagen, Menschen \u00fcbernehmen das, was bedeutsam ist. Und nat\u00fcrlich werden wir auch viele Jobs haben, an die wir heute noch gar nicht denken. Das ist ja aber auch immer so gewesen. Ich fand das vorhin gut bei deinen Beispielen. Also h\u00e4ttest du mich vor zehn Jahren nach diesen Jobs gefragt, h\u00e4tte ich gesagt, nee, wird es nicht geben. Und heute ist das selbstverst\u00e4ndlich. Und das ist vielleicht auch das gr\u00f6\u00dfte Learning, wenn es um die Arbeitswelt geht. Die Arbeitswelt wird, glaube ich, in Zukunft nicht nur technischer, sondern auch parallel menschlicher. Und das ist kein Widerspruch, sondern es bleibt eben auch f\u00fcr die Zukunft wichtig, wer inspiriert uns, wer motiviert uns, genauso wer hinterfragt. Also ich glaube, das sind alles Dinge, die wichtig sind. Aber nat\u00fcrlich der digitale Wandel macht uns auch nicht alle gleich. Das haben wir vorhin so nebenbei mal gehabt. Ich glaube, das ist schon was Wichtiges. Wer nicht mitkommt, der droht wirklich abgeh\u00e4ngt zu werden, sozial, \u00f6konomisch, psychologisch. Deshalb ist nat\u00fcrlich wie immer Bildung schon ein sehr, sehr zentraler Schl\u00fcssel f\u00fcr die Arbeitswelt der Zukunft. Das war's f\u00fcr heute. Uli, ich glaube, wir buchen uns jetzt erstmal eine KI-Weiterbildung. Mache ich gerne mit. Macht's gut. Bis n\u00e4chste Woche. Bis n\u00e4chste Woche.\n\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Und da geht's. Und da geht's. Vielen Dank."},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Was wird aus unseren Jobs? 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