Chart der Woche, 2022-KW40

3. Oktober 2022

(inkl. Grafiken wenn vorhanden)

Löst E-Food den Supermarkteinkauf ab?

Von je 100 Befragten lassen sich wenigstens einmal pro Woche Lebensmittel oder Getränke nach Hause liefern:

2021 6 2022 9 Männer 10 Frauen 7 Großstadtbewohner 16 Landbewohner 4 Unter 29 Jahre 16 Über 65 Jahre 2
Daten als Tabelle
Löst E-Food den Supermarkteinkauf ab? — Von je 100 Befragten lassen sich wenigstens einmal pro Woche Lebensmittel oder Getränke nach Hause liefern:
20216
20229
Männer10
Frauen7
Großstadtbewohner16
Landbewohner4
Unter 29 Jahre16
Über 65 Jahre2
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Ergebnis

Fast jeder zehnte Bundesbürger bestellt wenigstens einmal pro Woche seine Lebensmittel oder Getränke online, monatlich ist es sogar fast jeder Vierte, der dieses Serviceangebot in Anspruch nimmt. Im Vergleich zum Vorjahr wuchs der Anteil damit um rund 50 Prozent. Innerhalb der Bevölkerung zeigen sich hierbei große Unterschiede: Männer ordern Lebensmittel öfter als Frauen, in der Stadt wird viermal häufiger online bestellt als auf dem Land und junge Mitbürger versorgen sich achtmal eher auf diese Art als Ruheständler.

Gründe

  1. Es ist bequem und spart Zeit. Aus dem Bus heraus noch schnell den Käse fürs Abendbrot und die Milch fürs Frühstück bestellen oder aber den Wocheneinkauf bequem auf dem Sofa erledigen – E-Food kann 24/7 und von überall geordert werden.
  2. Die Pandemie war ein Booster für diese Art des Einkaufens. Vor lauter Sorge sich anzustecken, ließen sich zahlreiche Deutsche ihre Lebensmittel und Getränke liefern.
  3. Mit der Nachfrage wuchs auch das Angebot: Waren es zunächst nur einzelne Supermärkte, die diesen Service offerierten, ist der Markt mittlerweile von zahlreichen Anbietern durchdrungen – Rewe, Edeka und Co. stehen hierbei Unternehmen wie z.B. Gorillas, Amazon fresh und Flink oder auch Anbietern wie Hello Fresh und Wolt gegenüber, die die Zutaten für ganze Menüs an die Haustür bringen oder aber Produkte von verschiedenen Anbietern.

Prognose

Das Angebot und die Nachfrage werden weiter zunehmen. Preislich sind schon heute die Online- und Offlineangebot ähnlich, wobei perspektivisch gelieferte Lebensmittel und Getränke sogar günstiger sein werden, da Lagerhallen am Stadtrand weniger kosten als Geschäfte mit Parkplätzen in den Wohngebieten und Innenstädten. Gelöst bzw. verbessert werden müssen die oftmals schlechten Arbeitsbedingungen der Angestellten, sowie Herausforderungen bei Kühlketten und Logistik. Und in einigen Jahren wird E-Food auch per Roboter oder Drohne geliefert werden – in den USA verlaufen bereits gegenwärtig zahlreiche Pilotprojekte recht erfolgsversprechend.

Ihre Ansprechpartnerin

Ayaan Güls
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
guels@zukunftsfragen.de

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