Chart der Woche, 2023-KW50

14. Dezember 2023

(inkl. Grafiken wenn vorhanden)

Die Zukunft der Arbeit: Flexibilität als Schlüssel zum Erfolg

Von je 100 Befragten erwarten, dass innerhalb der kommenden 20 Jahre durch neue Arbeitsmodelle die Arbeit individueller und flexibler gestaltet werden kann:

Nein: 20 % Ja: 80 % Gesamt

Vier von fünf Bürgern erwarten durch neue Konzepte mehr Freiheit und Flexibilität im Berufsalltag

Geringverdienende 77 Besserverdienende 90 Geringe formale Bildung 74 Höhere formale Bildung 86
Daten als Tabelle
Die Zukunft der Arbeit: Flexibilität als Schlüssel zum Erfolg — Vier von fünf Bürgern erwarten durch neue Konzepte mehr Freiheit und Flexibilität im Berufsalltag
Gesamt
Nein20
Ja80
Die Zukunft der Arbeit: Flexibilität als Schlüssel zum Erfolg — Vier von fünf Bürgern erwarten durch neue Konzepte mehr Freiheit und Flexibilität im Berufsalltag
2023
Geringverdienende77
Besserverdienende90
Geringe formale Bildung74
Höhere formale Bildung86
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Ergebnis

Spätestens seit der Corona-Pandemie verändert sich die Arbeitswelt zugunsten flexibler Arbeitsmodelle.  Homeoffice, Jobsharing, wählbare Arbeitszeiten oder die Förderung von individuellen Arbeitsansätzen haben an Bedeutung gewonnen. Vier von fünf Bürgern erwarten innerhalb der kommenden 20 Jahre durch diese und neue Konzepte mehr Freiheit und Flexibilität innerhalb des Berufsalltages. Hierbei zeigen sich Unterschiede zwischen verschiedenen Bevölkerungsgruppen, insbesondere in Bezug auf Bildung und Einkommen. So stimmen ‚nur‘ drei Viertel der Bürger mit niedrigerem Gehalt und geringerer Bildung dieser Aussage zu, während neun von zehn Besserverdienenden und formal Höhergebildeten sich dieses vorstellen können.

Gründe

In den letzten Jahrzehnten ist die Arbeitszeit deutlich heterogener und flexibler geworden. Verantwortlich hierfür sind maßgeblich die gesellschaftlichen Veränderungen in Deutschland, wie moderne Lebensstile, sich wandelnde Familienstrukturen, eine steigende Anzahl berufstätiger Frauen, wachsendes Gesundheitsbewusstsein und eine zunehmende Globalisierung. Erfahrungen aus der Pandemie, die fortschreitende Technisierung, die Digitalisierung und der demografische Wandel verstärken aktuell diese Entwicklung und betonen dabei gleichzeitig die individuellen Bedürfnisse von Beschäftigten.

Die Differenzen zwischen der Zustimmung von Bürgern mit formal höherem Bildungsstand und Einkommen sowie niedriger Schulbildung und Einkommen erklären sich vor allem aus deren Berufserfahrungen und Tätigkeitsbereichen. So arbeiten letztere oftmals in Handwerks- oder Dienstleistungsberufen, sowie im produzierenden Gewerbe, in denen sich flexible Arbeitsmodelle schwerer umsetzen lassen. Dagegen können Führungskräfte, Wissenschaftler, Beamte oder Büroangestellte einfacher alternative Arbeitsmodelle einfordern und realisieren.

Prognose

Viele Arbeitnehmende wünschen sich eine Flexibilisierung in der Arbeitswelt, die über das aktuelle Angebot von Teilzeit, Gleitzeit oder Homeoffice hinausgeht. Neuere Modelle wie Vertrauensarbeitszeit, Jahresarbeitszeit, Lebensarbeitszeitkonten, KAPOVAZ (Kapazitätsorientierte variable Arbeitszeit), Job-Sharing, Co-Working oder Workation werden – wo umsetzbar – angeboten werden.

Der technologische Fortschritt, von der Automatisierung über die Digitalisierung bis hin zur künstlichen Intelligenz, werden dabei helfen, individuelle Arbeitszeitwünsche zu ermöglichen. Diese Entwicklung wird zu einer noch besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf führen, einer höheren Mitarbeiterzufriedenheit sowie weniger Stress und dafür mehr Spaß und Motivation im Job. Für die Unternehmen wiederum ergeben sich hieraus zum einen engere Mitarbeiterbindung, geringere Fluktuation, höhere Produktivität und weniger krankheitsbedingte Ausfälle sowie zum anderen eine Erweiterung von Öffnungszeiten und besseres Employer Branding nach innen und außen.

Ihre Ansprechpartnerin

Ayaan Güls
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
guels@zukunftsfragen.de

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