Chart der Woche, 2024-KW24

13. Juni 2024

(inkl. Grafiken wenn vorhanden)

Früher war alles besser

Von je 100 Befragten würden am liebsten in der .... leben:

Vergangenheit Zukunft 2013 54 46 2023 66 34 unter 35 Jahre 56 44 35-54 Jahre 68 32 über 55 Jahre 70 30
Online Repräsentativbefragung von 2.000 Personen ab 18 Jahren durch die GfK in Deutschland
Daten als Tabelle
Früher war alles besser — Von je 100 Befragten würden am liebsten in der .... leben:
VergangenheitZukunft
20135446
20236634
unter 35 Jahre5644
35-54 Jahre6832
über 55 Jahre7030
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Ergebnis

Wenn die Bürger frei wählen könnten, ob sie in der Vergangenheit oder in der Zukunft leben möchten, würden sich zwei Drittel für die Vergangenheit entscheiden. Im Zeitvergleich nimmt der Wunsch im Gestern zu leben sogar noch zu. Etwas optimistischer ist die jüngere Generation der unter 35-Jährigen, wobei auch in dieser Altersgruppe die Mehrheit (56%) sich für die Vergangenheit entscheiden würden.

Gründe

Die Zukunft ist das Unbekannte, die Vergangenheit dagegen das Bekannte und wird entsprechend mit mehr sozialer, finanzieller oder körperlicher Sicherheit assoziiert. Gerade die ältere Generation, die bereits einen Großteil ihres Lebens gelebt hat, sieht dieses so. Auch der Zusammenhalt zwischen den Bundesbürgern wird als besser eingeschätzt, ebenso wie die Möglichkeiten, die das Leben früher bot. Gegenwärtige Kriege, Krisen und die damit einhergehenden Unsicherheiten haben ebenfalls einen Einfluss darauf, dass das Sprichwort „Früher war alles besser“ heute noch immer besteht.

Prognose

Ganz gleich welche Periode in der Geschichte als Referenz gewählt wird, zu keiner Zeit war die Lebenserwartung höher und die Kindersterblichkeit geringer. Die medizinische Versorgung war niemals weiter, die Bildung nie umfassender, die Mobilität nie besser und die Kommunikation nie unmittelbarer oder einfacher als heute. Auch die Emanzipation der Frau ist weiter denn je. Meinungsfreiheit ist zum allgemeinen Standard geworden, die Arbeitszeit hat sich verringert und die Anzahl an Urlaubstagen ist gestiegen. Auch global gesehen war das Leben früher nicht besser: Noch zu Beginn der 50er Jahre waren alle westlichen Industrienationen – nach heutigen Bewertungen – Entwicklungsländer.

So ist trotz aller Unsicherheiten, Bedenken, negativen Berichterstattungen und großen Herausforderungen – vom Klimawandel über die Spaltung der Gesellschaft bis zum zunehmenden nationalen Denken – eines sicher: Das Leben in Zukunft wird besser sein als in der Vergangenheit. Die Welt, Europa, Deutschland und jeder einzelne Bürger wird sich weiterentwickeln. Es wird noch mehr Möglichkeiten geben und es werden Lösungen für Probleme gefunden werden. Wichtig ist dafür jedoch, die Errungenschaften, Chancen und Gegebenheiten stärker zu betonen, konstruktiv an Missständen zu arbeiten und positive Signale zu setzen.

Ihre Ansprechpartnerin

Ayaan Güls
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
guels@zukunftsfragen.de

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