{"id":6422,"date":"2025-11-27T05:59:11","date_gmt":"2025-11-27T04:59:11","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=6422"},"modified":"2025-11-25T14:01:05","modified_gmt":"2025-11-25T13:01:05","slug":"how-we-think-about-others-responsibility-between-self-image-and-expectation-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/wie-wir-ueber-andere-denken-verantwortung-zwischen-selbstbild-und-erwartung-2\/","title":{"rendered":"How we think about others: Responsibility between self-image and expectations"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Almost everyone sees themselves as responsible \u2013 yet few believe that others are too. How does this gap between self-image and how others perceive us arise? And what do we actually expect from companies, politicians, and our neighbors?<\/p>\n<p>In this episode, learn why our view of others is often too negative, what role media, upbringing and role models play in this \u2013 and how a change of perspective makes more trust, more commitment and more shared responsibility possible.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[111,67,101,107,80],"class_list":["post-6422","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-verantwortung","tag-zukunftserwartungen","tag-verhalten","tag-vertrauen","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 4 - Folge 38","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/109-wie-wir-uber-andere-denken-verantwortung-zwischen-selbstbild-und-erwartung\/embed?context=external&token=_53WxXCTKcBraeKlqHxqeg\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/2193869-m-d91e2111d235181607d8b9a6c31aed25.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist. Zur letzten Folge unseres Monatsthemas Verantwortung. Heute geht es darum, was wir von uns und von anderen erwarten. Wie viel Verantwortung sollte eigentlich der Staat \u00fcbernehmen? Wie viel Verantwortung liegt bei den Unternehmen oder auch bei den Konsumenten? Und wie hat sich das Ganze so in den letzten Jahren eigentlich ver\u00e4ndert? Genau. Und nicht nur das, wir werfen ja auch noch einen Blick darauf, was Unternehmen tun sollten. Also reicht es jetzt Gewinne zu machen? Oder sollten oder m\u00fcssten Unternehmen nicht auch mehr gesellschaftliche Verantwortung \u00fcbernehmen? Und wenn ich mir so die Ergebnisse im Vorfeld angeschaut habe, das ist doch ganz sch\u00f6n spannend. Und ich glaube, es ist heute eine breite Diskussionslage. Aber ich habe mir \u00fcberlegt, bevor wir heute anfangen, dar\u00fcber zu reden, du hast ja immer so super Fun Facts. Ich habe auch mal einen gefunden. Wusstest du, dass es in Skandinavien v\u00f6llig normal ist, dass B\u00fcrger freiwillig Schnee auf allgemeinen Gehwegen wegr\u00e4umen, auch wenn es nicht ihr eigener Gehweg ist? Nee, das kann ich mir \u00fcberhaupt nicht vorstellen. Also die beschweren sich nicht darum, dass \u00f6ffentliche Wege voll mit Schnee oder Eis sind, sondern die machen es einfach selbst weg. Ganz genau. Ist so eine Mentalit\u00e4tsfrage. Denn in manchen L\u00e4ndern ist dieses Eigenverantwortungsbereich eben viel, viel tiefer verwurzelt. Und man erwartet eher von einem selbst, dass man Verantwortung \u00fcbernimmt, anstatt dass man jetzt irgendwie an staatliche L\u00f6sungen denkt und wartet, dass der Schnee irgendwie wegger\u00e4umt wird, um jetzt beim Beispiel Skandinavien zu bleiben. Aber ich glaube, da sind wir in Deutschland noch ein bisschen anders unterwegs. Also auch so ein bisschen nat\u00fcrlich immer die Frage, wer ist f\u00fcr was verantwortlich. Aber das war nur eine kleine Geschichte. Magst du Chart der Woche vorstellen, wie wir eigentlich bereit sind, was wir zu tun? Ja, sehr gerne stelle ich das mal vor. Denn wir haben hier konkret gefragt, ob man folgende Aussage zustimmt. Viele B\u00fcrger sind durchaus bereit f\u00fcr mehr Eigeninitiative und wollen nicht alle Probleme einfach dem Staat \u00fcberlassen. Denn diese Aussage stimmen aktuell 28 Prozent zu. Also, dass viele B\u00fcrger bereit sind, Eigeninitiative zu \u00fcbernehmen. Und damit sind das deutlich weniger als im Jahresvergleich zu 2009. Damals waren es n\u00e4mlich noch 40 Prozent. Was ich aber noch viel interessanter finde, ist, das sind die Zahlen, die wir so in den letzten Wochen vorgestellt haben. Wenn ihr euch erinnert, da haben 90 Prozent der Deutschen im Chart der Woche gesagt, dass sie Verantwortung f\u00fcr ihr Handeln \u00fcbernehmen. Und 55 Prozent haben gesagt, dass sie sogar mehr Verantwortung \u00fcbernehmen als die anderen. Also, ich finde, hier gibt es eine wahre Diskrepanz zwischen der Selbst- und der Fremdwahrnehmung. Denn wir sehen uns selbst als total verantwortungsbewusst, aber wir trauen es irgendwie den anderen nicht zu. Woran liegt das? Also, ich glaube, es ist erstmal eine grunds\u00e4tzlich negative Sichtweise, die wir auf andere haben. Also, wir denken von uns besser als von anderen. Vielleicht nat\u00fcrlich auch die Medien, die da eine Rolle spielen. Das kennen wir ja auch aus unserer Forschung, dass Negativbeispiele oftmals st\u00e4rker betont werden, als jetzt, wer hat sich engagiert. Und es kommt vielleicht auch weniger in den Schlagzeilen vor, dass viele Deutsche eben auch da sehr aktiv sind und Verantwortung \u00fcbernommen haben. Nat\u00fcrlich ist es auch mal so ein bisschen psychologisch. Das darf man auch nicht vergessen. Wir neigen nat\u00fcrlich dazu, unser eigenes Verhalten wohlwollender zu bewerten als das von anderen. Das hei\u00dft also, ich tue, was ich kann, aber was die anderen machen, das ist immer zu wenig. Das ist ja auch mal so ein bisschen die eigene Sichtweise. Ja, aber wenn jetzt wirklich 90 Prozent sagen, sie \u00fcbernehmen Verantwortung oder sind bereit daf\u00fcr, dann ist das doch wirklich was absolut Positives und ein gutes Zeichen auch f\u00fcr unsere Zukunft. Vielleicht m\u00fcssten wir da einfach anders auf die Gesellschaft auch blicken. Absolut. Da bin ich komplett bei dir. Also, die Herausforderung ist wirklich f\u00fcr mich da immer eher, diese L\u00fccke zwischen Wahrnehmung und Realit\u00e4t zu schlie\u00dfen. Denn wenn jeder glaubt, dass nur er selbst was tut, fehlt das Vertrauen eben in die anderen, in gemeinsames Handeln. Und dann ist dieser negative Kreislauf wieder da. Aber Menschen sind nicht schlecht. Aber was k\u00f6nnen wir denn tun, Uli? Hast du da doch bestimmt schon was \u00fcberlegt? Naja, wenn du mich so fragst, dann sage ich nat\u00fcrlich schon, dass wir erstmal den Denkfehler bei uns selbst erkennen m\u00fcssen. Unser Gehirn ist nat\u00fcrlich darauf programmiert. Risiken, Probleme nehmen wir alle st\u00e4rker wahr. Das ist von der Geschichte her nat\u00fcrlich immer auch \u00fcberlebenswichtig gewesen. Heute f\u00fchrt es aber eben dazu, dass wir eher \u00fcber Missst\u00e4nde sprechen, als jetzt \u00fcber Fortschritte. Also, das ist nicht unbedingt klug. Und wenn wir uns selbst erstmal bewusst machen, dass das eine Verzerrung ist, dann k\u00f6nnen wir nat\u00fcrlich selbst auch unsere Wahrnehmung \u00e4ndern. Und das liegt sozusagen erstmal an uns selbst. Nat\u00fcrlich, glaube ich, auch mehr positive Geschichten in den Medien. Wer \u00fcbernimmt Verantwortung? Das muss auch sichtbar sein. Zeigen wir also mehr Engagement, als uns jetzt nur auf irgendwelche Skandale zu konzentrieren. Dann, glaube ich, k\u00f6nnen wir nat\u00fcrlich auch das nach vorne bringen, wenn man sagt, gemeinsam statt einsam. Also, wenn alle immer denken, dass nur sie allein verantwortlich sind, dann fehlt eben das Vertrauen in die Gemeinschaft, ins Kollektive. Also, lass uns zusehen, dass wir Erfolge teilen und zeigen, dass sich eigene Initiative durchaus lohnt.\n\nAlso, wir sind zwar noch am Anfang, aber ich glaube, da k\u00f6nnen wir nochmal ein Zwischenfazit ziehen, wenn ich das nochmal zusammenfasse. Also, unsere Gesellschaft ist engagierter, als wir glauben. Total. Wir m\u00fcssen einfach nur den Blickwinkel \u00e4ndern und uns gegenseitig mehr motivieren. Aber nat\u00fcrlich sind nicht nur die B\u00fcrger beim Thema Verantwortung gefordert. Wie sieht es denn mit den Unternehmen aus? Also, hierzu haben wir ja auch wieder repr\u00e4sentativ in unserem Chart der Woche gefragt. Kannst du das einmal vorstellen, Uli? Ja, also, gro\u00dfe, gro\u00dfe Mehrheit, 85 Prozent, also mehr als acht von zehn erwarten von Unternehmen, dass sie auch gesellschaftliche Verantwortung \u00fcbernehmen. Also, Unternehmen sollten eben nicht nur an Profite denken, sondern auch einfach was Gutes tun.\n\nAber Unternehmen sind ja jetzt nicht so isolierte Akteure. Also, sie haben ja einen riesigen Einfluss auf unsere Gesellschaft, auch wenn man jetzt gerade an die Globalisierung denkt. Dann sind ja die Entscheidungen, die in so einem Unternehmen getroffen werden, weltweit sp\u00fcrbar. Also, Umwelt, Arbeitsbedingungen, aber auch in sozialen Fragen. Hast du da jetzt ein konkretes Beispiel? Also, wie hei\u00dft es noch nicht ganz genau? Also, ein Beispiel daf\u00fcr, f\u00fcr mich sind zum Beispiel auch so Lieferketten. Das hat man ja auch oft geh\u00f6rt irgendwie, dass man jetzt zum Beispiel schlechte Arbeitsbedingungen in Fabriken oder durch die Zerst\u00f6rung von Umwelt, durch den Rohstoffabbau, wenn es dazu kommt, dann sagen hat, gibt es ja so einen kleinen Aufschrei. Das hei\u00dft ja, das wollen die Menschen nicht. Aber die B\u00fcrger vertrauen ja eigentlich auch darauf, dass der Staat diese Probleme l\u00f6st. Also, dass irgendjemand dann jetzt hingeht zu dem Unternehmen und sagt, das d\u00fcrft ihr nicht. Es ist schlechte Arbeitsbedingungen, die Umwelt zerst\u00f6ren.\n\nUnd dass das Unternehmen dann das halt auch sein l\u00e4sst. Genau, wobei ich jetzt nat\u00fcrlich wieder sagen w\u00fcrde, wir m\u00fcssen in Zukunft eben auch h\u00e4ufiger die Unternehmen in die Pflicht nehmen und an ihre Verantwortung da appellieren und sagen, jetzt musst du auch zusehen, dass du das vern\u00fcnftig als Unternehmen erstmal auf die Reihe kr\u00e4gst. Und das, glaube ich, ist ja f\u00fcr die Zukunft auch immer wichtiger. Und du musst nat\u00fcrlich auch aus Unternehmenssicht jetzt immer ber\u00fccksichtigen, das ist ja ein wahnsinniger Anreiz. Also, wenn du jetzt ethisch handelst, wenn du nachhaltig handelst, dann gewinnst du ja an sich das Vertrauen deiner Kunden, sicherst langfristig deine Marktstellung. Das haben wir auch damals im Konsumbuch wirklich nochmal deutlich nach vorne gestellt. \u00dcbrigens ist eine sehr sch\u00f6ne Studie damals gewesen. Dass einfach Unternehmen, die das nutzen, wirklich einen Wettbewerbsvorteil haben und der Konsument in Zukunft, glaube ich, schon viel, viel \u00f6fter darauf achten wird. Absolut. Da gebe ich dir vollkommen recht, dass halt Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung, das ist nicht nur so eine moralische Verpflichtung, sondern es kann tats\u00e4chlich richtig wirtschaftlich sinnvoll sein. Gibt es ja auch Unternehmen, die da komplett ihre Strategien drauf aufbauen und sehr erfolgreich damit sind. Aber nochmal, es stellt sich mir die Frage, wie genau soll das so global gehen? Denn ein Unternehmen soll also Arbeitspl\u00e4tze schaffen, Gewinne machen, den Planeten retten und soziale Projekte unterst\u00fctzen. Es ist ja doch ganz sch\u00f6n viel. Total. Aber ich glaube, es braucht eben eine Balance dabei. Also Unternehmen m\u00fcssen wirtschaftlich erfolgreich sein. Das ist gar keine Frage. Es ist deren erste Pflicht. Sonst wird es das Unternehmen dann in Zukunft wahrscheinlich so nicht mehr geben. Aber gleichzeitig m\u00fcssen sie eben auch Verantwortung \u00fcbernehmen. Also jetzt ganz banale Sachen, faire Arbeitsbedingungen, umweltfreundliche Produktion, diese ganzen Sachen. Und zus\u00e4tzlich, glaube ich, eben auch ein gesellschaftliches Engagement. Und ich meine, wir machen das ja selten. Aber wenn du jetzt an unsere Stifterin denkst, BAT, hat ja diesen Core Belief, hei\u00dft es so sch\u00f6n. We believe in adding values to the communities in which we operate. Also wir glauben wirklich daran, dass wir auch ein St\u00fcck weit etwas f\u00fcr die Gesellschaft tun m\u00fcssen, wo wir unser Geld verdienen. Und das, glaube ich, ist schon etwas, was in Zukunft immer relevanter werden muss. Genau. Das sehe ich auch so. Und abgesehen eben von dieser Unternehmensverantwortung, sehe ich aber auch wieder uns als Konsumenten in der Pflicht. Denn ich glaube, diese Verantwortung ist fast noch gr\u00f6\u00dfer. Denn die Unternehmen k\u00f6nnen sich nat\u00fcrlich durch den Antrieb, dass sie eben wirtschaftlich erfolgreich sein wollen, manchmal ein bisschen verleiten lassen, vielleicht nicht gen\u00fcgend Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Aber der Konsument, der ja die Produkte nachher kauft und \u00fcber den Erfolg auch entscheidet, der muss tats\u00e4chlich einfach bereit sein, auch f\u00fcr nachhaltige Produkte oder ethische Marken mehr zu zahlen. Absolut. Und sich nur noch konsequent daf\u00fcr entscheiden. Bin ich komplett bei dir. Also Verantwortung kann ja nicht nur bei den Unternehmen liegen, sondern muss auch bei uns als B\u00fcrger, aber auch als Gesellschaft liegen. Nat\u00fcrlich ist es immer auch ein Luxusding. Also wer sich mehr leisten kann, kann nat\u00fcrlich auch eher, oder wer mehr Geld hat, kann sicherlich auch sich mehr dann darauf fokussieren und sagen, gut, dann kaufe ich Produkte, die nachhaltiger produziert werden. Man muss nicht ganz so stark auf den Preis achten. Ist v\u00f6llig klar eine gro\u00dfe Herausforderung. Aber ja, wir k\u00f6nnen jetzt nicht nur immer die Verantwortung wegdelegieren und sagen, okay, eine Startregel, das bitte f\u00fcr euch, uns Unternehmen, macht das bitte, dass es vern\u00fcnftig ist. Sondern was wir am Anfang auch hatten, die Eigenverantwortung ist da nat\u00fcrlich schon was Zentrales. Ja. Hast du denn f\u00fcr uns noch also einen Blick in die Zukunft? Das ist jetzt ja auch die letzte Folge von unserem Monatsthema. Wie entwickelt sich das Thema Verantwortung und was bringt die Zukunft? Das sind nat\u00fcrlich jetzt gro\u00dfe Fragen. Also fangen wir jetzt mit dem an, was wir eben zum Schluss hatten. Also Unternehmen. Ich glaube, wir m\u00fcssen Unternehmen in Zukunft st\u00e4rker in die Pflicht nehmen. Das werden wir auch. Gerade was jetzt Transparenz, Nachhaltigkeit angeht, Zusammenarbeit. Das wird alles mehr zur Norm werden. Ob es jetzt irgendwie politisch gefordert wird, ob es jetzt Unternehmen, die Einsicht da ist. Ich glaube, im Wesentlichen dadurch bedingt, dass solche Unternehmen erfolgreicher am Markt sich positionieren werden. Was ich aber f\u00fcr noch wichtiger halte, war so ein bisschen, was wir am Anfang diskutiert haben, dass das Negativbild von anderen einfach so nicht stimmt. Also die meisten und wirklich die allermeisten Menschen sind erstmal gut. Und konzentrieren wir uns doch st\u00e4rker auf die in Zukunft und nicht auf diejenigen, die nicht Verantwortung \u00fcbernehmen, die nur am Meckern sind, die nur schlechte Stimmung verbreiten, sondern wirklich auf diejenigen, die auch schon jetzt viel Verantwortung \u00fcbernehmen. Das hei\u00dft so, f\u00fcr die Zukunft braucht es einen Perspektivwechsel als allererstes. Ganz wichtig f\u00fcr das Thema Verantwortung in unserer Gesellschaft. Aber wie schaffe ich es denn konkret, positiver zu denken und vor allem auch positiver \u00fcber die anderen zu denken? Das ist heute ja nat\u00fcrlich sehr viel. Also ich glaube erstmal, ich muss das bewusster wahrnehmen. Also positive Beispiele. Wenn ich daran denke, wenn man sich so auf das direkte Umfeld konzentriert, dann sieht man ja oftmals, dass eher positive Geschichten im Vordergrund stehen. Und das sollten wir, glaube ich, in Zukunft noch st\u00e4rker dann auch auf so nationale Sachen ausweiten und jetzt nicht immer nur auf die Negativschlagzeilen, sondern wirklich positiver nach vorne stellen, bewussteres wahrnehmen. Wer \u00fcbernimmt Verantwortung? Wer engagiert sich? Und dass die Menschen mehr in den Blick r\u00fccken. Dann, glaube ich, w\u00e4re so ein zweiter Schritt, dass die Menschen selbst wieder anfangen, Verantwortung mehr zu \u00fcbernehmen, also noch aktiver sind dabei. Vielleicht auch selber dazu beitragen, dann dieses positivere Bild zu haben, gerade auch von anderen, die sich jetzt nicht von Vorteilen leiten zu lassen, sondern wirklich da erstmal offen ranzugehen. Und das Dritte, um etwas Konkretes zu machen, das hatten wir in der letzten Folge, glaube ich, auch mal sehr sch\u00f6n aufgezeigt, dass es eben diese Gemeinsamkeit ist. Also wenn ich gemeinsame Erfahrungen habe, wenn ich gemeinsame Begegnungen schaffe, wer einmal sich irgendwie in der Nachbarschaft oder im Sportverein engagiert hat, wer irgendjemandlich was \u00fcbernommen hat, der wird schnell merken, dass es eben auch nach anderen gibt, die sich k\u00fcmmern. Und wenn man dann das gemeinsam nach vorne bringt, dann ist es, glaube ich, schon viel gewonnen. Das hei\u00dft, wir m\u00fcssen einfach ganz viele positive Erfahrungen machen und diese auch teilen und dann \u00e4ndert sich unser Bild von anderen. Ganz genau. Also Vertrauen in andere entsteht ja nicht nur durch Appelle, sondern immer auch dann durch die Realit\u00e4t, durch die gelebte Realit\u00e4t. Also wenn wir sehen, dass andere Verantwortung \u00fcbernommen haben, dann glauben wir auch eher daran, dass es in die richtige Richtung geht. Und das ist nat\u00fcrlich ein positives Bild. Also ich bin ja nicht so ein Fan von diesem ganzen Coaching und Selbstoptimieren, aber das klingt wie so ein Mindset-Training f\u00fcr die gesamte Gesellschaft, dass wir das schaffen, in Zukunft eben bewusster auf die positiven Dinge zu achten, sie auch zu kommunizieren. Ja, das finde ich total gut. Das sind gute Denkanst\u00f6\u00dfe, die ich selber heute noch aus dem Podcast mitnehmen werde. Und vielleicht denken ja der ein oder andere von unseren H\u00f6rern jetzt auch nochmal konkreter dar\u00fcber nach, wo er einkauft und welche Unternehmen er damit eben auch f\u00f6rdert und unterst\u00fctzt. Und wo er Verantwortung \u00fcbernimmt. Und ich glaube, dann sind wir absolut als Gesellschaft auf dem richtigen Weg. Sehr sch\u00f6n. In diesem Sinne. Freut euch auf den n\u00e4chsten Monat. Ein neues Thema. Bis dahin. Macht's gut. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. Dieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de Und dann geht's. Vielen Dank."},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.3 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Wie wir \u00fcber andere denken: Verantwortung zwischen Selbstbild und Erwartung - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Fast alle sehen sich selbst als verantwortungsvoll \u2013 doch nur wenige glauben, dass andere es auch sind. 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