Chart der Woche, 2022-KW47

24. November 2022

(inkl. Grafiken wenn vorhanden)

Deutschland war nie sportlicher

Deutschland war nie sportlicher – Infografik; alle Werte stehen in der Datentabelle unter der Grafik.

Von je 100 Befragten sagen, dass sie mindestes einmal die Woche Sport treiben:

Sportliche Tätigkeiten im Vergleich (Gesamtbevölkerung)

Daten als Tabelle
Deutschland war nie sportlicher
JahrNeinJa
20106931
20196436
20205842
20215644
20225446
Deutschland war nie sportlicher — Sportliche Tätigkeiten im Vergleich (Gesamtbevölkerung)
Radfahren
202232
202129
202031
201930
201029
Deutschland war nie sportlicher — Sportliche Tätigkeiten im Vergleich (Gesamtbevölkerung)
Sport zuhause
202228
202127
202026
Deutschland war nie sportlicher — Sportliche Tätigkeiten im Vergleich (Gesamtbevölkerung)
Joggen
202218
202116
202016
201911
201010
Deutschland war nie sportlicher — Sportliche Tätigkeiten im Vergleich (Gesamtbevölkerung)
Fitnessstudio
202215
202112
202014
201912
20109
Grafik herunterladen:PNG

Ergebnis

Fast jeder zweite Bundesbürger ist gegenwärtig regelmäßig (wenigstens einmal pro Woche) sportlich aktiv. 2010 konnte dieses nicht einmal jeder Dritte von sich behaupten. Neben dem klassischen Sport im Verein und individuellen Freizeitaktivitäten wie Radfahren, Jogging oder dem Besuch im Fitnessstudio, widmet sich mehr als jeder Vierte daheim der körperlichen Fitness. Innerhalb der Bevölkerung sind Männer etwas häufiger sportlich aktiv als Frauen. Zudem wächst mit dem Einkommen auch das Sportbewusstsein, während es mit fortschreitendem Alter zurückgeht.

Gründe

Corona war wie ein Booster für den Sport. Mehr verfügbare Zeit durch Homeoffice und weniger (Freizeit-)Alternativen aufgrund der bundesweiten Lockdowns sorgten für eine Renaissance des Sporttreibens, welche immer noch anhält. Zusätzlich spielen ein erhöhtes Gesundheitsbewusstsein, sowie der Wunsch nach körperlicher Fitness, gesteigerter Leistungsfähigkeit und physischer Attraktivität eine Rolle.

Prognose

Deutschland bewegt sich – oder auch nicht. Auch zukünftig wird sich ein Riss durch die Sportnation Deutschland ziehen. Während sich die einen bewegen und eine sportliche Herausforderung, ein Erfolgserlebnis oder Bestätigung suchen, die gemeinsame Aktivität mit Anderen schätzen, beim Sport den Kopf frei bekommen möchten oder etwas für ihre Gesundheit tun wollen, können sich die anderen nur schwerlich motivieren, schauen lieber Sport im Fernsehen als selbst aktiv zu werden und verbringen ihre freie Zeit mit anderen Dingen. Auch in Zukunft prägen zudem gegensätzliche gesellschaftliche Entwicklungen die sportliche. So sprechen die demografische Entwicklung, die Medialisierung der Freizeit oder die abnehmenden Vereinsmitgliedschaften für weniger Sport in der Zukunft. Ein zunehmendes Gesundheitsbedürfnis, der Wunsch auch im Alter körperlich und geistig fit zu sein sowie das Leben aktiv zu gestalten oder das immer stärker ausdifferenzierte Sportangebot lassen dagegen auf einen weiteren Anstieg an sportlicher Betätigung in der Bevölkerung schließen. Spannend bleibt es, inwieweit Vereine und kommerzielle Anbieter hierauf reagieren und ihr Angebot entsprechend gestalten oder einstellen.

Ihre Ansprechpartnerin

Ayaan Güls
Pressesprecherin

Tel. 040/4151-2264
Fax 040/4151-2091
guels@zukunftsfragen.de

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