Neujahrsvorsätze 2023: Mehr Optimismus und Gelassenheit

Forschung aktuell, 299

29. Dezember 2022

 

Krieg in der Ukraine, steigende Preise, Corona-Pandemie, dazu noch der Klimawandel und eine zunehmende Spaltung der Gesellschaft – auch das Jahr 2023 wird durch zahlreiche globale und nationale Herausforderungen geprägt sein. Dieses ist den Bundesbürger bewusst, jedoch wollen sie nicht in Schockstarre verharren, sondern ihr Glück stärker in die eigenen Hände nehmen. Dieses ergab eine aktuelle Untersuchung der gemeinnützigen Stiftung für Zukunftsfragen für die 2.000 Personen ab 18 Jahren im November und Dezember 2022 repräsentativ befragt wurden.

Kernergebnisse:

  • Mehr als drei Viertel aller Bürger wollen mehr Zeit für sich und die Familie/Freunde
  • 73 Prozent wollen gelassener und optimistischer denken und handeln
  • 70 Prozent wollen nachhaltiger leben
  • Jeder Zweite ist bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen
  • Ein Drittel plant sich gesellschaftlich aktiv zu engagieren

 

 

Mehr Optimismus und Gelassenheit

Trotz zahlreicher ungelöster Probleme zeichnen sich die persönlichen Ziele der Bundesbürger für das kommende Jahr durch ein hohes Maß an individuellem Optimismus aus. So nehmen sich – neben mehr Zeit für sich und andere – fast drei von vier Bundesbürgern vor, gelassener sowie optimistischer zu denken und zu handeln. In diesem Punkt ist sich die Bevölkerung einig – unabhängig von Geschlecht, Alter, Wohnort oder Einkommen. Und fast ebenso viele wollen öfters wieder einfach zuhören, ohne gleich zu urteilen oder zu kritisieren, was eine konkrete Antwort auf Vorurteile, Polarisierung und Stammtischparolen sein kann.

Für den Wissenschaftlichen Leiter Professor Dr. Ulrich Reinhardt sind diese Neujahrsvorsätze eine Antwort der Bürger auf die fortgesetzten Krisenzeiten: „Die Entbehrungen und Einschränkungen in den letzten Jahren haben die Bedeutung von Gemeinschaft, Solidarität und Eigenverantwortung steigen lassen. Auch wird die Lösung von Problemen nicht mehr nur nach oben delegiert, sondern viele Bürger sind bereit mitzuhelfen und einen Beitrag zu Wohle der Gemeinschaft und für die Zukunft zu leisten.“ So nennen mehr als drei von fünf als konkretes Ziel, weniger egoistisch zu agieren und sich mehr für die Gemeinschaft einzusetzen, jeder Zweite will mehr Verantwortung übernehmen und immerhin jeder Dritte plant sich gesellschaftlich – in Form von ehrenamtlichen Tätigkeiten – zu engagieren.

 

 

Nachhaltigkeit zunehmend wichtiger

Der Klimawandel ist verstärkt im Bewusstsein der Bürger angekommen und spielt ebenfalls eine Rolle bei den persönlichen Zielen für das kommende Jahr. 70 Prozent wollen mehr Wert auf eine nachhaltige Lebensweise legen. Insbesondere Frauen sind hierfür bereit, ihr eigenes Konsumverhalten umzustellen, um so einen Beitrag zum Wohle der Umwelt zu leisten.

 

 

Fazit

Das Zeitalter des Egoismus neigt sich seinem Ende entgegen. Zunehmend mehr Bürger haben erkannt, dass die eigene Lebensqualität, der eigene Wohlstand und die Zukunft nachfolgender Generationen maßgeblich sowohl durch das eigene aber auch das Verhalten anderer beeinflusst wird. Nur gemeinsam lassen sich die Herausforderungen der Gegenwart und Zukunft bewältigen. Gerade die Eigenschaften Verantwortung, Offenheit und Optimismus geben daher Anlass mit Zuversicht auf 2023 zu blicken.

Ihre Ansprechpartnerin

Ayaan Güls
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
guels@stiftungfuerzukunftsfragen.de

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