{"id":6775,"date":"2026-08-06T01:00:00","date_gmt":"2026-08-05T23:00:00","guid":{"rendered":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/zukunft-der-bildung-2-2-von-basiskompetenzen-bis-zur-ki-ethik\/"},"modified":"2026-08-06T01:00:00","modified_gmt":"2026-08-05T23:00:00","slug":"future-of-education-2-2-from-basic-skills-to-ai-ethics","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/zukunft-der-bildung-2-2-von-basiskompetenzen-bis-zur-ki-ethik\/","title":{"rendered":"The Future of Education (2\/2): From Basic Skills to AI Ethics"},"content":{"rendered":"","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Season 5, Episode 6: Artificial intelligence is changing the way we learn \u2013 and posing new challenges for our education system. At the same time, 78 percent of Germans are convinced that electronic media will shape children&#039;s development more than schools or parents in the future. What skills do young people need in a world where knowledge is readily available? Find out in this episode\u2026<\/p>","protected":false},"author":0,"featured_media":0,"comment_status":"","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"_acf_changed":false,"footnotes":"","_et_pb_custom_css":""},"categories":[55],"tags":[118,119,86,81,80],"class_list":["post-6775","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-podcast","tag-bildung","tag-bildungssystem","tag-kuenstliche-intelligenz","tag-medien","tag-zukunft"],"acf":{"ausgabe_nummer":"Podcast","pdf-download_dateiname":null,"podcast_embed_code":"<script class=\"podigee-podcast-player\" src=\"https:\/\/player.podigee-cdn.net\/podcast-player\/javascripts\/podigee-podcast-player.js\" data-configuration=\"https:\/\/spaeter-war-alles-besser-der-zukunftspodcast.podigee.io\/118-zukunft-der-bildung-2-2-von-basiskompetenzen-bis-zur-ki-ethik\/embed?context=external\"><\/script>","podcast_transcript":"So tickt Deutschland, der Zukunftspodcast. Wie f\u00fchlen und denken die Deutschen? Wie sieht ihr Alltag aus und was erwarten sie von der Zukunft? Basierend auf unserer fast 50-j\u00e4hrigen Forschung analysieren und diskutieren wir. Ich, Ayaan G\u00fcls, Pressesprecherin der Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen. Und ich, Professor Dr. Ulrich Reinhardt, wissenschaftlicher Leiter der Stiftung und Professor f\u00fcr empirische Zukunftsforschung in Deutschland und den USA.\n\nHallo und herzlich willkommen. Sch\u00f6n, dass du wieder dabei bist zur Fortsetzung unserer Doppelfolge zum Thema Bildung. In der ersten Folge haben wir ja \u00fcber den grundlegenden Zweck von Schule gesprochen, \u00fcber Basiskompetenzen, Herkunft und fr\u00fche Bildung. Heute gehen wir einen Schritt weiter. Was passiert mit Bildung in einer Welt, in der k\u00fcnstliche Intelligenz schon heute die Hausaufgaben erkl\u00e4rt? Welche Rolle spielt KI in der Schule? H\u00f6rt eigentlich die Bildung nach der Schule auf und wie entwickelt es sich im weiteren Verlauf, also bei der Aus- und Weiterbildung?\n\nGanz sch\u00f6n viel f\u00fcr den heutigen Tag.\nJa. Aber ich finde, das ist eben eine sehr, sehr gro\u00dfe Bildungsfrage unserer Zeit, die ja sicherlich auch oft gestellt wird, oder?\nDa hast du v\u00f6llig recht, ja. Und dieses ganze Thema KI passt ja auch gut zum Chart der Woche. Vielleicht sollten wir den als erstes kurz darstellen, denn da kam ja doch relativ eindeutig raus, wie die Bundesb\u00fcrger das sehen. Magst du das kurz vorstellen?\nJa, genau. Und zwar haben wir gefragt, ob sie der Aussage zustimmen, dass in Zukunft elektronische Medien die Kindesentwicklung mehr beeinflussen werden, als es Schule oder die Eltern tun. Und da haben tats\u00e4chlich 78 % gesagt, ja, sie glauben schon, dass das so sein wird.\nUnd das finde ich enorm, also mehr als dreiviertel, das ist f\u00fcr uns als Wissenschaftler ja schon wirklich ein deutlicher Fingerzeig oder mehr als ein Fingerzeig, dass die Bev\u00f6lkerung das so sieht. Jetzt m\u00fcsste man nat\u00fcrlich auch dann nachfragen, wollen wir das eigentlich? Also, wollen wir eigentlich, dass jetzt Bildung, Erziehung eben nicht mehr klassisch von Schule und Elternh\u00e4usern \u00fcbernommen wird, sondern eher durch Medien, durch die KI. K\u00f6nnen wir das \u00fcberhaupt noch aufhalten? Also viele Fragen, die damit einhergehen.\nAlso wollen, ich glaube, ich also ich k\u00f6nnte mir vorstellen, dass doch jeder sagen wird, nein, das wollen wir nicht.\nAlso ich w\u00fcrde das f\u00fcr meine Kinder absolut nicht wollen. Ich pers\u00f6nlich glaube aber auch nicht, dass meine Kinder, ich glaube auch nicht deine Kinder, \u00e4hm mehr beeinflusst werden von von KI oder von elektronischen Medien, \u00e4hm als durch mich oder die Schule. Glaubst du das? Und ist das eigentlich eher so die n\u00e4chste soziale Spaltung?\nMhm. Also die n\u00e4chste soziale Spaltung, das ist glaube ich ein gro\u00dfes Thema, da m\u00fcssen wir auch echt noch mal gleich dr\u00fcber reden. Wenn ich n\u00e4mlich jetzt fragst, werden die dadurch st\u00e4rker beeinflusst, jetzt deine Kinder wahrscheinlich nicht und meine Kinder auch nicht, aber nat\u00fcrlich merkt man ja schon, dass viele ganz sch\u00f6n einseitig informiert werden mittlerweile und TikTok und Co ist nat\u00fcrlich da auch ein g\u00e4ngiges Mittel der n\u00e4chsten Generation, um sich Informationen zu beschaffen und wenn man jetzt dar\u00fcber nachdenkt, wei\u00df nicht, in den USA politische Bildung, wie findet die noch bei jungen Menschen statt? Das ist schon ganz sch\u00f6n medial gepr\u00e4gt und vielleicht jetzt nicht mehr klassisch irgendwie CNN und Fox News wie bei den \u00e4lteren, sondern halt eben eher Social Media und da sehe ich schon eine Beeinflussung auf alle F\u00e4lle.\nJa, also wir hatten ja tats\u00e4chlich auch der Kindesentwicklung gefragt. Ich glaube, Kinder, da sollten wir noch mal echt einen Riegel vorschieben. Da ist ja auch eine gro\u00dfe Diskussion, dass es ja eben z.B. auch Smartphoneverbot an Schulen gibt. Aber ich bin absolut bei dir, wenn es nachher so um junge Erwachsene gibt, da sind nat\u00fcrlich die sozialen Medien ganz weit vorne, wenn es um Informationsvermittlung geht.\nJa. Ja, du hast recht. Also wahrscheinlich m\u00fcssen wir jetzt so ein bisschen auch dann differenzieren. Kindesentwicklung, Beeinflussung im jugendlichen Alter, aber nat\u00fcrlich sind wir uns wahrscheinlich auch beide einig, einen Einfluss gibt's fast schon in jedem Alter, oder?\nJa. Ja.\nUnd das ist, ich meine, du bist n\u00e4her dran, jetzt wenn ich das bei Grundschule sehe, welche Rolle spielen da Medien oder KI, ist das auch schon Thema?\nJa, ich auf jeden Fall schon, ja. Ich finde auch, dass Kinder irgendwie heute fr\u00fcher erwachsen sind oder jugendlich sind, also schneller reifen. Das w\u00e4re jetzt noch zu viel, aber tats\u00e4chlich kann man das sogar auch schon k\u00f6rperlich sehen, also biologisch hat sich da auch irgendwie was angepasst. Aber wenn ich noch mal weiter zur\u00fcckgucke, so in den Kindergarten, muss ich sagen, sehe ich leider schon, dass das auch ein bisschen so eine soziale Spaltung ist. Also dieser Unterschied zwischen \u00e4hm hast du einen Computer oder nicht, wie das bei mir zu Hause noch irgendwie war, als es dann aufkam, oder hast du schon ein Handy oder nicht, dass diese Frage gibt es gar nicht mehr, sondern ich glaube, es ist eher, hast du einen gesunden Umgang damit oder nicht? Hast du unbegrenzten Zugang dazu oder nicht? Erkl\u00e4rt es dir jemand oder nicht?\nUnd das finde ich, das letzte finde ich ganz entscheidend. Also lassen wir die Kinder einfach die Ger\u00e4te nutzen und geben sie frei, weil es Langeweile Verhinderung ist, weil sie dann nicht nerven, nicht st\u00f6ren, wie auch immer wir es ausdr\u00fccken wollen, oder setzt man sich ihnen damit auseinander? Also das finde ich jetzt, das ist ja der eine gro\u00dfe Part auch, wenn wir \u00fcber KI und Zukunft der Bildung reden, was f\u00fcr einen Job haben wir eigentlich als Eltern, das auch zu begleiten? Und jetzt k\u00f6nnen wir uns nat\u00fcrlich als \u00e4ltere Generation das wieder einfach machen und sagen, ja, unsere Kinder wissen ja viel mehr dar\u00fcber und da kann ich gar nicht mehr mithalten und die sind viel schneller und das sind die Digital Natives und ich bin irgendwie noch derjenige, der mit zwei Fingern auf dem Handy irgendwie rumtippt. Das l\u00f6st die Problematik ja aber nicht.\nGenau. Und ich glaube, da muss man, wenn wir jetzt auch gleich zum Thema noch so, also mehr Bildung kommen wollen, einmal unterscheiden zwischen einfach Social Media Nutzung, das dar\u00fcber wollen wir jetzt heute gar nicht so sprechen, weil da ist nat\u00fcrlich einfach auch die gro\u00dfe Gefahr, dass das einfach s\u00fcchtig macht und dass da einfach kindliche, jugendliche Gehirne noch gar nicht so mit umgehen k\u00f6nnen. Und wo wir jetzt ja ein bisschen mehr drauf hinaus wollen, ist ja die Mediennutzung in der Schule und ich finde das immer ganz spannend. Wir haben da jetzt gerade eben kurz dr\u00fcber diskutiert, was bedeutet das eigentlich? Weil z.B. ein Smartboard in der Klasse h\u00e4ngen zu haben, ist f\u00fcr mich jetzt hat ja nichts mit, dass die Schule irgendwie sonderlich modern ist oder digital ist oder digitale Kompetenz oder irgendwas, sondern das ist einfach nur die Art und Weise, wie heute halt eine Tafel in der Klasse aussieht.\nMhm. Da bin ich bei dir und es ist nat\u00fcrlich ist das jetzt irgendwie auch so diese Ausstattung und Voraussetzung, die man hat und in vielen Schulen ist es ja heute auch schon so, dass dann eben Tablets ausgegeben werden und alles. Das halte ich auch alles f\u00fcr erstmal von den M\u00f6glichkeiten f\u00fcr gut. Die f\u00fcr mich wichtige Frage ist nat\u00fcrlich, wie bringen wir unseren Kindern, unseren Jugendlichen denn auch den Umgang mit diesen Medien bei? Also, dass die dann nach dem Smartboard bedienen k\u00f6nnen. Okay, gekauft, Haken hinter, geh\u00f6rt dazu, ist einfach. Jetzt wenn wir irgendwie, hattest du ja auch in der Anmoderation gesagt, was KI heute schon alles leisten kann, ist ja irgendwie von Hausaufgaben erkl\u00e4ren \u00fcber Texte schreiben, \u00fcber irgendwie Bilder erzeugen, individuelle Lernwege da unterst\u00fctzen. Also ist ja auch vielf\u00e4ltige M\u00f6glichkeiten. Und was wollen wir da und wo kann die KI da auch einfach helfen? Also ist ja auch erstmal ein Geschenk, dass wir sie haben.\nGenau, ich finde auch, wir sollten das nicht verteufeln. Ich glaube, als damals der Taschenrechner eingef\u00fchrt wurde, haben auch alle gesagt, oh mein Gott, das w\u00e4re, dann k\u00f6nnen die Leute nicht mehr rechnen und als das Buch kam, oh mein Gott, die Leute werden nicht mehr miteinander sprechen, jeder liest nur noch. Vor so gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen, da die die mag der Mensch an sich halt eben auch einfach nicht gerne. Ich glaube, die KI kann da schon deutlich helfen und auch das Lernen individueller gestalten. Ich wei\u00df, viele Lehrer wollen das gar nicht h\u00f6ren, weil das nat\u00fcrlich auch mehr Arbeit ist, wenn sie jetzt f\u00fcr jedes Kind einen eigenen Lehrplan erstellen. Und das Ziel sollte ja sein, dass alle Kinder zumindestens gewisse Basiskompetenzen am Ende der Grundschulzeit haben und sp\u00e4ter immer auch noch mit Freude weiterlernen. Und wenn man da auf individuelle Interessen mehr eingehen kann, why not?\nBin ich bei dir und ich glaube nat\u00fcrlich auch, dass es das immer und das finde ich auch noch mal wichtig zu erw\u00e4hnen, es kann nicht nur Aufgabe der Schule sein, das halt irgendwie zu begleiten. Also nicht, wenn wir jetzt eben diesen Punkt hatten, was m\u00fcssen wir als Eltern dann auch leisten? Also wir k\u00f6nnen uns da wirklich nicht rausnehmen, wenn ich das so bei meinen Kindern sehe, die sind jetzt ja einer jetzt gerade Abitur gemacht, die andere ist jetzt in der Oberstufe. Nat\u00fcrlich nutzen die KI und nat\u00fcrlich nutzen die irgendwie die Medien viel selbstverst\u00e4ndlicher und Zeit intensiver als ich, aber sie brauchen nat\u00fcrlich trotzdem noch irgendwie eine Unterst\u00fctzung und den einfach zu sagen, wie promptest du eigentlich richtig und was f\u00fcr Fragen stellst du, was hinterfragst du auch, was f\u00fcr Quellen werden genutzt, wo bist du irgendwie unterwegs? Das sind ja alles Sachen, wenn die nicht in der Schule passieren, dann sind wir als Eltern gefordert, uns da einfach mit hinzusetzen und die Zeit zu investieren.\nUnd nutzen deine Kinder das zum Lernen?\nIch glaube schon, dass nat\u00fcrlich vieles erstmal gefragt wird und dann fragst du, also die fragen dann erstmal schon die KI und sagen dann irgendwie, okay, die und die Aufgabe habe ich, wie n\u00e4here ich mich der denn jetzt? Und das habe ich denen nat\u00fcrlich schon versucht n\u00e4her zu bringen, frag jetzt nicht nach einer Antwort, sondern lass dir eine Struktur vorgeben, dass du dir irgendwie erstmal das Thema erkl\u00e4ren, dass du erstmal drei Fragen vorher stellst, bevor du irgendwie die Antwort haben willst, du dir dann vielleicht in dein Erdkundeheft oder in dein Geschichtsheft reinschreibst. Das ist schon klar.\nAber haben dann deine Kinder als Jugendliche verstanden, weil das finde ich ist ja genau der wichtige Punkt. Lasse ich meine Hausaufgaben von der KI machen, also das Denken \u00fcbernehmen, oder lasse ich sie mir helfen, dass ich etwas lerne? Also, ne, ist das ein ein Lernbegleiter oder ist das ein Antwortengenerierer? Und wenn du das, was du jetzt ja sagst, ist, dass du den ja versuchst zu erkl\u00e4ren, dass sie dadurch eigentlich noch schlauer werden. Und das ist ja auch ein gro\u00dfer Unterschied. Ich glaube, das ist ja so die die Kunst eigentlich, wie nutzt man eine KI richtig? Hilft sie mir, dass ich selbst was lerne und dass es besser, einfacher ist, oder \u00e4hm verdumme ich dadurch eigentlich nur, weil ich gar nicht mehr selbst denke, weil ich einfach nur Antworten \u00e4h also Fragen reingebe und eine Antwort rausbekomme.\nJa, jetzt auf Sch\u00fclersicht nat\u00fcrlich argumentiert, sage ich, wahrscheinlich willst du nur schnell die Hausaufgaben erledigt haben. Also ist nat\u00fcrlich auch mein herer Anspruch, den ich als Vater habe, dann irgendwie zu sagen, okay, du musst aber auch da einen Prozess haben, du musst es lernen und nat\u00fcrlich w\u00e4re es 17 mal schneller, wenn man den Kindern, wenn man jetzt ist ja nur meine Tochter, die in der Schule ist, sie ist eben alleine machen w\u00fcrde, aber das Gute ist halt, dass ich ihr relativ gut und schnell nat\u00fcrlich zeigen kann, die Antworten, die du bekommen hast, die reichen wahrscheinlich nicht aus, dass dein Lehrer damit irgendwie zufrieden ist, sondern die h\u00f6ren sich so KI-m\u00e4\u00dfig an oder sie sind einfach v\u00f6llig aus dem Kontext gegriffen oder sie passen \u00fcberhaupt nicht dazu oder sie sind viel zu kompliziert formuliert, du musst das schon irgendwie anders machen. Also das ist nat\u00fcrlich immer mein Ansatz, dass ich mir den erstmal angucke, was wirft die KI aus und das wissen wir beide ja auch am Anfang, es h\u00f6rt sich es immer relativ platt an, man muss schon ganz sch\u00f6n oft nachfragen.\nJa, das stimmt. Ich glaube, es ist ein leichtes f\u00fcr Lehrer zu erkennen, ob die Hausaufgaben von der KI oder von dem Kind selbst erstellt wurden.\nGenau. \u00c4hm sprechen wir aber dr\u00fcber, was Schule und was Lehrer eigentlich heutzutage in diesem Feld tun sollten.\nHast du denn da mal ein ganz konkretes Beispiel, wie man KI in der Schule nutzen kann?\nDa war in der Oberstufe noch bei meinem Sohn, da haben die das sehr konkret auch gemacht. Also die haben die KI dann in den Unterricht mit integriert und haben jetzt gesagt, okay, h\u00f6rt zu, ihr schreibt erstmal eine Einleitung selber, dann lasst ihr euch von der KI eine zweite Einleitung schreiben, dann vergleicht ihr die beiden und nehmt irgendwie den Vergleich rein, was war gut hier, was stimmte da nicht oder im Geschichtsunterricht haben die das dann gemacht, was ist deine Antwort ausreichend, wo passt sie dazu, wo ist sie einfach eine Vereinfachung? Also, dass das die KI eben nicht nur ein Werkzeug ist, um schnell fertig zu werden, sondern auch ein Gegenstand war, damit die Sch\u00fcler wieder mehr reflektiert haben. Also fand ich einen ganz guten Ansatz, um mal praktisch jetzt irgendwie f\u00fcr Lehrer gedacht, wie man es halt auch machen kann und jetzt nicht nur immer sagen, \u00e4hm ja, nein, gut, schlecht. Also man muss nat\u00fcrlich die Kinder da auch ein bisschen mehr oder die Sch\u00fcler da mehr an die Hand nehmen.\nJa, das \u00e4h finde ich total spannend bei dir, aber bei uns ist das nat\u00fcrlich noch gar nicht das Thema in der Grundschule und wir haben uns auch bewusst f\u00fcr eine Grundschule entschieden, wo das, glaube ich, auch kein Thema sein wird, sondern ganz viele andere, wie ich finde, wichtige Dinge werden dort an der Schule, ja, in den Mittelpunkt gestellt. Also z.B. gibt es das Fach Lernen durch Engagement, wo die Kinder sich in der Gruppe, in der Klassengemeinschaft ein soziales Projekt suchen, wo sie sich eben engagieren und das m\u00fcssen sie tats\u00e4chlich von A bis Z, also sei es, sie wollen f\u00fcrs Tierheim Spenden sammeln oder M\u00fcll sammeln oder was auch immer, den Schulhof versch\u00f6nern, das d\u00fcrfen sie sich komplett frei aussuchen, mit den Lehrern nat\u00fcrlich zusammen und es wird dann begleitet, genauso wie Demokratie \u00e4hm an der Schule ganz wichtig ist. Es gibt eine Kinderkonferenz, wo man wirklich gew\u00e4hlt wird, ein Repr\u00e4sentant ist f\u00fcr andere, wo Umfragen gemacht werden. Also, wo ich finde, wo das wirklich ab der ersten Klasse nicht nur beigebracht wird, sondern ganz viele Dinge \u00e4hm erlebbar gemacht werden und auch, dass man f\u00fcr seine eigene \u00e4hm Struktur, also was lerne ich und wann, auch verantwortlich ist. \u00c4hm weil ich finde auch sowas wie Zeitmanagement ist auch ist ja auch ein ganz wichtiger Aspekt, dass man sein Leben ein bisschen strukturieren kann. Also so ganz viele Dinge passieren halt auch nebenbei, die ich glaube, die man zuk\u00fcnftig braucht.\nFinde ich passt total gut, weil dann letztendlich geht's darum, dass ich lerne zu lernen, was wir ja schon \u00f6fter hatten und das beschr\u00e4nkt sich nat\u00fcrlich dann aber im Endeffekt nicht mehr nur auf die Grundschule oder jetzt nicht mehr nur auf die Oberstufe bei meiner Tochter, das ist ja an sich was f\u00fcrs Leben, oder?\nGenau. Ja, wo kommen wir denn, also was passiert denn eigentlich dann, wenn man dann mit der Schule fertig ist? Und wir haben auch schon mal eine Podcastfolge gehabt zum Thema Weiterbildung. Stimmt, ja. Da haben wir da ganz ausf\u00fchrlich dr\u00fcber gesprochen, aber ich finde, der \u00e4hm ja dieser Zugang zu Weiterbildung ist ja bei vielen Leuten irgendwie so total negativ behaftet, weil sie halt eben so viele negative Erinnerungen an die Schulzeit haben, was ja ganz traurig ist eigentlich. Aber meinst du, dass dadurch KI das zuk\u00fcnftig sich \u00e4ndern k\u00f6nnte?\nOh, eine gro\u00dfe Frage. Ich glaube, also wir sind uns ja einig und das war damals ja, glaube ich, auch diese Zahl, dass vier von f\u00fcnf Menschen durchaus bereit w\u00e4ren Weiterbildungsma\u00dfnahmen anzunehmen. Ist ja immer nur die Frage, wie kriege ich es in meinen stressigen Alltag rein oder meine Arbeitszeit, die sowieso schon ganz voll ist. Und jetzt KI kann nat\u00fcrlich dann vielleicht wirklich einfache Zug\u00e4nge schaffen, die ich auf einmal, ich nicht wie so eine Podcastfolge dann auf dem Weg zur Arbeit mir anh\u00f6re, wo ich mir irgendwie kurze Videos, die f\u00fcr mich dann eine Relevanz haben und das m\u00fcssen jetzt nicht nur die akademischen Jobs sein, das kann ja genauso f\u00fcrs Handwerk sein, dass da KI irgendwelche tollen Programme halt f\u00fcr die Zielgruppe kreiert, um kurz und knapp auf was Neues aufmerksam zu werden, um neue M\u00f6glichkeiten dann auch zu nutzen, um zu erfahren, wie andere es vielleicht gemacht haben, die Vernetzung. Also, da glaube ich schon, kann KI gerade in Zukunft viel schaffen.\nAlso man kann einfach Zeit auch schaffen, ne? Um weil das haben wir ja auch immer gesagt, dass es so wichtig ist, dass man eigentlich auch Raum f\u00fcr Ideen hat, \u00e4hm um Innovation zu f\u00f6rdern. Also hattest du das nicht erz\u00e4hlt, dass ihr bei euch die Treppe neu gemacht habt und der Handwerker kam, aber dass das eigentlich, dass du \u00fcberrascht dar\u00fcber warst, wie digital das Ganze abgelaufen ist.\nDie Terrasse war das damals, ja. Genau, die Terrasse, die sollte musste neu gemacht werden und ich habe jetzt gedacht, der kommt her mit dem Zollstock, misst das irgendwie aus und verlegt neue Bohlen. Hat er nat\u00fcrlich auch, hat er gemessen, aber er hat wie er erstmal elektronisch gemessen, dann hat er mir gleich verschiedene Varianten auf dem Rechner gezeigt, wie der Fu\u00dfboden aussehen k\u00f6nnte mit Echtholz, mit \u00e4hm irgendwelchen MDF-Platten, also unterschiedliche Materialien dann, was das irgendwie mit der Wetterbest\u00e4ndigkeit hei\u00dft. Also hat es mir dann gleich am Laptop sozusagen auch gezeigt, wie es aussehen kann und dann habe ich es entschieden, weil ich nat\u00fcrlich die M\u00f6glichkeiten genutzt habe, um meine Vorstellungskraft dann nicht nur auf sein Wort, sondern dann halt auch gleich im Bild das alles zu sehen. Also ein sch\u00f6nes Beispiel, ja, wo es auch im Handwerk echt toll funktioniert hat.\nJa. Also mit Blick auf die Uhr, ich glaube, wir k\u00f6nnten da noch Stunden und Tage dr\u00fcber sprechen. Lass uns das Ganze doch mal ein bisschen zusammenfassen. Also, wenn wir jetzt \u00fcber Bildung und die Bedeutung von KI in der Zukunft nachdenken, sind es f\u00fcr mich eigentlich so drei Punkte, die mir da direkt einfallen. Ich finde n\u00e4mlich einmal geht es ganz klar um diese Medienkompetenz oder eigentlich auch KI-Kompetenz. Und ich finde, das kann eigentlich nicht die Schule alleine leisten, weil ganz, ganz viel eben auch ja schon im Elternhaus vorgelebt wird. Also die Art und Weise, wie man damit umgeht und es h\u00e4ufig eben schon tats\u00e4chlich im Kindergarten, in der Vorschule, in der Grundschule anf\u00e4ngt, dass Eltern da eigentlich ein gutes Vorbild sein m\u00fcssen und eben Dinge da auch erkl\u00e4ren und es dann halt, ja, man es nicht auf die Mittel- und Oberstufe und dann auf die Lehrer abw\u00e4lzen kann. Dann finde ich, muss es in den Schulen einfach weiterhin und noch viel mehr eine Offenheit f\u00fcr individuelle Lernwege geben, da Schule durch die heutigen Herausforderungen ja einfach mehr ist als nur Lesen lernen. Also Schule sollte ganzheitlich bilden, auch demokratische Werte vermitteln, Engagement vorleben, all das, was man einfach in unserer heutigen Welt auch braucht. Und ja, ich denke auch, dass man Bildung durch KI mehr in den Alltag integrieren k\u00f6nnte, um so bei Aus- und Weiterbildung zu unterst\u00fctzen und den Zugang auch f\u00fcr alle zu erleichtern, dass das einfach das Thema Bildung nicht nach der Schule oder nach dem Studium aufh\u00f6rt, sondern viel selbstverst\u00e4ndlicher ein Bestandteil des Alltags ist. Wie siehst du das?\nDa stimme ich dir bei allen Sachen zu. Also um es jetzt konkret zu machen, ist, glaube ich, dann die eigentliche Zukunftsfrage jetzt nicht, wie viel Technik noch kommt, sondern wie machen wir unsere Kinder stark genug, bef\u00e4higen sie gut genug mit dieser Technik sinnvoll umzugehen. Nat\u00fcrlich d\u00fcrfen wir auch nicht vergessen, es wird nicht nur diese eine Zukunft geben, sondern wir k\u00f6nnen jetzt nicht sagen, so wird's in Zukunft sein, sondern die Welt ver\u00e4ndert sich. Also m\u00fcssen sie erstmal lernen, damit \u00fcberhaupt umzugehen. Das ist, glaube ich, das Entscheidende. Also geben wir ihnen auch wieder Selbstvertrauen mit, geben wir ihnen kreatives Denken mit, geben wir ihnen Urteilskraft mit, diese ganzen Sachen. Und dann, glaube ich, d\u00fcrfen wir nat\u00fcrlich auch nicht vergessen, dass gerade die Institution Schule die Ausstattung auch braucht. Und Ausstattung meine ich jetzt nicht f\u00fcr jede Klasse irgendwie ein Set iPads, sondern halt auch den Lehrern die M\u00f6glichkeit geben, sich selbst weiterzubilden, um dann Kinder und Sch\u00fcler und junge Erwachsene jederzeit auch vern\u00fcnftig bilden zu k\u00f6nnen. Also Thema Weiterbildung in Schulen, daf\u00fcr m\u00fcssen Zeiten geschaffen werden, daf\u00fcr muss Personal hergeholt werden, damit die nat\u00fcrlich auch die M\u00f6glichkeiten haben, denn selbst wenn du mal gelernt hast, Lehrer zu sein, langt es wahrscheinlich nicht aus, auch noch in 20 Jahren dieselben Inhalte zu vermitteln. Also viel vor der Brust, das d\u00fcrfen wir nicht vergessen, aber Bildung ist nat\u00fcrlich auch ein komplexes Thema.\nJa, und ein absolutes Zukunftsthema f\u00fcr uns ja auch immer wieder. Aber ich finde, das war ein sch\u00f6nes Fazit. Das war es auch schon mit unserer Doppelfolge zum Thema Bildung. Wir hoffen, wir konnten einige spannende Anregungen und neue Perspektiven mitgeben. Und ja, schickt uns wie immer liebend gern eure Gedanken oder eigene Zukunftsfragen.\nIn diesem Sinne, n\u00e4chsten Monat Thema Freizeitw\u00fcnsche 2026 schon mal, ne? Also das ist gro\u00dfes unser Jahresthema. Genau. Seid gespannt. Genau. Bis dahin, macht's gut. Ciao.\nWenn ihr selbst Zukunftsfragen habt, dann z\u00f6gert nicht uns zu schreiben. Die E-Mail dazu findet ihr in den Infos zu dieser Podcastfolge oder auf unserer Website Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen.de. Und wenn euch die Folge gefallen hat, dann lasst uns doch ein Like da und vergesst nicht uns zu abonnieren.\n\nDieser Podcast wurde produziert von Wortlieferant.de.","podcast_audio":null,"podcast_audio_url":"https:\/\/audio.podigee-cdn.net\/2563851-m-83af732006e027c2fc4335fc984b3f77.mp3","podcast_duration":"PT20M8S"},"_et_pb_custom_css":"","yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v28.2 - https:\/\/yoast.com\/product\/yoast-seo-wordpress\/ -->\n<title>Zukunft der Bildung (2\/2): Von Basiskompetenzen bis zur KI-Ethik - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen<\/title>\n<meta name=\"robots\" content=\"index, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<link rel=\"canonical\" href=\"https:\/\/www.stiftungfuerzukunftsfragen.de\/en\/future-of-education-2-2-from-basic-skills-to-ai-ethics\/\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"en_GB\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Zukunft der Bildung (2\/2): Von Basiskompetenzen bis zur KI-Ethik - Stiftung f\u00fcr Zukunftsfragen\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Staffel 5, Folge 6 K\u00fcnstliche Intelligenz ver\u00e4ndert die Art, wie wir lernen \u2013 und stellt unser Bildungssystem vor neue Herausforderungen. 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