Chart der Woche, 2024-KW36

5. September 2024

(inkl. Grafiken wenn vorhanden)

Autofreie Innenstadt

Von je 100 Befragten stimmen der Aussage zu "Ich würde gerne in einer Stadt leben, die komplett autofrei ist."

Gesamtbevölkerung 29 Unter 30 Jahre 39 30 bis 64 Jahre 30 Über 65 Jahre 20 Metropole 37 Dorf 22
Online Repräsentativbefragung von 2.000 Personen ab 18 Jahren durch die GfK in Deutschland
Daten als Tabelle
Autofreie Innenstadt — Von je 100 Befragten stimmen der Aussage zu "Ich würde gerne in einer Stadt leben, die komplett autofrei ist."
Gesamtbevölkerung29
Unter 30 Jahre39
30 bis 64 Jahre30
Über 65 Jahre20
Metropole37
Dorf22
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Ergebnis

Diese Woche ist der „World Carfree Day“. Weltweit verwandeln sich an diesem Tag Straßen in autofreie Zonen, um zu zeigen wie alternative Verkehrskonzepte das städtische Leben verändern können. In Deutschland können sich 29 Prozent der Bevölkerung ein Leben in einer Stadt ohne Autos vorstellen. In urbanen Gebieten ist das Interesse für eine autofreie Lebensweise dabei höher als auf dem Land, und bei den unter 30-Jährigen doppelt so hoch wie bei den über 65-Jährigen.

Gründe

Eine Reduktion des motorisierten Individualverkehrs kann gesundheitliche und soziale, ökonomische und ökologische Vorteile haben. Durch die Priorisierung von Fußgängerzonen und Radwegen können Städte die körperliche Aktivität ihrer Bewohner fördern. Wirtschaftlich gesehen können Städte mit gut ausgebautem öffentlichem Verkehr und weniger Autoverkehr mehr Touristen anziehen, was sich positiv auf die die lokale Wirtschaft auswirkt. Eine Reduktion des Autoverkehrs und die Förderung nachhaltiger Verkehrsmittel würde helfen, Klimaziele zu erreichen. All diese Argumente für weniger Autoverkehr spielen in Städten eine größere Rolle als auf dem Land, wo die Abhängig vom eigenen Auto deutlich höher ist. Für Jüngere überwiegen ebenfalls die Vorteile, wohingegen Ältere die Bequemlichkeit des eigenen Wagens schätzen und diesen auch als Statussymbol nicht missen wollen.

Prognose

Angesichts der wachsenden Herausforderungen durch den Klimawandel erkennen immer mehr Städte die Notwendigkeit, nachhaltige Verkehrslösungen zu implementieren. Erfolgreiche Vorbilder sind Städte wie Oslo, Kopenhagen, Venice Beach oder Freiburg. In Zukunft wird die Unterstützung für autofreie Städte weiter zunehmen. Bürgerbeteiligung und -dialog sind dabei zentrale Elemente, um Verständnis und Unterstützung für Verkehrsmaßnahmen zu schaffen. Auch helfen Pilotprojekte dabei, die Machbarkeit und Vorteile einer autofreien Stadt zu verdeutlichen und so die Akzeptanz in der Bevölkerung noch weiter zu erhöhen.

Die Zukunft sieht vielversprechend aus: Mit wachsendem Bewusstsein und steigender Unterstützung innerhalb der Bevölkerung, aber auch seitens der Unternehmen, ebnet sich ein Weg für eine grünere und lebenswertere Stadtgestaltung. Die Chance für den lokalen Handel wird durch autofreie Zonen ebenfalls gestärkt, da mehr Fußgänger und Radfahrer das Stadtleben aktiv gestalten und die lokalen Geschäfte beleben.

Ihre Ansprechpartnerin

Ayaan Güls
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
guels@zukunftsfragen.de

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