Der Freizeitbrief, 34, 5. Jg., August 1984

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Bundesbürger bleiben im Urlaub lieber zu Hause, als auf Pump zu verreisen

    Bundesbürger bleiben im Urlaub lieber zu Hause, als auf Pump zu verreisen

    Im Urlaub verreist nur, wer sich dies auch wirklich leisten kann. Für das Urlaubsvergnügen Schulden zu machen, kommt für die Bundesbürger kaum in Frage. Dann bleiben sie, wie eine repräsentative Meinungsumfrage des BAT Freizeit-Forschungsinstituts ergab, lieber zu Hause.

    Aus der Untersuchung geht hervor, daß es offenbar als unsolide empfunden wird, für ein relativ kurzfristiges Erlebnis einen Kredit aufzunehmen. Denn nur 1 % der Befragten ist dazu bereit. Bei langlebigeren materiellen Gütern wie Möbel, Auto oder Fernsehgerät kennt der Bundesbürger solche Bedenken bekanntlich nicht.

    Von den Urlaubsreisenden ist immerhin jeder Vierte in der Lage, seine Urlaubsreise aus dem laufenden Einkommen zu bestreiten. Mehr als die Hälfte (55 %) müssen allerdings das Verreisen im Urlaub finanziell rechtzeitig planen. Entweder legen sie jeden Monat extra Geld in die Urlaubskasse (26 %) oder sie greifen auf ihr reguläres Sparbuch zurück (29 %).

    Das Urlaubsgeld vom Arbeitgeber finanziert für 15 % die Urlaubsreise und bei 11 % sind es die Eltern, die eine Reise im Urlaub ermöglichen. Bei den 14- bis 19-jährigen wird sogar jeder Zweite von den Eltern eingeladen.