Die Zukunft der Mobilität

Teilen statt besitzen

Die Zukunft von Mobilität und Urbanität sind eng miteinander verbunden, denn die Frage, wie in diesen urbanen Räumen der alltägliche Pendler- und Warenverkehr gewährleistet werden kann, ist inhärent. Über ein Viertel der Deutschen verbinden mit dem „Leben in der Stadt der Zukunft“ Autobahnanschlüsse und Flughafennähe. Die Förderung des öffentlichen Personennahverkehrs und der Ausbau der Infrastruktur ist hierbei ein wichtiger Baustein, denn bisher nutzt nur etwa ein Drittel der Deutschen Bus, S- bzw. U-Bahn und Straßenbahn mehrmals im Monat.

Die Top fünf Assoziationen der Deutschen mit einem Auto des 21. Jahrhunderts sind die Attribute: Sparsam im Verbrauch, sicher, keine Abgase, leise/geräuscharm und qualitätsvoll/gute Verarbeitung. Es muss gerade in Bezug auf die Umwelt weitergedacht werden. Die Zukunft der Mobilität wird von Ressourceneffizienz und Nachhaltigkeit geprägt sein, womit gleichzeitig der ökologische Aspekt der Mobilität einen gesellschaftlichen Bedeutungsgewinn erfährt. Feinstaubplaketten und Umweltzonen werden hierbei keine dauerhafte Antwort auf die Frage geben, ob unsere „Autogesellschaft“ im Generellen noch zukunftsfähig ist. Ein Viertel der Deutschen gaben an bereit zu sein, für ein umweltfreundlicheres Elektro-Auto einen höheren Preis zu bezahlen als für einen benzinbetriebenen PKW.

In der Konsequenz bedarf es weiterführender Mobilitätskonzepte, welche sich nicht nur auf technischer Ebene entwickeln, sondern auch einen menschlichen Verhaltenswandel zur Folge haben. Mobilität kann in diesem Zusammenhang zum Ausdruck einer neuen Lebensweise werden. Im Gegensatz zum 20. Jahrhundert, in dem Mobilität in erster Linie Individualmobilität bedeutete, ergänzt und wandelt sich dieser „Besitzmarkt“ zukünftig zu einem gemeinschaftlichen „Zugriffsmarkt“. Der derzeitige Erfolg von Car-Sharing-Angeboten oder Fahrradverleihstationen sind hierbei erste Anzeichnen einer höher werdenden Akzeptanz der so genannten „Use-When-Required“-Option, einer Nutzung bei Bedarf. Auch wenn die Deutschen in Zukunft weiterhin die Vorteile des Autos lieben werden – in Bezug auf die Besitzverhältnisse werden sie zunehmend umdenken.

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