{"id":5562,"date":"2025-10-09T05:27:17","date_gmt":"2025-10-09T03:27:17","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=5562"},"modified":"2026-07-21T18:58:11","modified_gmt":"2026-07-21T16:58:11","slug":"offline-is-his-luxury-why-we-want-mobile-phone-free-zones","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/ist-offline-sein-luxus-warum-wir-uns-handy-freie-zonen-wuenschen\/","title":{"rendered":"Is being offline a luxury? Why we want mobile phone-free zones"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Smartphones are everywhere, but the constant distraction is disrupting our interactions. More and more people are longing for places where they can consciously switch off to have real conversations again and live in the moment.<\/p>\n<p>In this episode, find out why Germans want public spaces without smartphones and the internet and what the new \u201ephubbing\u201c trend has to do with it. We talk about inspiring ideas from \u201edigital detox\u201c hotels to mobile phone-free concerts and restaurants that offer discounts for analogue evenings.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,101,80,109,110],"class_list":["post-5562","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-verhalten","tag-zukunft","tag-ki","tag-smartphone"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 4 - Folge 31","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/102-ist-offline-sein-luxus-warum-wir-uns-handy-freie-zonen-w-nschen\/embed?context=external&token=XLoABN_-_d-azS-rRjbudQ\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/2101094-m-5c071c6db2fe14074048168d9b9e0314.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Wir sind in der zweiten Folge im Monat Digitalisierung angekommen und heute sprechen wir \u00fcber ein Thema, das uns alle betrifft und das in den letzten Jahren immer mehr an Bedeutung geworden hat. Der Wunsch nach \u00f6ffentlichen Bereichen ohne Smartphones und Internet. Oder anders gesagt, wie viel Digitalit\u00e4t vertr\u00e4gt unser Miteinander eigentlich noch? Ich muss ehrlich sagen, Uli, ich habe mich auf diese Folge gefreut, denn wir diskutieren das im Privaten tats\u00e4chlich auch das ein oder andere Mal. Wie okay ist es, das Handy auf dem Spielplatz zu zicken? Wann beeinflusst es wirklich die Aufmerksamkeit auf die Mitmenschen? Oder hilft es uns eigentlich, mehr Zeit zu haben, weil ich gewisse Dinge dann doch zwischendurch schon mal eben schnell am Smartphone erledigen kann? \u00dcber diesen Gedanken bin ich absolut nicht alleine. Unsere aktuelle Studie zeigt, dass sich drei von f\u00fcnf B\u00fcrgern heute \u00f6ffentliche Bereiche ohne Smartphones und Internet w\u00fcnschen. Und auch schon vor ungef\u00e4hr sieben Jahren waren es noch knapp zehn Prozent weniger. Also es ist schon ein deutlicher Trend, also eine deutliche Zunahme. Absolut. Und ich finde, es ist ja auch ein spannendes Signal. Also wir reden ja oft \u00fcber Digitalisierung als Fortschritt, als Erleichterung. Und das ist es ja auch zweifellos in ganz vielen Bereichen. Haben wir letzte Woche auch gehabt in die Arbeitswelt, also wie die sich ver\u00e4ndert und wo dadurch neue Chancen entstehen. Aber es gibt eben, und das zeigt unsere aktuelle Untersuchung ja eben auch ganz klar, eine wachsende Sehnsucht nach digitalen Pausen, will ich es jetzt mal nennen. Also Momenten, in denen man einfach offline ist, zu 100 Prozent pr\u00e4sent im Hier und Jetzt, eben mit den Menschen um sich herum. Das ist schon noch eine Sache, die uns im Moment fehlt. Ja, vielleicht liegt es aber auch daran, dass wir inzwischen wissen, wie sehr uns diese st\u00e4ndige Erreichbarkeit und Informationsflut auch stressen kann. Also ich habe neulich mitgelesen, dass der durchschnittliche Smartphone-Nutzer sein Ger\u00e4t \u00fcber 80 Mal am Tag entsperrt. Das ist schon ziemlich viel, oder? Man k\u00f6nnte jetzt fast sagen, das ist verr\u00fcckt, ne? In den USA, bei meinen Studis, das spricht man von Fubbing, also das ist dieses Kofferwort aus Phone und Snubbing. Snubbing wird man jetzt wahrscheinlich \u00fcbersetzen mit irgendwie, wei\u00df nicht, br\u00fcskieren am ehesten. Also man ignoriert jemanden, weil er eben aufs Handy schaut. In manchen L\u00e4ndern gibt es dazu auch schon richtig Kampagnen, also in Australien. Da werden dann Schilder im Caf\u00e9 hochgeh\u00e4ngt, habe ich gesehen. Hier wird nicht gefappt. Also echte Gespr\u00e4che statt Bildschirmzeit ist da so ein bisschen das Motto. Und da fand ich neulich an Studierende von mir in den USA. Da hat einer geheiratet und ich war jetzt nicht eingeladen, aber ich habe die Hochzeitskarten gesehen. Da war dann gleich drauf festgehalten, also dass keiner das Handy w\u00e4hrend der Hochzeit gro\u00dfartig nutzen soll, dass es professionelle Fotografen gibt, die die Hochzeit festhalten, aber dass man eben die Hochzeit auch richtig feiern soll. Also das ist dann, fand ich sehr spannend und war fast so ein bisschen. Mein Lieblingsbeispiel bei Fubbing ist ja immer die Fubbing Hall of Shame. Das ist so eine Online-Galerie, da kann jeder Nutzer mal reingucken. Da sind dann Fotos von Fubbern hochgeladen, also die eher das nicht machen. Aber diese Hochzeitsgeschichte fand ich echt gut. Ja, das ist ein gutes Beispiel. Denn in den USA gibt es, habe ich gesehen, auch einige Hotels, die so richtige Digital Detox-Pakete anbieten. Und die sagen, in unserem Hotel gibt es kein WLAN, keinen Fernseher. Es gibt nur satte Naturgespr\u00e4che und Brettspiele. Also absolute Entschleunigung. Und die Nachfrage ist wirklich riesig. Also diese Angebote sind oft schon Wochen im Vorrat ausgebucht. Klingt fast so ein bisschen, wenn wir Wellness mal wieder nach vorne stellen, wenn so ein Wellness-Urlaub jetzt nicht nur f\u00fcr den K\u00f6rper, sondern fast f\u00fcr die Seele. Also das ist nat\u00fcrlich f\u00fcr den Urlaub, finde ich das auch gut. Und finde ich das Angebot, kann ich mir gut vorstellen. Wichtig w\u00e4re jetzt nat\u00fcrlich, dass wir das auch im Alltag schaffen, da das Smartphone \u00f6fter wegzulegen. Wo w\u00e4re f\u00fcr dich eigentlich ein digital freier Raum besonders wichtig, Ayaan? Also ich glaube, so f\u00fcr mich privat finde ich es im Restaurant. Also wenn man gemeinsam mit Freunden isst, finde ich, da hat irgendwie ein Telefon nichts auf dem Tisch verloren. Manchmal, wenn ich dann so Paare an einem Tisch sitzen sehe, wo beide in ihr Telefon starren, dann versuche ich auch immer, nicht so vorurteilshaft zu belassen, mir zu \u00fcberlegen, okay, woran liegt das jetzt? Vielleicht sind die auf einer Europareise und m\u00fcssen jetzt recherchieren, wo sie als n\u00e4chstes hin k\u00f6nnen oder so. Aber ich finde es trotzdem immer wieder irgendwie komisch, dass ich denke, jetzt sitzt man hier so nah beieinander ja auch so an einem Tisch rum, was ja auch was total Gespr\u00e4chiges irgendwie hat. Und dann startet man da an seinem Telefon. Das finde ich irgendwie komisch. Und es gibt aber ja auch, ich wei\u00df gar nicht, ob wir da schon mal in irgendeiner Podcast-Folge zu hatten, aber auch das Beispiel von so Restaurants, zum Beispiel auch in Italien, die bieten Rabatt, wenn man es schafft, die gesamte Zeit, die man da ist, also alle Telefone am Tisch in so eine Box zu tun und eben nicht zu nutzen, so dass man halt eben mehr Zeit f\u00fcr echte Gespr\u00e4che hat. Und ja, nat\u00fcrlich gibt es dann so Situationen, wie du willst jetzt noch ein Foto von deinem Essen machen oder so, ein Erinnerungsbild. Das geht dann in dem Moment nicht. Das wollen wir halt dann vielleicht vorher oder nachher machen. Aber da gibt es ja ein paar interessante Sachen, so international. Das stimmt. Wobei dieses Foto vom Essen machen, ich finde, das ist ja schon spannend, dass man dann wahrscheinlich wieder eine halbe Stunde dar\u00fcber reden kann, wie man es jetzt hinkriegt und gemeinsam. Und das finde ich schon auch einen sch\u00f6nen Gedanken. Und du hast nat\u00fcrlich v\u00f6llig recht, also auch da in den USA. Ein sch\u00f6nes Beispiel, eine Restaurantkette, wo du den Aperitif umsonst kriegst, wenn du dein Smartphone einschlie\u00dft. Ich wei\u00df aus Australien oder Neuseeland, ich wei\u00df gar nicht mehr genau, wo es war, geht 10 Prozent der Rechnung runter, wenn du kein Smartphone am Tisch benutzt. UK, in manchen Restaurants essen die Kinder umsonst, wenn Kinder wie Eltern das einschlie\u00dfen. Also man sieht schon, es geht eben auch ohne Smartphone. Es ist wieder mehr Atmosph\u00e4re, die im Vordergrund steht, mehr Interaktion. Letztendlich wird man wahrscheinlich auch sagen, mehr Genuss beim Essen. Ja, also grunds\u00e4tzlich stimme ich dem ja zu. Ein bisschen skeptisch bin ich schon noch, weil ich finde, am Ende sollte es ja nicht um strikte Verbote gehen. Das ist jetzt so ein witziger kleiner Anreiz, sondern eher, dass es wirklich R\u00e4ume und Zeiten gibt, in denen digitale Abstinenz einfach ein Standard ist. Also vielleicht, dass es mehr digitale Ruhezonen geschaffen werden in unserem Alltag, \u00e4hnlich wie auch so Nichtraucherbereiche fr\u00fcher. Und dann kann man sich da auch eben bewusst f\u00fcr entscheiden. Einen Gedanken finde ich gut, um das nochmal deutlich zu machen. Die Beispiele, die wir eben genannt haben, jetzt kann man ja immer vorwerfen, aber wieso sollte ein Restaurant das machen? Also man wei\u00df relativ genau, wenn du das Smartphone einschlie\u00dft, dann hast du sozusagen sofort ein Thema, \u00fcber was du redest. Man wei\u00df, du bleibst l\u00e4nger, du konsumierst mehr, du wirst mehr Trinkgeld geben. Also diese ganzen Sachen f\u00fcr die Restaurants und Kneipen und sowas rechnet sich nat\u00fcrlich schon. Aber dein Gedanke, jetzt mal eben von eben aufgegriffen, also dass man eher so R\u00e4ume schafft, das kann ich mir, also finde ich einen spannenden Gedanken. Also es ist ja auch, wor\u00fcber viel immer gesprochen wird, wenn ich das jetzt da an der Schule meiner Kinder auch wieder sehe, dass da ja immer diese Diskussion dann auch wieder aufbrandet, wo sind handyfreie Zonen, wo darf auf dem Schulgel\u00e4nde \u00fcberhaupt das Smartphone noch genutzt werden. Also das ist schon etwas, was ich f\u00fcr sinnvoll erachte. Also ich w\u00fcrde es auch bei mir an den Hochschulen mir oftmals w\u00fcnschen. Man wei\u00df ja relativ genau, wenn du solche Zonen einrichtest, egal ob es jetzt Sch\u00fcler oder auch Studierende sind, die reden mehr miteinander, die unterhalten sich mehr miteinander. Wahrscheinlich entstehen dadurch auch mehr in der Schule Freundschaften, in einer Uni dann \u00e4rmernden Beziehungen. Also es sind schon alles Sachen, die halt auch gut sind. Ja, so ein bisschen so eine soziale Umgangsform, dass man einfach wei\u00df, in gewissen R\u00e4umlichkeiten, Geb\u00e4uden oder wie auch immer, da geh\u00f6rt es sich nicht, sein Telefon rauszuholen. Dass das ein bisschen mehr peu a peu etabliert wird. Und zu dem, was du gerade sagtest mit handyfreien Schulen, bin ich auch absolut f\u00fcr. Gibt es auch viele Studien, die einfach, oder auch schon Experimente, die belegen, dass es nur positive Auswirkungen hat. Und ich habe mal eins gelesen, ich glaube, das war in Gro\u00dfbritannien, wo die das an der Grundschule gemacht haben. Und nat\u00fcrlich waren die Kinder am Anfang so ein bisschen dagegen und haben sich ein bisschen gestr\u00e4ubt. Aber am Ende haben fast alle gesagt, sie m\u00f6chten, dass das so bleibt, weil sie ja pl\u00f6tzlich wieder Teil einer Gruppe waren und man sich miteinander besch\u00e4ftigt hat. Und auch mit der Natur, also auch mal wieder kreativ wurde. Ja, wobei ich das ja auch immer nat\u00fcrlich spannend finde, wenn man das jetzt als Erwachsener sagt und unsere Kinder sollten und das ist alles ganz schlimm, was an der Schule ist. Wieso machen wir das eigentlich als Erwachsener? Also wir k\u00f6nnten ja auch jetzt mal sagen, wei\u00df nicht, hier in den R\u00e4umlichkeiten unserer Stifterin, wir machen Digital Detoxing Day. Alle Handys, Laptops sind ausgeschaltet. Bin gespannt, ob das funktionieren w\u00fcrde. Oder bei mir an der Fachhochschule. Also dass ich einfach sage, okay, als Professoren wie als Studierende d\u00fcrft ihr irgendwie einen Tag euer Smartphone mal nicht nutzen. Was macht das eigentlich mit uns? Also okay, da fehlt mir tats\u00e4chlich die Vorstellungskraft, dass es komplett keine Computer sind. Aber es ist eine spannende Idee. Und ich habe aber schon mal von No-Device-Meetings geh\u00f6rt. Also wenn man einfach sagt, digitale Ger\u00e4te bleiben in dem Meeting drau\u00dfen. Und da hat man auch gesehen, dass die Meetings dadurch erstens k\u00fcrzer sind, was jeden freuen wird, konzentrierter und produktiver. Weil man eben sich nicht auf irgendwelche fancy PowerPoint-Pr\u00e4sentationen gest\u00fcrzt hat und alles irgendwie mitgetippt wurde und dann die Technik wieder nicht funktioniert hatte. Sondern man hat sich einfach kurz und knapp auf echte Gespr\u00e4che konzentriert. Also finde ich gut. Und wenn wir jetzt nat\u00fcrlich wieder eine Stufe weitergehen. Wir haben jetzt irgendwie Schule, Uni. Wir haben jetzt irgendwie die Arbeitswelt. Jetzt k\u00f6nnten wir es ja auch sagen, wir versuchen es noch mehr in den Alltag einzuf\u00fchren. Also was ja bei vielen Familien nat\u00fcrlich stattfinden wird. Das Smartphone beim Abendessen wird weggelegt. Aber auch beim Spaziergang, wenn man irgendwie unterwegs ist, bewusst gehst du irgendwie offline, dass du nicht zwischendurch gest\u00f6rt wirst. Oder was meine Studis ja auch immer machen, wenn die AMB abends losgehen, machen sie da ihren Handystapel. Wer zuerst im Handy greift, zahlt dann die n\u00e4chste Runde. Also ich glaube, das sind alles so Kleinigkeiten, die man gut machen kann. Ja, also so ein bisschen z\u00fcgelspalten bin ich mit dem so EU-Roaming. Weil an sich fand ich das immer im Urlaub ganz sch\u00f6n. Stimmt. Dass ich immer gesagt habe, auf keinen Fall wird sich irgendwie so Datenvolumen gekauft. Sondern man hat wirklich nur im Hotel oder so, oder wenn man mal in einem Restaurant ist, die M\u00f6glichkeit eine Nachricht zu schicken. Und ist ansonsten halt komplett offline. Und das geh\u00f6rt f\u00fcr mich so zum Urlaub dazu, einfach sehr, sehr wenig am Telefon zu sein. Und das ist ja auch immer das super Ding, finde ich. Kreuzfahrt ist man ja auch immer sehr abgeh\u00e4ngt. Sehr abgeh\u00e4ngt, aber sehr positiv. Und dann sobald man irgendwie wieder in den Hafen herkommt, gehen alle wieder online. Wenn du in der EU unterwegs bist, kannst du dann sogar wieder Sachen abfragen. Aber tut schon halt auch ganz gut auf den Seetagen, dann nicht die M\u00f6glichkeit zu haben. Ja, genau. Also es geht dabei ja gar nicht um Verzicht. Einfach nur um zu verzichten und sich irgendwie zu gei\u00dfeln oder so, sondern um mehr Qualit\u00e4t im Miteinander zu haben. Ja, total. Also bin ich bei dir. Und das ist, ich glaube nat\u00fcrlich auch, wir m\u00fcssen uns jetzt, ich w\u00fcrde schon nochmal einmal eben diesen Gedanken, den du eben so, das fand ich schon passend, wenn wir jetzt \u00fcber die Freizeit nochmal dr\u00fcber nachdenken, gibst du auch bei den Konzerten, wie hei\u00dft dieses Ding, was man da macht, wo du das, dein Handy dann am Konzerteingang einschlie\u00dfen musst, mit diesem Magnetverschluss? Kennst du das? Ja, ich wei\u00df nicht genau, ob ich es richtig, Yonder? Ich glaube, Yonder, ja. Yonder, ja. Also mit Y-O-N-D-R wird das geschrieben, wenn du das nochmal nachschauen m\u00f6chtest. Es sind in den USA sehr weit verbreitet, vor allem auch bei sehr gro\u00dfen K\u00fcnstlern, die ganz klar sagen, wir m\u00f6chten wirklich ein Erlebnis schaffen und w\u00e4hrend des Konzerts darf keiner sein Telefon benutzen. Ich habe das vor Jahren schon mal gehabt, das wirklich so bei einem ganz kleinen Konzert, dass der Musiker irgendwann zu uns gesprochen hat und gesagt hat, Leute, ihr legt jetzt alle bitte mal eure Telefone weg. Das macht hier kalt Spa\u00df, weil das entsteht ja gar keine echte Interaktion mit dem K\u00fcnstler und das haben da auch echt alle mitgemacht und das war wirklich eine 180-Grad-Wendung, die Stimmung auf dem Konzert. Genau, und bei da ist es halt so, das sind so kleine Beutel, die halt dann abgeschlossen sind und wenn man halt einen dringenden Anruf machen muss oder \u00e4hnliches, gucken wir, ob Babysitter alles okay ist, dann gibt es extra Phone-Zones, wo man dann hingehen kann, da werden die dann entsperrt, dann kann man das Telefon nutzen und dann geht es wieder rein. Das ist glaube ich alles mit Magnet dann, also dass das Smartphone einfach da eingeschlossen ist und was du eben so nebenbei gesagt hast, das ist halt wirklich, die gro\u00dfen K\u00fcnstler machen das in den USA, also jetzt irgendwie Billy Elish, Bob Dylan, ganz viele Comedians, die halt sagen, wir wollen nat\u00fcrlich jetzt auch aus Datenschutzgr\u00fcnden nicht, dass irgendwie alles aufgenommen wird, also das ist schon was Wichtiges und ich habe jetzt auch da, in meinem letzten USA Ding habe ich das, das erste Mal war es beim Comedian, wirklich auch schon auf ein Ticket, was man sich ausdrucken konnte, dann ganz klar, this show will be a phone-free experience, also das war so, dass man auch von vornherein Bescheid wusste, was erwartet mich und wie du eben gesagt hast, man erlebt die Show nat\u00fcrlich v\u00f6llig anders, ob es Konzerte oder in meinem Fall war es dann so eine Comedy-Geschichte, man ist halt viel eher dabei, man ist nicht abgelenkt, wenn es langweilig wird, dass ich raufschaue, man ist irgendwie viel mehr pr\u00e4senter. Hast du dich schon mal pers\u00f6nlich erlebt? Mhm. Und haben dann wirklich alle ihre Telefone abgegeben, weil ich habe das auch schon geh\u00f6rt, dass das auch an Schulen zum Beispiel genutzt wird und ich frage mich da halt immer so, ja gut, dann sagt man halt, ich habe kein Telefon dabei. Ja, das kenne ich nat\u00fcrlich wieder aus der Erfahrung meiner Kinder, dass der Trend zum Zweit- und zum Dritthandy geht. Also meine Kinder waren jetzt gerade auf Chorreise und alle mussten nat\u00fcrlich abends um 22 Uhr das Smartphone abgeben und dann wurde nat\u00fcrlich die n\u00e4chste Runde um 23 Uhr gemacht und das zweite Smartphone wurde irgendwie eingesammelt. Also das ist nat\u00fcrlich schon, je \u00e4lter du wirst, desto eher findest du nat\u00fcrlich dann die L\u00fccken ganz klar. Aber an der Schule meiner Kinder ist es ja noch nach wie vor so, du darfst kein Smartphone auf dem Schulgel\u00e4nde benutzen und wenn du das erwischt wirst, dann musst du das Handy abgeben und deine Eltern m\u00fcssen es am n\u00e4chsten Tag abholen. Und das ist f\u00fcr die Eltern nat\u00fcrlich die super GAU-Geschichte, wenn du in die Schule musst und das Smartphone abzuh\u00f6ren. Genau, das habe ich bei den Konzerten halt recherchiert und gedacht, okay, wie kriegen die das durch? Aber dass es dann halt auch relativ harte Sanktionen gibt. Also wenn du dann da auf dem Konzert mit dem Telefon erwischt wirst, dann wirst du halt auch einfach rausgeschmissen. Und bei solchen Ticketpreisen und Co. will man das nat\u00fcrlich nicht riskieren. Finde ich an sich gut. Also das ist dann auch eine Konsequenz drin zu haben, weil sonst will es nat\u00fcrlich der Einzige sein, der es dann wieder filmt, dass alle anderen Handys aussend. Also das finde ich schon wirklich gut. Und die Chance zu haben, wirklich etwas zu genie\u00dfen ohne Ablenkung, ist einerseits eben produktiver. Wenn wir jetzt irgendwie von Schule hatten oder von der Arbeitswelt, wie du auch gesagt hast, die Meetings sind nat\u00fcrlich dann auch einfach produktiver, sind k\u00fcrzer. Also die Vorteile sind wirklich da. Also ich glaube, f\u00fcr die Zukunft m\u00fcssen wir dann zusehen, dass wir so eine Balance finden zwischen den Vorteilen, die nat\u00fcrlich diese ganze digitale Vernetzung auch hat, aber eben auch immer wieder R\u00e4ume, wo wir eben nicht online sind. Ja. Das finde ich ein sch\u00f6nes Schlusswort, Uli. Und... Das ist zeitlich schon wieder vorbei, ne? Ja. Und diesmal w\u00fcrde es mich tats\u00e4chlich auch interessieren, was ihr als unsere H\u00f6rer dazu denkt. Gibt es irgendwelche R\u00e4ume oder Zeiten, in denen ihr euch mehr offline Zeit w\u00fcnscht? Wo ist das Smartphone unverzichtbar? Schreibt es doch gerne in die Kommentare. Macht's gut. Bis n\u00e4chste Woche. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftung-f\u00fcr-zukunfts-fragen.de Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von wortlieferant.de Und dann geht's da."},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.1 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Ist Offline-Sein Luxus? 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