Chart der Woche, 2025-KW27

3. Juli 2025

(inkl. Grafiken wenn vorhanden)

Wohnwünsche

Von je 100 Befragten sagen, sie möchten in Zukunft wie folgt wohnen:

2025 2009 Ich möchte genau dort wohnen, wo ich jetzt wohne. 34 59 Viel Grünflächen, Parks und Naturnähe 32 Kurze Wege zu Einkaufs-, Versorgungs-, Freizeit-, Kultur- und Bildungsangeboten 31 25 In der Nähe meiner Kinder, Eltern und Verwandten 24 25 Barrierefrei, um im Alter/ Krankheit dort zu bleiben 24 Das Allerwichtigste ist bezahlbarer Wohnraum in zentraler Lage 24 27 Auf dem Land, aber mit schneller Interverbindung / Breitbandanschluss 23 Auf dem Land mit guter Anbindung durch den ÖPNV in eine Stadt 22 Nachhaltig, mit energieeffizienten Gebäuden und erneuerbaren Energien 18 Ich will lieber mobil bleiben und zur Miete wohnen kaufen 13 14 Mit Gleichgesinnten in einer Wohnanlage 13 17 In einem intelligenten Gebäude, "Smart Home" 12 In einer vielfältigen Nachbarschaft, unterschiedlicher Herkunft und Altersgruppen 11 In einer WG/ Mehrgenerationenhaus/ einer Gemeinschaft 11 7 In einer gesicherten Wohnanlage (gated community), zum Schutz vor Kriminalität 8
Online Repräsentativbefragung von 2.000 Personen ab 18 Jahren durch die GfK in Deutschland
Daten als Tabelle
Wohnwünsche — Von je 100 Befragten sagen, sie möchten in Zukunft wie folgt wohnen:
20252009
Ich möchte genau dort wohnen, wo ich jetzt wohne.3459
Viel Grünflächen, Parks und Naturnähe32
Kurze Wege zu Einkaufs-, Versorgungs-, Freizeit-, Kultur- und Bildungsangeboten3125
In der Nähe meiner Kinder, Eltern und Verwandten2425
Barrierefrei, um im Alter/ Krankheit dort zu bleiben24
Das Allerwichtigste ist bezahlbarer Wohnraum in zentraler Lage2427
Auf dem Land, aber mit schneller Interverbindung / Breitbandanschluss23
Auf dem Land mit guter Anbindung durch den ÖPNV in eine Stadt22
Nachhaltig, mit energieeffizienten Gebäuden und erneuerbaren Energien18
Ich will lieber mobil bleiben und zur Miete wohnen kaufen1314
Mit Gleichgesinnten in einer Wohnanlage1317
In einem intelligenten Gebäude, "Smart Home"12
In einer vielfältigen Nachbarschaft, unterschiedlicher Herkunft und Altersgruppen11
In einer WG/ Mehrgenerationenhaus/ einer Gemeinschaft117
In einer gesicherten Wohnanlage (gated community), zum Schutz vor Kriminalität8
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Ergebnis

Für 31 % der Bundesbürger ist ein Wohnort mit kurzen Wegen derzeit das wichtigste Wohnkriterium. Gemeint ist ein Zuhause, von dem aus sich Dinge des Alltags – Einkauf, Schule, Arzt oder Kultur – zu Fuß oder mit dem Rad erreichen lassen. Damit steht dieser Aspekt im Jahr 2025 an oberster Stelle der Wohnwünsche.

Im Vergleich zu 2009 ist ein deutlicher Anstieg erkennbar: Damals lag dieser Wert noch bei 26 %. Gleichzeitig verliert das klassische Ideal von zentraler Lage leicht an Bedeutung – aktuell nennen 24 % bezahlbaren Wohnraum in guter Innenstadtlage als wichtig.

Zudem zeigen sich veränderte Haltungen zum Leben auf dem Land: Fast jeder Zweite würde grundsätzlich dorthin ziehen – sofern digitale Infrastruktur und Mobilität gewährleistet sind.

Gründe

Die Anforderungen an das Wohnen haben sich verändert. Wohnorte werden heute verstärkt nach ihrer Alltagstauglichkeit ausgewählt. Kürzere Wege erleichtern die Organisation des Lebens und reduzieren Zeitaufwand, Abhängigkeit vom Auto und Alltagsstress.

Zugleich ist der Wunsch nach Nähe kein Widerspruch zur Autonomie. Viele Menschen wünschen sich Anschluss, ohne sich in festen Strukturen zu verlieren. Das zeigt sich auch beim Thema gemeinschaftliches Wohnen: Nur 13 % können sich ein Leben mit Gleichgesinnten in Wohnprojekten vorstellen, 11 % ein Mehrgenerationen-Wohnen. Die Mehrheit bevorzugt das, was sie kennt – 34 % möchten so wohnen wie bisher.

Wohnqualität wird also nicht allein durch Grundriss oder Quadratmeter definiert, sondern zunehmend durch Erreichbarkeit, Nutzbarkeit und Verlässlichkeit im Alltag.

Prognose

In den kommenden Jahren wird sich die Bedeutung von Erreichbarkeit und funktionaler Nähe weiter festigen. Wohnorte, die den Alltag gut unterstützen, gewinnen an Attraktivität – nicht nur in Städten, sondern auch im ländlichen Raum, sofern Infrastruktur und digitale Anbindung mitwachsen.

Auch gemeinschaftlich gedachte Wohnformen könnten sich weiterentwickeln – jedoch in zurückhaltender Form, die individuelle Rückzugsräume wahrt. Neue Modelle werden dort erfolgreich sein, wo sie auf bestehende Bedürfnisse reagieren, statt neue Konzepte aufzuzwingen.

Wohnen bleibt ein zentrales Element gesellschaftlicher Teilhabe. Wer heute Wohnräume plant oder gestaltet, wird sich künftig noch stärker daran orientieren müssen, wie Menschen leben – nicht nur, wo sie wohnen.

Ihre Ansprechpartnerin

Ayaan Güls
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
guels@zukunftsfragen.de

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