{"id":6437,"date":"2025-12-11T05:50:55","date_gmt":"2025-12-11T04:50:55","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=6437"},"modified":"2025-12-03T12:05:52","modified_gmt":"2025-12-03T11:05:52","slug":"more-than-just-companions-pets-shape-our-society-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/mehr-als-nur-begleiter-wie-haustiere-unsere-gesellschaft-praegen-2\/","title":{"rendered":"More than just companions: How pets shape our society"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Over 35 million pets live in Germany \u2013 they provide support, offer companionship, and shape our daily lives more than we realize. But what does our love for animals say about us as a society?<\/p>\n<p>In this episode, learn why more and more people are regularly interacting with animals, how pets help to alleviate loneliness and stress \u2013 and what developments will change our relationship with them in the future: from insect food and digital health trackers to robot dogs and pet-friendly nursing homes.<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[111,114,67,84,101,107,80],"class_list":["post-6437","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-verantwortung","tag-haustier","tag-zukunftserwartungen","tag-hobby","tag-verhalten","tag-vertrauen","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 4 - Folge 40","pdf-download_dateiname":"","podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/111-mehr-als-nur-begleiter-wie-haustiere-unsere-gesellschaft-pragen\/embed?context=external&token=CdpdrsCpT0fBdEX6yWW_5A\"><\/script>","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/2227432-m-7090e15babd8cf0cb53ca1d1c204245a.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist zu einer neuen Folge unseres Zukunftspodcasts. Heute mit einem Thema, das in Millionen Haushalten ganz selbstverst\u00e4ndlich dazugeh\u00f6rt und doch gesellschaftlich oft untersch\u00e4tzt wird. Haustiere. Wir sprechen \u00fcber ihre Rolle in unserem Alltag, ihre Wirkung auf unser Wohlbefinden und dar\u00fcber, was es \u00fcber uns als Gesellschaft aussagt, wenn Tierhaltung nicht nur Trend, sondern Lebenskonzept wird. Und das ist wichtig, denn wir reden hier wirklich nicht \u00fcber irgendwie ein Randph\u00e4nomen. Also wenn ich mir die Zahlen anschaue, allein in Deutschland leben \u00fcber 35 Millionen Haustiere und es werden irgendwie jedes Jahr mehr. Und auch weltweit ist Tierhaltung wirklich ein Milliardenmarkt. Also da geht es wirklich ins Eingemachte. Ich habe jetzt neulich mal eine Zahl gelesen, alleine in den USA wurden letztes Jahr f\u00fcr Halloween-Kost\u00fcme f\u00fcr Tiere 750 Millionen US-Dollar ausgegeben. Also es ist wirklich was Gro\u00dfes. Aber wie du eben schon gesagt hast, wir wollen jetzt nicht \u00fcber irgendwie Ums\u00e4tze und Futterkosten und sowas sprechen, sondern halt nat\u00fcrlich auch \u00fcber N\u00e4he, Rituale, Verantwortlichkeit und letztendlich die Frage auch, was f\u00fcr eine Funktion erf\u00fcllen Tiere heute eigentlich. Ja, was f\u00fcr eine Funktion erf\u00fcllen sie? Also beginne mit der Gegenwart. Das f\u00fchlt sich ja so an, als w\u00e4ren Hunde, Katzen oder auch Hamster vielleicht l\u00e4ngst Teil unseres Alltags. Aber was sagen unsere Zahlen dazu? Wir haben ja in unserem Freizeitmonitor auch die Aktivit\u00e4t, sich mit Tieren besch\u00e4ftigen. Wie pr\u00e4sent sind Tiere wirklich im Leben der Deutschen? Na, die Zahlen bei stetigen Ansicht, was wir so auch eben schon angedeutet haben, also wirklich Zahlen ja aktuell, dass mehr als zwei von f\u00fcnf Deutschen angeben, sich mindestens einmal pro Woche aktiv mit Tieren zu besch\u00e4ftigen. Also es ist ganz gleich, ob du jetzt einen eigenen Hund hast, ob du irgendwie die Katze zwischendurch streichelst, ob du reiten gehst, ganz gleich. Aber das ist wirklich eine bemerkenswerte Zahl. Also um das mal in Relation zu setzen, das ist fast doppelt so hoch wie jetzt irgendwie joggen gehen. Und das ist deutlich h\u00f6her als Videospiele, selbst als B\u00fccher lesen oder mit Nachbarn plaudern ins Restaurant gehen. Das \u00fcben wir alles seltener aus, als mit Tieren sich zu besch\u00e4ftigen. Das hei\u00dft ja, sich mit Tieren zu besch\u00e4ftigen ist f\u00fcr viele Menschen eine zentrale Freizeitbesch\u00e4ftigung. Ja. Gibt es da Unterschiede? Ich w\u00fcrde jetzt erwarten, so zum Beispiel zwischen Stadt und Land? Durchaus. Also das merkst du schon, je kleiner die Gemeinde ist, desto h\u00f6her ist der Anteil derjenigen, die sich mit dem Tier besch\u00e4ftigen. Also jetzt gemein unter 20.000, da sind es dann fast jeder Zweite. Wenn du jetzt Gro\u00dfst\u00e4dte dir anschaust, das ist nur gut jeder Dritte. Also da merkst du nat\u00fcrlich schon r\u00e4umliche M\u00f6glichkeiten, wahrscheinlich auch der Lebensstil, die Wohnform, wie du aufgewachsen bist. Also das spielt da alles schon auch eine Rolle. Und das Geschlecht? Ja, auch eher Frauen als M\u00e4nner, muss man sagen. Also das kannst du schon, dass Tierbindung dann st\u00e4rker auch so mit weiblichen Alltagsstrukturen wahrscheinlich passt. Auch dieses Care-Arbeit oftmals verkn\u00fcpft wird. Das ist schon etwas st\u00e4rker bei Frauen ausgepr\u00e4gt als bei M\u00e4nnern. Auch das sagen die Zahlen. Wenn wir jetzt \u00fcber Haustiere sprechen, dann geht es f\u00fcr viele irgendwie so ums mit dem Tier kuscheln, Gassi gehen, spielen, vielleicht aber auch Care-Arbeit, eben Tierarztbesuche. Aber auf einer tieferen Ebene geht es doch um Bindung und um Beziehungen, die im Alltag vieler Menschen wahrscheinlich zu kurz kommen. Und ich glaube, das ist der entscheidende Punkt. Also Haustiere \u00fcbernehmen heute eben, ich glaube, in vielen Situationen des Alltags die Rolle, ich wei\u00df nicht, wie ich das ausdr\u00fccken soll, so von einer Art emotionaler Anker. Die strukturieren unseren Tagesablauf, geben uns N\u00e4he, ohne jetzt irgendwie da sich zu stark zu binden. Sie urteilen nicht. Tiere sind ja schlichtweg da. Und wir merken es eben, auch wenn wir uns die Zahlen nochmal anschauen, gerade in Single-Haushalten bei \u00e4lteren Menschen, aber nat\u00fcrlich auch bei Personen mit besonderen Bed\u00fcrfnissen. Das hat wirklich eine enorme soziale Kraft. Das ist schon wirklich positiv auch. Und ist sowas auch messbar? Ja, also wir haben es jetzt selber nicht gemacht, aber verschiedene Sachen, die ich mir im Vorfeld auch nochmal angeschaut habe. Da sagen Studien wirklich, die recht verl\u00e4sslich sind, dass der regelm\u00e4\u00dfige Kontakt zu Tieren Stresshormone reduziert, die Frequenz des Herzens stabilisiert wird und eben auch einfach langfristig dann deine gesellische Gesundheit st\u00e4rkt. Und es gibt nat\u00fcrlich auch diese ganzen Untersuchungen, wenn es jetzt eher ins medizinische reingeht, also Kinder mit Autismus, \u00e4ltere Menschenpflegeheimen, da wirken Tiere nachhaltig, wirklich nachhaltiger als Medikamente, kann man fast schon sagen, weil sie etwas schaffen, was eben kein Medikament leisten kann, eine verl\u00e4ssliche Beziehung. Also als Funfact dazu f\u00e4llt mir ein, ich habe gelesen, dass es in Japan eine Pet-Loss-Therapy gibt. Also eine eigene psychologische Disziplin, die sich mit der Trauer nach dem Verlust eines Haustiers befasst. Also weil tats\u00e4chlich einige Menschen ganz stark trauern eben auch, oder die Reaktionen, die k\u00f6rperlichen, \u00e4hnlich sind, wie wenn man halt eben wirklich ein Familienmitglied verloren hat. Und ja, ich finde, daran sieht man eben, dass das ja nicht nur irgendein Hobby ist, sondern so eine ganz, ganz besondere Stellung hat, wenn man ein Haustier hat. Und diese intensive Beziehung zwischen Mensch und Tier, das ist ja kein Ph\u00e4nomen, was jetzt irgendwie gerade nur in unserer Neuzeit ist. Da gibt es ja auch historische Wurzeln, w\u00fcrde ich schon fast sagen. Und das reicht dir wirklich weit zur\u00fcck. Also du kannst dir wirklich Sachen aus Sibirien, stammen sie, glaube ich, das ist dann irgendwie 14.000 Jahre alt, wo ein Mensch zusammen mit seinem Hund begraben wurde, wobei der Hund sogar dann Anzeichen hat, dass der Hund gepflegt wurde. Das war so echt nicht nur eine Zweckbeziehung, sondern auch irgendeine Form von emotionaler Verbindung, w\u00fcrde ich sagen. Oder denk an die ganzen Katzen. Das ist jetzt ja nicht nur irgendwie zum M\u00e4usefang, sondern es hat ja auch historisch dann wirklich die Anf\u00e4nge, dass dann, keine Ahnung, vor 8.000, 9.000 Jahren Getreidespeicher angelegt wurden und die M\u00e4use waren da und dann kamen eben die Katzen. Und das war jetzt irgendwie am Anfang reicht zweckm\u00e4\u00dfig, aber das hat sich dann ja auch wirklich weiterentwickelt. Ja, also es zeigt ja, dass die Verbindung zu Tieren schon immer mehr war, als nur eine reine Nutzbeziehung. Und es ging um die N\u00e4he, um Symbolik und Spiritualit\u00e4t, weil ich glaube in \u00c4gypten war es ja auch so, dass die Katzen ja wirklich verehrt wurden und dass es, oder auch in anderen L\u00e4ndern sind ja auch andere Tiere heilig gesprochen, also dass da schon eine ganz besondere Verbindung zwischen Mensch und Tier immer existiert hat. Total, wobei in \u00c4gypten habe ich sogar mal gelesen, dass wenn du eine Katze einfach get\u00f6tet hast und selbst wenn es unabsichtlich war, das war wirklich eine schwere Straftat. Und wenn dann irgendwie die k\u00f6niglichen Katzen starben, dann gab es eine nationale Trauer ausgerufen so halbwegs. Also es ist schon wirklich spannend. Und dann lass uns doch nochmal wieder in die Gegenwart zur\u00fcckkommen. Wer h\u00e4lt heute eigentlich Haustiere? Also wer ist so der typische Haustierhalter? Und gibt es da Gr\u00fcnde f\u00fcr? Ja, so ein bisschen, was wir vorhin schon hatten. Also ich glaube eher auf dem Land als in der Stadt, wobei es nat\u00fcrlich auch in der Stadt durchaus wirklich ja pr\u00e4sent ist und in den letzten Jahren auch da deutlich zugenommen hat. Dann haben wir vorhin nicht jetzt weiter thematisiert Familie mit Kindern. Das ist ja auch immer so ein bisschen viele, die sagen, du sollst irgendwie lernen, Verantwortung zu \u00fcbernehmen, auf das Tier aufzupassen, dass es nicht verhungert, dass es Gassi geht. Diese ganzen Sachen kommen nat\u00fcrlich noch dazu. Auch etwas st\u00e4rker ausgepr\u00e4gt bei allein lebenden Menschen. Das ist dann glaube ich wirklich dieser Punkt, den wir eben hatten. Dieser Gegensatz zur Einsamkeit. Das wird dann wirklich eher die Katze, der Hund fast als, ich will jetzt nicht sagen Partnerersatz, aber schon als wirklich dieser Punkt. Deswegen hat man wahrscheinlich auch in der Corona-Zeit sind ja die Zahlen auch noch umgeschnellt. Total. Und das wirft nat\u00fcrlich auch diese Fragen wirklich auf. Wer k\u00fcmmert sich eigentlich um das Tier, wenn ich das jetzt nicht mehr kann oder wenn ich unterwegs bin? Das ist ja schon auch ein gro\u00dfes Thema, gerade wenn du \u00e4lter wirst. Stimmt. Das finde ich ist ja genau. Also das ist tats\u00e4chlich schon so, dass ja auch Tierschutzverb\u00e4nde fordern, dass man eben das Thema Haustiere im Alter deutlich mehr mitdenkt. Zum Beispiel tierfreundliche Pflegeheime oder auch, dass die Betreuungsdienste, die mobilen Pflegedienste da irgendwie noch mehr mit auch auf die Tiere eingehen k\u00f6nnen und dass man da schon eine Art Vermittelungsnetzwerk vielleicht hat, falls eben die Halter versterben oder pflegebed\u00fcrftig werden. Was passiert dann mit den ganzen Tieren? Macht ja auch Sinn. Also das ist jetzt wieder in Deutschland wahrscheinlich schwer umsetzbar, aber ich glaube genau solche Sachen muss man irgendwie dr\u00fcber nachdenken, dass das in Zukunft auch eine hohe Relevanz hat, weil keine Ahnung, es spricht ja nichts dagegen, dass du dir irgendwie mit einem Ruhestand gehst, noch ein Haustier holst und dann aber auf einmal stellst du doch fest, das Haustier lebt l\u00e4nger, als du noch in deiner Wohnung und in deinem Haus leben kannst. Dann willst du das ja auch gut versorgt wissen. Vor allem willst du nat\u00fcrlich nicht ohne das Haustier weiterleben. Genau. Habt ihr eigentlich Haustiere? Wir hatten ja lange Zeit einen Hund. Das war ja auch wirklich, ich w\u00fcrde fast sagen, euer Kinderersatz, das darf man ja so nicht sagen, aber man hat nat\u00fcrlich schon so eine, wirklich viel glaube ich auch in das Tier rein projiziert und danach haben wir immer wieder \u00fcberlegt und die Kinder wollten immer wieder einen Hund haben. Ich habe gesagt, nein, das m\u00f6chte ich nicht nochmal mitmachen, weil ich auch damals wirklich, wirklich traurig war, als der Hund gestorben ist. Also das ist schon anders. Habt ihr? Ja, so halb. Wir machen Dogsharing. Es gibt tats\u00e4chlich so eine App, eine Internetplattform, wo man eben Hundehalter und Menschen, die gerne Zeit mit einem Hund verbringen w\u00fcrden, zusammengebracht werden. Also das w\u00e4re vielleicht auch was f\u00fcr euch. Also bei uns ist jetzt, der Hund ist so immer einmal die Woche fest, also wirklich den ganzen Tag, zw\u00f6lf Stunden bei uns und dann immer noch nach Bedarf ein zweites Mal die Woche und in den Ferien, wenn der Besitzer verreist. Und das finde ich ist wirklich so, wie man immer so sch\u00f6n sagt, the best of both worlds, weil man hat den Hund, man hat diese, auch die Kinder lernen diese kontinuierliche Verantwortung, die man f\u00fcr so ein Tier hat. Aber man hat es auch nicht jeden Tag, nicht sieben Tage die Woche. Spannend. Ich meine, es ist jetzt nat\u00fcrlich schon wieder hart, weil ich ja immer wei\u00df, dass du mich im Podcast auch irgendwann fragst, und wie sieht die Zukunft aus und ich jetzt das als ein Beispiel f\u00fcr die Zukunft hatte, weil ich glaube, sowas ist f\u00fcr viele halt, ich will jetzt nicht sagen eine Testphase, aber es ist glaube ich wirklich auch f\u00fcr viele eine Dauerphase, wo sie einfach feststellen, ach das ist etwas, das kann ich mir vorstellen, das mache ich jetzt und es steckt nat\u00fcrlich auch wieder die Gemeinschaft. Also du kommst mit anderen in Kontakt, du willst nicht nur die anderen, die den Hund auch dann betreuen und haben, sondern halt auch mit anderen Hundenbesitzern und so. Und wie du sagst, best of both worlds. Genau. Und ich muss auch sagen, also da kann ich jetzt auch ein bisschen Werbung f\u00fcr machen, es lohnt sich da reinzuschauen, weil es wahnsinnig viele Hundehalter sind, die sich \u00fcber jegliche Form der Unterst\u00fctzung gefreut h\u00e4tten. Also wo wir auch gesagt haben, wir hatten dann so viele Anfragen, das schaffe ich gar nicht, konzentriere mich jetzt lieber auf diesen einen Hund. Aber auch so in der Nachbarschaft, wo dann gesagt wurde, es ist egal, jede Gassirunde mehr, weil die meisten Leute arbeiten halt eben den ganzen Tag und k\u00f6nnen sitzen im Homeoffice und das Tier langweilt sich. Und ich finde, da muss man nat\u00fcrlich auch vorher dr\u00fcber nachdenken, inwieweit wird man dem Tier und seinen Bed\u00fcrfnissen halt auch gerecht. Ja, hast du v\u00f6llig recht. Nur aus egoistischen Gr\u00fcnden sich ein Haustier anzuschaffen, weil man nicht alleine sein m\u00f6chte, sondern ja, auch mal zu schauen, ist das dann auch okay f\u00fcr dieses Tier, so gehalten zu werden. Hast du v\u00f6llig recht, ja. Ja, ich meine, wenn wir sonst, wo wir jetzt schon beim Aspekt Zukunft sind, ich glaube, es geht nat\u00fcrlich schon in viele Richtungen dann auch irgendwie, wie man die Zukunft da sieht. Also dieses Beispiel fand ich jetzt super von dir und ich glaube wirklich, das hat ganz viele M\u00f6glichkeiten, wo ich ja wirklich gespannt bin, ist, wie sich auch so dieses Technische und Haustier miteinander verbinden l\u00e4sst. Also wenn ich jetzt irgendwie sehe, was es heute alles gibt, es sind jetzt ja Fitnessarmb\u00e4nder f\u00fcr Hunde, die dann irgendwie die Bewegung, Herzfrequenz, Kalorienverbrauch, irgendwie alles tracken. Das kannst du dann eigentlich schnell checken. Ich folge nat\u00fcrlich jetzt auch so Hundetrainern, um dann mir so ein bisschen Wissen wieder anzueignen. Und da habe ich tats\u00e4chlich auch gesehen, das trackt sogar den Schlaf. Des Tieres. Ja, damit man sich nicht zu viel Sorgen macht, weil, ob der Hund vielleicht zu wenig schl\u00e4ft. Oder ob er dann alleine zu Hause ist und die ganze Zeit jammert und bellt und alles. Genau, da kannst du immer den Puls kontrollieren. Das ist wirklich Wahnsinn. Also das ist, finde ich, schon echt spannend. Also was auch da mittlerweile f\u00fcr wahrscheinlich wieder Milliarden mag. Ich glaube auch f\u00fcr F\u00fctterung. Also ich glaube so gerade Tiere, die jetzt nicht so auf den Menschen fokussiert sind wie ein Hund. Da k\u00f6nnte ich mir das auch vorstellen, dass es dann halt eben so eine digitalisierte Tierhaltung gibt, weil dann automatisch die Tore auf und zu gehen, die H\u00fchner in den Garten kommen und dann durch irgendein Roboter wieder eingefangen werden vielleicht. Also Futter rausf\u00e4llt. Ja, oder was ich wei\u00df von Bekannten von uns, die haben H\u00fchner und die haben dann totale Panik, wenn irgendwie ein Raubvogel am Himmel ist. Und wahrscheinlich k\u00f6nnte da auch die Technik irgendwie helfen. Okay, jetzt wird irgendwie das Dach r\u00fcbergefahren oder jetzt wird die Vogelscheuche rausgefahren oder was auch immer. Klar, wahrscheinlich sind sowas alles Sachen, die dann auch wieder gekauft werden und die einen guten Absatzmarkt haben. Ja, also diese technische Entwicklung, das glaube ich ist auch wirklich etwas, was in Zukunft dieses ganze Thema Haustiere mit pr\u00e4gen wird. Ansonsten, was haben wir noch? Wir m\u00fcssen auch einmal nat\u00fcrlich das Wort Roboterhund erw\u00e4hnen. Ja, die gibt es tats\u00e4chlich schon. Und sie kommen in Japan auch wieder. Also immer das Land hier, ich finde, da m\u00fcssen wir mal hinreisen. Wir benutzen das so h\u00e4ufig als Beispiel, aber es ist einfach so ein Zukunftsland. Da kommen sie schon in Pflegeheimen zum Einsatz. Okay. Nicht jetzt als einen Ersatz f\u00fcr einen Pfleger, sondern eben einfach als einen Begleiter, der Routine und Struktur gibt. Tats\u00e4chlich, ich habe auch welche gesehen, die haben dann auch schon Fell und die werden dann so gestreichelt und geben dann auch so Ger\u00e4usche von sich. Ja, und das hilft Menschen, gerade zum Beispiel in dem Fall mit Demenz oder die sehr, sehr einsam sind. Ja, wobei man wirklich sagen kann, also um zu fassen als Fazit auch, dass Haustiere wirklich mehr als Begleiter sind. Also sie sind irgendwie auch so, was k\u00f6nnte man sagen, Spiegel unserer gesellschaftlichen Bed\u00fcrfnisse, geben uns irgendwie N\u00e4he in einer doch wahrscheinlich zunehmend individualisierten Welt. Die Strukturfrage haben wir vorhin kurz angesprochen. Also das ist nat\u00fcrlich auch was Wichtiges. Und sie fordern uns ja letztendlich auch immer heraus, Verantwortung zu \u00fcbernehmen. Und das haben wir ja schon \u00f6fter im Podcast gehabt. Verantwortung ist nat\u00fcrlich etwas ganz Wichtiges. Wonach man sich auch sehnt. Es wirkt ja immer so, als ob man das eher vermeiden m\u00f6chte. Unverbindlichkeit ist hoch im Kurs, aber tief im Inneren m\u00f6chte man sich ja schon k\u00fcmmern und Verantwortung \u00fcbernehmen und das Gef\u00fchl bekommen, wichtig zu sein f\u00fcr jemand anderen auch. Sch\u00f6ne Schlusswort. N\u00e4chste Woche wieder. Genau, mit einem neuen spannenden Thema. Macht's gut, bis dahin. Tsch\u00fcss. Wenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht, uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcast-Folge oder auf unserer Website stiftungfuerzukunftsfragen.de Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht, uns zu abonnieren. 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