{"id":6511,"date":"2026-06-04T06:00:59","date_gmt":"2026-06-04T04:00:59","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/?p=6511"},"modified":"2026-06-04T08:38:10","modified_gmt":"2026-06-04T06:38:10","slug":"family-in-transition-why-more-and-more-people-are-choosing-not-to-have-children-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/familie-im-wandel-warum-sich-immer-mehr-gegen-kinder-entscheiden-2\/","title":{"rendered":"Family in transition: Why more and more people are choosing not to have children"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Currently, 100 women in Germany have 135 children; ten years ago, the figure was 159. The increasing childlessness in Germany is primarily an expression of growing insecurity \u2013 not a lack of desire for a family. Those who choose not to have children usually cite not just one reason, but a whole range of reservations that reinforce each other.<br \/>\nIn this episode, learn why cruises are becoming increasingly attractive, how travel behavior is changing \u2013 and why the industry needs to reposition itself between growth, sustainability and a new travel culture.<\/p>\n<p>Current research: https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/familie-im-wandel-warum-sich-immer-mehr-gegen-kinder-entscheiden\/<\/p>","protected":false},"author":36,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[67,68,87,108,88,101,107,80],"class_list":["post-6511","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-zukunftserwartungen","tag-gesellschaft-familie","tag-familie","tag-gesellschaft","tag-kinder","tag-verhalten","tag-vertrauen","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast, Staffel 5 - Folge 4","pdf-download_dateiname":"","markdown":"","pdf-clean":false,"podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/116-familie-im-wandel-warum-sich-immer-mehr-gegen-kinder-entscheiden\/embed?context=external\"><\/script>","hidden_html":"","podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/2512227-m-1735e8c6d43f88c02e300d1c3eb71947.mp3","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast f\u00fcnftigj\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir! Ich, Ayaan G\u00fcrz, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen Und ich, Uli Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Striftung und Professor f\u00fcr Empirische Zukunfts-Forschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen! Sch\u00f6n dass du wieder dabei bist. Neuer Monat, neues Thema. Heute sprechen wir \u00fcber eins das sehr emotional diskutiert wird \u2013 dass Kinder kriegen! Und laut neuesten Erhebungen des Statistischen Bundesamts sinkt die Geburtenrate in Deutschland weiter kontinuierlich. Aktuell liegen wir bei nur \u00b5\u00b3 Kindern pro Frau. Das haben wir zum Anlass genommen einmal genau hinzuschauen und nach den Gr\u00fcnden zu fragen\u2026\n\ngering, also das hei\u00dft hundert Frauen bekommen hundert und drei\u00dfig Kinder. Man br\u00e4uchte nat\u00fcrlich dann \u00fcber zweihundert Kinder um die Bev\u00f6lkerung stabil zu halten und es f\u00fchrt wirklich auch dazu dass langfristig nat\u00fcrlich die Bev\u00f6lkerungen in Deutschland abnimmt. Wir haben uns das immer angeguckt, weil es ja auch ein Thema ist was oftmals so moralisch diskutiert wird. Es ist eine egoistische Generation die jetzt irgendwie sagen Kaliere statt Kinder oder ist die Welt doch deutlich unsicherer geworden? Man h\u00f6rt also vieles! Darum denke ich, das ist ein Thema, \u00fcber das wir mal reden werden. Ja total und ich finde auch die Daten, die wir dazu hier erhoben haben, findet ihr wie immer auf unserer Website www.stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen.de. Da haben wir diverse Grafiken dazuerstellt mit unterschieden usw.. Da k\u00f6nnt ihr noch mal genau nachschauen, wenn euch das interessiert. Aber diese Daten zeigen etwas ganz Spannendes und zwar dass die meisten Menschen Familie per se ja gar nicht ablehnen. also viele w\u00fcnschen sich sogar Kinder aber irgendwie entscheiden sich immer weniger tats\u00e4chlich dann am Ende daf\u00fcr oder schieben die Entscheidungen immer weiter raus? Und das macht es auch irgendwie f\u00fcr mich jetzt nicht nur individuell sondern auch gesellschaftlich so interessant. wir reden eben nicht nur \u00fcber als Geburtenraten sondern auch \u00fcber Lebensmodelle Erwartungen, die man vielleicht ans Leben hat an \u00c4ngste. Die man mit sich rumtr\u00e4gt und nat\u00fcrlich die gro\u00dfe Frage auch denn was f\u00fcr eine Gesellschaft wollen wir eigentlich in Zukunft wie zusammenleben? Ja das stimmt denn gerade wei\u00df ich ja so viele B\u00fcrger weiterhin auch Kinder vorstellen k\u00f6nnen. also die Dialvorstellung ist ja immer noch oft sehr klassisch. Ich merke auch meinen bekannten Kreis. also irgendwie Partnerschaft dann Kinder Gibt irgendwie Stabilit\u00e4t. Irgendwann kommt dann vielleicht noch raus und runter zu, aber zwischen diesem Wunsch-und Realit\u00e4t entsteht eine immer gr\u00f6\u00dfere L\u00fccke. Das stimmt! Und jetzt kann man sich das Ganze auch historisch anschauen. Ihr k\u00f6nnt ja zur\u00fcckgehen zu Konrad Adenauer der hat ja mal gesagt Kinder kriegen Leute immer. Das fiel ja damals schon so im Zusammenhang mit Rentenreformen und Generationenvertrag und alles. Aber das stimmt heute eben nicht mehr. also viele sind doch verunsichert, was jetzt das Geld angeht. Den Beruf angeht emotional. Das Leben noch an sich nat\u00fcrlich in der man ein Phasen lebt also diejenigen die Kinder bekommen k\u00f6nnten. die Rush Hour des Lebens. Also man ist irgendwie durch mit der Ausbildung und im Studium, feste Beziehungen dann soll man irgendwie beruflich weiter nach vorne kommen sich um die Eltern k\u00fcmmern Selbstverwirklichung soll auch nebenbei eben stattfinden. das isst ja schon viel. Die Zeit ist da ganz sch\u00f6n knapp. Total ich find ganz wichtigen Punkt wo du grad sagst selbst verwirklig hunk. also Ich hab ja auch zwei kleine Kinder. Das ist nat\u00fcrlich schon etwas was man einfach ein St\u00fcck weit auch aufgeben muss, aber ich habe das Gef\u00fchl dass man das eigentlich gesellschaftlich nicht darf. Also man muss auf allen Ebenen die es so gibt hundert Prozent weiterfahren und es ist eigentlich deutlich entspannter w\u00e4re wenn man halt auch einfach das akzeptiert und zugibt oder auch gesellschaftliche okay ist, dass es mal Phasen... dass es unterschiedliche Lebensphasen gibt und dass man die vielleicht auch wieder intensiver leben darf Alle Lebensphasen gleichzeitig permanent. Oder mehr als hundert Prozent geben muss, bin ich komplett bei dir und die kann dich \u00fcbrigens beruhigen weil du sagst du hast ein bisschen kleinere Kinder meine Kinder sind schon ein bisschen \u00e4lter. das ist ja wie Teenageralter es wird auch wieder ruhiger. Es kommt sozusagen auf diese Phase wo dann wieder andere Sachen eher in den Vordergrund r\u00fccken als die Kinder die halt nicht mehr ganz so viel Gedanken vereinnahmen nicht mehr zu viel Aufmerksamkeit bed\u00fcrfen. also es ist nat\u00fcrlich schon auch dass das sich ver\u00e4ndert. Aber bevor wir uns jetzt verquatschen, lass mal einige harten Fakten noch vorher mal einmal anschauen! Ja also dann wenn wir mal auf unsere Studie gucken der Haupt meist genannte Grund ist nat\u00fcrlich wahrscheinlich der interessanteste und zwar es ist tats\u00e4chlich das Geld. Also zwei Drittel, sixty-sechzig Prozent der Deutschen sagen die meisten bekommen wahrscheinlich keine Kinder weil Kinder einfach schlichtweg zu teuer geworden sind finde ich jetzt auch nicht ganz \u00fcberraschend sag' ich offen Kinder kosten eben kosten einfach Geld, das darf man nicht vergessen. Das geht ja oftmals noch einher dass Ein-Einkommen zumindest zeitweise Teilzeit und Aussetzung alles wegf\u00e4llt. Und dann sehen wir aber gleichzeitig glaube ich nat\u00fcrlich auch, dass Kinder nicht nur Geld kosten sollen. die Erwartungen die Eltern haben Die sind eben auch im Zeitvergleich immer weiter gestiegen. Also Kinder werden gleich gesetzt mit ich, brauchen gr\u00f6\u00dferes Auto Ich, brauchen zus\u00e4tzliches Zimmer. Dann kommen noch irgendwie die Kosten f\u00fcr Klassenfahrt, f\u00fcr die Musikschule sp\u00e4ter wahrscheinlich ins Ausland noch gehen diese ganzen Sachen und das ist auf einmal alles finanziell nat\u00fcrlich eine Herausforderung. f\u00fcr viele kann das auch total verstehen, weil es ist ja einfach so mit drei Kindern braucht man auch ein spezielles Auto. Da geht da nicht mehr jedes. Aber ich frag mich ob man sich da fr\u00fcher so eine Gedanken drum gemacht hat oder ob das da noch dieses Motto \u00fcberhaupt so gesund und gl\u00fccklich? Und das kommt schon irgendwie mit durch Weil man plant heute ja auch irgendwie immer schon so wahnsinnig weit in die Zukunft. Vielleicht hat man fr\u00fcher ein bisschen mehr an den Tag hineingelebt und hat mal geschaut, wie man das dann in dem Moment hinbekommt? Und was du gerade gesagt hast ist dass die Anspr\u00fcche der Eltern steigen. Du sagst es gerade, dass das Kind dann ja auch ein eigenes Zimmer brauchen vielleicht noch einmal ins Ausland gehen soll. aber das hatte ich vorhin schon angesprochen, steigen ja auch an sich selbst. Man muss auch eine besonders gute Mutter sein also man muss das ja auch auf dem Schirm haben, kann und gut gebildet ist. Und wie viel kann man noch auslagern? Weil ich finde, das Bildungssystem in Deutschland ist ja nun auch nicht das Beste. Und je nachdem, wie ernst man das Thema Elternschaft nimmt sind da schon viele Punkte die da vielleicht auch zu \u00c4ngsten f\u00fchren k\u00f6nnen dass man das alles nicht so supertfuper hinbekommt. Ja, und ich k\u00f6nnte mir gleich auch noch mal dar\u00fcber reden aber ich finde es schon auff\u00e4llig diese Unterschiede zwischen den Geschlechtern. also du hast jetzt gerade auch so gesagt als Mutter hast du das Gef\u00fchl und soll gesund sein und sollte das Musikinstrument lernen und sollte irgendwie ein guter Mensch werden. Du willst Werte vermitteln? Alles was dazugeh\u00f6rt Ich glaube und die Frauen haben nach wie vor ist auch schwerer da. Also ich hab das Gef\u00fchl, bleibst du jetzt zu Hause bist du die Obergl\u00fccke und kriegst nichts mehr auf die Reihe au\u00dfer dein Kind. Und dass es dann total verhetschelt und du f\u00e4hrst aus der Schule und rutscht von der Schule ab oder vom Kindergarten und ist das eher wie das Bild? Gehst da arbeiten bis sie die Raben motoren k\u00fcmmerst dich nicht um dein Kind. Du kannst es. als Frau habe ich das Gef\u00fchl gesellschaftlich oft nicht recht machen. Also f\u00fcr mich jetzt als Vater, ich bin total der tolle Progressive wenn ich mir irgendwie mal Elternzeit nehme und wenn ich dann mit meinem Kind noch oder mein Kind dieses oder jenes noch mache, dann kriege ich auch mit den Schulterklopfen vor weil ich nebenbei ja auch noch den ganzen Stress auf Verarbeit habe. also da wird schon finde ich mit zweierlei Ma\u00df gemessen wenn man ehrlich ist? Ja! Weil ich glaube es einfach an die Frau gibt es sehr viele Rollenbilder. Es gibt sehr viele Vorstellungen davon was eine Frau alles sein soll.\n\nWenn sie etwas ist, fallen nicht pl\u00f6tzlich ein paar Schalter runter. Das braucht sie da auch noch sein? Historisch gesehen war das fr\u00fcher anders. Es sind alles erst Sachen, die sich in der industriellen Revolution entwickelt haben. Vorher war Kindererziehung deutlich gleichberechtigter. Das Kind war mit auf dem Feld und in der Werkstatt. Und Mutter und Vater haben das Feld bestellt oder die Werkstatte betrieben. Kinder viel mehr gemeinsam. Das hat sich dann auch mitgelaufen \u00fcberall, ne? Genau und ja nat\u00fcrlich so in der Industrialisierung ein Einkommen reich Der Mann verdient das Geld die Frau \u00fcbernimmt zu Hause irgendwie die kinder erziehung Dann irgendwie jetzt wieder dieser wandel. okay frau zurecht sagt nat\u00fcrlich auch sie will irgendwie dieses berufliche. dass ist halt dann auf einmal soll die frau beides machen. Anforderungen an die m\u00e4nner sind da. Vielleicht ist es auch ein bro ein totales Wohlstandsprobleme, also dass wir auch da sehr privilegiert sind. Weil die Frauen jetzt im geb\u00e4rfigen Alter wahnsinnig viele Chancen haben. Uns wurde ja immer dann gesagt ihr k\u00f6nnt ja alles werden. Also du musst dich ja nur genug anstrengen und dann kannst du alles werden! Und es ist ja nat\u00fcrlich so im internationalen Vergleich geht das uns hier ja wahnsinnigt gut.\n\nDas bringt aber auch vielleicht auch so eine gewisse Druckmitzig. Also wenn alles offen ist, wenn es keine Begrenzungen gibt, vielleicht f\u00fchrt das zu einer gewissen \u00dcberforderung? Das glaube ich schon und ich glaub nat\u00fcrlich auch was da noch mit rein spielt ist dass heute diese ganze Vergleichbarkeit da ist und du vergleist dich mit deinen Freunden oder meinen Freunden. dann kommen doch irgendwie die idealisierten Vorstellungen die man auf Social Media hat. also das sind ja auch Rahmenbedingungen. jetzt abgesehen von was wir eben hatten mit dem finanziellen was nicht einfach ist. Also das musst du irgendwie alles unter einen Hut kriegen, was wir auch vorher schon hatten mit den Lebensprios. Du musst irgendwie fr\u00fcher was klar, Familie ist der zentrale Lebensanker und heute definieren wir uns ja \u00fcber siebenundzwanzig andere Sachen und du bist gleichzeitig diejenige, die dann das Hobby toll aus\u00fcbt oder da irgendwie im Urlaub war \u00fcber den Freundeskreis oder den Beruf. also diese ganzen Lebensmodelle konkurrieren hier heute viel mehr und sind viel wichtiger als jetzt noch vor einer Generation. Ja, es passt auch zu einem Ergebnis. Also, fifty-eight Prozent der Deutschen sagen sie wollen ihre Freiheit nicht f\u00fcr Kinder aufgeben und das ist ja eben wie du gerade beschreibst ein Wandel in den der eigenen Priorit\u00e4t also dass man sich selbst so eben priorisiert. Total, ja! Anderer Punkt den ich auch auff\u00e4llig fand waren zweith\u00e4ufigste Nennung die Unsicherheit oder auch die gr\u00f6\u00dften Steigerungen im zehn Jahresvergleich. wir haben Untersuchung schon vor zehn Jahren gemacht, vor zwanzig Jahren gemacht. Also es ist ja auch immer bei uns dann auf der Homepage die Vergleichszahl mit der Vergangenheit da und wenn ich mir das anschaue, Steigerungen um dreizehn Prozentpunkte auf mittlerweile neunundf\u00fcnfzig Prozent. der Deutschen sagen sie bekommen eben keinen Nachwuchs weil die Zukunft unsicher ist. also Kriege Krisen schlechte Stimmung ist sowieso omnipr\u00e4sent. Die Angst ist einfach gro\u00df dass die eigenen Kinder nicht mehr in Wohlstand und in Sicherheit auch wachsen. Ja Siehst du's auch so?\n\nNee, ehrlicherweise nicht. Das sagen wir oftmals auch. die Welt ist einfach sicherer geworden besser geworden und Krisen und Kriege so dramatisch sie sind und so schlimm wie sie sind. ob wir L\u00f6sungen f\u00fcr die gro\u00dfen Herausforderungen brauchen das hat es historisch gesehen immer gegleben und wir m\u00fcssen auch glaube ich wieder mehr da hinkommen dass wenn du eine Generation zur\u00fcck gehst war das Leben bestimmt nicht besser. Es war anders einfach und die M\u00f6glichkeiten die ich heute habe sind nat\u00fcrlich enorm. Wir brauchen vor allem Kinder, um die Herausforderung der Zukunft wieder zu l\u00f6sen. Also wir werden sie nicht mehr l\u00f6sen als das werden schon unsere Kinder und Enkel irgendwann machen. also nein dieser \u00c4ngste teile ich nur echt sehr begrenzt. Ich glaube schon dass jetzt eine deutlich realere Kriegsbedrohung ist jetzt nat\u00fcrlich gr\u00f6\u00dfer und ich glaube die macht halt eben auch diese \u00c4ngste, das verstehe ich. aber ich glaube auch f\u00fcr mich ist es eher so dann erst recht. Also wenn die Welt irgendwie droht aus den Fugen zu geraten, dann hoffe ich ja dass meine Kinder mit ganz klug Ideen um die Ecke kommen sie retten k\u00f6nnen. also ich glaube da finde ich, ist es eher so ein bisschen den Kopf in den Sand stecken zu sagen, ich setze jetzt keine Kinder mehr in die Welt. Was soll denn dann damit passieren? Stimm mich dir v\u00f6llig zu! Wo war ich wo ich dir nicht zustimmen? Ich glaube das war fr\u00fcher viel schlimmer. Also wenn ich jetzt \u00fcberlege als ich so alt war wie meine Kinder war Pershing zwei gegen SS-Zwanzig der kalte Krieg auf dem H\u00f6hepunkt und es war irgendwie die Bedrohung vom dritten Weltkrieg da und Aufr\u00fcstung hat... Ein paar Exzellenz stattgefunden. Deutschland war gespalten, dann haben wir irgendwie Krieg in Jugoslawien gehabt. also das war so diese Kriegsangst habe ich irgendwie gef\u00fchlt auch damals mitgemacht und es ist jetzt heute. nat\u00fcrlich ist es deutlich pr\u00e4senter und jetzt irgendwie in Ukraine und nahe Osten und viele viele Krisenherde auf der Welt. aber B\u00f6se gesprochen ist vielleicht auch nicht der Dauerzustand gewesen, dass wir das Gl\u00fcck hatten jetzt seit achtzig Jahren in Frieden in Europa zu leben. Das war nicht immer so. Aber Uli die Zeit rennt. was ich noch ansprechen wollte sind die Unterschiede zwischen den Geschlechter. also dies nat\u00fcrlich bei dem Thema besonders interessant denn Frauen nennen die Rahmenbedingungen h\u00e4ufiger, also bei den Rahmenbedigungen f\u00fcr das Kinderkriegen h\u00e4ufig einen fehlenden Partner. Was nat\u00fcrlich eben auch so auf eine ver\u00e4nderte Partnerschaft und vielleicht auch so ne Bildungsbiografie verweist und M\u00e4nner geben \u00f6fter an die berufliche Karriere zu priorisieren. Also Familiengr\u00fcndung h\u00e4ngt f\u00fcr viele Frauen st\u00e4rker an verl\u00e4sslichen \u00e4u\u00dferen Bedingungen Und an der Partnerschaft auf Augenh\u00f6he als f\u00fcr M\u00e4nner. Stimm mich dazu! Also Frauen... warten vielleicht ein St\u00fcck weit auch auf Verl\u00e4sslichkeit, auf Best\u00e4ndigkeit. M\u00e4nner warten auf die Kalierepause, die es wahrscheinlich so nicht gibt. also um's auf den Punkt zu bringen und umdenken ist glaube ich erforderlich bei beiden Geschlechtern. Genau das sind mich die gro\u00dfe finde gesellschaftliche Zukunftsfrage was passiert denn mit einer Gesellschaft in der immer mehr Menschen kinderlos bleiben? Also aktuell sind es Universit\u00e4ren Abschluss, die keine Kinder bekommen. Also jede Frau in der dritte Frau bekommt kein Kind. Ich finde das ist schon ziemlich viel und gesamtgesellschaftlich sind es auch zwanzig Prozent der Frauen. Und dann dazu nat\u00fcrlich sehr viele Einzelkinder. Ja also ver\u00e4ndert sich dann wirklich... Einiges, wenn wir in diese Richtung weiterfahren. Also die hast du jetzt angesprochen, das hat sich dann auch irgendwann Auswirkungen auf soziale Strukturen und auf Rente. Das finanzielle, das emotionale, das soziale, aber das praktische... also das sind schon viele Herausforderungen. weil ganz banal muss nat\u00fcrlich irgendwann die Frage dann auch f\u00fcrs Alter stellen wer besucht mich denn auch? Wer hilft mir im Alter? Wer? nicht nur wer zahlt meine Rente sondern wer setzt auch Weihnachten mit mir am Tisch? Ja, genau. Deswegen ist es nat\u00fcrlich auch spannend sich mal zu \u00fcberlegen wie das halt eben in Zukunft funktionieren k\u00f6nnte. Es gibt ja andere L\u00e4nder die das da ganz anders machen, die da auch echt so ein bisschen mit dem Holzhammer unterwegs sind. Das war nicht total spannend! Also in Island ist es zum Beispiel so dass man zw\u00f6lf Monate, achtzig Prozent seines Gehalts bis zu einem gewissen H\u00f6chstgrenze oder \u00e4hnlich wie in Deutschland bekommen kann. aber Sechs Monate f\u00fcr die Frau, sechs Monate f\u00fcr den Mann und das kann man nicht \u00fcbertragen. Das hei\u00dft wenn ich es nicht nehme ist es weg? Genau! Wir haben hier das genannt use it or lose it Mentalit\u00e4t Und das sorgt daf\u00fcr dass halt irgendwie achtzig Prozent der isl\u00e4ndischen V\u00e4ter da eben komplett mit eingebunden sind und dass das nat\u00fcrlich auch in the long run dann zu einem umdenken f\u00fchrt und wenn man das mal ein halbes Jahr mitgemacht hat zu Hause zu sein und es auch normal ist, dass M\u00e4nner das auch machen. In Spanien wurde das zwanzig-einundzwanzig eingef\u00fchrt, dass die M\u00e4nner sechs Wochen zuhause bleiben m\u00fcssen und zwar in f\u00fcnf Tagen davon nach der Geburt. Das ist Pflicht! Es ist keine Wahl. Ist ja nicht auch irre. Ich finde es auch wieder interessant, was ich davor noch nichts von geh\u00f6rt habe. Ich wei\u00df es nicht, ich finde wir besch\u00e4ftigen uns eigentlich auch mit so etwas.\n\nUnd also aber gerade Easter, das gibt es halt auch noch in Portugal und so. Da gibt's ein paar L\u00e4nder wo das halt eben Pflicht ist auch dass M\u00e4nner zu Hause bleiben h\u00e4ufig eh nat\u00fcrlich auch an Geld und an kurze Wochen. Aber ich finde eben Easter mit sechs Monaten Und die sagen auch, dass das auch zu einer Ver\u00e4nderung in der Gesellschaft gef\u00fchrt hat. Wahrscheinlich nimmt sich die meisten M\u00e4nner dann einfach an Ja ja genau Ich glaube auch dass Deutschland sich da wandeln muss vielleicht doch einfach so ein St\u00fcck weit Dinge mal ausprobieren, von anderen L\u00e4ndern \u00fcbernehmen. Also kann man jetzt nat\u00fcrlich auch viele Beispiele Israel oder irgendwie die k\u00fcnstliche Befruchtung kostenfreikrest und nicht wie wir uns mit siebenundzwanzig Herausforderungen verbunden. also ich glaube schon dass wir uns da gesellschaftlichen st\u00fcckweit ja anpassen m\u00fcssen aber nat\u00fcrlich auch staatlich immer die Rahmenbedingungen schaffen m\u00fcssen. Also wenn man all diese Entwicklungen zusammen nimmt wird deutlich Kinderlosigkeit, dass heute weniger Ausdruck von einem fehlenden Familienwunsch oder dem Kinderwunsch sondern eher eine Folge der wachsenden Unsicherheit. Also von Angst und den hohen Anforderungen an die ja jeder auch selber stellt an eine Familie. also die Erwartung Und auch nicht nur, dass es einen einzelnen Hintergrund gibt. Sondern das ist ja ganz viele verschiedene Facetten die da zusammenspielen also von finanziellen Vorbehalten Zukunftssorgen Freiheitsanspr\u00fcchen biografische Unsicherheiten und zugleich machen die Unterschiede zwischen den Geschlechtern sowie zwischen Kinderlosen und Eltern ja auch deutlich wie verschieden die Perspektiven auf Nachwuchs ausfallen k\u00f6nnen. Also perfekt schon zusammengefasst und man kann jetzt fast sagen m\u00fcssen deshalb auch aufh\u00f6ren jetzt nur \u00fcber Geburtenraten zu sprechen Denn eigentlich reden wir \u00fcber was viel gr\u00f6\u00dferes, das du am Anfang angesprochen hast. Wie wollen wir eigentlich in Zukunft leben? Also wie viele Verantwortung wollen wir f\u00fcreinander \u00fcbernehmen f\u00fcr uns selbst? Wie familienfreundlich ist unsere Gesellschaft tats\u00e4chlich? Wie Familienfreundliche sind wir aber auch jeder alleine f\u00fcr uns? Wie oft zeigen wir auch da Toleranz? und dann nat\u00fcrlich die gro\u00dfen individuellen Fragen, die dazu kommen. Macht es mich pers\u00f6nlich gl\u00fccklicher Nachwuchs! in die Welt zu setzen. Will ich Kinder haben? Was bin ich bereit daf\u00fcr aufzugeben? Was brauche ich vielleicht auch, mich dabei verlassen? auf wen kann ich bauen? Auch wieder diejenigen, die das nicht mal w\u00e4re es bereit was zu leisten und vergessen denke ich darf man aber nie. Kinder brauchen jetzt kein perfektes und v\u00f6llig durchgeplantes Leben. Das Leben unserer Kinder wird ohne Frage Herausforderung haben unsere Kinder aber auch bew\u00e4ltigen werden. Und das darf man, dieses Vertrauen in die eigenen Kinder sollten wir immer haben.\". Ja. Ich finde, damit sind wir eigentlich schon am Ende und mir f\u00e4hrt nur noch eine Sache dazu ein... Also was sind die guten Gr\u00fcnde f\u00fcr einen Kind? Und tats\u00e4chlich gibt es rational nicht so viele! Das ist eigentlich auch das Wichtige. Wenn man sich f\u00fcr Kinder entscheidet, ist es etwas, was einfach nur Liebe und Freude bringt und Spa\u00df macht. Und vielleicht m\u00fcssen wir auch so ein bisschen das wieder mehr in den Fokus unserer Gesellschaft dr\u00fccken? Da sage ich jetzt Nektion! Vielen Dank! 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